NEIN, gendern ist nicht genug!

18 05 2021

Vor kurzem erhielt ich ein E-mail mit einer der zahlreichen Einladungen für Weiterbildungen und Seminare, von der österreichischen Wirtschaftskammer – einer von Zwangsbeiträgen finanzierten Organisation für die Interessensvertretung von Unternehmern, welche jedoch zur obrigkeitsgehorsamen und gesellschaftspolitisch zur einer sozialmarxistischen Regierungsbehörde verkommen ist.

Es gibt keine Teilnehmer mehr, nur „Teilnehmerinnen und Teilnehmer“. Dem Handelsdelegierten in Riga gelang letztes Jahr eine besondere Sprachblüte: „Österreichische Teilnehmende erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme an der Konferenz…”

Jedenfalls muss ich betonen, ich bemühe mich ja:

Das mit dem Mitdenken an die Geschlechtsorgane funktioniert schon recht gut, manchmal denke ich bei „Ärzten und Ärztinnen“ nicht nur an die Vaginas der Ärztinnen, sondern auch an deren Brüste. Ich hoffe, damit bin ich auf dem rechten Weg.

Trotzdem gibt es noch immer weitreichende Probleme. Ich habe zum Beispiel bemerkt, dass ich die vielen anderen Geschlechter dabei nicht mitgedacht habe – verstümmelte sekundäre Geschlechtsorgane, hormontherapierte Umgestaltungen, umgeschminkte Menschen, oder andere psychisch Kranke mit Identitätsstörungen. Selbst Sternchen, Unterstrichzeichen helfen mir da nicht wirklich. Vielleicht habe ich zu wenige Umformte nackt gesehen, dass ich sie mir vorstellen könnte?

Ein weiterer Skandal: ich habe mich dabei ertappt, dass ich nur an weiße Teilnehmer denke, wenn ich von „Teilnehmern und Teilnehmerinnen“ oder von Wissenschaftler*innen lese. Dies ist wohl höchst unsensibel, und rassistisch wohl auch.

Deshalb möchte ich dafür kämpfen, in alle Wörter gleich auch einzupacken, ob jemand schwarz, schlitzäugig (japanisch), schlitzäugig (chinesisch), schlitzäugig (koreanisch), halbschwarz, halbbraun, dunkelschwarz, indisch, südamerikanisch, indogen, usw. ist.

Das wäre dann die TOTALE Gerechtigkeit, damit wir z.B. bei den Worten „Ingenieur_innen“ oder „Ingenieure und Ingenieurinnen“, „Raketenbauern und Raketenbäuerinnen“ nicht nur an die Geschlechtsorgane, sondern auch deren farbliche Ausformungen, evtl. Größe und die Hautfarben nachdenken. Die Haarpracht sollte auch nicht vergessen werden, ist doch insbesondere seit 2015 eine Flut von Fachkräften, Wissenschaftlern, Ärzten, Ingenieuren usw. aus Afrika, Afghanistan und Syrien zu uns gekommen (das hat mir meine Regierung erzählt).

Dann wären ALLE mitgemeint und es wäre an alle mitgedacht. Ist das nicht ein besonders romantischer Gedanke?


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