Die neue Müttergeneration

17 08 2019

Von Verantwortung für die Familie e.V.

Liebe Freunde, 8-2019 

es gibt neue Entwicklungen der Kinder- und Familiengesundheit zu berichten.

Eine neue Generation Mütter, die ihre Kinder selber betreut, nimmt die frühkindliche Bildung ihrer Kinder selbst in die Hand. Diese Eltern entscheiden sich bewusst dafür, ihre Kinder nicht in die Kita zu schicken. Sie betreuen ihre Kinder zuhause. Auch der Blog Stadt-Land-Mama informiert hierüber.

Die Familie ist nicht zu toppen, befand denn auch soeben ein Symposium der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie und Familientherapie.

Nicht in die Krippe geben daher informierte und selbstbewusste Eltern ihre Kinder – entgegen dem politisch forcierten Trend. Sie tun dies entgegen den verlockenden semantischen Verführungen des „Starke-Familien-Gesetz“ (Befreiung von Kita-Gebühren !) und dem angeblichen „Gute-Kita-Gesetz“, mit dem für 5,5 Mrd. € u.a. längere Öffnungszeiten und damit eine weitere Trennung der Kinder von ihren Eltern generiert wird, damit das Kind „eine Chance auf frühkindliche Bildung hat“.

Einige Politiker wie der Europa-Abgeordnete Prof. Buchner und Verena Föttinger kritisieren aber bereits diese Verstaatlichung der Familie.

Familienministerin Giffey (SPD) empfiehlt Lehrkräften sogar, statt der Begriffe „Mutter“ und „Vater“ die geschlechtsneutralen Formulierungen „Elternteil 1 und 2“ zu verwenden.
Bereits 2010 haben wir auf unserer Tagung darauf hingewiesen, dass der Ausschuss für Chancengleichheit von Frauen und Männern des Europarates die „diskriminierenden“ (!) Begriffe Mutter und Vater abschaffen und durch das Neutrum: „das Elter“ ersetzen will. Der Begriff Mutter wäre dann durch „Elter1“ ersetzt, Vater wäre „Elter2“, und folgerichtig würden Großmutter und Großvater zu „Großelter 1 und 2“ bzw. je nach familiärer Herkunft „Großelter1.1 und 1.2“ sowie „Großelter 2.1 und 2.2“ werden. Dies ist eine Diskriminierung von Müttern und Vätern. Damals wurde noch über die Absurdität dieser familienzersetzenden Planungen gelacht.

Im Regenbogenportal des Familienministeriums wird nicht nur empfohlen, Bücher mit lesbischen, schwulen und bisexuellen Charakteren für die Schulbibliothek anzuschaffen, sondern Lehrern auch geraten: „Vermitteln Sie Wissen zu sexueller Vielfalt.“ Bei LSB-Diskriminierungen sei „konsequent einzugreifen“, so das Bundesfamilienministerium.

Es empfiehlt sich daher, sich kundig zu machen und sich darüber zu informieren, mit welchen Inhalten, Postern und Materialien Kinder in Kita und Schule genderisiert werden. Informationen dazu finden Sie hier und hier sowie auf der englischsprachigen Seite transgendertrend. Wegen genderkritischer Äußerungen wurde in Kassel jetzt der Evolutionsbiologe Prof. Dr. Kutschera angeklagt. Er will darlegen, dass seine Äußerungen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fußen.

Während das Bundesverfassungsgericht aufgrund seiner „oberflächlichen Recherche“ (DIE ZEIT 9.5.19) 2017 eine diverse Geschlechterorientierung von bundesweit 0,2%, also etwa 160.000 Betroffenen, annahm, gehen reale Überprüfungen von lediglich 0,002% aus: In den großen Städten haben sich bislang nur 20 Personen als divers registrieren lassen, 9 davon in Berlin. Werden Minderheiteninteressen über die Interessen der Gesamtbevölkerung gestellt?

SPD diskutiert neues Abstammungsrecht
Kinder sollen – so lauten Bestrebungen der SPD – im Abstammungsrecht künftig anstelle von Mutter und Vater auch zwei Mütter haben dürfen. Das sieht ein „Diskussionsteilentwurf“ des Bundesjustizministeriums vor, den die frühere Ministerin Katarina Barley (SPD) vorgestellt hatte. Demnach sollen in einer lesbischen Lebenspartnerschaft Regeln wie bei der Vaterschaft eines Mannes gelten: Als „Mit-Mutter“ könnte die Partnerin somit zweiter rechtlicher Elternteil werden. Bislang ist im Bürgerlichen Gesetzbuch festgehalten, dass der zweite Elternteil ein Mann sein muss. Die emotionale Befindlichkeit der Kinder dürfte erheblichen Irritationen ausgesetzt werden.

Der Film „Systemsprenger“
zeigt, wohin frühkindliche Probleme führen können. Der mehrfach preisgekrönte Film erzählt die Geschichte eines neunjährigen Mädchens, das aufgrund seiner Verhaltensprobleme kaum zu bändigen ist, mit Folgen für alle Beteiligten.

Fehltage erhöht
Die derzeitige Familienpolitik scheint der Gesundheit der Bevölkerung nicht gerade förderlich zu sein: Zwischen 2007 und 2017 hat sich die Anzahl der Krankentage auf Grund von psychischen und Verhaltensstörungen um 123% erhöht. Die dadurch entstandenen Kosten des Ausfalls an Produktion und Bruttowertschöpfung stiegen im gleichen Zeitraum dadurch um 173 % (DPTV).

Flyer
Unsere aktualisierten Info-Flyer „Risiko Kinderkrippe“ und „Die Familie ist unaufgebbar“ können Sie gerne weiterhin kostenfrei in der von Ihnen gewünschten Anzahl zur Weitergabe und Information anfordern.

Unsere Buchempfehlungen
sind das Gender-Paradoxon von Prof. Kutschera sowie das Ehe-Alphabet von Christa Meves.

Dank
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Ihr Team von Verantwortung für die Familie e.V.





Abtreiben mit Mifegyne® – Erfahrungen mit der Abtreibungspille

30 09 2018

„Kurz eine Pille einnehmen und die Sorgen sind weg.“
-> Diese Annahme ist ein Trugschluss!

Die Frau erlebt mit Mifegyne® die Abtreibung aktiv mit, sieht sehr häufig sogar den ausgestoßenen Fruchtsack mit dem toten Kind. Darüber hinaus bleiben viele Frauen mit psychischen Folgeschäden zurück.

Zitate von Schwangeren, die Mifegyne® zur medikamentösen Abtreibung angewendet haben:

„Der Zugang zur Abtreibung ist zu leicht. Ich wurde getäuscht!

Die Nebenwirkungen und die psychische Belastung sind vom Gynäkologen verharmlost, bzw. gar nicht angesprochen worden.“

„Ich war geschockt, weil es so „einfach“ war… und wenn ich Zeit zum Nachdenken gehabt hätte, oder ein chirurgischer Eingriff angestrebt worden wäre, hätte ich nochmals darüber nachgedacht… und mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht abgetrieben…“

„Der Arzt hat meine Panik „ausgenutzt“ … und eine Tablette „einwerfen“… ist ja fast was Alltägliches… Erst als die Abtreibung vollzogen war, bin ich „munter“ geworden… und in ein Loch gefallen…“

Aktuelle Erfahrungen aus der Beratungspraxis:

Anfang September 2018 berichteten drei voneinander völlig unabhängige Frauen von ihren Erfahrungen beim Abtreibungsarzt. Alle drei Schwangeren haben beim selben Arzt einen medikamentösen Schwangerschaftsabbruch durchgeführt. Die schwangeren Frauen waren in der 5. Schwangerschaftswoche. Sie wollten sich erstmal „nur“ untersuchen und über Abtreibung aufklären lassen. Beim Ultraschall hörten sie den Arzt sagen: „Da ist noch nichts zu sehen, weil noch nichts drinnen ist. Lediglich die Gebärmutterschleimhaut hat sich bei ihnen aufgebaut. Wenn sie die Schwangerschaft verhindern wollen, dann müssen sie es gleich tun, weil Zeitdruck besteht. Zudem habe ich nur jetzt Zeit und kann keinen anderen Termin vergeben.“

Zwei der drei Frauen berichten Ähnliches: „Ich habe mich wie ferngesteuert gefühlt. Der Arzt hat meine Notlage schamlos ausgenutzt. Ich wollte noch mit meinem Mann darüber sprechen, doch der Arzt stand mit einem Glas Wasser und der Tablette da und forderte mich auf, die Tablette zu schlucken und das hinter mich zu bringen. 600,- Euro hat er sofort kassiert. Schon zu Beginn des Gesprächs hat er die Tablette aus dem Blister gedrückt. Das hat mir extrem Druck gemacht.“ Eine der beiden Schwangeren sagte: „Ich weinte schon beim Hineingehen in die Praxis. Er hat mit mir geschimpft und gefragt, warum ich wegen sowas weine. Als er mich unter Druck setzte, die Tablette zu schlucken, blieb sie mir im trockenen Hals stecken.“ Er sagte streng: „Runter damit.“

Bei Eileiterschwangerschaft ist eine medikamentöse Abtreibung verboten! Der Eileiter kann reißen, Verblutungen können die Folge sein!
Um zu prüfen, ob eine Eileiterschwangerschaft vorliegt, wurde den Frauen Blut abgenommen, jedoch kein Befund abgewartet. Eine der drei Frauen lebte nach der Einnahme von Prostaglandin einige Tage in großer Sorge, weil bei ihr eine Eileiterschwangerschaft vermutet wurde. Sie musste sich in ärztliche Behandlung in ein Krankenhaus begeben.

Die andere Frau berichtete (Zitat): „Nach Einnahme von Prostaglandin begann ich nach ca. 3 Stunden stark zu bluten. Ich hatte das Gefühl, auf die Toilette zu müssen und ging dann auch. Als ich aufstehen wollte, hatte ich am Scheidenloch einen Druck. Ich hatte Angst, zu pressen, tat es dann aber doch. Es kam eine golfballgroße Blase raus. So habe ich das Baby dann verabschieden müssen und runter gespült. Meine Psyche ist jetzt nicht gerade die beste. Es ist für mich extrem hart, das alles zu sehen und zu erleben.“

Wie gefährlich ist Mifegyne®?

Mifegyne® verursacht eine Reihe von Nebenwirkungen. Auch Todesfälle sind verzeichnet worden. In zahlreichen Ländern ist Mifegyne® bzw. Prostaglandin (Cytotec®) verboten. Es ist nicht verwunderlich, dass Feministinnen bei Einführung der medikamentösen Abtreibung (RU 486) heftig dagegen protestiert haben.

Ein medikamentöser Schwangerschaftsabbruch ist keineswegs eine sanfte Abtreibungsmethode und widerspricht dem vielpropagierten Frauenrecht!
Zurück bleiben sehr häufig schwer leidenden Frauen.
Frauen haben Besseres verdient als die Tötung ihres ungeborenen Kindes!

Anonyme, kostenlose Beratung über die Helpline: 0043 664 8200711

 





Erfolge der ungarischen Familienpolitik

27 09 2018
40.449 -> 28.500: Rückgang der Abtreibungen
23.873 -> 18.600: Rückgang der Scheidungen
35.520 -> 50.600: Anstieg der Eheschließungen

Das sind die Erfolge der ungarischen Familienpolitik!

Die zunehmend familienfreundliche Förderung durch die ungarische Regierung schafft ein Umfeld, in dem Eheschließungen und Familien gedeihen und die Abtreibungszahlen fallen, so eine Ministerin des Landes kürzlich vor einer internationalen Konferenz über Leben und Familie.

Die Unterstützung hat zu einem Rückgang der Abtreibungszahlen um mehr als ein Drittel seit 2010 (40.449 auf 28.500) geführt.
Außerdem kam es zu einem Rückgang der Scheidungen (23.873 im Jahr 2010 und 18.600 für 2017)
sowie zu einem Anstieg der Eheschließungen (35.520 für 2010 auf 50.6000 für 2017). (…)

Katalin Novàk, ungarische Ministerin für Familie, Jugend und internationale Angelegenheiten, erklärte:
„Das Ziel kann durch eine kontinuierliche, komplexe, gezielte und flexible Familienpolitik erreicht werden, die imstande ist, sich an geänderte Bedürfnisse und Bedingungen anzupassen.

Ungarns Verfassung misst der Familie besondere Bedeutung zu.
Sie schützt die Einrichtung der Ehe und hält fest,
dass die Grundlage der Familie die Ehe
und die Eltern-Kind-Beziehung ist.
Sie erklärt, dass Ungarn dazu ermutigt, Kinder zu bekommen.“

LifeSiteNews v. 1.6.18





Internationaler Frauentag – sind Mütter Frauen zweiter Klasse?

9 03 2018

Sind Mütter keine Frauen?

Am 8. März wird wieder der Internationale Frauentag begangen. Es finden Feiern, Vorträge und
Demonstrationen zur Einforderung von Frauenrechten statt.
Silke Bürger-Kühn, Vorstandsmitglied im Verband Familienarbeit e.V., fragt:
“Von welchen Rechten ist hier die Rede? Und von welchen Frauen? Wer die Themen verfolgt,
bekommt einen Überblick: Equal Pay Day für erwerbstätige Frauen, Rechte von Migrantinnen,
Toleranz und Akzeptanz gegenüber nicht-heterosexuellen Lebensweisen. Es gibt völlig berechtigte
Proteste gegen Genitalverstümmelungen, Ehrenmorde, Zwangsheirat, Zwangsprostitution und
Frauenhandel. Forderungen nach Änderung des Wahlrechts ertönen: Frauen in die Politik, in die
Parlamente!“

Bürger-Kühn weiter:“Vergeblich suchen wir hier die Mütter, obwohl sie rund drei Viertel der
Frauen ausmachen. Sie finden lediglich am Rande und im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit eine
Erwähnung: mehr Kita-Plätze, Recht auf Rückkehr zu Vollzeiterwerbstätigkeit, flexible
Arbeitszeiten. – Von Stärkung der Mütter bei der Ausübung ihrer Erziehungsarbeit zuhause ist nicht
die Rede. Überfällige Korrekturen wie ein Erziehungsgehalt oder Betreuungsgeld – abgeschmettert.
Verhinderung von Altersarmut durch höhere Mütterrenten – angeblich unbezahlbar, obwohl diese
Renten ausschließlich von den Kindern, die die Mütter erzogen haben, bezahlt werden. Von
aufrichtiger Wertschätzung der für unsere Gesellschaft unersetzbaren Leistung der Kindererziehung
ist in der öffentlichen Wahrnehmung kaum etwas zu spüren. Warum ist Muttersein in Deutschland
zunehmend verbunden mit Alleinerziehenden, Kinderarmut, Altersarmut? Warum finden nur
bestimmte Familienformen mediale Beachtung, wie z.B Patchworkfamilien oder
Regenbogenfamilien? Warum werden erwerbstätige Eltern idealisiert? Die berufstätige Mutter gilt
inzwischen als Norm, ohne dass dabei die besondere Belastung durch Familienarbeit berücksichtigt
wird? Das ist eine neue Form der Diskriminierung von Frauen.

Sollte nicht viel mehr vom Wohl des Kindes aus gedacht werden? 
Aber soweit denken die Vertreter der Wirtschaft und die von ihnen
gesteuerte Politik nicht. Und das sollte Müttern zu denken geben. 
Hier zeigt sich, dass die Wirtschaftslobby nur an kurzfristigen Profit 
denkt. Denn langfristig ist eine gute Erziehung auch
Grundlage für fähige und leistungsbereite Arbeitskräfte.“

Der diesjährige internationale Frauentag steht unter dem Motto „Wir verändern“. Wir hoffen, dass
diese Veränderung auch den Müttern und zwar allen Müttern und ihren Kindern zugute kommen
soll.

Familienarbeit heute

Verstaatlichung der Kinder





Ehe für alle – schwerer Fehler des VGH?

3 01 2018

Nicht nur das Urteil des Verfassungsgerichtshofes zur Homo-„Ehe“ scheint fehlerhaft, sondern auch die Argumentation.
Von Jakob Cornides

29. Dezember 2017
An der Absicht des österreichischen Verfassungsgerichthofs (VfGH), beziehungsweise der Mehrheit der dortigen Richter, mit seinem umstrittenen Entscheidung vom 4. Dezember am Parlament vorbei die Homo-„Ehe“ einzuführen, kann kein Zweifel bestehen. Fraglich ist aber, ob dieses Vorhaben tatsächlich gelungen ist. Die Entscheidung scheint derart fehlerhaft, daß ihre tatsächlichen Auswirkungen unklar erscheinen.

Wie „Die Tagespost“ berichtete, hat der VfGH aus der Definition der Ehe in Paragraf 44 des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuchs (ABGB) die Wortfolge „verschiedenen Geschlechts“ eliminiert, um dadurch die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Dabei hat er aber übersehen, daß auch nach Weglassung dieser Wortfolge die Ehe weiterhin als ein Vertrag definiert ist, der durch die Erklärung des heiratswilligen Paars zustande kommt, gemeinsam „Kinder zeugen und erziehen“ zu wollen. Nota bene, es geht ausdrücklich um das „Zeugen“ von Kindern, nicht darum, sie sich anderweitig, durch Adoption oder Klonen, zu verschaffen. Da aber zwei Personen desselben Geschlechts gemeinsam kein Kind zeugen können, würde sich eine solche Absicht auf etwas objektiv Unmögliches richten. Da aber gemäß Paragraf 878 ABGB ein Vertrag, der etwas „geradezu Unmögliches“ zum Gegenstand hat, nichtig ist, gibt es trotz der Entscheidung des VfGH weiterhin gute Gründe, an der Gültigkeit solcher „Ehen“ zu zweifeln.

Aber nicht nur der Urteilsspruch scheint fehlerhaft, sondern auch die Argumentation, auf die er sich zu stützen vorgibt. Erstens führt der VfGH selbst aus, daß es sich bei der Ehe und der 2009 für homosexuelle Paare eingeführten „eingetragenen Partnerschaft“ um Rechtsinstitute handelt, die zwar „im Hinblick auf Rechtsbeziehung und Rechtsfolgen vergleichbar sind“, jedoch „an sich ungleiche Verbindungen erfassen“. Das heißt aber, daß der VfGH selbst nicht eine solche Gleichheit der Situationen gegeben sieht, auf die sich die Forderung nach Gleichbehandlung stützen könnte. Da der Gleichheitsgrundsatz nur gebietet, Gleiches gleich zu behandeln, ist er hier offenkundig – sogar nach den eigenen Worten des Gerichtshofs – gar nicht anwendbar. Das Urteil ist somit bereits aus diesem Grund nicht schlüssig, und daher letztlich überhaupt nicht begründet.

Zweitens ist zu bemerken, daß sich das Urteil des VfGH gar nicht auf eine tatsächliche Benachteiligung gleichgeschlechtlicher Paare stützt, sondern auf die bloße Befürchtung, daß in einer „eingetragenen Partnerschaft“ lebende Homosexuelle, wenn sie in einem offiziellen Formular ihren Zivilstand als „verpartnert“ angeben, in weiterer Folge irgendwelchen nicht näher bestimmten „Diskriminierungen“ ausgesetzt sein könnten. Ein solches „Zwangsouting“ sei ihnen nicht zumutbar.

Dieses Argument wirkt wie an den Haaren herbeigezogen. Es geht offenbar gar nicht um konkrete, festgestellte Diskriminierungen durch staatliche Amtsträger oder Dritte. Stattdessen stellt der VfGH die gesamte Gesellschaft unter Generalverdacht. Zugleich verkennt er in dramatischer Weise das Wesen sowohl der Ehe wie auch der „eingetragenen Partnerschaft“. Von einem Zwangsouting kann schon deshalb nicht die Rede sein, weil niemand dazu gezwungen ist, eine „eingetragene Partnerschaft“ einzugehen. Wer also seine homosexuelle Orientierung geheimhalten will, kann das tun. Die „eingetragene Partnerschaft“ wurde unter der Prämisse eingeführt (und die Homo-Ehe wird unter derselben Prämisse gefordert), daß Homosexualität ganz normal und gesellschaftlich längst akzeptiert sei, und daß es für Homosexuelle eine Möglichkeit geben müsse, ihre Beziehung öffentlich zu bekunden und zu feiern. Gilt das alles nicht mehr?

Das Wesen der Ehe wie der „eingetragenen Partnerschaft“ besteht darin, der Öffentlichkeit die exklusive Beziehung zwischen zwei ganz bestimmten Personen und nicht etwa nur den abstrakten Status einer Person als „verheiratet“ beziehungsweise „verpartnert“ bekannt zu geben. Wenn homosexuelle Paare eine „Ehe“ eingehen könnten, müssten sie sich also ebenfalls öffentlich zueinander – und damit zu ihrer Homosexualität – bekennen. Ist der Wunsch, als verheiratet zu gelten, ohne sich zu einem konkreten Ehepartner bekennen zu müssen, wirklich eine schutzwürdige Rechtsposition?

Doch selbst wenn man der eher windschiefen Argumentation des VfGH folgen will, stellt sich heraus, daß sie die umstrittene Entscheidung vom 4. Dezember im Ergebnis nicht zu tragen vermag. Denn dem vermeintlichen Mißstand, daß ein Homosexueller durch die Angabe seines Status als „verpartnert“ automatisch auch seine sexuelle Orientierung offenlegen muss, wird bereits dadurch begegnet, daß die „eingetragene Partnerschaft“ auch für verschiedengeschlechtliche Paare geöffnet wird. Dann folgt nämlich aus dem Zivilstatus „verpartnert“ nicht mehr notwendig die homosexuelle Orientierung des Betreffenden.

Jener Teil des Urteilsspruchs, mit dem die Ehe umdefiniert wird, ist also offenkundig überschießend, weil durch die Begründung des Urteils in keiner Weise gestützt. Das Urteil leidet also einerseits an der Unklarheit seines Urteilsspruchs, andererseits an offenkundigen, schwerwiegenden Begründungsmängeln. Man hat allen Grund, sich über die gesellschaftspolitischen Motivationen und über die anscheinend mangelhaften fachlichen Qualifikationen der dafür verantwortlichen Richter Gedanken zu machen. Die Entscheidung eines Höchstgerichtes ist selbstverständlich als solche zu respektieren, daß heißt aber weder, daß sie der Kritik entzogen wäre, noch daß es dem Gesetzgeber verwehrt wäre, hier korrigierend einzugreifen.





Jungs sind Jungs, Mädchen sind Mädchen, Ehe bleibt Ehe

13 09 2017

Bus der Meinungsfreiheit:
https://busdermeinungsfreiheit.wordpress.com/

"Bus der Meinungsfreiheit"

Einmal quer durch Deutschland – 10 Tage 10 Städte für Ehe & Familie. Weitersagen – Teilen – Kommen 

Hier sind die Tourdaten:

👉 Mi. 6.9. 15 Uhr München, Stachus

👉 Do. 7.9. 15 Uhr Stuttgart, Schloßplatz

👉 Fr. 8.9. 13 Uhr Karlsruhe, Schloßbezirk 3 vor dem Bundesverfassungsgericht

👉 Sa. 9.9. 14 Uhr Wiesbaden, Luisenplatz

👉 So. 10.9. 13 Uhr Köln, Bahnhofsvorplatz

👉 Mo, 11.9. 16 Uhr Düsseldorf, Johannes Rau Platz

👉 Di, 12.9. 15 Uhr Hannover, Trammplatz

👉 Mi, 13.9. 15 Uhr, Kiel, Rathausplatz

👉 Do, 14.9. 15 Uhr, Dresden, Neumarkt

👉 Fr, 15.9. 15 Uhr, Berlin, vor dem Kanzleramt

#DerBusKommt #EhebleibtEhe





Vater, Mutter und zehn Kinder – in Österreich!

13 09 2017
Entnommen aus
http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Vater-Mutter-zehn-Kinder-Wie-ein-kleiner-Betrieb;art4,2673480

OTTNANG AM HAUSRUCK. Michael und Sieglinde Gruber haben zehn Kinder zwischen sieben und 22 Jahren. Früher hatte die Familie einen alten Kindergartenbus, heute ist sie ohne Smartphone glücklich.

Vater, Mutter und zehn Kinder: "Zwölf Personen sind wie ein kleiner Betrieb"

Schulsachen kaufen, Stundenpläne koordinieren, drauf achten, dass jedes Kind zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort ist, kleinere Kinder auf den Schulweg vorbereiten: Der Schulanfang stellt schon Eltern mit einem oder zwei Kindern vor eine organisatorische Herausforderung. Doch das ist nichts dagegen, was sich bei Familie Gruber in Ottnang am Hausruck abspielt, denn das Ehepaar Sieglinde und Michael Gruber hat zehn Kinder.

„Dabei ist es jetzt schon einfacher geworden, weil nur noch sechs in die Schule gehen und sie sich um viele Dinge selbst kümmern“, sagt Sieglinde Gruber und lacht. Gabriel, der älteste Sohn, ist 22 Jahre alt, Simona Tabea, die Jüngste, sieben Jahre alt. Dazwischen sind Jonathan (21), Mirjam (19), Elisabeth (18), Gloria (17), Raphaela (15), Salomo Elia (13), Jeruscha Davina (12) und Tobias Michael (10). „Früher war es wirklich stressig. Ich habe ganze Stapel an Büchern mit Einbindefolie beklebt“, ergänzt ihr Mann Michael.

Organisation ist alles

Organisation spielt eine große Rolle im Hause Gruber: An der Tür der Wohnküche hängt ein Plan, wer für welche Hausarbeit zuständig ist. „Alle helfen mit“, sagt Sieglinde Gruber. „Anders wäre ein Haushalt wie unserer nur sehr schwer zu organisieren. Zwölf Menschen sind wie ein kleiner Betrieb.“

 Um den Familienalltag zu bewältigen, musste sich das Paar manchmal unkonventionelle Lösungen einfallen lassen. „Früher hatten wir einen alten Kindergartenbus, für den wir beide eigens den Busführerschein gemacht haben“, erzählt Sieglinde Gruber. Mittlerweile haben vier Kinder einen Führerschein, in die jüngsten Urlaube fuhr man mit drei Autos.

Überhaupt sei vieles leichter geworden, als die Kinder älter und selbstständiger geworden seien. „Früher war es wie ein Rad, in dem wir gelaufen sind. Da waren wir manchmal am Limit“, sagt Michael Gruber, der ein kleines Lebensmittelgeschäft im Ort betreibt. „Jetzt läuft der Haushalt auch schon ohne uns Eltern, auch wenn wir darauf achten, dass die Kinder ihre Freizeiten haben.“

Mutter Sieglinde wird 50

Nicht nur was die Anzahl der Kinder betrifft, auch in anderer Hinsicht gehen die Grubers ungewöhnliche Wege: Nur zwei Sprösslinge haben ein Smartphone. Ausschlaggebend dafür sind nicht nur die Kosten. „Wir sind überzeugt, dass die Kommunikation verloren geht, wenn jeder nur noch in seiner virtuellen Welt lebt“, sagt Michael Gruber. Ihre Orientierung in der Welt holt sich die Familie lieber im Glauben an Gott – und im Zusammenhalt. „Geschwister sind wie fixe Freunde. Man geht miteinander durch dick und dünn, das ganze Leben lang“, sagt die 18-jährige Elisabeth voller Überzeugung.

Gestresst, wie man sich eine Mutter von zehn Kindern vielleicht vorstellt, wirkt Sieglinde Gruber nicht, sondern entspannt. Dass sie im Oktober 50 Jahre alt wird, ist ihr nicht anzusehen. „Wie oft sie in den letzten 23 Jahren laut wurde, kann ich an einer Hand abzählen“, sagt ihr Ehemann. „Sie ist wirklich einzigartig.“

Vater, Mutter und zehn Kinder: "Zwölf Personen sind wie ein kleiner Betrieb"

HINWEIS zu kinderreichen Familien – siehe auch hier:
http://www.familienpolitik.eu/viewforum.php?f=6&sid=443998b3e23a1b480b20acddcb3b6de4







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