P R O T E S T A U F R U F

7 08 2014

der Union Orientalischer Christen in Österreich und der unten gelisteten kirchlichen Gemeinden und Organisationen aus Solidarität zu unseren Geschwistern im Mosul / Irak.

 

Wir rufen alle Christen und andere Glaubensrichtungen auf, sich an einem Protestmarsch zu beteiligen.  Dieser wird am

Sonntag den 10.8.2014 um 16.30 stattfinden

Treffpunkt Staatsoper (marschiert wird bis Stephansplatz)

Systemische Angriffe auf Zivilisten wegen Ihres Glaubens oder ihrer ethnischen Zugehörigkeit sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit . Im 21. Jahrhundert soll das nicht mehr passieren. Wir wollen mit Plakaten, Gesang und Gebet auf die Christenverfolgung aufmerksam machen. Bitte verteilt diesen Aufruf weiter an alle eure Bekannten, Freunden und Gemeinden.

Gemeinsam machen wir auf das Unrecht aufmerksam!

Wir freuen uns auf euer Kommen. In diesem Sinne, Gott segne euch.

 

Union Orientalische Christen in Österreich.

* Liste der mitbeteiligten Kirchen u. Organisationen (Alphabetisch). ADO, Assyrische Demokratische Organization Armenisch-Apostolische Armenisch-Katholisch Assyrer des Osten Assyrische Demokratische Bewegung Chaldäer Evangelische Griechisch-Orthodoxe Koptisch-Orthodoxe Maroniten Mesopotamien Kultur und Sportverein Römisch-Katholisch (Melkiten) Syrische Orthodoxe (Gemeinde Mutter Maria) Syrisch-Orthodoxe (Gemeinde Petrus und Paulus) Syrisch-Orthodoxe (Gemeinde St. Ephrem) VSDO, Verein Stern den Orient





Warum die SPÖ die Arbeiterschaft verliert

12 06 2014
Norbert Leser

Copyright: Stift Klosterneuburg

von Norbert Leser

Mein verehrter akademischer Lehrer August Maria Knoll, dessen Todestag sich am 24. Dezember vergangenen Jahres zum 50. Mal jährte, hat in der unseligen Zwischenkriegszeit, in der der Konflikt zwischen Kirche und Arbeiterbewegung, verkörpert in den Personen Prälat Ignaz Seipel und Otto Bauer, einen Höhepunkt erreichte, einen Aufsatz zum Thema „Warum die Kirche die Arbeiterschaft verlor“, geschrieben, in dem er den Wurzeln der wechselseitigen Entfremdung zwischen den beiden Mächten nachging. Als eine dieser Wurzeln identifizierte Knoll damals, dass die Kirche die soziale Frage allzulange und allzusehr als eine der Caritas und sozialen Mildtätigkeit ansah und der notwendigen Sozialgesetzgebung zu spät und zu halbherzig Geschmack abgewann.

Diesen Beitrag Knolls vor meinem geistigen Auge und die Stimmenverluste der SPÖ in Wiener Arbeiterbezirken und in klassisch sozialdemokratischen Industriegebieten registrierend, habe ich mir die zu Knoll parallele, zeitverschobene Frage vorgelegt, warum die SPÖ nicht mehr die selbstverständliche Heimat der Arbeiter ist, die doch ihre Kerntruppe bildeten.

Unter den Gründen, die für diese Entwicklung, die sich wohl auch fortsetzen wird, maßgeblich sind, scheinen mir vor allem zwei hervorzuragen. Der eine Grund ist sicher die Integrationspolitik der SPÖ, die von den Arbeitern, vor allem im Wiener Gemeindebau, als zu fremdenfreundlich empfunden und abgelehnt wird. Der zweite Grund liegt in dem beschlossen, was ich die zunehmende Verbonzung der Partei nennen möchte.

Um zunächst zum ersten Grund Stellung zu nehmen, ist es notwendig, sich einzugestehen, dass die noch vorhandene Arbeiterschaft nicht den Idealen und Prinzipien entspricht, die ihnen die linken Intellektuellen, die vor allem in der Parteiführung stark vertreten waren, seinerzeit angedichtet haben. Die Arbeiter sind nämlich keineswegs die Edel-Proletarier, zu denen der Marxismus sie stilisiert hat. Sie ließen sich diese Identifizierung mit erhabenen Idealen gefallen, solange diese nicht mit ihren eigenen Interessen kollidierten. Aber diese humanistischen Ideale, die z. B. der Brodaschen Strafrechtsreform zugrunde lagen und durch sie umgesetzt wurden, waren nie ein Herzensanliegen der Arbeiter von Wien. Die Arbeiter sind nämlich in ihrem ureigensten Bereich, wie dem der Familie, nicht so liberal und tolerant, wie ihre linken Bevormunder meinten, sondern vielfach durchaus repressiv und intolerant. Im Falle der Integrationspolitik kommen nun die linken Ideale mit der kleinen Welt, in der sie gelebt werden sollten, in Konflikt. In diesem Bereich hat die FPÖ das Ohr näher an der Basis als die SPÖ, die sich noch immer ihren linken Traditionen verpflichtet fühlt. Sie kann von diesen Idealen nicht so weit abrücken, wie es die Rücksicht auf die Stimmung im Gemeindebau erfordern würde.

Der zweite Grund, warum sich die Arbeiter in der SPÖ nicht mehr zu Hause fühlen, ist der zunehmende soziale und gefühlsmäßige Abstand zwischen den Führern und Profiteuren und der breiten Masse der Anhänger und Wähler. In der Ersten Republik sprachen die Sozialdemokraten davon, dass bei den Christlichsozialen „Gott Nimm“ herrsche und in der Tat erschütterten zahlreiche Skandale der Bank- und Finanzwelt unter christlichsozial-bürgerlicher Dominanz die Republik. Heute hat, was Korruption und Bereicherung anbelangt, die Sozialdemokratie ihren Widersachern, die zugleich ihre Koalitionspartner und Gesinnungsverwandten sind, den Rang abgelaufen. Der sozialdemokratisch hausgemachte BAWAG-Skandal kann es durchaus mit dem Phönix-Skandal der Ersten Republik und mit dem Krauland-Desaster der Zweiten, die der ÖVP anzulasten war, aufnehmen. Es herrscht in dieser wirklich nicht rühmlichen Beziehung Waffengleichheit und Parität zwischen den zwei politischen Lagern. Für die Sozialdemokratie ist diese Entwicklung viel verheerender und demoralisierender als für die ÖVP, in deren Programmatik der Gleichheitsgedanke, den noch Christian Broda immer wieder als den „harten Kern des Sozialismus“ bezeichnete, nie eine so tragende Rolle spielte wie in der Sozialdemokratie. Die SPÖ und die von ihnen dominierte Gewerkschaft werden unglaubwürdig, wenn sie Millionärs-, Erbschafts- und Vermögenssteuern verlangen, selbst aber Millionäre in den eigenen Reihen züchten und fördern, ja sogar noch feiern und zelebrieren. Dies trifft vor allem auf eine Persönlichkeit zu, die nicht nur eine unter anderen, sondern diejenige ist, die diesen Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit und eine ganze Ära der Parteigeschichte geprägt und nachhaltig verdorben hat, nämlich Franz Vranitzky.

Er lässt sich als „elder statesman“ feiern und hat auch als Bundeskanzler und schon vorher als Finanzminister Meriten aufzuweisen, die diese Ehrung rechtfertigen. Doch diese Verdienste finanz- und europarechtlicher Natur können nicht darüber hinwegtäuschen, dass sein Einfluss und Beispiel in der Partei selbst, deren Vorsitzender er seit 1988 auch wurde, ein verhängnisvoller war. Vranitzky hätte, wie es in der Bundesrepublik Deutschland und in der SPD zeitweise der Fall war, dafür sorgen müssen, dass sich jemand anderer als er selbst um die Partei kümmere. Die Pannen und Fehlleistungen, die in das schwache Jahrzehnt von Vranitzkys Parteivorsitz fallen, sind in der Tat beträchtlich: die Einstellung der „Arbeiter-Zeitung“ fällt ebenso in diese Periode wie die Pleite des „Konsum“, den Karl Renner noch als „dritten Arm und Ast der Arbeiterbewegung“ hochgehalten hat. Manche der in der Ära Vranitzky eingetretenen Defizite und Desaster hätten vielleicht nicht vermieden werden können, was aber das eigentlich Verheerende war, ist mit welcher Kaltschnäuzigkeit und ohne jede Trauerarbeit über diese Verluste zur Tagesordnung übergegangen wurde. Auch die „Zukunft“, jenes theoretische Organ, in dem in Nachfolge von „Der Kampf“ der Ersten Republik in der Zweiten interessante Debatten geführt wurden, verschwand aus der öffentlichen Wahrnehmung, um damit wohl auch symbolisch die Zukunft der Partei. Zwar hat Vranitzky bei der Nationalratswahl nach der Wahl Waldheims zum Bundespräsidenten die SPÖ vor einer drohenden Niederlage bewahrt, aber um welchen Preis, für den die Partei erst später einzustehen hatte!

Es war ein großer Fehler, der sich wie so oft erst später historisch gerächt hat, einen Banker, der auch die entsprechende Mentalität technokratischer Kaltherzigkeit nicht nur in die Regierung, sondern auch in die Partei hineingetragen hat, mit dem Amt des Parteivorsitzenden zu betrauen. Denn so gut und richtig es auch war und ist, mit der Bank- und Finanzwelt in ein gutnachbarliches Verhältnis anstelle der ursprünglichen marxistischen Totalablehnung und Zerstörungslust zu treten, so falsch war es, einen prononcierten Vertreter der Gegenwelt zum Parteivorsitzenden zu machen. Damals stimmte der mittlerweile auch zum gelehrigen Schüler Vranitzkys in Sachen Arbeiten für die eigene Tasche gewordene Alfred Gusenbauer als Vorsitzender der Jungsozialisten gegen Vranitzky als Parteivorsitzenden. Gusenbauer empfand damals einen Banker zum Parteivorsitzenden zu machen, als so etwas wie feindliche Machtübernahme.

Bei der Lancierung Vranitzkys als Parteivorsitzenden hat Fred Sinowatz einen historisch nicht minder schweren Fehler begangen, als beim Lostreten der Waldheim-Kampagne. Beide Aktionen demonstrieren, dass Sinowatz vielleicht ein guter burgenländischer Landeshauptmann geworden wäre, wenn er Theodor Kery rechtzeitig abgelöst hätte, dass ihm aber zum Bundeskanzler das historische Format fehlte. Der Irrtum Kreiskys bei der Nominierung seines Nachfolgers setzte sich im Irrtum von Sinowatz bei der Nominierung seines Nachfolgers fort. Allesamt erwiesen sich bei diesen Aktionen als „schlechte Menschenkenner“, als welchen sich Kreisky selbst in einem Interview einmal charakterisierte. Sinowatz beherzigte bei der Auswahl Vranitzkys nicht den Rat Kreiskys, der Vranitzky keineswegs billigte, und schon in Hannes Androsch das Eindringen eines fremden Geistes in die Bewegung erblickte.

Allerdings lassen sich zugunsten von Androsch viele Vorzüge ins Treffen führen, die bei Vranitzky nicht zutreffen. Androsch ist ein eminent politischer Kopf und, obwohl selbst ein technokratischer Machertyp, mit einer stark sozialen Komponente und einer guten Bodenhaftung und Tuchfühlung mit den Floridsdorfer Genossen ausgestattet. Er ist auch ein harter Arbeitsmensch, dem das Geld nie in erster Linie ein Mittel zu einem bequemeren bis luxuriösen Lebensstil, sondern als Mittel zur Umsetzung von Ideen betrachtete, ja er ist ein typischer „dynamischer Unternehmer“ im Sinne des österreichischen Nationalökonomen Joseph Schumpeter, dem es als Parteivorsitzenden zuzutrauen gewesen wäre, auch über den Schatten des Unternehmers zu springen und zu einer klassischen Synthese von Kapital und Arbeit vorzudringen.

Die Ära Vranitzky ist während ihrer Dauer und über ihre Dauer hinaus nachhaltig prägend und die guten Sitten verderbend gewesen und geblieben. Die Devise, die Vranitzky stillschweigend ausgegeben hat und weiterhin vorlebt, ist die des französischen Staatsphilosophen und Politikers Guizot während des Bürgerkönigtums „enrichissez vous“, zu Deutsch: „Bereichert euch!“.

Vranitzky lebt bis zum heutigen Tag vor, wie man, durchaus legal, aber unter Ausnützung aller Möglichkeiten, die einem in der Wirtschafts- und Bankwelt zur Verfügung stehen, ein Luxusleben zwischen Wien und Kreta führen kann. Ich traute meinen Augen nicht, als ich am 1. Mai von meiner Döblinger Wohnung aus mit der Straßenbahn aus in die Innere Stadt fahrend, Vranitzky erblickte, der mit einer roten Nelke im Knopfloch, mit den Genossen des Bezirkes, zu Fuß stadteinwärts marschierte. Diese Stunden am 1. Mai sind aber wohl die einzige Zeit im Jahr, die er auf Augenhöhe mit seinen Genossen verbringt und ihr Los teilt. Im übrigen Jahr lebt er ein von ihnen weit abgehobenes Dasein. Zum Glück kennen die Genossen die Einzelheiten von Verträgen mit Banken nicht, die ihm ein solches Leben ermöglichen, sonst würden noch viel mehr Arbeiter der SPÖ den Rücken kehren.

Es hat keinen Sinn, Vranitzky persönlich einen Vorwurf zu machen, dass er so lebt, wie er lebt, dass er so ist, wie er ist. Schuld sind alle die, die in Kenntnis seiner Mentalität ihn in die Lage versetzt haben, an die Spitze einer Partei zu treten und mit seiner Art des Auftretens Schule zu machen. Und Schule hat er zunächst bei seinem Nachfolger Viktor Klima, der nach seinem Ausscheiden aus der Politik Autogroßhändler in Südamerika geworden ist, gemacht. Und auch der ursprünglich linke Alfred Gusenbauer verdient sein gutes Geld inzwischen im Solde von Diktatoren, die er in angebliche Demokratie einübt.

Dass ein solches Absinken von Politikern auf das Niveau von Geldmenschen und Großverdienern keineswegs unvermeidlich ist, zeigt das Beispiel des Grazer Stadtrates Ernest Kaltenegger, aber auch der Grazer KPÖ, die viel eher Kommunitaristen im guten Sinn des Wortes als Kommunisten im Sinn des Stalinismus sind. Sie haben gezeigt, das auch ein gutes Beispiel Schule machen kann und dass es auch Politiker gibt, die in der Politik und nach dem Ausscheiden aus der Politik vorleben, dass man in der Politik auch eine primär sozial motivierte Aktion und nicht eine Geschäftemacherei erblicken und sich dementsprechend betätigen kann.

Für die SPÖ bleibt jedenfalls das noch zu erledigende Problem, Standards des freiwilligen Verzichts auf Sonderleistungen und Sondermöglichkeiten einzuführen und mit entsprechenden Sanktionen zur Geltung zu bringen. Das bedeutet nicht, dass man als Politiker ein Armutsgelübde leisten muss, wohl aber, dass man die Schere zwischen Arm und Reich in den eigenen Reihen nicht weiter öffnet als man sie programmatisch auch in der Gesellschaft geöffnet sehen will.

Auch das Beispiel der benachbarten SPD und ihr Absinken in der Wählergunst nicht zuletzt infolge des Vranitzky ähnlichen Gerhard Schröder und der „Toskana-Fraktion“ lehrt, dass eine sozialistische Partei die Sauberkeit in den eigenen Reihen nicht ungestraft verletzen kann.

Man konnte die zunächst nur atmosphärischen Trübungen, die mit dem Dammbruch der Ära Vranitzky eintraten, lange Zeit als bloße Betriebsstörungen ignorieren, bis sie sich, mit einiger Verspätung, im Verlust von Wählerstimmen und Mitgliederzahlen niederschlugen, die aber noch immer, wenn auch mit geringerem Erfolg, bagatellisiert werden.

Es erschein vielen, und auch mir selbst, merkwürdig, dass ich auf meine alten Tage als linker Kritiker der SPÖ auftrete und auftreten muss, um meine Bestimmung als Historiker und Ideologiekritiker des österreichischen Sozialismus zu erfüllen. Dabei habe ich doch die längste Zeit als Kritiker der Partei von rechts gegolten. Habe ich also die Seiten gewechselt oder haben mich die veränderten Verhältnisse zu diesem scheinbaren Seitenwechsel genötigt? Doch wohl eher letzteres. Denn solange es, vor und während der Ära Kreisky galt, gegen Reste des austromarxistischen Gedankengutes, das einer Modernisierung der Partei im guten Sinn anzukämpfen, stand ich auf Seiten dieser Kämpfer. Dies trifft vor allem auf die Überwindung des anachronistischen Gegensatzes zwischen Kirche und Sozialdemokratie, zu, aber auch auf so profane Bereiche, wie die Verteidigung der Verstaatlichung um ihrer selbst willen. Heute dagegen und schon die längste Zeit, wo es gilt, die Reste von Seele, die noch in dieser Bewegung lebendig geblieben sind, zu hüten und zu bewahren, muss die Kritik notgedrungen eine von links kommende sein, gilt es doch, nicht bloße Traditionen zu verteidigen, sondern, die Partei vor der überhandnehmenden Veroberflächlichung und Veralltäglichung, also „Verbonzung“, zu bewahren. Was dieser Partei fehlt, ist das Ringen um die richtige Linie und die zeitgemäße Antwort auf drängende Fragen.

Heute wäre auch der „rechte“ Renner, der in der Ersten Republik als Exponent einer kritischen Position gegenüber dem vorherrschenden Pseudo-Linkskurs Bauers galt, mit dem, was er noch in der Zweiten Republik von sich gab, ein solcher „linker“ Kritiker. Denn wofür Renner Zeit seines Lebens eintrat, waren Bescheidenheit der Funktionäre, eine Haltung, die die Herausbildung einer politischen Klasse mit Privilegien verhindert hätte.

In diesem Zusammenhang lohnt es sich, auf einen 1946 beim Institut für Wissenschaft und Kunst gehaltenen Vortrag Renners, der auch als Broschüre erschien, zurückzugreifen, in dem Renner Postulate für die öffentlichen Ämter aufstellte, von denen man sich sträflich weit entfernt hat. Hat Karl Renner noch 1946 am Mond gelebt, oder hat man sich nicht umgekehrt von jenem Geist entfernt, den Renners Worte atmen?

Was ist von den folgenden Maximen Renners heute noch übrig geblieben, von dem, was er 1946 sagte und schrieb: „Der Mandatar gehört zwar einer Partei an, diese Zugehörigkeit ist jedoch völlig frei, Austritt jederzeit möglich. Zwischen den Mandataren besteht keinerlei berufs- oder standesgemäße Bindung, keine andere Ein- und Unterordnung als die freiwillige, kein Rangunterschied als die errungene Achtung und Liebe der Wähler und es besteht keine Beförderung. Der Beamte bildet mit seinesgleichen eine Berufsgemeinschaft, innerhalb derselben steht die Scheidung von Höheren und Niederen. Das allgemeine Prinzip ist somit dort bedingungslose Freiheit und Gleichheit, hier stufenweise Gliederung, Ungleichheit und Unfreiheit.“

Renner ging in seiner rigorosen Trennung von bürokratischen und parlamentarischen Prinzipien so weit, dem Abgeordneten in der Frage der materiellen Versorgung wie folgt zu bescheiden: „Der Volksbeauftragte bezieht kein Entgelt, nicht Lohn und Gehalt. Um der mit seinen Aufgaben verbundenen und für sie unerlässlichen Ungebundenheit bezieht er während des Mandates einen für alle gleichen Unterhalt in Gestalt von Taggeldern, er hat keinerlei Anspruch auf Versorgung durch den Staat. Diese bleibt Aufgabe seines Privaterwerbes oder der Partei.“ Gerade in diesem Punkt ist den strengen Aufforderungen, die sich auf Erfahrung und Ethos gründen, systematisch zuwidergehandelt worden. Dies kommt nicht nur darin zum Ausdruck, dass die Bezüge der Abgeordneten an die der Beamten gebunden werden, sondern auch durch die darüber hinausgehende Versorgung der Abgeordneten mit zusätzlichen Einkommen, die meist wieder mit ihrer Herkunft als Beamte und Interessensvertreter zusammenhängen. In der Frage der Pensionsregelungen hat man sich auch über die strengen Prinzipien Renners hinweggesetzt, nicht nur dadurch, dass man Mandataren überhaupt Pensionen zubilligt, sondern darüber hinaus auch dadurch, dass man ihnen Mehrfachpensionen ermöglicht und zuschanzt.

Die Tochter Karl Renners, die einst in Gloggnitz lebende und dort auch 1977 verstorbene Leopoldine Deutsch-Renner hat mir erzählt, dass ihr Vater „fuchsteufelswild“ geworden sei, als gegen Ende seines Lebens die Idee einer Ministerpension auftauchte. Renner hat auch die Entartungen, die in der BAWAG später Platz griffen, nicht für möglich gehalten, bezog er doch als erster Präsident der Arbeiterbank eine Entschädigung, die für Elsner & Co wohl nur ein Taschengeld gewesen wäre. Freilich hat Renner schon in der Ersten Republik, so in einem Aufsatz im „Kampf“ im Februar 1930 Tendenzen in Gewerkschaft und Partei namhaft gemacht, die erst in der Zweiten zur vollem Sumpfblüte gediehen sind: „Diese ständischen Kooperationen schaffen natürlich eine Armee von halbverstaatlichten Privatfunktionären und dieser Heuschreckenschwarm wird auf unsere Wirtschaft losgelassen.“

Das jüngste Beispiel, das die politische Klasse geliefert hat, ist deshalb besonders widerwärtig und jenseits der Schamgrenze, weil es einen ehemaligen Hoffnungsträger, nämlich Josef Cap, der sich am vorläufigen Ende seiner politischen Tage als gewöhnlicher Spesenritter demaskiert. Da soll noch einer sagen, dass die SPÖ auf ihre Funktionäre nicht schaut, im Gegensatz zu gewöhnlichen Wählern und Mitgliedern, die einem permanenten Sparkurs zum Opfer fallen, wird den höheren Funktionären jeder Einkommensentgang großzügig refundiert. Es geht eben nichts über die viel beschworene Solidarität!

 

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Norbert Leser.

Norbert Leser war Professor für Sozialphilosophie an der Universität Wien und Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für neuere österreichische Geistesgeschichte in Wien

 





WIR ALLE SIND VERANWORTLICH

31 05 2014

marsch für die familie2014-1

von Dr. Alfons Adam

Eine Studie vom Mai 2012, basierend auf einer Online-Umfrage bei über 4.000 Personen zwischen 20 und 30 Jahren in Deutschland, Österreich und in der Schweiz hat das Ergebnis erbracht, dass im Durchschnitt 75% der jungen Menschen die Familie als sehr wichtig ansehen. In Österreich sind es sogar 81%. Das überrascht nicht, weil seit Jahrzehnten solche Umfragen immer dasselbe Ergebnis bringen. Und wenn bei jungen Menschen nach dem Kinderwunsch gefragt wird, wünschen sich die meisten mehr Kinder, als sie dann tatsächlich haben werden.

Wie ist diese Kluft zwischen den Erwartungen an das Leben und dem tatsächlichen Zustand von Ehe und Familie zu erklären? Laut Statistik Austria betrug im Jahre 2012 die Gesamtscheidungsrate 42,51%. Im selben Jahr wurden 17.000 Kinder zu Scheidungswaisen. In den Jahren 2002 bis 2012 wurden insgesamt 208.000 Scheidungswaisen „produziert“. Die Kinder aus wieder aufgelösten Lebensgemeinschaften sind darin noch gar nicht mitgezählt. Es ist bekannt, dass Kinder die Schuld an der Trennung der Eltern häufig bei sich selbst suchen und sehr darunter leiden. Viele geraten in die Mühlen der Pflegschaftsgerichtsbarkeit und werden zum Instrument gemacht, welches ein Elternteil (z.B. Unterhalt oder Besuchsrecht) gegen den anderen als Waffe verwendet. Wie viel Leid wird hier angehäuft, das durch Generationen nachwirkt. Und doch wissen wir alle, dass intakte Familien die Keimzelle der Gesellschaft und der Kirche sind. Kinder brauchen Vater und Mutter, dass sie an Leib und Seele gesund heranwachsen können.

Warum gelingt das von so vielen jungen Menschen angestrebte Lebensmodell nicht? Es wird den Menschen erklärt, dies sei eben die gesellschaftliche Entwicklung, „neue Formen von Familie“ seien entstanden, kurz gesagt es gebe eine Art Naturgesetz zur Auflösung der herkömmlichen Familie, und man müsse sich eben den gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen.

Die tiefste Ursache für den erbärmlichen Zustand unserer Familien ist natürlich der Glaubensschwund. Dazu kommt aber, dass die Politik seit Jahrzehnten die Familien ganz bewusst zerstört. Kinderpsychologen wissen es schon lange und die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung bestätigen zusätzlich, dass Kinder bis zum Alter von 3 Jahren am besten ihre eigene Mutter als Bezugsperson haben sollten. Man getraut es sich fast nicht mehr auszusprechen, dass es selbstverständlich das beste Lebensmodell wäre, nach entsprechender Prüfung und Vorbereitungszeit eine Ehe einzugehen, die Kinder anzunehmen, die Gott schenkt und die naturgegebenen Aufgaben von Mann und Frau in der Familie zu erfüllen. Natürlich soll jedem Menschen zugestanden werden, sein Leben frei zu gestalten, doch Tatsache ist, dass die meisten Mütter gerne hauptberuflich für ihre Kinder und für ihre Familie da wären, wenn es gewisse von Staat und Gesellschaft aufoktroyierte Zwänge nicht gäbe.

Steuerliche Belastung und mangelnder Familienlastenausgleich sorgen dafür, dass das Einkommen des Vaters nicht ausreicht, einer Familie mit Kindern ein wirtschaftliches Auskommen zu ermöglichen. Der finanzielle und gesellschaftliche Druck auf die Frauen ist enorm, „berufstätig“ zu sein, wobei unterstellt wird, dass die Tätigkeit als Hausfrau und Mutter nichts wert sei. Kinderreiche Familien sind geradezu der gesellschaftlichen Ächtung ausgesetzt. Der sogenannte Generationenvertrag ist in skandalöser Weise ungerecht. Die finanzielle Belastung, die mit Kindern verbunden ist, beschränkt den üblichen Wohlstand vor allem kinderreicher Familien. Und zu diesem Nachteil kommt dann, dass die Pensionsansprüche von Müttern, die sich um ihre Kinder gekümmert haben, in der Regel weitaus geringer sind als die von ledigen und kinderlosen Frauen. Von Kindern profitieren also am meisten diejenigen, die keine haben.

Es gibt eine unheilige Allianz zwischen den Marxisten in allen Parteien und der Wirtschaft. Die Marxisten wollten immer schon die Familie zerstören. Die Wirtschaft hat Interesse daran, die Frauen als „Erwerbstätige“ zu haben, nachdem es in unserer Verhütungs- und Abtreibungsgesellschaft immer weniger junge Menschen und Arbeitskräfte gibt.

Auch zum Scheitern so vieler Ehen leisten Staat und Gesellschaft einen aktiven Beitrag. Die Politiker behaupten immer, man müsse die Gesetze, die Ehe und Familie regeln, der „gesellschaftlichen Entwicklung“ anpassen. In Wahrheit wird diese sogenannte gesellschaftliche Entwicklung gefördert, indem man z.B. das Verschuldensprinzip bei einer Ehescheidung abgeschafft hat. Dieser Umstand und der gesellschaftliche Konsens, dass Ehescheidungen heute die Normalität sind und Kinder sich eben an immer wieder neue Bezugspersonen gewöhnen müssen, tragen zusätzlich zur Zerstörung von Ehen und Familien bei.

Zum Charakteristikum eines Staatsmannes und einer moralisch hochstehenden Politik gehörte früher einmal, dass der Staat für die innere und äußere Sicherheit sorgt (was heute ebenfalls vernachlässigt wird) und die Familien fördert. Die ideale Familie müsste nach Kräften gefördert werden, für sie müsste das Optimale getan werden. Stattdessen betreibt man Gesellschaftsveränderung durch ungerechte Privilegien für Lebensformen, die das Bild von Ehe und Familie verdunkeln und zerstören. Das Zivilrecht bildet ausreichende Instrumente zur Wahrung der allgemeinen Menschenrechte. Die Akzeptanz und Privilegierung sündhafter Lebensformen schädigt hingegen das Gemeinwohl.

Die hier beschriebene und wahrlich besorgniserregende Lage ist für die herrschenden Kreise noch nicht schlimm genug. UNO, EU und unsere eigene staatliche Gesetzgebung fördern die Gender-Ideologie, deren Ziel die gänzliche Beseitigung der herkömmlichen Vorstellung von Ehe und Familie ist und die so nebenbei den christlichen Glauben an der Wurzel ausrotten will.

 

„Schafft Herzen voll Laster und ihr werdet keine Katholiken mehr haben!“

Der Satz stammt aus einer Schrift eines abtrünnigen französischen Priesters, des Ex-Kanonikus Roca aus dem Jahre 1819. Heute wird diese Aufforderung voll verwirklicht, und das unter großzügigem Einsatz unserer Steuergelder. Es ist die Gender-Ideologie, die unser Recht und unsere Kultur durchdringt. Die Kernidee ist, dass es ein biologisches (gottgewolltes) Geschlecht des Menschen nicht gibt, sondern dass er es sich selbst aussuchen und sooft ihm dies beliebt auch ändern kann. Der Hintergedanke ist die Etablierung und gesellschaftliche Anerkennung jeder Art von Unzucht.

Um keine Zweifel aufkommen zu lassen, worum es sich handelt, müssen wir uns – so ekelhaft das ist – mit grauslichen Details beschäftigen. Nur so können wir die Gefahr verstehen, der vor allem unsere Kinder ausgesetzt sind: Das österreichische Institut für Sexualpädagogik hat im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst den Film „Sex, we can?!“ produziert. Aus dem Inhalt: Zwei Buben schauen sich einen Sexfilm an und unterhalten sich über Kondome. Ein Bub geht zur Toilette. Er steht vor drei Türen mit den Aufschriften: Heterosexuell, Homosexuell, Metrosexuell und freut sich, dass er das optimale Kondom namens „Superman“ für sich gefunden hat. Elena hilft Sophie bei der Auswahl des passenden Verhütungsmittels, inklusive „Pille danach“, und klärt sie darüber auf, dass „das die Eltern nichts angeht und sie schlafen kann mit wem sie will“. „Das Sexleben fällt ab deinem 14. Geburtstag in deine eigene Verantwortung. Dann giltst du als sexuell mündig“. Der Film informiert darüber, dass 95 % der unter 16-Jährigen behaupten, sie hätten Sex, in Wirklichkeit seien das aber nur 50 %. Man sieht Sophie und David beim „Ersten Mal“. David zieht sich einen Kondom über, aber die beiden haben Probleme. David: „Ich komm nicht rein“. Sophie sagt zu Elena: „Ich bin noch nicht so weit. Morgen vielleicht oder übermorgen.“ Elena: „Du lässt ihn jetzt sofort rein!“. In einem zweiten Film vergleichen Buben die Länge ihres Penis. In einer Anweisung für Lehrer und Erzieher heißt es dazu, es gehe um die sexuelle Bildung von Kindern ab null Jahren bis zur Volljährigkeit. Schon Babies sollen gezielt dabei unterstützt werden, Lustgefühle zu erzeugen. Ab dem Kindergarten soll die sexuelle Aktivität zwischen den Kindern ganz ohne „moralische“ Vorgaben gefördert werden. Eine sexuelle „Latenzzeit“ gebe es nicht. Ab 12 Jahren beginnt die Vorbereitung auf das „Erste Mal“ und die Initiation in sexuelle Praktiken aller Art. Geistig und körperlich behinderte Kinder sollen einbezogen werden.

Einige Beispiele aus Deutschland: Prof. Dr. Günther Deegener ist Diplompsychologe an der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Homburg an der Saar und tritt als Gutachter in Missbrauchsprozessen auf. Er ist Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes im Saarland. In seinem Buch „Kindesmissbrauch – erkennen, helfen, vorbeugen“ tritt er für das „Recht des Kindes auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung“ ein und zitiert zustimmend: Mit Kindern ist über „Lustgefühle, Spaß, Erektion und Orgasmus“ zu sprechen, „über Selbstbefriedigung, Petting und Geschlechtsverkehr. Dabei müssen die natürlich-lustvollen Handlungen des Kindes mit seinem eigenen Körper zugelassen werden, auch im Rahmen von Doktorspielen mit anderen Kindern.“

Marion Kläs leitet die Evangelische Tagesstätte für Kinder der Diakonie Düsseldorf. In ihrer Publikation „Wie Sexualerziehung in der Kita (Kindertagesstätte) leichter gelingt“ geht es um „aktive Sexualerziehung“. Wenn Kinder fragen: „Dürfen wir in der Kuschelecke unseren Penis und unsere Scheide anschaun?“, antwortet sie auf solch „unbefangene Fragen“… „ganz souverän“ mit Ja.

Elke Schmidt ist Referentin bei einer Organisation für Prävention vor sexuellem Missbrauch. Zum Problem, dass es immer mehr sexuelle Übergriffe unter Kindern gibt, auch im Kindergarten, hat sie folgendes zu berichten: „Serpil möchte, dass ihr Freund Ben sie an der Vulva küsst. Als er dies nicht macht, boxt sie ihn in den Bauch“. Oder: „Im Kindergarten ziehen sich die beiden Vierjährigen Jakob und Selina in der Kuschelecke aus und untersuchen ausgiebig ihren Po und ihre Geschlechtsteile.“ Oder: „Die dreijährige Laura masturbiert regelmäßig vor dem Einschlafen.“ Oder: „ Die fünfjährige Lisa fordert in der Toilette des Kindergartens den dreijährigen Martin auf, die Hose auszuziehen und fasst ihn am Penis an. Sie verspricht ihm, dass er dafür mit ihr Lego spielen darf.“ Oder: „Nina und Tim liegen aufeinander und machen geschlechtsverkehrsähnliche Bewegungen.“ Oder: „Im Kindergarten spielen einige Jungen Pimmellutschen.“ Das alles sei „normal“ und sollte wohlwollend akzeptiert und gefördert werden.

Das sind keine krassen Einzelfälle oder Entgleisungen, das entspricht der Richtschnur unserer staatlichen Bildungs- und Erziehungspolitik – eben „Gender-Mainstreaming“. Es gibt Gender-Lehrstühle an den Universitäten und Gender-Beauftragte in den Schulen. Es geht bei der Gender-Ideologie nicht um die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, wie absichtlich irreführend behauptet wird, es geht auch nicht nur um die gendergerechte Sprache, also um deren Verhunzung, es geht tatsächlich in erster Linie um zwangsweise Sexualisierung unserer Kinder und Jugendlichen. Anders ist ja auch nicht zu erklären, warum ständig von den angeblich in Gefahr befindlichen Menschenrechten von „Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen“ die Rede ist. Und dies vom UN-Generalsekretär über alle politischen Entscheidungsträger bis zu Rundfunksprechern.

 

Was können – was müssen wir tun

Ausgehend vom Wunsch der Menschen nach einem geglückten Familienleben müssen wir sie darüber aufklären, dass diese alles durchdringende Gender-Ideologie der größte Feind ihres Lebensglückes ist. Unter der Herrschaft dieser Ideologie wird es immer weniger glückliche Beziehungen geben und immer mehr gestörte Kinder, die gezielt bindungsunfähig gemacht werden. Wir können ganz sicher sein, dass 80 bis 90 Prozent der Eltern eine solche Erziehung wie oben angedeutet für ihre Kinder nicht wünschen. Und das ist der Anknüpfungspunkt für eine flächendeckende Aufklärungskampagne. Der gesellschaftliche Druck, nur ja nicht gegen die Gender-Ideologie aufzubegehren, ist inzwischen zwar sehr groß geworden. Und wenn es nach dem Europa-Parlament geht, dann sollen alle vor den Strafrichter kommen, die es wagen, die Heilige Schrift zum Thema Unzucht zu zitieren oder in anderer Weise aufzubegehren. Doch noch gibt es die Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit und die müssen wir nützen.

Unter Federführung des Vereins „PRO VITA – Bewegung für Menschenrecht auf Leben“ ist eine Plattform Familie entstanden, die über diese Dinge informieren und aufklären wird. Wir müssen unserer Verantwortung vor Gott und unseren Mitmenschen gerecht werden und uns zum Handeln aufraffen. Als Initialzündung gedacht ist der

Marsch für die Familie am Samstag, dem 14. Juni 2014.

Die Teilnahme an dieser Kundgebung soll ein deutliches Zeichen sein und der Beginn von Aktionen im ganzen Land. Angedacht sind solche „Märsche“ in kleinerem Umfang, Vortragsabende, Informationsstände und Verteilung von Flugzetteln vor Schulen und Kindergärten. Informierte und mobilisierte Eltern werden sich gegen die praktische Umsetzung dieser Ungeheuerlichkeit zu wehren wissen. Sie werden Lehrer und Kindergärtnerinnen direkt ansprechen und Bürgermeister, Gemeindefunktionäre, Landtags- und Nationalratsabgeordnete mit Beschwerden bombardieren. Und dann können wir uns in weiterer Folge auch mit den Ungerechtigkeiten befassen, mit denen die Familien insgesamt konfrontiert sind.

Merken Sie sich den Termin vor, kommen Sie wenn möglich mit Freunden und Bekannten zu dieser Kundgebung. Besser noch: Helfen Sie mit, indem sie Busfahrten und Mitfahrgelegenheiten organisieren. Unterstützen Sie uns mit Spenden und so wichtig die hier ausdrücklich erbetene Gebetsunterstützung ist: Bedenken Sie, dass Trägheit eine der Hauptsünden ist. Wem es zumutbar ist, der sollte handeln. Angesichts der Lage ist es sicherlich falsch zu sagen: Ich bete und Gott wird schon eingreifen. ER will unser HANDELN, soweit es dem Einzelnen eben zumutbar ist.

marsch für die familie2014-1

 





Die Spinelli Group

25 05 2014

EU Abgeordnete unterschreiben ein Dokument in dem Sie sich verpflichten bei Abstimmungen immer für die EU Richtlinie und gegen die Interessen des eigenen Landes zu stimmen!

 





Schweigemarsch für verfolgte Christen

6 05 2014

Schweigemarsch

Schweigemarsch Plakat A4

 





Zu klug um in die Politik zu gehen?

6 05 2014

“Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft werden, dass sie von den Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.”

(Platon, Griechischer Philosoph,427 v. Chr. 347 v. Chr.)





EU Wahl: Ewald Stadler und die REKOS

4 05 2014

REKOS

Ist Ewald Stadler mit den neu gegründeten REKOS eine Alternative zu den etablierten Parteien? Urteilen Sie selbst! Im folgenden finden Sie die letzte Aussendung von Ewald Stadler und ganz unten finden Sie den Link zu den REKOS mit Vorträgen und Interviews.

  Die Wahlen am 25. Mai 2014 bergen eine bisher nie dagewesene Chance für das wertkonservative Lager in Österreich. Von 6.409.612 Millionen Wahlberechtigten werden nicht einmal 50 Prozent zur Wahl gehen. Für einen Sitz im europäischen Parlament genügen 178.044 Stimmen, bleibt die Wahlbeteiligung bei den prognostizierten 42 Prozent, sind bereits 149.557 Stimmen für ein Mandat ausreichend. Bei den Wahlen am 25. Mai kommt es daher auf jene Wähler an, die auch tatsächlich ihre Stimme abgeben. Wenn 41 REKOS-Kandidaten und ich als Spitzenkandidat um Ihre Stimme bitten, dann geht es langfristig auch darum, ein Antreten bei den Nationalratswahlen zu ermöglichen. Ob die Regierung bis in das Jahr 2018 durchhält oder nicht, ein Sitz im EU-Parlament würde den REKOS jedenfalls das Antreten bei den kommenden Wahlen in Österreich sichern. Als die einzige echte wertkonservative Alternative werden wir es dann mit vereinten Kräften in den Nationalrat schaffen. Für die gesellschaftliche und politische Debatte käme es dann endlich zu einem Wendepunkt. Wir sind dann als wertbewusste Bürger nicht mehr abhängig von bestehenden Parteien, die alle nach links rücken, sondern können unsere Werte und Konzepte über eine eigene Partei-Akademie langfristig in der Gesellschaft etablieren. Das Projekt der REKOS ist vor allem ein Projekt der Vereinigung. Unter dem Schild der REKOS sollen sich die wertkonservativen Gruppen Österreichs zusammenfinden und am Aufbau einer eigenen politischen Vertretung mitwirken. Es ist ermutigend, dass bereits jetzt die Mitarbeiter der CPÖ, der JES und der HLI das Projekt der REKOS mitgestalten. Auch zwei ehemalige Vorsitzende der Jugend für das Leben arbeiten engagiert an vorderster Front mit. Darüberhinaus haben auch Mitarbeiter des “Team Stronach” zu uns gewechselt, weil sie bei uns tatsächliche Wertorientierung gefunden haben. Wir verstehen unseren Einsatz als Dienst am REKOS-Projekt. Laut einer Umfrage über die Bekanntheit von EU-Abgeordneten genießt meine Person 84 Prozent Bekanntheitsgrad. Diesen erarbeiteten Ruf und meinen professionellen Mitarbeiterstab möchte ich ganz in den Dienst der Sache stellen. Gelingt den REKOS am 25. Mai ein Erfolg, dann ist das ein wegweisendes Signal für die nächsten Nationalratswahlen. Mit Ihrer Hilfe können wir uns dann noch viel breiter in der Gesellschaft aufstellen. Bitte mobilisieren Sie Wähler vor allem vor diesem Hintergrund! Die Erosion der ÖVP zeigt sich ganz deutlich in den beiden Bundesministern Andrä Rupprechter und Sophia Karmasin, die gegen das Kindeswohl das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare einführen wollen. Der neu gewählte steiermärkische Landesrat Drechsler will die ÖVP sogar “links der Mitte” ansiedeln. Angemerkt sei auch, dass das vor sechs Jahren beschlossene Gesetz über die gleichgeschtliche Partnerschaft ein Vorschlag der ÖVP war. Und wie ist es um den Schutz des Lebens bestellt? In den Salzburger Landeskliniken gibt es auf Grund der rechtswidrigen Weisung der SPÖ-Landeshauptfrau a.D. Gabi Burgstaller eine Ambulanz zur Tötung von Ungeborenen. Seit dem Juni 2013 wird Salzburg wieder von der ÖVP regiert. Mit einem Zweizeiler hätte der schwarze Landeshauptmann der Abtreibung – finanziert aus Steuermitteln – ein Ende setzen können. Er hat es trotz Aufforderung durch Lebensschützer bisher nicht getan und es steht zu befürchten, dass er auch künftig die skandalöse Burgstaller-Weisung nicht aufheben wird. Wenn wir die Zeichen der Zeit nicht erkennen, dann sterben weitere Unschuldige. Die Rahmenbedingungen für die Wahlen am 25. Mai stimmen auch deshalb, weil die politische Konkurrenz Schwierigkeiten in ihrer jeweiligen Perfomance hat: Die FPÖ ist nach massiven internen Konflikten um die Person des Andreas Mölzer geschwächt, die Führung der FPÖ erinnert mehr an eine Disko- und Clubbing-Gesellschaft als an eine ernsthafte politische Alternative. Hunderttausende EU-kritische Stimmen, die im Jahr 2009 an Hans-Peter Martin fielen, sind jetzt frei, weil dieser nicht mehr antritt. Das Team Stronach tritt nicht an, scharenweise wechseln Funktionäre zu uns. Auch Frau Haider-Quercia verzichtet auf ihre Kandidatur. Die im Internet entstandende Parallelöffentlichkeit, die in vielen Dingen eine andere Sprache spricht als die veröffentlichte Meinung der System-Medien, bietet uns REKOS eine Plattform, die wir bisher noch nicht voll und ganz ausgeschöpft haben. Mit der Werbelinie des Schildes, auf dem “Wehrt Euch” geschrieben steht, haben wir eine schlanke, unverwechselbare, eigenständige und günstige Werbelinie. Unsere Wehrhaftigkeit gegen eine EU, die zu abgehoben und zu links ist, können wir gemeinsam unter Beweis stellen. Medial haben wir uns in den letzten Wochen unmissverständlich EU-kritisch und wertkonservativ positioniert. Unser Parteiprogramm konzentriert sich auf sieben Seiten auf zehn Kernthesen. Den Auftrag der REKOS, den Konservativismus in Österreich wiederherzustellen, haben auch ORF-Kabarettisten verstanden: Man nennt uns REKOS – Die Rekonvaleszenten, also die Wiedererstarkenden. Dank meiner Mitgliedschaft in der europäischen Partei MELD (Bewegung für Freiheit und Demokratie, europäische Partei der Fraktion für Freiheit und Demokratie) können wir uns nach den Wahlen der Fraktion EFD (Europa für Freiheit und Demokratie) anschließen, die nach allen Umfragen ein großes Wachstum erfahren wird. Darüber hinaus gibt es ein fraktionsübergreifendes Netzwerk, dass uns im Aufbau einer wertebewussten Politik tief verbunden ist. Die kommenden drei Wochen sind eine Chance, die wir in den nächsten zwanzig Jahren nicht mehr haben werden. “Jetzt oder nie” werden wir wertkonservativen Bürger eine neue politische Heimat haben. Ich bitte Sie um Ihre Unterstützung bei diesem Vorhaben. Wählen Sie am 25. Mai REKOS – Liste Ewald Stadler. Kämpfen Sie bitte um jede einzelne Stimme. Auf die Mobiliserung kommt es an! Liebe Freunde, liebe Unterstützer, liebe Mitchristen, liebe Landsleute: Ich bin der tiefen Überzeugung, dass wir es unseren Vorvätern und unseren Kindern schuldig sind, dass unsere Werte – Treue, Familie, Freundschaft, Religion, Vaterlandsliebe – über die lebensbedrohlichen Irrtümer der gegenwärtigen “Polit-Elite” – Abtreibung, Euthanasie, Genderismus usw. – siegen müssen. In tiefer Verbundheit freue mich auf unseren gemeinsamen Wahlkampf, auf viele persönliche Begegnungen mit Ihnen und Gleichgesinnten und sage schon jetzt ein herzliches “Vergelt’s Gott”! Ewald Stadler, REKOS-Spitzenkandidat

www.rekos.at

 

 








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