Das Jubiläumsjahr und der Missbrauch der Reformation

26 01 2017

„Solus Christus! Sola Fide! Sola Scriptura! Sola Gratia!“ soll nicht mehr gelten?

Laut Bischof Bünker der Evangelischen Kirche Österreichs haben diese 4 Grundsätze ausgedient. Wir haben einen neuen Ablass auch in den evangelischen Kirchen, der nun heißt – ich zitiere den Bischof aus dem evangel. Pressedienst: „Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung“. Wer diesen Prinzipien dient, ist gerettet. Wir könnten frei nach Johann Tetzel sagen:“Wenn Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung in den Kirchen klingt, die Seele aus dem Feuer springt.“Aber nicht einmal das.

Denn tatsächlich aber ist die Rettung von Menschen für den Himmel längst kein Thema mehr, denn die Hölle wurde von den, vom atheistischen Humanismus zerstörten, antichristlichen und gottesfeindlichen Liberaltheologen bereits abgeschafft – so glauben sie es zumindest. Daher braucht es auch keine Bekehrung, keine Sündenvergebung, keine Gnade, keinen Glauben und auch keinen Christus mehr.  Wozu auch, wenn Sünde (angeblich) keine Strafe bewirkt?

Natürlich brauchen wir deshalb auch keine Mission mehr, sollen doch alle Menschen nach ihrer Facon selig werden und in ihrer unsäglichen Schuld ohne Beziehung zum Erlöser Christus umkommen.

Die Vertreter der evangelischen Kirchen heute meinen, wenn sie „Reformation“ sagen, die mörderische, atheistische, gewalttätige und zerstörerische Aufklärung. Sie sind perfide Verführer und missbrauchen die Reformation Martin Luthers und Philipp Melanchthons für ihre eigenen humanistischen und gutmenschlichen Zwecke. Wer es nicht glaubt: wer sind diejenigen der Kirchen, die als Kliniken getarnte Embryonen-KZ-s befürworten? – nur als EIN Beispiel, deren es viele gibt. Das verbindet den Herrn Bünker mit seinem deutschen Kollegen, Herrn Herr Bedford-Strohm & Co.. Sie lügen die Menschen an: die Reformation war  keine Vorwärtsbewegung im Sinne der humanistischen Aufklärung, sondern vor allem eine Bewegung der Rückbesinnung auf das (damals) 1500 Jahre alte Neue Testament und das noch ältere AT. Feiern wir ehrliche Reformation, mit einer ehrlichen Rückbesinnung auf das Wort Gottes. Darin liegt echte Frucht, echtes Gelingen. Aus SOLA SCRIPTURA folgen dann die anderen „Soli“, und dann werden wir nicht aus dem Buch des Lebens gestrichen. Auf uns wartet eine große Belohnung.

Jesus spricht: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich!“

Nachtrag:

Zitat aus dem „evangelischen pressedienst“:

„Wenn sich eine Stadt entschließt, Reformationsstadt Europas zu werden, geht es nicht nur um die Auseinandersetzung mit Geschichte, sondern um die Frage, wie man mit Umbrüchen umgeht“, ist der evangelische Superintendent Lars Müller-Marienburg überzeugt. Von den Religionen und der Gesellschaft wünscht sich Müller-Marienburg hier „weniger Angst“. Aus der Reformation könne man lernen, dass „große Vielfalt um einen gemeinsamen Kern herum“ möglich sei. Die Vielfalt von Kirchen und Religionen sei „keine Bedrohung, sondern Bereicherung“.

Daraus folgt, dass jene, die Vertreter jener Religionen, die heute ganz Afrika und Asien terrorisieren, deren Länder in Schutt und Asche legen, die bei uns Menschen umbringen, Frauen vergewaltigen, oder in Indien Kinder in Steinbrüchen arbeiten, Menschen in Kastensysteme zwingen, hungern und frieren lassen, eine Bereicherung sind? Nein, diese Religionen, die das lehren sind die Hölle, und keine Bereicherung – eine Bedrohung für Europa!


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7 responses

2 02 2017
Alwis

Eine Bemerkung zu „sola scriptura“ sei erlaubt:
Jesus hat bekanntlich nichts geschrieben (außer einmal in den Sand – Jo, 8. Kap.). Alles, was wir im Neuen Testament lesen können, stammt also aus mündlicher Überlieferung. Die katholische Kirche hat in den ersten Jahrhunderten nach Christus jene Schriften ausgewählt, die heute als kanonisch bezeichnet werden.
„Sola scriptura“ ist also in Wirklichkeit „sola traditio catholica“.

2 02 2017
schreibfreiheit

Was wollen Sie damit sagen?
Wenn Sie oder Herr Bünker & Co. der Meinung sind, Luther und die Lehren der protestantischen Kirchen unterlägen einem Irrtum, dann wäre die ordentliche Konsequenz, aus einer Kirche, die das lehrt, auszutreten.
Alles andere ist Heuchelei, Häresie und Verführung der Menschen.

3 02 2017
Taraxacum

Der Artikel ist hervorragend und muss unter die Leute. Ich fange gleich
damit an. Ich bin froh und dankbar, dass ich heute durch die Hilfe eines
Glaubensbruders schreibfreiheit.eu entdeckt habe.

5 02 2017
siwla

Was ich damit sagen will?
Natürlich will ich keinesfalls „Bischof Bünker“ verteidigen. Im Gegenteil: die Irrwege der EKD finde ich schlimm. Ich wollte aber festhalten, dass Martin Luther mit „sola scriptura“ zuwenig weit zurück zum Ursprung ging. „Solus Jesus Christus“ – da können sich die Christen treffen. Und ich finde, zu einer Schrift gehört immer auch die lebendige Überlieferung, aus der die Schrift ja überhaupt erst entstanden ist. Wie vorher bemerkt: Jesus hat nichts geschrieben, außer einmal in den Sand….

6 02 2017
schreibfreiheit

Ich würde empfehlen, sich einmal intensiv mit der Historie des biblischen Kanons auseinanderzusetzen. Das ist das eine.
Zweitens wäre die Einheit des Christentums leichter zu leben auf Grundlage der Bibel: die außerbiblischen Lehren sind die große Ursache für konfessionellen Streit und Spaltungen.
Drittens: wenn man an die Authentizität der Heiligen Schrift nicht glaubt, wird wohl wenig übrigbleiben auch von Jesus – denn woher beziehen wir die Informationen über sein Leben und Wirken, über seine Lehre und die Entstehung der christlichen Gemeinde und ihre weltweite Verbreitung, wenn nicht aus ihr? Ohne das Wort Gottes hat der Glaube kein Fundament, keine Stabilität. Reiner Erfahrungs- und Gefühlsglaube ist eine Sackgasse und werden auch das Ende des Christentums bedeuten.
Die Juden mach(t)en es uns gut vor: die Schrift als Grundlage ihres Glaubens, Handelns und ihrer Identität.

7 02 2017
Alwis

Wahrscheinlich schreiben wir etwas aneinander vorbei. Ich habe ja in meinem ersten Beitrag festgestellt:

„Alles, was wir im Neuen Testament lesen können, stammt aus mündlicher Überlieferung. Die katholische Kirche hat in den ersten Jahrhunderten nach Christus jene Schriften ausgewählt, die heute als kanonisch bezeichnet werden.“

Die mündliche Überlieferung vor der Festlegung des Kanons der Hl. Schrift des Neuen Testaments war Voraussetzung, dass das NT in seiner heute vorliegenden Form überhaupt entstehen konnte. Die Festlegung auf die heute anerkannten Bücher erfolgte endgültig erst im 4. Jhdt. Dem gingen viele Beratungen und Streitgespräche bzw. Streitschriften voraus.
Und die katholische Kirche verkündet in ihren Glaubenssätzen und Lehren nichts, was der Hl. Schrift widerspricht. Wenn Sie z.B. den Katechismus der Katholischen Kirche lesen, werden Sie jede Menge Verweise auf die Hl. Schrift finden.

Wir können also sagen:
Die Hl. Schrift ist aus der mündlichen Überlieferung entstanden.
Die weitere Überlieferung muss sich immer auf die Hl. Schrift beziehen.
Hl. Schrift und mündliche Überlieferung stehen also in einer fruchtbaren Wechselbeziehung.

7 02 2017
schreibfreiheit

Wahrscheinlich sind wir nahe beeinander :-).
„Die“ Katholische Kirche gab’s damals noch nicht, als der Kanon entstand.
Die Schriften sind Originalschriften, und stammen nicht aus mündlicher Überlieferung. Die Evangelien sind ganz früh im 1. Jahrhundert entstanden, und nur Liberaltheologen bestreiten die Authentizität der Briefe, welche ebenfalls im 1. Jahrhundert geschrieben wurden, vorwiegend von Paulus. Selbst die Offenbarung passt noch in das 1. Jahrhundert, welche der einzige nicht als Märtyrer gestorbene Jünger Jesu, Johannes, verfasst hat, vom Heiligen Geist getrieben – wie die gesamte Heilige Schrift.
So habe ich damit ein Problem, die Bibel als Ergebnis mündlicher Überlieferung zu beschreiben, denn es ist ein Ergebnis schriftlicher Weitergabe.
Und darüber, welche Konfessionen welche Lehren vertreten, welche aus den verschiedenen Betrachtungsweisen der Bibel und der gelebten Glaubenspraxis entstanden und entstehen, könnte man vortrefflich noch weitere 2000 Jahre streiten, denn diese Diskussionen gab’s von Beginn an – man lese die Paulusbriefe.
So sind wir eins in Christus unter seinem Wort!
Liebe Grüße und Danke für die Replik!

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