Die traditionelle Familie als grundsätzliche Lebensform

27 05 2012

Wir leben heute in einer Zeit, in welcher der Stellenwert der traditionellen Familie in unserer liberalisierten Gesellschaft schwindet. Und obwohl die Familienthematik einen wesentlichen Bestandteil in allen Grundsatzprogrammen der etablierten politischen Parteien bildet, findet sich in den meisten keine klare Definition für den Begriff der Familie. Stattdessen kommen veränderte oder alternative Lebensformen auf den Plan und subsumieren sich allesamt unter dem Titel „Familie“.

Ich beginne zunächst mit dem Versuch eine auf das Wort Gottes basierende Definition zu finden, um den Begriff der Familie, wie er hier verwendet wird, klar von modernen liberalen Strömungen abzugrenzen.

Definition Familie:

Unter der Familie im biblischen Sinn verstehe ich die Summe aller Kinder, die aus dem Samen eines Mannes entstehen. Dieser Mann wird Vater seiner Familie genannt. Die Söhne dieses Mannes tragen den Samen des Vaters weiter und in der Folge sind auch deren gezeugte Kinder Mitglieder derselben Familie.

Das Besondere der Söhne ist, dass sie in der Erbfolge wiederum ein neuer Vater aller ihrer in weiterer Folge gezeugten Kinder sind. Der ursprüngliche Vater dieser neuen Väter wird nun traditionell Großvater genannt.

Diese Definition kommt, so scheint es zunächst, ohne den Begriff der Frau aus und wird wahrscheinlich einen Aufschrei in der modernen Welt nach sich ziehen. Auch die Ehe wird hier noch nicht erwähnt, was säkulare Menschen weniger stören wird.

Das Besondere der Frauen ist, dass ohne sie kein einziges Kind gezeugt werden kann, denn sie muss dieses erst austragen und durch Geburt zur Welt bringen. Jede Frau, die ein Kind zur Welt bringt, ist die Mutter dieses Kindes und ihre Aufgabe als Mutter ist neben der des Vaters in der Familie unentbehrlich. Ich erachte die beiden Rollen als völlig gleichwertig, was aber von gleichberechtigt zu unterscheiden ist.

Die besonders für den Zweck der Familie geschaffene Lebensform zwischen Mann und Frau ist die Ehe. Eine formale biblische Definition der Ehe gibt es hier auch nicht, aber sie ist klar eine auf dauerhafte Lebensgemeinschaft aufgebaute Beziehung zwischen Mann und Frau und gilt grundsätzlich als unauflöslich.

Lebensformen:

Wenn ich hier von Lebensformen spreche, dann verstehe ich darunter klarerweise nur solche, die einen legalen Charakter haben. Unter legal verstehe ich zum Beispiel, dass  Kinder abweichend von ihren Eltern vorübergehend woanders untergebracht werden, sei es aus erzieherischen Gründen oder um eine spezielle Berufsausbildung zu absolvieren. Die dauerhafte Unterbringung woanders, wie Adoption oder Pflege sehe ich als problematisch an. Eltern dürfen sich meiner Meinung nach grundsätzlich nicht der Verantwortung ihrer Kinder entziehen.

Legal kann auch sein, wenn Erwachsene verschiedener Familien aus beruflichen oder gesellschaftlichen Interessen eine abweichend von ihren familiären Zugehörigkeiten vorübergehende Wohngemeinschaft bilden. Dauerhafte Wohngemeinschaften sehe ich wiederum problematisch, da hier dem Stellenwert der Familie nicht genügend Rechnung getragen wird.

Keinesfalls meine ich damit Lebensformen, mit denen sexuell abartige Praktiken verbunden sind. Solche Lebensformen sind weder legitim geschweige denn haben sie mit dem Wesen von Ehe und Familie etwas gemeinsam.

Wir müssen zwischen gelebten legitimen Lebensformen und der Familienzugehörigkeit unterscheiden. Lebensformen können oder müssen angepasst werden, zu welcher Familie man gehört oder welche Verantwortung gegenüber seiner Familie jeder einzelne hat liegt jedoch nicht im Bereich der freien Entscheidung.

Weiteres ist nicht legitim, dass man den Begriff der Familie auf praktizierte Lebensformen abändert wie zum Beispiel das „Patchwork“ System. Es dient nur persönlichen Interessen und macht Übersicht über Familienzugehörigkeit und damit verbundene Verantwortung über mehrere Generationen hinweg schlicht unmöglich.

Die Familie Gottes:

Dieb Bibel definiert die Familie Gottes eindrucksvoll im ersten Kapitel des Johannesevangeliums. Dort heißt es sinngemäß (vgl. Joh. 1.12-13):

Alle Menschen, die Jesus Christus als Sohn Gottes aufnehmen, erhalten das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, alle die an den Namen Gottes glauben. Sie sind nicht aus dem Blut, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren.

Wir sehen hier also, dass die irdische Abstammung wie zuvor beschrieben keine Rolle spielt. Nun könnte man fälschlicherweise annehmen, dass es für den Gläubigen Menschen irrelevant sei, aus welchen Verhältnissen er stammt oder in denen er sich gerade befindet.

Doch Vorsicht! Es ist zwar richtig, hinsichtlich der Zugehörigkeit zur Familie Gottes ist nur der Glaube maßgeblich, aber hinsichtlich der Erfüllung des Willens Gottes ist die praktizierte Lebensform hier auf Erden keineswegs irrelevant.

Zusammenfassung:

Ich erachte die traditionelle Familie als grundsätzliche Lebensform, von der nur dann abgewichen werden soll, wenn besondere Lebensumstände vorliegen.





Weltuntergang = EU Sozialpolitik: Wider die Familie

22 12 2012

Da der Weltuntergang unmittelbar vor der Tür steht, möchte ich die Chance nutzen ein handfesteres Thema zu behandeln, in dem der Untergang im EU Land seitens der politischen Strategen längst beschlossene Sache ist.

Wenn man den Medien in letzter Zeit so folgt, liegt ein fundamentales Element unserer Gesellschaft besonders unter Beschuss. Die Lebensform Familie zu diskreditieren, schlecht zu machen, als altmodisch, konservativ, nicht ganz ernst zu nehmen, gefährlich, schlicht und einfach als „überholt“ anzuprangern ist modern, salonfähig und fast schon politisch korrekt geworden. Da gibt es doch Lebensformen wie „Homo-Ehe“, „Transgender“, und so manche Spielformen des Genderismus (Aus für Pippi Langstrumpf & Co) der versucht die neue Gesellschaftsordnung herzustellen und die traditionelle Familie abzuschaffen. Diskutiert man mit Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, merkt man, dass „viel“ Geld in „Aufklärung“ investiert wurde, und so manche unwahren Gedanken Allgemeingut geworden sind.

Zum Beispiel die eingetragenen Partnerschaften für Homosexuelle. In Deutschland Leben nur 1% der Homosexuellen in einer solchen Partnerschaft, 99% nutzen diese Möglichkeit nicht. Man denken nur an den Aufwand und den medialen Druck und die Aggressivität mit der vorgegangen wurde, um hier wirklich alle Diskriminierung auszuräumen und von den Betroffenen die doch so wichtigen Forderungen gesetzlich zu verankern.

Es ist interessant, dass die Statistik vor allem bei Meldungen wie „Gewalt in der Familie nimmt zu“ zitiert wird. Geht es um Statistiken zum Thema PRO Familie, findet man kaum Statistiken oder – man ignoriert die Fakten einfach. Das scheint überhaupt – besonders in Österreich – eine Lieblingsbeschäftigung zu sein.

Ein im Fatalismus angekommenes Land beginnt im Sog der EU Hoheit zu erblinden.

family

Das Vertrauen in die Familie und das Recht, dass Eltern Ihre Kinder selbst erziehen scheint äußerst unpopulär zu sein. Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer in Österreich bestätigt dies, wonach sich von 1000 Befragten knapp mehr als 50% für früher nutzbare Kinderbetreuungseinrichtungen und längere Öffnungszeiten der selbigen aussprechen.

Man bekommt den Eindruck „Wohin mit den Kindern?“, „Was sollen wir bloß mit Ihnen tun?“

Unter der Prämisse das ständige Wachstum des BIPs erfüllen zu müssen, opfern wir sogar unsere Kinder, entziehen uns als Eltern unserer Pflicht zu erziehen und kämpfen nicht dafür, dass Familie die Kernkompetenz der Kindererziehung ist und nicht der Staat zum überwiegenden Großteil. Teilweise macht eine solche Kinderbetreuung auch Sinn (AlleinerzieherInnen). Es soll aber nicht die gesellschaftliche Mehrheit darstellen.

Ein Blick auf die Fakten: Laut Statistik Austria  gibt es in Österreich 1,06 Mio. Familien mit Kindern unter 27 Jahren im eigenen Haushalt, davon sind 71 % Ehepaare, 12,9 % Lebensgemeinschaften und 16,1 % Ein-Eltern-Familien. Laut Statistik Austria gibt es 83.600 Patchwork Familien mit Kindern unter 27 Jahren. Eine gute Aufbereitung der Daten findet man dazu unter:  http://www.leonore.at/2012/11/wo-wachsen-kinder-heute-auf/

Medial betrachtet käme man nie auf die Idee, dass eigentlich min. 80% der Menschen in Familien aufwachsen. Auch fällt auf, dass die moderne Lebensform der Patchwork Familie (ca. 8%), die gerne als politisches KO Argument für soziale Modernisierungen verwendet wird, relativ überschaubar ist.

Übrig bleiben die alleinerziehenden Mütter und die Kinder. Auf deren Rücken wird ideologisiert, anstatt effiziente Lösungen umzusetzen.

  1. Was wäre, wenn der Staat ein Müttergehalt an Mütter zahlt die bei Ihren Kindern bleiben wollen, anstatt sie gesellschaftlich ins OUT zu stellen? Warum gibt es keine Studien an Unis über solche Modelle, die fundierte Konzepte ausarbeiten?
  2. Was wäre, wenn man Alleinerziehende Mütter staatlich gezielt und differenziert finanziell fördern würde, flexible Kinderbetreuungszeiten anbieten würde, um Ihnen mehr Zeit für Ihre Kinder zu geben?
  3. Was wäre wenn man mal Kampagnen für Familien macht, statt Randerscheinungen unproportional mit Steuergeldern der Mehrheit medial darzustellen? Ist das nicht diskriminierend?

Die oben angeführten Zahlen über Familie ignorieren wir aktuell besonders in der Debatte um die Sexualerziehungsbroschüre „Ganz schön intim“, welche vom homosexuellen Lobbyistenverein Selbstlaut im Auftrag des BMUKK als Lehrmaterial für 6-12 jährige erstellt wurde. Hier haben die oben angeführten Zahlen plötzlich kein Gewicht. Sie verlieren es einfach. Vorbei ist es mit der heutzutage doch so vehement geforderten Wertefreiheit aller, den richtigen Relationen und der Toleranz den Andersartigen gegenüber. Gewicht hat nur das, was der neuen Gender Ideologie dient. Das Wohlbefinden der Kinder mit altersunadäquaten Material konfrontiert zu werden mal ganz außer Acht gelassen.

Eine Randgruppe treibt auf der Welle des Genderismus die breite Masse vor sich her um Ihre Ideologien zu pushen.

Die Zukunft für Europa ist eine Gesellschaft, die von christlichen Werten geleitet wird. Dazu gehört die Familie als Keimzelle. Sie sichert den Bestand einer Gesellschaft, bringt Stabilität, gibt Sicherheit, Geborgenheit, soll ein Ort der Liebe, des Vertrauens und der Freiheit sein. Viel wurde in letzter Zeit auch darüber geschrieben (http://www.welt.de/wissenschaft/article1494482/Fruehe-Fremdbetreuung-ist-fuer-Kinder-schaedlich.html), welch Schaden wir an unseren Kindern anrichten, wenn wir sie als Babys von der Mutter weggeben.

Ja baut mehr Kindergrippen und Horte für alle Kinder des Landes, aber baut auch gleich mehr Kriseninterventionszentren und bildet mehr Psychologen aus, welche die Kinder denen man Ihre Grundrechte und Würde beraubt dann betreuen werden!

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass die Zukunft für Europa eine Gesellschaft ist, die von christlichen Werten geleitet wird. Dazu gehört die Familie als Keimzelle.

Genauso wie heute die Welt nicht untergehen wird, wird Familie in Europa, die sich auf christliche Werte gründet, Bestand haben.





Bei Illner werden „Regenbogenfamilien“ ganz normal…

3 09 2012

Diskussion um gleiche Rechte – aber ungleiche Pflichten…

Ehegattensplitting, Verfassungsgerichtsurteile und rebellierende Unionspolitiker: Nach der Ferienpause kam auch die ZDF-Cheftalkerin Maybrit Illner nicht umhin, sich mit dem Thema aus dem Sommerloch weiter zu beschäftigen (http://maybritillner.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/maybrit-illner/2942124/24104720/f294a1/Zwei-Männer-und-ein-Baby-.html). Die „Homo-Ehe“, die in den Medien heute schon so selbstverständlich formuliert wird, als dass man tatsächlich bereits an ihre Existenz glauben könnte, sorgt für hohe Wellen. Und das wohl besonders dann, wenn sich Kontrahenten gegenüberstehen, die die unterschiedlichen Pole aus vollster Überzeugung und mit Leidenschaft vertreten. In der aktuellen Sendung blieb es dann auch nicht bei diplomatischer Einmütigkeit, die Kanten und Linien waren äußerst klar und scharf zu sehen. Anders als bei sonstigen abgedroschenen Themen blieb in der Debatte um Gleichstellungen ein jeder bei seinem unverrückbaren Profil, mit dem schlussendlich elementare Differenzen in den Weltansichten zum Ausdruck kamen.

Zweifelsohne: Die Vorzeichen für die Diskussion sind im Jahre 2012 andere, als es zu Zeiten absoluter Selbstverständlichkeiten war, dass Ehe aus Mann und Frau und die heterosexuellen Eltern mit den Kindern eine Familie darstellten, an deren besonderem Status niemand zu rütteln wagte. Und doch gilt auch im 21. Jahrhundert in unserem Land ein Grundgesetz, das gerade diesen ausdrücklichen Schutz weiterhin aufrecht erhält. Zwar haben die obersten Richter angemerkt, dass die Ausformungen des Zusammenlebens vielfältiger und komplexer geworden sind – letztlich ändert dies aber nichts an der Idee, dass wir ein Leitbild benötigen, an dem es sich zu orientieren gilt.

Und deshalb muss man sich viel eher fragen, wie mit dem Umstand umgegangen werden kann, dass immer mehr Kinder unehelich geboren werden, dass viele Ehen kinderlos bleiben oder dass das Modell einer Wirtschaftsgemeinschaft, wie es in Gesetzgebungszeiten der 50er- und 60er-Jahre zur Beurteilung steuerrechtlicher Bevorteilung vorlag, mittlerweile unterschiedlichste Ausprägungen annehmen kann. Es ist nicht mehr zwingend der Ort, an dem Mann und Frau einen gemeinsamen Lebensweg gehen, wo auch die meiste gesellschaftspolitische Verantwortung für die Zukunft übernommen wird. Es wäre fahrlässig zu glauben, dass zwei unterschiedlich geschlechtliche Menschen heute ausnahmslos in den „Hafen der Ehe“ einfahren. Dieses Bild entspricht nicht mehr der Wirklichkeit – und ohne Frage: Hier darf und muss man ausdrücklich mehr als ein Bedauern darüber über die Lippen bringen.

Der Trend in Richtung inoffizieller und strukturloser Gemeinschaften hat auch dazu geführt, dass homosexuelle Paare immer stärkere Ansprüche an einen Gesetzgeber stellen, der sich mit einer Regelung schwer tut. Nicht nur die Bibel, sondern auch der zunächst neutrale Blick machen deutlich: Das natürliche Vereinigen von Menschen findet im Zusammensein von Mann und Frau ihren geschaffenen und schöpferischen Höhepunkt. Das Idealbild ist und bleibt Garant, der überhaupt erst für Nachwuchs – und damit für Beständigkeit in unserem Land sorgt. Aus dieser Tatsache ergibt sich auch die Annahme, dass Kinder dort am besten heranwachsen, wo sie geboren wurden. Wenngleich auch in der momentanen Debatte wiederum Studie um Studie zitiert wird, die „Regenbogenfamilien“ als gleichwertig gutes Umfeld für das Gedeihen von Jungen und Mädchen sehen, bleiben die Zweifel daran zugunsten der Toleranz und des „Mainstream“ ausgespart.

Dabei belegen beispielsweise die Erhebungen von spanischen Wissenschaftlern (http://www.mscperu.org/deutsch/Debatte/homoadoptNein.htm) ebenso wie die von amerikanischen (http://www.katholisches.info/2012/06/15/bei-homosexuellen-aufwachsende-kinder-haben-grosere-schwierigkeiten-neue-studie/) bislang wenig zur Kenntnis genommene Ergebnisse, die sich kritischer mit der Thematik auseinandersetzen lassen.

Dass diejenigen belohnt werden, die durch Erziehung und Familienleben einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, scheint mir selbstverständlich. Und tatsächlich zählen dazu auch immer häufiger Formen des Miteinanders, die füreinander und für Kinder Aufgaben und Verantwortung nicht scheuen. Daher bin ich auch dafür, dieses Engagement unabhängig der Konstellation zu würdigen. Doch keinesfalls geht damit der Status einer Gleichstellung einher – weder steuerrechtlich und schon gar nicht ideell. Denn die Ehe aus Mann, Frau und Kindern leistet mehr, als andere Gemeinschaften zu leisten in der Lage sind. Da ist es nicht nur die Zeugung und das mütterliche Sorgen, die sich ergänzende Rollenverteilung oder der traditionelle Vorbildcharakter – Pflichten, die allesamt einzigartig und damit indiskutabel und nicht auf gleiche Ebene mit Alternativen zu stellen sind. Abgesehen davon, dass viele der Diskussionen nahezu zum Schein geführt werden, trägt vor allem der lobbyistische Hintergrund dazu bei, dass viele Beobachter mit Irritation auf das reagieren, was gerade aus Richtung von Homosexuellenvertretern immer wieder geäußert und gefordert wird.

Gerade in Sachen Adoptionen lamentiert die Debatte auf träumerischen Fiktionen. Wir stehen nicht vor der Situation, dass zu wenige heterogeschlechtliche Paare zur Verfügung stünden, um die zur Adoption freistehenden Kinder aufzunehmen – im Gegenteil. Und ich warne davor, die Adoption durch derartige Diskurse mehr und mehr hoffähig zu machen. Kinder, die nicht bei den leiblichen Eltern aufwachsen können, müssen die Ausnahme bleiben! Und dass aufgrund der Lage eher den heterosexuellen Gemeinschaften ein Vorrang gewährt wird, hat für mich weder den Charakter einer Benachteiligung anderer, noch gar den der Diskriminierung. Nicht nur die Adoption selbst ist eine Herausforderung für das Kind – dann sollte auch auf ein möglichst herkunftsnahes Umfeld in der neuen Familie geachtet werden, das von Dauerhaftigkeit und Bestand gezeichnet ist. Und gemäß Erhebungen bleibt die Dauer von homosexuellen Gemeinschaften weiterhin erheblich hinter der von heterosexuellen Ehen zurück (vgl. „Amsterdam-Studie“, Marcus 1988, „The Male Couple“ ). Hier stünde es manchen empörten Aufschreiern gut, das Interesse von Kindern den eigenen vorzuziehen.

Resümierend hat es der Schweizer Redakteur Gut in Illners Runde auf den Punkt gebracht: Eine immer weiter einfordernde Lobby von Homosexuellen ist es auch, die deren Ansprüche unglaubwürdig und ungerechtfertigt erscheinen lässt. Wenn einstige Protestveranstaltungen mit ehrlichen politischen Forderungen heute zum demonstrativen Darstellen von ausufernder Sexualisierung, Sittenlosigkeit und fehlender Moral missbraucht werden, bringt das der eigenen Klientel wenig Ernsthaftigkeit ein. Im Gegenteil: Durch derartige Aktionen disqualifizieren sich viele Repräsentanten und andere der Homosexuelle-Szene selbst. Wer offenkundig nicht bereit ist, gewissen gesellschaftliche Normen zu respektieren und stattdessen auf ein tolerantes Bejahen jeglicher sexuellen Ausuferung hofft – wie es mittlerweile jede „Christopher-Street-Day“-Parade sichtbar werden lässt –, muss mit zunehmendem Unverständnis rechnen. Nicht wenige Schwule und Lesben schämen sich heute bereits ob der ständigen Tränendrüse wegen Benachteiligung und polemischer Entgleisungen aus den eigenen Reihen, wenn Homosexuellen nicht mehr zugestanden wird als dem Rest der Welt.

Dass die gesamte Auseinandersetzung also um weit mehr rankt, als um die Frage nach der Gleichsetzung einer „Homo-Ehe“, wird anhand der eklatanten Unterschiede in den Wert- und Würdevorstellungen der verschiedenen Seiten erkenntlich. Hier geht es heute und in Zukunft schlicht und ergreifend um die Entscheidung, ob wir der Willkür Grenzenlosigkeit setzen wollen – oder ob uns das, was an grundlegenden und bis vor einiger Zeit noch als unumstoßbaren gesellschaftlichen Maßstäben durch die Urväter von Grundgesetz und Europäischer Verträge vereinbart wurde, noch etwas bedeutet…

Dennis Riehle





Die Familie ist der wärmste Ort gegen die Kälte dieser Welt

27 08 2011

oder

Gender Mainstreaming und das Umerziehungsprogramm von Ehe und Familie

von Inge M. Thürkauf

 Siehe auch Inge M. Thürkauf: „Löscht sie aus – die Familie“ in CIVITAS, Nr. 4, 2008 und Inge M. Thürkauf: „Der Weg des ‚neuen Menschen’ – von der biologischen Revolution zur Diktatur des Genderismus“ in MEDIZIN und IDEOLOGIE, Nr. 2/2007.

Bild: ABUS Security Tech Germany /Flickr creativ commons

Im Gästetrakt eines Benediktinerklosters weist eine kleine Tafel auf die Haus-, Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft Familie hin, so wie sie seit jeher verstanden wurde, und wie sie von den meisten Menschen auch heute noch gewünscht wird. Die Haltung der Gesellschaft im Hinblick auf den „wärmsten Ort gegen die Kälte dieser Welt“, hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. Die Doppelverdiener-Ehe, alleinerziehende Mütter oder Väter, nichteheliche und homosexuelle Lebensgemeinschaften, Patchwork- und Pflegefamilien sowie die frühkindliche Fremdbetreuung haben aus der Familie einen „dynamischen Prozeß“ gemacht, der bis zur Unkenntlichkeit weiterhin im Wandel begriffen ist.

Veränderungen in Gesellschaft und Familie, wie wir sie heute erleben, haben ihre Verkünder, nur werden sie selten gehört, wie z. B. Dr. Richard Day, Professor für Kindermedizin an der Mount Sinai Medical School in New York, der im März 1969 vor 80 Medizinern der „Vereinigung Amerikanischer Kinderärzte“ in Pittsburgh unverhohlen Teile des Programms der Neuen Weltordnung[i] ausgebreitet hat. Das folgende Zitat[ii] beschreibt knapp und unmißverständlich die vorgegebene weitere „Entfaltung“ der westlichen Zivilisation:

„Es wird alles gemacht, damit die Familie nicht mehr zusammenbleibt. Die Frauen sollen arbeiten und immer mehr Menschen bleiben alleinstehend. Kinder werden als Babys bereits von der elterlichen Erziehung entfernt und politisch korrekt indoktriniert. Den jungen Mädchen wird als Vorbild nicht mehr die Familie und die Erziehung der Kinder vorgegeben, sondern sie sollen Leistung erbringen und eine ‚Karriere’ verfolgen. Mädchen wird erzählt, sie müssen genauso sein wie Jungs, und umgekehrt. Man will den geschlechtslosen Menschen, das Neutrum erzeugen. Frauen sollen maskuline Mode tragen – wie Hosen – und Männer sich immer femininer geben. Männersportarten wie Rugby oder American Football sollen verschwinden.“

Umsetzungsprogramme dieses neuen Weltsystems sind schon seit Jahrzehnten im Gange. Zunächst führten uns die New-Age-Ideologen in ein „Neues Zeitalter“. Eine Wendezeit in Bezug auf eine sinnerfüllte, humane und ganzheitliche Zukunft der Menschheit wurde uns versprochen. Viele ließen sich von dieser Traumwelt betören, sind mehr oder weniger kritiklos dem Mainstream New Age gefolgt und haben sich durch das ganze esoterische Programm der New-Age-Bewegung „dummgeglotzt“ (Alexander Kissler), so daß es immer schwieriger geworden ist, nachfolgende Gefahren zu erkennen, geschweige denn begreiflich zu machen.

Der neue Mainstream in Folge, der detailliert, akribisch und erfolgreich die Mitteilungen von Dr. Day umsetzt, nennt sich „Gender“ oder „Gender Mainstreaming“. Es ist keine Weltanschauung, Meinung oder Ideologie unter anderen, sondern eine offizielle, politische Zielsetzung, die administrativ und auf dem Weg des Gesetzes in die Politik eingedrungen ist und nun in sämtliche gesellschaftliche Bereiche hineingepreßt werden soll.

Die offizielle Definition von Gender Mainstreaming will vortäuschen, es handle sich um die Gleichbehandlung und Gleichstellung der Geschlechter. Die folgenden Ausführungen werden zeigen, daß ganz andere Ziele verfolgt werden:

In der englischen Sprache gibt es zwei Begriffe für das Wort „Geschlecht“: gender und sex.

  • Gender ist der grammatikalische Begriff zur Unterscheidung des Geschlechts eines Wortes.
  • Der Ausdruck sex ist kein Hinweis auf den sexuellen Akt, sondern bezeichnet das biologische Geschlecht von männlich und weiblich.

Wendepunkt in der politischen Strategie zur Einführung von Gender Mainstreaming war die 4. Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking, wo das Wort „sex“ ersetzt wurde durch den bis heute von den meisten Menschen kaum noch erfaßten Begriff „gender“. Diese Definition bedeutet ein gewandeltes Verständnis von Geschlecht, mehr noch, eine neue Weltanschauung, die alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht als naturgegeben, sondern als gesellschaftsbedingt versteht. Das heißt: Jede sexuelle Orientierung – heterosexuell, homosexuell, lesbisch, bisexuell und transsexuell – soll gleichwertig sein und gesellschaftliche Akzeptanz beanspruchen. Das biologische Geschlecht, also die Tatsache, daß der Mensch von Gott als Mann und als Frau geschaffen wurde, ist – den Gender-Ideologen entsprechend – nicht mehr von Belang.

Gegen diese Zumutung setzte sich die Familienallianz besagter Konferenz zur Wehr. Die Beschlüsse von Peking seien „ein direkter Angriff auf die Werte, Kulturen, Traditionen und religiösen Überzeugungen der großen Mehrheit der Weltbevölkerung sowohl in den Entwicklungsländern als auch in den Industrienationen“. Das Dokument zeige keinerlei Respekt für die Würde des Menschen, versuche die Familie zu zerstören, ignoriere die Ehe, werte die Bedeutung der Mutterschaft ab, fördere abweichende sexuelle Praktiken, sexuelle Promiskuität und Sex für Jugendliche.

Offensichtlich war der Protest der Verteidiger von Ehe und Familie gegen diesen „europäischen Unsinn“ wirkungslos, denn am 1. Mai 1999 wurde im Amsterdamer Vertrag auf EU-Ebene der Gender-Mainstreaming-Ansatz als durchgängiges „Leitprinzip und Querschnittsaufgabe“ rechtlich verbindlich festgeschrieben. Art. 2 und Art. 2 Abs.2 dieses EG-Vertrags verpflichtet die Mitgliedstaaten zu einer aktiven Gleichstellungspolitik im Sinne des Gender Mainstreaming.

Da Gender Mainstreaming ein weltweites Umerziehungsprogramm beinhaltet, muß es sich um ein politisches Konzept handeln, denn ohne die von der Politik verordneten Gesetze wird ein solches Programm nicht durchzudrücken sein. Der Grund, warum diese Begriffe und dieser Vertrag bis vor kurzem unbekannt waren, erfahren wir vom luxemburgischen Premierminister und Präsidenten der EU-Runde Jean-Claude Juncker, der 1999 unverblümt zugab: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“[iii] Diese Vorgehensweise findet vermutlich in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft ihre Anwendung.

Was von Anbeginn der Menschheit als „natürlich“ und „normal“ gegolten hat, die Zuordnung als Mann und Frau, soll nun unter der Führung von tonangebenden Sexualwissenschaftlern durch Umerziehung geändert werden, die so früh wie möglich beginnen soll. Inzwischen schreckt man nicht mehr davor zurück, die Geschlechterabschaffung bereits in Kindertagesstätten und Kindergärten umzusetzen, mit entsprechender Schulung des Lehrpersonals. Der Hintergedanke dabei ist, daß ein auf diese Art umerzogenes, d.h. ge-gendertes Kind beizeiten begreifen lernt, daß es nicht nur Mann und Frau gibt, sondern daß die Palette viel bunter und reichhaltiger ist. Im bekannten Wiener Modell-Kindergarten „Fun & Care“ werden die Geschlechter von Jungen und Mädchen zunehmend und systematisch aufgeweicht, um sie letztlich gänzlich abzuschaffen. Mädchen werden mit technischen Spielzeugen bekanntgemacht und aufgefordert, Fußball zu spielen und sich gegen die Buben zur Wehr zu setzen. Den Jungs hingegen wird beigebracht, mit einer Kosmetikbox umzugehen, Prinzessinnenkleider zu tragen, Fingernägel zu lackieren, sich schön zu machen, ganz allgemein eine positive Körperwahrnehmung zu erlernen, um weicher, weiblicher zu werden. Das Ganze drängt in die Richtung, die Wahrnehmung für die verschiedenen Geschlechter, wie Homosexualität, lesbische Lebensweise, Bisexualität und Transsexualität so früh wie möglich auszubilden. Daß hierbei sexuelle Übergriffe von Kindern an Kindern nicht ausbleiben können, ist vermutlich in den Plänen der Genderisten inbegriffen. Besorgten Eltern wird beruhigend erklärt, daß die Kinder das Recht hätten, sich sexuell zu betätigen, und daß solche „Kinderspiele“ zur Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit gehören.

Die Bemühungen der Gender-Ideologen waren von Anfang an darauf gerichtet, die sexuelle Identität im Grundgesetz zu verankern, was notgedrungen dazu führt, daß das gesamte Ehe- und Familienrecht geändert werden muß, damit Homosexuellen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen eine gleichberechtigte „Ehe und Familie“ ermöglicht werden kann. Bestrebungen in dieser Richtung sind zur Zeit in Vorbereitung. Vor zehn Jahren wurde in Deutschland die sogenannte Homo-„Ehe“ eingeführt. Nun verlangt die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zusammen mit den Grünen und den Linken die Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften mit der Ehe, obwohl dies verfassungsrechtlich dem Schutz von Ehe und Familie zuwiderläuft. Außerdem – so die Homosexuellen-Organisation ILGA – soll das Adoptionsrecht für Homopaare eingeführt und den Kindern die Möglichkeit eingeräumt werden, mehr als zwei Eltern zu haben. Niemand fragt, was dies für Auswirkungen auf das Kindeswohl haben wird. Den Kindern wird mit dieser Neudefinition von Ehe und Familie das Leitbild der monogamen Ehe von einem Mann und einer Frau als Orientierung für ihr Leben immer mehr entschwinden.

Am 20. Juli 2011 berichtet die FAZ über eine Anordnung des Berliner Senators für Bildung, Jürgen Zöllner (SPD), in der bestimmt wird, daß Grundschulkinder sich ab dem 5. Lebensjahr daran gewöhnen müssen, sich an der sexuellen Vielfalt als Norm zu orientieren. Das bedeutet, eine aggressive Wegführung von der Vater-Mutter-Kind-Familie hin zu homosexuellen Lebensformen. Im Aufklärungsprogramm des Senators findet sich ein Bücher- und Spielekoffer, mit dem nach den Sommerferien den Grundschulen das andere Bild von „Familie“ vorgestellt werden soll. Ab der 5. Klasse sollen Kinder die einschlägigen sexuellen Begriffe in Scharaden darstellen. Eine der Geschichten aus dem Bücherkoffer schildert die Suche nach einer Prinzessin, denn der Kronprinz soll heiraten. Viele Mädchen werden ihm vorgeführt, aber keine gefällt ihm, bis die Prinzessin Liebegunde mit ihrem Bruder eintritt. Da verliebt sich der Kronprinz in den Bruder der Prinzessin. Sie heiraten und regieren gemeinsam als „König und König das Land“. So klingen die Märchen im 21. Jahrhundert.

Die Schweiz – eifrig bemüht der EU zu Diensten zu sein – hat ebenfalls ihr Umerziehungsprogramm gestartet. Durch die Schweizer Boulevard-Zeitung „Blick“ wurde die Öffentlichkeit auf das Sexualprogramm des Kantons Basel-Stadt aufmerksam. Dort wurden in 30 Schulen und Kindergärten Sex-Koffer und Boxen mit eindeutigem Inhalt verteilt: Puppe, Puzzels, Bücher und anderes „Lehrmaterial“ für Vier- bis Zehnjährige, das die erotischen Zonen der Kinder und deren Möglichkeiten der Stimulation erklärt.

Daß gerade in den letzten Monaten ein flächendeckendes Programm zur Früh-Sexualisierung von Kleinst- und Kindergartenkindern gestartet wurde, ist nicht zufällig. Ende August 2010 fand in der mexikanischen Stadt Léon Guanajuato eine Weltjugend-Konferenz statt, die mit einem sogenannten „Statement-Entwurf“ abgeschlossen wurde, dessen Inhalt in höchstem Grad als jugendgefährdend und familienfeindlich bezeichnet werden kann. Um die weltweite Abtreibungsmentalität immer mehr auszuweiten, hat der Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen (UNFPA), unterstützt von den radikalen Feministinnen und den bekannten Abtreibungs- und Anti-Familiengruppierungen, eine globale Kampagne gestartet, um heranwachsende Mädchen zu sogenannt „selbstbestimmten Menschen“ heranzubilden und ihnen eine „erschöpfende sexuelle Erziehung“ zu gewährleisten, vor allem aber, sie für die Abtreibung zu gewinnen. Es geht bei dieser Kampagne jedoch nicht nur um die Durchsetzung der Abtreibung als Menschenrecht, sondern das letzte Ziel ist eine anti-christliche Indoktrinierung der Jugend. Diese soll nach den Vorgaben der Gender-Ideologen sexuell aufgeklärt und entsprechend erzogen werden. Die Forderungen, die in diesem 11 Seiten umfassenden Statement aufgelistet wurden, beinhalten das Recht auf Abtreibung und eine Erziehung, die sich freihält von jeglicher Religion. Wörtlich heißt es: „Die Regierungen müssen das fundamentale Recht einer religionsfreien Erziehung garantieren.“ Darüber hinaus soll Gender-Gleichheit vorgeschrieben werden, was bedeutet, daß die sexuellen Interessen der LGBT (Lesben-, Gay (gay engl. = schwul), Bisexuellen und Transsexuellen) durchzusetzen seien. Ebenso sollen die Regierungen mit den Medien und Behörden zusammenarbeiten und ihren Einfluß geltend machen, um jegliche Ablehnung und Phobie von Gender Mainstreaming zu beseitigen. Regierungen werden aufgefordert, LGBT als Teil des Spektrums von Gender-Gleichheit zu akzeptieren und sollen dafür sorgen, daß Jugendliche ihre sexuelle Identität (die sich ja nach Belieben wandeln kann) als Menschenrecht verstehen lernen. Es wird darauf gepocht, daß die Regierungen der Mitgliedstaaten diese Forderungen in ihren Ländern popularisieren.

Um diese Ziele besser bekannt zu machen und durchsetzen zu können, wurde von den Vereinten Nationen am 12. August 2010 ein „Internationales Jahr der Jugend ausgerufen, das bis Ende 2011 dauern soll. Länder, die sich gegen die Indoktrinierung ihrer Gesellschaft mit Gender Mainstreaming zur Wehr setzen, wie z. B. Ungarn, geraten unter den massiven Druck der Abtreibungslobby und der Institutionen der EU. Diese versuchen, die neue ungarische Verfassung, die sich für den Schutz des Lebens „von der Empfängnis an“ und für die monogame Ehe von Mann und Frau einsetzt, zu diskreditieren.

Der Vorstoß der Vereinten Nationen, Abtreibung weltweit durchzusetzen – und zwar durch die unerträgliche Beeinflussung heranwachsender Mädchen und junger Frauen – ist eine immense Gefahr für das Leben, für die Familie, für die Heiligkeit und die Würde des Lebens, eine Gefahr für die Erhaltung moralisch-ethischer Werte und für die Freiheit der Christen, ihren Glauben zu leben.

Der Höhepunkt des Zynismus ist jedoch der erwähnte Statement-Entwurf, der im August 2010 in Mexiko verabschiedet wurde. In unüberbietbarer Rücksichtslosigkeit werden gesundheitliche Risiken durch die propagierte zügellose sexuelle Lebensweise mit unterschiedlich praktizierten sexuellen Orientierungen ganz bewußt in Kauf genommen. Anstatt zu einer Lebensweise anzuregen, die lebensbedrohliche Krankheiten wie z. B. Aids vermeiden hilft, wird von den Regierungen verlangt, jenen, die aufgrund ihrer sexuellen Lebensweise erkranken, umfassende medizinische Dienstleistungen durch die Allgemeinheit zu garantieren.[iv]

In seiner Schrift „Athanasius und die Kirche unserer Zeit“ zitiert Bischof Rudolf Graber aus einer Geheiminstruktion aus dem Jahr 1819, in der diese Ziele klar schon zur Sprache gebracht wurden. „Schmeichelt allen Leidenschaften“, heißt es da, „den schlechtesten ebenso wie den hochherzigsten…popularisieren wir das Laster…Schafft Herzen voller Laster und ihr werdet keine Katholiken mehr haben…Laßt das Greisenalter und das reifere Alter beiseite; geht zur Jugend und wenn es möglich ist zu den Kindern.“ Diese Anweisung scheint heute ihre perfekte Anwendung gefunden zu haben.

Um den gesellschaftsverändernden Plänen die erfolgreichste Resonanz zu verschaffen, hat der Genderismus vor allem im universitären Bereich Fuß gefaßt. In akademischen Kreisen wird die Frage nach dem „Geschlecht“ schon mit einer Gegenfrage beantwortet, welche lautet: Geht es um das biologische oder um das angeblich sozial konstruierte Geschlecht, also geht es um „Gender“? „Gender-Studies“ ist eine neue Disziplin, die sich in den Universitäten schon längst etabliert hat. Darüber hinaus ist sie das einzige Fach, das sich über ein ungebrochenes Stellenwachstum freut. Eine von der Gender-Theorie unabhängige Geschlechterforschung existiert nicht, denn Kritiker der Gender-Ideologie haben an den Universitäten keine Chance.

In allen studierbaren Fächern muß Gender integriert werden. Selbst die Studenten der Önologie (Weinbau) sollen „geschlechterspezifische Wertesysteme erkennen“ lernen. An vielen Universitäten sind solche Forderungen schon umgesetzt. Agrarwissenschaftler an der Berliner Humboldt-Universität beispielsweise können „Gender und Globalisierung“ als Wahlfach belegen. Das ist das Ergebnis „mehrjähriger Lobbyarbeit von Frauen aus Frauenbewegung und Frauenforschung“ und ihrer „fantasievollen und kämpferischen Aktionen“, wie das Netzwerk verkündet.[v]

Um dem neuen Studien-Fach „Gender“ Attraktivität und vor allem Glaubwürdigkeit zu verleihen, wurde das Fach zum Objekt „feministischer Naturwissenschaftsforschung“, m.a.W. man will wissenschaftlich beweisen, daß Gender Mainstreaming eine Wissenschaft ist, und zwar auf dem Hintergrund der Naturwissenschaft. Offensichtlich spielt es keine Rolle, daß dieses Ansinnen an den Haaren herbeigezogen ist, denn naturwissenschaftliche Beweisführung ist objektiv, weil es auf dem systematisch-reproduzierbaren Experiment beruht. Nur was systematisch-experimentell bewiesen werden kann, hat eine objektive naturwissenschaftliche Beweiskraft. Da dies in Bezug auf Gender völlig unmöglich ist, wird der Begriff „Naturwissenschaft“ schlicht und einfach umgepolt. Für die Genderisten ist Naturwissenschaft nicht mehr objektiv, sondern subjektiv. Genauso wie sie sich entschlossen haben, das „Geschlecht“ neu zu definieren, sind sie nun von der neuen Erkenntnis beseelt, eine subjektive Naturwissenschaft zu denken. Die Wissenschaftsgläubigkeit ihrer Zeitgenossen tut das übrige, sie gläubig dabei zu unterstützen.

Als Beispiel für diese „Kopernikanische Wende“ in der Geisteswissenschaft sei die Hamburger Universität genannt. Die Erziehungswissenschaftler und „Queer-Forscher“, Robin Bauer und Helen Götschel, nennen das neue „wissenschaftliche“ Feld „Gender & Science-Studies“. Das heißt, die Naturwissenschaft wird nun aus einer Geschlechter-Perspektive erforscht.[vi] Robin Bauer, Professor für „Mathematik und Gender Studies in der Mathematik“ an der Universität Hamburg, hieß bis vor einigen Jahren noch Birgit. Er hat also die Erforschung seiner sexuellen Identität und Interessen zum Beruf gemacht. Queer-Forscher befassen sich also „wissenschaftlich“ mit sich selbst, das heißt mit ihrer eigenen sexuellen Identität und ihren eigenen Praktiken und werden dabei staatlich finanziert.

Eine seiner Veröffentlichungen heißt: „Das Zwei-Geschlechter-System als Menschenrechtsverletzung“ (d. h. das Faktum der beiden Geschlechter „Mann und Frau“ verletzt die Menschenrechte). 2004 erhielt Robin Bauer eine Auszeichnung der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaft. Gewürdigt wurde das Projekt „Degendering Science“ mit dem Modul „Gender-Studies und Naturwissenschaft“ als erfolgreiche Strategie zur Überwindung von frauenspezifischen Grenzen in Forschung und Lehre in den Naturwissenschaften.

„Im Ganzen gesehen kann man sagen, daß sich in den letzten Jahren an den Universitäten ein Fach etabliert hat, das wissenschaftliche Objektivität und Rationalität gegen offen praktizierten Subjektivismus eingetauscht hat, um politisch-ideologische Ziele zu erreichen. Was muß man von einer Universitätskultur halten, die gegen diese Machtergreifung der Geisteswissenschaften keinen Widerstand leistet?“[vii]

Ziel der Gender-Ideologen ist die 50/50 Quotenregelung für Männer und Frauen für sämtliche Arbeits- und Lebensbereiche. Die Frauen müssen mit oder ohne Kinder jederzeit einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Männer jedoch sollen dazu bestimmt werden, 50 % der Säuglings- und Kinderpflege zu übernehmen. Die Kinderbetreuung und -pflege übernimmt der Staat. Wie verunsichert die Männer in dieser für sie fremden Zuordnung schon sind, zeigt eine von vielen Umfragen, die aber alle mehr oder weniger dasselbe Resultat ergeben. 27 % der Männer möchten die traditionelle Rolle als Verdiener und Ernährer behalten, so die Umfrage von protestantischer wie katholischer Seite. 19 % verstehen sich als sogenannte moderne Männer mit Vätermonaten zur Kinderbetreuung und erwerbstätiger Ehefrau. 24 % der Befragten bezeichnen sich als „balancierende Männer“, die die alten Rollen nicht verlassen und die neuen Rollen nicht übernehmen wollen. Der größte Teil – nämlich 30 % der Männer – nannten sich „suchend“, sie hätten sich von den klassischen Rollen verabschiedet, die neuen aber noch nicht gefunden[viii].

Die Revolution der Neuen Linken 1968 war der Wendepunkt für eine Geisteshaltung, die ernst gemacht hat mit den vorgegebenen Programmen und sich die Abschaffung der Familie, das Schleifen jeglicher Autorität, die „Befreiung“ zur Sexualität von Kindesbeinen, die Selbstverwirklichung und Befriedigung aller Bedürfnisse auf die Fahne geschrieben hat.

Das, was jetzt mit Ehe und Familie geschieht, ist der tiefste kultur-revolutionäre Eingriff der Menschheitsgeschichte. Er verändert den Menschen in einer Weise, daß er in Gefahr gerät, seine Gottesebenbildlichkeit zu vergessen. Was wird aus der Familie, aus unserer Gesellschaft, unserer Nation, unserer Kultur? Fühlt sich noch jemand zuständig?

Im September 2010 fand in Berlin ein Kongreß der AUF-Partei (Partei für Arbeit, Umwelt und Familie) statt, der sich intensiv mit dem Lebensschutz und der Familienpolitik befaßte. Zum Schluß dieses Kongresses wurde eine friedliche Kulturrevolution gefordert. Der Appell aufzuwachen, um Himmels Willen aufzuwachen, ging an alle, denen Ehe, Familie, Kinder ein tiefes Anliegen ist, denn etwas dürfte jetzt jedem klar geworden sein: während wir schliefen, „kam der Feind, und säte Unkraut“ (Mt. 13, 25).

Der Schriftsteller Johannes Grassl hat bei diesem Kongreß einen Satz geprägt, dem ich mich anschließen möchte. Er sagte: „Es ist für eine Umkehr nicht entscheidend, ob man die Mehrheit stellt. Entscheidend ist, daß Gott immer einen kleinen Überrest benutzt, um das große Ganze zu verändern.“


[i] Präsident Georg H.W. Bush, US Präsident 1989-1993 am 11. September 1990 vor dem amerikanischen Kongreß.

[ii] KOMMA, Nr. 75/2010, S. 36

[iii] SPIEGEL, Nr. 52/1999.

[iv] Quelle: C-FAM vom 11. August/8. September 2010.

[v] Handelsblatt Nr. 181 vom 19. September 2009, S. 9.

[vi]„Queer“, (dt. seltsam, sonderbar) ist eine Eigenbezeichnung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Intersexuellen, Transsexuellen, Asexuellen, also Menschen, die sich von den Heterosexuellen unterscheiden. Sie sind an vielen Universitäten, etwa in Hamburg und Göttingen, ein integrierter Teil der Gender-Studies.

[vii] Handelsblatt dito

[viii] Idea Spektrum, Nr. 32, 2010.





Wege zu einer gerechten Familienpolitik

17 06 2011
Wir sind Familie –
Wege zu einer gerechten Familienpolitik
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Anlässlich der Veröffentlichung des Buches „Wir sind Familie!“ fand im Parlament eine Podiumsdiskussion über die schwer vernachlässigte Familienpolitik Österreichs sowie Europas statt. Unter den Gästen waren Vertreter aus Wissenschaft, Kirche und Politik – ihre Aussagen provozierten teils, man einigte sich jedoch auf eine gemeinsame Richtlinie, wie die Familienpolitik zu verbessern ist.

Die Grundbotschaft des Abends bezog sich auf die Art und Weise, wie die Familienpolitik vom Staat behandelt wird: Anstatt sie gemäß ihrer Funktion als Keimzelle des Staates zu betrachten, wird sie ständig neu definiert, relativiert und dem wirtschaftlichen Fortschritt unterworfen. Selbst die Tendenz der Bevölkerung, sich selbst zu erhalten, wird durch den Staat zunehmend erschwert – Mehrkindfamilien rutschen einerseits oft unter die Armutsgrenze, andererseits werden Kinder auch öffentlich immer mehr als Problem statt als Bereicherung dargestellt.

Feminismus drängt Mütter ins Abseits

Der Geburtenrückgang besteht hierbei, obwohl die Mehrheit der jungen Menschen sich eine Familie mit mehreren Kindern wünscht. Die Träume der angehenden Familiengründer zerschellen jedoch nur allzu oft an der Realität. Auch die feministische Weltsicht, die eine Berufstätigkeit der Frau fordert, um sie als unabhängig und somit gleichberechtigt anzuerkennen, trägt zur Verschlimmerung der Situation ihren Teil bei: Studien zeigen, dass flächendeckend eine Anhebung der Frauenbeschäftigungsquote einen Rückgang der Geburtenrate nach sich zieht. Es besteht ein ernsthafter Mangel daran, die Frau in ihrer Möglichkeit zur Mutterschaft angemessen wertzuschätzen.

Original auf unzensuriert.at …





Jugend denkt in traditionellen Rollenbildern

28 05 2011

WIEN. Bei Österreichs Jugendlichen finden sich traditionelle Rollenbilder, ergab der Jugendmonitor. Der berufliche Erfolg wird etwa bei Männern stärker im Mittelpunkt gesehen, bei den Frauen ist es die Familie.

Der Jugendmonitor wurde im Auftrag des Familienministeriums durchgeführt und am Montag präsentiert. Jugendminister Reinhold Mitterlehner will nun u.a. Teilzeitarbeit aufwerten und den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze vorantreiben.

Fast drei Viertel der Befragten wollen der Studie zufolge selbst einmal eine eigene Familie. Starke Geschlechterunterschiede gibt es laut Motivforscherin Sophie Karmasin beim Thema Ehe: Einmal zu heiraten erachten 60 Prozent der jungen Frauen, aber nur 34 Prozent der jungen Männer für sehr oder eher wichtig.

„Sehr stark ausgeprägt“ sei der Kinderwunsch, so der Politikwissenschafter Peter Filzmaier: 55 Prozent der befragten Frauen und 36 Prozent der befragten Männer wollen auf jeden Fall einmal Kinder haben. Insgesamt 40 Prozent meinten, sie wüssten es noch nicht, sechs Prozent schlossen Kinder aus.

Die Mehrheit, nämlich 62 Prozent, will zwei Kinder. Mitterlehner verwies darauf, dass es mit einer Fertilitätsrate von 1,41 eine Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit gebe, ebenso beim Alter des ersten Kindes.

Klare Vorstellungen haben die Jugendlichen, was Kinderbetreuung betrifft: 77 Prozent sind der Meinung, Kinder bis drei Jahre sollten hauptsächlich von den Eltern zu Hause betreut werden. Die Betreuung 3- bis 6-Jähriger sieht die Mehrheit von 57 Prozent in einem Kindergarten. Sehr traditionelle Vorstellungen ortet Karmasin beim Thema Teilzeit: 85 Prozent der Frauen können sich vorstellen, für eine gewisse Zeit Teilzeit zu arbeiten, um sich um die Kinder zu kümmern, bei den Männern sind es nur 31 Prozent.

Als Konsequenz aus den Ergebnissen muss man laut Mitterlehner Teilzeit aufzuwerten. Weiters will er das einkommensabhängige Kindergeld besser bewerben und ausbauen. Den Ausbau der Kinderbetreuungsplätze für die Kleinsten wegen der Vorstellungen der Jugendlichen nicht weiterzuführen, hielte Mitterlehner für „unrichtig“.

Original auf  OÖ Nachrichten.at……

Kommentar:

Wir hatten auch vorher nicht geglaubt, was uns die Politiker und Meinungsmacher vormachen wollten, nämlich daß alle Frauen möglichst schnell wieder in den Beruf zurück wollten und die Kinder besser in Krabbelstuben aufgehoben wären.

Deswegen machten wir eine Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern, die genau diese verordnete Meinung eindeutig widerlegte.

_____________________________________________________-

Hinweise

Jede zweite junge Frau wäre gerne Hausfrau

Die Natur ist stärker – und – der Glaube der einfachen Menschen wird uns retten!

Kinder als Geschenk – und neues Selbstbewußtsein der Mütter

Mütterrevolution in Frankreich_Frauen wollen ins Haus zurück

Kinder als Geschenk – und neues Selbstbewußtsein der Mütter

Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern

Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung!

Politik treibt Frauen in Burnout und Depression

Das Geheimnis glücklicher Babys

CPÖ: Häusliche Kinderbetreuung bevorzugt – Erziehungsgeld als Lösung

Verstaatlichung der Kinder

und:

 

 

Natur ist stärker als Mainstream – Freunde kinderreicher Familien





Familien in der Statistik: Keine dramatischen Veränderungen in Sicht

7 04 2011

Bild: Children Books Review

 

Gastbeitrag von Dr. Peter Pitzinger

Kürzlich hat die „Statistik Österreich“ neue Ergebnisse aus dem Mikrozensus 2010 über Familien und Kinder veröffentlicht. Obwohl Presseaussendungen bedeutende Veränderungen suggerierten („Jede achte Mutter ist Alleinerzieherin“) blieb doch die Entwicklung der Familienstrukturen relativ konstant.

Auf Grund internationaler Vorgaben werden in der Statistik auch Paare ohne Kinder im Haushalt als „Familie“ gezählt, z.B. weil die Kinder schon ausgezogen sind. Das führt zu dem paradoxen Ergebnis, dass im vorigen Jahr 731.000 Ehepaare und 186.000 nichteheliche Lebensgemeinschaften ohne Kinder den rund 975.000 Ehepaaren und 147.000 Paaren mit Kindern gegenüberstehen, alle diese Formen aber als „Familie“ bezeichnet werden. In der medialen Umsetzung führt dies zur Meldung, dass die Zahl der Familien zurückgegangen sei, weil die Zahl der Paare mit Kindern gegenüber den Paaren ohne Kinder abgenommen hat. Tatsächlich ist aber insgesamt die Zahl der Familien gestiegen, nämlich von 2,052 Millionen im Jahre 1985 auf 2,334 Millionen im Jahre 2010.

Nicht mehr Alleinerzieherinnen

Aussagekräftig sind die Zahlen der Familien mit Kindern unter 15 Jahren im Haushalt. Hier ist die Zahl der Ehepaare in den letzten 25 Jahren von 700.000 auf 538.000 zurückgegangen, während die Lebensgemeinschaften von 21.000 auf 121.000 gestiegen sind. Obwohl die Alleinerziehenden ständig im Fokus von Medien und Politik stehen, ist deren Zahl aber nicht gestiegen. Waren im Jahr 1985 103.000 Mütter alleinerziehend, so sind es heute 105.000. Die Zahl der Kinder (aller Alterstufen) in solchen Familien ist sogar von 187.000 (Höchstwert 2005) auf 176.500 gesunken. Insgesamt gibt es 772.000 Familien mit Kindern unter 15 Jahren und 1,068 Millionen Familien mit erhaltenen Kindern unter 27 Jahren in Österreich.

Bei Patchworkfamilien wird gerne übertrieben

Durch die heute häufigere Scheidung ist allerdings die Zahl jener Familien gestiegen, in denen ein Partner Kinder von früher in eine neue Beziehung mitbringt. Ist das Paar verheiratet, dann nennt man diese Familie „Stieffamilie“, bei nichtehelichen Paaren spricht man von „Patchworkfamilien“. 2010 wurden 48.000 Stieffamilien und 37.000 „Patchwork“-Lebensgemeinschaften, jeweils mit Kindern aller Altersstufen, gezählt. Um die zahlenmäßige Bedeutung dieser Gruppe hochzuspielen, schreibt beispielsweise das Familienministerium von „360.000 Personen“ die in solchen Familien leben. Betrachtet man allerdings nur die Familien, die Kinder unter 15 Jahren haben, so kommt man auf 36.600 Stieffamilien und 27.600 nichtehelichen Patchwork-Familien, also insgesamt 64.200 Familien gegenüber insgesamt 660.000 Paaren mit Kindern. Rund ein Drittel dieser Familien lebt in Wien und anderen Großstädten. Anfang April hat das Ministerium für diese Gruppe sogar einen eigenen Ratgeber herausgebracht, denn, so Staatssekretärin Remler, „diese Familien verdienen unsere volle Aufmerksamkeit und Unterstützung“.

Im Vergleich der Lebensformen muss man allerdings feststellen, dass nur 6% aller Ehepaare mit Kindern einen Stiefvater bzw. eine Stiefmutter haben. Bei Lebensgemeinschaften ist der Anteil der Lebensabschnittspartner, die nicht Vater oder Mutter der Kinder sind, höher, dort sind es 28% aller nichtehelichen Paare.

Ehepaare haben mehr Kinder

Während die durchschnittliche Zahl der Kinder bei Ehepaaren einen Wert von 1,78 beträgt, haben Lebensgemeinschaften durchschnittlich 1,52 und Alleinerzieherinnen 1,41 Kinder. Vor 25 Jahren hatten Ehepaare allerdings im Durchschnitt noch 1,93 Kinder.

Noch deutlicher zeigt sich das bei der Zahl der Mehrkinderfamilien. Bei den Ehepaaren gibt es rund 70.000 Familien mit drei und mehr Kindern (13% aller Ehepaare), bei den nichtehelichen Verbindungen sind das nur 7.400 Familien oder 6% aller Lebensgemeinschaften. Betrachtet man die Kinder aller Alterstufen (bis 27 Jahre), so beträgt der Anteil der Mehrkinderfamilien bei den Ehepaaren sogar 16%.

77% der Kinder leben bei beiden leiblichen Eltern

In Österreich leben 1,234 Millionen Kinder unter 15 Jahren, 902.000 davon bei Ehepaaren (73%), 174.000 in Lebensgemeinschaften (14%). Berücksichtigt man den jeweiligen Anteil an Stiefeltern bzw. Patchwork-Familien, so leben auch heute rund 77% der Kinder bei ihren leiblichen Eltern!

Mütter in Karenz

Rund 232.000 Kinder sind jünger als 3 Jahre. Deren Mütter sind zu 37% außerhäuslich nicht erwerbstätig, zu 31% in Karenz und arbeiten zu 19% in Teilzeit. Etwa 6% sind arbeitslos gemeldet, 4% sind selbständig tätig und etwa 3% sind in Vollzeit erwerbstätig. Bis zum Schuleintritt sind 31% der Mütter nicht erwerbstätig und 40% arbeiten in Teilzeit. Viele Familien entscheiden sich also bewusst und unter großen finanziellen Opfern für eine Betreuung ihrer Kinder in den eigenen vier Wänden. Das zeigt auch die Statistik des Kinderbetreuungsgeldes, denn mehr als zwei Drittel nehmen das ursprüngliche 30- bis 36monatige Kinderbetreuungsgeld, auch wenn in den letzten Jahren finanziell attraktivere kürzere Formen eingeführt wurden.

Von 1,6 Millionen Frauen zwischen 18 und 45 Jahren haben derzeit 45% kein oder noch kein Kind. Je nach Altergruppe beträgt dieser Wert fast 90% bei den 18 bis 24jährigen Frauen und bis zu 17,4% bei den 40 bis 45jährigen Frauen. Das Durchschnittsalter bei der Erstgeburt beträgt 25,4 Jahre. Im so genannten Generation- und Gender-Survey 2008/2009 wurde auch untersucht, welcher Kinderwunsch bei Frauen und Männern besteht. Kein Kind wünschen sich rund 10% der Frauen und etwa ebenso viele Männer. Der Wunsch der Frauen nach einem Kind liegt bei 16%, nach zwei Kindern bei 59% und bei drei und mehr Kindern bei 15%. Männer wünschen sich etwas stärker zwei Kinder (63%).

Wie ist die Lage?

Auch wenn die Zahlen nicht die von Medien und Politik oft herbeigewünschte Dramatik bestätigen, so sind doch Trends absehbar, die einer Gegensteuerung bedürfen. Tatsache ist vor allem, dass in Österreich zu wenige Kinder auf die Welt kommen. Der neue Demographiebericht der Europäischen Union sieht die Gesamtfruchtbarkeitsrate in Österreich bei 1,39. Das bedeutet, dass 100 Mütter 139 Kinder bekommen. Zum Erhalt der Bevölkerungszahl- und struktur wären aber mindestens 2,1 Kinder je Frau notwendig. Erstes Ziel der Familienpolitik sollte daher sein, den vorhandenen Kinderwunsch realisierbar zu machen. Dazu sollten jene Maßnahmen umgesetzt werden, die die Familien wünschen und nicht bloß die Arbeitskräftewünsche der Wirtschaft zu sehen.

Ignoriert wird offenbar auch die zunehmende Zahl der Scheidungen. Auch wenn bei vielen Scheidungen keine Kinder betroffen sind – von jährlich rund 19.000 Scheidungen haben rund 7.500 keine Kinder und der Rest rund 11.000 Kinder unter 14 Jahren – bedeutet diese Entwicklung doch individuelles Leid und gesellschaftliche Probleme. Es wäre hier höchst an der Zeit den Wert der Ehe herauszustreichen und nicht, wie jüngst die Frauenministerin, die Ehe durch geplante ungerechtfertigte Privilegierungen von nichtehelichen Lebensformen weiter zu schwächen.

Und schließlich soll die „traditionelle“ Form der Familie nicht ständig totgeredet werden. Mehr als 77% der Kinder leben mit beiden leiblichen Eltern zusammen, die Zahl der Alleinerzieherinnen ist die letzten 25 Jahre nicht gestiegen und die von den Medien gehätschelte „Patchwork“-Familie bleibt, was sie ist: ein Notprogramm, das viel Unterstützung und Beratung benötigt.





Familienministerin folgt Gender Mainstream

8 12 2009

CDU-Politikerin setzt sich für Partnerschaften ein, in denen Liebe herrscht…

Kommentar von Dennis Riehle

Die neue deutsche Familienministerin, die Ursula von der Leyen nachfolgt und als hessische Bundestagsabgeordnete bisher hauptsächlich mit gesellschaftspolitischen Fragen in der CDU-Fraktion beschäftigt war, hat zu Beginn ihrer Amtszeit ihr Verständnis einer christlichen Perspektive auf die Ehe offenbart.

Überall dort, wo Liebe gelebt wird, kann eine wertvolle Partnerschaft entstehen und ein Familiengefühl wirken. Das gelte für nicht-eheliches Zusammensein, aber auch für homosexuelle Verbindungen oder „Patch-Work“-Familien.

Die neue Ministerin, die mit 32 Jahren das jüngste Kabinettsmitglied und selbst ledig ist, hat damit klare Linien aufgezeigt, in welche Richtung sich die Union künftig bewegen wird. Galt sie bisher zumindest im Vergleich zu anderen Parteien noch als teilweise Hüterin von traditionellen Werten, die auf einem christlichen Normenfundament gebaut waren, wechselt sie nun in die mitreißende Masse der Trendhaftigkeit: Der Gender Mainstream macht auch vor der CDU nicht mehr halt. Ganz im Gegenteil: Die Öffnung hin zu einem christlichen Weltbild, das alleinig die Liebe, egal welcher Ausrichtung, welcher Intensität und welcher Folgen, in den Mittelpunkt des Denkens stellt, schaltet den Verstand aus und verführt zu einem gefärbten Blick auf all das Wunderbare in der Welt. Frei nach dem Grundsatz: Könnte die Welt doch so schön friedlich sein, gäbe es nicht die Traditionalisten mit ihrem Widerstand gegen das, was sich als Einheitsbrei über die trägen und unkritischen Köpfe ganzer Gesellschaften gelegt hat.

Dass die CDU ihre neue Ministerin nicht zurückpfeift, dürfte einen einfachen Grund haben: Das, was heute nach Toleranz aussieht, kommt stets gut an. Es ist populär – es bringt Wählerstimmen. Dass die Christdemokraten damit aber dem von ihrer Seite so oft kritisierten Populismus immer näher kommen, scheint so lange nicht zu stören, wie noch ein Hauch an Rest-Christlichkeit vorhanden ist: Die neue Familienministerin beteuert ihren Glauben, ihre Wurzeln und ihr klares Bekenntnis. Das scheint auszureichen.

Doch gab es nicht schon immer Unterschiede zwischen Glauben glauben und Glauben leben?





Die polnischen Bischöfe zum Thema Gender

20 01 2014

Polnische Bischöfe

Die Bischöfe zum Thema Gender – ein Hirtenbrief am Sonntag der Hl. Familie, 2013.12.29

http://www.pch24.pl/

Datum der Veröffentlichung: 2013.12.20 14.00 Uhr

Datum der Aktualisierung: 2013.12.20 02.17.00

Foto : Grazyna Myslinska / FORUM

„Man kann nicht schweigen gegen Versuche, eine Ideologie einzuführen, die die christliche Anthropologie zerstört und durch zutiefst destruktive Utopien ersetzt, die nicht nur den einzelnen Menschen , sondern auch die ganze Gesellschaft zerstören“ – erinnern die polnischen Bischöfe .

Geliebte Schwestern und Brüder in Christus, dem Herrn!

Jedes Jahr erleben wir  in der Oktav der Geburt Christi das Fest der Heiligen Familie. Wir richten unsere Gedanken auf unsere Familien und lassen uns auf eine Reflexion über die Situation der modernen Familie ein. Das heutige Evangelium zeigt, wie die Familie von Nazareth in schwierigen Situationen versucht, den Willen Gottes zu verstehen und zu erfüllen. Diese Haltung wurde für sie eine Quelle neuer Kraft . Es ist für uns ein wichtiger Hinweis, dass auch heute Gehorsam gegenüber Gott und seinem Willen ein Garant für Glück in der Familie ist.

Der selige Johannes Paul II., auf dessen Heiligsprechung wir uns vorbereiten, erinnert daran, dass die Wahrheit über die Ehe „über dem Willen des Einzelnen, den Launen der Eheleute, über Entscheidungen und staatlichen Sozialorganismen“ steht . „Die Wahrheit muss bei Gott gesucht werden , denn „Gott selbst ist der Urheber der Ehe“ (GS 48; HV 8). Gott hat den Menschen als Mann und Frau erschaffen, so dass sie für sich gegenseitig ein unverzichtbares Geschenk werden. Die Familie gründete Er auf der Ehe als einem lebenslangen und exklusiven Liebesbund. Er entschloss, dass nur eine solche Familie die richtige Umgebung  für die Entwicklung der Kinder sein soll, die das Leben weitergeben und die materielle und geistige Entwicklung gewährleisten soll.

Die christliche Vision offenbart die tiefste, innere Bedeutung von Ehe und Familie. Ein Verwerfen  dieser Vision führt zwangsläufig zur Zersetzung der Familie und zu einer menschlichen Katastrophe. Wie die Geschichte der Menschheit zeigt, ist die Verachtung des Schöpfers immer gefährlich und eine Bedrohung für die glückliche Zukunft des Menschen und der Welt. Missachtung des Willens Gottes in der Familie führt zu einer Schwächung der Beziehungen seiner Mitglieder, zur Entstehung verschiedener Pathologien, zur Plage der Scheidung, zu so genannten „losen“ oder „freien“ Beziehungen, wie sie von Jugend auf praktiziert wird, oft mit stillschweigender Zustimmung oder Genehmigung der Eltern. Dies führt zu einem Mangel an Offenheit des Paares für das Geschenk des Lebens, was negative demographischen Auswirkungen hat. Mit zunehmender Besorgnis beobachten wir die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Phänomene .

Es ist daher verständlich, dass den höchsten Grad an Beunruhigung auch die Versuche wecken, das Konzept von Ehe und Familie zu ändern, wie das heutzutage vor allem von den Gender-Ideologen erzwungen und von den Medien verbreitet wird.  Angesichts der zunehmenden Angriffe gegen verschiedene Bereiche des Familien-und Soziallebens, fühlen wir uns gezwungen, uns einerseits entschlossen und unmissverständlich für die Verteidigung der Ehe und der Familie, für diese Grundwerte, auszusprechen, und andererseits vor den Gefahren zu warnen, die die Verbreitung  dieser neuen Vision mit sich bringt.

Wir treffen auf verschiedene Einstellungen hinsichtlich der Aktivitäten der Anhänger der Gender-Ideologie. Die große Mehrheit weiß nicht, was diese Ideologie beinhaltet, so dass sie keine Gefahr darin sehen. Eine kleine Gruppe von Menschen – vor allem Lehrer, Eltern und Erzieher , darunter Katecheten und pastoralen Mitarbeiter – versuchen, konstruktive Wege zu finden, um ihr entgegenzuwirken. Schließlich gibt es noch diejenigen, die die Absurdität dieser Ideologie sehen, allerdings glauben, dass die Polen diese utopischen Visionen von selbst ablehnen. Inzwischen wird die Gender-Ideologie ohne Wissen und Zustimmung der polnischen Gesellschaft seit vielen Monaten in den verschiedenen Strukturen des sozialen Lebens eingeführt: in Bildung, Gesundheitswesen, in Aktivitäten von Kultur-und Bildungseinrichtungen sowie NGOs. Die Medien konzentrieren sich hauptsächlich auf die Förderung von Gleichstellung und Verhinderung von Gewalt, wobei sie  die weitreichenden Auswirkungen dieser gefährlichen Ideologie ignorieren.

1. Was ist die Gender- Ideologie und warum ist sie so gefährlich?

Die Gender-Ideologie ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen, ideologischen und kulturellen Transformation , die in Marxismus und Neomarxismus wurzelt, und von einer zunehmend radikalisierten feministischen Bewegung und der sexuellen Revolution im Jahre 1968 initiiert wurde. Gender fördert Prinzipien, die ganz im Gegensatz zu der Realität und dem traditionellen Verständnis der menschlichen Natur stehen. Es wird behauptet, dass das biologische Geschlecht einen rein kulturellen Charakter hat, dass man es im Laufe der Zeit wählen könne, und die traditionelle Familie veraltet und eine soziale Belastung sei. Gemäß Gender ist Homosexualität angeboren und Homosexuelle und Lesben haben ein Recht auf Partnerschaften, die die Basis für eine neue Art von Familie sind, ein Recht auf Adoption und darauf, Kinder zu erziehen. Die Anhänger dieser Ideologie argumentieren, dass jede Person sogenannte reproduktive Rechte hat, einschließlich des Rechts, sein Geschlecht zu ändern, ein Recht auf In-Vitro-Fertilisation, auf  Empfängnisverhütung und sogar auf Abtreibung.

Gender in seiner radikalsten Form behandelt das biologische Geschlecht als eine Art von Gewalt gegen die menschliche Natur. Demnach ist der „ein Mensch in sein Geschlecht verwickelt“, aus dem er sich befreien muss. Indem er das biologischen Geschlecht negiert, erlangt der Mensch „wahre, uneingeschränkte Freiheit“ und kann das sogenannte kulturelle Geschlecht wählen, das sich nur in äußerem Verhalten offenbart. Der Mensch hat außerdem ein Recht auf spontane Veränderung seiner Entscheidung, unter fünf Geschlechtern zu wählen, zu denen gehören: Homosexuelle, Lesben, Bisexuelle, Transsexuelle und Heterosexuelle.

Die Gefahr der Gender-Ideologie besteht im Wesentlichen in ihrer zutiefst zerstörerischen Natur sowohl hinsichtlich der Person als auch den zwischenmenschlichen Beziehungen, und damit dem gesamten gesellschaftliche Leben. Der Mensch ohne feste Geschlechtsidentität verliert den Sinn seiner Existenz, ist nicht in der Lage, die ihm gestellten Aufgaben zu erkennen und zu erfüllen, die in seiner persönlichen Entwicklung auf ihn zukommen, sei es in Familie oder im sozialen Leben, auch was die Fortpflanzung angeht.

2. In welchen Bereichen wird die Gender-Ideologie eingeführt ?

Die Gender-Ideologie wird in Polen in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eingeführt. Dies wird zunächst durch die Gesetzgebung getan. Dokumente werden erstellt, die scheinbar dem Schutz, der Sicherheit und dem Wohlergehen der Bürgerinnen und Bürger dienen, die allerdings stark destruktive Elemente enthalten. Ein Beispiel ist die Konvention des Europarates gegen Gewalt gegenüber Frauen, die sich zwar der wichtigen Frage der Gewalt gegenüber Frauen widmet, hingegen aber  „nicht- stereotype Geschlechterrollen“ fördert und in das Bildungssystem eingreift, indem sie eine Bildung aufzwingt, die für Homosexualität und Transsexualität wirbt. In dem letzten halben Jahr entstand ein Entwurf für ein sog.  „Gleichheitsgesetz“, das den Katalog der Diskriminierungsverbote erweitert, besonders im Hinblick auf die „Gender-Identität und deren Ausdruck“. Die Annahme des Entwurfs begrenzt in der Folge die Redefreiheit und die Möglichkeit, religiöse Ansichten auszudrücken. Wer es auch immer in Zukunft wagt, homosexuelle Propaganda zu kritisieren, wird strafrechtlichen Konsequenzen ausgesetzt werden. Dies ist auch eine Gefahr für das Funktionieren der katholischen Medien und impliziert gewissermaßen die Notwendigkeit der Selbstzensur.

Im April 2013 wurden Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO ) in Bezug auf die Sexualerziehung veröffentlicht, die zu einer tiefen Depravation von Kindern und Jugendlichen führt. Sie fördert unter anderem Masturbation für Vorschulkinder und die Entdeckung von Freude und Lust bei der Berührung ihrer eigenen Körper und des Körper ihrer Mitschüler. Elemente dieser sogenannten  Standards werden derzeit umgesetzt – und das muss betont werden: meist ohne Wissen und Zustimmung der Eltern – wie in dem von der Europäischen Union finanzierten Projekt „Gleichstellungskindergarten“. Die Autorinnen dieses Projekts schlagen unter anderem vor, im Rahmen eines Spieles Jungen als Mädchen und Mädchen als Jungen zu verkleiden, wobei der Rest der Kinder erraten muss, wer sie sind und erklären, warum sie das so sehen. Dieses Projekt umfasst viele andere, ähnlich umstrittene Vorschläge .

Diese Standards werden im Rahmen von Fortbildungen, Workshops für Lehrer und Erzieher, Schulprojekten, in Bildungseinrichtungen und Universitäten gefördert. An vielen Universitäten in Polen entstanden nahezu plötzlich Studiengänge zum Thema Gender (Gender Studies). Dort werden neue Anhänger dieser Ideologie ausgebildet und es wird verkündet, dass die Familie ein veraltetes Modell sei und es keine Rolle spiele, ob das Kind von Homosexuellen und Lesben erzogen wird, da es in solchen Strukturen genau so glücklich werden könne, seine Entwicklung genauso gut verlaufe, wie bei einem Kind in einer traditionellen Familie. Dabei werden Untersuchungen verschwiegen, deren Ergebnisse negative oder sogar tragische Konsequenzen im Leben der Menschen zeigen, die in dieser Art von Umgebungen aufwachsen: erhöhte Suizidalität, abnorme Identitätsgefühl, Depressionen, sexueller Missbrauch oder sexuelle Belästigung.

Gender dringt auch in den Bereich der Kultur ein. Gemäß der Richtlinien der Ideologen werden – mit Hilfe der neuesten Techniken der Manipulation –  in die Inhalte von Filmen, TV-Serien, Theaterstücken, TV-Shows und Ausstellungen, Zeichen und Bilder eingeführt, die der Veränderung des gesellschaftlichen Bewusstseins in Richtung Annahme der Gender-Ideologie dienen.

Auf dem Gebiet der Medizin haben wir es mit Aktivitäten zu tun, die das Recht auf Abtreibung, Empfängnisverhütung, In-Vitro-Fertilisation , chirurgische und hormonelle Geschlechtsumwandlung fördern, sowie auch die schrittweise Einführung eines „Rechts“ auf Euthanasie und Eugenik, das heißt, eine Möglichkeit der Beseitigung von Kranken, Schwachen, Behinderten, die – gemäß den Geschlecht-Ideologen – „nicht vollwertig“ sind. Daraus folgt, dass der Mensch überhaupt nicht mehr zählt, wobei die verborgenen Motive letztlich wirtschaftliche Vorteile sind.

Sehr geschickt wird die Tatsache ignoriert, dass das Ziel der Gender-Erziehung , im Grunde die Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen ist. Wird die Sexualität in einem frühen Alter geweckt, dann führt das zu Sucht in der sexuellen Sphäre und im späteren Leben zu Abhängigkeiten. Eine Kultur, die andere Person „benutzt“, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen, führt zu einer Degradierung des Menschen, der Ehe, der Familie und hat soziale Folgen. Nach einer solchen Erziehung, wie sie von den Jugendsexualpädagogen durchgeführt wird, wird bereits der junge Mensch Stammkunde von Pharma-, Erotik, Porno-, Pädophilen- und Abtreibungsunternehmen. Außerdem geht die sexuelle Versklavung oft mit anderen Süchten (Alkoholismus, Drogensucht, Spielsucht) einher und ist mit Leid, das man sich selbst und andere antut (Pädophilie, Vergewaltigung, sexuelle Gewalt) verbunden. Eine solche Erziehung ist nichts anderes als die Demontage der Familie. Die depravierende, manipulative Tätigkeit der Sex-Pädagogen ist möglich, weil die Mehrheit der Eltern und Lehrer nichts von den Aktivitäten dieser Gruppen gehört oder deren Bildungsmaterialien nicht gesehen haben.

3. Was kann man gegen die Ideologie des Gender tun?

Im Hinblick auf die Gender-Ideologie ist es eine äußerst wichtige Aufgabe, die Gefahren bewusst zu machen, die sich daraus ergeben und an die unveräußerlichen Grundrechte der Familie zu erinnern, die vor 30 Jahren von dem Heiligen Stuhl in der Charta der Familienrechte festgesetzt wurden. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, die der Ehe und der Familie ihren rechtmäßigen Platz wieder geben, die den Eltern ermöglichen, von ihrem Recht Gebrauch zu machen, ihre Kinder gemäß ihrer eigenen Überzeugungen und Werte zu erziehen, die den Kindern die Möglichkeit einer ganzheitlichen Entwicklung zu Hause und in der Schule bieten, und die den Vertretern der Wissenschaft erlauben, solide Untersuchungen ohne ideologische Druck durchzuführen und zu veröffentlichen.

Die Kirche hat als Wächter des Rechtes eines jeden Menschen nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich für die natürlichen Gesetze Gottes in der Gesellschaft einzusetzen. So kann sie also nicht schweigen, wenn  eine  Ideologie eingeführt wird, die die christliche Anthropologie zerstört und gegen zutiefst destruktive Utopien ersetzt, die nicht nur den einzelnen Menschen, sondern auch die ganze Gesellschaft zerstören. Auch die in der Politik engagierten Christen können hier nicht tatenlos zusehen .

Wir wenden uns daher mit einem dringenden Appell an die Vertreter der religiösen Bewegungen und kirchlichen Verbände, mutig Maßnahmen zu ergreifen, die dazu dienen, die Wahrheit über die Ehe und die Familie zu verbreiten. Mehr denn je ist heute eine Schulung des Erziehermilieus vonnöten. Es ist notwendig, den Eltern und Lehrern, den Personen, die für die Form des polnischen Schulsystems verantwortlich sind, bewusst zu machen, was für eine große Bedrohung mit der Gender-Ideologie einher geht. Man muss das um so mehr tun, da den Eltern oft nicht gesagt wird, dass diese Ideologie in eine bestimmte Bildungseinrichtung eingeführt wird, wobei die mit ihr verbundenen Inhalte schöngeredet und als harmlose und interessante Methoden und Formen, wie etwa Spiele, dargestellt werden.

Wir appellieren auch an die Institutionen, die für die polnischen Bildung zuständig sind, dass sie dem Druck der wenigen, wenn auch sehr einflussreichen Kreise nicht nachgeben, die über nicht unerhebliche finanzielle Mittel verfügen, und die im Namen einer modernen Bildung an Kindern und Jugendlichen herumexperimentieren. Wir fordern die Bildungsinstitutionen auf, die integralen Sicht des Menschen zu fördern.

Alle Gläubigen bitte wir um inbrünstiges Gebet für Ehepaare, Familien und den von ihnen erzogenen Kinder. Bitten wir den Heiligen Geist, dass er uns unaufhörlich Licht sendet, um die Gefahren und Bedrohungen zu erkennen, vor denen die Familie heutzutage steht. Beten wir auch für den Mut, Menschen des Glaubens und mutige Verteidiger der Wahrheit zu sein. Vorbild und geistige Hilfe bei diesen Bemühungen sei uns die Heiligen Familie von Nazaret, in der der Sohn Gottes – Jesus Christus aufgewachsen ist.

In diesem Sinne erteilen wir allen den pastoralen Segen.

Die Hirten der katholischen Kirche in Polen





SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder

8 06 2011
Die Regierungsklausur am Semmering Ende Mai 2011
 und das darauffolgende  Triumphgeheul der SP-Frauenministerin
hat wieder einmal gezeigt:
Die Beurteilung vom November 2008 stimmt noch:

:arrow: Die Verstaatlichung der Kinder wird einen kräftigen Schritt vorangetrieben.
:arrow: Die Familien werden den Bedürfnissen der Wirtschaft untergeordnet.
:arrow: Damit befinden sich die Kinder im Zangenangriff von Linken und Industrie !

Die Absichten der SP-VP-Regierung
samt Stellungnahme, Kommentar
und Ausblick im Folgenden:

* Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld, d.h. also je besser die Mutter vor dem Kind verdient hat und je früher sie es in Fremdbetreuung gibt, desto mehr ist das Kind wert!
* Stärkung der Väterbeteiligung in allen Lebensphasen der Kinder (eine Erziehungsmaßnahme des Staates)
* Einführung eines verpflichtenden, kostenlosen letzten Kindergartenjahres (vormittags)
* Forcierung von Ganztagsbetreuungsplätzen (weniger Schließtage, Nachmittags- und Ferienbetreuung)
* Bedarfsgerechter Ausbau der Kinderbetreuungsangebote
* Berücksichtigung flexibler Formen der Kinderbetreuung wie Tageseltern
* Kinderbetreuungskosten (Krippen, Tagesmütter, Kindergärten etc.) werden steuerlich absetzbar.
__________________________________________________________________________________________________________

Bemerkenswert:

Das Kinderbetreuungsgeld, der von Wolfgang Schüssel und Jörg Haider eingeführte Meilenstein in der Familienpolitik, wird nicht erhöht.
Faktisch hat es seit der Einführung 2002 hat es damit schon einiges an Wert verloren und wird aufgrund der Inflation weiter an Wert verlieren.
Das Kinderbetreuungsgeld stellt eine Anerkennung der Eigenbetreuung von Babys und Kleinkindern dar.
Der Staat sagt damit jeder Mutter: „Es ist gut und wertvoll, was du tust!“

Es gibt kein Familienministerium, ein eigenes Frauenministerium aber schon!
Das Familienministerium wurde zum Anhängsel des Wirtschaftsministeriums.
Zuständig ist Frau Christine Marek, die schon im März 2007 das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld als ihre Lieblingsidee bezeichnet hat. (Interview OÖN vom 10.3.07) und mit Frau Bures von der SPÖ zu Familienfragen dieselben Meinungen zu haben scheint (wir waren uns schnell einig, zwischen uns paßt kein Blatt Papier).

Alle finanziellen Verbesserungen (oder auch nur Ausgleich der durch Inflation bedingten Verluste) fließen in Richtung Fremdbetreuung.

Der Alleinverdienerabsetzbetrag wird nicht erhöht!

Was schließen wir daraus?

:arrow: Die SP-VP-Regierung mag jene Frauen nicht, die ihre Kinder selber betreuen wollen.
:arrow: Die SP-VP-Regierung mag die Alleinverdiener nicht.
:arrow: Die SP-VP-Regierung hält fremde Frauen für besser geeignet, ein Baby zu betreuen, als die eigene Mutter.
Das geht so weit, daß Mütter für geradezu unfähig erklärt werden, ihre eigenen Kinder richtig zu erziehen (Zitat Gertrude Brinek: „Mütter sind ja schließlich keine Superpädagoginnen – damit wollte sie begründen, warum ein Müttergehalt undenkbar sei.)
:arrow: Die SP-VP-Regierung will die Frauen möglichst bald nach der Geburt eines Kindes wieder in den Beruf außer Haus bringen.
:arrow: Die Erhöhung der Frauenerwerbsquote und die Gleichschaltung der Geschlechter (nicht nur Gleichberechtigung) sind wichtiger als das Kindeswohl.
:arrow: Die SP-VP-Regierung nimmt die Kinder in den Zangenangriff von Linken und Industrie!
:arrow: Der SP-VP-Regierung ist es offensichtlich egal, wie es Babys und Kleinkindern geht, die aus dem warmen Nest zuhause gerissen werden und in fremde Hände gegeben werden sollen. Zu den Schäden gibt es Studien (s. weiter unten)!
:arrow: Das Generalziel der Linken ist die Verstaatlichung der Kinder.
Das scheint jetzt auch die Linie der VP unter Josef Pröll zu werden.
Mit Zuckerbrot wird dieses Ziel angegangen; die Peitsche kündigt sich in einem ersten Schritt (verpflichtendes Kindergartenjahr) bereits an.
Das Ziel ist aber sogar für die ÖVP lt. Bundesminister Hahn, OÖN-Interview vom 21.12.07 zur Kindergartenpflicht dieses:
„Am Ende des Tages muss man sehr wohl überlegen, ob man nicht bei Dreijährigen beginnt.“
Müssen wir angesichts solcher und ähnlicher Aussagen von anderen VP-Politikern nicht doch von einer SVP reden?
Die SPÖ braucht die Grünen nicht mehr, wenn die SVP (= sozialistische Volkspartei) so brav links mitzieht.
Zum verpflichtenden Kindergartenjahr hat auch Günter Danhel vom Österreichischen Familiennetzwerk eine Stellungnahme geschrieben.
:arrow: Die SP-VP-Regierung mag die kinderreichen Eltern nicht, die meistens fähig und willens sind, ihre Kinder selber zu betreuen.
:arrow: Kommunisten und (National)-Sozialisten ist gemeinsam, daß sie Kinderfremdbetreuung gegenüber natürlichem Aufwachsen in den Familien bevorzugen. So läßt sich ein Volk leichter umerziehen!

Und hier das Triumphgeheul von Frau Heinisch-Hosek:
Ein Schritt in Richtung Barcelona – Mission erfüllt!

:?: :?: :?: :?: :?: Wir fragen:

Was brauchen die Kinder – was tut ihnen gut?
Wo fühlt sich ein kleines Kind am wohlsten? Bei Mama & Papa, bei der Tagesmutter oder in der Krabbelstube?
Was wünschen sich Eltern von Kleinkindern wirklich?
Wieviel Mama/Papa braucht ein Kind?
Ist nicht die eigene Mutter die beste „Betreuungsanstalt“ für ihr Kind (und dazu auch die billigste?)
Ist die Verstaatlichung der Erziehung ein Gewinn für die Wirtschaft?
Wird deswegen soviel Druck auf die Eltern ausgeübt, ihr Familienleben der Wirtschaft anzupassen?
Dabei bemerkte z.B. Ulrich Schilling-Strack in den OÖN vom 7. 2. 2001, daß berufstätige Mütter ein politischer Fehler sind!
Brauchen wir nicht viel mehr starke Mütter und starke Familien, damit wir starke Kinder bekommen?
Stimmt es, wie immer behauptet wird, daß Frauen nichts lieber wollen, als nach der Geburt möglichst schnell wieder voll in den Beruf außer Haus zu gehen?
Wer kann glauben, daß es Frauen gibt, die zwar Kinder gebären wollen, aber dann mit ihnen möglichst nichts zu tun haben möchten?
Wir fragen uns: Wann ist Emanzipation erreicht?
Warum lassen sich die Mütter die Entmündigung durch den Staat, der ihnen die eigene Entscheidung nicht zutraut, (fast) widerspruchslos gefallen?
Warum platzt nicht mehr Müttern der Kragen wie z.B. Patricia Haun, wie in einem bemerkenswerten Kommentar des Magazins KOMMA (Ausgabe 24/2004) zu lesen ist?
Werden Frauen bei allzu schneller Wiederaufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit nicht eher zur Gebärmaschine degradiert?
Wird die Wahlfreiheit durch subventionierte Krippenplätze erhöht oder doch eher beschränkt?
Wäre es nicht viel wichtiger, Kinder als Geschenk zu sehen und den Müttern neues und stärkeres Selbstbewußtsein zu geben?
Warum wird den Frauen soviel Angst vor den Schwierigkeiten des Wiedereinstiegs nach der Kinderpause eingejagt?
Dabei machen wir in den Betrieben doch immer wieder este Erfahrungen mit Wiedereinsteigerinnen.
Wenn eine Frau mehrere Jahre einen Haushalt mit vier und mehr Personen geschaukelt hat,
kann sie mit den Anforderungen im Beruf außer Haus leicht zurechtkommen!
Warum wird den meist kinderreichen Familien, die ihre Kinder selber betreuen können und wollen, die gebührende Anerkennung ihrer Leistungen verwehrt?
Immerhin wandern Jahr für Jahr ca. 3 Milliarden Euro von den Kinderreichen zu Kinderlosen!
Natürlich ist Kinderreichtum eine Sache der Einstellung, aber ohne Geld geht es schwer und vor allem ist es eine Frage der Gerechtigkeit und auch der Klugheit!
Am liebsten würden Bures & Genossinnen ja sogar das Kinderbetreuungsgeld wieder abschaffen – paßt auf, das wird noch kommen!
Die Vollzeitmütter (und einige Vollzeitväter) ersparen dem Staat ja nicht nur hohe Kosten für Krabbelstuben und z.T. Kindergärten, sondern auch weitestgehend Kosten für Schulpsychologen und Zusatzlehrer, weil ihre Kinder schon im Elternhaus ausreichend gut erzogen und sozialisiert werden.
Warum verzichten wir in Österreich weitgehend auf diese Vorteile kinderreicher Familien?
Wir haben schon öfter gehört: „Kinder mit mehreren Geschwistern sind am normalsten!
Könnte es nicht sein, daß die Gewaltbereitschaft von Kindergartenkindern damit zu tun hat, dass sie in den prägenden Jahren wechselnde Bezugspersonen hatten und ihnen die Geborgenheit bei der Mama fehlte. Empathie wird in den ersten Jahren gelernt.
Warum ist der Staat so „dumm“ und gibt soviel mehr Geld für die Fremdbetreuung unserer Kleinkinder aus als für die natürliche Eigenbetreuung?
Warum wird nicht der Kinderbetreuungsscheck eingeführt und damit echte Wahlfreiheit ermöglicht?
Wo doch dieses Modell deutlich günstiger wäre als staatliche Betreuung in der Krabbelstube!
Hier würden die Mittel wesentlich effizienter eingesetzt.
Das sollte Mitarbeitern im Wirtschaftsministerium doch einleuchten!
Fürchtet die SP-VP-Regierung, die Frauen könnten anders entscheiden, als angeblich dem Mainstream entspricht?
Vielleicht wollen doch nicht alle Mütter schnellstmöglich in den Beruf außer Haus zurück,
vielleicht wollen sie doch lieber in den ersten, für die Beziehung zum Kind so wichtigen Lebensjahren, zuhause bleiben,
wenn es sich finanziell machen läßt?
Warum muß das, was angeblich ohnehin alle Frauen wollen und was jetzt der „Mainstream“ ist, öffentlich soviel mehr gestützt werden, als die traditionelle Familie?
Warum wird nicht Pflegegeld für Kinder eingeführt – es sollte doch gleiches Recht für alle Pflegebedürftigen gelten!

Tatsachen und Forschungen

Deutsche Psychoanalytiker warnen: Frühkindliche Fremdbetreuung ist schädlich
Vor allem ganztägige Fremdbetreuung von Babys führt zu seelischen Schäden.

Der Schaden, der an Kindern angerichtet wird, kann so weit gehen, wie Zdenek Matejcek aufgezeigt hat:
Aus Kindern ohne Liebe werden Erwachsene voller Hass!
(Es gibt übrigens einen Matejcek-Preis, der vom Familiennetzwerk Deutschland im Nov. 2007 an den Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen, Dieter Althaus (CDU) verliehen wurde.)

Der Durchbruch in der Hirnforschung – die amerikanische Wende wird in Europa erstaunlicherweise fast vollständig ignoriert.
Bill Clinton sagte z.B. bei der White House Conference on Early Childhood Development and Learning:
„Learning begins in the first days of life.“

Das Beispiel Schweden zeigt: Kindertagesstätten zerstören eine Nation!
Es wird immer auf die höhere Geburtenrate und die höhere Frauenerwerbsquote in Schweden hingewiesen.
Doch auch dort ist sie zu niedrig.
Und in der früheren DDR war die Geburtenrate „trotz“ perfekter Kinderbetreuung noch niedriger als in der damaligen BRD.
Wir müssen mit dem Märchen vom Geburtenzuwachs durch Kollektivbetreuung aufräumen!
Frauen wollen keine Gebärmaschinen sein!

Eine private Umfrage zur Betreuung von Kleinkindern hat ergeben, daß die überwiegende Mehrheit der Mütter in den ersten Lebensjahren des Kindes zuhause bleiben möchte, wenn es sich finanziell ausgeht. Ein Beweis ist ja auch der starke Rückgang der Anmeldungen für Krabbelstuben nach Einführung des Kinderbetreuungsgeldes. Als die Frauen nicht mehr finanziell gezwungen waren, blieben fast alle zuhause!

Schließlich zeigt ein Kostenvergleich zwischen privater und staatlicher Kinderbetreuung :
Staatliche Kinderbetreuung ist ein Vielfaches teurer und ineffizienter als private – vor allem in den ersten Lebensjahren des Kindes!
Und dazu noch schädlich (s. oben)!

Von den Linken werden wissenschaftlich nicht haltbare Propaganda–Studien zu Krippenkindern gemacht, die „beweisen“ sollen, wie gut möglichst frühe Fremdbetreuung für Kinder ist.
Ein Beispiel dazu ist auch die Manipulation im SPIEGEL, Deutschland!

Was können wir tun?

:arrow: Wir sehen Kinder als Bereicherung unseres Lebens und werden unser persönliches Glück durch mangelhafte Anerkennung oder Gegenwind aus der Politik nicht stören lassen.
:arrow: Mütter und Väter,wehrt euch um eure Kinder, laßt Euch nicht einreden, andere könnten sie besser betreuen!
___An erster Stelle steht das Kind!
:arrow: Wehrt Euch gegen die Verstaatlichung der Kinder.
:arrow: Lest einmal aufmerksam die ÖHU – Familienoffensive der verdienstvollen Frau Dr. Herta Herglotz!
:arrow: Familie ist doch in Wahrheit ein Beruf .

:arrow: Suchen wir uns Verbündete wie z.B.
Katholischer Familienverband Österreichs
Freiheitlicher Familienverband Österreichs
Institut für Ehe und Familie – Familienreferat der Erzdiözese Wien
Österreichisches Familiennetzwerk
Familienforum Österreich
Schönstatt Bewegung Österreich – lebensnah, katholisch, bereichernd
Familiennetzwerk Deutschland „Familie ist Zukunft“
Auch in Deutschland kämpfen Mütter um die Anerkennung ihrer Arbeit als Familienmanagerin mit dem Ruf „Nehmt uns Frauen endlich ernst!“
Christa Meves
VFA Verein Verantwortung für die Familie e.V.
Schweizerische Stiftung für die Familie SSF!

:arrow: Wenn die SP-VP-Regierung unsere Anliegen nicht unterstützt, suchen wir doch Alternativen!
Wir wissen ja schon längst, daß den Linken die traditionelle Familie ein Dorn im Auge ist.
Aber wenn jetzt auch die ÖVP in der Koalition mit der SPÖ zur SVP wird (Sozialistische Volkspartei), dann wird es Zeit!

Die FPÖ oder auch das BZÖ sind echte Familienparteien.
Das beste und eindeutigste Programm für die Familien hat die neue Partei CPÖ, Christliche Partei Österreichs.
Sie treten wirklich konsequent für Leben, Werte und Zukunft ein.

:arrow: Und schließlich:
Melden wir uns zu Wort, sei es in persönlichen Gesprächen, in Leserbriefen oder in Schreiben an Politiker und Behörden!
Jede solche Stimme zählt für 1000 andere, die auch so denken.
Emailadressen unserer Politiker sind hier zu finden.
Und an die Emailadressen der Medien sind hier oder direkt im Internet zu finden.

:arrow: Und noch einmal:
Mütter und Väter,wehrt euch um eure Kinder !

______________________________________________

:arrow: Zuletzt aber das Wichtigste:

Vergessen wir nie, wieviel Freude Kinder schenken können!
Kinder sind ein Gewinn anderer Art, wie persönliche Zeugnisse kinderreicher Eltern eindrucksvoll zeigen!








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