Was Darwin nicht wußte…..

15 05 2017

Hinweis auf:
https://www.was-darwin-nicht-wusste.de/

Die Unmöglichkeit der Evolution

Die folgenden Seiten setzen sich kritisch mit der von vielen so leichtfertig übernommenen Theorie auseinander, das Leben sei mehr oder weniger zufällig durch Evolution entstanden. Hierbei liegen Fragen zugrunde, auf die unsere Naturwissenschaften keine Antworten geben können. Beispielsweise warum unser Gehirn als einziges Organ über sich selbst nachdenken kann oder wie es möglich ist, dass die sechs unbelebten Grundbausteine unseres Körpers (Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Phosphor, Schwefel) in der richtigen Anordnung plötzlich ein Bewusstsein besitzen. Auch einige der staunenswertesten Wunder in unserer Natur zeigen deutlich, dass aus naturwissenschaftlicher Sicht eine auf Zufallsprozesse beruhende Entstehung des Lebens, völlig auszuschließen ist. Diese Wahrheit erkannte nach über 60 Jahren auch der einst atheistische Autor und Philosoph Malcolm Muggeridge, der es wie folgt formulierte: „Ich bin davon überzeugt, dass die Evolutionstheorie, besonders das Ausmaß in dem sie angewendet wird, als einer der größten Witze in die Geschichtsbücher der Zukunft eingeht. Die Nachwelt wird sich wundern, wie eine so schwache und dubiose Hypothese so unglaublich leichtfertig akzeptiert werden konnte.“
Um die Theorie von der Entstehung des Lebens durch Evolution zu widerlegen, …….

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Brief an Bundesversicherungsamt: Kooperation für das Leben beendet!

25 11 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Einwirken Ihres Hauses hin hat eine deutsche Krankenversicherung die Kooperation mit dem Verein „Pro Life e.V.“ beendet. Die Vereinbarung hatte vorgesehen, dass Versicherte der Kasse auf Abtreibungen verzichten, dafür für jedes Kind ein Willkommensgeld der Versicherung in Höhe von 300 Euro bekommen.

Sie begründeten Ihre Einflussnahme mit der Verpflichtung der Kasse auf „weltanschauliche Neutralität“. Ist es weltanschaulich neutral, für Schwangerschaftsabbrüche einzutreten? Und ist es weltanschaulich nicht neutral, sich gegen Abtreibungen zu engagieren?

Ihre Begründung scheint mir recht haltlos und wenig fundiert. Durch die freie Krankenkassenwahl in Deutschland war niemand gezwungen, Mitglied der „BKK IHV“ zu werden und sich damit unter diesen Vertrag stellen zu müssen. Viel eher haben die bewussten Rückmeldungen vieler Versicherter dieser Kasse die Bejahung und die Unterstützung für solch eine Form der Zusammenarbeit unterstrichen.

Die Krankenkasse trägt den Untertitel „Der Gesundheitspartner“. Schwangerschaftsabbrüche werden heute als alltägliche Eingriffe vorgenommen, die zur Normalität geworden zu sein scheinen. Dass dabei jede Woche neu hunderten und tausenden Menschen das Recht auf Leben verweigert wird, lässt Sie offenkundig unberührt. Gleichzeitig sind Abtreibungen nachgewiesenermaßen nicht besonders gesundheitsfördernd: Komplikationen beim Eingriff, physische und körperliche Folgen für die Frau, Langzeittraumata  etc. – um nur einige Auswirkungen zu nennen.

Ist es da nicht eher besonders verantwortungsvoll, wenn eine Kasse gleich beide Kritikpunkte zugleich angeht? Babys das Licht der Welt erblicken zu lassen – und werdende Mütter vor dem seelischen Kollaps und lebenslangen Schuldgefühl zu bewahren? Schwangerschaftsabbrüche sind keine Routine – zumindest nicht aus ethischer Sicht. Viel eher besteht durch einen Zeitgeist der grenzenlosen Freiheiten ein erbarmungsloses Spiel mit dem Leben: Wer sich heute für ein Kind entscheidet, braucht morgen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn dieser Beschluss „der falsche“ war – denn immerhin kann man es ja „wegmachen lassen“.

Das Bundesversicherungsamt hat sich mit seiner Beeinflussung klar auf die Seite derer gestellt, die im „Main-Stream“ die Willkür der Selbstbestimmung fördern. Sie macht sich damit auch schuldig, den Versuch unterbunden zu haben, werdende Eltern durch Beratung, Betreuung und Ermutigung für neues Leben zu gewinnen – stattdessen untermauern Sie einen Standpunkt der Gleichgültigkeit, möglicherweise sogar aus dem Interesse heraus, die Profite der Abtreibungsmaschinerie nicht zu schmälern.

Ich bin entsetzt über Ihr Verhalten und will dies an hiesiger Stelle in aller Deutlichkeit zum Ausdruck bringen.

Freundliche Grüße,

Dennis Riehle





Brief an „Edeka“: Pfand-Bons für die Abtreibung?

25 11 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Unternehmen spendet regelmäßig Teile von Pfand-Bons an „gute Zwecke“. Aktuell war es der Verein „Pro Familia“, der in diesen Genuss gekommen ist. Mehrere Dutzend Filialen haben sich an der Aktion beteiligt, die die Organisation unterstützen sollte.

„Pro Familia“ ist für eine lebensfeindliche Haltung bekannt. Statt unabhängig zu beraten, wird Schwangeren nur allzu oft ein Beratungsschein ausgestellt, der dann zur Abtreibung beiträgt. Von einer verantwortungsvollen Wahrnehmung der Aufgaben, die Familie zu schützen, ist der Verband weit entfernt.

Immer wieder lassen Aussagen von „Pro Familia“ aufhorchen, die klar darauf abzielen, Schwangere im Zweifel lieber zum Abbruch zu bewegen, als ihnen Mut zuzusprechen, auch durch schwierige Situationen hindurch zu einem Kind zu stehen, das Geschenk statt Last ist.

Spätfolgen der Abtreibung von Depressionen bis zu Traumata belegen die lebenslangen Schuldgefühle, mit denen sich Frauen konfrontiert sehen, die sich zu einem Schwangerschaftsabbruch haben bewegen lassen. Der Zeitgeist meint es nicht immer gut mit den Menschen, er ist auch nicht immer normal. Viel eher bringt er auch Leid und Verzweiflung mit sich  – als großes Unternehmen tragen Sie Verantwortung, dies nicht zu fördern.

Dass „Edeka“-Märkte durch solch eine Unterstützung eine derartige Haltung gutheißen, kann ich nicht verstehen. Es ist aus meiner Sicht keine gute Entwicklung, wenn sich heute bereits Lebensmittelmärkte in die gesellschaftliche Bildung und Beeinflussung von Menschen in höchst sensiblen und ethischen Fragen einmischen.

Es gibt viele Projekte, denen die Pfand-Bons gut täten – doch muss es gerade eine derart zwielichtige Organisation sein, der Sie Ihr Wohlwollen zukommen lassen?

Mich hat dieses Engagement zur Überlegung gebracht, Ihre Märkte zunächst einmal zu meiden, bis ich ein klares Bekenntnis zum Leben höre! Sie versorgen die Menschen mit Nahrung, Sie sollten nicht dabei helfen, Ungeborene sterben zu lassen.

Freundliche Grüße

Dennis Riehle





Brief an Bundesforschungsministerin: Kein Geld für europäische Embryonenforschung!

5 10 2012

Sehr geehrte Frau Bundesforschungsministerin,

wie die Ärztezeitung berichtet, hat sich das Forschungsprojekt „Horizont 2020“ der Europäischen Kommission das Ziel gesetzt, an Embryonen Untersuchungen vorzunehmen, die in Deutschland unter der hierzulande geltenden Gesetzeslage verboten wären (vgl. http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/medizinethik/default.aspx?sid=823127&cm_mmc=Newsletter-_-Newsletter-O-_-20121004-_-Medizinethik).

So kennt das Europäische Recht keine „Stichtagregelung“, es bleibt also ungefragt, wann und wie die embryonalen Stammzellen gewonnen wurden. Darüber hinaus ist auf europäischer Ebene nicht festgelegt, welche Grenzen die Embryonenforschung einzuhalten hat. Vorgaben und Richtlinien existieren bisher nicht in ausreichender Form, um darauf verbindliche Standards und Grenzen ableiten zu können. Die Vereinbarungen über die Stammzellenforschungen sind nebulös und lassen weite Spielräume.

Frau Ministerin Schavan, ich kenne Sie als engagierte Christin, die sich auch immer wieder äußerst reflektiert mit ethischen Fragestellungen auseinandergesetzt hat. Das „Verwerten“ von Embryonen ist nicht nur unter dem Angesicht eines christlichen Menschenbildes zutiefst verachtenswert. Wer „nicht gebrauchte“ Stammzellen dafür nutzt, an ihnen nach Belieben testet und forscht, der vergeht sich an der Menschenwürde. Wie können wir es zulassen, dass mit Geldern aus Deutschland, die in das Projekt einfließen könnten, Wissenschaftler ihre Theorien „ausprobieren“? Menschliche Embryonen sind kein „Spielplatz“, an denen versuchsweise experimentiert und die beim Schiefgehen gegebenenfalls lautlos entsorgt werden können – und sich eigentlich zu einem lebendigen Mensch hätten entwickeln können!

Ich bitte Sie dringlichst, jede Projektförderung für „Horizont 2020“ zu verbieten! Weder Sie, noch das deutsche Rechtssystem können es sich erlauben, über Umwege einen Gesetzesbruch einzugehen und sich darüber hinaus an der Patentierung von Leben zu beteiligen! Letzteres hatte vor einem Jahr auch der Europäische Gerichtshof als unzulässig erklärt, weshalb von manchen Justiziaren das gesamte Projekt auf rechtlich wackeligen Beinen gesehen wird.

Beeinflusst von der forschenden Lobby und führenden Wirtschaftsunternehmen, deren Interesse am eigenen Profit, nicht aber an der Einhaltung von ethischen Konventionen liegt, hat die Europäische Kommission das Projekt insgesamt gutgeheißen. 80 Milliarden sollen investiert werden, wobei Spekulationen nicht von der Hand zu weisen sind, dass viel Geld davon Frauen in Ländern Afrikas angeboten werden soll, um sie zu einer Eizellenspende zu bewegen. Ein gefährlicher Eingriff mit Risiken, der die Ärmsten treffen würde!

Von Moral oder Menschenrechten weit entfernt, begibt sich die Europäische Kommission mit ihrem Vorhaben in eine Grauzone, das die Bundesrepublik auf keinen Fall unterstützen darf. Skandalös mutet an, dass Länder der EU mit restriktiven Regelungen in Sachen Embryonenforschung gerade über die europäischen Gesetzeslücken hinweg gelockt werden sollen, Forschungsgelder zu investieren – und sich dabei über Leben hinwegsetzen!

Interessant bleibt in diesem Zusammenhang bei aller Betrachtung: Lediglich die wirtschaftsnahe FDP hat sich dem Aufruf der Abgeordneten offenbar nicht angeschlossen…

Ich hoffe auf Ihr klares und kompromissloses Eintreten – verlieren Sie Ihren umsichtigen „Horizont“ in dieser Sache nicht!

Freundlich grüßt,

Ihr Dennis Riehle





Der neue Gentest: „In zwei Tagen werden Sie’s wissen…“

5 10 2012

In „Rekordzeit“ soll er Gewissheit bringen: Ein neuer Gentest aus den USA verspricht Eltern von Neugeborenen innerhalb von zwei Tagen klare Auskunft über mögliche Erbkrankheiten ihres Kindes.

Wie bei einer „Raster-Fahndung“ wird der kleine Mensch „gescreent“ – wahrscheinlich noch vor dem Brutkasten oder dem ersten Körperkontakt mit der Mama. Da mag sich einem dieses Bild nicht aus dem Kopf treiben lassen von den Scannern, die Produkte auf mögliche Mängel hin durchleuchten.

Bleibt mein Junge gesund? Muss mein Mädchen früher sterben? Wie ein Geschenk, bei dem man erst einmal prüfen möchte, ob es denn gefällt – und wenn nicht: kann man es dann zurückgeben? Wahrscheinlich stellt der neue Test gleich den zugehörigen Umtauschzettel, für alle Fälle – falls sich die Eltern es doch noch mal überlegen sollten…

Und wenn man an dieser Stelle ganz böse sein möchte, wird man manchen Vätern und Müttern eine gewisse Enttäuschung über den Test abringen können. Denn für eine Abtreibung ist es beim Zustandekommen vom Ergebnis des neuen Tests bereits zu spät…

Dennis Riehle

Mehr dazu:

http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/sonstige_fachbereiche/gentechnik/article/823303/rekordzeit-neuer-test-ermittelt-erbkrankheiten.html





Sterbehilfe hinterlässt traumatisierte Angehörige

5 10 2012

Nach einer neuen Studie könnte Sterbehilfe nicht nur ethisch und aus dem christlichen Weltbild heraus höchst bedenklich sein:

Viel mehr haben Befragungen gezeigt, dass vor allem Angehörige, die beispielsweise einem assistierten Suizid beiwohnen, nach Monaten Symptome einer Posttraumtatischen Belastungsstörung (PTBS) oder anderer psychischer Erkrankungen aufweisen können.

Zeugen der Sterbehilfe sind nach den Erhebungen hochgradig gefährdet, unter dauerhafter seelischer Belastung zu leiden. Gerade die in der Schweiz geltende Praxis in sogenannten „Sterbehilfe-Organisationen“ hat bereits zahlreiche traumatisierte Angehörige hinterlassen.

Dennis Riehle

Mehr dazu:

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/51892





Moschee-Befürwortung ist nicht Aufgabe der Landeskirche!

1 10 2012

Schreiben an den bayerischen Landesbischof

Sehr geehrter Herr Landesbischof,

seit Mitte August berichten die Medien fortlaufend über Ihren Aufruf zu mehr Toleranz beim Moscheebau in Nürnberg (beispielsweise http://www.antenne.de/Evangelische-Landeskirche-unterstuetzt-Nuernberger-Moschee-Bau__nachrichten_568723_news.html). Sie haben desöfteren die Legitimation eines Minaretts verteidigt, dabei wurden immer wieder Parallelen zu den christlichen Kirchtürmen hergestellt. Ob Ihrem blinden Wohlwollen zeige ich mich erstaunt. Das friedliche Miteinander von Religionen ist auch mir ein Anliegen. Doch fällt es mir schwer daran zu glauben, wenn ich andernorts feststellen muss, welche Intention mit der Errichtung von islamischen Gotteshäusern samt Turm verbunden ist.

Kirchtürme sind Ausdruck der Einladung. Sie machen auf musikalische Art und Weise deutlich, dass die Menschen willkommen und zum Gottesdienst gerufen sind. Der christliche Glaube ist in einem Land der Aufklärung nach größter Möglichkeit von politischen Ansprüchen getrennt. Ganz anders erklären dies Imame im Bezug auf den Islam. In Umfragen unter Muslimen der vergangenen Zeit wurde deutlich: Rund ein Viertel der hier lebenden Anhänger des Islam sehen herabschätzig auf Andersgläubige. Rund 40 % Prozent sind sogar der Ansicht, dass langfristig der Islam die geltende Vormachtstellung in Deutschland einnehmen müsse. Und rund Dreiviertel der Befragten können sich allein den Islam als heilsbringende Religion vorstellen. Somit wird auch deutlich: Moscheen und Minarette müssen unter diesem Aspekt als weit mehr betrachtet werden als Orte der Zusammenkunft zu Gebet und religiösem Leben.

Es müssen nicht erst Karikaturen oder Filme sein, die beträchtliche Teile der muslimischen Welt in Aggression versetzen. Schon allein der Grundauftrag aus dem Koran, den Islam als einzig wahre Religion durchzusetzen, wird nur von wenigen Muslimen selbst in Frage gestellt. Das, was das Christentum durch jahrhundertelange Entwicklung und Erfahrung mittlerweile als selbstverständlich ansieht, kann für den Islam noch lange nicht gelten: Die Trennung zwischen dem Glauben und einem staatlichen Machtanspruch ist für Muslime im Bekenntnis auf ihre Schriften nicht vorgesehen. Stattdessen ist die wörtliche Übernahme von Suren und Predigten des Propheten Anlass dafür, mit allen Mitteln eine Gesellschaft anzugehen, die sich nicht in eingeforderte Rahmenbedingungen pressen lässt. Nein, es sind wahrlich nicht alle Muslime, aber doch sicher beträchtlichere Teile, als mancher Bericht deutlich machen will, die mit solch einer Haltung auch den Bau von Moscheen und Minaretten begründen. Die Bewegungen innerhalb des Islam, die vor Gewalt nicht zurückschrecken und Integration als Assimilation ebenso wie unsere Verfassung vollständig ablehnen, sind nach repräsentativen Erhebungen klar nennenswert und spielen somit eine nicht zu vernachlässigende Rolle bei Prozessen, die – wie im Augenblick – um öffentlichkeitswirksames Verständnis für mehr Rechte anheuern.

Solche Gruppierungen sind es, die Grundrechte ausnutzen und für eigene Zwecke missbrauchen. Eine ausgestreckte Hand wird hier nicht selten dankbar angenommen, um die christliche Friedliebigkeit später mit Füßen treten zu können. Deshalb auch verteidigen Muslime dieser Abspaltungen Minarette als Symbol des Anspruchs: Mit ihnen soll nicht nur die Präsenz des Islam, sondern vor allem der Blick auf eine durch die eigene Religion geprägte Zukunft des Landes verfestigt werden. Es wäre vollkommen falsch, mit uneingeschränkter Offenheit ein Aussterben unserer christlichen und kulturellen Wurzeln zu fördern.

Kirchtürme sind in den meisten islamischen Ländern ebenso verboten wie das Ausleben christlichen Glaubens. Wir haben als westliche Gesellschaft durchaus den Auftrag, unsere freiheitlichen Werte vorbildhaft zu leben. Dazu gehört aber nicht die Naivität, die eigene Religion derart in den Hintergrund zu drängen, dass Werbung für Anderes zum leichten Kinderspiel wird. Mission für das Christentum, das ist auch die Verpflichtung Ihrer Landeskirche. Die Verkündigung der guten Botschaft ist friedlicher Ausdruck genug, um unseren Willen eines respektvollen Miteinanders zu bekunden. Wer durch Religion die Überzeugung vom eigenen Glauben nicht mit Standfestigkeit und klarer Grenzziehung lebt, macht sich lächerlich und bietet Angriffsfläche zum Zurückdrängen.

Hier braucht es keine Willensbereitschaft, unter dem Druck und Anblick einer Hass säenden Bewegung des Islam weltweit mit dem eigenen Bekenntnis nachzugeben oder sich gar furchtsam zu verstecken. Dies wäre ein exakt falsches Bild auf das Verständnis von Interreligiosität – denn nur ein gesundes Einstehen für die eigenen Ansprüche schafft Respekt. Fordern Sie daher die Anrechte von Christen in aller Welt ein, predigen Sie die Worte des christlichen Glaubens ohne Scham und mit Inbrunst – und lassen Sie sich durch das Einfordern von Toleranz durch andere Religionen nicht irreleiten. Es ist nicht Aufgabe der Evangelischen Kirche, sich für die Entwicklung anderer Religionen im eigenen Land mit aufdringlicher Unterstützung einzusetzen!

Dennis Riehle





Schreiben an Behindertensprecher Huainigg

1 10 2012

Schreiben an den Behindertensprecher Dr. Huainigg (ÖVP)

Sehr geehrter Herr Dr. Huainigg,

ich bin dankbar über Ihre aktuellen Worte zur Präimplantationsdiagnostik.

Die Diskussion, die in Deutschland bereits vor einiger Zeit geführt wurde und nach einer Entwurfvorlage zur Umsetzung des Bundestagsbeschlusses über die PID wieder aufgeflammt ist, war ebenso wie bei Ihnen in Österreich nun von scharfer Polemik getragen. Das, was Sie zurecht als Selektion bezeichnen, wird merkwürdigerweise gerade aus der Ethikkommission in aller Schärfe zurückgewiesen.

Das immerwährende Argument, Mütter vor einer risikoreichen Schwangerschaft bewahren zu wollen und die Eltern im Zweifel vor einer leidvollen und zu schützen, ist pure Menschenverachtung. Wer die Ethik allein dafür nutzt, sich lediglich um die Sorgen von Eltern zu bemühen, aber somit das Lebensrecht von heranwachsenden Behinderten in Frage stellt, der beschneidet die Grund- und Menschenrechte elementar.

Und nein, auch pränatale Diagnostik kann unter diesem Gesichtspunkt nicht gerechtfertigt werden. Wer sich vor der Geburt bereits Informationen beschafft, die eine mögliche Entscheidung für oder gegen das Austragen des Kindes beeinflussen, spricht sich nicht für das gegebene Geschenk des Lebens aus, sondern beansprucht genau jenes Leben, was gewünscht, was perfektionistisch herbeigesehnt wird. Sie selbst wissen, dass Behinderung kein Grund ist, Sinn oder gar Freude im Leben in Frage stellen zu müssen. Die unterstellte Beschwernis, die Behinderten in ihrer Alltagsbewältigung und den Angehörigen in der Erziehung, Betreuung und Begleitung nachgesagt wird, ist eine faktische Missachtung von Meinungsäußerungen zahlreiche Betroffener und eine Unterstellung über Dritte, die interessengelenkt bleibt.

Leben beginnt mit der Idee und der Willensbekundung zweier Menschen – ich gehe mit meiner Definition weiter als die, die den Beginn des Lebens in der Zeugung sieht. Ab diesem Augenblick müssen sich Eltern ihrer Verantwortung und der Aufgabe bewusst sein, die sie übernehmen – in guten wie in schlechten Zeiten hat man sich den Zusammenhalt in der Ehe geschworen. Und so ist auch das Durchleben möglicher Komplikationen oder unerwarteter Situationen eine Selbstverständlichkeit, die bereichert und stärkt. Leben ist kein reines Wunschkonzert, sondern eine Gabe, die wir mit Respekt und Wertschätzung anerkennen dürfen. Wer meint, sich über diese Passivität als schöpferischer Gestalter erheben zu können, profiliert sich zum unberechenbaren Egoisten aus Rücksichtslosigkeit und Gewinnmaximierung.

Nachdem das deutsche Parlament die PID in „eng begrenztem Umfang“ zugelassen hat, ist der erwartete Streit losgebrochen. Wer einmal einen Dammbruch vollzogen hat, wird Schwierigkeiten damit bekommen, seinen Auswirkungen Einhalt gebieten zu können. In Deutschland versuchen mehrere führende Politiker, den Beschluss nach ihrer Beliebigkeit zu interpretieren. Besonders beschämend ist dabei, dass gerade behindertenpolitische Sprecher wie die der FDP im Bundestag, Molitor, eine Kritik an dem Vorlagenpapier zur Einführung sogenannter „PID-Zentren“ des Bundesbeauftragten für Belange behinderter Menschen, Hüppe, mit neuerlichen Argumenten für die Präimplantationsdiagnostik zurückgewiesen haben.

Schon diese völlig verschiedenen Auslegungen des deutschen Gesetzesbeschlusses durch die politischen Gruppierungen zeigen, dass nicht mehr das Anrecht auf Leben, sondern allein das Anrecht auf parteipolitisches Überleben zur Richtschnur für höchst heikle und gewissensgesteuerte Standpunkte geworden ist. Bleiben Sie deshalb mutig in Ihrer Vehemenz und in Ihrer Position. Die gesamtgesellschaftliche Lage erfordert das Eintreten für einen bedingungslosen Lebensanspruch.

Ihr Dennis Riehle





Petition nach Bluttest-Freigabe: Strengere Kontrollverfahren für Medizinprodukte

7 09 2012

Ich habe dem Deutschen Bundestag eine Petition mit der Forderung nach einem strengeren Zulassungs- und Freigabeverfahren für Medizinprodukte eingereicht.

Maßgeblicher Anstoß war für mich das auf den Markt Bringen des Pränaltests/Bluttests auf „Trisomie 21“ („Down-Syndrom“). Das zuständige Regierungspräsidium hatte auf Grundlage geltenden Gesetzes lediglich zu überprüfen, ob alle bürokratischen Hürden eingehalten wurden – und ob eine technische Funktionsprüfung des Tests durchgeführt wurde. Danach konnte das Produkt freigegeben werden.

Wie bei vielen anderen medizinischen Produkten wissen wir, dass solche Testungen oftmals nur an 30 – 50 Probanden stattfinden. Eine Risikobewertung oder eine ethische Einschätzung wird überhaupt nicht verlangt. Dies fordere ich zu ändern ein.

Ich habe beantragt, meine Petition öffentlich zuzulassen, dies wird nun geprüft. Die begrenzte Zeichenzahl bei der Einreichung hat leider keinen wirklichen Platz für eine theologische oder ethische Begründung gelassen – ich hoffe dennoch, dass das Anliegen und seine Ursachen deutlich geworden sind. Der Petition wurde die ID 35757 zugeordnet. So kann sie bereits vor der Veröffentlichung beim Petitionsausschuss selbst unterstützt werden (Post.Pet@Bundestag.de).

 

Wortlaut der Petition:

Forderung

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, für die Freigabe von Medizinprodukten neben der bisher lediglich notwendigen technischen Funktionskontrolle die Vorlage einer Risikobewertung und einer ethischen Einschätzung zur Pflicht zu machen.

Das Verantwortungsbewusstsein der Hersteller und Vermarkter muss gestärkt werden – es ist nicht hinnehmbar, beispielsweise zwischen Medikamenten und einem Bluttest derart eklatante Unterschiede in der Genehmigung/Zulassung zu dulden.

 

Begründung

Aktuelle Beispiele, wie der sogenannte Pränalatest in Form einer Blutuntersuchung auf Trisomie 21 (”Down-Syndrom”), die immer häufiger werdende Anwendung von Stents bei Herzoperationen oder im Gehirn, aber auch zahlreiche Gelenkersatzteile, haben gezeigt, dass Medizinprodukte in Deutschland einem zu laxen Freigabeverfahren unterliegen. Hersteller und vermarktende Firmen müssen bisher nur gewisse bürokratische Hürden erfüllen und eine erfolgreiche technische Funktionskontrolle anhand weniger Versuche vorweisen, damit ein Produkt verwendet werden kann.

Die oben genannten Exempel belegen aber, dass erhebliche Risiken erst lange Zeit nach dem Inverkehrbringen durchschlagen (vergleiche u.a. die Berichterstattung von FRONTAL 21, ZDF vom 04. September 2012). Dies ist unter anderem auf die niedrigen Anforderungen an die Validität zurückzuführen, die der Gesetzgeber für Medizinprodukte vorgesehen hat.

Eine technische Überprüfung der Funktionalität an maximal 50 Probanden stellt keinen ausreichenden Abwägungsprozess zwischen Nutzen und Risiken dar. Viel eher müssen medizinische Produkte auf ihre langfristige Tauglichkeit hin getestet werden, sie sind vor der Freigabe nicht nur zusätzlichen Belastungsproben auszusetzen, sondern bedürfen einer gesonderten Risikoeinschätzung.

Eine derartige unabhängige Bewertung durch einen Dritten (Sachverständiger, Ämter, Institute…) hat das vermarktende Unternehmen beziehungsweise der Hersteller zum Prüfungsverfahren bei den Behörden neben dem bisher notwendigen Ergebnis einer qualitativen und technischen Funktionskontrolle ebenso vorzulegen wie eine ethische Einschätzung.

Gerade der erwähnte Bluttest macht klar: Zahlreiche Medizinprodukte des modernen Lebens nehmen erheblichen Einfluss auf bisher unangetastete moralische Fragestellungen. Sie sind deshalb nicht nur auf ihre technische und qualitative Funktionalität sowie ihr Risiko vorab zu untersuchen – sie müssen darüber hinaus auch von einer neutralen Ethik-Kommission, einem Wissenschaftsbeirat oder von mindestens zwei unabhängigen Fachpersonen auf dem Gebiet beurteilt werden.

Erst nach Vorlage all dieser Unterlagen darf die Behörde ihr Genehmigungsverfahren einleiten, das schlussendlich eine Zulassung von der Einhaltung aller erbrachten Testergebnisse, Bewertungen und Einschätzungen abhängig machen muss. Das bisherige Verständnis von Medizinprodukten als ledigliche Funktionsmittel ist nicht mehr haltbar. Sie sind im täglichen Einsatz um der Gesundheit willen so früh wie möglich unter besondere Beobachtung zu stellen und bedürfen daher mehr als eines “Durchwinkens”. Die Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass medizinische Produkte einer vollumfänglichen Prüfung unterzogen wurden und größtmögliche Sicherheit bieten.

 

Diskussionsanregung

Ist Ihnen bewusst, wie einfach Hersteller ihre medizinischen Produkte auf den Markt bringen können? Homöopathische Arzneimittel unterliegen strengeren Zulassungsbedingungen als beispielsweise eine Prothese oder ein Schwangerschaftstest.

Muss sich ein Land, das besonderen Wert auf korrekte Prüfungsverfahren legt und seinen Verbrauchern höchsten Schutz vor Risiken stellen will, nicht auch höhere gesetzliche Anforderungen zur Freigabe von solchen Medizinprodukten leisten?

Oder brächten derartige Hürden nur schlicht längere Verfahrenszeiten und würden damit den Fortschritt in der Medizintechnik und den Forschungsdrang nach neuen Produkten hemmen?

 

Dennis Riehle

 





Bei Illner werden „Regenbogenfamilien“ ganz normal…

3 09 2012

Diskussion um gleiche Rechte – aber ungleiche Pflichten…

Ehegattensplitting, Verfassungsgerichtsurteile und rebellierende Unionspolitiker: Nach der Ferienpause kam auch die ZDF-Cheftalkerin Maybrit Illner nicht umhin, sich mit dem Thema aus dem Sommerloch weiter zu beschäftigen (http://maybritillner.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/maybrit-illner/2942124/24104720/f294a1/Zwei-Männer-und-ein-Baby-.html). Die „Homo-Ehe“, die in den Medien heute schon so selbstverständlich formuliert wird, als dass man tatsächlich bereits an ihre Existenz glauben könnte, sorgt für hohe Wellen. Und das wohl besonders dann, wenn sich Kontrahenten gegenüberstehen, die die unterschiedlichen Pole aus vollster Überzeugung und mit Leidenschaft vertreten. In der aktuellen Sendung blieb es dann auch nicht bei diplomatischer Einmütigkeit, die Kanten und Linien waren äußerst klar und scharf zu sehen. Anders als bei sonstigen abgedroschenen Themen blieb in der Debatte um Gleichstellungen ein jeder bei seinem unverrückbaren Profil, mit dem schlussendlich elementare Differenzen in den Weltansichten zum Ausdruck kamen.

Zweifelsohne: Die Vorzeichen für die Diskussion sind im Jahre 2012 andere, als es zu Zeiten absoluter Selbstverständlichkeiten war, dass Ehe aus Mann und Frau und die heterosexuellen Eltern mit den Kindern eine Familie darstellten, an deren besonderem Status niemand zu rütteln wagte. Und doch gilt auch im 21. Jahrhundert in unserem Land ein Grundgesetz, das gerade diesen ausdrücklichen Schutz weiterhin aufrecht erhält. Zwar haben die obersten Richter angemerkt, dass die Ausformungen des Zusammenlebens vielfältiger und komplexer geworden sind – letztlich ändert dies aber nichts an der Idee, dass wir ein Leitbild benötigen, an dem es sich zu orientieren gilt.

Und deshalb muss man sich viel eher fragen, wie mit dem Umstand umgegangen werden kann, dass immer mehr Kinder unehelich geboren werden, dass viele Ehen kinderlos bleiben oder dass das Modell einer Wirtschaftsgemeinschaft, wie es in Gesetzgebungszeiten der 50er- und 60er-Jahre zur Beurteilung steuerrechtlicher Bevorteilung vorlag, mittlerweile unterschiedlichste Ausprägungen annehmen kann. Es ist nicht mehr zwingend der Ort, an dem Mann und Frau einen gemeinsamen Lebensweg gehen, wo auch die meiste gesellschaftspolitische Verantwortung für die Zukunft übernommen wird. Es wäre fahrlässig zu glauben, dass zwei unterschiedlich geschlechtliche Menschen heute ausnahmslos in den „Hafen der Ehe“ einfahren. Dieses Bild entspricht nicht mehr der Wirklichkeit – und ohne Frage: Hier darf und muss man ausdrücklich mehr als ein Bedauern darüber über die Lippen bringen.

Der Trend in Richtung inoffizieller und strukturloser Gemeinschaften hat auch dazu geführt, dass homosexuelle Paare immer stärkere Ansprüche an einen Gesetzgeber stellen, der sich mit einer Regelung schwer tut. Nicht nur die Bibel, sondern auch der zunächst neutrale Blick machen deutlich: Das natürliche Vereinigen von Menschen findet im Zusammensein von Mann und Frau ihren geschaffenen und schöpferischen Höhepunkt. Das Idealbild ist und bleibt Garant, der überhaupt erst für Nachwuchs – und damit für Beständigkeit in unserem Land sorgt. Aus dieser Tatsache ergibt sich auch die Annahme, dass Kinder dort am besten heranwachsen, wo sie geboren wurden. Wenngleich auch in der momentanen Debatte wiederum Studie um Studie zitiert wird, die „Regenbogenfamilien“ als gleichwertig gutes Umfeld für das Gedeihen von Jungen und Mädchen sehen, bleiben die Zweifel daran zugunsten der Toleranz und des „Mainstream“ ausgespart.

Dabei belegen beispielsweise die Erhebungen von spanischen Wissenschaftlern (http://www.mscperu.org/deutsch/Debatte/homoadoptNein.htm) ebenso wie die von amerikanischen (http://www.katholisches.info/2012/06/15/bei-homosexuellen-aufwachsende-kinder-haben-grosere-schwierigkeiten-neue-studie/) bislang wenig zur Kenntnis genommene Ergebnisse, die sich kritischer mit der Thematik auseinandersetzen lassen.

Dass diejenigen belohnt werden, die durch Erziehung und Familienleben einen gesellschaftlichen Beitrag leisten, scheint mir selbstverständlich. Und tatsächlich zählen dazu auch immer häufiger Formen des Miteinanders, die füreinander und für Kinder Aufgaben und Verantwortung nicht scheuen. Daher bin ich auch dafür, dieses Engagement unabhängig der Konstellation zu würdigen. Doch keinesfalls geht damit der Status einer Gleichstellung einher – weder steuerrechtlich und schon gar nicht ideell. Denn die Ehe aus Mann, Frau und Kindern leistet mehr, als andere Gemeinschaften zu leisten in der Lage sind. Da ist es nicht nur die Zeugung und das mütterliche Sorgen, die sich ergänzende Rollenverteilung oder der traditionelle Vorbildcharakter – Pflichten, die allesamt einzigartig und damit indiskutabel und nicht auf gleiche Ebene mit Alternativen zu stellen sind. Abgesehen davon, dass viele der Diskussionen nahezu zum Schein geführt werden, trägt vor allem der lobbyistische Hintergrund dazu bei, dass viele Beobachter mit Irritation auf das reagieren, was gerade aus Richtung von Homosexuellenvertretern immer wieder geäußert und gefordert wird.

Gerade in Sachen Adoptionen lamentiert die Debatte auf träumerischen Fiktionen. Wir stehen nicht vor der Situation, dass zu wenige heterogeschlechtliche Paare zur Verfügung stünden, um die zur Adoption freistehenden Kinder aufzunehmen – im Gegenteil. Und ich warne davor, die Adoption durch derartige Diskurse mehr und mehr hoffähig zu machen. Kinder, die nicht bei den leiblichen Eltern aufwachsen können, müssen die Ausnahme bleiben! Und dass aufgrund der Lage eher den heterosexuellen Gemeinschaften ein Vorrang gewährt wird, hat für mich weder den Charakter einer Benachteiligung anderer, noch gar den der Diskriminierung. Nicht nur die Adoption selbst ist eine Herausforderung für das Kind – dann sollte auch auf ein möglichst herkunftsnahes Umfeld in der neuen Familie geachtet werden, das von Dauerhaftigkeit und Bestand gezeichnet ist. Und gemäß Erhebungen bleibt die Dauer von homosexuellen Gemeinschaften weiterhin erheblich hinter der von heterosexuellen Ehen zurück (vgl. „Amsterdam-Studie“, Marcus 1988, „The Male Couple“ ). Hier stünde es manchen empörten Aufschreiern gut, das Interesse von Kindern den eigenen vorzuziehen.

Resümierend hat es der Schweizer Redakteur Gut in Illners Runde auf den Punkt gebracht: Eine immer weiter einfordernde Lobby von Homosexuellen ist es auch, die deren Ansprüche unglaubwürdig und ungerechtfertigt erscheinen lässt. Wenn einstige Protestveranstaltungen mit ehrlichen politischen Forderungen heute zum demonstrativen Darstellen von ausufernder Sexualisierung, Sittenlosigkeit und fehlender Moral missbraucht werden, bringt das der eigenen Klientel wenig Ernsthaftigkeit ein. Im Gegenteil: Durch derartige Aktionen disqualifizieren sich viele Repräsentanten und andere der Homosexuelle-Szene selbst. Wer offenkundig nicht bereit ist, gewissen gesellschaftliche Normen zu respektieren und stattdessen auf ein tolerantes Bejahen jeglicher sexuellen Ausuferung hofft – wie es mittlerweile jede „Christopher-Street-Day“-Parade sichtbar werden lässt –, muss mit zunehmendem Unverständnis rechnen. Nicht wenige Schwule und Lesben schämen sich heute bereits ob der ständigen Tränendrüse wegen Benachteiligung und polemischer Entgleisungen aus den eigenen Reihen, wenn Homosexuellen nicht mehr zugestanden wird als dem Rest der Welt.

Dass die gesamte Auseinandersetzung also um weit mehr rankt, als um die Frage nach der Gleichsetzung einer „Homo-Ehe“, wird anhand der eklatanten Unterschiede in den Wert- und Würdevorstellungen der verschiedenen Seiten erkenntlich. Hier geht es heute und in Zukunft schlicht und ergreifend um die Entscheidung, ob wir der Willkür Grenzenlosigkeit setzen wollen – oder ob uns das, was an grundlegenden und bis vor einiger Zeit noch als unumstoßbaren gesellschaftlichen Maßstäben durch die Urväter von Grundgesetz und Europäischer Verträge vereinbart wurde, noch etwas bedeutet…

Dennis Riehle








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