Kardinal Schönborn: Europa hat sein christliches Erbe verschleudert

24 09 2016

Kardinal Christoph Schönborn, Predigt zu Maria Namen 2016
aus http://www.erzdioezese-wien.at/marianamen2016

Liebe Brüder und Schwestern!

„Dein Bruder war verloren und er ist wieder gefunden. Er war tot und er lebt wieder.“ (Lk 15,32) Was ist das für eine Situation, mit der Jesus zu tun hat? Warum fällt es so schwer, die Barmherzigkeit Gottes anzunehmen? Warum tun gerade wir, die wir so ganz drinnen sind in der Kirche, uns manchmal so schwer, zu verstehen, warum Jesus, warum Gott, gerade mit denen, die verloren sind, besonders barmherzig ist? Gerade mit denen, die besonders verloren sind. Man hat fast den Eindruck, als würde es Gott hinziehen zu denen, die verloren sind. Und wenn wir in der Kirchengeschichte schauen, da gibt es auch heute immer wieder diese ganz starken Berufungen: Menschen, die irgendwie ganz besonders hingezogen sind zu jenen, die ganz am Rand, ganz unten sind.

Vor einer Woche wurde Mutter Teresa von Kalkutta heiliggesprochen. Da war doch genau das, was wir hier heute im Evangelium hören. Da haben sich auch Leute aufgeregt – und sie tun das bis heute -, Mutter Teresa habe das nur gemacht, um Selbsterfüllung zu finden, sie habe nicht wirklich den Armen geholfen, sie habe ja nicht die Welt verändert usw.

Aber es hat sie hingezogen zu denen, die besonders am Rand waren, besonders zu den Ausgestoßenen. Was ist das im Herzen Gottes, im Herzen Jesu, das so hinzieht zu denen, die ja gerade das sind, was einen nicht anzieht? Warum ist ein Damian de Veuster auf die Insel Molokai gegangen? Auf diese Insel hatte man die Leprakranken verbannt, damit man sie nicht sehen muss, damit ihr unvorstellbar schreckliches Schicksal aus unseren Augen ist. Gerade dorthin hat es Damian de Veuster gezogen.

Die Logik der drei Gleichnisse in den heutigen Lesungen ist eine ganz eigenartige. Wenn man hundert Schafe hat, ja mein Gott, dann geht halt eins verloren, das kommt doch vor… Papst Franziskus hat einmal etwas Hartes gesagt über unsere Kirche heute: 99 Schafe unserer Kirche sind schon weggelaufen und das eine, das noch da ist, streicheln wir zu Tode.
Jesus geht dem verlorenen Schaf nach, es ist ihm nichts zu mühsam. Man könnte doch sagen, das ist doch ganz unlogisch, ganz unvernünftig! Warum dem einen nachgehen?

Gehen da nicht die 99 in Gefahr, wenn der Hirte sie verlässt? Aber was ist das für eine wunderbare Erfahrung, wenn uns Jesus sagt: Selbst wenn du noch so verloren bist, du bist für mich kein Verlorener. Ich werde dir nachgehen, wohin du dich auch verirrt hast.

Es gibt für Jesus keine hoffnungslosen Fälle. Er geht mir wirklich nach. Und ich finde es so berührend für die 99, die zurückbleiben. Sie könnten ja sagen: Um Gottes Willen, der Hirte ist weg, was wird uns passieren? Aber wenn sie erfahren, dass der Hirte dem verlorenen nachgeht, bis es gefunden ist? Das ist doch eine wunderbare Botschaft für uns, denn jeder von uns könnte einmal verloren gehen. Auch wenn wir vielleicht nicht äußerlich verloren gehen, weil wir einen sicheren Lebensrahmen haben, Versicherungen usw. Denn wir können auch seelisch verloren gehen, wir können den Boden unter den Füßen verlieren, in Depression geraten, in Verzweiflung und Sinnlosigkeit. Und dann ist es wunderbar zu wissen: Wenn mir das passiert, dann wird ER mich nicht verlassen!

Dann das Gleichnis von der Drachme: Wenn ich noch so sehr im Dreck liege, im Staub, am Boden, irgendwo im Mist, ER wird mich suchen, bis er mich gefunden hat, er wird mich aufheben. Und das Bild, das auf der Münze ist, ist das Bild Gottes in uns, das Bild wird wieder leuchten, er wird mich aus dem Staub heben, und es wird Freude sein.

In allen drei Gleichnissen ist im Mittelpunkt die Freude. Und Jesus will sagen: Freut euch doch, dass Gott so barmherzig ist, freut euch doch, dass es für ihn keine hoffnungslosen Fälle gibt!

Aber wir sind angesprochen von dem älteren Bruder, der vom Feld zurückkommt, der Musik hört, Tanz… Und er fragt sich: Was ist da los? „Dein Bruder ist zurückgekommen und der Vater hat das Mastkalb geschlachtet, weil er gesund ist“, sagt der Knecht. So wie wir sagen: Das Wichtigste ist Gesundsein. Dann kommt der Vater heraus, und der ältere Bruder ist ganz zornig, und er sagt: DEIN Sohn, der DEIN Vermögen mit den Dirnen durchgebracht hat… Wenn der Vater zur Mutter sagt: „DEINE Tochter“, dann weiß man schon, was es geschlagen hat. Nein, es ist unsere Tochter, müsste sie dann sagen, es ist UNSERE Tochter, genauso Deine Tochter. Er sagt: Dein Sohn. Der Vater sagt zu ihm: Dein Bruder. Er erinnert ihn: Es ist DEIN Bruder. Dein Bruder, der auf die schiefe Bahn geraten ist. Dein Bruder war tot und er lebt wieder.

Brüder und Schwestern, ich muss noch etwas hinzusagen, das vielleicht die Wirtschaftsleute unter ihnen besser verstehen und was gerne verschwiegen wird bei diesem Gleichnis: Der Jüngere, der alles vertan hat, kommt zurück, und er weiß ganz genau, dass er das Erbe verspielt hat. Darum sagt er zum Vater: „Nimm mich als Taglöhner, nimm mich als Knecht bei dir, ich hab kein Recht mehr, Sohn zu sein. Ich hab mein Erbe vertan“. Was macht der Vater? Er sagt: „Schnell, holt das beste Gewand, steckt ihm einen Ring an den Finger, wir müssen feiern, denn mein Sohn lebt!“

Was heißt das praktisch und wirtschaftlich, dass der Vater ihn wieder als Erben einsetzt, als Sohn? Und wer muss die Rechnung zahlen? Der ältere Bruder! Denn der Erbteil, den der jüngere Bruder durchgebracht hat, ist ja weg. Da ist nur noch das Erbteil des Älteren. Und mit diesem Falotten muss der Ältere jetzt das Erbe teilen. Das ist der wirtschaftliche Hintergrund, denn Jesus hat gewusst, wie es in der Wirtschaft läuft, und in seinen Gleichnissen ist er immer ganz konkret.

Der Ältere ist aufgefordert, mit seinem jüngeren Bruder nicht nur das Haus zu teilen, sondern auch das Erbe. Ich weiß, wovon ich rede, ich kenne das aus eigenen Familiengeschichten. Das tut weh! Aber die Barmherzigkeit kostet etwas, die Barmherzigkeit ist nicht billig. Barmherzig sein ist nicht ein Zuckerguss, den man drüberstreut. Barmherzigkeit kostet etwas.

Jetzt muss ich ganz zum Schluss noch auf die Lesung aus dem Buch Exodus eingehen. Dort haben wir nämlich dieselbe Geschichte gehört, nur umgekehrt. Das Volk ist schnell vom Weg abgewichen, es hat sich einen Götzen gemacht. Und was sagt Gott zu Mose: DEIN Volk, das DU aus Ägypten herausgeführt hast… Gott redet wie der ältere Bruder zum Vater: DEIN Volk. Es ist das Volk Gottes, nicht das Volk des Moses. Und Mose antwortet ihm: Herr, strafe doch nicht DEIN Volk, was werden die Leute sagen, wenn du DEIN Volk so behandelst?

Mir kam heute mit Blick auf unsere Situation in Europa Folgendes in den Sinn: Wir sind ein wenig wie der jüngere Bruder. Wir haben das Erbe durchgebracht, wir haben das christliche Erbe durchgebracht und verschleudert. Und jetzt wundern wir uns, wie es in Europa ausschaut. Es geht uns wie dem verlorenen Sohn, der das kostbare Gut des Vaters, das kostbare christliche Erbe durchgebracht hat. Und jetzt stellen wir fest, dass es uns hinten und vorne fehlt, wenn wir in Not geraten. Nicht nur wirtschaftlich, auch das wird kommen, aber vielmehr auch menschlich, religiös und glaubensmäßig. Was wird aus Europa werden?

Heute vor 333 Jahren ist Wien gerettet worden.
Wird es jetzt einen dritten Versuch einer islamischen
Eroberung Europas geben? Viele Muslime denken und
wünschen sich das und sagen: Dieses Europa ist am Ende.
Und ich denke, dass das, was heute Moses in der Lesung
tut und was Gott der Barmherzige mit seinem jüngeren
Sohn tut, wir heute für Europa erbitten sollen: Herr, gib
uns noch einmal eine Chance! Vergiss nicht, dass wir dein
Volk sind So wie Moses ihn daran erinnert: Es ist doch
DEIN Volk, DU hast es herausgeführt, DU hast es geheiligt,
es ist DEIN Volk.

So bitten wir: Herr, erinnere Dich daran, es ist DEIN Volk.
Und wenn wir in die Irre gegangen sind und wenn wir das
Erbe durchgebracht haben, Herr, verstoß uns nicht!
Verstoß nicht dieses Europa, das so viele Heilige
hervorgebracht hat. Verstoß uns nicht, weil wir im
Glauben lau geworden sind. In allen drei Lesungen
gibt uns Gott heute eine Verheißung. Die Verheißung,
die Paulus in das wunderbare Wort zusammenfasst:
Ich habe Erbarmen gefunden. Obwohl ich es nicht
verdient habe! Zweimal sagt er: Ich habe Erbarmen
gefunden, obwohl ich der Erste unter den Sündern bin.

Brüder und Schwestern, ich lade ein, dass wir bei
dieser Maria Namen Feier, in ihrer großen 70jährigen
Tradition Gott in diesem Jahr der Barmherzigkeit bitten:
Hab Erbarmen mit deinem Erbe, hab Erbarmen mit
deinem Volk, mit Europa, das daran ist, Dein
christliches Erbe zu verspielen! Hab Erbarmen mit uns
und richte uns wieder auf, zur Ehre deines Namens
und zum Segen für die Welt! Amen.





Christen und Wahl zum Bundespräsidenten in Österreich

23 09 2016

Entnommen aus kath.net

Was Christen bei der Wahl des österreichischen Bundespräsidenten bedenken sollten –
Ein Gastkommentar von Norbert von HandelDas Höchstgericht hat den österreichischen Wählern noch einmal die Chance gegeben ihren Bundespräsidenten zu wählen.Vor allem auch die Christen Sollten diese Möglichkeit nutzen.
„Hätte Maria abgetrieben, wär uns viel erspart geblieben „, mit diesem unappetitlichen Reim arbeiteten die Grünen vor einigen Jahren, als van der Bellen ihr Bundesobmann war, was viele offensichtlich vergessen haben.

Es ist nicht bekannt, dass er sich von dieser zotigen Beschimpfung der Mutter Gottes je distanziert hätte – was aber nötig wäre! Denn wer Bundespräsident werden will, darf die religiösen Gefühle der größten Gläubigen-Gruppe in Österreich nicht verletzen (lassen). Ich fordere ihn daher ausdrücklich auf hierzu klar und öffentlich Stellung zu beziehen.
Denn können Christen so einen Mann ehrlichen Herzens zum Bundespräsidenten wählen?

Aber das ist nicht das einzige Problem mit Herrn van der Bellen :
Die jüngsten Ereignisse rücken die Außenpolitik wieder in den Mittelpunkt.

Bundeskanzler und Außenminister haben sich zuletzt mutig von einer Türkei distanziert, die alles andere als demokratisch, europäisch oder gar tolerant zu christlichen Religionen und zur westlichen Welt steht. Der Entrüstungssturm der Türken, der sich über Österreich ergossen hat, ist gewaltig und beispiellos.
Hätte ein Norbert Hofer, wie Christian Kern oder Sebastian Kurz argumentiert, wäre nicht nur das rot-schwarz-grüne Österreich, sondern ganz Europa über ihn hergefallen, Außenminister und Kanzler haben jedoch nichts anderes getan, als auf die Linie der realistischen Vernunft, die Hofer immer schon vertreten hat, einzuschwenken.

Van der Bellen hingegen schweigt, weil dies alles gegen die von ihm vertretene Multikultigesellschaft geht. Er ist in seiner Willkommenskultur grenzenlos, egal wie viele Vergewaltigungen, Morde und Anschläge geschehen. Siehe dazu: https://schreibfreiheit.eu/2016/09/04/alles-nur-einzelfaelle-aber-machen-sie-sich-selbst-ein-bild/

Er würde Österreich nicht schützen, sondern zur Invasion und Islamisierung in einem nicht mehr identifizierbaren Europa freigeben.
Er getraut sich seine Meinung nicht zu sagen, weil er – glatt wie ein Fisch und farbenfroh wie ein Chamäleon – nur ja niemand verschrecken will.
Klare Worte sind seine Sache nicht, wie etwa das Einstehen für Werte, die er im Laufe seines Lebens wechselte, wie andere ihre Hemden. Nein, so einen Mann in der Hofburg braucht Österreich wirklich nicht.

Hier brauchen wir jemand mit Prinzipien, zu denen er – ob populär oder nicht – steht.
Und Hofer hat gelernt, überparteilich zu agieren : als 3.Präsident des Nationalrats, hat er die Sitzungen so korrekt geleitet, dass er dafür bekannt wurde, eher, wenn notwendig, die eigenen Leute als die der anderen Parteien hinsichtlich angriffiger Äußerungen in der Debatte zu disziplinieren.

An der Spitze des Staates braucht es einen Menschen, dessen Charakter untadelig ist und den die Schicksalsschläge seines Lebens geprägt und gestählt haben.
Der heiter, freundlich und gewinnend ist und damit das Gute, das typisch Österreichische, vertreten wird, wie kein anderer.

Dies sollten endlich auch die ÖVP ( der ich seit Jahrzehnten angehöre ) und die Kirchen verstehen und klare und eindeutige Worte finden.

Ein Eintreten für einen Kandidaten, der immer betont nicht an Gott zu glauben, würden große Teile der Basis beider Institutionen nicht mehr verstehen und die Austrittswelle nach einer verlorenen Wahl wäre größer, als dies vielleicht heute vermutet wird.

Wir wählen nämlich keine Partei, sondern einen Menschen und da wollen wir einen anständigen und idealistischen, der jene Werte vertritt, die zumindest früher auch in der christlichen Welt selbstverständlich waren.
Es wäre höchst an der Zeit mal wieder Flagge zu zeigen.

Dr. Norbert v. Handel ist Unternehmer und in verschiedenen Aufsichtsräten, Beiräten und Stiftungen. Er war langjähriger (österreichischer) Vizepräsident der Niederländischen Handelskammer in Österreich. Er ist ehrenamtlich in leitender Funktion in verschiedenen Organisationen, gesellschaftspolitischer und kultureller Art. Er ist Prokurator des St. Georgsordens.

________________________________________________

HINWEISE:

Der große Bevölkerungsaustausch
aus Kreidfeuer

1.221 Fälle von Ausländerkriminalität

kath.net

 





IS an Papst: ‚Unser Krieg ist ein religiöser Krieg, im Namen Allahs‘

12 08 2016

Aus Kath.net: http://www.kath.net/news/56236

Der Islamische Staat (IS) hat in dieser Woche auf die Aussagen von Papst Franziskus zu Islam und Terror reagiert und seine Aussagen als naiv bezeichnet

München (kath.net)
Der Islamische Staat (IS) hat in dieser Woche auf die Aussagen von Papst Franziskus zu Islam und Terror reagiert und via der eigenen Zeitung „Dabiq“ die Aussagen von Franziskus, dass Muslime den Frieden wollen und die Handlung des IS wirtschaftlich motiviert sei, als naiv kritisiert. Dies berichtet die „Freie Welt“ unter Berufung auf das US-Online-Magazin „Breitbart.com“. Laut IS sei dies „ein göttlich gerechtfertigt Krieg zwischen der muslimischen Nation und den Völkern des Unglaubens“. Dieser werde durch das Schwert entschieden. Der IS stellte dann fest, dass man mit dem Hass nicht aufhören werde, selbst, wenn das Bombardment des Islamischen Staates beendet werden sollte.
„Unser Hass wird nicht enden, bevor ihr den Islam angenommen habt. Und selbst wenn ihr den Jizyah, die Steuer für Ungläubige zahlt, um unter der Herrschaft des Islam leben zu dürfen, würden wir euch hassen.“

Siehe auch: https://schreibfreiheit.eu/2016/08/05/islam-terror-papst-franziskus/





Für klassische Familie = homophob?

20 06 2016

Ist es ‚homophob‘, die klassische Familie zu verteidigen?
Entnommen aus Kath.net
http://www.kath.net/news/55565

Die Familie werde in der gegenwärtigen Kultur verfolgt. Politische und gesellschaftliche Kräfte würden Verhältnisse propagieren, die der natürlichen Familie widersprechen, predigte Kardinal Cañizares. Nun droht ihm eine Klage von Schwulenverbänden.

Valencia (kath.net/jg)
Feministische Organisationen und Homo-Lobbygruppen wollen erreichen, dass Kardinal Antonio Cañizares, der Erzbischof von Valencia, wegen „Aufforderung zu einer Straftat“ angeklagt wird. Der Kardinal hat in einer Predigt am 13. Mai die Gender-Ideologie und den Einfluss des „schwulen Imperium“ kritisiert, berichtet der Catholic Herald.

Die Familie werde in der gegenwärtigen westlichen Kultur verfolgt. Die Gesetzgebung widerspreche der natürlichen Familie, politische und soziale Kräfte, unterstützt von Lobby-Organisationen, dem – wörtlich – „schwulen Imperium“ und Ideologien wie der Feminismus und Gender würden auf anderen Ebenen in die gleiche Richtung arbeiten, hat Kardinal Cañizares in der Predigt gesagt.

Die „Feministische Plattform Alicante“ hat die Regierung aufgefordert, Kardinal Cañizares wegen „Anstiftung zur Diskriminierung und zum Hass“ anzuklagen. Schwulenorganisationen wie „Lambda“, das „LGBT Kollektiv von Valencia“ und andere wollen ebenfalls Klage beim von der spanischen Regierung eingerichteten Sonderstaatsanwalt für Hassverbrechen einbringen.

Kardinal Cañizares hat mittlerweile eine Stellungnahme veröffentlicht. Darin stellt er die Frage, ob es schon „homophob“ sei, wenn man die klassische Familie verteidige. Außerdem stellte er den vollständigen Text seiner Predigt online.

Keine Hetze gegen Kardinal! Für Meinungs- und Religionsfreiheit …

http://www.katholisches.info/2016/05/19/kardinal-canizares-verteidigt-die-familie-kirchlich-besoldeter-podemos-vertreter-beleidigt-ihn/

https://conservo.wordpress.com/2016/06/20/von-linken-gejagt-kardinal-canizares-gegen-invasion-und-genderismus/

https://gloria.tv/article/sQ34rwJVL84f2x7j75pHBxKPn

 





Die Abschaffung der Wirklichkeit

19 06 2016

Entnommen aus DIE FREIE WELT:
http://www.freiewelt.net/blog/die-abschaffung-der-wirklichkeit-10067435/

Hier werden keine unbewiesenen Behauptungen in den Raum gestellt, es wird dem Wunschdenken mit der Realität auf den Leib gerückt. Sarrazin zerpflückt die gegenwärtigen politischen Utopien, weist nach, dass sie einander widersprechen und folgert:

„Wenn die politischen Eliten dann noch den widersprüchlichen Utopien gleichzeitig Geltung verschaffen wollen, kann unvermutet die Abschaffung der Wirklichkeit auf der politischen Tagesordnung stehen.“

„Von den 30 reichsten Ländern auf der Welt liegen 22 in Europa, eines in Nahost, drei in Ostasien und zwei in Ozeanien. Davon haben 26 Länder als vorherrschende Religion das Christentum, eines den jüdischen Glauben, drei stehen in der Tradition konfuzianischen Denkens – also keines ist muslimisch geprägt.

In allen Ländern, in denen Muslime eine Minderheit darstellen, bilden sie überwiegend die Unterschicht. Dagegen sind in Ländern mit muslimischer Mehrheitsbevölkerung Juden und Christen Angehörige der oberen Schichten. ZUFALL?
Diesen Status haben sie seit 1000 Jahren bewahrt und ausgebaut. Die aktuelle Vertreibung von Juden und Christen aus den Ländern des Nahen Ostens ist die Zerstörung der Bildungselite.

 





Papst Franziskus: Islam und Christentum teilen das gleiche Eroberungskonzept!?

29 05 2016

Entnommen aus Kreidfeuer,
https://kreidfeuer.wordpress.com/kreidfeuer/

http://diepresse.com/home/panorama/welt/4990108/Papst_Islam-und-Christentum-teilen-gleiches-Eroberungskonzept (17.5.):

… Der Islam und das Christentum teilten das gleiche Konzept von Eroberung, sagt Papst Franziskus in einem Interview mit der französischen Tageszeitung „La Croix“. Er glaubt nicht, dass die Angst vor Flüchtlingen mit einer generellen Furcht vor dem Islam zu tun habe. Es sei vielmehr die Angst vor dem sogenannten Islamischen Staat und seinem Eroberungskrieg.

„Es ist wahr, dass das Konzept der Eroberung der Seele des Islam innewohnt“, sagte Franziskus. „Aber man könnte das Ziel des Matthäus-Evangeliums, in dem Jesus seine Jünger in alle Nationen aussendet, als gleichen Eroberungs-Begriff interpretieren.“ Zudem betonte der Papst, dass Europa nicht nur christliche Wurzeln habe.

… Zugleich bekräftigte der Papst, dass ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen grundsätzlich möglich sei. In seinem Heimatland Argentinien etwa hätten die Angehörigen beider Religionen ein „gutes familiäres“ Verhältnis untereinander. Er forderte zu einer besseren Integration von Flüchtlingen auf. Der schlimmste Empfang sei eine „Ghettoisierung“. Die Terroristen von Brüssel seien Kinder von Migranten gewesen, die aus einem Ghetto kamen. …

http://lepenseur-lepenseur.blogspot.co.at/2016/05/wer-so-einen-papst-hat-braucht-keinen.html Wer so einen Papst hat, braucht keinen Kalifatsstaat mehr! (17.5.):

… Wer den Unterschied zwischen den Sätzen des Evangeliums

Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. (Mt. 28, 1820)

und des Koran

Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf. (Sure 9,5)
Sie wünschen, dass ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so dass ihr alle gleich werdet. Nehmt euch daher keine Beschützer von ihnen, solange sie nicht auf Allahs Weg wandern. Und wenn sie sich abwenden, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet (Sure 4,89)

nicht erkennt, sondern als den gleichen Eroberungs-Begriff zu interpretieren vermag, sollte eigentlich sein Theologie-Diplom zurückgeben, bzw. nimmt es an Rabulistik locker mit jedem Staatsanwalt kommunistischer Schauprozesse (oder NS-Volksgerichtshof-Verfahren, wenn einem dieser Vergleich sympathischer ist) auf. …

——————————-

Ergänzung 24.5.2016:

http://www.katholisches.info/2016/05/23/scheich-el-tayyeb-im-vatikan-fuer-papst-franziskus-entspricht-missionsauftrag-jesu-dem-eroberungsauftrag-mohammeds/

———————-

Hubert Hecker: http://www.katholisches.info/2016/05/23/franziskus-stolpert-von-einem-fehler-in-den-naechsten-irrtum/:

Im Kapitel 253 seiner Enzyklika Evangelii gaudium spricht Franziskus von den Gräueltaten der Muslime von Nigeria bis Pakistan. Er nennt sie verharmlosendZwischenfälle eines gewalttätigen Fundamentalismus. Doch dadurch möchte er sich nicht die Zuneigung zu den authentischen Anhängern des Islam nehmen lassen. Authentisch sind nach seiner Meinung die Gläubigen des echten Islam: Der wahre Islam und eine angemessene Interpretation des Korans stehen jeder Gewalt entgegen.

… Im Interview mit der französischen Tageszeitung La Croix glaubt er eine neue Wahrheit gefunden zu haben: Es ist wahr, dass das Konzept der Eroberung der Seele des Islam innewohnt.

Auch in diesem Fall stellt Franziskus wieder das Adjektiv ‚wahr’ seiner These voran: kriegerische Eroberungen seien dem Islam inhärent. Die Bedeutung des Wortes ‚Seele des Islam’ dürfte dem früheren Ausdruck ‚wahrer Islam’ entsprechen. Demnach gäbe es zwei Wahrheiten über den Islam, die sich widersprechen: 2013 die Gewaltlosigkeit des wahren Islam und 2016 die gewalttätigen Eroberungen als wahre Seele des Islam.

… Doch es kommt noch schlimmer. Direkt nach dem Satz, dass die muslimischen Eroberungskriege aus der Mitte des Islam kämen, beschuldigt Franziskus die Bibel der gleichen Auslegungsmöglichkeit: Aber man könnte mit der selben Idee der Eroberung auch das Ende des Matthäus-Evangeliums interpretieren, wo Jesus seine Jünger zu allen Völkern schickt (so das Zitat aus dem Tagespost-Bericht vom 19. Mai).

… In der exegetisch-theologischen Literatur ist keine These bekannt, die JesuMissionsbefehl mit Taufe und Lehre als aggressiven Eroberungskrieg interpretiert. Nach dem Vorbild von Paulus haben christliche Missionare über viele Jahrhunderte in Wort und Beispiel Christi Lehre verbreitet. Als Mohammed und seine Nachfolger die damalige halbe Welt mit Feuer und Schwert, Tod und Versklavung im Namen Allahs bedrückten, missionierten römische Glaubensboten die Angel-Sachsen. Später kamen englische und iro-schottische Mönche zu friedlicher Mission nach Germanien. …





Viktor Orban verteidigt Deutsche, Christentum und Heimatrecht

11 02 2016

Das Civitas-Institut hat die Rede dankenswerterweise verfügbar gemacht (7.2.):

Es ist kaum bekannt, wie sehr Ungarn seit dem Ersten Weltkrieg gelitten hat. Ihm wurde ein vergleichsweise größerer Teil des Staatsgebietes genommen als z. B. Deutschland, die Ungarn leben z. T. verstreut in anderen Staaten. Das Studium der ungarischen Geschichte macht staunen, wie sehr ein Volk, das unter Demütigungen und Diktaturen gelitten hat, seine stolze Identität bewahrt hat. Daß Präsident Orbán auf feste und kluge Weise genau dieses repräsentiert, macht ihn natürlich zum Haßvogel der westlichen, insbesondere der deutschen Qualitätsmedien und linken Politiker. In einer allgemein verschwiegenen Rede vom 19. Januar 2016 [erinnert er] an jene Ungarndeutschen, die von den Kommunisten nach dem Krieg vertrieben wurden. Wir dürfen hier diese bewegende Rede dokumentieren und bitten um weite Verbreitung.

” […]. Die 1940er Jahre lassen die zusammenhängende Leidensgeschichte Ungarns vor unseren Augen erstehen. Besetzungen, Verschleppung und Vertreibung, einander folgende Waggons, Trauerzüge. Die Akzente, die Ziele, die Gründe und Motive mochten unterschiedlich sein, jedoch war die Konklusion unverändert. Als Ungarn besetzt wurde – ganz gleich ob vom Osten oder vom Westen aus –, das Ergebnis war unermessliches Leid. Die Geschichte des 20. Jahrhunderts zeugt davon, dass wenn Ungarn seine Unabhängigkeit verlor, es dann seine eigenen Bürger, jene Menschen, zu deren Schutz und zur Bewahrung ihrer Werte das Land berufen gewesen wäre, verstieß, ausplünderte, vertrieb und in eine extrem ausgelieferte Lage geraten ließ. Es ist eine Lehre für die Ungarn für alle Zeiten, der Ankunft einer derartigen Welt, in der ähnliche Verordnungen und Listen entstehen könnten, nicht die geringste Chance zu geben.

Es ist eine Warnung für alle Zeiten, dass nur die starke Regierung eines souveränen Landes in der Lage ist, seine Staatsbürger der unterschiedlichsten Nationalität vor den äußeren Kräften und den die äußeren Kräfte bedienenden inneren Anhängern zu schützen.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Vor siebzig Jahren, am 19. Januar 1946 verließ Ungarn der erste Eisenbahnzug, der unsere vertriebenen deutschen Landsleute nach Deutschland transportierte. Allein am 19. Januar, an einem einzigen Tag, nahm man tausend Menschen mit. Bis zum Anfang des Februar war Wudersch bereits vollkommen leer, und bald ereilte landesweit hunderte von Siedlungen, in denen Schwaben – wie man die Ungarndeutschen in Ungarn nannte – lebten, ein ähnliches Schicksal. Die offizielle Bezeichnung lautete Aussiedlung, doch dieses Wort hatte mit der Wahrheit nichts zu tun. Was Aussiedlung genannt wurde, bedeutete die Ausplünderung und die Vertreibung der ungarischen Schwaben. Sie wurden ihrer Häuser und sie wurden ihrer Heimat beraubt. Von ihrem früheren Leben durften sie in die niedergebombten Städte Deutschlands so viel mitnehmen, wie in ein Bündel von 50 Kilogramm hineinpasste. Und nicht nur jene mussten ihr Zuhause verlassen, die während des Weltkriegs in die deutsche Armee rekrutiert worden waren. *Um auf die Liste zu kommen, reichte es aus, wenn jemand sich selbst als Person deutscher Nationalität bezeichnete oder sich zwar als Ungar bekannte, aber das Deutsche seine Muttersprache war, und es reichte auch aus, wenn man über ihn wusste, dass er Ungarn so sehr liebte, dass er niemals die kommunistische Partei wählen würde.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Vor siebzig Jahren ereignete sich in Ungarn und in zahlreichen anderen Ländern Europas eine als Aussiedlung getarnte Deportierung. Und es gab keine einzige nüchtern denkende verantwortliche Person, auch die Vertreter der Siegermächte mitinbegriffen, die sich dem entgegengestellt hätte. Dies waren Zeiten, in denen Europa der Verführung durch wahnsinnige Gedanken nicht widerstehen konnte. Statt des Widerstandes, statt sein christliches Selbst zu behalten, hat es sich ergeben. Es hat gleich zweimal kapituliert, nacheinander. Zuerst gab es der Verführung durch den Nationalsozialismus, dann der durch den internationalen Sozialismus nach. Es ist der traurige gemeinsame Nenner des National- und des internationalen Sozialismus, dass sie beide auf Grundlage des Prinzips der Kollektivschuld ganze Völker in Viehwaggons trieben.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Die Ungarndeutschen können bis auf den heutigen Tag eine Kultur die ihrige nennen, deren Fäden tief in das Gewebe der ungarischen Kultur eingeflochten sind. Wenn wir diese Fäden herauszögen, so würde das gesamte Gewebe zerfallen. Die ungarische schwäbische Gemeinschaft stellt einen organischen und unveräußerlichen Bestandteil der ungarischen Kultur dar. Wenn vor siebzig Jahren die Vertriebenen all das mitgenommen hätten, was die Ungarndeutschen oder Menschen deutscher Abstammung seit ihrer Ansiedlung für die ungarische Wirtschaft und Kultur getan hatten, dann wäre Ungarn heute bedeutend ärmer. Sie hätten zum Beispiel unsere erste nationale Literaturgeschichte – von Ferenc Toldy – mitnehmen können, unter anderem auch das Parlament – Imre Steindl – und das Gebäude des Kunsthistorischen Museums – Ödön Lechner – sowie einen bedeutenden Teil des ungarischen Druckwesens, Maschinenbaus und der Medizin. Ungarn war einst die Heimat von mehr als einer halben Million von Familien, die auf ihre deutschen Wurzeln stolz sowie fleißig waren und auf ihren eigenen Füßen standen. Wir lebten über lange Jahrhunderte hinweg zusammen und zu Hunderttausenden liegen deutsche und ungarische Soldaten europaweit nebeneinander in der Erde. Die Sorgen und Mühen des Alltags haben wir gemeinsam gelöst, so wie wir auch Ungarn nach den Verwüstungen der Kriege gemeinsam wiederaufgebaut haben. Und wir haben viel voneinander gelernt. Wir, Ungarn, haben von den schwäbischen Menschen zum Beispiel gelernt, dass die tätige, fleißige Arbeit der einzig mögliche Weg zum Erreichen ehrlichen Wohlstandes ist. Die Ungarndeutschen haben über dieses gemeinsame Schicksal Zeugnis abgelegt, als sie sich unter der Fahne von Kossuth aufreihten statt unter der Fahne mit dem Doppeladler. Dies bekräftigten sie, als sie Schulter an Schulter mit den Ungarn an den Fronten des Ersten Weltkriegs kämpften. Diese Zusammengehörigkeit bekundeten sie auch bei der 1941er Volkszählung, als sie sich als Personen ungarischer Nationalität, aber deutscher Muttersprache bezeichneten. Und schließlich gaben sie ebendiesem Gefühl nach, als einige Jahre später viele von ihnen in die Armut, in das Elend, in die Erniedrigungen durch das kommunistische System heimkehrten.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Wir alle kennen die Geschichte der in alle Richtungen abfahrenden und wer weiß wo ankommenden Trauerzüge. Es hat Millionen von Menschenleben gekostet, bis wir erkannt haben: Wir, die Nationen Europas, sind gemeinsam stark. Der entscheidende Grund für die Vereinigung Europas war gerade, dass derart entsetzliche Dinge nie wieder vorkommen dürfen. Die europäische Zusammenarbeit war gerade aus der Erkenntnis geboren worden, dass uns, europäische Nationen, viel mehr Dinge verbinden als trennen. Wir alle können mit unseren eigenen Augen beobachten, wie die Sicherheit Europas von Tag zu Tag zerfällt, wie seine auf der christlichen Kultur basierende Lebensweise in Gefahr gerät. Heute ist in Europa nicht die Frage, ob sich die Nationen gegeneinander wenden, die Frage ist vielmehr, ob es Europa noch geben wird, ob wir die europäische Lebensweise und Kultur werden verteidigen können, und was wir für einen Kontinent unseren Kindern als Erbe hinterlassen werden.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, meine lieben Freunde!

Die wichtigste Lehre aus der Geschichte der 1940er Jahre, als sich die Straßen Europas immer wieder mit aus ihrem Zuhause vertriebenen, hungernden und tatsächlich um ihr Leben rennenden Völkern gefüllt waren, ist, dass man ein Verbrechen durch ein anderes Verbrechen nicht wiedergutmachen kann, ein vermeintliches Verbrechen durch ein anderes Verbrechen noch weniger, und ein angenommenes Verbrechen durch eine kollektive Bestrafung erst recht nicht. Wir können stolz darauf sein, dass die ungarischen Menschen nach zwanzig verworrenen, postkommunistischen Jahren des Übergangs endlich eindeutig für die bürgerliche Einrichtung votiert haben, und das Parlament endlich die erste demokratische bürgerliche Verfassung Ungarns vollenden konnte.

Die wichtigste tragende Säule der bürgerlichen Welt ist die Gerechtigkeit und Billigkeit, wir geben einem jeden das, was ihm zusteht. Aus diesem Grunde hat das Parlament im Jahre 2013 beschlossen, dass der 19. Januar der Gedenktag der Verschleppung und der Vertreibung der Ungarndeutschen sei. Als ein ewiges Memento für die nach Sibirien zur Zwangsarbeit verschleppten fünfundsechzigtausend Menschen und für die zur Aussiedlung verurteilten deutschen Familien. Das heutige Jubiläum ist aber nicht nur ein Gedenken, sondern auch ein Aufruf, all das nicht zu vergessen, was die Ungarndeutschen für Ungarn getan haben und bis auf den heutigen Tag tun.

Die ungarische Regierung unterstützt die Bewahrung der Identität und der Kultur der in unserer Heimat lebenden deutschen Mitbürger. Seit 2014 kann man im ungarischen Parlament sich auf Deutsch zu Worte melden, der Sprecher der Deutschen kann in seiner Muttersprache im Parlament reden. Es erfüllt uns mit Freude, dass in den vergangenen vier Jahren sich die Zahl der deutschen Schulen verfünffacht und die Anzahl der dort lernenden Schüler sich verdreifacht hat. Und wir sind auch darauf stolz, dass die Zahl derer, die sich als zur Gemeinschaft der Ungarndeutschen gehörig bekennen, heute schon beinahe zweihunderttausend erreicht.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Die Leidensgeschichte der Ungarndeutschen soll uns daran erinnern, dass es das unveräußerliche Recht des Menschen ist, dort zu leben, wo er geboren worden ist, in der Kultur, in dem Land, in der Siedlung, die sein eigenes Zuhause ist. Und uns möge der Herrgott ausreichend Ausdauer und Geduld geben, damit wir Europa verteidigen und erhalten können, und er möge uns genügend Kraft geben, damit wir das Recht darauf, in der eigenen Heimat bleiben zu dürfen, auch außerhalb Europas durchsetzen können. Im Namen der ungarischen Regierung wünsche ich unseren in Ungarn lebenden deutschen Mitbürgern, dass sie das Andenken ihrer Ahnen bewahren und ihre Kinder als in der deutschen Kultur aufgewachsene gute Ungarn erziehen sollen. Ehrfurcht den Opfern. Gebührende Erinnerung an die Leidenden. Ein Verneigen vor der Erinnerung an die Unschuldigen. Anerkennung und Ruhm jenen, die den in Not geratenen Ungarndeutschen geholfen hatten. Alles Gute unseren mit uns zusammenlebenden deutschen Mitbürgern!”

 





Der Lord und das „schlampige Denken“ der Deutschen

28 01 2016

 (Die Presse)

Vor acht Tagen starb in London Sir Arthur George Weidenfeld im biblischen Alter von 96 Jahren, der verlegerische Begleiter von Giganten der Geschichte des vorigen Jahrhunderts. Charles de Gaulle, Konrad Adenauer, Harold Wilson, Golda Meir, Lyndon B. Johnson, Mosche Dajan, Henry Kissinger, Schimon Peres veröffentlichten in dem von ihm und Nigel Nicolson gegründeten Verlag ihre Memoiren.

2005 gelang es Lord Weidenfeld, Papst Johannes Paul II., der maßgeblich zum Sturz jener Machthaber des Ostblocks beigetragen hatte, die das Erbe von Lenins Bolschewismus bewahren und mehren wollten, zu überreden, sein spirituelles Vermächtnis in Buchform erscheinen zu lassen: „Memory and Identity: Personal Reflections“.

George Weidenfeld wurde knapp nach dem Untergang der Donaumonarchie in Wien geboren. Er lebte hier bis zu seiner Emigration 1938 und lernte als Student an der „Kampfzone Universität“ (so der Titel der bis 28. März laufenden Ausstellung im Jüdischen Museum der Stadt Wien) den rabiaten Antisemitismus im Wien der Zwischenkriegszeit kennen. Als Flüchtling in Großbritannien wurde er von frommen evangelikalen Christen, den Brethren of Plymouth, selbstlos aufgenommen und unterstützt. Ab 1942 arbeitete er für die BBC als politischer Kommentator und Journalist.

1949 war Weidenfeld Kabinettschef des israelischen Präsidenten Chaim Weizmann. Danach kehrte er zu seiner Tätigkeit als Journalist und Verleger zurück und verfolgte und kommentierte mit wachem Auge, klarem Blick und konziser Analyse bis zuletzt das Weltgeschehen.

Ein solcher Mann vermochte wie kaum ein anderer die dramatischen Ereignisse der letzten Monate in ihrer historischen Bedeutung zu ermessen. Zumal er für die Gastfreundschaft und Nächstenliebe, die ihm und seiner Familie vor mehr als 70 Jahren zuteilgeworden waren, unbedingt etwas zurückgeben wollte: Er gründete die Organisation „Safe Havens“, die Tausenden Menschen, fast ausschließlich christlichen Flüchtlingen aus Syrien, einen neuen Start im Westen ermöglicht. Sogleich erhoben Klugschwätzer und selbst ernannte „gute“ Menschen gegen ihn den Vorwurf, dass er diese Auswahl treffe – und bezeichnenderweise wurde er mehr von Brasilien, Australien oder Kanada unterstützt als von Europa. Allein Polen und Tschechien standen auf seiner Seite. Aber nicht einmal kirchliche Institutionen in Deutschland, von der Politik ganz zu schweigen, hießen seine Bemühungen gut.

In einem letzten Gespräch, das Dirk Schümer von der „Welt“ mit George Weidenfeld führte, kam dieser auf seine Enttäuschung darüber zu sprechen. Jeder Satz, jedes Wort, jede Silbe, jeder Buchstabe dieses Interviews ist pures Gold wert. Es verdient, von möglichst vielen gelesen und verinnerlicht zu werden. Wie Weidenfeld empört auf die sattsam bekannte Schutzbehauptung, der Terror des Islamischen Staates (IS) habe nichts mit dem Islam zu tun, mit einem glasklaren „Das ist doch Heuchelei“ reagiert.

Wie Weidenfeld den islamischen (sic!) Terroristen in den untersten Kreis von Dantes Hölle verbannen möchte: „Er ist noch tiefer gesunken als die anderen beiden antihumanistischen Ideen und Bewegungen, die ich erleben musste: Nationalsozialisten und Bolschewiken.“ Wie er den Deutschen vorwirft, mit ihrer Flüchtlingspolitik zwar keine schlechten Motive zu haben, „aber sie beweisen schlampiges Denken“. Dass die Deutschen in einen „moralischen Kyffhäuserschlaf“ versunken seien. Und dass sie die Verbrechen von morgen hinnähmen – besessen vom Wahn, endlich zu den Guten zu gehören.

So werden Grundsätze wie das „ultra posse nemo obligatur“, Hoheitspflichten wie das Schützen von Staatsgrenzen zugunsten eines trügerisch Moralischen über Bord geworfen und jene, die darin ein fatales Fehlverhalten erblicken, diffamiert. George Weidenfeld, über solche Anwürfe erhaben, ist leider nicht mehr unter uns.

 

Anmerkung: das Interview mit George Weidenfeld ist unter der Internetseite http://www.welt.de/kultur/article149916657 abrufbar





Ende der christlichen Kultur in Europa?

30 11 2015

Gefunden auf Kreidfeuer:
https://kreidfeuer.wordpress.com/

____________________________________________

http://www.gloria.tv/media/tb2FXDknwVv Islamkritikerin: Europa wird Blutbad erleben (21.11.):

https://youtu.be/Rwvmxna_p3Y Assyria TV: Interview mit Sabatina James (17.11.  22 min):

Islamkritikerin und Menschenrechtlerin Sabatina James kommt ursprünglich aus Pakistan und ist ehemalige Muslimin. Sie sollte mit 17 Jahren mit ihrem Cousin zwangsverheiratet werden, doch dies lehnte die junge Frau ab.

Nachdem sie zum Christentum konvertiert war, forderte ihre Familie ihre Hinrichtung. Seit 2001 ist sie untergetaucht und braucht Personenschutz. Durch die Gründung ihres Vereines Sabatina e. V. setzt sie sich für die Menschenrechte ein. Jederzeit kann man per E-Mail Kontakt aufnehmen.

Sie glaubt, dass Europa am Ende der christlichen Zivilisation angekommen ist und dass man auf Europas Straßen ein Blutbad erleben wird. Ihre Message ist, die Gewalttätigen zurückzuschicken und die Opfer hierzubehalten. …

—————————-

Ergänzung 29.11.2015:

http://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/640115/sabatina-james-nur-wenige-gehen-wie-ich-ein-todesrisiko-ein (21.11.):

Die Polizei schreitet ein, wenn schon etwas passiert ist. Die Frauenhäuser sind eine nur bedingt geeignete Anlaufstelle, weil viele Frauen sehr unselbstständig sind. Die Männer haben immer alle Behördengänge gemacht. In den Frauenhäusern heißt es dann: Gehen Sie mal da und dort hin, besorgen Sie sich diesen oder jenen Antrag. Das Opfer denkt dann: Das habe ich noch nie vorher gemacht. Aber es ist ihm peinlich, das zu sagen. In solchen Einrichtungen müssen deshalb unbedingt Menschen arbeiten, die interkulturelle Kompetenz haben. Ein großes Problem ist auch, dass bei einer Zwangsheirat die Beweislast beim Opfer liegt. Ich habe das Spiel schon gehabt. …

Weitere Hinweise:

https://schreibfreiheit.eu/2011/04/28/nicht-nur-deutschland-ganz-europa-schafft-sich-ab/

https://schreibfreiheit.eu/tag/einwanderung-kinderarmut-bevolkerungsaustausch-europa-schafft-sich-ab/





Demo gegen Christenverfolgung am 10. Dezember 2015 in Wien

22 11 2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde und Kollegen,

dass wir mitten in einem Kampf gegen das christliche Abendland und damit die gesamte westliche Zivilisation sind, lässt sich unter anderem auch daran erkennen, dass Christen, wo immer es geht, verfolgt werden. Heute geschieht das in einigen verbliebenen kommunistischen Ländern wie Nordkorea und China vor allem im islamischen Raum. Die üblichen Handlungsweisen einer Verfolgung – Drangsalierung, Diskriminierung, Nötigung, Plünderung, Vergewaltigung, Mord, Vertreibung uvam – geschehen heute in unglaublichen Dimensionen; 100 Mio Christen sind derartig bedroht. Vielleicht hilft der Blick in diese Gebiete, um zu erkennen, was es bei uns zu verhindern gilt und führt dies dazu, unsere Wohlfühlräume für einige Stunden zu verlassen und an der Aktion teilzunehmen. Die Berichte, die wir ständig in den Medien finden, sind sicher nur die Spitze des Eisberges.

Dankenswerterweise gibt es seit einigen Jahren eine ständig wachsende  Initiative, die jeweils am internationalen Tag der Menschenrechte als Aktionstag umgesetzt wird. Die Initiative gründet auf einer breiten Plattform seriöser Organisationen. Beim ersten Mal waren es nur wenige, die durch die Wiener Innenstadt gezogen sind, letztes Jahr bereits 1.200. Heuer wird die 1.500-Teilnehmer-Grenze überschritten werden; der Ablauf:

 

10. Dezember 2015, 17:15 Uhr: Treffpunkt bei der Wiener Staatsoper, Fackelzug zum Stephansdom

18:00 Uhr: Wortgottesdienst und Gebet im Stephansdom

19:10 Uhr: Bellaria Kino (hinter dem Volkstheater, Museumstraße 3): Film „Christenverfolgung im Irak“ mit Gespräch mit der Regisseurin Frau Aida Schläpfer (180 Sitzplätze, keine Vorreservierung möglich)

Bitte Termin eintragen und nach aller Möglichkeit verlässlich daran teilnehmen und vor allem auch weitersagen!

BG
Gerold Rauscher

PS: Mehr Informationen unter
http://www.christenverfolgung.org.

PPS: Insbesondere der Fackelmarsch samt anschließendem Wortgottesdienst eignet sich selbstverständlich auch zur Teilnahme für Familien mit Kindern (wobei allen Eltern selbst überlassen bleibt, die heute reale Gefahr eines ernsthaften Angriffs derartiger Aktionen auch mitten in Europa zu evaluieren).








%d Bloggern gefällt das: