Schwanger mit 15

3 12 2013

norma mit hintergrund2Herbergsuche:
„Jugendliche mit Kind sucht Familie“

Eine ganz besondere Weihnachtsgeschichte!
Als Norma mit 15 Jahren schwanger wurde, hätte sie beinahe ihr Kind getötet. Doch es kam alles ganz anders.

Norma war ein junges Mädchen, wie viele. Sie wollte das Leben genießen. Als sie mit 15 feststellte, dass sie schwanger war, brach eine Welt für sie zusammen, zumal ihr Freund sie drängte, das Kind abzutreiben.

Mittlerweile ist Norma 18 Jahre alt und Mutter des zweijährigen Max. In ihrer Not ging sie zu einer Beratungsstelle für Schwangere in Konfliktsituationen und erhielt die Adresse eines Abtreibungsarztes.

Für ihre Mutter war klar, dass ihr eigenes Enkelkind niemals getötet werden soll. Deshalb suchte sie eine lebensbejahende Beratungsstelle und bat uns um Hilfe.

Noch am selben Abend konnte unsererseits ein ausführliches Gespräch mit allen im Schwangerschaftskonflikt Beteiligten geführt werden. Die Begleitung war intensiv. Normas Freund drohte mit Selbstmord, sollte Norma das Baby behalten.

Als sie ein kleines Embryomodell, welches der Größe ihres ungeborenen Kindes (damals 11. Woche)  in ihren Händen hielt, war für sie klar, dass sie ihr Baby nicht töten konnte. Sie sagte: „Das ist ja ein kleiner Mensch!“ Norma wurde bewusst, dass sie bereits Mutter ihres Kindes ist, und für immer sein wird, ob sie sich für sein Leben entscheidet oder nicht.

Da die Mutter von Norma alleinerziehend und berufstätig ist, schien es das Beste, wenn Norma in einer Familie die erste Zeit nach der Geburt wohnen und sich somit in die neue Rolle eingewöhnen konnte. Deshalb starteten wir eine Suchaktion: „Herbergsuche – Jugendliche mit Kind sucht eine Familie“

Ein Pastorenehepaar der Freien Christengemeinde hat sich bereiterklärt und ihr Haus geöffnet. Erfreulich ist, dass sich dadurch auch Christen verschiedenster Denominationen neu kennenlernen durften.

Die Schwangerschaft und Geburt verliefen komplikationslos. Dann war er da, der kleine Max, den alle sogleich ins Herz geschlossen haben – auch der junge Vater!

Nun berichtet Norma:

Am 30. Oktober 2010 erblickte mein Sohn Max das Licht der Welt und schon kurz darauf zogen wir zu einer Familie, die ein großes Haus in den Bergen haben.

Von diesem Tag an veränderte sich mein ganzes Leben. Nicht nur durch meinen Sohn, sondern mehr noch durch eine neue Bekanntschaft, denn ich lernte Jesus Christus kennen und das war mehr, als ich jemals zu glauben gewagt hätte.

Bevor ich zu Gott kam, war ich ein rebellischer Teenager und ließ mir von niemandem etwas sagen. Ich lebte nur für mich, liebte es, mit meinen Freunden in der Nacht abzuhängen und zu chillen. Bei jedem Blödsinn war ich dabei, auch wenn es mich in Gefahr brachte. Mein Leben lief in eine völlig falsche Richtung und alles ging wie auf einer schiefen Ebene mehr und mehr bergab. Aber das war mir damals gar nicht bewusst.

Zu meiner Mutter hatte ich ein total kaputtes Verhältnis. Wir konnten kaum noch normal miteinander reden und schrieen uns gegenseitig an. Ich weiß nicht, wie lange das noch gut gegangen wäre.

Ich dachte damals, dass es Gott bestimmt gibt, hatte aber keine Ahnung vom Glauben, weil es mir damals nicht wichtig schien. Doch dann wurde ich plötzlich schwanger und brauchte Gottes Hilfe. Heute weiß ich, dass Er es war, der mir all diese Menschen zur Seite gestellt hat, damit ich mich für mein Kind entscheiden konnte. Er war es, der mich in eine stabile und christliche Familie geführt hat.

Durch Gott, meinen Sohn und die Menschen, mit denen ich zusammenlebe, lerne ich, den Leuten Respekt entgegenzubringen, für andere da zu sein, und nicht nur für mich selbst zu leben. Ich lerne, die Menschen so zu lieben, wie sie sind, und den anderen so zu behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte. Gott hilft mir sehr. Ich kann meine Probleme und schlechten Gedanken, oder, wenn es mir einmal nicht so gut geht, zu Ihm bringen. Mit der Zeit habe ich gelernt, dass es Jesus ernst meint und, dass wir nicht jeden Blödsinn machen können und dabei denken sollen, Jesus verzeiht mir sowieso. Nein, unsere Schuld soll uns leid tun, wir sollen es Ihm bringen, Ihn um Verzeihung bitten und es ernst mit Ihm meinen!

Anfangs war geplant, dass ich nur rund ein halbes Jahr hier bleibe. Jetzt sind es aber schon mehr als zwei Jahre, die ich hier lebe. Dank Gottes Hilfe habe ich eine sehr gute Lehrstelle gefunden. Ich mache die Ausbildung zur Masseurin in einem Nobelhotel in der Nachbargemeinde.

Ich darf eine glückliche Mama sein und ich bin so dankbar und froh, dass ich meinen Sohn nicht abgetrieben habe. Auch wenn ich es nicht einfach hatte, mich zu entscheiden, und ich wusste, dass sich mein Leben dadurch total verändern würde. Aber ich entschied mich für das Leben und für ein Leben mit Gott. Und heute weiß ich, dass das die beste Entscheidung meines Lebens war!

Mein Zeugnis durfte ich inzwischen bei Firmgruppen und in Schulklassen erzählen. Ich mache keinen Hehl daraus, dass mich damals meine inneren Kämpfe beinahe aufgefressen haben. Für mich war es eine große Erleichterung, als ich mich endlich zu dieser Entscheidung durchgerungen habe. Ich möchte alle ermutigen, sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen und sich nicht aus der Verantwortung zu stehlen.

Ich weiß nicht, wo ich heute wäre, wenn ich mein Kind abgetrieben hätte. Niemals hätte ich erfahren, wie es aussehen würde, ob es ein Mädchen oder ein Junge wäre. Auch sein wunderschönes Lächeln, wenn er sich freut, hätte ich nie gesehen. Außerdem wäre ich total abgesunken in Drogen und Alkohol, Sex und Diebstahl. Bald hätte ich mich nicht mehr unter Kontrolle gehabt und mein Leben hätte nie mehr einen Sinn gefunden.

Gott liebt uns alle so sehr, Er lässt uns nie im Stich. Wenn wir ihn bitten, dann kommt Er in unser Leben und hilft uns.

Von Herzen Deine Norma

veröffentlicht von: www.plattform-leben-vorarlberg.at


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2 responses

29 03 2014
dennis

Hallo Norma. Würde dich gerne näher kennenlernen. hast du Interesse?

4 01 2015
Foundation for Defense of Democracies

Foundation for Defense of Democracies

Schwanger mit 15 | Schreibfreiheit

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