Bücherverbrennung‘ in Deutschland_2015!

18 08 2015

Unfassbar – wegen PC (political correctness)

Entnommen aus kath.net

In der Stadt Bad Dürrheim wurden 3200 Bücher
der Stadtbibliothek vernichtet. Betroffen sind Bücher,
die nicht in politisch-korrekter Sprache geschrieben
sind, z.B. Bücher von Erich Kästner. Diese landeten
bereits auf den Scheiterhaufen der Nazis.

Bad Dürrheim (kath.net)
In der der deutschen Stadt Bad Dürrheim (Baden-Württemberg) wurden in den vergangenen Tagen 3200 Bücher der Stadtbibliothek vernichtet. Auf dies macht der bekannte Journalist und Kolumnist Roland Tichy in seinem Blog aufmerksam. Die Aktion richtete sich offensichtlich gegen Bücher mit „falscher“ Schreibweise. Das sind solche, die beispielsweise das Wort „Neger“ enthalten. Betroffen sind auch die Bücher von Erich Kästner, Autor so berühmter Kinderbücher wie „Das fliegende Klassenzimmer“, „Pünktchen und Anton“, „Das doppelte Lottchen“. Tichy schreibt dazu: „Offenkundig gelten seine Bücher in Baden-Württemberg als Provokation und Verstoß gegen den staatlich verordneten Zeitgeist der schulischen Umerziehung zum politisch korrekten Menschen.“ Besonders bizarr: Die Bücher von Kästner sind übrigens nicht zum ersten Mal betroffen. Seine Bücher landeten schon auf den Scheiterhaufen der berüchtigten Bücherverbrennung der Nazis…..

Original auf kath.net





Hausfrauen dürfen öffentlich beleidigt werden – nochmals Birgit Kelle und ihr Buch

18 09 2013

Frauen, die zu Hause bleiben und ihre Kinder großziehen,
werden deshalb in der Regel als „Heimchen am Herd“ abgestempelt,
kritisiert Autorin Birgit Kelle. Dies sei der „wahre Sexismus unserer Zeit“.

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Die Welt: Frau Kelle, warum sind Sie eigentlich so wütend?

Birgit Kelle: Ja, ich bin wirklich wütend. Frauen, die freiwillig und gerne für ihre Kinder ein paar Jahre aus dem Beruf aussteigen, haben in Deutschland keine Lobby. Jeder darf auf ihnen herumtrampeln. Jeder darf sie als „Heimchen am Herd“ beleidigen. Wir sind „nur“ Hausfrauen, „nur“ Mütter. Gibt es einen anderen Beruf, der weniger anerkannt wir? Und gibt es einen wichtigeren?…..

Die Welt: Sie finden das Betreuungsgeld richtig…

Birgit Kelle: … aber lächerlich gering. Es ist eigentlich eine Demütigung. 500 Euro pro Kind wäre das Mindeste, aber eigentlich noch immer zu wenig. 1200 Euro, so viel wie die Kinder voll berufstätiger Frauen den Staat kosten – das fände ich gerecht……

Die Welt: Was für eine Zukunft wünschen Sie sich für Ihre Töchter?

Birgit Kelle: Eine genau so gute, wie ich meinen Söhnen wünsche und vor allem, dass sie ohne Bevormundung ihr Leben so leben dürfen, wie sie es selber möchten.

Original auf www.welt.de
vom 4. Sept. 2013

Siehe auch www.blusezu.de

Das Buch „Dann mach doch die Bluse zu“, ist soeben erschienen bei adeo, 221 Seiten, 17,99 Euro

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Das Buch kann HIER bestellt werden. Die von Birgit Kelle versandten Bücher werden alle auch signiert.
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Weitere Hinweise

Frau 2000plus – Birgit Kelle
Neue Frauen für das 3. Jahrtausend – der alte Feminismus hat uns nichts mehr zu sagen!

Familiennetzwerk Deutschland „Familie ist Zukunft“

Die Österreichische Hausfrauen Union
ist die einzige Familienorganisation in Österreich, die explizit die ideelle und ökonomische Anerkennung der Arbeit der Mutter in der Familie fordert.

Von den Kindern und ihren Feinden

Verstaatlichung der Kinder – wehrt euch!

Verstaatlichung der Kinder wird scheitern – wie im Ostblock.
Zählt man sämtliche Faktoren zusammen, so gibt es am Ende nicht einen einzigen Pluspunkt FÜR die Kinderkrippe, sondern ausschließlich dicke Minuszeichen. Und zwar für alle Beteiligten: Für die kleinen Kinder, Mütter und Väter, Erzieherinnen, Politiker, Bund, Länder, Gemeinden usw……

Erziehung in der Familie ist konkurrenzlos gut und günstig





Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit

29 10 2012

Eine scharfsinnige Analyse von Gabriele Kuby über

DIE GLOBALE SEXUELLE REVOLUTION

als Wegbereiter der Neuen Weltordnung

von Inge M. Thürkauf

„Die moderne Welt erniedrigt, sie erniedrigt die Stadt, den Mann, die Liebe, sie erniedrigt die Frau, das Kind…Sie erniedrigt die Familie“ (Charles Péguy). Die Soziologin und Publizistin Gabriele Kuby enthüllt in ihrem neuen Buch „Die globale sexuelle Revolution“ die Hintergründe der heute offenkundig gewordenen politisch inszenierten Erniedrigung der Gesellschaft durch die Zerschlagung der geistig-sittlichen Ordnung im Menschen. Ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis dieses sachkundig recherchierten Werkes (mit einem ausführlichen und übersichtlichen Quellenapparat) zeigt die Spannweite der von ihr kritisch vorgelegten Agenda seit der Französischen Revolution:

–          Die jeden Lebensbereich bestimmende „subversive Gender-Theorie“ unter Anwendung der Yogyakarta-Prinzipien in Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität,

–          die „Globalisierung der sexuellen Revolution durch die Vereinten Nationen“,

–          die staatlich verordnete Sex-Erziehung in Schule und Kindergarten mit verheerenden Folgen für Kinder und Jugendliche,

–          Politische Vergewaltigung der Sprache,

–          Pornografie ganz normal?

–          gesellschaftliche Akzeptanz von Homosexualität und Homo-Ehe,

–          der politische „Totalitarismus im neuen Gewand“,

–          „Intoleranz und Diskriminierung“.

–           

Dieser strategische Plan zur Umwandlung der Gesellschaft stellt im Namen einer Ideologie mit dem Begriff Gender Mainstreaming sämtliche Grundwerte von Ehe und Familie, von Kultur und Religion in Frage. Glaubensinhalte, Moral- oder Gesetzesnormen wie die Zehn Gebote oder die Direktiven des Strafgesetzbuches haben ausgedient. Der neue Mensch emanzipiert sich von allen Bindungen, er nennt gut, was böse ist und proklamiert das Böse als das vom Menschen geschaffene Gute. Wenn aber das Leben und die das Leben tragenden Werte als nicht mehr zu akzeptierende Lasten zur Disposition gestellt werden, wird auch die Zukunft keinem Härtetest mehr gewachsen sein. Es wird nichts mehr geben, woran sich die Menschen halten können, es wird nichts mehr geben, was wert ist, heilig gehalten zu werden.

Die Rede von einer Neuen Weltordnung ist kein Tabu mehr. Amerikanische Präsidenten lassen diesen Begriff seit dem Jahre 2000 immer wieder in ihre Reden einfließen. Zum 20. Jahrestag der Berliner Mauer hat sich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine neue globale Ordnung ausgesprochen. Die Nationalstaaten müssten Kompetenzen an multilaterale Organisationen abgeben, „koste es, was es wolle“. Ein friedliches Zusammenleben in der Welt werde auf Dauer nur in einer globalen Ordnung möglich sein, so die Bundeskanzlerin bei der Wissenschaftskonferenz „Falling Walls“ am 9. November 2009. Als Beispiel für eine multilaterale Organisation nannte sie die EU, die durch ihre Mitgliederstaaten gestärkt worden sei.

Unabhängig von diversen Bekenntnissen der Politiker ist es offensichtlich geworden, dass wir uns bereits im Zentrum dieses globalen Monsters befinden: In der Neuen Weltordnung der Sexualität. Sie ist die universalistische Moral des Mitbegründers der Frankfurter Schule, Jürgen Habermas, die er global verbindlich eingeführt sehen wollte. Mit Hilfe der Gruppendynamik wurde sie weltweit eingeübt. Der Umgang mit Sexualität ist eine ethische Frage. Kinder, die eine das Lustprinzip betonende Sexualerziehung durchlaufen haben, werden nicht mehr aufnahmefähig sein für Tugenden oder für die Heiligkeit der biblischen Wahrheit.

Wenige nur haben den global-revolutionären Angriff auf die christliche Religion unter dem Diktat von UN und EU in der gebotenen Schärfe erkannt. Mit ihrem Aufklärungsbuch füllt Frau Kuby eine längst fällige Lücke im deutschen Sprachraum. Es braucht Mut, die ganze Bandbreite und den Kernbereich des weltweiten politisch und kulturell vorangetriebenen Zerstörungswerks aufzuzeigen – Mut für die Autorin, aber auch für den Verlag, der das Werk an zweitausend Politiker in Deutschland, Österreich, der Schweiz und der Europäischen Union versandt hat, außerdem an alle Bischöfe und Vertreter der Juden und Muslime in den deutschsprachigen Ländern. Wird sich jemand finden, der sich genügend geistige Unabhängigkeit bewahrt hat, der trotz Diffamierung, Ausgrenzung und Verfolgung die nötige Zivilcourage aufbringt, um dem Machtanspruch der political correctness zu widerstehen; der dem „Gewissen eine Stimme“ gibt und den dringend erforderlichen Diskurs zur Verteidigung von Familie, Religion und Kultur in die Wege leitet? Europaweit ist „eine wachsende Diskussionsverweigerung im Namen der „politischen Korrektheit“ zu beobachten“, schreibt Robert Spaemann in seinem Geleitwort, „dem vom Mainstream Abweichenden wird nicht mit Argumenten erklärt, inwiefern er irrt, sondern es wird ihm gesagt: ‚Das hättest du nicht sagen dürfen’.“

Der ehemalige Präsident Tschechiens, Vaclav Havel, warf nicht nur einen politischen Blick auf die aktuelle Lage der Gesellschaft. Er sprach als Staatsmann, als er es für die vordringlichste Aufgabe der Politik erachtete, „das Böse in seiner Frühphase zu erkennen und zu eliminieren“. Die Frühphase der Gewalt des Bösen scheinen in den westlichen Ländern sowohl die Gesellschaft als auch die Politik verpasst zu haben. Doch unser Glaube lehrt, dass es für Gott nie zu spät ist. Wir müssen, wie der spanische Philosoph Donoso Cortes schreibt, das religiöse Thermometer wieder anheben, dann sinkt von selbst das politische. Fällt jedoch das religiöse Thermometer, dann steigt sofort und gesetzmäßig auch das politische, und dieses kann so hoch steigen, bis schließlich das Maß der Tyrannei erreicht ist. Das, so bekräftigt Cortes, ist ein Gesetz der Geschichte.

Es ist aber auch ein Gesetz der Geschichte, welches Umkehr möglich werden läßt. Den Streit zwischen Licht und Finsternis bestimmen nicht Regierungen oder Ideologien. Jedem Menschen hat Gott die Freiheit geschenkt, zu entscheiden, auf welche Seite er sich im Ernstfall hier und jetzt stellen will. Gabriele Kubys opus magnum (Stefan Meetschen) ist Begegnung mit dem Ernstfall, ein Plädoyer für christlichen Glauben und Kultur, für Freiheit, Wahrheit und Vernunft.

Gabriele Kuby: „Die globale sexuelle Revolution – Zerstörung der Freiheit im Namen der Freiheit“, mit einem Geleitwort von Prof. Dr. Robert Spaemann, Kißlegg 2012.





Von Mohammed zu Jesus oder „Das Todesurteil“

1 07 2012

Der Weg eines irakischen Muslim zum Christentum

von Inge M. Thürkauf

Christen sind Ketzer, sind unreine Parias, sind weniger als nichts, und beten dazu noch drei Götter an. Der 23jährige Mohammed, durchdrungen vom Bewußtsein der Macht seiner schiitischen Adelsfamilie im Irak des Saddam Hussein, Augapfel seines Vaters und designierter Nachfolger als Stammesoberhaupt, krümmt sich vor Ekel bei dem Gedanken, sein Zimmer während des Wehrdienstes mit Massoud, einem Christen, teilen zu müssen – er ein Moussaoui, dessen Familie in direkter Linie vom Propheten abstammt und den die Bewohner Bagdads mit „Sayid Malouana – unser Herr“ begrüßen. Unerträglich die Vorstellung, mit einem Christen sprechen, das Essen gemeinsam mit ihm einnehmen zu müssen oder gar in die Lage zu geraten, von ihm berührt zu werden. Mohammed war noch nie einem leibhaften Christen begegnet und nun soll er auf Befehl des Quartiermeisters mit diesem ihm unbekannten Individuum zusammenwohnen? Bei diesen rebellischen Gedankensplittern tröstet ihn jedoch plötzlich die Idee, diesen Ungläubigen – koste es, was es wolle –zum Islam zu bekehren. Das war im Jahre 1987.

Ein Vierteljahrhundert später wird er mit Überzeugung gestehen: „Man muß den Islam zerstören, um die Muslime zu retten…Ich liebe die Muslime, aber diese Religion ist das Schlimmste, das die Welt hervorgebracht hat. Es ist die einzige Religion, die fordert, den Nächsten zu töten…Christus allein ist die Wahrheit, diese Wahrheit tötet niemand, sie liebt“.

Als er im Gespräch mit einem Journalisten diese Aussage wagte, lebte er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern im Exil in Frankreich – als illegale Einwanderer, entwurzelt, mittel- und staatenlos. Der Name seiner Familie in Bagdad hätte ihm die Türen zu Macht und Reichtum geöffnet. Doch aus dem Schiiten Mohammed al-Moussaoui ist der Christ Joseph Fadelle geworden.

Dieser Gesinnungswandel, der sein bisheriges Leben sprengte und dessen Folgen er lange Zeit nicht wahrhaben wollte, wurde ausgerechnet durch Massoud, den Stubenkameraden aus dem Militärdienst eingeleitet. Er entsprach nicht den Vorurteilen, die Mohammed ihm unterschob. Im Gegenteil! Der Christ wurde durch seine Bildung und seine freundliche Zurückhaltung für ihn das Tor zu einem neuen Blick auf den Islam, in dem er den ahnenstolzen Muslim bat, den Koran „eingehend und ehrlich zu studieren“, ihn nicht einfach nur zu lesen, sondern ihn mit dem Verstand zu begreifen. Mohammed lässt sich darauf ein und muß mit wachsender Erschütterung erkennen, dass ihm im Laufe der Lektüre des heiligen Buches der Muslime die Fundamente seines Glaubens immer mehr entschwinden, dass selbst das Leben des Propheten, dessen Namen er trug, ihm zu einer „Quelle der Scham“ wird.

Der Schmerz über den Verlust des bisher so stolz hochgehaltenen Glaubens, die für ihn demütigende Erkenntnis, einer falschen Religion angehangen zu haben, bringt ihn an den Rand der Verzweiflung. Ein Traum rettet ihn aus dem „seelischen Siechtum“, das ihn über Wochen niederdrückte: Er steht an einem Bach, ihm gegenüber am anderen Ufer ein Mann, gekleidet nach orientalischer Art, der in ruhigem Ton zu ihm spricht: „Um den Bach zu überqueren, musst du das Brot des Lebens essen.“ Einige Stunden später übergibt ihm Massoud, sein Zimmerkamerad, ein Neues Testament, auf das er mit Ungeduld schon seit Wochen gewartet hat, schlägt es wahllos auf und stößt auf den Satz: „Ich bin das Brot des Lebens, wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern.“ Ohne den Zusammenhang näher deuten zu können, überfällt ihn eine bisher unbekannte Fülle der Freude. Die „Quelle der Scham“ über so viele verstörende Aussagen im Koran wandelt sich in eine Quelle der Freiheit und der Liebe für diesen, im Neuen Testament beschriebenen Jesus, den er mit jeder Faser seiner Seele kennenlernen und dem er folgen will. Mit der Liebe zum „Brot des Lebens“ erhält er auch die Gnade, die für einen Muslim so komplizierten Glaubensinhalte wie das Mysterium des Heiligen Geistes und der Dreifaltigkeit zu begreifen. Ohne den geringsten weiteren Widerstand oder Zweifel nimmt er beide Lehrsätze an.

Sein sehnlichster Wunsch, sich der Kirche anzuschließen und an ihrem Gebetsleben teilzuhaben, um letztlich durch die Taufe gewürdigt zu werden, das Brot des Lebens zu empfangen, wird durch die tödlichen Gefahren, denen sich abtrünnige Muslime aussetzen, zu einer harten Prüfung. Seine jahrelang wiederholten Versuche, in den Kirchen Bagdads Priester zu finden, die bereit gewesen wären, ihn zumindest an den Gottesdiensten teilnehmen zu lassen, sind in allen Fällen zum Scheitern verurteilt und gipfeln letztlich in der Entscheidung des Patriarchen, dass man nicht die ganze Herde opfern könne, um ein einziges Schaf zu retten. Proselytismus bedeutet den Tod – sowohl für den Muslim als auch für den Priester, in nicht wenigen Fällen auch für die Mitglieder der Gemeinde.

Die Jahre vergehen. In der Zwischenzeit hat sein Vater für ihn eine Frau gefunden. Du musst sie einfach nur annehmen, wie ein Möbelstück für dein Zimmer, beruhigt der Vater, als er den Widerstand seines Sohnes gegen diese Entscheidung bemerkt.

Nach Jahren beharrlichen Suchens traf Mohammed endlich einen Priester, der bereit war, ihn in der Religion der Christen zu unterrichten und – welch unfassbare Freude – ihm erlaubte, an der Heiligen Messe teilzunehmen. Unter seiner Anleitung lernte er die gängigen Gebete der Christen. Welch ein Gegensatz zum islamischen Gebetsleben, wo die rituellen Waschungen im Zentrum stehen. Nun war er auch in der Lage, für seine streng muslimische Frau und den zweijährigen Sohn zu beten, um Rettung vor dem Islam und um die Bekehrung zu Christus. Was er selbst nicht für möglich gehalten hat, geschah: mit seiner Unterstützung ertastete seine Frau langsam den christlichen Glauben, wo sie ein völlig anderes, menschliches Frauenbild entdeckte, das im Koran zu suchen ihr nicht einmal in den Sinn gekommen wäre. Doch nun fragte sie sich: Ist es Liebe, wenn der Islam die Frau zum Eigentum des Mannes bestimmt? Als sie sich nach langer Selbstprüfung für Christus entschied, gab dies der vom Vater arrangierten Vernunftehe eine nie zuvor gekannte Nähe und Vertrautheit, gleichzeitig erhöhte sich aber die Gefahr des Entdecktwerdens durch ihr Familien, mit denen beide tief verbunden waren.

Von dem Augenblick an, da der Clan Mohammeds Glaubensabfall realisiert hatte, brach es wie ein Orkan über ihn. Die unfassbare Reaktion der Mutter im Blick auf ihren von seinen Brüdern gefesselten und gequälten Sohn war: Tötet ihn! Das Gesetz des Islam zwingt zu einer solchen Haltung. In der Meinung, die Gesinnung seines Sohnes ändern zu können, brachte ihn der Vater jedoch in das für seine Grausamkeiten und Massenhinrichtungen bekannte Gefängnis von Bagdad. Als Mohammed eines Tages ohne Begründung entlassen wird, liegen sechzehn Monate Marter hinter ihm. Seine Gebete unter der Folter konzentrierten sich auf die eine flehendliche Bitte an Jesus, die Torturen überleben zu können, um eines Tages die Taufe und damit das „Brot des Lebens“ empfangen zu dürfen.

Der Herr prüfte ihn nicht über seine Kräfte und schickte ihm P. Gabriel, einen Schweizer Ordensmann, der ihm jedoch begreiflich machen musste, dass ein Verbleiben in seiner irakischen Heimat nicht mehr möglich sein würde. Im Namen der Kirche befahl er ihm, das Land zu verlassen. Seine Begründung ist wert, festgehalten zu werden: „Du bist nicht getauft, aber du bist ein wahrer Christ…wenn man Christ ist, muss man Christus gehorchen. Und der Vertreter Christi hier auf Erden ist die Kirche. … Wenn du dich dem Befehl widersetzt, widersetzt du dich der Kirche.“ Mohammeds Kenntnisse über das Wesen der heiligen Kirche waren schon so gefestigt, dass der Gedanke, sich auch nur „einen Moment lang im Widerspruch zur Kirche befinden“ zu können, ihn „mit Entsetzen“ erfüllte. Der Preis, den er für seine Sehnsucht nach der Kirche und ihren Sakramenten in den letzten Jahren bezahlt hat, war zu hoch, als dass er sich „den Luxus leisten“ würde, „auch nur die kleinste ihrer Weisungen zu missachten“.

Die Fremde, die bereit war, die Flüchtlinge als vorläufiges Asyl aufzunehmen, war Jordanien. Dort endlich empfingen er und seine Frau, die mit ihm in freier Entscheidung tapfer diesen schweren Weg gegangen ist und seine beiden noch kleinen Kinder die heilige Taufe und die ersehnte Teilhabe am „Brot des Lebens“. Dreizehn Jahre lang musste er darauf warten. „Ein schweres Leiden“, bekennt er.

Die Furcht vor der Verfolgung durch den Clan trieb ihn weiter – Europa nahm ihn auf. Am 15. August 2001 kam er mit seiner kleinen Familie in Paris an, wo er heute lebt. Das Buch „Das Todesurteil – Als ich Christ wurde im Irak“ schrieb er, um die Gefahr des Islam aufzuzeigen, zum Dank für seinen Weg zu Jesus und als sein persönlicher Beitrag zur Mission an seinen ehemaligen Glaubensbrüdern. „Man muß mit den Muslimen sprechen, das ist unsere Aufgabe“, fordert er. „Ihr Christen…müßt aufwachen und euren Glauben beleben! Zu lange schon schlaft ihr vor euch hin….Da geht es nicht um Barmherzigkeit, sondern um unsere Verantwortung als Kinder Gottes.“

Das Leben Joseph Fadelles wird für immer durch die Fatwa, die gegen ihn ausgesprochen wurde, bedroht sein, denn jeder Muslim mit einer starken Bindung an die islamische Kultur und an den Koran, ist verpflichtet, ihn zu töten – aus dem einen Grund, weil er den Islam verlassen und Christ geworden ist.

 Joseph Fadelle: Das Todesurteil – Als ich Christ wurde im Irak, Augsburg 2011, 224 Seiten, Kart., EU 19,95. 





Mark Steyns höchst bemerkenswertes Vorwort

26 05 2012

Lesen Sie hier Mark Steyns höchst bemerkenswertes Vorwort zu dem Buch  ‚Marked for Death‘ von Geert Wilders.

Selbst wenn Geert Wilders vollkommenen Schwachsinn reden würde, dann hätte er das Recht das zu tun. Das ist Meinungsfreiheit. Das ist ein wesentlicher Bestandteil des christlich-jüdischen Abendlandes. Das ist ein wesentlicher Teil Europas. Leider sehen die regierenden Politiker Europas das anders („Der Islam gehört zu Deutschland“).

Im Islam gibt es aber keine Meinungsfreiheit. Wenn jetzt der Islam zu Deutschland oder zu Europa gehört, dann stehen wir vor einem grundlegenden Konflikt.  Wie verträgt sich Meinungsfreiheit und die gewaltsame Unterdrückung der Meinungsfreiheit in ein und demselben System? 

Anscheinend gewinnt der, der bereit ist Gewalt anzuwenden. Denn diese Gewaltbereitschaft erzeugt Angst. Angst lässt auf Meinungsfreiheit verzichten. Wenn Europa so weitermacht, dann gibt es sich auf.

Beide Systeme, das westlich liberale, und das islamische System können nicht in Einheit und Frieden gemeinsam miteinander in einem Land existieren.  Das zeigt uns die Geschichte, begonnen mit dem Koran, den Hadithen, der Roland Sage, usw.  Das zeigt uns die Realität in den islamischen Ländern. Der Islam kann im Westen nur friedlich existieren, wenn er in einer sehr unbedeutenden Minderheit ist.

Der Denkansatz der Systeme ist zu unterschiedlich. Der Kulturrelativismus ebnet den Weg für den Islam und seinen totalitären Anspruch.

Wir werden uns für einen Weg entscheiden müssen. Keine Entscheidung zu treffen, unterstützt automatisch den Weg des Islams. Nicht umsonst bedeutet Islam übersetzt „Unterwerfung“.





Boxenstop für Paare

21 08 2011
An welcher Schraube Sie drehen können, damit Ihre Beziehung rundläuft
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KurzbeschreibungDer Beziehungs-TÜV

Für Paartherapeut Dr. Albert Wunsch gibt es viele Ähnlichkeiten zwischen dem Umgang mit einem Auto und dem Leben in einer Partnerschaft. Die wichtigste Gemeinsamkeit: Beide brauchen eine regelmäßige Pflege. So wie ein Fahrzeug alle zwei bis drei Jahre vorsorglich kontrolliert werden muss, so können auch Paare einen Boxenstopp für eine erfolgreiche Überprüfung der inneren Gefühlswelt und Stabilität der Verbindung einlegen. Sollten hier und da kleinere Mängel oder gar Verschleißerscheinungen auftreten, können diese nach der Lektüre dieses Buches jederzeit einfach behoben werden.

Über den Autor
geb. 1944, ist Dipl.-Sozialpädagoge, Erziehungswissenschaftler, Psychologe und Supervisor (DGSv). Über viele Jahre leitete er das Katholische Jugendamt in Neuss. 2004 wechselte er an die Katholische Fachhochschule Köln, außerdem hat er einen Lehrauftrag an der Philosophischen Fakultät der Universität in Düsseldorf sowie der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar. Er ist Vater von 2 Söhnen und hat 3 Enkeltöchter.
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• Taschenbuch: 250 Seiten
• Verlag: Goldmann Verlag (15. August 2011)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3442172578
• ISBN-13: 978-3442172573
Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.395.741
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Weitere Hinweise auf Artikel von Dr. Albert Wunsch
Und immer wieder müssen wir
vom Freundeskreis kinderreicher Familien
auf diese Bedrohung hinweisen:




Geschäft Abtreibung

7 06 2011

Veranstaltungstipp:

Vortrag

der Buchautorin Alexandra M. Lindner

Geschäft Abtreibung

Wann: Freitag, 10. Juni 2011, 19:30 Uhr

Wo: Kala-Saal, 1150 Wien, P. Schwartz-Gasse 8

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 200.000 Kinder abgetrieben. Die massenweise Kindestötung ist inzwischen auch ein riesiges Geschäft. Die Journalistin Alexandra Lindner spricht über die finanziellen Interessen an der Abtreibung und enthüllt dabei beklemmende Fakten. Wer verdient an der Abtreibung und wie viel? Gibt es eine Lobby für Kindestötung? Welche Rolle spielen die Krankenkassen?

Zuletzt kam der Pepsi-Konzern ins Gerede, weil er bei der Entwicklung von Geschmacksverstärkern Körperzellen von abgetriebenen Kindern verwendet.

In Österreich ist die Situation nicht anders. Allein die Fleischmarktklinik macht jährlich EUR 200.000,– Gewinn, der Umsatz geht in die Millionen.

Pressestimmen

Wenn gute Bücher die notwendigen sind, dann zählt das vorliegende Sachbuch vermutlich zu den besten, die jemals den Weg in den Buchladen gefunden haben. Denn in ihm rückt die Journalistin Alexandra Linder dem einzigen echten Tabuthema auf den Leib, das unsere Gesellschaft noch kennt: Dem Geschäft, das heute Ärzte, Wissenschaftler, Pharmakonzerne und internationalen Organisationen, die sich in Ländern der so genannten Deitten Welt vorgeblich der Entwicklungshilfe widmen, mit der millionenfachen Tötung von ungeborenen Kindern im Mutterleib machen. (Die Tagespost)

Linder hat zu einer neuen Fragestellung eine breit angelegte, profunde Recherche vorgelegt, die sie in sachlicher, aber zugleich packender Form präsentiert. (Rheinischer Merkur)

Das Buch ‚Geschäft Abtreibung‘ trägt auf schockierende Weise Fakten und Hintergründe über die finanziellen Interessen an der Tötung ungeborener Kinder zusammen und lässt das gesellschaftliche Phänomen ‚Abtreibung‘ in einem beklemmenden Licht erscheinen. (Zevener Zeitung)

Das Buch können Sie z.B. bei Amazon oder sehr wahrscheinlich auch bei der Veranstaltung kaufen.





Ein Navigationssystem für Christen im öffentlichen Diskurs

2 06 2011

Dr. Gudrun Kugler, die ehem. parteiunabhängige ÖVP Kandidatin im Wiener Wahlkampf 2005 und Leiterin der Jugendakademie des Dr. Karl-Kummer-Instituts, brachte ein sehr wichtiges Buch heraus.

Exiting a Dead End Road 

A GPS for Christians in Public Discourse

Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Aufsätzen verschiedener Autoren, die das Thema „Christen in der Politik, bzw. in der öffentlichen Diskussion“ zum Inhalt haben.

Das Buch beleuchtet die Situation der Christen in der EU, die ideologischen Hintergründe und die politischen Angriffe, sowie geeignete Auswegmöglichkeiten.

Die Liste der Mitautoren ist:

  • Jane Adolphe
  • Hilarion Alfeev
  • F. J. Borrego Borrego
  • Rocco Buttiglione
  • Charles Chaput
  • Kizito Chinedu Nweke
  • Jakob Cornides
  • Flavio Felice
  • Ombretta Fumagalli-Carulli
  • Robert George
  • Francesc Grané
  • Gudrun Kugler
  • Mario Mauro
  • Marguerite Peeters
  • Michael Prüller
  • David Quinn
  • Austin Ruse
  • William Saunders
  • Christoph Schönborn
  • Jean-Pierre Schouppe
  • Piero Tozzi
  • Mats Tunehag
  • Luca Volonté
  • Joseph Weiler

Dereit ist das Buch nur in englischer Sprache erhältlich und kann hier als E-Book oder Hardcopy bezogen werden.





Buchvorstellung: Menschenrecht, Ethik und Friedenssicherung

1 03 2011

 

Tarmann, Paul R.: Menschenrecht, Ethik und Friedenssicherung. Der personalphilosophische Ansatz Karl Lugmayers, Frankfurt am Main, Wien [u.a.]: Lang 2010, ISBN 978-3-631-58735-5, 182 S., € 37,80,-

Gastrezension von Univ.-Prof. DDDr. Alfred Klose

Dem Autor ist es mit dem vorliegenden Buch gelungen, die Erinnerung an einen bedeutenden österreichischen Sozialphilosophen und Sozialpolitiker zu beleben. Karl Lugmayer hatte in der Zeit nach 1945 einen beachtlichen Einfluss auf die Sozialgesetzgebung. In der ersten Nachkriegsregierung unter Karl Renner war er Unterstaatssekretär im Unterrichtsressort, was der Funktion nach dem heutigen Staatssekretär entspricht – damals trugen Minister nur den Titel „Staatssekretär“. Lugmayer trug zu einem Klima des Vertrauens und der Kooperation zwischen der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der Sozialistischen Partei (SPÖ) bei. Besonders gelang dies durch die damals verwirklichte Sozialpartnerschaft zwischen den Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen. In der ersteren, bei der gewerblichen und industriellen Wirtschaft, hatte die ÖVP bestimmenden Einfluss, bei den Gewerkschaften und den Arbeiterkammern hingegen die SPÖ. Die große Koalition bestand bis 1966, Lugmayer war einer jener Denker, die die ideelle Grundlage dafür schufen.

Von dieser politischen und gesellschaftlichen Situation muss man ausgehen, wenn man – wie Tarmann in dem vorliegenden Buch – den personalphilosophischen Ansatz Lugmayers und dessen Beitrag für die politische Kultur Österreichs nach 1945 verstehen will. Lugmayers Philosophie ist aber weit über diese Nachkriegszeit hinaus zukunftsweisend, wie Tarmann in hervorragender Weise darlegt. Lugmayer war ein bedeutender Vordenker: Es ist die grundlegende Überzeugung, dass zukunftsweisende Politik nur auf einer ethischen Grundlage gestaltet werden kann! Wie ein anderer führender Denker des damaligen Österreich, Johannes Messner, geht es Lugmayer um eine politische Ethik. Besonders die Menschenrechte werden in den Mittelpunkt gestellt, die Friedenssicherung bezieht sich genauso auf den internationalen Bereich, wie auch auf die Innenpolitik: Österreich verwirklichte mit seiner nach 1945 geschaffenen Sozialpartnerschaft ein hohes Ausmaß an sozialer Sicherheit. Das war nicht nur eine hervorragende Leistung der führenden Politiker, der Funktionäre in den Wirtschaftsorganisationen, den Kammern und Gewerkschaften, sondern auch ein Verdienst jener Persönlichkeiten, die sich um die geistigen Grundlagen bemüht hatten. Tarmann stellt in seinem sehr übersichtlichen und gut lesbaren Buch den hervorragenden Anteil Lugmayers nachdrücklich heraus.

Das Menschenrechtsthema ist auch heute angesichts der revolutionären Vorgänge in einer Reihe von Staaten von besonderer Bedeutung. Das rechte Verständnis der Personwürde – ein erstrangiges Anliegen Lugmayers –verpflichtet zur Schaffung einer funktionsfähigen Friedensordnung, sowohl innerstaatlich, als auch international. In der Nachkriegszeit nach 1945 verstanden Politiker und Philosophen diese Zusammenhänge nach den furchtbaren Erfahrungen mit den totalitären Systemen nationalsozialistischer und kommunistischer Prägung. Die hohe Wertschöpfung der Friedensordnung bei Lugmayer hebt Tarmann hervor.

Es ist erfreulich, dass es heute auch jüngere Sozialwissenschaftler sind, die sich an Lugmayer erinnern! Auch ist es von besonderer Bedeutung, wenn jüngere Wissenschaftler das Bewusstsein um die Relevanz traditioneller Werte zugleich mit dem Bemühen um zukunftsweisende Konzepte verbinden, wie dies bei Tarmann der Fall ist.

Univ.-Prof. DDDr. Alfred Klose





Das sogenannte „Enthüllungs“-Buch des David Berger

23 01 2011

David Berger - Der heilige Schein

von Inge M. Thürkauf

Unter großem medialem Interesse erschien im Ullstein-Verlag letzten November – laut Ankündigung im Klappentext – ein „sehr persönliches Buch“ des katholischen Theologen, Dr. David Berger, mit dem Titel „Der heilige Schein“. Durch seine zahlreichen Publikationen zu Thomas von Aquin hat Berger in der Fachwelt einen respektablen Bekanntheitsgrad, der ihm u. a. dazu verhalf, sich in der renommierten polnischen Universität Lublin zu habilitieren. Auch wurde er in Anerkennung für seine „Verdienste um die Fruchtbarmachung der Lehre des Thomas von Aquin in traditionell katholischen Kreisen“ in den illustren Kreis des Ritterordens von Jasna Gora aufgenommen. Er war korrespondierender Professor der „Päpstlichen Akademie des heiligen Thomas“, Vizepräsident der „Deutschen Thomas-Gesellschaft“, Herausgeber des Internationalen Thomistischen Jahrbuchs „Doctor Angelicus“ und der in traditionellen Kreisen geschätzten Zeitschrift „Theologisches“. Auf diesem intellektuell hochdotierten Hintergrund konnte man durchaus annehmen, daß auch ein „persönliches“ Buch des namhaften Thomisten das geistige Niveau seiner bisherigen wissenschaftlichen Publikationen hochhält. Kaum jemand hätte eine Lektüre erwartet, die sich in Sprache und Inhalt an den Niederungen der Boulevard-Medien orientieren würde. Auf den beinahe 300 Seiten seines neuen Opus stellt Berger nicht nur seine homosexuelle Lebensweise verteidigend ins Rampenlicht, sondern sieht vor allem die Notwendigkeit, „das perfide Unterdrückungssystem scheinheiliger Kirchenoberen“ und „die heuchlerische, bigotte Haltung der katholischen Kirche zur Homosexualität“ zu entlarven. Für die in den letzten Monaten durch die Mißbrauchskandale gegen die katholische Kirche aufgeheizte Leserschaft ein willkommenes Unterhaltungsprogramm.

Die Behauptung Bergers, die Scheinheiligkeit der Kirche im Hinblick auf Homosexualität hätte ihn dazu bewogen, „als Herausgeber und Chefredakteur der konservativen Zeitschrift ‚Theologisches’ zurückzutreten“, kann nur als einen Vorwand betrachtet werden, der Entlassung aus diesen ehrenamtlichen Diensten durch den Vorsitzenden der „Fördergemeinschaft Theologisches“, Prof. Dr. Manfred Hauke, zuvorzukommen, denn Professor Hauke konnte an Hand von Facebook nachweisen, daß Berger Beziehungen zum „homosexuellen Milieu“ unterhält. Nach anfänglicher Leugnung dieses Sachverhalts trat Berger die Flucht nach vorne an und bekannte sich im April 2010 in der „Frankfurter Rundschau“ mit dem Artikel „Ich darf nicht länger schweigen“ zu seiner Homosexualität. Im

November 2010 erschien dann sein Buch „Der heilige Schein“, gewissermaßen als ein „Schwarzbuch der katholischen Kirche“, in dem er seine Anschuldigungen gegen die Kirche wiederholt und sie im Stil einer Apologie seiner eigenen homosexuellen Befindlichkeit mit bisweilen anstößigen Details von Begegnungen bekannter, ihm wohlgesonnener Persönlichkeiten des traditionellen Lagers unter Nennung ihrer Namen ausschmückt – nicht unbedingt die Art des feinen Mannes von „vornehmer Intellektualität“.

Die Anklage Bergers konzentriert sich auf die „hierarchisch strukturierte, absolutistisch regierte Kirche“ und dabei im besonderen auf die tridentinische Liturgie, „die das Heilige in einer Überbetonung des Ästhetischen zu finden sucht“, von dem sich, wie er behauptet, gerade homosexuelle Männer – Priester wie Laien – magisch angezogen fühlen. Ehemals im konservativ-katholischen Raum beheimatet, stellt er heute die lateinische Liturgie als „Produkt homosexueller Sublimierung“ dar, derer sich gerade homosexuelle Priester bedienen, die ihre Sexualität aufgrund des Zölibats nicht wagen auszuleben. Was ihn einst so faszinierend anzog, „die lateinische, tridentinische Liturgie“, überzieht er nun mit Bezeichnungen wie „religiöse Märchenwelt“ und „Parfüm- und Operettentraditionalismus“.

David Berger dürfte es nicht unbekannt sein, daß seit der Freigabe der alten Messe durch das Motu propio „Summorum Pontificum“, zunehmend vor allem junge Priester und Gläubige jeden Alters sich für diese Form der Liturgie beginnen zu interessieren. Soll ihnen nun suggeriert werden, es sei in den meisten Fällen eine homosexuelle Neigung, die sie die Nähe der Tradition suchen läßt, da es ihnen lediglich um die Ästhetik dieser „disneyhaften Kulisse tridentinischer Subkultur“ gehe? Es ist offensichtlich, daß hier eine Verknüpfung geschaffen werden soll, zwischen der seit Jahrhunderten gefeierten römisch-katholischen Messe und der Homosexualität. Berger geht sogar so weit, einen Zusammenhang „zwischen Homosexualität und der Vorliebe für den Thomismus“ herzustellen, denn „die Art, wie der Aquinate denke“, komme „vielen homosexuellen Thomisten persönlich zustatten“. Dadurch würde das Doppelleben mancher homosexuellen Theologen „gewissermaßen eine mit höchsten Weihen ausgestattete programmatische Verankerung“ finden.

Die im Sprachduktus des Alten Testaments als „die Sünde Sodoms“ charakterisierte Homosexualität (sie wird heute ganz zwanglos mit dem einst als „obszön“ genannten Begriff „schwul“ umschrieben), wird von Berger als eine „typisch mittelalterliche“ Denkweise des Aquinaten bezeichnet und als nachrangig-zeitbedingt eingeordnet. Im Hinblick darauf wäre es „einsichtig, daß man denkerisch durchaus Thomist und zugleich schwul sein könne.“ Augenscheinlich hat Berger im Eifer der Verteidigung seiner Lebensführung übersehen, daß sich Thomas in seinem Werk an die Aussagen der Bibel gehalten hat, und diese sind – gerade in diesem Aspekt – weder nachrangig noch zeitbedingt, auch wenn die heutige Exegese noch so vehement die praktizierte Homosexualität als eine in der westlichen Welt anerkannte Lebensform verteidigt. Denkt der Thomist Berger daran, daß auch seine Haltung zur Geschlechtlichkeit einmal als „zeitbedingt“ angesehen werden könnte? Die Orientierung an der ewigen Wahrheit der Lehre der Kirche schützt vor den Verirrungen des Zeitgeistes, denn Christen sind, wie in der frühesten Kirchenordnung der Christenheit, der Didache, zu lesen ist, „einfach anders, sie tun nicht, was ‚man’ so tut.“

Die maßgebenden Texte im Alten Testament für die Beurteilung der Homosexualität stehen bei Lev 18, 22 und Lev 20, 13, und eine der diesbezüglich wichtigsten Aussagen im Neuen Testament finden wir im Römerbrief. Der hl. Paulus beschreibt dort Menschen, die, obwohl sie von Gott wußten und ihn erkannt hatten, sich von IHM abgewandt haben. Gott hat sie daraufhin sich selbst überlassen. Bei Paulus ist homosexuelles Verhalten nicht Ursache, sondern Folge und Ausdruck der Apostasie vom Dreifaltigen Gott. In den angeführten Texten wird die homosexuelle Praxis als mit dem Willen Gottes nicht vereinbar bezeichnet. Paulus beschreibt sie eindeutig als Verirrung und Täuschung, als Verlust der Wahrheit.

Auch der „Katechismus der Katholischen Kirche“ stützt sich auf die Heilige Schrift und spricht unter Punkt 2357 von der Homosexualität als einer „schlimme Abirrung“. Homosexuelle Handlungen sind in sich nicht in Ordnung … und „in keinem Fall zu billigen.“ Bei Punkt 2359 wird deutlich darauf hingewiesen, daß homosexuelle Menschen zur Keuschheit gerufen sind. „Durch die Tugenden der Selbstbeherrschung, die zur inneren Freiheit erziehen, können und sollen sie sich … durch das Gebet und die sakramentale Gnade Schritt um Schritt, aber entschieden der christlichen Vollkommenheit annähern.“ Die Aussagen der Bibel und des Katechismus wollen auch in Bezug auf Menschen mit homosexueller Neigung nichts anderes zum Ausdruck bringen, als das, was Augustinus in unmißverständlicher Klarheit schrieb: Liebe den Sünder, aber hasse die Sünde.

Beim Lesen dieses „Insiderberichts“ überkommt einen ein großes Erbarmen mit diesem zweifellos intelligenten und begabten Theologen, der seine eigenen Probleme in – gelinde gesagt – unwürdiger Weise versucht auf andere zu projizieren. Seine Behauptung, die Kirche nütze die sexuellen Verfehlungen der Priester als Instrument der subtilen Erpressung und Machtausübung aus, um die Sünder zu Gehorsamsleistungen gefügig zu machen – „bis hin zur Selbstaufgabe“, wirft die Frage auf, wer ihn zu einer solch bedauerlichen Verteidigung- und Anklageschrift überredet haben mag, um ihn selbst „gefügig zu machen“?

Im Vorwort seines Buches unternimmt Berger eine Gewissenerforschung und stellt fest, daß es im Leben Augenblicke gebe, da einem „schlagartig bewußt“ wird, daß etwas ganz entschieden falsch gelaufen ist. Es ist zu hoffen, daß es ihm in nicht zu ferner Zeit erneut „schlagartig bewußt“ werden möge, daß in seiner gegenwärtigen Lebensführung etwas ganz entschieden falsch gelaufen ist.









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