Österreichisches Höchstgericht: Meinungsfreiheit für Lebensschützer

22 09 2010

Das umstrittene Plakat

Erfreulich – Höchstgericht entscheidet für den Lebensschutz!

Die österreichische Lebensschutzgruppe ‚Jugend für das Leben‘
brachte eine Persiflage auf ein Wahlplakat der SPÖ.
Die Partei ist mit ihrem Versuch, die Parodie zu untersagen,
beim Obersten Gerichtshof gescheitert.

Die Salzburger SPÖ plakatierte ihre Spitzenkandidatin, die amtierende Landeshauptfrau Burgstaller inmitten von Kindergartenkindern. Darunter stand der Slogan: „Mein Kindergarten. Meine Freunde. Meine Lieblingshauptfrau!“ Auf der Persiflage von „Jugend für das Leben“ war das Wahlplakat nachgezeichnet, ein Kind neben Burgstaller aber nur im Umriss dargestellt.
Darunter war zu lesen:
„Weil ich Ihre Abtreibungsstation nicht überlebt habe:
Kein Kindergarten. Keine Freunde. Keine Lieblingshauptfrau!“

Im Kleingedruckten war unter anderem zu lesen: „Seit April 2005 wird auf Burgstallers Anweisung im LKH-Salzburg abgetrieben, 4000 Kinder wurden seither getötet. Wählen Sie am 1. März nicht die SPÖ mit ihrer Abtreibungspolitik!“

Original bei Kath.net …





Skandal um Angriffe auf Lebensschützer

8 09 2010

Lebensschützer werden angegriffen und bestohlen

Vor der Klinik von Abtreibungsarzt Dr. Fiala werden Lebensschützer, die dort beten und Zettel verteilen, seit längerer Zeit massiv bedrängt und angegriffen. Die Übergriffe gehen von Bedrohungen und Diebstahl bis zu leichten Verletzungen. Vieles davon ist auf Video dokumentiert. Die Strafanzeige wurde eingereicht.

Aber der eigentliche Skandal ist, dass die Staatsanwaltschaft die Angelegenheit zu den Akten legen will und die Strafanzeige nicht weiter verfolgen will.

Sehen Sie selbst was die Lebensschützer auf sich nehmen und wie sie attackiert werden.





Lied für den Lebensschutz

28 12 2009

Der singende Pastor Da Guzi aus Kärnten schreibt Lieder in Mundart und hat bereits 2 CDs produziert. Er ist öfters auf Radio Kärnten zu hören und zählt regional zu den beliebtesten Austropop – Schlager – Interpreten. Sein Lied für den Lebensschutz „I will leben“ ist über seine Homepage kostenlos verfügbar.
Natürlich hat er auch nichts dagegen, wenn man eine oder beide CDs von ihm bestellt.

Mit Lieder kann man die Herzen von Menschen erreichen.Falls Sie auch ein Lied für den Lebensschutz geschrieben haben und es kostenlos zur Verfügung stellen, dann lassen Sie es uns wissen.
Wir veröffentlichen es gerne.





Aushöhlung des Lebensschutzes

15 11 2009
Europaweite Liberalisierung oder Rückbesinnen auf Verantwortung?
Kommentar von Dennis Riehle
Nicht nur die Debatte um die „Pille danach“ macht derzeit deutlich: Der Lebensschutz ist wieder in aller Munde. In ganz Europa wird über das Medikament debattiert, das die Befruchtung verhindern soll. Als Mittel für den „Fall der Fälle“ soll die Arznei dann eingesetzt werden, wenn die Verhütung fehlgeschlagen ist. Die Verschmelzung von Spermium und Eizelle wird verhindert, dem Prozess des Menschwerdens ein jähes Ende gesetzt. Befürworter der Pille meinen, dass die Anwendung in den ersten 24 bis 48 Stunden nach dem Geschlechtsverkehr mit der Anwendung eines Kondoms auf eine Stufe zu stellen sei. Immerhin würde noch vor dem eigentlichen Beginn der Schwangerschaft eingegriffen. Die Hormone, die in geballter Menge den Frauen durch die Pille nach dem Sexualakt zugeführt werden, würden ihre Arbeit vor dem Moment abschließen, an dem Leben entsteht, so die Experten.
Aus Perspektive des Lebensschutzes muss die Antwort jedoch lauten:
Die Kritik setzt bereits bei den hohen Risiken für die werdende Mutter an. Durch die Gabe eines Hormonschubes seien unvorhersehbare Komplikationen und Nebenwirkungen nicht auszuschließen. Außerdem wäre ein möglicher Missbrauch der „Pille danach“ zu befürchten: Wer könne schon nachweisen, ob die Spirale ihren Dienst versagte oder die Mutter sich nach dem Sexualverkehr einfach plötzlich nicht mehr sicher sei, ob sie das Kind denn wolle. Zwar soll für eine fachgerechte Verabreichung des Medikaments gesorgt werden, aus Sicht eines jeden Christen muss solch ein Vorhaben aber bitter aufstoßen: So haben österreichische Bischöfe in einer Petition unterschrieben, die sich eindeutig gegen die Überlegungen wendet, die neue Pille salonfähig zu machen. Das Spiel mit dem Leben könnte in unverantwortliche Ausmaßen abdriften, so die Begründung. Und tatsächlich muss sich jede Frau gewiss sein: Die Idee des Lebens entsteht mit der Entscheidung, ob man den Geschlechtsverkehr eingeht oder nicht. Der Gedanke, sich aus Spaß, Lust und Trieb hinzugeben und die unerwünschten „Folgen“ durch den Einwurf einer Pille zu beseitigen, ist nicht nur abstoßend, sondern verwerflich.
Ein jeder muss sich seiner Verpflichtung klar werden, die er in einer Gesellschaft übernimmt: Ein Kind zu wollen ist keine Abwägung zwischen einer Zustimmung und Ablehnung von Sex, sondern ein eindeutiges Bekenntnis für das Leben und Fortbestehen der Menschheit. Entschuldbar kann auch eine „Pille danach“ nicht sein, wenn die Beteuerung vorliegt, es sei ein „Unglück“ passiert. Die zunehmende Deklassierung des Geschlechtsverkehrs zu einem Akt der Befriedigung muss nicht nur moralisch, sondern auch aus Gründen der Entgleisung von Sitte und Wertigkeit gestoppt werden. Eine Legalisierung der „Pille danach“ käme nicht nur einer Torpedierung des Lebensschutzes gleich, sondern auch dem Abschied von jeglicher Übernahme von Verantwortung. Wer nach Menschenrechten ruft, muss auch Menschenpflichten bewahren. Und dazu gehört, mit dem Geschenk des Lebens der eigenen Person und dem eines enstehenden Kindes sorgsam umzugehen.




Grüne verstoßen, SPÖ gestärkt

18 10 2017

Positiv am Wahlergebnis der NR-Wahl in Österreich 2017:
Die menschenverachtenden Grünen werden nicht mehr im Parlament sein. Sie waren ja längst nicht mehr vor allem „grün“ sondern viel mehr linksextrem – dies zeigten sie vor allem in der Gesellschaftspolitik und in ihrer Meinung zum Lebensschutz. Das Leben der Ungeborenen und hier besonders der Behinderten war der grünen Parteiführung nichts wert in Abwägung gegen die Bequemlichkeit der Erwachsenen.

Negativ:
Die SPÖ wurde für ihre Schmutzkampagne vom Wähler nicht bestraft. Vielleicht wurde die Strafe auch gedämpft, weil die Stimmen der Grünen zum Teil zur SPÖ wanderten.





Die Grünen – eine linksextreme Partei?

22 05 2017

Wieder einmal hat eine grüne Politikerin bekannt:

Die GRÜNEN sind LINKE!

http://www.nachrichten.at/nachrichten/politik/innenpolitik/Wir-sind-die-einzigen-die-links-der-Mitte-stehen;art385,2572589

Links denkt aber vor allem die Parteispitze. Insbesondere Gender-Mainstreaming ist ein linksextremes und familienzerstörendes Vorhaben.
Siehe:
http://www.andreas-unterberger.at/2014/11/gender-mainstreaming-als-totalitaere-steigerung-von-frauenpolitik/
Oder Beispiel Lebensschutz – Grüne Parteispitze tritt für Abtreibung ein.

Die Basis dagegen ist vor allem für die Erhaltung der Umwelt, für Familie, und das sind in Wahrheit rechtskonservative Einstellungen.

Wie lange noch werden die einfachen Grünwähler brauchen, bis sie den Widerspruch entdecken und ihr Wahlverhalten ändern?





USA streichen Förderung, Europäer sponsern Abtreibungslobby

26 04 2017

US-Präsident Donald Trump hatte die Finanzierung von Organisationen durch Steuergelder gestoppt, die im Ausland vorgeburtliche Kindstötungen durchführen und bewerben. Teilnehmer von europäischen Regierungen und Pro-Abtreibungsorganisationen verpflichteten sich, diese fehlenden Geldmittel von mehr als einer halben Milliarde Dollar zu ersetzen. Anfang März kamen 181 Millionen Euro für Abtreibungsorganisationen zusammen.

http://factum-magazin.ch/blog/europ%C3%A4er-sponsern-abtreibungslobby

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Planned Parenthood kritisiert Zahlungsstopp für UN-Bevölkerungsfond

Lebensschutzorganisationen begrüßen die Entscheidung der Regierung Trump, weil der Bevölkerungsfonds mit der Ein-Kind-Politik der Volksrepublik China kooperiert.

http://www.kath.net/news/59221





Frau Göring betet für Aleppo?

9 10 2016

Wirklich erstaunlich, wie man öffentlich Gotteslästerung betreiben kann.

Frau Göring-Eckardt möchte sich in christlicher Maske zeigen – sie stellt sich nicht an die Straßenecke, heute stellt sie sich in die Medienöffentlichkeit (s. http://www.idea.de/politik/detail/goering-eckardt-ich-kann-gar-nicht-so-viel-beten-wie-ich-muesste-98492.html), wie Jesus es schon beschreibt:

„Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler, die gern in den Synagogen und an den Straßenecken stehen (sich an Medien wenden) und beten, damit sie von den Leuten gesehen (gehört) werden. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon gehabt.“

Es ist ein ungeheuerlicher Affront einer Frau, die sich über ferne Katastrophen beschwert, bequem in der staatlichen Totalversorgung, vom Steuerzahler bezahlt, sich jedoch dort, wo sie wirklich die Macht hat, an der Ermordung hunderttausender Kinder in Deutschland ergötzt und erfreut.

Was liegt in IHRER Verantwortung?

In Frau Görings Verantwortung liegt die Ermordung hunderttausender ungeborener Menschenkinder in Deutschland.
Für diese Opfer betet sie nicht und handelt sie nicht. Nein, für deren Ermordung ist sie die stets bereite Kämpferin im Namen der Förderung des gesellschaftlichen hedonistischen und perversen Egoismus, für die Aufrechterhaltung des Tötungsunrechts.
Wo früher Schornsteine standen, stehen heute Kliniken, welche für die Entsorgung der Kinderleichen im medizinischen Müll sorgen, was früher Seife wurde, wird heute zu Kosmetika oder Forschungsgewebe verarbeitet.

Das Herumgerede über das Töten in fernen Ländern ist so lange völlig unglaubwürdig, so lange der Holocaust an Kindern in Deutschland kein Ende nimmt. Frau Göring ist für Deutschland gewählt, nicht für Syrien. In Deutschland lächelt Sie eiskalt über die Tötung von Kindern, stellt sich als sozial dar und lässt sich dabei als Christ bezeichnen.

Den Lackmustest zum wirklichen Lebensschutz besteht sie nicht.

Frau Göring spiegelt auch unsere Gesellschaften im Ganzen wider:

Die Rache der Abgetriebenen ist zu uns unterwegs. Arabische und Afrikanische Männermassen erstürmen Europa. Die ihr abgetrieben habt, sie kommen. Die ihr in Eurem Wohlstand liebevoll aufziehen und erziehen hättet können, liegen jetzt auf Eurer Pelle, verüben Terroranschläge, bringen Angst und Schrecken, zerstören Eure Schulen, machen die Zukunft Eurer Geborenen grau und schwarz. Und hilflos versucht Ihr sie zu integrieren, was niemals funktionieren wird. Liebevoll hättet Ihr sie aufziehen, erziehen und ausbilden können, jene, die Ihr getötet habt: die werden Eure Länder jetzt vernichten. Ihr werdet keinen Frieden mehr haben. Es wäre längst an der Zeit, umzukehren. Ein hilfloser Versuch der polnischen Regierung ist dabei zuletzt wieder gescheitert.





Bischof Laun zur Bundespräsidentenwahl

20 05 2016

http://www.kath.net/news/55241

Wie gehirngewaschen sind Christen?

Van der Bellen steht in allen heiklen Fragen, vom Lebensschutz über die Gottesfrage bis Gender, auf der falschen Seite. Ein kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun zur „katholischen Wahlwerbung“ durch KAÖ und KFB für den Grünpolitiker

Salzburg (kath.net) Die katholische Aktion Österreich wirbt für den links-extremen Kandidaten Van der Bellen. Ihm gegenüber steht Norbert Hofer, den die Freiheitliche Partei aufgestellt hat. Sprachlos stehe ich jeder Werbung für Van der Bellen gegenüber, die einerseits zeigt, wie wenig kritisch Menschen denken oder nicht denken, und andererseits, wie gleichgültig auch vielen Katholiken ihr Glaube ist! Was Van der Bellen denkt und will, kann man im Internet und in Zeitungen lesen oder im TV hören und anderswo nachlesen. In allen heiklen und gefährlichen Fragen, vom Lebensschutz über die Gottesfrage bis Gender, steht er auf der falschen Seite. Unwillkürlich denke ich an das biblische Wort: „Sie lieben die Finsternis mehr als das Licht!“

Das hingegen, was man von Hofer liest und hört, ist vernünftig und in Ordnung! Dass ihn die Linken hassen und mit ihrer erprobten „Nazikeule“ prügeln, spricht eher für und nicht gegen Hofer.

Dass Christen darüber entweder nicht nachdenken oder, noch schlimmer, bereits so gehirngewaschen sind, dass sie bereit sind lieber einen erklärten Gotte- und damit auch Kirchenfeind zu wählen und andere dazu auch noch verführen wollen – zeigt, in welchem Zustand bestimmte Kreise in der Kirche sind.

Kardinal Sarah spricht von einer „stillen Apostasie“ vieler, die sich noch katholisch nennen, es aber es mehr oder weniger nicht mehr sind. Und manche von solchen Apostaten empfehlen und wählen Leute, die tragende Werte einer christlichen Kultur ablehnen und je nach Möglichkeit bekämpfen!

Armes Österreich, arme Kirche! Gott helfe uns und den Menschen in unserem Land! So, wie das Angebot jetzt ist, kann man nur Hofer wählen und beten für ihn und für Österreich! Wie tief und echt sein Gottesglaube ist, kann ich nicht beurteilen, aber sein Reden gibt mir die Zuversicht, dass er das Naturrecht achtet, das Benedikt XVI. die Grundlage des freiheitlichen Rechtsstaates nennt, und dass er, durch sein Gewissen vermittelt, Gott in den wesentlichen Punkten gehorchen wird. Wenn ich ihn einmal kennen lernen sollte, werde ich mit ihm darüber reden!

Beide Kandidaten erläuterten gegenüber kath.net bereits ihre Positionen: WAHL 2016 in Österreich – Hofer gegen Van der Bellen:
http://kath.net/news/54965

kath.net-Buchtipp
Klartext III – Dialog mit dem Zeitgeist
Von Andreas Laun
Taschenbuch, 104 Seiten
2014 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-902686-59-6
Preis 8.90 EUR





Mein Bauch gehört mir – vor dem Beischlaf!

7 05 2016

Abtreibung als Grundrecht? – „Mein Bauch gehört mir!“ – „Mein Gehirn vor dem Beischlaf auch?“
Albert Wunsch bei Andreas Unterberger, Gastkommentare, http://www.andreas-unterberger.at/Gastkommentar

Die Bestrebungen der polnischen Regierung, eine Verschärfung des Abtreibungsverbotes einführen zu wollen, lösen zurzeit heftige Diskussionen aus. Nicht nur in Polen. Und der wortgewaltige US-Präsidentschafts-Bewerber Donald Trump verkündete, dass Frauen in den USA für Abtreibungen bestraft werden sollten. Etwas später meinte sein Wahlkampfteam, die Ärzte sollten bestraft werden, nicht die Frauen, Trump sei falsch verstanden worden. Grund genug, sich unabhängig von den Bestrebungen in Polen oder den USA mit diesem Thema auch in Österreich öffentlich auseinander zu setzen.
So setzte in einigen Medien rasch die Diskussion ein, dass so „ein hart erkämpftes Recht der Frauen in Gefahr gerät“. Konkret äußert sich zum Beispiel eine Redakteurin in ihrer Kolumne ‚Frauensache’ (Rheinische Post vom 6.4.2016) und konkretisiert: „Das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper war so etwas wie die Mondlandung der Frauenbewegung. Dieses Recht infrage zu stellen, mag für die Rechtspopulisten nur ein kleiner Schritt sein, für eine gleichberechtigte Gesellschaft aber ist es ein großer Rückschritt.“Sollte es eine Verschärfung des Lebensschutzes geben?

Nun gibt es sicherlich etliche Gründe, eine – wie in Polen oder den USA geplante – Verschärfung des Abtreibungsverbotes zu kritisieren. Und es gibt noch mehr äußerst gewichtige Gründe, „das Selbstbestimmungsrecht über den eigenen Körper“ nicht anzutasten. Aber die Frage, was ein Abtreibungsverbot bzw. Bestrebungen zu einer drastischen Reduzierung von Tötungen im Mutterleib mit einem „Rückfall in alte Rollenbilder“, einer Beschneidung des „Selbstbestimmungsrechtes von Frauen“ und einer Reduzierung von ‚Gleichberechtigung’ zu tun hat, ist für denkende Leserinnen und Leser nicht nachvollziehbar.

Schon der Slogan der Frauenbewegung: „Mein Bauch gehört mir“, mit dem in etlichen Ländern die Abschaffung des Abtreibungsverbotes gefordert wurde, war so hohl, dass man sich wunderte, wieso er von den sich in die Öffentlichkeit zu katapultieren versuchenden Protagonistinnen so deutlich eingebracht wurde.

Vom Grundsatz her ist einem Aufruf: „Mein Bauch gehört mir“ nur zuzustimmen, wenn damit die Zeitspanne vor dem Beischlaf gemeint ist. Kein Mann sollte sich dem „Bauch“ – oder anderen Intimbereichen – einer Frau für einen angepeilten Sexualkontakt nähern, ohne das die „Bauchbesitzerin“ dem zustimmt. Lehnt sie diesen nicht ab oder stimmt sie ihm offensiv zu, dann ist damit gleichzeitig das Selbstbestimmungsrecht der Frau, Wochen später alleine über den Abbruch einer Schwangerschaft als Folgen dieses „Aktes“ entscheiden zu können, verwirkt.

Ging es dabei um einen einvernehmlichen Sexualkontakt, würde ihr für sich reklamiertes Recht auf Selbstbestimmung auch dadurch reduziert, dass der Mann ein 50-prozentiges Mitspracherecht hätte. Diese Zusammenhänge scheinen die Protagonistinnen von „Mein Bauch gehört mir“ konsequent auszublenden.

Statt dessen existiert in großen Teilen der Frauenbewegung folgender Denkansatz: Für eine Abtreibung besitzt eine Frau das alleinige Entscheidungs-Recht; die Kosten dieser persönlichen Entscheidung (für Lohnfortzahlung und evtl. später notwendig werden psychotherapeutische Aufarbeitungen) werden aber ungefragt der Solidargemeinschaft aufgehalst; und bei einer nicht vorgenommen Abtreibung wird eine 100-prozentige Zuständigkeit für die Zahlung von Alimenten beim Kinds-Erzeuger vorausgesetzt.

Mein Bauch gehört mir – Vor oder nach dem Beischlaf?

Es geht hier nicht um eine moralische Beurteilung von Beischlaf-Situationen vor, außerhalb oder innerhalb von auf Ehe oder sonstwie auf Zukunft angelegten Beziehungen, sondern es geht um die Verantwortung der Auswirkungen von eingegangenen Sexualkontakten gegenüber dem Partner beziehungsweise der Partnerin und um die Verantwortung, ob die Entstehung neuen Lebens eingeplant wird oder ausgeschlossen werden soll. Eigentlich müsste es entbehrlich sein, hier noch einmal auf die verschiedenen Methoden oder Wege der Empfängnis-Vermeidung bzw. Empfängnis-Verhütung hinzuweisen.

Dass dennoch einige Verdeutlichungen notwendig zu sein scheinen, hängt wohl damit zusammen, das bestimmte politische Kreise uns kollektiv viel zu lange ins Hirn einzuträufeln versucht haben, das die Abtreibung eine – halt etwas später organisierte – Geburten-Planungs-Methode sei. Wer auf diesen – jede Logik entbehrenden – Denkansatz reinfällt, wird vielleicht morgen auch andere Menschen, von denen sich jemand im persönlich beanspruchten Freiraum beeinträchtigt sieht, per Tötung „entsorgen“ wollen.

„Schwangerschafts-Unterbrechung“ oder Abtreibung?

Wie stark die Diskussionen zur Freigabe der Abtreibung zu kaschieren gesucht wurden, wurde auch durch den von Frauenrechtlerinnen gerne verwendeten Begriff „Schwangerschafts-Unterbrechung“ deutlich, weil sich Abtreibung ja wirklich wie ‚Abort’, ‚weg damit’ oder ‚abtöten’ anhört. Aber was ist das für eine Unterbrechung, die mit dem Tod endet? Es dauerte, bis erste Stimmen die Wort-Gaukelei offenkundig werden ließen, indem sie mutig fragten, wann denn die Unterbrechung beendet und die Schwangerschaft fortgesetzt würde?

Was die meisten Menschen nicht zu wissen scheinen: Auch nach der Strafrechtsreform zur Abtreibungs-Gesetzgebung gibt es kein Recht auf Abtreibung, wie dies im § 96 StGB klar zum Ausdruck gebracht wird. Stattdessen wird im § 97 StGB Absatz 1 geregelt, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, dass die Tat nach § 96 nicht strafbar ist:

„wenn der Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der Schwangerschaft nach vorhergehender ärztlicher Beratung von einem Arzt vorgenommen wird; oder
wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Abwendung einer nicht anders abwendbaren ernsten Gefahr für das Leben oder eines schweren Schadens für die körperliche oder seelische Gesundheit der Schwangeren erforderlich ist oder eine ernste Gefahr besteht, daß das Kind geistig oder körperlich schwer geschädigt sein werde, oder die Schwangere zur Zeit der Schwängerung unmündig gewesen ist und in allen diesen Fällen der Abbruch von einem Arzt vorgenommen wird; oder
wenn der Schwangerschaftsabbruch zur Rettung der Schwangeren aus einer unmittelbaren, nicht anders abwendbaren Lebensgefahr unter Umständen vorgenommen wird, unter denen ärztliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist.“
Dass öffentliche Institutionen in Österreich diesen gesetzlichen Rahmen unter positivem Vorzeichen als besonders „restriktionsfrei“ herausstellen und wertschätzend hervorheben, dass so die Beratung und Begleitung ausschließlich an den „individuell sehr verschiedenen Bedürfnissen der betroffenen Frauen auszurichten“ würde, ist keinesfalls ein Beleg dafür, dass dem Schutz des ungeborenen Lebens keine eigene Bedeutung zukommt.

Auch die Anmerkung der Österreichischen Gesellschaft für Familienplanung, dass die Entscheidung einer Frau oder eines Paar für einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich „ein wohlüberlegter Entschluss“ sei, „der von anderen nicht in Frage gestellt werden soll“, greift zu kurz. Denn welche Entscheidung – erst recht in einer Konfliktsituation – wird so klar getroffen, dass nicht selten schon nach kurzer Zeit starke Selbstzweifel einsetzen können? Und die vielen Schulgefühle, welche nicht wenige Frauen oft über viele Jahre an psychotherapeutische Praxen binden, sind auch kein Beleg für eine richtig abgewogene Entscheidung.

Eine Ethik der Verantwortung ist nicht an eine Religion gebunden

Beim Thema Abtreibung geht es nicht um moralische Appelle, sich an christlichen, jüdischen, muslimischen oder fernöstlichen Religionen orientieren zu sollen, sondern darum, die uns – als Konsequenz unserer Freiheit – auferlegte Verantwortung deutlicher wahr zu nehmen. Dies macht z.B. Hans Jonas in seiner zum Lebenswerk gewordenen „Ethik der Verantwortung“ deutlich und Hans Küng engagiert sich seit Jahren mit vielen Gleichgesinnten – auch jenseits christlicher Wertvorstellen – um eine ‚Welt-Ethos-Basis’.

Je intensiver Handlungen des Einzelnen das Leben anderer sowie den Umgang mit der uns zur Verfügung gestellten Schöpfung betreffen, desto umfangreicher sind allgemeinverbindliche ethische Standards zu berücksichtigen. Auch wenn viele Zeitgeist-Menschen Sexualkontakte als Spaß sehen und Erotik konsumieren wollen, bei der Abtreibung geht es um Leben oder Tod. Das haben alle Menschen – egal ob mit oder ohne religiöse Basis – zu berücksichtigen. Und wenn sich Egoisten dieser Verantwortung entziehen, haben die Gesellschaft und der staatliche Gesetzesrahmen darauf deutlich zu reagieren.

In meinen Hochschul-Vorlesungen „Einführung in die Ethik“ begreifen dies nicht nur die christlich Orientierten, sondern alle. Dass die Übertragung in den Alltag oft nicht so wie gewollt oder notwendig klappt, wird immer wieder deutlich.

Töten per Abtreibung ist kein Menschenrecht

Wer in einer festen Partnerschaft lebt, hat in der Regel das Thema Geburten-Planung zu einer passenden Zeit thematisiert und geklärt. Fehlt diese Basis – vielleicht weil ein sexueller Kontakt ohne Beziehungsperspektive eingegangen wird – und trotzdem ein zeugungsfähiger Akt gewollt ist, dann muss halt die Möglichkeit der Entstehung neuen Lebens wenigsten verhütet werden. Auch Paare, welche nur für einen Kurz-Intervall ihre Körper vereinen wollen, haben eine große Verantwortung für ihr Tun: Dass keiner gegen den Willen des Anderen handelt bzw. keine Gewalt zum Einsatz kommt, dass ein Gegenüber nicht durch fehlende Achtsamkeit mit einer Krankheit infiziert wird und dass nicht leichtfertig ungewollt neues Leben entsteht.Die meisten Abtreibungen werden übrigens nicht in der Folge von Vergewaltigungen oder Kurzzeit-Beziehungen, sondern in ‚ganz normalen auf Dauer angelegten Beziehungen‘ vorgenommen, weil halt ein weiteres Kind nicht mehr vorgesehen war und eine in Verantwortung gelebte Empfängnisregelung ausgeblendet wurde. Diese in Statistiken nachlesbaren Fakten und auch nach Gesprächen mit Schwangerschaft-Konfliktberaterinnen erhalten Infos machen Menschen mit einer durchschnittlichen Empathie einfach sprachlos.

Ja, das hart erkämpfte Selbstbestimmungsrecht der Frauen darf nicht torpediert werden! Ja, alle Menschen – ob winzig-klein oder über-groß, jung oder alt, weniger oder mehr begabt, arm oder reich haben gleichermaßen das Recht, dass ihr Körper – aber auch ihre Seele – in guter Vorsorge und Umsicht geschützt wird. Ja, alle Menschen haben sich für eine Gleichberechtigung von Frauen und Männern immer neu einzusetzen. Und der Staat hat durch klar gefasste Gesetze dafür zu sorgen, dass diese Rechte den Lebensalltag prägen.

Aber ein Recht auf Tötung, welches aufgrund einer fahrlässigen oder grob fahrlässigen Ausklammerung der eigenen Verantwortung für die Folgen eines Zeugungsvorgangs für sich zu reklamieren gesucht wird, meist auf Eigennutz basierend, ist ein nicht hinnehmbarer gesellschaftlicher Rückschritt. Die Konsequenz: Ja, auch ein ungeborenes kleines Kind hat ein Lebens-Recht.

Dr. Albert Wunsch ist Psychologe, Diplom-Sozialpädagoge, Diplom-Pädagoge sowie promovierter Erziehungswissenschaftler. Bevor er 2004 eine Lehrtätigkeit an der Katholischen Hochschule NRW in Köln (Bereich Sozialwesen) begann, leitete er ca. 25 Jahre das Katholische Jugendamt in Neuss. Im Jahre 2013 begann er eine hauptamtliche Lehrtätigkeit an der Hochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen / Neuss. Außerdem hat er seit vielen Jahren einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf und arbeitet in eigener Praxis als Paar-, Erziehungs-, Lebens- und Konflikt-Berater sowie als Supervisor und Konflikt-Coach (DGSv). Er ist Vater von 2 Söhnen und Großvater von 3 Enkeltöchtern.








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