Höcke gefährdet die AfD

13 02 2020

Ein offener Brief von:

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Hans Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten

Herrn Björn Höcke, AfD Thüringen

Sehr geehrter Herr Höcke,

Sie gefährden die AfD! Die AfD ist keine nationalsozialistische Partei, weil sie islamkritisch und nicht judenfeindlich ist. Die AfD ist gegen die Islamisierung Deutschlands, gegen den Abbau der inneren Sicherheit, gegen die Klimahysterie, gegen die Desindustrialisierung Deutschlands und gegen die Abschaffung Deutschlands als souveränen Staat.

Zweifellos gibt es viele Bürger, die diese Einstellung teilen und die AfD unterstützen würden. Diese Bürger lehnen jedoch Ihre verwerfliche nationalistische Propaganda ab. Sie schaden deshalb der AfD! Strikt abzulehnen sind folgende Äußerungen von Ihnen:

1. „Christentum und Judentum stellen einen Antagonismus dar. Darum kann ich mit dem Begriff des christlich-jüdischen Abendlands nichts anfangen.“ (auf einer Veranstaltung der „Jungen Alternative Berlin“ am 26. September 2015). Diese Aussage ist falsch. Jesus Christus war Jude. Die Apostel waren Juden. Die ersten christlichen Gemeinden bestanden vorwiegend aus Juden. Jesus ist der Messias der Juden. Sie vertreten die Einstellung der üblen „Deutschen Christen“ im NS-Staat.

2. „Ich will, dass Deutschland nicht nur eine tausendjährige Vergangenheit hat. Ich will, dass Deutschland auch eine tausendjährige Zukunft hat.“ (auf einer Kundgebung im Oktober 2015). Das ist eine leere propagandistische Phrase. Sie weckt sofort die Assoziation zum „Tausendjährigen Reich“ der Nationalsozialisten.

3. „Sigmar Gabriel, dieser Volksverderber, anders kann ich ihn nicht nennen.“ (auf einer Demo in Erfurt, März 2016. Den Begriff „Volksverderber“ verwendete Adolf Hitler bereits in „Mein Kampf“). Das ist ein übler Stil. Wir brauchen in der Politik sachliche und argumentative Diskussionen, keine Hetze.

4. „Die Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, ist tief in unserer Seele verankert, davon bin ich überzeugt.“ (Buch „Niemals zweimal in denselben Fluß“). Diese offensichtlich von Ihnen geteilte „Sehnsucht“ ist nichts anderes als der Wunsch nach einem Diktator und nach Abschaffung der Demokratie.

Quellen:
https://www.focus.de/politik/deutschland/bjoern-hoecke-sieben-zitate-zeigen-wie-gefaehrlich-der-afd-rechtsaussen-wirklich-ist_id_6536746.html
https://www.businessinsider.de/politik/koenigsmacher-in-thueringen-das-sind-die-radikalen-zitate-von-afd-rechtsaussen-bjoern-hoecke/

Sie unterstützen die destruktiven neomarxistischen Kräfte in Deutschland, weil Sie ihnen Munition und Argumente liefern. Ich bemühe mich um Verbreitung dieses Schreibens. Siehe www.fachinfo.eu/hoecke.pdf.

Mit besorgten Grüßen
Hans Penner


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3 responses

13 02 2020
Carolus

Sosehr ich Hans Penner schätze: Hier, glaube ich, schießt er übers Ziel hinaus. Höcke ist ein Patriot, kein Chauvinist, und schert sich wenig um Politische Korrektheit.
Punkt eins sei ihm geschenkt. Punkte zwei und drei sollten dazu anregen, uns vom NS nicht unsern Wortschatz verbrennen zu lassen. Punkt vier bestätigt, dass er Patriot ist; einen Diktaturwunsch seinerseits kann ich nicht herauslesen.
Es ist klar, dass die Globalisten (inklusive „Antifa“) Leute wie Höcke bis aufs Blut bekämpfen. Hoffe, er wird nicht umgebracht.

14 02 2020
Carolus

Gerade finde ich eine lesenswerte Abhandlung, in der Bernhard Straßer den Faschismus-Vorwurf Andreas Kempers gegen Björn Höcke widerlegt:
https://www.tagesstimme.com/2020/02/14/andreas-kempers-faschistischer-fluss-ist-hoecke-ein-faschist/

14 02 2020
Dr. Christoph Heger

Ich habe Herrn Dr. Penner wie folgt geantwortet:

Sehr geehrter Herr Dr. Penner,

für Ihre Zusendungen mich aufrichtig zu bedanken, nehme ich die untere zum Anlass. In aller Regel kann ich ihnen zustimmen. In der weiter unten wiedergegebenen möchte ich Ihnen aber in folgenden Punkten widersprechen.

1. Die Aussage von BJÖRN HÖCKE halte ich in der Sache nicht für falsch, wohl vielleicht für eine unnötige Provokation. Das häufig zu hörende Argument, JESUS CHRISTUS und seine Jünger seien Juden gewesen, verschleiert die Äquivokation in der Verwendung des Wortes „Jude“, indem es nicht unterscheidet zwischen dem antiken, vorchristlichem Judentum, dem JESUS CHRISTUS und seine Apostel entstammten und angehörten, und dem Judentum (genauer: den Judentümern), das (die) sich mit der Ablehnung JESU definiert hat (haben). Insofern stellen Christentum und Judentum, nämlich in dem zentralen Punkt ihrer Doktrin, sehr wohl einen Antagonismus dar, der dem verniedlichenden Begriff des „christlich-jüdischen Abendlands“ verdeckt wird. Wenn mit diesem Schlagwort der wertvolle Beitrag von jüdischer Seite zur europäischen Kultur gewürdigt werden soll, muss man ihm doch ein gewisses Ungleichgewicht vorhalten, insofern das „Abendland“ von seiner Wurzel her – man denke zum Beispiel an seine karolingische Fundierung – christlich und nicht christlich-jüdisch ist.

2. Einen Hinweis auf die tausendjährige Vergangenheit des deutschen Volks und die Hoffnung auf eine weitere tausendjährige Zukunft als Assoziation mit dem national-sozialistischen „tausendjährigen Reich“ zu verknüpfen, kann ich nur als ein Beispiel ansehen für willkürliche Versuch dieser Art.

3. Vorwürfe wie „Volksverderber“, „Volksverdummer“ usw. können sachlich gut begründet sein und erscheinen mir gegenüber dem einen oder anderen auch sehr wohl begründet. Wenn die deutsche Sprache auch von ADOLF HITLER verwendet wurde, ist das kein Grund, sie nicht mehr zu verwenden.

4. Eine Aussage wie „Die Sehnsucht der Deutschen nach einer geschichtlichen Figur, welche einst die Wunden im Volk wieder heilt, die Zerrissenheit überwindet und die Dinge in Ordnung bringt, ist tief in unserer Seele verankert, davon bin ich überzeugt“ ist etwas romantisch. Aber in ihr den Wunsch nach einem Diktator und nach Abschaffung der Demokratie zu sehen, ist eine Unterstellung. Leute meiner Generation erinnern sich vielleicht noch, dass ein KONRAD ADENAUER von genau dieser Sehnsucht getragen wurde. Im übrigen: Selbst die eingefleischtesten Monarchisten werden kaum eine realistische Möglichkeit sehen, zu einer Monarchie zurückzukehren.

Im Ergebnis warne ich davor, einer üblen Nachrede gegen BJÖRN HÖCKE auf den Leim zu gehen, deren Motiv offensichtlich ist: die AfD zu spalten.

Sehr geehrter Herr Dr. Penner, Sie haben Ihr Schreiben auch auf http://www.fachinfo.eu/hoecke.pdf veröffentlicht. So werden Sie wohl nichts dagegen haben, dass ich meinen Widerspruch auch an meinen üblichen Verteiler „Freunde der PRO BEWEGUNG“ rundsende.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Christoph Heger

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