Demonstrationen wohin man schaut

7 10 2017

In Bagdad demonstriert man gegen die Abspaltung Kurdistans.

In Moskau demonstriert man noch immer gegen die Abspaltung Estlands, Lettlands und Litauens und hat sich dafür die Krim zurückgeholt.

In Rom demonstriert man gegen die Abspaltung von Südtirol.

In Peking demonstriert man gegen die Abspaltung Tibets, übt Gewalt gegen die Demokratie Hong-Kongs und greift nach Taiwan.

In Belgrad demonstriert man noch immer gegen die Abspaltung des Kosovo.

In Brüssel demonstriert man empört gegen die Abspaltung der Briten.

In London demonstriert man gegen die Abspaltung der Schotten (die Schotten dürfen aber regelmäßig darüber abstimmen!!!).

Ja, und in Madrid demonstriert man gegen die Abspaltung Kataloniens, nachdem Armee und Polizei dieses Volk nochmals besetzt hat. Freundliche Erinnerungen an die DDR 1953, dann 1956 Ungarn und 1968 die Tschechoslowakei.

Sollte man in Berlin gegen die Abspaltung Österreichs 1945 demonstrieren?

Tausende Madrider waren heute auf den Straßen und wurden von ZDF, ARD und ORF als Helden der Freiheit und der Meinungsäußerung gelobt. Zu Francos Zeiten hätte man dieselben Leute als Faschisten bezeichnet.

Ja, tatsächlich: die Besatzer demonstrieren gegen die Abspaltung besetzter Völker. Welch ein Hohn! Selbst Volksabstimmungen werden diesen Völkern verboten, mit der Billigung unseres Obersten Sowjets, der EU-Kommission.

Während des Kalten Krieges bis 1989 ist der Westen einheitlich für die Freiheit der Völker eingetreten. Es war für die ‚Freie Welt‘ unerträglich, wie ganz Osteuropa von den Sowjets unterjocht wurde.

Nach den 25-Jahr-Feiern 2014 hat sich das Blatt gewendet. Heute ist Brüssel der größte Aggressor gegen Freiheitsbestrebungen Europäischer Völker.

Wer kann sich erinnern, als 2013 Merkel sich nach dem Wahlsieg offensichtlich peinlich berührt der deutschen Fahne entledigte? Eine internationalistische Marxistin verachtet Nationalflaggen, das musste doch klar sein. Ein rote Fahne hätte ihr wohler getan.

Heute bezeichnen österreichische grüne Politiker, die österreichische Flagge als „Brennmaterial“ (https://www.wochenblick.at/schock-aeusserung-gruene-nennt-oesterreich-fahnen-brennmaterial-anja-melcher/). Schon 2007 wurde unter der ausdrücklichen Duldung durch den heutigen Bundespräsidenten (!) V.d.B. mit den Zitaten „Heimat im Herzen, Scheiße im Hirn“ bzw. „Wer Österreich liebt muss scheiße sein!“ und dem folgenden Wahlplakat geworben:

Dezember 2007: Ein Flaggerl, ein Gaggerl und viel Aufregung.

So verhält es sich heute mit der Meinung Brüssels, Madrids und wohl der Mehrheit der medialen und politischen Elite Europas:

„Wer Katalonien liebt, muss Scheisse sein!“

Die noch freien Länder Europas sollen sich hüten, sich unter das Joch Brüssels zu begeben!


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8 10 2017

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