Ehe und Familie sichern die Zukunft

10 08 2015

Aus JUNGE FREIHEIT von Jürgen Liminski

Fast acht von zehn Paaren in Deutschland leben in Ehe,
und zwei Drittel aller Ehen halten ein Leben lang.
Und die Shell-Jugendstudien bestätigen immer wieder,
daß die lebenslange Ehe, die Freundschaft des Lebens,
ganz oben auf der Wunschliste der jungen Leute steht.
Aber Wunsch und Wirklichkeit sind nicht so einfach deckungsgleich zu gestalten. Zwar verläuft der Anstieg der nichtehelichen Partnerschaften recht langsam, der Anstieg indes ist real. Auch die hohe Zahl der Scheidungen ist real. Es wäre jedoch verfehlt zu glauben, daß dies zu einer generellen Entwertung der Ehe führte. Im Gegenteil. Diese postmodernen Trends machen die Ehe nur noch attraktiver, weil man bewußter diesen Bund eingeht. Hinzu kommt der drohende und reale Abbau sozialstaatlicher Sicherungssysteme, eine Unsicherheit, die den Wert von Ehe und Familie als privates Sicherungssystem steigert.
Schon vorchristliche Denker betonten den Ehebund.Stabile Beziehungen senken die Risiken von Armut und Krankheit.Die Ehe zwischen Frau und Mann sichert die Zukunft des Gemeinwesens.

Die Ehe ist eine Lebensversicherung besonderer Art.

Alles im Original auf JUNGE FREIHEIT

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HINWEISE:
Ehe und Familie auf schreibfreiheit.eu




650.000 in Paris gegen Homo-Ehe und neues Familienrecht

16 01 2013

Aus Kath.net,
http://www.kath.net/detail.php?id=39658

800.000 Teilnehmer –
Vorsitzender der Bischofskonferenz, Kardinal Vingt-Trois,
kam zum Abschluss der Demo auf die Place Denfert-Rochereau,
um Organisatoren Dank auszusprechen

Mit einem Sternmarsch haben am Sonntag in Paris mehr als 650.000 Franzosen, wie die Veranstalter bekanntgaben, gegen die Einführung gleichgeschlechtlicher Ehen demonstriert. In Pressemeldungen ist sogar von 800.000 Teilnehmern die Rede. Die Veranstalter zeigten sich Medienberichten begeistert über die große Teilnehmerzahl. Auch Kirchenvertreter mit Kardinal Philippe Barbarin an der Spitze waren darunter……..

Unterdessen veröffentlichte das Meinungsforschungsinstitut Ifop am Wochenende eine Umfrage, nach der 62 Prozent der Franzosen der Meinung sind, es werde zu viel über die „Homo-Ehe“ gesprochen. Das Thema nehme in der gesellschaftlichen Debatte zu großen Raum ein, so die Mehrheit in der Umfrage.

Der ganze Artikel ist hier zu lesen:

Kath.net,
http://www.kath.net/detail.php?id=39658





Die Familie – Der Zweck der Ehe

10 10 2012

Der Zweck der Ehe – Maleachi 2.15

Und hat Er sie nicht eins gemacht, ein Überrest des Geistes für Ihn? Und wonach soll das Eine trachten? Nach göttlichem Samen!

Im Kontext des zitierten Textes prangert der Prophet Maleachi die Untreue der Ehemänner seiner Zeit an, indem er betont, dass Mann und Frau „eins“ sind.

Wir erfahren hier einen wichtigen Zweck der Institution Ehe: „göttlicher Same“, was so viel bedeutet wie Nachkommen zu zeugen, die mit Gott in Gemeinschaft leben. Bei der Definition des Begriffes Familie habe ich zuvor erwähnt, dass alle Kinder des Samen eines Mannes seine Familie sind. Es ist also ein erklärter Wille Gottes, dass Ehepaare Familien gründen bzw. die bestehenden bereits gegründeten Familien fortsetzen.

Als Gott Abraham berufen hatte gab er ihm Folgendes Versprechen (vgl. 1 Mose 13,16):

Und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf der Erde; wenn ein Mensch den Staub auf der Erde zählen kann, so soll man auch deinen Samen zählen können.

Wir können daraus allgemein ableiten, dass sich Familien zu größeren Verbänden bis hin zu gesamten Völkern entwickeln sollen. Wesentlich ist aber, dass sie in Gemeinschaft mit Gott leben.





Die Familie – Der Ehebund

23 07 2012

Der Ehebund nach 1. Mose 2.24

Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.

Das Wort Gottes definiert das Anhangen, d.h. eine Vereinigung von Mann und Frau als Ehebund. Die Bedeutung des Begriffes „ein Fleisch“ bezeichnet die sexuelle Beziehung, die damit verbunden ist und drückt darüber hinaus aus, dass das Ehepaar eine unzertrennliche Einheit bildet.

Rechtlich wird die Ehe durch einen Formalakt begründet, sei es durch amtliche Eheschließung oder kirchliche Trauung. Dies ist gesellschaftlich notwendig und auch durchaus zu befürworten, es befindet sich aber in der gesamten Bibel dazu keine gesonderte Aufforderung.

Mittlerweile sind Lebensgemeinschaften ohne formale Eheschließung sehr üblich geworden. Der Gesetzgeber definiert diese Form des Zusammenlebens als „eheähnlich“ und stellt sie rechtlich in vielen Belangen der Ehe gleich. Vor Gott ist dies jedoch nicht bloß eheähnlich, sondern de facto die Ehe.

Entscheidend ist der gemeinsame Umgang (biblisch anhangen), wenn dieser mit sexuellem Verkehr verbunden ist und nicht der rechtliche oder kirchliche Akt. Dessen sind sich viele Menschen nicht wirklich bewusst.

Paulus betrachtet die Ehe als ein Geheimnis, indem er die Beziehung zwischen Mann und Frau mir der zwischen Jesus und seiner Gemeinde vergleicht (vgl. Epheser 5.31-32).

Wir finden in der Bibel noch eine Reihe weiterer Anhaltpunkte, dass durch die besondere Form der Ehebeziehung im Grunde genommen das Verhältnis zwischen Gott und Mensch abgebildet ist. Ich habe zwei davon ausgewählt, jeweils eines aus dem AT und eines aus dem NT:

Jesaja 54, 5:

Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, Herr der Heerscharen ist sein Name; …

Offenbarung 19,7:

Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

Die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau in seinem Bilde hat also einen Hauptzweck: Durch die Beziehung, die zwischen Mann und Frau real erlebbar ist können wir erkennen, wie die Beziehung von Gott selbst zu uns Menschen beschaffen ist.

Mit anderen Worten: Wollen wir erleben, wie sehr Gott uns tatsächlich liebt, dann können wir das an unser eigenen Ehebeziehung selbst erleben, indem man sich um gegenseitige Liebe aufrichtig bemüht. Wir können quasi die Intensität selbst bestimmen.

Trennungen, Partnerwechsel oder gar Experimentieren mit dieser Beziehung haben also keinen Platz, weil sie allesamt diesen Hauptzweck Gottes verfehlen. Und das ist letztendlich auch der Grund, warum die Sexualität als wesentlicher Bestandteil dieser Beziehung der Ehe als solche vorbehalten ist.





Öst. Familiennetzwerk für Ehesplittingmodell

8 06 2011

02.06.2011 | KARL ETTINGER (Die Presse)

Experten wollen eine „unprovokante“ Variante, die nicht an der Individualbesteuerung rüttelt. Überdies wird eine Sanierung des Familienfonds gefordert: Kein Geld mehr für Erziehungszeiten an Pensionsversicherung.

Image

Wien. Alle Parteien bekennen sich zu einer Entlastung der Familien, aber in der Koalition gibt es unterschiedliche Auffassungen, wie das funktionieren und wer profitieren soll. Im Kern liegt der Schwerpunkt der SPÖ bei Maßnahmen für sozial schwächere Eltern und Alleinerzieher. Die ÖVP sieht hingegen die Notwendigkeit, auch Familien mit mittleren und höheren Einkommen mehr unter die Arme zu greifen, um Kosten für die Erziehung mehrerer Kinder zumindest teilweise zu decken…..

Eine Arbeitsgruppe von Fachleuten, die seit zwei Jahren im „Österreichischen Familiennetzwerk “ kooperiert und ausdrücklich nicht namentlich genannt werden will, schaltet sich jetzt im Gespräch mit der „Presse“ in die laufende Diskussion ein. Mit ihrem Vorschlag versucht sie zugleich, die Verwirrung um den Begriff „Familiensplittung“ auszuräumen.

•Familienrealsplitting

•Kombination mit Tarifreform.

•Statt einem Ehegattensplitting.

•Ansatz Bemessungsgrundlage.

Weichen für die Steuerreform

Rasche Entlastung des Fonds

Neben einer Umstellung der Besteuerung hält es das Netzwerk für unumgänglich, dass der sogenannte Familienlastenausgleichsfonds, kurz Flaf, von Zahlungen, die Familien nicht direkt zugutekommen, entrümpelt wird. Schließlich kämpft der Familienfonds mit knapp vierMilliardenEuro an Schulden, für die der Bund mit seinem Budget geradesteht. „Das Weiterwurschteln bringt nichts“, so die Warnung der Experten.

Daher wird ein Vorschlag, der schon einmal diskutiert
wurde, aufgegriffen. Der Fonds soll künftig nicht mehr
die Zahlungen für Kindererziehungszeiten von Müttern
an die Pensionsversicherung tragen. Das zähle nicht zu
den „Kernleistungen“ des Flaf. Im Jahr 2010 betrugen
die Kosten dafür immerhin bereits rund 800 Millionen Euro.

 

Original auf Die Presse, Wien ….

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Weitere Hinweise

Österreichisches Familiennetzwerk

Wertverlust bei Familienbeihilfe

Familienleistungen werden Jahr für Jahr gesenkt

Familienbesteuerung und Frauenerwerbsquote

FPÖ: Familien durch Familiensteuersplitting entlasten!

Arbeit, Kinder, Pension – Dr. Fred Brande, Wien

Die klassische Familie – praktisch, billig und gut.

 

 

 





Österreichisches Familiennetzwerk sagt Nein zur Homoehe

14 11 2009

FamiliennetzwerkAuch das ÖVP nahe katholische Familiennetzwerk sagt Nein zur Homoehe und bietet gleich einen Briefentwurf zum Versand an Politiker an.

zum Artikel geht es hier





Klassische Familie ist Sieger des coronaverseuchten sozialen Zusammenhaltes

16 03 2020

Die sozialmarxistische Lügenpolitik und Heuchlerei entlarvt sich nicht nur in diesem Punkt.

  • Mütter kümmern sich in dieser Woche wieder um ihre eigenen Kinder. Trotz fehlendem Master-Abschluss in Pädagogik. Das Füttern, Wickeln und Liebkosen des eigenen Kindes, das Spielen mit ihm ist plötzlich wieder ganz in Ordnung.
  • Der Zusammenhalt der Gesellschaft spiegelt sich vor allem in den Familien wider.
  • Der Aufbau der staatspaternalistischen sozialistischen Gesellschaft durch den außerhäuslichen Berufszwang für Frauen führt in der Krise zum Zusammenbrechen des gemeinschaftlichen Organismus.
  • Der Materialismus und Hedonismus entlarvt sich als Sackgasse.
  • 50% der Hausärzte in der EU sind >65 Jahre alt. Durch Verhütung und die Massenhinrichtungspolitik von ungeborenen, potentiell zukünftigen Ärzten gibt es nicht ausreichend Nachwuchs. Stellen Sie sich vor, unsere Häusärzte werden mit dem Coronavirus infiziert: wie wird nach der Corona-Krise das Gesundheitssystem unseres Kontinents aussehen? Es bedeutet das endgültige Ende der westeuropäischen Nachkriegsgesellschaft.
  • Die wenigen oligarchischen Strukturen dienende EURO- und EZB-Politik, die Förderung korrupter Banken und Staaten, wird in Armut und Not führen. Sind einmal die Wolken und der Staub der Corona-Krise verflogen, werden wir die Trümmer der Wirtschaft und der Währung klar sehen. Alles in Schutt und Asche, wie 1945. Staaten und Banken werden insolvent werden.
  • Gescheiterte staatssozialistische Strukturen erfordern ein noch mehr an Planwirtschaft und ein noch weniger an Freiheit, ein noch mehr an Mangel und ein noch weniger Wohlstand und soziale Sicherheit.
  • Die Lügenpolitik der EU wird offenbar: wurde seit 2015 (und schon früher) behauptet, Grenzen könne man nicht schützen, geht jetzt doch alles, oder? Deutschland lässt nicht einmal mehr LKW-s mit medizinischen Gütern ausreisen. Als die Flut der Männer archaischer, heidnischer Völker ankamen, sprach man noch davor, dass Grenzschließungen unmöglich sind. Und jetzt? Wer sieht nicht, dass der Kaiser nackt ist?
  • Noch immer behaupten einige Übriggebliebene, man könnte das Wetter und das Klima beeinflussen. Man rief den Klima-„Notstand“ aus! Dumme, ungebildete, geistig verstockte und versklavte Politiker missbrauchten den Notstand für ihre Hybris gegen Gott. Heute zeigt Gott uns, was wirklich ein Notstand ist!!!

So bleibt uns Glaube Hoffung Liebe! Nur die Erlösten müssen sich keine Sorgen machen! Unser Leben hat hier kein Ende, wie es auch immer verlaufen wird.





Erfolge der ungarischen Familienpolitik

27 09 2018
40.449 -> 28.500: Rückgang der Abtreibungen
23.873 -> 18.600: Rückgang der Scheidungen
35.520 -> 50.600: Anstieg der Eheschließungen

Das sind die Erfolge der ungarischen Familienpolitik!

Die zunehmend familienfreundliche Förderung durch die ungarische Regierung schafft ein Umfeld, in dem Eheschließungen und Familien gedeihen und die Abtreibungszahlen fallen, so eine Ministerin des Landes kürzlich vor einer internationalen Konferenz über Leben und Familie.

Die Unterstützung hat zu einem Rückgang der Abtreibungszahlen um mehr als ein Drittel seit 2010 (40.449 auf 28.500) geführt.
Außerdem kam es zu einem Rückgang der Scheidungen (23.873 im Jahr 2010 und 18.600 für 2017)
sowie zu einem Anstieg der Eheschließungen (35.520 für 2010 auf 50.6000 für 2017). (…)

Katalin Novàk, ungarische Ministerin für Familie, Jugend und internationale Angelegenheiten, erklärte:
„Das Ziel kann durch eine kontinuierliche, komplexe, gezielte und flexible Familienpolitik erreicht werden, die imstande ist, sich an geänderte Bedürfnisse und Bedingungen anzupassen.

Ungarns Verfassung misst der Familie besondere Bedeutung zu.
Sie schützt die Einrichtung der Ehe und hält fest,
dass die Grundlage der Familie die Ehe
und die Eltern-Kind-Beziehung ist.
Sie erklärt, dass Ungarn dazu ermutigt, Kinder zu bekommen.“

LifeSiteNews v. 1.6.18





Spurwechsel Kurz‘ auch bei der Ehe?

17 09 2018

Fällt Bundeskanzler Kurz auch in der Frage der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau?

Nachdem der Bundeskanzler in der Frage, Nachbarn und Freunden ein Messer in den Rücken zu stoßen, sich mit Frau Merkel und Herrn Marcon zu verbünden und die Kompetenzen der Nationalstaaten zu beschneiden gerade seine Wähler desavouiert hat, bereitet die ÖVP den nächsten Anti-Wähler-Coup vor.

Entgegen aller bisherigen Versprechen scheint die ÖVP die endgültige Zerstörung der Ehe und die massive Beschädigung von Frauen und Kindern vorzubereiten. Obwohl vom Verfassungsgerichtshof keinesfalls gefordert, wird die ÖVP den Begriff der Ehe den linken Kulturzerstörern anpassen und eine Jahrtausende alte Erfolgsgeschichte der Familie im Ofen dem Feuer preisgeben. Der Weg zur Leihmutterschaft und zu Kindesadoptionen schwuler Männer wird damit ebenfalls geebnet. Natürlich besteht die Gefahr, dass es auch gehäuft zu pädophilen Übergriffen gegen Kinder kommen wird. Unsagbares Leid soll dadurch verursacht werden, dass Kindern das Recht, bei ihren leiblichen Eltern aufzuwachsen, verweigert werden wird. Die Todesideologen, die den Weg zur Massentötung von Babys freigemacht haben, erzielen nun ihren nächsten Erfolg im Kampf gegen die Geborenen.

Warum sich Europa immer mehr nichtgewählten, ideologisch ausgesuchten Richtern unterwerfen, die ihre Kompetenzen überschreitend, zu Normgebern mutiert sind und anstatt demokratischer Entschlüsse uns in diktatorischer Manier vorzuschreiben versuchen, wie wir zu leben haben, wäre eine Diskussion wert. Was haben Gerichte damit zu tun? Gibt es nicht Instrumente, den Willen der Menschen zu erkunden oder Gesetze parlamentarisch zu beschließen?

Nun, die Gerichte sind heute Instrumente einer elitären Bande, demokratisch nicht durchsetzbare gesellschaftliche Veränderungen zu erzwingen. Dem sollten wir Bürger widerstehen.

Leider ist meine Prognose pessimistisch: Kurz wird auch hier fallen.





Widersinn „Homo-Ehe“

12 09 2018

Zwei vernünftige Beiträge in der Presse:

Homo-Ehe als Charakterprobe für Schwarze wie für Blaue

Dem Nationalrat bleiben nur wenige Wochen, um ein richterliches Erkenntnis des VfGH zu reparieren.

Am 4. Dezember 2017 schwang sich der Verfassungsgerichtshof zum Gesetzgeber auf und führte per 1. 1. 2019 die Homo-Ehe ein. Weder ÖVP noch FPÖ waren für die Homo-Ehe, der Justizminister nimmt diese einmalige Richterherrlichkeit aber tatenlos hin. Wenn der wahre Gesetzgeber das VfGH-Erkenntnis reparieren will, bleiben ihm nur wenige Wochen. Die Uhr tickt.

Der Nationalrat ist hier mit einem Herzstück der herrschen-den Ideologie konfrontiert. Wo Gläubige früher durch die Straßen zogen, um den Leib Christi zu verehren, beten sie jetzt in Latex gepresste Männerärsche an. Die Gay-Pride-Parade ist die Fronleichnamsprozession des frühen 21. Jahrhunderts. Der propagandistische Aufwand ist gewaltig: Filmindustrie und Medien massieren uns mit homosexuellen Rührdramen, die Privilegierung einer im Westen wohlsituierten Minderheit wird als „Ehe für alle“ verkauft, Andersdenkende werden an Schandpfähle gebunden. Aus einer lustigen Travestie ist eine todernste Staatsdoktrin geworden.

Am 4. Dezember 2017 schwang sich der Verfassungsgerichtshof zum Gesetzgeber auf und führte per 1. 1. 2019 die Homo-Ehe ein. Weder ÖVP noch FPÖ waren für die Homo-Ehe, der Justizminister nimmt diese einmalige Richterherrlichkeit aber tatenlos hin. Wenn der wahre Gesetzgeber das VfGH-Erkenntnis reparieren will, bleiben ihm nur wenige Wochen. Die Uhr tickt.

Der Nationalrat ist hier mit einem Herzstück der herrschen-den Ideologie konfrontiert. Wo Gläubige früher durch die Straßen zogen, um den Leib Christi zu verehren, beten sie jetzt in Latex gepresste Männerärsche an. Die Gay-Pride-Parade ist die Fronleichnamsprozession des frühen 21. Jahrhunderts. Der propagandistische Aufwand ist gewaltig: Filmindustrie und Medien massieren uns mit homosexuellen Rührdramen, die Privilegierung einer im Westen wohlsituierten Minderheit wird als „Ehe für alle“ verkauft, Andersdenkende werden an Schandpfähle gebunden. Aus einer lustigen Travestie ist eine todernste Staatsdoktrin geworden.

Ich will die Schwulen und Lesben in meinem Freundeskreis nicht missen, sie verdienen Respekt und alle Rechte. Mich verstört die Willkür, mit der ausgerechnet den Homosexuellen das Los zugefallen ist, die Speerspitze in der Auflehnung des Menschen gegen die Natur abzugeben. Das Leitbild der Kommunisten war der Stoßarbeiter Stachanow, die Nazis fuhren auf blonde Germanen mit hochgerecktem Kinn ab. Wie um alles in der Welt aber wurde das schwule Ehepaar, das Kinder angeblich viel besser aufziehen kann als der ganze hetero-normierte Pöbel, zur Ikone unserer Zeit?

Das Tempo, mit der sich diese exotische Ideologie durchsetzt, ist erschreckend. Ich bin 45. In meiner Jugend tauchte die Idee „homosexueller Familien“ nicht einmal im Kabarett auf. Keine dreißig Jahre später ist es tabu, etwas dagegen zu sagen. Ich riskiere soziale Ächtung, wenn ich hinschreibe: Zwei Männer sind kein Ehepaar und können keine Familie gründen.

Der Nationalrat brauchte Mut. Vor dem Wähler muss er sich nicht fürchten. Die Rohdaten einer aktuellen Umfrage sagen: 54 Prozent sehen „die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau mit dem Zweck, gemeinsam Kinder zu zeugen“. 66 Prozent der FPÖ-Wähler sind gegen die Homo-Ehe, 61Prozent der ÖVP-Wähler und – Prinzessin, horch auf! – 50 Prozent der SPÖ-Wähler.

In den Schubladen liegen gute Entwürfe. Das Problem des VfGH, die Registrierte Partnerschaft bedeute ein Zwangsouting für Homosexuelle, lässt sich leicht beheben, indem man sie in so etwas wie den französischen „Pacte civil de solidarité“ umwandelt. Eine solche Vertragsgemeinschaft stünde ohne sexuelle Fixierung allen offen. Österreich würde einen Sprung machen vom verpfuschtesten Antidiskriminierungsrecht zum gerechtesten.

Bis jetzt hat sich nichts getan. Das Direktorium Kurz-Blümel-Mahrer hat neun Monate lang anpasslerische Signale ausgesandt. Eigentlich gäbe es noch eine zweite Regierungspartei, die in dieser Frage die Position der Kirche und der Vernunft vertritt. Fügen sich die Freiheitlichen schon wieder? Vermutlich sagt sich das Direktorium: „Geh lass, dann is wenigstens a Ruah!“ Sie kriegen aber keine Ruhe. Laut geltendem Recht erklären Eheleute ihren Willen, Kinder zu zeugen. Damit folgt unweigerlich der Anspruch homosexueller „Eheleute“ auf Kinder – unter Ausbeutung von Leihmüttern. Ich warte angespannt, welche Abgeordneten Charakter zeigen.

Martin Leidenfrost, Autor und Europareporter, lebt und arbeitet mit Familie im Burgenland. 

Juristisches Tamtam um die Homo-Ehe

Das Gebot der sachlichen Differenzierung erfordert es, Unterschiedliches nicht populistisch gleich zuzuordnen.

Nach dem Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) vom Vorjahr, das gesetzliche Bestimmungen aufgehoben hat, die die Ehe für heterosexuelle Paare und die Eingetragene Partnerschaft (EP) für homosexuelle Paare vorbehält, muss bis Jahresende eine neue Regelung gefunden werden, sollen nicht beide Rechtsinstitute für alle Paare offenstehen, was aber eine Art unsachlicher Populismus wäre.

Obwohl die Ausgestaltung als auch die Rechtsfolgen beider Formen einander weitgehend entsprechen, wie der VfGH festgehalten hat, gibt es dennoch sachliche Gründe, die Differenzierung von Ehe und Eingetragener Partnerschaft aufrechtzuerhalten, ohne dass gleichgeschlechtliche Paare darin eine mögliche Diskriminierung erblicken müssen, wie es das Judikat durch die Exklusivität der EP für diese Gruppe unterstellt hat.

Denn der VfGH hat in dieser auch kulturell-religiös stark geprägten Rechtsfrage als zentralen Entscheidungsgrund einzig auf die formal gleiche Bezeichnung der Verbindung von hetero- und homosexuellen Paaren abgestellt. Er hat allein in deren exklusiver Zuordnung entweder zur Ehe oder zur EP mit dem damit vermeintlich verbundenen unerwünschten Zwang, die eigene sexuelle Orientierung öffentlich zu machen, eine potenzielle Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare gesehen.

Ein übersehenes Faktum
Weitgehend ausgeblendet blieb in diesem umstrittenen Erkenntnis dagegen das in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerte und damit im Verfassungsrang stehende „Recht auf Eheschließung für Männer und Frauen im heiratsfähigen Alter“.

Damit besteht ja auch bereits ein verfassungsgesetzlicher Ehebegriff in Österreich. Folgerichtig hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte im Jahr 2010 judiziert, dass Gesetze, die die Ehe nur für Mann und Frau vorsehen, nicht der Konvention widersprechen.

Die Ehe auch auf gleichgeschlechtliche Paare zu erweitern, würde nicht nur heißen, das biologische Faktum, dass nur aus der Gemeinschaft von Mann und Frau neues menschliches Leben hervorgehen kann, nicht zu berücksichtigen. Es würde auch ihrer Ausrichtung auf das Wohl des Kindes zuwiderlaufen, dem in der Regel – von der ein Gesetz auszugehen hat – mit einer Vater-Mutter-Kind-Beziehung am besten gedient ist.

Unnötiger Kulturbruch
Bei der gewünschten Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geht es offenbar in einer Art Justamenthaltung nur um eine Aneignung des Begriffs Ehe. Dies geschieht dabei oft gerade durch jene, die die klassische Ehe für gewöhnlich als nicht mehr zeitgemäße Einrichtung beurteilen.

Der von einigen erhoffte und von manchen befürchtete Kulturbruch, den Begriff der Ehe neu zu definieren, ist nach der Entscheidung des Höchstgerichts aber rechtlich gar nicht notwendig.

Dass vielmehr die Öffnung der Eingetragenen Partnerschaft für alle zur Lösung des Problems schon ausreichen würde, hat auch der damalige Gerichtspräsident Gerhard Holzinger in einer Stellungnahme bestätigt. Das könnte auch dem Wunsch vieler heterosexueller Paare entsprechen. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten, aber ein anderes Erscheinungsbild – wer könnte sich daran stoßen?

Das VfGH-Erkenntnis sollte als untauglicher Versuch stehen bleiben, biologische Lebensbedingungen und gesellschaftliche Werthaltungen definitorisch zu nivellieren. Das Gebot der sachlichen Differenzierung, das übrigens auch dem verfassungsrechtlichen Gleichheitsgebot innewohnt, erfordert es dagegen, dass Unterschiedliches nicht mutwillig und populistisch gleich zugeordnet, sondern zumindest auch verschieden definiert werden muss.

Dr. Andreas Kresbach, ist Jurist im öffentlichen Dienst und im Team des Thinktanks Die Weis[s]e Wirtschaft für Familien- und Generationenpolitik zuständig.








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