Gesamtschule zum Scheitern verurteilt

2 02 2012

Gemeinsame Schule: „Es gibt Kinder, die begabter sind“

 

Schuldirektorin Isabella Zins spricht im Interview mit der „Presse“
über das unterschiedliche Schülerniveau in Niederösterreich und Wien –
und das Kleingedruckte im Androsch-Volksbegehren.

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Die Presse:
Sie sind Direktorin des Oberstufengymnasiums in Mistelbach, Niederösterreich, in das Hauptschüler und Schüler aus der AHS-Unterstufe kommen. Wie schaut es da mit dem Niveau aus?

Isabella Zins: Wir bieten verschiedene Schwerpunkte, da kommen auch Gymnasiasten, etwa ein Viertel bis ein Drittel. Das Niveau der Hauptschüler ist sehr unterschiedlich. Unter den Spitzenhauptschülern sind ganz tolle Leute mit lauter „Sehr gut“ aus der ersten Leistungsgruppe der Hauptschule, die können bei uns nahtlos anschließen. Dennoch haben wir in den vergangenen Jahren verstärkt Probleme: Es kommen Schüler mit relativ guten Zeugnissen. Dann stellt sich jedoch heraus, dass die Nahtstelle doch nicht so ganz leicht zu überspringen ist.

Kommen diese Schüler aus sozial schwachen Familien oder aus Migrantenfamilien?

Migranten sind vereinzelt auch dabei, aber nicht in großer Zahl. Es ist ein Querschnitt durch die Bevölkerung, es sind auch einzelne Akademikerkinder dabei. Das Niveau ist ziemlich unterschiedlich, vereinzelt haben wir Kinder aus dem Wiener Raum, aus der Kooperativen Mittelschule (der Wiener Hauptschule, Anm.), und die sind oft wirklich arm, weil sie mit guten Zeugnissen kommen und dennoch meist im ersten Jahr scheitern oder das erste Jahr wiederholen und sich weiterwursteln.

Woran kann das liegen?

Weil in Wien ein hoher Prozentsatz ins Gymnasium geht. Bei uns auf dem Land sind es maximal 25 Prozent, in Wien sind es fast 50 Prozent. Da bleibt natürlich in den Kooperativen Mittelschulen ein Niveau übrig, bei dem die relativ Besten doch ein gutes Zeugnis bekommen, obwohl die Leistungen nicht entsprechen. Ein Gradmesser sind für mich die Bildungsstandards, die es übungshalber bereits gibt. Wenn man mit diesen Bildungsstandards die Schülerinnen und Schüler in den Hauptgegenständen überprüft, ohne Noten zu geben, dann sieht man, dass sie nicht erfüllt werden. Und trotzdem haben diese Schüler dann Einser und Zweier in ihrem Zeugnis.

Wahrscheinlich, weil es in Wien keine Leistungsgruppen gibt.

Das ist sicher ein Manko. Ich habe diese Sorge auch bei der Neuen Mittelschule. Sie bedeutet zwar sicher eine Aufwertung der Hauptschulen. Aber – und das weiß ich aus vielen Gesprächen mit Hauptschullehrern – es gibt die Sorge, ob nach einer Umstellung eine Begabtenförderung an den Hauptschulen noch so möglich sein wird wie jetzt in der ersten Leistungsgruppe.

Derzeit sprechen alle von einer Bildungsreform. Wo sollte unser Schulsystem reformiert werden?

Das System ist nicht krank.
Aber man hat es in den letzten Jahren ziemlich geschwächt,
etwa durch Ressourcenknappheit. Es reden zwar immer alle
von Schulautonomie, ich habe aber nur ein minimales
Kontingent an Förderkursen, für Schwache wie auch für Begabte.
Über das ganze Schuljahr verteilt kann ich nur 14 Miniförderkurse anbieten.

In welche Richtung soll eine Schulreform gehen?

Man soll den Standorten Autonomie in einem positiven Sinne lassen, sodass man zum Beispiel entscheiden kann, wo ein Zweitlehrer angebracht ist. Und man soll in der Oberstufe auch die Klassenschülerhöchstzahl senken, wir haben oft noch bis zu 36. Das ist die tolerierte Überschreitung um 20 Prozent. In Deutsch habe ich dann 33 Schüler, vom tollen Aufsatzschreiber bis zu dem, der keinen geraden Satz zustande bringt.

Sie lehnen das Androsch-Bildungsvolksbegehren strikt ab. Warum?

Weil es mir viel zu schwammig ist, weil sich einige Dinge darin verstecken, die ich absolut ablehne, wie etwa die gemeinsame Schule aller bis zum Ende der Schulpflicht. Da würde bei Kindern mit einem höheren Potenzial immens viel verloren gehen. Es gibt einfach Kinder, die schneller und begabter sind als andere. Ich verstehe nicht, warum man alle mit Gewalt in einen Topf wirft und glaubt, dass dadurch die Schwachen gewinnen. Studien aus Deutschland zeigen, dass die Einheitsschule den Schwachen nicht hilft, die Guten aber gebremst werden. Es funktioniert auch innerhalb der Klasse nicht, weil die Schwachen merken, dass sie schwach sind. Und dann kommen auch disziplinäre Probleme dazu, die verschwiegen werden.

Androsch hat zuletzt knapp 52.000 Unterstützungserklärungen für sein Bildungsvolksbegehren vorgelegt.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Leute, die unterschreiben, wirklich wissen, was drinnensteht. Mich wundert der Zuspruch nicht, wenn so massiv dafür geworben wird. In Mistelbach etwa steht zum Beispiel an jedem Samstag ein SPÖ-Stand auf dem Hauptplatz, bei dem die Leute aufgefordert werden zu unterschreiben. Da werden Leute geködert, die keine Ahnung haben, was drinnensteht. Einige Forderungen wie etwa mehr Wertschätzung für den Lehrberuf und mehr Förderung für die Kinder, die kann jeder unterschreiben, aber beim Kleingedruckten wie der gemeinsamen Schule bis 15 haben wohl sehr viele keine Ahnung.

Isabella Zins ist seit 1985 AHS-Lehrerin für Deutsch und Latein,
seit 2007 Direktorin am BORG Mistelbach in Niederösterreich.
Die Lehrergewerkschafterin ist ÖVP-Stadträtin und sitzt im
Vorstand der Bildungsplattform „Leistung und Vielfalt“,
die sich als Gegengewicht zum Bildungsvolksbegehren
von Hannes Androsch versteht.

 

Original („Die Presse“, Print-Ausgabe, 25.07.2011)

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Weitere Hinweise:

Schülerbegehren.at

Erfahrungsbericht Hauptschule – ein Idealist packt aus

Ein paar Fragen zur Gesamtschule

 Bildungswunder am Land





Warum sind wir gegen die Gesamtschule?

10 12 2011

Gefunden auf Schülerbegehren.at

Nein, nicht weil wir den Fortschritt verhindern wollen. Im Gegenteil: wir sind dagegen,weil die Erfahrungen im Ausland DEUTLICH zeigen, dass eine bessere Ausbildung für jeden, mehr soziale Gerechtigkeit und eine bessere Integration von Menschen mit Migrationshintergrund GERADE DURCH EINE GESAMTSCHULE NICHT ERREICHT WERDEN KÖNNEN.

Was die Propaganda für die „Neue Mittelschule“ hier bei uns jetzt verspricht, ist zum größten Teil schlicht unwahr. Die Aussagen der PISA-Studie sind als Basis für Reformen völlig ungeeignet. Der Ausbildungsstand in den Gesamtschulländern ist keineswegs höher als bei uns. Finnland schneidet bei der PISA-Studie nicht deswegen besser ab als wir, weil es eine Gesamtschule hat, sondern weil es statt „innerer Differenzierung“ ein exzellentes, handfestes Fördersystem für die Schwachen hat und weil es Schüler und Schülerinnen, die die Landessprache nicht ausreichend können, erst dann in die Schule lässt, wenn sie gut Finnisch (bzw. Schwedisch) gelernt haben. Dafür braucht man keine Gesamtschule. Und ein finnisches Abitur ist keineswegs dasselbe wie eine österreichische Matura oder ein deutsches Abitur!

Die Gesamtschule bringt akademisch nicht nur keine besseren, sondern viel schlechtere Ergebnisse als unser Schulsystem. Wer das nicht glaubt, soll sich die innerdeutsche PISA-Studie (PISA-E) anschauen: dort liegen die Bundesländer mit den meisten Gesamtschulen immer an den letzten Plätzen. Die besten Plätze erreichen die, die KEINE Gesamtschulen haben.

Die „wissenschaftlichen“ Studien, die angeblich beweisen sollen, dass der längere gemeinsame Unterricht besser ist, existieren entweder nicht oder halten der Anforderung von „Wissenschaftlichkeit“ nicht stand. Wie der renommierte deutsche Bildungswissenschaftler Jürgen BAUMERT (in Deutschland bekannt als der „PISA-Papst“, weil er früher dort die PISA-Studie durchgeführt hat) selbst zugibt, gibt es „KEINE EINZIGE BELASTBARE STUDIE, die beweisen würde, dass gemeinsamer Unterricht über die vierte Schulstufe hinaus sinnvoll ist“.

Die Gesamtschule bringt keineswegs automatisch mehr „individuelle Förderung durch innere Differenzierung innerhalb der Klassen“. Das ist eine rein ideologisch motivierte Träumerei, die in der Praxis nicht funktioniert (und z. B. in Finnland auch gar nicht einmal angestrebt wird). Die Lehrer in der Gesamtschule werden dieselben sein, die uns jetzt unterrichten. Durch ein paar „Neue Mittelschule“-Wochenendkurse werden sie kaum die Gabe der Omnipräsenz erlangen. Innere Differenzierung funktioniert nur über Zersplitterung der Klassen in Leistungsgruppen – ein System, das nachweislich für die schwächeren Schüler ENORME NACHTEILE bringt.

Echte Verbesserungen erreicht man nur durch mehr Qualität im Unterricht. Das kostet Geld. Die Gesamtschule ist schon allein als System um ca. 30% teurer als unser jetziges, gegliedertes Schulwesen (die nötigen qualitativen Verbesserungen sind da noch gar nicht mitgerechnet!). Wir haben jetzt schon zu wenig Geld für guten Unterricht. Wenn wir die Gesamtschule einführen, werden wir dafür noch weniger haben.

Und die soziale Gerechtigkeit? In Gesamtschulländern sieht die in der Praxis so aus, dass alle, die es sich leisten können, ihre Kinder in Privatschulen schicken. Gute öffentliche Schulen gibt es nur in den teureren Wohngegenden. Begabte Kinder aus armen Familien haben dort WENIGER Chancen als bei uns. Das soll gerecht sein?

In den meisten Gesamtschulländern ist die Bildungssituation
schlechter als bei uns und teilweise (z. B. in Frankreich oder England)
wird bereits eine ABSCHAFFUNG der Gesamtschule diskutiert
und es werden konkrete Maßnahmen in Richtung mehr Selektion umgesetzt.
UND WIR WOLLEN DEN SCHWACHSINN JETZT EINFÜHREN??

 

ECHTE REFORMEN SEHEN ANDERS AUS!
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Kommentar

Was die Pisa-Studien beweisen, nämlich das ständige Absinken der schulischen Leistungen, ist vor allem das Ergebnis von 40 Jahren linker Schulversuche und die Konsequenzen der Mißachtung und Überbeanspruchung des Lehrerstandes. Unser Bildungssystem ist alt, aber glänzend bewährt. Weltweit wird man kaum ein besseres finden.

Die Gesamtschule ist ein Teil des großen gesellschaftlichen Zieles der Linken, alle Menschen müssten gleich werden.
(Nur einige sind dann noch gleicher…..)
Bei Frauen und Kinder heißt der (nicht ausgesprochene) Slogan der Linken:

MÜTTER AN DIE MASCHINEN –
KINDER IN DIE KASERNEN!

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Siehe auch:

SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder

Verstaatlichung der Kinder als EU-Ziel?





Endlich Fakten zur Gesamtschule

6 02 2011
 
 von Einem, der es wissen muss (hat er doch selbst 5 Jahre in Spanien eine solche Einrichtung besucht und erlebt). 
 
 
Nach Vorstellung des Bildungs-Volksbegehrens von Hannes Androsch ist die Enttäuschung (bei Einigen) groß – hinterläßt es nach genauerem Studium doch mehr den schalen Geschmack von bereits oft Gehörtem und vermeidet es konsequent, eine kritische Auseinandersetzung mit der Gesamtschule zu bieten und realistische Alternativen aufzuzeigen. Scheinbar fällt es Hr. Androsch schwer, authentisch und eigenständig gegen die Linie seiner (Ex?-)Partei zu argumentieren oder auch nur Stellung dazu zu beziehen. 
Offene Fragen

Bild von bettybraun @www.flickr.com

 Erfrischend und richtig befreiend hingegen erweist sich die Initiative einer Gruppe von Schülern und Studenten (beiden Geschlechts), die auf der Homepage  www.schuelerbegehren.at  ENDLICH einmal Fakten und Licht in den tatsächlichen Stand der wissenschaftlichen Untersuchungen und die praktischen Erfahrungen mit der Gesamtschule bringen.

Hat doch einer der Initiatoren selbst 5 Jahre in einer spanischen Ganztags-Gesamtschule verbracht. Überdies werden die ausführlichen Berichte mit einer Fülle von wissenschaftlichen Quellenangaben hinterlegt, die in der öffentlichen Debatte von Medien und Politik keinerlei Berücksichtigung, geschweige denn Erwähnung finden.

Es kann an dieser Stelle empfohlen werden, sich die angebotenen Informationen genau anzusehen und bei Zustimmung die Unterstützung auszusprechen. Eine willkommene Möglichkeit, als Bürger unseres schönen Landes den demokratischen Gestaltungsauftrag wahrzunehmen.





Kurz beantwortet 13 (unangenehme) Bürgerfragen nicht

28 09 2017

Kurz beantwortet 13 (unangenehme) Bürgerfragen nicht

Dass man im sommerlichen Wien ein vielleicht ein bisschen kompiliertes, wenn auch nicht sehr beeinspruchtes Nacktbildnis mit dem Gesicht des Chefs der „Neuen Volkspartei“ besichtigen konnte (Heute vom 31.7.2017 – „Bank-Austria-Kunstforum“), erinnert uns schmerzlich an den „Geilomobil“-Wahlkampf des Portraitierten, als dieser noch Jugendfunktionär der Volkspartei und nicht ihr Kanzlerkandidat gewesen ist.

Gastbeitrag von Albert Pethö

Nein, es ist nicht alles schlecht an Sebastian Kurz: es hat uns die Kündigung der Dauerkoalition mit den Sozialisten gefallen und die Herbeiführung von Neuwahlen; und die „Schließung der Balkanroute“; und seine Kritik an den ausufernden Islam-Kindergärten Wiens und dem Treiben diverser „Hilfsorganisationen“ im Mittelmeer.

ÖVP mittlerweile weit entfernt von konservativen Werten

Freilich gibt es dann auch einiges, das uns nicht gefällt: Wir sehen etwa weit und breit keine Konservativen unter seinen Nationalratskandidaten. Und wir haben die lauthals kundgetane Versicherung vernommen, dass die „Neue Volkspartei“ ganz sicher nie wieder das Bildnis des in der österreichischen Geschichte bedeutenden christlich-sozialen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß, in ihren Räumlichkeiten aufhängen wird. Vielleicht möchte man ja das modische Nacktportrait als Ersatz platzieren?

13 unangenehme Fragen an „Wendehals“ Kurz

Die Partei hat die Farbe gewechselt, von Schwarz zu Türkis. Das war ein (vielleicht unbeabsichtigter) Akt der Ehrlichkeit, denn Schwarz ist eine der politischen Farben des Konservativismus, und die Volkpartei ist schon lange nicht mehr konservativ. Und es passt zur Bildabhängung, dass Sebastian Kurz zu folgenden dreizehn Fragen und Anmerkungen, ihm im Juni zugegangen, nicht geantwortet hat:

1.) Wir halten es angesichts der Migrationskrise für unverzichtbar, dass Österreich die Kontrolle über seine Grenzen wiedergewinnt. Zum jüngsten EU-Befehl, weitere Einwanderer in Österreich aufzunehmen, haben Sie sich nicht geäußert; in diesem Zusammenhang verlangen wir die sofortige Aufkündigung der Teilnahme Österreichs am sogenannten „Relocation“-Programm der EU. Österreich ist kein Einwanderungsland. Werden Sie der von maßgeblichen europäischen politischen Funktionären weiterhin vertretenen Politik der Zulassung und Förderung von Massenmigration nach Europa wirksamen Widerstand entgegensetzen?

Wie steht Kurz zu Nationalstaat, Bargeld und großer Koalition?

2.) Bekannt geworden ist der Ausspruch eines linksstehenden führenden EU-Funktionärs vom „Ausradieren der Nationalstaaten“. Wir hingegen halten die eigenstaatlich gewachsenen nationalen Kulturen Europas für einen wesentlichen Reichtum dieses Kontinents und den Versuch, diese „auszuradieren“ für ein Verbrechen. Nehmen Sie Stellung.

3.) Wir halten Geld für „geprägte Freiheit“. Nehmen Sie Stellung zu den sinistren Absichten maßgeblicher europäischer politischer Funktionäre, innerhalb der EU das Bargeld abzuschaffen beziehungsweise dessen Gebrauch einzuschränken.

4.) Der wohl wesentlichste Grund für uns als Christlich-konservativ orientierte Wähler, der Volkspartei der letzten Jahrzehnte die Stimme zu versagen, war ihre Dauerkoalition mit der Linken und ihre Übernahme linker weltanschaulicher Positionen. Können Sie uns garantieren, dass die Volkspartei nicht wieder Beihilfe zur Fortdauer linker politischer Dominanz in Österreich leistet? Wird die Volkspartei unter Ihnen zur konservativen Grundhaltung ihrer Gründergeneration zurückfinden?

Wie steht Kurz zur FPÖ, zu Gender-Ideologie und „Haus der Geschichte“?

5.) Wir wünschen eine Koalition der Volkspartei mit den Freiheitlichen, sollte es keine anderen Mehrheiten geben, um linke Regierungsbeteiligung zu verhindern. Werden Sie im Interesse des Landes als Chef der Volkspartei bereit sein, den Freiheitlichen solche Zugeständnisse zu machen, dass eine wirkliche Wende-Regierung zustandekommen kann?

6.) Wir wünschen von einem Bundeskanzler Kurz die sofortige Abschaffung all des von der Republik verordneten „Gender“-Unsinns, der sich in Schulen, Ämtern und Universitäten ausgebreitet hat. Selbstverständlich wäre auch die „gendergemäße“ Verunstaltung der schönen Hymne der Paula von Preradovic rechtlich zu eliminieren.

7.) Wir wünschen kein linkes „Haus der Geschichte“, als Pseudomuseum und steuergelddotierte Indoktrinations-Institution eingerichtet. Werden Sie die Liquidation dieses linksextremen Projektes durchführen?

Wie steht Kurz zur historischen Rolle Österreichs, wie zu Ganztagsschule?

8.) Werden Sie öffentlich feststellen, dass selbstverständlich Österreich als Opfer des National-Sozialismus anzusehen ist, und werden Sie als Regierungschef dafür Sorge tragen, dass dem damaligen Bundeskanzler Dollfuß aufgrund seines heldenhaften Widerstandes endlich die ihm zustehenden öffentlichen Ehrungen zuteil werden (wie Ehrengrab, Gedenkmarken, Gedenkmünzen, monumentales Denkmal auf prominentem Platz in der Wiener Innenstadt und weitere Denkmäler in ganz Österreich – wir unterbreiten gerne entsprechende Vorschläge und Entwürfe)?

9.) Werden Sie als Regierungschef dafür Sorge tragen, dass Österreichs differenziertes und langbewährtes Schulsystem erhalten bleibt, dass also die linksextremen Projekte Ganztags- und Gesamtschule zurückgedrängt werden und endlich wieder eine vernünftige Schulpolitik betrieben wird?

10.) Wir wünschen uns, angesichts der von Ihnen zu verantwortenden Subventionen für den sogenannten „Life Ball“, die sofortige Abschaffung der sozialrechtlichen Privilegierung (trans-bi-gender wie auch immer) homosexueller sogenannter „Partnerschaften“. Staatliche Förderung steht ausschließlich Familien im herkömmlichen Sinn zu. Nehmen Sie Stellung.

Was wird gegen Massenüberwachung und Steuerlast unternommen?

11.) Den von Ihnen als Vizekanzler ausgewählten Justizminister Brandstetter sehen wir als Fehlbesetzung. Wir halten ihn maßgeblich mitverantwortlich für skandalöse Gesetze zur verstärkten Überwachung und weltanschaulichen Gängelung der autochthonen Bevölkerung. Wir wünschen die Sicherung der freien Meinungsäußerung in Österreich, wir wünschen die Respektierung der Privatsphäre, wir wünschen den Abbau unangemessener staatlicher Überwachung. Nehmen Sie Stellung.

12.) Die von Ihnen öffentlich gemachte Absicht zur Reduktion des Spitzensteuersatzes in Österreich begrüßen wir. Wir machen Sie aber darauf aufmerksam, dass das nur ein erster Schritt sein kann. Steuern und Abgaben sind massiv zu senken beziehungsweise abzuschaffen. Die Republik hat das Eigentum des Bürgers zu respektieren. Nehmen Sie Stellung.

Schluss mit Medienförderung und Förderung linker Ideologieprojekte

13.) Wir wünschen die Abschaffung von Medienförderungen, Parteienförderungen und Förderungen linker „Kultur“-Projekte. Wir wünschen die Abschaffung der Zwangsabgaben an die Kammern. Wir wünschen die Reduktion des Gehalts von Abgeordneten um die Hälfte und von Regierungsmitgliedern und des Bundespräsidenten um Drei Viertel. Nehmen Sie Stellung.

Kurz: Verweigerte Antworten und fehlende Positionierung

Dies die Fragen und Anmerkungen, auf die Sebastian Kurz nicht eingegangen ist. Nun, wir nehmen zur Kenntnis, dass Sebastian eben nicht Stellung zu beziehen wünscht. Wir aber wollen klare Positionierungen in allen wesentlichen Fragen. Wenn man überdies bedenkt, dass die Balkanroute so geschlossen nicht ist, wie sie sein sollte („Weiterhin kommen tausende Flüchtlinge über Balkanroute an“, Standard 10.8.2017), und wenn man bedenkt, dass Sebastian Kurz ganz und gar nicht ausgeschlossen hat, sofort wieder mit den Roten zu koalieren, wenn er nur Bundeskanzler wird, dann relativieren sich die eingangs erwähnten Pluspunkte doch sehr.

„Nicht das Erreichte zählt, das Erzählte reicht“

Wenn wir also unseren Eindruck von Sebastian und seiner „Neuen Volkspartei“ zusammenfassen, würden wir sagen: Politik nach der Leitlinie „nicht das Erreichte zählt, das Erzählte reicht“. Was bleibt, ist das demonstrativ medial zelebrierte Entfernen des Portraits des Helden- und Märtyrerkanzlers Dollfuß aus der politischen Ahnengalerie; eine Distanzierung vom Ureigensten, aus dem man stammt und dem man zu stetem Dank verpflichtet wäre.

Das immerhin zeigt klar, wohin man gehen will: in die falsche Richtung. Wir aber gedenken nicht, dem Undank einer Kaste ignoranter, angepaßter und traditionsloser Politfunktionäre gegenüber jenen Vorfahren, die sich im Kampf gegen totalitäres Unrecht für Österreich aufgeopfert haben, auch noch unsere Unterstützung zu gewähren. Mit dieser „Volkspartei“ dürfte kein Staat mehr zu machen sein.

Albert Pethö ist Historiker und Herausgeber der katholisch-konservativen Zeitschrift „Die Weiße Rose“.





Bildungsministerin Sonja Hammerschmid

9 06 2016

Widersprüchliche Aussagen zu Schulen:

Entnommen aus:
http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Hammerschmid-Ich-hatte-wirklich-motivierte-Lehrer;art385,2251536

1. Es kommt auf die Personen an, weniger auf die Organisation der Schule

Sie haben Ihre Zeit an der Hauptschule in Baumgartenberg und am BORG in Perg als prägend für den Erfolg beschrieben. Was konkret war so fördernd?

Die Lehrerinnen und Lehrer – wie sie mit uns umgegangen sind. Das war extrem motivierend, hat Talente gefördert, die vielleicht sonst ungesehen geblieben wären. Sie waren auch abseits des Lehrplans wirklich motiviert.

Heißt das, Schule ist weniger eine Frage des Typs oder Systems als individueller Qualität?

Sicher. Im Zentrum stehen die Menschen, wie in Wahrheit überall. Es geht um motivierende, begeisternde Pädagogen. Dann schaffen sie es auch, die Neugier der Kinder hochzuhalten.

2. Ziel ist die verschränkte Form der Ganztags- und Gesamtschule:

Für die Gesamtschule haben wir Projekte in Modellregionen. Die werden wir uns anschauen. Mir liegt die ganztägige Schule besonders am Herzen, weil Familien im Alltag sehr gefordert sind, Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder zu schaffen. Im besten Fall ist das eine verschränkte ganztägige Schule mit der Kombination aus Unterricht, Freizeit, Sport, Musik und anderem. Das geht Richtung Chancengleichheit, damit alle Kinder den gleichen Zugang zur besten Bildung haben und Bildung nicht länger vererbt wird.

Die neue Bildungsministerin will also trotz ihrer positiven Erfahrungen mit motivierten Lehrern im angeblich schlechten alten Bildungssystem, das ihr als Arbeiterkind alle Chancen ermöglicht hat, die Chancengleichheit erzwingen. „Bildung darf nicht vererbt werden“ bedeutet ja nichts anders als dieses:
Die Vorteile von Eltern, die sich um eine gute Bildung für ihre Kinder bemühen und sie auch selber fördern können, müssen in einer Zwangs-Ganztgasschule möglichst vernichtet werden. Nur so kann Chancengleichheit – am untersten Niveau ausgerichtet – erreicht werden. Und zwar zum Schaden des Ganzen.

Und konsequent weitergedacht bedeutet der Wunsch nach Chancengleichheit:
Kinder müssen den Eltern gleich nach der Geburt weggenommen werden, damit nicht die einen Eltern ihren Kindern bereits in den ersten ein bis drei Lebensjahren bessere Chancen eröffnen als die anderen.





PISA_Musterschüler Finnland im freien Fall…

9 07 2015

In dem Artikel wird herausgearbeitet, dass die
sehr guten PISA-Ergebnisse Finnlands am Beginn
der 2000er Jahre noch Nachwirkungen des eher
autoritären Schulsystems der 90er-Jahre waren.
Mittlerweile befindet sich der „Musterschüler“
Finnland durch das „neue“ Schulsystem im freien Fall.

Finnlands Pisa-Wunder entpuppt sich als Irrtum.
Die Grünen, wie alle übrigen, sind einem Trugbild erlegen. Das finnische Wunder ist nicht von Dauer. Vieles deutet darauf hin, dass die Ursachen, die zu diesem Wunder führten, ganz andere waren, als die, von denen seit mehr als einem Jahrzehnt die Rede ist. Die Anerkennung der wahren Gründe müsste eigentlich einen Schock bewirken, wie ihn Pisa hierzulande ausgelöst hatte.

Interview mit Bildungsforscher Alfred Schirlbauer in der Presse:
Bildungswissenschaftler Alfred Schirlbauer hält die Vermittlung von Kompetenzen für „eine Infektionskrankheit der Pädagogik“ und die Begabtenförderung für ein „Paradiesgärtchen“.

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HINWEISE:

Beiträge zu Bildungsfragen auf familienpolitik.eu

Beiträge zum Thema Gesamtschule auf schreibfreiheit.eu
Isabella Zins, Schuldirektorin, zur Schulreform: „as System ist nicht krank.
Aber man hat es in den letzten Jahren ziemlich geschwächt….“





To-do-Liste für die neue Familienministerin

31 12 2013

Wann, wenn nicht zu Weihnachten, sollte man es auch positiv zu sehen versuchen:
Wir haben eine Familienministerin. Sophie Karmasin ist ja nicht nur als Ministerin total neu. Sie ist auch in der Materie Familie total neu. Senden wir ihr statt Kritik Ratschläge, was ein Familienminister (endlich) tun müsste.

Das erste Vorhaben einer wirklichen Familienministerin wäre eine ehrliche Studie: Wie viele Mütter wollen denn überhaupt ihre Kinder schon zwischen Null und Drei in Fremdbetreuung geben?

Das zweite wäre eine Studie: Gibt es überhaupt irgendeinen Mangel an Adoptiveltern? Erst wenn es einen solchen Mangel gäbe, könnte man nachdenken, ob man auch homosexuelle Paare als Adoptiveltern bestellt

Das dritte wäre eine Studie, um herauszufinden, gemäß welchen Rollenbildern nach dem Willen der Österreicher in diesem Land Kinder aufgezogen werden sollen.

Das vierte wäre eine Studie, wie Kleinkinder auf das frühe Abschieben in Krippen reagieren (Dazu gibt es etwa die exzellente „Wiener Kinderkrippenstudie“ von Psychologen und Pädagogen der Uni Wien. Die sprechen von einer „ungünstigen Stressverarbeitung“ und sind zu dem Schluss gekommen: „Junge Kinder reagieren auf den Krippeneintritt und die damit verbundene Belastung empfindlicher als ältere Kinder“).

Das fünfte wäre eine Studie, wie es sich auf das spätere Leben von Jugendlichen auswirkt, wenn sie schon sehr früh außerfamiliär erzogen werden: zum Beispiel auf sozial unerwünschtes Verhalten wie Kriminalität, Drogenkonsum, Beziehungsunfähigkeit, Schulabbrecherei.

Das sechste wäre eine wissenschaftliche Überprüfung der von den Linken ständig zitierten OECD-Statistik, die von hohen finanziellen Familienleistungen in Österreich spricht und von geringen Sachleistungen.

Das siebente wäre eine Studie, ob es für eine Mutter dreier Kinder zwischen Vier und Acht wirklich zumutbar ist, wieder arbeiten gehen zu müssen, um nicht Pensionsansprüche zu verlieren. Von Müttern mit mehr Kindern gar nicht zu reden.

Das achte wäre eine Studie, die endlich einmal die echten Kinderkosten (mit und ohne die fiktiven Opportunitätskosten einer eventuellen Berufstätigkeit der Mütter) gesamthaft erfassen würde.

Das neunte wäre eine Umfrage unter Eltern, ob sie lieber eine wertgesicherte Höhe der Familienbeihilfen wollen oder den Ausbau von Krippenplätzen und Nachmittagsunterricht. Oder kommt es auf die Menschen gar nicht mehr an und nur noch auf die krausen Vorstellungen der Politik?

Das zehnte wäre eine Studie, warum in Österreich in Zusammenhang mit den sogenannten Barcelona-Zielen immer nur vom Ausbau der Betreuungsplätze bis zum dritten Lebensjahr auf 33 Prozent die Rede ist, und nie von dem sogar auf der gleichen Seite des Barcelona-Kommuniques stehenden Ziel, das tatsächliche Pensionsantrittsalter um fünf(!) Jahre zu erhöhen. Und zwar bis ins Jahr 2010, das angeblich schon hinter uns liegt. Zugleich ist zu erheben, welches der beiden Ziele zu welchem Prozentsatz erfüllt ist.

Das elfte wäre eine Studie in Hinblick auf die Kinder mit nichtdeutscher Umgangssprache. Das sind ja bei den Sechsjährigen schon über 35 Prozent aller Kinder, in Wien stellen sie sogar die absolute Mehrheit. Ganz Österreich glaubt, dass für diese Kinder eine Pflicht bestünde, Deutsch zu lernen. Wahr ist jedoch: Zwar gibt es eine Kindergartenpflicht ab Fünf und demnächst für nicht gut deutsch Sprechende vielleicht sogar ab Vier; nur bedeutet diese Pflicht keineswegs, in einen deutschsprachigen Kindergarten gehen zu müssen.

Das zwölfte wäre eine Studie, welchen Schaden allein die ÖBB soeben den Familien zufügt. Und gar nicht zu reden davon, dass die ÖBB seit den Kreisky-Jahren den Kindern via Familienlastenausgleichsfonds ohnedies schon viel Geld stehlen.

Das dreizehnte wäre eine Studie, wie viel Prozent des schulischen Erfolges eigentlich genetisch bedingt sind und wie viel davon durch Umweltfaktoren bestimmt wird. Dieses hat der „berühmte Genetiker“ Werner Faymann in einem Satz zusammengefasst: „Alle Kinder kommen gleich intelligent zur Welt.“

Das vierzehnte wäre eine Studie, was denn eigentlich die Eltern in Hinblick auf das Streitthema Zwangsgesamtschule vs. differenziertes Schulsystem wollen und meinen.

Das fünfzehnte wäre eine verfassungsjuristische Studie, ob nicht die seit 1999 inflationär abgeschmolzenen Familienbeihilfen schon unter dem vom Verfassungsgerichtshof geforderten Niveau liegen.

Original bei Andreas Unterbergers Tagebuch, 25. Dez. 2013

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Weitere Hinweise

Berndorfer Modell
Einstimmig, also mit Zustimmung von ÖVP, SPÖ und FPÖ hat die Gemeindevertretung von Berndorf knapp vor Weihnachten das „Berndorfer Modell“ zur Förderung der familieninternen Kinderbetreuung beschlossen. Dabei geht es um konkrete Wertschätzung der familieninternen Kinderbetreuung durch Anhebung des Kinderbetreuungsgeldes auf die Höhe des Mindestsicherungssatzes von € 773,–/Monat bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes.

Von den Kindern und ihren Feinden
„Kinderkrippen“-Totalitarismus, „Ganztagsbetreuung“, „Gender“-Idiotie, „Barcelona-Ziel“, republikanische derzeitige „Schulreform“ — um nur einige Gravamina aufzuzählen. Allesamt entstammen sie dem Urgrund altbekannter linker Familienfeindlichkeit, wünschen das Kind unter möglichst weitreichende staatliche Kontrolle zu bringen, sind offen sinnwidrig und dem gesunden Menschenverstand entgegenstehend.

Verstaatlichung der Kinder – wehrt euch!
Ich würde das unseren Kindern nie antun wollen – schon mit 6 Monaten ganztags in der Krabbelstube… NEIN!
Sie dürfen Tag für Tag ausschlafen, wie es ihnen gefällt.
Während des Tages dürfen sie unbelastet vom Gruppendruck spielen und die Welt um sich entdecken, wie es ihnen selber gefällt.
Termindruck, Hektik und Zwang kommen noch früh genug.

Verstaatlichung der Kinder wird scheitern – wie im Ostblock.
Zählt man sämtliche Faktoren zusammen, so gibt es am Ende nicht einen einzigen Pluspunkt FÜR die Kinderkrippe, sondern ausschließlich dicke Minuszeichen. Und zwar für alle Beteiligten: Für die kleinen Kinder, Mütter und Väter, Erzieherinnen, Politiker, Bund, Länder, Gemeinden usw……

Erziehung in der Familie ist konkurrenzlos gut und günstig
Die ideale Betreuungsform in den ersten drei Jahren ist und bleibt die familiäre Erziehung.
Dagegen erwerben frühbetreute Kinder zwar vielleicht vermehrt kognitive Inhalte, aber ihre viel wichtigere seelische Entwicklung stagniert.

SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder
Die Verstaatlichung der Kinder wird Schritt für Schritt vorangetrieben.
Familien werden den Bedürfnissen der Wirtschaft untergeordnet.
Damit befinden sich die Kinder im Zangenangriff von Linken und Industrie!

2010 hieß es: Philippika der kinderreichen Familien gegen diese Regierung.
Wir sind zornig – 
– auf Politiker, die ihren Parteien völlig überhöhte Beträge an Steuergeld zukommen lassen – und diese Beträge in den Zeiten der Finanzkrise sogar noch kräftig erhöht haben.
– auf Politiker, deren hohe Pensionen unsere Kinder einmal zahlen müssen. Unsere Kinder, für die Sie uns jetzt die Mittel wegnehmen.
– auf Politiker, die ihre Arbeit nur kurzfristig auf die nächsten Wahlen ausrichten und unfähig zu langfristigem und verantwortungsbewußtem Handeln zu sein scheinen.
– auf Politiker, die sich mit teuren Inseraten eine geneigte Presse aus unserem Steuergeld kaufen.
– auf Politiker, die rücksichtslos die Zukunft des ganzen Landes gefährden!





Sechsjährige Volksschule: Deutsches Desaster wird importiert

6 12 2013

Andreas Unterberger, Gastkommentar v. 4. Dez. 2013

Die völlig absurden neuen Vorhaben unserer „Bildungsverhandler“ zeigen
leider, dass ständig absolut inkompetenten Politiker dieser wichtige Bereich
anvertraut wird, denen auch noch der ganz normale Hausverstand fehlt.
Genau diese Idee, die Grundschule um zwei Jahre zu verlängern (bei uns
soll es dann ganz modern „Orientierungsstufe“ heißen), wurde in
Deutschland in einigen Bundesländern bereits umgesetzt und die
Ergebnisse eines Vergleichs mit Daten einer Studie des
Max-Planck-Institutes lesen sich so:

„Grundlage des Vergleichs war der Leistungsstand, der am Anfang des siebten Jahrgangs bei mehr als 1.000 Berliner und Bremer Gymnasiasten in Deutsch, Englisch und Mathematik vorgefunden worden war. Diese Schüler hatten zuvor sechsjährige Grundschulen besucht. Die andere Grundlage war der entsprechende Leistungsstand von mehr als 11.000 Gymnasiasten, die in den übrigen Bundesländern nach vierjähriger Grundschule schon zwei Jahre früher aufs Gymnasium gekommen waren.“

Für eine effiziente Förderung leistungsstärkerer Schüler gibt es – zumindest in Deutschland – deutliche Grenzen der Heterogenität. Nur die frühe, mit dem fünften Jahrgang einsetzende Differenzierung nach Schulformen ermöglicht eine begabungsgerechte Förderung leistungsstärkerer Schüler. Die Behauptung, es könnte die Leistungsfähigkeit weiterführender deutscher Schulen dadurch gesteigert werden, dass auch in den fünften und sechsten Jahrgängen noch mit undifferenzierten Klassen gearbeitet wird, ist von der Bildungsforschung längst widerlegt worden; und zwar durch die Feststellung, dass die verfügbare Lernzeit dann nicht optimal genutzt werden kann. Schüler – und Lehrer – geraten in solchen Schulen unter das Niveau ihrer Möglichkeiten.

Die Ergebnisse der im Frühjahr 2008 veröffentlichten „ELEMENT-Studie“ bestätigen diese Erkenntnisse. Professor Lehmann formulierte das Resultat in einem Interview folgendermaßen:
„Wer eine sechsjährige Grundschule anrät, nimmt nach allem, was wir wissen, unter den gegenwärtigen Verhältnissen billigend in Kauf, dass leistungsstarke Kinder langsamer lernen.“ (DIE WELT, 05.04.2008)

Studie zum Herunterladen

Ich würde eigentlich erwarten, dass man sich alle möglichen bisherigen Erkenntnisse holt, wenn man ein wichtiges Kapitel wie z. B. die Bildung in unserem Staat verhandelt. Leider ist das in keiner Weise der Fall. Ich habe den Eindruck, unseren Politikern geht es nur um ihre eigene Profilierung, ihren Einfluss, ihre Macht und natürlich auch ihren Geldbeutel. Eine Schande, dass wir uns solche Erkenntnisse nicht zunutze machen, sondern – ich unterstelle aus Desinteresse oder aus parteitaktischem Kalkül – Räder neu erfinden wollen, von denen andere längst erkannt haben, dass sie nicht fahren.

Statt tatsächlich endlich (wieder) einen Eignungstest für die AHS einzuführen (oder z. B. die Ergebnisse der Bildungsstandardtestungen dafür zu verwenden) und damit zu gewährleisten, dass wirklich nur entsprechend begabte Kinder diesen Schultyp besuchen – den sie dann auch ohne massenhaft Nachhilfeunterricht bewältigen können – wird das Bildungsniveau mit ständig neuen und immer noch krauseren Ideen hinuntergeschraubt. Diese quasi zweijährige Verlängerung der Volksschule passt da super dazu. Aus dieser Volksschule kommt jeder fünfte Schüler heraus, ohne dass er Sinn erfassend lesen kann und ohne, dass er die Grundrechnungsarten beherrscht. Und das wollen sie verlängern?

Heidi Walkner ist eine langjährige Lehrerin an Hauptschulen und dann an einer Neuen Mittelschule.

Original mit Kommentaren bei Andreas Unterberger
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Hinweise

Gesamtschule zum Scheitern verurteilt

Von den Kindern und ihren Feinden aus „Die Weiße Rose – Zeitschrift gegen den Zeitgeist“

Kinder im Zangenangriff von Linken und Industrie
Die Industrie kann mit der Unterstützung der linken Idee der Verstaatlichung der Kinder indirekte staatliche Förderung erhalten:
Die Fremdbetreuung der Kinder übernimmt der Staat, bezahlt somit der Steuerzahler;
die Mütter dagegen „müssen“ dann arbeiten gehen bzw. werden mittels finanzieller Druckmittel und massiver propagandistischer Beeinflussung dazu genötigt.
Sie stehen damit der Industrie als meist billige Arbeitskräfte zur Verfügung.
Warum merken das die Vertreter der Arbeiterklasse nicht?

Bildungsfragen – weitere verwandte Artikel

 





Die Nachteile der Ganztagsschulpflicht

24 11 2013

Gudrun Trausmuth im Standard, 21. Nov. 2013

Was die Ganztagsschule für die Kinder bedeuten würde. Aus der Sicht einer Mutter und Journalistin

Unter einer Mogelpackung versteht man landläufig eine Art der 
Präsentation eines Produkts oder Angebots, die über die wirkliche 
Qualität oder Quantität des Inhalts hinwegtäuscht. So eine 
Mogelpackung droht uns nun in den Wochen vor Weihnachten 
mit der möglichen verpflichtenden Ganztagsschule hereinzuschneien. 
Eine schöne Bescherung für unsere Kinder …

40 Stunden

Packen wir das Paket einfach mal im Vorhinein aus, und schauen wir, was sich uns präsentiert. Auf den ersten Blick gar nicht so schlecht: Ein aufgelockerter Stundenplan von morgens bis in den späteren Nachmittag hinein – also sagen wir von 8 bis 16 Uhr? Schauen wir genauer hin: Von Montag bis Freitag also acht Stunden täglich im Wechsel Pflichtfächer, Sport, Musisches, Pausen. Das bedeutet circa 40 Stunden in der Woche in der Schule. 40 Stunden, das ist die Zeit eines vollen Jobs im Berufsleben.

Einen durchschnittlichen – nicht zu großzügig bemessenen – Schulweg eingerechnet, kommen die Kinder um 16.30 Uhr nach Hause. Täglich. Na ja, das mit dem Judo, den Pfadfindern, dem Ballet oder der Jungschar wird sich dann halt wochentags nicht mehr ausgehen – oder möchte jemand um 17 Uhr noch eine freiwillige Einheit mit Wegzeit dranhängen? Auch außerschulische Freunde zu treffen, wird ein seltenes Highlights werden.

Entlastung für die Eltern?

Oh, wie nett, auf dem Paket steht, dass zu Schulende ja alle Hausaufgaben schon gemacht sind! – Und dass die Eltern nicht etwa noch mit dem Sprössling zu Hause was nachfüttern müssen; im Originalton Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, auf die Frage, was sie sich von der Ganztagsschule erwarte: „Zum einen eine Entlastung: Die Eltern sollen weder Hausübung machen noch Nachhilfe geben.“

Das klingt verlockend, lässt aber Zweifel hochsteigen, vor allem, weil ich dummerweise erst kürzlich eine der anerkannt seriösen Bildungsstudien eines umtriebigen deutschen Kinderversands in der Hand hielt, die mich in Bezug auf das Eltern-Entlastungs-Versprechen durch Gesamtschule reichlich stutzig machte: „Überraschend ist allerdings, dass die Ganztagsschul-Eltern sich genauso intensiv wie die Halbtagsschul-Eltern um Hausaufgabenkontrollen, Lernstoff-Erarbeitungen und vorbereitende Hilfen für Klassenarbeiten kümmern.“ Hm, also zumindest in Deutschland scheint alles beim Alten geblieben zu sein, wahrscheinlich mit einer gewissen zeitlichen Verschiebung in den Abend hinein beziehungsweise einer intensiveren Lernbetreuung durch die Eltern am Wochenende.

Reality Check

Begierig, das Paket weiter aufzuschnüren, unterbreche ich kurz, um schnell nach meinen Kindern zu sehen: Ich finde meinen von fünf Schulstunden erschöpften Sechsjährigen ganz ruhig am im Wohnzimmer am Boden liegend und intensiv einer Hör-CD lauschend, während mein neunjähriger Sohn sich in die hinterste Ecke des Kinderzimmers zurückgezogen hat, wo er still und hingegeben liest. Das wird in der Ganztagsschule um 14.20 Uhr wohl nicht möglich sein, bei bis zu 25 Kindern pro Klasse, ungenügenden räumlichen Möglichkeiten, permanentem Lärmpegel und nicht vorhandenen Rückzugsmöglichkeiten. Individuelle Entfaltung ist da nicht möglich, dafür natürlich das Funktionieren im Kollektiv: Freiheitsraum und Stille verschwinden, Programmerfüllungkompetenz und Lärmresistenz steigen (bis vielleicht auf die eine oder den anderen Hypersensible/n, die dann nach 16 Uhr individuelle psychologische Betreuung brauchen werden).

Schicht für Schicht lege ich vom Ganztagsschulpaket frei, und irgendwann kommt mir seltsamerweise ein Satz von Astrid Lindgren in den Kopf: „Zweierlei hatten wir, das unsere Kindheit zu dem gemacht hat, was sie gewesen ist – Geborgenheit und Freiheit“. Ja, Geborgenheit und Freiheit, das möchte ich meinen Kindern mitgeben, und es ist kein einfacher Anspruch. Damit meine Kinder das am Nachmittag leben können, mache ich meine Arbeit zum Teil zu Hause und habe sie zum Teil in die Abend- und Nachtstunden hineinverlegt. Mir ist bewusst, dass mein Mann und ich uns damit für ein Minderheitenprogramm entschieden haben, aber im Sinne der individuellen Entfaltung unserer Kinder und vor allem auch in der Überzeugung, dass Bildung und Bindung (nicht nur dem Wort nach) eng zusammenhängen, stehe ich voll und ganz dahinter.

Entsetzen

So, nun noch die letzte Verpackungsschicht runter vom Ganztagsschulpaket. Entsetzen! Ich dachte immer, das (mir zwar nicht einleuchtende), aber anderen offenbar klare „Wohl der Kinder“ sei das große Motiv im Umbau des Bildungssystems, nun starre ich der Wahrheit ins Gesicht, die da lautet: Damit möglichst alle Frauen möglichst full-time in die Erwerbstätigkeit gehen – was vor allem auch zur immerhin noch kurzfristigen Aufrechterhaltung des Pensionssystems notwendig ist – müssen die eventuell vorhandenen Kinder verpflichtend ganztägig beschult werden.

Das verfrühte Weihnachtsgeschenk hat sich als Mogelpackung erwiesen – höchste Zeit, es postwendend zurückzuschicken, mit der deutlichen Aufschrift: Die Ganztagsschule muss freiwillig bleiben. (Leserkommentar, Gudrun Trausmuth, derStandard.at, 21.11.2013)

Mag. Dr. Gudrun Trausmuth ist Mutter von zwei Kindern und arbeitet als Literaturwissenschaftlerin und Journalistin.

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Hinweise

Gesamtschule zum Scheitern verurteilt

Von den Kindern und ihren Feinden aus „Die Weiße Rose – Zeitschrift gegen den Zeitgeist“

Kinder im Zangenangriff von Linken und Industrie
Die Industrie kann mit der Unterstützung der linken Idee der Verstaatlichung der Kinder indirekte staatliche Förderung erhalten:
Die Fremdbetreuung der Kinder übernimmt der Staat, bezahlt somit der Steuerzahler;
die Mütter dagegen „müssen“ dann arbeiten gehen bzw. werden mittels finanzieller Druckmittel und massiver propagandistischer Beeinflussung dazu genötigt.
Sie stehen damit der Industrie als meist billige Arbeitskräfte zur Verfügung.
Warum merken das die Vertreter der Arbeiterklasse nicht?

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Ganztagsschulen – Kinder einsperren oder kein Geld

13 10 2012

Das Beispiel der Zwangs-Ganztagsschulen in Steyr zeigt die Methode der SPÖ in Österreich sehr anschaulich:

Was die Altkommunisten mit der Peitsche gemacht haben,
das machen die Postkommunisten im Westen mit Zuckerbrot:
:arrow: Viel Geld für die altkommunistische Ideologie,
:arrow: kein Geld für freie Entfaltung der Bürger.

Wieder einmal geht es vor allem um die Verstaatlichung der Kinder – Lieblingsziel der Linken .

Wir dagegen setzen auf freie Entfaltung freier Bürger.

Der ganze Artikel hier:
Chaos um fünf neue Ganztagsschulen
OÖN v. 8.10.2012

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Hinweise

Gesamtschule zum Scheitern verurteilt

Von den Kindern und ihren Feinden aus
„Die Weiße Rose – Zeitschrift gegen den Zeitgeist“

Verstaatlichung der Kinder wird scheitern – wie im Ostblock.
Zählt man sämtliche Faktoren zusammen, so gibt es am Ende nicht einen einzigen Pluspunkt FÜR die Kinderkrippe, sondern ausschließlich dicke Minuszeichen. Und zwar für alle Beteiligten: Für die kleinen Kinder, Mütter und Väter, Erzieherinnen, Politiker, Bund, Länder, Gemeinden usw……

Krabbelstubenkinder werden zu Störenfrieden
Eine US-Studie behauptet: Kinder, die schon früh in Kindertagesstätten gehen, entwickeln sich später in der Schule eher zu Störenfrieden und Unruhestiftern. Gleichaltrige, die daheim von Eltern, Tagesmüttern oder Kinderfrauen betreut werden, sind – wen überrascht’s – braver…..








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