Die homosexuelle Propaganda

14 06 2013

In Russland wurden in der Vergangenheit Gesetze gegen homosexuelle Propaganda erlassen. Interessanterweise wurde in den Medien nirgends erklärt, was mit homosexueller Propaganda überhaupt gemeint ist und warum diese verboten wurde. Noch interessanter ist, dass die meisten Bürger offenbar gar kein Interesse daran haben, dies zu erfahren und nicht im Traum daran denken, die oberflächliche Berichterstattung der Medien zu hinterfragen und stattdessen viel lieber die russischen Bürger als “homophob” und rückständig abstempeln.

Der bekannte russische Journalist Maxim Schewtschenko erklärt, was es damit auf sich hat.

 





Die Neue Weltordnung – politisch korrekt oder Verschwörungstheorie?

14 05 2013

Von Inge M. Thürkauf

Für die meisten Zeitgenossen ist es ein nebulöser Begriff, mit dem die wenigsten etwas anzufangen wissen – Neue Weltordnung. Zwar wittern besonders die Medien dahinter irgendeine paranoide Verschwörungstheorie, obwohl führende Politiker immer öfter in ihren Reden Formulierungen wie „die eine Weltregierung“ oder „global governance” einflechten lassen – nicht selten in Zusammenhang mit der Agenda zur Verringerung der Macht souveräner Staaten.

Die Neue Weltordnung ist, das kann mit Sicherheit gesagt werden, keine Verschwörungstheorie, sie ist das Zukunftsprogramm der zurzeit mächtigsten Organisation der Welt: der UN. Dass man verdächtigt wird, sich gegen Frieden und Menschenrechte zu stellen, wenn „Migration“, die „Auflösung der Nationalstaaten“ oder „religiöser Synkretismus“ kritisiert oder nur hinterfragt wird, zeigt deutlich genug, dass sich dahinter mehr verbirgt, als lediglich eine Verschwörungstheorie. „Die Gesellschaft soll verändert werden“, schreibt der britische Historiker Anthony Sutton, die Welt soll verändert werden, „um eine Neue Welt Ordnung hervorzubringen. Dies wird eine geplante Ordnung sein, mit einer strikten Einschränkung der individuellen Freiheit, ohne verfassungsmäßigen Schutz (constitutional protection), ohne nationale Grenzen oder kulturelle Unterschiede.“[1]

Die folgenden Zitate weisen auf den internationalen Konsens zur Vorbereitung einer Neuen Weltregierung:

  • Präsident George H.W. Bush, Vater, US Präsident 1989-1993, hat am 11. September 1990, also auf den Tag genau 11 Jahre vor dem magischen Datum von 9/11, vor dem amerikanischen Kongress erklärt: „Wir haben vor uns die Möglichkeit, für uns selbst und für die zukünftige Generation eine Neue Weltordnung zu schaffen. Eine Ordnung, in der eine glaubwürdige UNO ihre friedenserhaltende Rolle anwenden kann, um das Versprechen und die Vision der UN-Gründer zu erfüllen.“ Und bei seiner jährlichen „State of the Union“ Ansprache im Februar 1991 entfaltete er offen seine Vision einer „Neue Weltordnung, in die verschiedene Nationen für eine gemeinsame Sache zusammengezogen werden, um die universellen Bestrebungen der Menschheit, Frieden und Sicherheit, Freiheit und Gesetzesordnung zu verwirklichen. Nur die Vereinigten Staaten haben beides: das moralische Stehvermögen und die Mittel, sie zu unterstützen.“[2] Während er dies verkündete, war der zweite Golfkrieg in vollem Gange.

Der Gedanke an eine neue Weltordnung ist für amerikanische Präsidenten ein alter Traum. Auch Woodrow Wilson (1856-1924) strebte eine globale Ordnung unter der Führung Amerikas an, um den Frieden in der Welt zu sichern. Der Erste Weltkrieg hat diesen Plan verhindert. Ebenso brachten die Bemühungen Franklin D. Roosevelts (1882-1945), den globalen Frieden mit Hilfe Amerikas zu errichten, durch den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nicht das gewünschte Resultat.

  • In einem Leitartikel der „Financal Times“ vom 8. 12. 2008 berichtet Gideon Rachman von der Agenda für eine diktatorische Weltregierung. Der Bericht räumt ein, dass der Begriff „global governance“ ein Euphemismus sei für eine antidemokratische Weltregierung. Der Autor schreibt, dass global governance viel früher eingeführt werden könnte, als die meisten erwarten, und dass Barack Obama bereits seinen Wunsch nach Erreichen dieses Ziels ausgedrückt habe.
  • Am 2. April 2009 trafen sich in London die Finanzminister und Zentralbankchefs aus 20 Ländern einschließlich der sieben großen Industrienationen zum G20-Gipfel. Der Internationale Währungsfonds und die Weltbank waren ebenfalls Teilnehmer dieses Treffens. In einer programmatischen Rede bekräftigte Premierminister Gordon Brown die Entstehung einer Neuen Welt Ordnung. Vor 200 Jahren, so Brown, hat eine neue Welt die alte abgelöst. 1990 war das Ende einer durch den Kalten Krieg bestimmten alten Welt. Man sprach damals von einer politischen neuen Ordnung. Was nicht vorausgesehen werden konnte, war die Schnelligkeit der Globalisierung. Heute nun beginnen wir zu verstehen, so Brown weiter, dass die Weltordnung, die durch die Globalisierung vorangebracht wird, nicht durch die militärische Stärke des Kalten Krieges, sondern durch ihre ökonomische Stärke entsteht. Die Länder, die erfolgreich sein werden, sind jene, die Flexibilität, Freie Marktwirtschaft, Freier Handel, Innovation und Förderung der Bildung miteinander vereinigen können. Brown abschließend: Eine neue Welt ist im Kommen. Es ist eine Neue Welt Ordnung mit bedeutend unterschiedlichen und radikal neuen Herausforderungen für die Zukunft.[3]

Die G20-Gipfelteilnehmer waren sich in drei Punkten einig:

  1. neue Finanzmarktregeln
  2. die Bereitstellung gigantischer finanzieller Mittel für die zentralen Finanzinstitute auf globaler Ebene
  3. die Vereinbarung, sogenannte Steueroasen auf eine schwarze Liste zu setzen.
  • Auch Strobe Talbott, Vize-Außenminister der USA von 1993 – 2000, spricht Klartext: „Im nächsten Jahrhundert (21. Jh.) werden Nationen, wie wir sie kennen, obsolet sein; alle Staaten werden eine einzige globale Autorität anerkennen. Nationale Souveränität war letztendlich keine so gute Idee.“[4]
  • Ebenso David Rockefeller: Er sah die Welt 1994 „am Rande einer globalen Umwälzung. Alles was nötig ist, wäre eine Krise großen Ausmaßes, und die Nationen werden die neue Weltordnung bejahen.“[5] In einer Ansprache dankte er „der Washington Post, der New York Times, dem Time Magazine und anderen Publikationen, deren Direktoren an unseren Treffen teilgenommen und beinahe 40 Jahre ihre Versprechen zur Geheimhaltung nicht gebrochen haben. Es wäre für uns unmöglich gewesen, unseren Plan für die Welt zu entwickeln, wenn er Gegenstand der breiten Öffentlichkeit gewesen wäre. Aber jetzt ist die Welt aufgeklärt und vorbereitet genug, um einer Weltregierung entgegenzugehen.[6]
  • Jacques Attali, ehemaliger Berater des französischen Präsidenten Sarkozy, sah eine Chance für eine Weltregierung in der im Jahre 2009 erwarteten Schweinegrippe Pandemie. „Die Geschichte lehre, dass die Menschheit sich nur unter Todesangst bedeutsam weiterentwickle: Dann mobilisiere sie Abwehrmechanismen, manchmal unerträgliche (Sündenböcke und totalitäre Systeme); manchmal sinnlose (Ablenkung); manchmal effiziente (therapeutische Maßnahmen, die letztendlich all die alten Moralvorstellungen über Bord werfen).“[7]
  • Ähnlich äußerte sich Henry Kissinger: “Heute würden die Amerikaner empört reagieren, wenn UNO-Truppen Los Angeles beträten, um die Ordnung wiederherzustellen; morgen wären sie dankbar! Besonders, wenn ihnen erklärt wird, dass es eine äußere Bedrohung gibt, ob real oder Propaganda, die unsere Existenz in Frage stelle. Alle würden dann die Weltführer anflehen, sie von diesem Übel zu erlösen. Jedermann fürchtet sich vor dem Unbekannten. Wenn ihnen dieses Drehbuch vor Augen gestellt wird, werden Individualrechte bereitwillig im Gegenzug für Garantien ihres Wohlergehens abgetreten, das ihnen von der Weltregierung bewilligt wird.”[8]
  • Die Schweiz hat ebenfalls diesbezüglich einen Vorschlag unterbreitet: Anlässlich der UNO Vollversammlung in New York am 14. September 2010 hielt Altbundesrat Joseph Deiss seine Antrittsrede als Präsident der UNO-Generalversammlung und stellte die Forderung nach einer „gouvernance mondiale“, nach einer globalen Regierungsführung.
  • Völlig unmissverständlich drückte sich die deutsche Bundeskanzlerin, Angela Merkel, auf dem Kirchentag in Dresden 2011 aus: „Wenn man eine wirkliche Weltordnung haben will, eine globale politische Ordnung, dann wird man nicht umhin können, Souveränität, Rechte, an andere abzugeben“.[9] Und während der Konferenz „Falling Walls“ am 9.November 2009 in Berlin, umschrieb sie die NWO elegant mit den Worten: „…eine der spannendsten Fragen, Mauern zu überwinden, wird sein: Sind Nationalstaaten bereit und fähig dazu, Kompetenzen an multilaterale Organisationen abzugeben, koste es, was es wolle?“ Da diese Rede 2009 gehalten wurde, fragt man sich, welche Mauern sie hier angesprochen hat, die Berliner Mauer kann es wohl nicht gewesen sein, sie fiel ja 20 Jahre früher. Es können somit eigentlich nur Ländergrenzen gemeint sein, die durchbrochen werden müssen, damit z. B. Menschen Grenzen los einwandern können[10], und zwar – koste es, was es wolle. Für die Bundeskanzlerin existiert bereits eine Welt des Friedens, wenn es keine Grenzen mehr gibt. Angela Merkel bekräftigt diesen Aspekt, wenn sie sagt: „Das wollen wir auch dort schaffen, wo … Mauern die Möglichkeit verhindern, dass die Welt friedlich zusammenlebt.“ – „Es wird so sein, dass ein friedliches Zusammenleben nur mit einer globalen Ordnung … möglich ist.“ – „Diese Welt wird keine friedliche … Welt sein, wenn wir nicht zu mehr globaler Ordnung und mehr multilateraler Zusammenarbeit finden.“[11]

Soll das heißen, dass nur eine Welt ohne Grenzen, ohne Mauern, wie sie das nennt, eine Welt des Friedens sein wird? Was geschieht, wenn Nationalstaaten auf ihre Grenzen aber nicht verzichten wollen? Nehmen wir als Beispiel die Schweiz.

Sicher – so das berechtigte Argument – die Schweiz gehört nicht zur EU, zumindest nicht offiziell. Es ist jedoch auch an der Bevölkerung nicht unbemerkt vorbeigegangen, dass den Forderungen aus Brüssel immer mehr Gehör geschenkt wird. Der Wirtschaft zu liebe, ist die Regierung fast gezwungen, die einen oder anderen Verträge zu unterschreiben. Denn die Globalisierung ist – wie Politiker sich auszudrücken pflegen – „alternativlos“, und in diese „Alternativlosigkeit“ möchte die EU das Alpenland doch gerne mit hineinnehmen.

Dass die „globale Ordnung“, wie Frau Merkel sich ausdrückt, u. U. doch an „Mauern“ stoßen könnte, zeigen die Äußerungen des Verteidigungsminister Ueli Maurer (nomen est omen?) in der Schweizer Zeitung „Sonntag“ vom 7. Oktober 2012. Die Schweizer Armee erwarte eine dramatische Eskalation der Lage in EU-Krisenstaaten mit Auswirkungen auf die Sicherheit der Schweiz, warnt er. Die Euro-Krise verschärfe das Gewaltpotenzial. Die Sparmaßnahmen in den südlichen Eurokrisenländern würden dazu führen, dass die Armeen dieser Länder geschwächt werden. Da Bern ein Übergreifen auf das eigene Gebiet und große Flüchtlingsströme aus Südeuropa befürchtet, rüste die Armee ihre Streitkräfte auf, um die vier Landesteile an den Grenzen abzusichern.

Dazu ein nicht uninteressantes Detail: Armeechef André Blattmann machte im März 2010 im Rahmen einer allgemeinen sicherheitspolitischen Lagebeurteilung auf die Gefahren aufmerksam, die von der gegenwärtigen Finanz- und Verschuldungskrise ausgehen könnten. «Denken Sie nur an die wirtschaftliche Situation in Griechenland“, warnte Blattmann, „plötzlich steht in einem EU-Land der Staat vor dem Bankrott.» Und weiter: „Auch in Europa können Situationen entstehen, die wir uns heute gar nicht vorstellen können.“ So könnten beispielsweise grosse Migrationsbewegungen einen Einsatz der Armee nötig machen.[12] Linke Sicherheitspolitiker und Schweizer Qualitäts-Medien beantworteten den Mahnruf des Realisten Blattmann teils mit Gelächter, teils mit einem Aufschrei der Empörung.

Der Bundesrat der SVP, Ueli Maurer, teilt jedoch die Meinung seines Armeechefs: „Die EU bereite ihm Sorgen“, betonte Maurer. Er frage sich, wie lange es noch möglich sei, die Krise mit „Geld“ zu beruhigen. „Ich schließe nicht aus“, meint er, „dass wir in den nächsten Jahren die Armee brauchen“.[13] Auch das Verteidigungsdepartement VBS (Eidgenössischen Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) schließt sich Maurers und Blattmanns Ansichten an. Wie wir aber aus den Worten von Angela Merkel deutlich herausgehört haben, würde die Absicherung von Landesgrenzen die Verwirklichung der multilateralen Zusammenarbeit behindern, was den Frieden doch empfindlich gefährden würde.

Ein freundlicher Vorschlag zur Integration der Schweiz in die globale Ordnung kommt vom Nationalen Geistigen Rat der Bahá’i in der Schweiz vom März 1991. Er meinte: „Der europäische und letzthin weltweite Integrationsprozess verlangt von der Schweiz jene Bereitschaft zu Toleranz und kreativer Anpassung, welche sich auch bei der Neuordnung der Kompetenzen zwischen Bund und Kantonen zur Bildung des Bundesstaates Schweiz als notwendig und richtig erwiesen hat. Je aktivierter und zuversichtlicher sich die Schweiz für das Entstehen einer Neuen Welt Ordnung einsetzt, desto besser wird sie in der Lage sein; ihre Erfahrungen bei der Schaffung globaler föderalistischer Strukturen einzubringen, um in der Völkerfamilie den ihr gebührenden Platz einzunehmen.“ Nach Meinung des Geistigen Rats ist die Schweiz also noch nicht auf ihrem „gebührenden Platz in der Völkerfamilie“ angekommen.

Zuversichtlich im Sinne des „weltweiten Integrationsprozesses“ ist sich Avenir Suisse, eine Denkfabrik mit Hauptsitz in Zürich, zuständig für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft der Schweiz. Diese Organisation plant, das Land in Grossräume, in sogenannte Metropolitan-Räume umzubauen, was die Auflösung der Kantonsgrenzen zur Folge hätte. Auch diese Umordnung begann schleichend, von den meisten Eidgenossen unbemerkt: Anfänglich waren es die Firmenfusionen in der Privatwirtschaft, dann folgten die systematischen Umstrukturierungen der Kantone durch Gemeindefusionen. Sie wurden als dringend notwendig erachtet, da nur große Gemeinden die anstehenden Probleme noch lösen könnten, so die Begründung.

Etwas dürfte den Europaarchitekten in und ausserhalb der Schweiz klar sein: Die föderalistischen Strukturen der Gemeinden und Kantone sowie die direkte Demokratie der Schweiz sind nicht kompatibel mit den Vorgaben der EU. Durch den Umbau des Landes in Großräume könnte den Forderungen der EU zunächst einmal Rechnung getragen werden. Der Verlust der Selbstständigkeit des Landes ist bei diesen Überlegungen kaum ein Thema. Im Gegenteil, denn als Folge der Neuordnungen der Kantone sind notwendigerweise auch die Änderungen der politisch-demokratischen Strukturen im Gespräch. „Die kantonalen Parlamente werden in Zukunft nur noch Konsultativorgane der Regierung sein, und die Bürgerversammlungen werden ebenso nur noch konsultativen Charakter haben“, erklärte Prof. Dr. Daniel Kübler von der Universität Zürich an einer Tagung der Schweizerischen Gesellschaft für Parlamentsfragen diese tiefgreifenden Veränderungen der demokratischen Volksrechte. „Dies sei notwendig“, fügte er hinzu, „da die heutigen Befugnisse dieser Gremien eine Behinderung der Tätigkeit der Exekutive darstellen!“.[14]

Die Errichtung eines Weltstaates hat nach den Vorgaben der Vereinten Nationen als einzige Herrschaftsform die Demokratie im Blickpunkt. Es steht allerdings nirgends geschrieben, dass die „Direkte Demokratie“ der Schweiz als Vorbild genommen werden wird, bei dem das Volk nicht nur durch Wahlen, sondern durch häufige Volksabstimmungen direkten Einfluss auf die Politik nehmen kann. Um EU-konform zu werden, bleibt der Alpenrepublik jedoch noch die Möglichkeit, zu der in vielen anderen Staaten der Welt üblichen „Parlamentarischen Demokratie“ zu wechseln.[15]

Am Beispiel der Schweiz lässt sich mühelos erkennen, die Neue Weltordnung ist weit davon entfernt, lediglich als Verschwörungstheorie gehandelt zu werden.

 

 

 

 


[1] Anthony Sutton: (1925-2002) britischer Ökonom, Historiker, Schriftsteller, Ökonomie-Professor an der California State Universität in Los Angeles: America’s Secret Establishment, 1983/2002, Trine Day.

[2] http://www.information-manufaktur.de/neueweltordnung-novus-ordo-seclorum

[3] Euro-med.dk/?p=7796, Video, der Text ist eine Zusammenfassung der Rede.

[4] Time Magazine, 20. Juli 1992.

[5] 1994 vor dem Wirtschafts-Ausschuss der Vereinten Nationen (UN Business Council).

[6] Euro-med.dk/?p=7796, Video.

[8] Henry Kissinger bei der Bilderberg-Konferenz in Evian am 21.05.1992, http://www.cassiopaea.org/cass/exec_tyranny.htm.

[10] Vergl. Manfred Kleine-Hartlage, „Neue Weltordnung“ – Zukunftsplan oder Verschwörungstheorie?, Schnellroda 2012.

[13] „Sonntag“ 7.10.2012

[14] www.freie-meinung.ch/Fusion-Bulletin_Olten(1).pdf. Vortrag von Peter With vom 7.3.2012.

[15] Vergl. dito





Die Political correctness – die neue Staatsideologie

27 01 2013

von Inge M. Thürkauf

Wenn Ideologen zur Macht gelangen, nützen sie diese Macht, um ihre Ideologie zu etablieren. In den letzten Jahren mussten wir feststellen, dass die Meinungsfreiheit immer stärker eingeschränkt wurde. Es wird immer schwieriger, über bestimmte Themen zu sprechen und zu schreiben. Traditionelle Meinungen in Bezug auf die Geschlechter, die im Widerspruch zur Gender Ideologie, zur vorgegebenen Auffassung von Homosexualität oder zur Multikultur stehen, laufen Gefahr, sich an der neuzeitlichen Staatsideologie zu vergehen. Nach den Ideologien von Marxismus-Leninismus und Nationalsozialismus ist nun eine neue Ideologie im Begriff, die Welt zu beherrschen: die Political correctness. Die Schweiz wurde bekanntlich von beiden Ismen verschont. Durch die sichtbar unaufhaltsame Erweiterung des globalen Systems einer Weltregierung ist selbst auch die Schweiz in der Gefahr, sich der Political correctness als der Staatideologie der Neuen Welt Ordnung beugen zu müssen.

Die Medien jedoch, denen sonst kaum etwas entgeht, schweigen mit wenigen Ausnahmen zu diesem Zusammenbruch abendländischer Kultur, als sei eine Nachrichtensperre über sie verhängt worden. Und sehr wahrscheinlich ist dies auch so. An Stelle der staatlichen Pressezensur ist die Zensur durch die Presse getreten. In seinem Werk „Untergang des Abendlandes“ bemerkt Oswald Spengler: „Der Leser weiß nichts von dem, was man mit ihm vorhat, und soll es auch nicht, und er soll auch nicht wissen, welch eine Rolle er damit spielt. Eine furchtbarere Satire auf die Gedankenfreiheit gibt es nicht. Einst durfte man nicht wagen, frei zu denken; jetzt darf man es, aber man kann es nicht mehr. Man will nur noch denken was man wollen soll, und eben das empfindet man als seine Freiheit.“[1] Über 80 Jahre später hat sich an der Beobachtung Spenglers nichts geändert, nur spricht man im Jahre 2011 in aller Öffentlichkeit darüber: „Was aber nützt uns die ganze schöne Pressevielfalt, wenn letzten Endes alle von Flensburg bis Garmisch über dasselbe schreiben und auch dieselben Themen auslassen?“ fragte der Münchner Verleger Dirk Ippen (Münchner Merkur, tz) am 18. Mai 2011 im Kaisersaal des Frankfurter Römer in seiner Festrede bei der Verleihung des Wächterpreises der Tagespresse. Die Klage eines Verlegers: „Wer gegen den Zeitgeist anschwimmt, findet kein Gehör“ und: „Zum Nonkonformismus gehört Mut“,[2] enthüllt mehr als alle Analysen und Statistiken, dass „Die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“[3] auch im politisch-medialen Rahmen Fakt geworden ist.

 


[1] Oswald Spengler: „Der Untergang des Abendlandes“, München 1930, II.Band, S. 576.

[2] JF, 27.05.2011, S. 5.

[3] Gabriele Kuby: „Die globale sexuelle Revolution“ – Die Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit, Kißlegg 2012.





Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit

29 10 2012

Eine scharfsinnige Analyse von Gabriele Kuby über

DIE GLOBALE SEXUELLE REVOLUTION

als Wegbereiter der Neuen Weltordnung

von Inge M. Thürkauf

„Die moderne Welt erniedrigt, sie erniedrigt die Stadt, den Mann, die Liebe, sie erniedrigt die Frau, das Kind…Sie erniedrigt die Familie“ (Charles Péguy). Die Soziologin und Publizistin Gabriele Kuby enthüllt in ihrem neuen Buch „Die globale sexuelle Revolution“ die Hintergründe der heute offenkundig gewordenen politisch inszenierten Erniedrigung der Gesellschaft durch die Zerschlagung der geistig-sittlichen Ordnung im Menschen. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis dieses sachkundig recherchierten Werkes (mit einem ausführlichen und übersichtlichen Quellenapparat) zeigt die Spannweite der von ihr kritisch vorgelegten Agenda seit der Französischen Revolution:

–          Die jeden Lebensbereich bestimmende „subversive Gender-Theorie“ unter Anwendung der Yogyakarta-Prinzipien in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität,

–          die „Globalisierung der sexuellen Revolution durch die Vereinten Nationen“,

–          die staatlich verordnete Sex-Erziehung in Schule und Kindergarten mit verheerenden Folgen für Kinder und Jugendliche,

–          Politische Vergewaltigung der Sprache,

–          Pornografie ganz normal?

–          gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität und Homo-Ehe,

–          der politische „Totalitarismus im neuen Gewand“,

–          „Intoleranz und Diskriminierung“.

–           

Dieser strategische Plan zur Umwandlung der Gesellschaft stellt im Namen einer Ideologie mit dem Begriff Gender Mainstreaming sämtliche Grundwerte von Ehe und Familie, von Kultur und Religion in Frage. Glaubensinhalte, Moral- oder Gesetzesnormen wie die Zehn Gebote oder die Direktiven des Strafgesetzbuches haben ausgedient. Der neue Mensch emanzipiert sich von allen Bindungen, er nennt gut, was böse ist und proklamiert das Böse als das vom Menschen geschaffene Gute. Wenn aber das Leben und die das Leben tragenden Werte als nicht mehr zu akzeptierende Lasten zur Disposition gestellt werden, wird auch die Zukunft keinem Härtetest mehr gewachsen sein. Es wird nichts mehr geben, woran sich die Menschen halten können, es wird nichts mehr geben, was wert ist, heilig gehalten zu werden.

Die Rede von einer Neuen Weltordnung ist kein Tabu mehr. Amerikanische Präsidenten lassen diesen Begriff seit dem Jahre 2000 immer wieder in ihre Reden einfließen. Zum 20. Jahrestag der Berliner Mauer hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine neue globale Ordnung ausgesprochen. Die Nationalstaaten müssten Kompetenzen an multilaterale Organisationen abgeben, „koste es, was es wolle“. Ein friedliches Zusammenleben in der Welt werde auf Dauer nur in einer globalen Ordnung möglich sein, so die Bundeskanzlerin bei der Wissenschaftskonferenz „Falling Walls“ am 9. November 2009. Als Beispiel für eine multilaterale Organisation nannte sie die EU, die durch ihre Mitgliederstaaten gestärkt worden sei.

Unabhängig von diversen Bekenntnissen der Politiker ist es offensichtlich geworden, dass wir uns bereits im Zentrum dieses globalen Monsters befinden: In der Neuen Weltordnung der Sexualität. Sie ist die universalistische Moral des Mitbegründers der Frankfurter Schule, Jürgen Habermas, die er global verbindlich eingeführt sehen wollte. Mit Hilfe der Gruppendynamik wurde sie weltweit eingeübt. Der Umgang mit Sexualität ist eine ethische Frage. Kinder, die eine das Lustprinzip betonende Sexualerziehung durchlaufen haben, werden nicht mehr aufnahmefähig sein für Tugenden oder für die Heiligkeit der biblischen Wahrheit.

Wenige nur haben den global-revolutionären Angriff auf die christliche Religion unter dem Diktat von UN und EU in der gebotenen Schärfe erkannt. Mit ihrem Aufklärungsbuch füllt Frau Kuby eine längst fällige Lücke im deutschen Sprachraum. Es braucht Mut, die ganze Bandbreite und den Kernbereich des weltweiten politisch und kulturell vorangetriebenen Zerstörungswerks aufzuzeigen – Mut für die Autorin, aber auch für den Verlag, der das Werk an zweitausend Politiker in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Europäischen Union versandt hat, außerdem an alle Bischöfe und Vertreter der Juden und Muslime in den deutschsprachigen Ländern. Wird sich jemand finden, der sich genügend geistige Unabhängigkeit bewahrt hat, der trotz Diffamierung, Ausgrenzung und Verfolgung die nötige Zivilcourage aufbringt, um dem Machtanspruch der political correctness zu widerstehen; der dem „Gewissen eine Stimme“ gibt und den dringend erforderlichen Diskurs zur Verteidigung von Familie, Religion und Kultur in die Wege leitet? Europaweit ist „eine wachsende Diskussionsverweigerung im Namen der „politischen Korrektheit“ zu beobachten“, schreibt Robert Spaemann in seinem Geleitwort, „dem vom Mainstream Abweichenden wird nicht mit Argumenten erklärt, inwiefern er irrt, sondern es wird ihm gesagt: ‚Das hättest du nicht sagen dürfen’.“

Der ehemalige Präsident Tschechiens, Vaclav Havel, warf nicht nur einen politischen Blick auf die aktuelle Lage der Gesellschaft. Er sprach als Staatsmann, als er es für die vordringlichste Aufgabe der Politik erachtete, „das Böse in seiner Frühphase zu erkennen und zu eliminieren“. Die Frühphase der Gewalt des Bösen scheinen in den westlichen Ländern sowohl die Gesellschaft als auch die Politik verpasst zu haben. Doch unser Glaube lehrt, dass es für Gott nie zu spät ist. Wir müssen, wie der spanische Philosoph Donoso Cortes schreibt, das religiöse Thermometer wieder anheben, dann sinkt von selbst das politische. Fällt jedoch das religiöse Thermometer, dann steigt sofort und gesetzmäßig auch das politische, und dieses kann so hoch steigen, bis schließlich das Maß der Tyrannei erreicht ist. Das, so bekräftigt Cortes, ist ein Gesetz der Geschichte.

Es ist aber auch ein Gesetz der Geschichte, welches Umkehr möglich werden läßt. Den Streit zwischen Licht und Finsternis bestimmen nicht Regierungen oder Ideologien. Jedem Menschen hat Gott die Freiheit geschenkt, zu entscheiden, auf welche Seite er sich im Ernstfall hier und jetzt stellen will. Gabriele Kubys opus magnum (Stefan Meetschen) ist Begegnung mit dem Ernstfall, ein Plädoyer für christlichen Glauben und Kultur, für Freiheit, Wahrheit und Vernunft.

Gabriele Kuby: „Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“, mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Robert Spaemann, Kißlegg 2012.





Von Mohammed zu Jesus oder „Das Todesurteil“

1 07 2012

Der Weg eines irakischen Muslim zum Christentum

von Inge M. Thürkauf

Christen sind Ketzer, sind unreine Parias, sind weniger als nichts, und beten dazu noch drei Götter an. Der 23jährige Mohammed, durchdrungen vom Bewußtsein der Macht seiner schiitischen Adelsfamilie im Irak des Saddam Hussein, Augapfel seines Vaters und designierter Nachfolger als Stammesoberhaupt, krümmt sich vor Ekel bei dem Gedanken, sein Zimmer während des Wehrdienstes mit Massoud, einem Christen, teilen zu müssen – er ein Moussaoui, dessen Familie in direkter Linie vom Propheten abstammt und den die Bewohner Bagdads mit „Sayid Malouana – unser Herr“ begrüßen. Unerträglich die Vorstellung, mit einem Christen sprechen, das Essen gemeinsam mit ihm einnehmen zu müssen oder gar in die Lage zu geraten, von ihm berührt zu werden. Mohammed war noch nie einem leibhaften Christen begegnet und nun soll er auf Befehl des Quartiermeisters mit diesem ihm unbekannten Individuum zusammenwohnen? Bei diesen rebellischen Gedankensplittern tröstet ihn jedoch plötzlich die Idee, diesen Ungläubigen – koste es, was es wolle –zum Islam zu bekehren. Das war im Jahre 1987.

Ein Vierteljahrhundert später wird er mit Überzeugung gestehen: „Man muß den Islam zerstören, um die Muslime zu retten…Ich liebe die Muslime, aber diese Religion ist das Schlimmste, das die Welt hervorgebracht hat. Es ist die einzige Religion, die fordert, den Nächsten zu töten…Christus allein ist die Wahrheit, diese Wahrheit tötet niemand, sie liebt“.

Als er im Gespräch mit einem Journalisten diese Aussage wagte, lebte er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Exil in Frankreich – als illegale Einwanderer, entwurzelt, mittel- und staatenlos. Der Name seiner Familie in Bagdad hätte ihm die Türen zu Macht und Reichtum geöffnet. Doch aus dem Schiiten Mohammed al-Moussaoui ist der Christ Joseph Fadelle geworden.

Dieser Gesinnungswandel, der sein bisheriges Leben sprengte und dessen Folgen er lange Zeit nicht wahrhaben wollte, wurde ausgerechnet durch Massoud, den Stubenkameraden aus dem Militärdienst eingeleitet. Er entsprach nicht den Vorurteilen, die Mohammed ihm unterschob. Im Gegenteil! Der Christ wurde durch seine Bildung und seine freundliche Zurückhaltung für ihn das Tor zu einem neuen Blick auf den Islam, in dem er den ahnenstolzen Muslim bat, den Koran „eingehend und ehrlich zu studieren“, ihn nicht einfach nur zu lesen, sondern ihn mit dem Verstand zu begreifen. Mohammed lässt sich darauf ein und muß mit wachsender Erschütterung erkennen, dass ihm im Laufe der Lektüre des heiligen Buches der Muslime die Fundamente seines Glaubens immer mehr entschwinden, dass selbst das Leben des Propheten, dessen Namen er trug, ihm zu einer „Quelle der Scham“ wird.

Der Schmerz über den Verlust des bisher so stolz hochgehaltenen Glaubens, die für ihn demütigende Erkenntnis, einer falschen Religion angehangen zu haben, bringt ihn an den Rand der Verzweiflung. Ein Traum rettet ihn aus dem „seelischen Siechtum“, das ihn über Wochen niederdrückte: Er steht an einem Bach, ihm gegenüber am anderen Ufer ein Mann, gekleidet nach orientalischer Art, der in ruhigem Ton zu ihm spricht: „Um den Bach zu überqueren, musst du das Brot des Lebens essen.“ Einige Stunden später übergibt ihm Massoud, sein Zimmerkamerad, ein Neues Testament, auf das er mit Ungeduld schon seit Wochen gewartet hat, schlägt es wahllos auf und stößt auf den Satz: „Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern.“ Ohne den Zusammenhang näher deuten zu können, überfällt ihn eine bisher unbekannte Fülle der Freude. Die „Quelle der Scham“ über so viele verstörende Aussagen im Koran wandelt sich in eine Quelle der Freiheit und der Liebe für diesen, im Neuen Testament beschriebenen Jesus, den er mit jeder Faser seiner Seele kennenlernen und dem er folgen will. Mit der Liebe zum „Brot des Lebens“ erhält er auch die Gnade, die für einen Muslim so komplizierten Glaubensinhalte wie das Mysterium des Heiligen Geistes und der Dreifaltigkeit zu begreifen. Ohne den geringsten weiteren Widerstand oder Zweifel nimmt er beide Lehrsätze an.

Sein sehnlichster Wunsch, sich der Kirche anzuschließen und an ihrem Gebetsleben teilzuhaben, um letztlich durch die Taufe gewürdigt zu werden, das Brot des Lebens zu empfangen, wird durch die tödlichen Gefahren, denen sich abtrünnige Muslime aussetzen, zu einer harten Prüfung. Seine jahrelang wiederholten Versuche, in den Kirchen Bagdads Priester zu finden, die bereit gewesen wären, ihn zumindest an den Gottesdiensten teilnehmen zu lassen, sind in allen Fällen zum Scheitern verurteilt und gipfeln letztlich in der Entscheidung des Patriarchen, dass man nicht die ganze Herde opfern könne, um ein einziges Schaf zu retten. Proselytismus bedeutet den Tod – sowohl für den Muslim als auch für den Priester, in nicht wenigen Fällen auch für die Mitglieder der Gemeinde.

Die Jahre vergehen. In der Zwischenzeit hat sein Vater für ihn eine Frau gefunden. Du musst sie einfach nur annehmen, wie ein Möbelstück für dein Zimmer, beruhigt der Vater, als er den Widerstand seines Sohnes gegen diese Entscheidung bemerkt.

Nach Jahren beharrlichen Suchens traf Mohammed endlich einen Priester, der bereit war, ihn in der Religion der Christen zu unterrichten und – welch unfassbare Freude – ihm erlaubte, an der Heiligen Messe teilzunehmen. Unter seiner Anleitung lernte er die gängigen Gebete der Christen. Welch ein Gegensatz zum islamischen Gebetsleben, wo die rituellen Waschungen im Zentrum stehen. Nun war er auch in der Lage, für seine streng muslimische Frau und den zweijährigen Sohn zu beten, um Rettung vor dem Islam und um die Bekehrung zu Christus. Was er selbst nicht für möglich gehalten hat, geschah: mit seiner Unterstützung ertastete seine Frau langsam den christlichen Glauben, wo sie ein völlig anderes, menschliches Frauenbild entdeckte, das im Koran zu suchen ihr nicht einmal in den Sinn gekommen wäre. Doch nun fragte sie sich: Ist es Liebe, wenn der Islam die Frau zum Eigentum des Mannes bestimmt? Als sie sich nach langer Selbstprüfung für Christus entschied, gab dies der vom Vater arrangierten Vernunftehe eine nie zuvor gekannte Nähe und Vertrautheit, gleichzeitig erhöhte sich aber die Gefahr des Entdecktwerdens durch ihr Familien, mit denen beide tief verbunden waren.

Von dem Augenblick an, da der Clan Mohammeds Glaubensabfall realisiert hatte, brach es wie ein Orkan über ihn. Die unfassbare Reaktion der Mutter im Blick auf ihren von seinen Brüdern gefesselten und gequälten Sohn war: Tötet ihn! Das Gesetz des Islam zwingt zu einer solchen Haltung. In der Meinung, die Gesinnung seines Sohnes ändern zu können, brachte ihn der Vater jedoch in das für seine Grausamkeiten und Massenhinrichtungen bekannte Gefängnis von Bagdad. Als Mohammed eines Tages ohne Begründung entlassen wird, liegen sechzehn Monate Marter hinter ihm. Seine Gebete unter der Folter konzentrierten sich auf die eine flehendliche Bitte an Jesus, die Torturen überleben zu können, um eines Tages die Taufe und damit das „Brot des Lebens“ empfangen zu dürfen.

Der Herr prüfte ihn nicht über seine Kräfte und schickte ihm P. Gabriel, einen Schweizer Ordensmann, der ihm jedoch begreiflich machen musste, dass ein Verbleiben in seiner irakischen Heimat nicht mehr möglich sein würde. Im Namen der Kirche befahl er ihm, das Land zu verlassen. Seine Begründung ist wert, festgehalten zu werden: „Du bist nicht getauft, aber du bist ein wahrer Christ…wenn man Christ ist, muss man Christus gehorchen. Und der Vertreter Christi hier auf Erden ist die Kirche. … Wenn du dich dem Befehl widersetzt, widersetzt du dich der Kirche.“ Mohammeds Kenntnisse über das Wesen der heiligen Kirche waren schon so gefestigt, dass der Gedanke, sich auch nur „einen Moment lang im Widerspruch zur Kirche befinden“ zu können, ihn „mit Entsetzen“ erfüllte. Der Preis, den er für seine Sehnsucht nach der Kirche und ihren Sakramenten in den letzten Jahren bezahlt hat, war zu hoch, als dass er sich „den Luxus leisten“ würde, „auch nur die kleinste ihrer Weisungen zu missachten“.

Die Fremde, die bereit war, die Flüchtlinge als vorläufiges Asyl aufzunehmen, war Jordanien. Dort endlich empfingen er und seine Frau, die mit ihm in freier Entscheidung tapfer diesen schweren Weg gegangen ist und seine beiden noch kleinen Kinder die heilige Taufe und die ersehnte Teilhabe am „Brot des Lebens“. Dreizehn Jahre lang musste er darauf warten. „Ein schweres Leiden“, bekennt er.

Die Furcht vor der Verfolgung durch den Clan trieb ihn weiter – Europa nahm ihn auf. Am 15. August 2001 kam er mit seiner kleinen Familie in Paris an, wo er heute lebt. Das Buch „Das Todesurteil – Als ich Christ wurde im Irak“ schrieb er, um die Gefahr des Islam aufzuzeigen, zum Dank für seinen Weg zu Jesus und als sein persönlicher Beitrag zur Mission an seinen ehemaligen Glaubensbrüdern. „Man muß mit den Muslimen sprechen, das ist unsere Aufgabe“, fordert er. „Ihr Christen…müßt aufwachen und euren Glauben beleben! Zu lange schon schlaft ihr vor euch hin….Da geht es nicht um Barmherzigkeit, sondern um unsere Verantwortung als Kinder Gottes.“

Das Leben Joseph Fadelles wird für immer durch die Fatwa, die gegen ihn ausgesprochen wurde, bedroht sein, denn jeder Muslim mit einer starken Bindung an die islamische Kultur und an den Koran, ist verpflichtet, ihn zu töten – aus dem einen Grund, weil er den Islam verlassen und Christ geworden ist.

 Joseph Fadelle: Das Todesurteil – Als ich Christ wurde im Irak, Augsburg 2011, 224 Seiten, Kart., EU 19,95. 





„Wer hat Angst vor Pfarrer Tropper?“

20 05 2012

von Inge M. Thürkauf

Ja, wer hat Angst vor Pfarrer Tropper? So könnte man in Anlehnung an das Theaterstück des amerikanischen Dramatikers Edward Albee„Wer hat Angst vor Virginia Wulf?“ fragen, nachdem man sich die verschiedenen Repliken und Kommentare zum kritischen Artikel des Pfarrers von St. Veit am Vogau mit dem Titel „Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Homosexualität“ hat Revue passieren lassen. Sogar Altersstarrsinn wird ihm bescheinigt und „kirchenrechtliche Konsequenzen“ sollen ihm drohen. Ein wenig viel Lärm um einen Priester, der sich erlaubt, in deutlichen Worten die altehrwürdige Lehre der Kirche zu diesem Thema seinen Gläubigen nahezubringen – entsprechend seinem Auftrag, den Glauben zu bewahren und getreu dem Wort des hl. Paulus folgend, das zu verkünden, was ihm überliefert wurde (1 Kor 15,3).

Der casus belli im aktuellen Fall besteht in Pfarrer Troppers Bekräftigung der biblischen Aussage, dass zum vollen Menschsein die zwei Geschlechter Mann und Frau gehören, die sich in ihrer Zweigeschlechtlichkeit gegenseitig ergänzen, wohingegen die Gleichsetzung von homosexueller Lebensweise mit der Ehe nicht dem schöpfungsgemäßen Bild des Menschen entspricht. Nachdem Homosexualität immer mehr zu einem politisch korrekten Tabu geworden ist, an dem nicht gerüttelt werden darf, ist dies mutige Wort zur Klärung der homosexuellen Identität –wenn auch nur im enggesteckten Rahmen eines Pfarrblatts – überfällig.

Seit 1973 die Amerikanische Psychiatrische Gesellschaft (APA) dem Drängen der Homobewegung nachgegeben und Homosexualität aus der Liste psychischer Störungen herausgenommen hat, verschärfte sich der Kampf gegen die „religiösen Homohasser“. Homosexualität wurde zum alternativen Lebensstil erhoben. Der Allgemeinheit konnte offensichtlich recht erfolgreich vermittelt werden, dass Homosexuelle für ihre Neigung genauso wenig verantwortlich sind, wie für ihre Körpergröße, Homosexualität folglich keine Abweichung sei, es würde sich lediglich um eine andere Art Menschen handeln, „die einen gutzuheißenden Lebensstil leben, der außerdem die perfekte Antwort auf die Bevölkerungsexplosion sei“ („Medizin und Ideologie“ 3/2009, S. 7). Unterstützt durch die Medien wird bis heute impliziert, daß Homosexualität angeboren sei und Gott den homosexuellen Menschen als solchen geschaffen habe. Folglich sei es unmöglich zu versuchen, durch Therapie eine Änderung herbeizuführen, denn damit verstoße man gegen die Natur, was gesundheitliche Probleme nach sich ziehen könne. Stellt niemand die Frage, wie es möglich sein kann, dass der Gott der Liebe einen Menschen mit einer homosexuellen Disposition erschafft, um ihn danach exakt dieser Veranlagung wegen zurückzuweisen und zu verurteilen? (Siehe Lev 18,22 und Lev 20, 13, sowie Röm 1, 24-28).

Offensichtlich geht es hier nicht um Wahrheit, sondern um Macht, denn Opposition gegen diesen Wandel der gesellschaftlichen Definition von Homosexualität wird immer aggressiver geahndet. Vor allem konservative Christen werden gezielt eingeschüchtert, diskreditiert und zum Schweigen gebracht. Ein beinahe klassisch zu nennender Fall ereignete sich 2004, als Rocco Buttiglione, Professor für politische Philosophie und Politikwissenschaften, von Italien als Vizepräsident der EU und Kommissar für Justiz, Freiheit und Sicherheit nominiert wurde. Bei einer Anhörung im EU-Parlament befragte ihn eine grüne Abgeordnete zu seiner Haltung zur Homosexualität. In seiner Antwort erläuterte er klar die Unterschiede zwischen Moral und dem geltenden Recht. Auch wenn er persönlich der Meinung sei, Homosexualität ist Sünde, würde er die Charta der Grundrechte der Europäischen Union voll unterstützen, die erklärt, dass niemand aufgrund seiner sexuellen Identität diskriminiert werden dürfe. Doch mit diesem Hinweis auf die Sündhaftigkeit der Homosexualität wurde er für das EU-Parlament nicht mehr tragbar. Sein Amt erhielt ein anderer. Es waren also nicht wissenschaftliche, sondern politische Gründe, die Buttiglione zum Rücktritt zwangen, letztlich jedoch war es sein Bekenntnis zur Lehre der Kirche wie sie im Katechismus der Katholischen Kirche festgehalten ist, wo unter Nr. 2357 zu lesen ist, dass „Homosexualität eine schlimme Abirrung“ ist und „dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind“. Nicht wenige sprachen danach von einer sublimen Art der Christenverfolgung.

Nun hat das Schwert der Diskriminierung nicht einen Politiker, sondern einen Landpfarrer getroffen, der es gewagt hat, politisch inkorrekt sich gegen den Mainstream der Homolobby zu stellen. Eine Klarstellung von bischöflicher Seite aus biblischer Sicht bezüglich der propagierten „Normalität homosexueller Verhaltensweisen“ erwarten nun vor allem jene, die eine Veränderung ihrer homosexuellen Neigung anstreben und hoffen, mit Hilfe geeigneter Therapien heterosexuelle Entwicklungen in ihrem Leben zu entdecken und zu fördern. 





Kreuz und Halbmond – Der Zusammenprall zweier Kulturkreise –

29 02 2012

von Inge M. Thürkauf

Der Islam befindet sich in einem gravierenden Wandlungsprozeß. Für Jahrhunderte war die islamische Welt ein in sich geschlossener Kulturkreis. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat die westliche Zivilisation mit ihrer technischen Überlegenheit auch die politischen, öffentlichen und privaten Lebensbereiche der muslimischen Gesellschaft berührt.

Betrachten wir jedoch zunächst die weltgeschichtlichen Bedingungen unter denen der Islam entstehen konnte.

Irrlehren im Christentum: Seit dem Beginn des Christentums stand die Kirche im geistigen Kampf mit Abspaltungen, die in nachapostolischer Zeit die Lehre der Botschaft Christi zu erschüttern suchten. Einen Höhepunkt der Zersetzung kann man in den beiden Irrlehren des Nestorianismus und Monophysitismus erkennen. Die Lehre des Nestorius, der behauptete, Christus sei ein Mensch, der Gott in sich trägt, und nicht vielmehr Gott selber der Wahrheit nach, wurde auf dem Konzil von Ephesus 431 verurteilt. Aus dem Bestreben, den Nestorianismus völlig zu überwinden, entstand ein neuer Irrglaube: der Monophysitismus, der erklärte, in Christus sei die menschliche Natur so in die göttliche eingegangen, daß nur eine Natur, und zwar die göttliche, vorhanden sei. Christus sei wahrer Gott, aber nicht wahrer und wirklicher Mensch wie wir. Dieser falsche Glaube wurde auf dem Konzil von Chalzedon 451 verworfen. Beide Irrlehren schließen eine wirkliche Erlösung des Menschengeschlechts durch Jesus Christus im Sinne einer vollwertigen Sühneleistung aus.

Trotz Ablehnung durch die Konzilien von Ephesus und Chalzedon erstarkten nach dem 6. Jh. diese glaubenszersetzenden Lehren zu selbständigen von Rom wie auch von der östlichen Reichskirche getrennten Nationalkirchen. Die Einheit der Ostkirche wurde zerrissen. Die Ideen des Nestorius verbreiteten sich über die gesamte Kirche Persiens. Von dort aus entstanden nestorianische Gemeinden in Syrien, Palästina, Ägypten und Nordarabien, später drangen sie nach Indien vor, dann nach China und weiter nach Sibirien.

Eroberungen durch den Islam: Als Mohammed (570-632) im Jahre 610 in Mekka seine Offenbarungen erhielt – nach seinem Zeugnis von Allah durch den Engel Gabriel übermittelt – war ein großer Teil der östlichen Christenheit durch den Nestorianismus und den Monophysitismus entzweit. Bei der Eroberung Ägyptens im Jahre 642 durch muslimische Araber, standen den 300 000 rechtgläubigen Christen rund 6 Mio. monophysitische Ägypter gegenüber und Ende des 6. Jahrhunderts nahm auch die alte syrische Kirche, mit Antiochien als Mittelpunkt, die Irrlehre des Monophysitismus an. Eine uneinige Christenheit jedoch, die zentrale Bereiche des Glaubens in Frage stellt, schafft Angriffsflächen für eine Religion, die den Anspruch erhebt, die ganze Welt im Kampf gegen die „Ungläubigen“ bis zu deren Tod in ein Haus des Islam (Dar al-Islam) zu verwandeln. Nach der Überzeugung der Muslime wird dieser Kampf erst zu Ende sein, wenn die ganze Welt das „Haus des Islam“ angenommen hat, denn „die Grenze des Islam ist die Grenze der Welt“. Diese Aussage stützt sich u. a. auf Sure 33, Vers 27 im Koran, wo es heißt: „Allah hat euch zu Erben gesetzt über die Ungläubigen, über ihre Äcker und Häuser, über all ihre Güter und über alle Lande, in denen ihr Fuß fassen werdet.“ Dabei ist das Ziel des Islam nicht so sehr, alle Menschen im Islam zu vereinen, sondern seine Bestrebungen gehen dahin, die ganze Welt unter das islamische Gesetz, der Sharia, zu stellen, weil nur das göttliche und daher vollkommene Gesetz der Sharia den Menschen Frieden bringen kann. Also nicht nur der Koran, sondern im gleichen Maße auch die Scharia, das auf der Basis des Koran beruhende Gottesgesetz, bestimmt den Islam.

Schon unter Mohammed breitete sich seine Lehre über den größten Teil Arabiens aus. Bereits drei Jahre nach seinem Tode begannen die Eroberungszüge in den ehemals christlichen Ländern und Regionen. 635 wurde Damaskus unterworfen, in den folgenden Jahrzehnten Mesopotamien, Jerusalem, Persien, ganz Ägypten und Zypern, Karthago. Im Westen überschritten 711 die Muslime die Straße von Gibraltar und eroberten Spanien. Der Islam drang in Gallien ein.

Erst der Frankenkönig Karl Martell machte 732 durch die siegreiche Schlacht zwischen Tours und Poitiers dem weiteren Vordringen des Islam im Westen ein Ende. Im Osten hingegen gingen die muslimischen Eroberungszüge weiter. Ende des 13. Jh. unterwarfen die Araber die Mongolen, die im 14. Jahrhundert den Islam annahmen. 1453 fielen Konstantinopel und damit die Hauptkirche der östlichen Christenheit, die Hagia Sophia, erbaut zu Ehren der göttlichen Weisheit. Dieses Wunder christlicher Kunst und Schönheit wurde in eine Moschee verwandelt, die Kreuze gegen den Halbmond ausgetauscht.

Von keiner anderen religiösen Bewegung wurde die Welt so rasch unterworfen wie vom Islam, allerdings nicht durch Lehre und Überzeugung, sondern durch Dijhad, durch „Feuer und Schwert“. Es hat sich bestätigt, was Kaiser Konstantin d. Gr. als Warnung an die versammelten Bischöfe des Konzils von Nizäa (325) gerichtet hat, eine Warnung, die bis in unser 21. Jahrhundert ihre Gültigkeit behalten hat: „Denn für schlimmer als jeder Krieg und jeder furchtbare Kampf gilt mir der innere Zwist der Kirche Gottes, und schmerzlicher scheint mir dieses als Kämpfe nach außen.“ Die Geschichtsanalyse des spanischen Philosophen Donoso Cortes bestätigt in seiner Rede an das spanische Parlament 1849 über 1500 Jahre später die mahnenden Worte Kaiser Konstantins: „Ich habe…viele Individuen gesehen und kennengelernt, die aus dem Glauben austraten und zu ihm zurückgekehrt sind; unglücklicherweise aber… habe ich niemals ein Volk gesehen, das zum Glauben zurückgekommen ist, nachdem es ihn verloren hatte.“

Siege über das Osmanische Reich: Einen Höhepunkt des Expansionswillens der Türken war die erste Belagerung Wiens im Jahre 1529. Suleyman der Prächtige wollte mit einem gewaltigen Heer den „Goldenen Apfel der Deutschen“, wie die Osmanen die Stadt Wien nannten, erobern. Doch hier erfuhren sie eine Niederlage. Trotz militärischer Übermacht konnten sich die Belagerer nicht durchsetzen und mußten sich nach heftigen Kämpfen unter großen Verlusten zurückziehen.

Einen weiteren Sieg über das Osmanische Reich, der nicht zuletzt der Macht des Rosenkranzgebetes zugeschrieben wurde, errang die „Heilige Liga“ mit Spanien an der Spitze und Don Juan de Austria als Oberbefehlshaber am 7. Oktober 1571 in der Seeschlacht bei Lepanto. Noch heute erinnert alljährlich das Rosenkranzfest, das Papst Klemens XI. auf die ganze Kirche ausdehnte, an dieses Ereignis. Mit dieser Schlacht wurde der Mythos vom unbesiegbaren Heer der Osmanen gebrochen.

Die entscheidende Wende im Kampf gegen den Weltherrschaftsanspruch des Islam leitete 1683 die zweite türkische Belagerung der Donau-Metropole, dem Tor zum Abendland, ein. Dem noch vom 30jährigen Krieg zerrütteten „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ stand wiederum eine zahlenmäßig überlegene Militärmacht gegenüber. Diesmal scheiterte die türkische Belagerung am zähen Willen der Bevölkerung und am rechzeitigen Eintreffen des Entsatzheeres aus Lothringen, Sachsen, Bayern und Baden, über das der polnische König Jan Sobjeski den Oberbefehl hatte. Es war ein geglückter Zusammenschluß der abendländischen Christenheit. Eine unrühmliche Rolle spielte Frankreich. Louis XIV., der „Sonnenkönig“, benützte die Türken als Bundesgenossen und hoffte dadurch auf eine Schwächung Österreichs. Am Morgen des 12. September 1683 erfolgte der Angriff. Vor der Schlacht riefen die Christen die Gottesmutter um Schutz und Hilfe an. Das Türkenheer wurde vernichtend geschlagen. Als Dank für die Befreiung Wiens hat Papst Innozenz XI., der den Ehrentitel „Verteidiger des christlichen Abendlandes“ erhielt, am 12. September das Fest Maria Namen eingeführt und zum Festtag für die ganze Kirche erhoben.

Die Abwehr der Türken und die damit verbundene Schwächung des osmanischen Reiches. waren für Europa von größter Bedeutung. Bei einem Sieg der Osmanen wären weite Teile Europas unter den Islam gefallen. – Das war vor über 300 Jahren!

Das Umfeld und die Kultur, in die der Islam sich bilden konnte, war das Arabien des siebten Jahrhunderts (heute formen Jemen, Oman, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait und Jordanien die arabische Halbinsel). Vom nordarabischen Nestorianismus hat Mohammed einen großen Teil dessen erhalten, was er an christlichen Ideen besaß.

Die bemerkenswerteste Eigenschaft der Araber zur Zeit Mohammeds war ihr Hang zum Exzeß, den sie sogar in ihrer Lyrik verherrlichten. In einer älteren Dichtung wird diese Tendenz des Extremismus stolz beschrieben: „Wir sind Leute, für die es keinen Mittelweg gibt, und Toleranz ist nicht unser Weg. Wir bekommen, was wir wollen, oder wir sterben noch am selben Tag bei dem Versuch“ Diese Mentalität hat sich der Islam zu eigen gemacht, ja er bekräftigte noch die arabische Neigung zu Gewalt als Zeichen männlicher Tapferkeit. „Es gibt eine ganze Sure, die ‚Die Kriegsbeute’ heißt. Es gibt keine Sure, dieFrieden’ heißt. Der Djihad und das Töten sind das Haupt des Islam. Wenn man sie herausnimmt, dann enthauptet man den Islam“, (Belehrungen eines Scheichs der al Azhar-Universität, Kairo, an seine Studenten). Mohammed war ein kriegerischer Prophet, und die islamischen Eroberungen von China bis Spanien folgten gleichsam diesem Prinzip. An dieser Vorbildfunktion Mohammeds hat sich für die mit dem Koran verbundenen Muslime nichts geändert. Daher haben Muslime, die stark vom Islam geprägt sind, eine andere Sichtweise auf Aggressionen, Wut und drohendes Verhalten.








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