Wo ist das Leid? Sind Steinewerfer Opfer?

16 09 2015

Warum sehe ich keine Leidenden an der serbisch-ungarischen Grenze?

Ich sehe junge, wohlgenährte, gut gekleidete und aggressive Männer, die Steine werfen und Grenztore stürmen.

Ich sehe Geschrei, Gefordere, Erpressung und Gewalt.

Ich sehe Gebrülle, ich sehe Missachtung von Gesetzen und staatlicher Autorität.

Ich sehe Organisationshektik, Rädelsführer, Aufhetzen, Agitation.

Wer glaubt, dass diese Männer in Deutschland, Schweden oder Österreich zu friedliebenden, demütigen, hilfsbedürftigen Menschen werden?

Wer glaubt, dass jemand, der sein Land in Schutt und Asche legt, seine Frauen und Mütter im Stich lässt, hierher kommt, nachdem er Regierungen erpresst, Pässe gefälscht, Schlepper bezahlt hat, plötzlich zu einem friedlichen Schaf wird?

Was hier stattfindet in Europa ist eine Invasion. Der Feind ist klug, er sieht, wenn er seine Waffen zu Hause lässt, lassen wir ihn herein. Er wird sich hier bewaffnen. Heute mit Steinen, dann mit Messern, dann mit Bomben und Maschinenpistolen. Ganze Stadtviertel und Autos werden brennen.

Sehen Sie sich die Herkunftsländer an.

Es ist nur eine Frage der Zeit.


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10 responses

16 09 2015
MURAT O.

Hat dies auf MURAT O. rebloggt.

16 09 2015
Eric der Wikinger

Hat dies auf Grüsst mir die Sonne… rebloggt.

16 09 2015
Petra A.

Es ist noch keine drei Stunden her, da habe ich zwei Busse voll solcher „bösen“ Menschen empfangen. Böse, zwei Monate alte Babys. Böse Zweijährige, böse Vierjährige, böse Siebenjährige und auch böse Vierzehnjährige.

Es waren aber auch Erwachsene dabei, und der ca. 60-jährige, zum Christentum konvertierte, Syrer „Hari“, der nur davon sprach, dass Jesus ihn „gesaved“ hatte und sein Herz jetzt voll Liebe für uns Österreicher pocht.

Ob das alles böse Menschen sind, und ob sie auch mit „Gewalt“ ihr Überleben und Durchkommen durchgesetzt haben, und ob sie bald mit Pflastersteinen nach uns werfen, werde ich wohl in den nächsten Tagen und Wochen herausfinden.

Heute jedenfalls sind uns alle mit Respekt und Demut begegnet. ;o)

17 09 2015
schreibfreiheit

Liebe Petra!
Genau darum ginge es ja, zu differenzieren. Aber die EU differenziert nicht. Sie beschimpft Länder und Politiker, welche die Gewalttäter draußen haben wollen.
Zweitens: Politiker haben verantwortungsethisch zu handeln. Das heißt Schutz vor Gewalt, nötigenfalls auch mit Gewalt. Ich denke nicht, dass Sie auf diesen Schutz verzichten würden, wenn Sie überfallen werden oder ihre Kinder. Würden Sie gewähren lassen und die Polizisten beschimpfen, welche Ihnen zum Schutz kämen?
Wir selbst haben gesinnungsethisch den Menschen mit Liebe und Freundlichkeit zu begegnen und ihnen Hilfe zu gewähren. Auch das ist selbstverständlich.
Danke für Ihren Einsatz!

17 09 2015
Petra A.

Lieber Verfasser!

Ich bekomme natürlich mit, was „da draußen“ vor sich geht. Wobei ich jetzt nur noch Interesse für diese 100 Menschen in unserem Camp aufbringe. Die Situation an den Grenzen kann ich nicht auch noch an mich ranlassen.

Ich sehe aber die Hauptschuld an jenen Politikern und Privatpersonen, die ganz offen demonstrieren: „Kommt her! Kommt her! Bei uns bekommt ihr grenzenlose Hilfe und Unterstützung.“
So gut vernetzt, wie die Flüchtlinge via Smartphone mit ihrer Heimat vernetzt sind, ist ja klar, dass sie über „Mutti Merkel“ und die privaten österreichischen „Schlepper“, die Flüchtlinge tagelang bis an die ung./österr. Grenze gefahren haben, sie über den Grenzübergang gehen ließen und nach der Grenze wieder „weitergeschleppt“ haben.

Unten, an der syrischen Grenze, in Afhanistan, Libanon, Türkei bekamen diese Menschen das Signal zum Aufbruch. Mutti Merkel nimmt sie alle in Deutschland auf, und die Österreicher lassen sie unbehelligt durchziehen. Nein, nicht nur unbehelligt durchziehen, sondern sie kommen scharenweise mit Autos, Lebensmittel, Wasser, Kleidung, offenen Herzen.

Und kaum stehen diese Menschen, die sich hoffnungsvoll auf die Reise begeben haben an der Grenze an, stoßen sie auf meterhohe Zäune, gespickt mit Stacheldraht, Polizei, Militär, Tränengas ….
Sie haben also wieder einen kleinen Krieg auszufechten.

Wem vom uns würden da nicht die Nerven durchgehen?

17 09 2015
neuesdeutschesreich

Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

17 09 2015
Petra A.

Sorry, bin ein bissi überlastet, chaotisch, gestresst. Kein Wunder, bei dem Chaos, das ich in unmittelbarer Nähe seit Tagen begleitet. 😉 Verzeiht mein etwas chaotisches Geschreibe.

Ich versuche den schlimmsten Absatz zu verbessern.
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So gut vernetzt, wie die Flüchtlinge via Smartphone mit ihrer Heimat sind, ist ja klar, dass sie über “Mutti Merkel” und die privaten österreichischen “Schlepper”, (die Flüchtlinge tagelang bis an die ung./österr. Grenze gefahren haben, sie über den Grenzübergang gehen ließen und nach der Grenze wieder “weitergeschleppt” haben) erfahren haben.
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17 09 2015
schreibfreiheit

Ich stimme Ihnen in allen beschriebenen Punkten zu!
Ausgenommen: ‚Nerven‘ durchgehen.
Tatsache ist: die Grenze ist für alle offen – auch in Ungarn – welche den Gesetzen entsprechende Dokumente vorzuweisen haben, um Asyl ansuchen und sich gemäß den EU-Regeln registrieren lassen.
Es gibt nirgendwo in dieser Welt das Recht, Grenzen wahllos, irgendwo im Grünen, ohne oder mit gefälschten Papieren, zu übertreten. Auch gestern wurden zahlreichen Familien, welche sich an Gesetze halten, an dieser Grenze in Ungarn Asyl gewährt!
Die Ausschreitungen mit Steinen werden von wenigen Rädelsführer und Aufhetzern angeführt, welche die Massen befehligen. Das sind gut organisierte Aktionen und keine durchgehende Nerven.
Was ist das für eine Botschaft, diesen Einwanderern als allererstes Signal zu sagen: bei uns gelten die Gesetze nicht und ihr müsst Euch nicht an die Befehle der Exekutive und der Behörden halten.
Zweifellos werden diese Menschen auch in Österreich oder in Deutschland zukünftig ihre Unzufriedenheit mit Steinen zu lösen versuchen. Das ist ihre Kultur.

17 09 2015
Petra A.

Wie gesagt, ich habe jetzt den Fokus auf unser Camp. Ob in Ungarn tatsächlich noch Asylanträge entgegen genommen werden, und inwieweit die Bilder und Berichte in den Medien bewusst „gelenkt“ sind, lässt sich für mich nicht verifizieren.

Ich habe nur gehört, dass sich am Grenzzaun in Ungarn zwei Gruppen gebildet haben. Diejenigen die nur still und resigniert auf Rückzug gingen, und jene, die gegen die „Ungerechtigkeit“ rebelliert haben.

Eine normale und „gesunde“ Reaktion hat es nicht gegeben.

Resignation über das, was die Politiker und diese „Ihr Flüchtlinge kommet, ich fahre euch sogar entgegen“-Gutmenschen uns eingebrockt haben, ist in unserem Camp an allen Ecken und Enden spürbar.

Aber wie sagte der Campleiter Christian gestern? – „Es ist ein Mensch, der mir gegenüber steht. Ich begegne ihm mit Respekt und Achtung. Dass „die da oben“ komplett kopflos falsche Entscheidungen treffen, ksnn ICH nicht ändern.“

20 09 2015

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