Kulturkommunisten in Brüssel

6 09 2017

Ein Hinweis auf ein Buch – Die Löwen kommen,
entnommen aus Kath.net:
http://www.kath.net/news/44982

Vladimir Palko, ehemaliger Innenministers der Slowakei, schreibt über die neue Tyrannei, auf die Europa und Amerika zusteuern. Eine Analyse der anthropologischen Revolution, die die Grundfundamente unserer freiheitlichen Staaten bedroht.

Kisslegg (kath.net) In seinem Buch „Die Löwen kommen“ analysiert der ehemalige Innenminister der Slowakei die anthropologische Revolution, welche die Grundfundamente unserer freiheitlichen Staaten bedroht. Auszugsweise zitiert kath.net aus dem Vorwort, das Dr. Christof und Alexa Gaspari für das Buch geschrieben haben. Das Buch ist eine Neuerscheinung des fe-Medienverlages.

Flott geschrieben, mit viel Dokumentation versehen, schildert das Buch, wie sich in den letzten Jahrzehnten ein neuer Wertekanon in den westlichen Gesellschaften etabliert hat. Dieser stellt eine fundamentale Abkehr vom bis ins 20. Jahrhundert prägenden christlichen Menschenbild dar. Christen, die Jahrzehnte hindurch im Kampf mit der kommunistischen Diktatur gestanden waren und unter deren Verfolgung leiden mussten, erlebten nun nach 1989, wie sich ihre ehemaligen Unterdrücker im Handumdrehen an das westliche System anpassten und von diesem mit offenen Armen aufgenommen wurden.

Der Verfasser, Vladimir Palko – langjähriger Abgeordneter im Nationalrat und von 2002 bis 2006 Innenminister der Slowakei – hat diese Entwicklung aus unmittelbarer Nähe und nicht nur in seinem eigenen Land miterlebt. Ausführlich schildert er das für die Christen aus dem Osten zunächst unfassbare Phänomen, wie die konservativen und christdemokratischen Parteien im Westen dem Sog der linken Ideologie in fast allen Ländern des Westens erlagen, ja zum Teil sogar aktiv an der Etablierung der mittlerweile vorherrschenden Kultur des Todes mitwirkten. Für uns hier im Westen gehört das mittlerweile so zum Alltäglichen, dass erst der breit angelegte Rückblick in diesem Buch dem Leser erschreckend vor Augen führt, was die mehrheitlich christliche Bevölkerung Europas und Nordamerikas in den letzten Jahrzehnten mehr oder weniger stillschweigend geschluckt hat.

Wir selbst haben diese Entwicklung im Zuge der Arbeit für die Zeitschrift „Vision2000“ ebenfalls mitverfolgt und auch analysiert. Palkos Buch zu lesen, war für uns dennoch ein enormer Gewinn, weil es breitgefächert und bestens dokumentiert das Geschehen gut leserlich – ja geradezu spannend – aufbereitet. Die Anthropologische Revolution, wie der Autor diesen Paradigmenwechsel bezeichnet, ist drauf und dran, sich mit Machtmitteln auszustatten, um ihre Errungenschaften zu festigen und gegen Kritik abzusichern. Die heutige Situation erinnere ihn an die Vorläufer der kommunistischen Machtergreifung, diagnostiziert Palko und illustriert diese Feststellung an der wachsenden Zahl von Übergriffen und Benachteiligungen, denen Christen heute ausgesetzt sind, wenn sie sich gegen den vorherrschenden Wertekanon auflehnen und nicht bereit sind, sich nach dessen Spielregeln zu verhalten. Daher auch der Titel des Buches: „Die Löwen kommen“.

Ja, wir leben in spannenden Zeiten, in Zeiten einer fundamentalen Konfrontation um das Menschenbild. Das vorliegende Werk versteht sich als Appell an uns Christen, die Zeichen der Zeit zu lesen und sich der Konfrontation mit der Kultur des Todes nicht zu entziehen. Es ist höchste Zeit! Seit Jahrzehnten vom wachsenden Wohlstand verwöhnt sowie von gleichgeschalteten Medien eingelullt und ruhig gestellt, sind wir Christen im Westen besonders in Gefahr, die auf uns zukommende Herausforderung zu übersehen oder zu verdrängen. Die durch die Konfrontation mit der Diktatur des Kommunismus geschulten Glaubensgeschwister aus dem Osten haben sich da ein empfindsameres Sensorium bewahrt. Bedingt durch ihre Erfahrungen mit Zeiten der Bedrängnis verfügen sie darüber hinaus auch über ein Repertoire von Mitteln, die helfen, in schwierigen Zeiten zu bestehen. Vladimir Palko liefert dazu im letzten Kapitel – „Zum Kampf geboren“ – einige Anregungen: Sich der Wahrheit, die befreit, zu stellen und sie auch zu sagen; Buße tun; Kultur schaffen; sich vernetzen… – und vor allem den Zuruf Papst Johannes Paul II. nach seiner Wahl im Leben umsetzen: „Fürchtet euch nicht!“

kath.net-Buchtipp
Die Löwen kommen
Von Vladimir Palko
Fe-Medienverlag
503 Seiten
Euro 13,20

Bestellmöglichkeit:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland:buch@kath.net
Für Bestellungen aus der Schweiz: buch-schweiz@kath.net

 





Das Wunder von Heiligenkreuz – 102 Mönche

29 08 2017

Aus Tagespost, Gastkommentar
http://www.die-tagespost.de/politik/Gas … 315,180946

Für uns Seelsorger ist die jüngste Prognose über die religiöse Zusammensetzung der österreichischen Bevölkerung in 30 Jahren keine Überraschung. 2046 sollen österreichweit nur noch 45 Prozent katholisch sein, in Wien nur ein Viertel. Dem Schmelzen des katholischen Anteils steht das starke Anwachsen von Konfessionslosen und Muslimen gegenüber, sodass 2046 jeder dritte Bewohner Wiens ein Muslim sein könnte. Das Szenario besagt nicht weniger, als dass Österreich in absehbarer Zeit nicht mehr christlich sein wird. Nun gibt es in solchen Berechnungen immer den Unsicherheitsfaktor, den wir„Gnade“ oder „Wunder“ nennen.
Hätte man 1982, als ich in das Stift Heiligenkreuz eintrat, die Zahl der Mönche aufgrund der damaligen Eintrittsstatistik für 2017 vorausberechnet, wäre man auf höchstens 25 gekommen. Heute sind wir 102 Mönche und platzen aus allen Nähten. Leider ist diese Entwicklung aber die Ausnahme; viele Klöster und Ordensgemeinschaften sind einem bedrückenden Schwund ausgesetzt. Daher sollte man mit der Gnade Gottes zwar rechnen, aber nicht naiv sein.

Dem Schrumpfen in Europa steht das anhaltende Wachstum der Kirche in den Ländern des Südens gegenüber. Als Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Österreich darf ich eine junge, glaubensstarke und spirituelle Kirche in Afrika, Asien und Lateinamerika erleben. Das Wehewort aus dem Jesajabuch „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht“, das heute unser europäisches Christentum trifft, gilt positiv gewendet für die jungen, armen Kirchen: Da ihr glaubt, werdet ihr es sein, die den Glauben in die Zukunft tragen! – Wir schwächelnden Christen in Europa sollten Gegenmaßnahmen ergreifen. Religionsstatistische Prognosen sind keine Naturgesetze! Was wir brauchen, ist eine missionarische Gesinnung! Der Glaube impliziert eine Sendung, lateinisch „Mission“. Es ist höchste Zeit, dass wir Minderwertigkeitskomplexe und falsche Scham ablegen und werbend – fröhlich, überzeugt und frei – auf die Menschen zugehen.

Wir müssen missionarisch werden und unseren postchristlichen Mitmenschen den Glauben nicht nur vorleben, sondern auch aktiv anbieten. Unseren Hirten können wir keine Vorwürfe machen. Seit Jahrzehnten rufen uns die Päpste zur Mission und zur Neuevangelisierung auf. Sollte man in Jahrzehnten das Verschwinden des christlichen Glaubens in Europa beklagen: am Schweigen der Hirten ist es nicht gelegen! Es ist vor allem unsere unmissionarische Passivität, die die Schuld an dieser Abwärtsspirale trägt. Das Zweite Vatikanische Konzil sagt, dass die Kirche ihrem Wesen nach missionarisch ist. Sind wir es auch?





Jesus Christus, Zeitenwende, historisch gut dokumentiert

27 04 2017

Entnommen aus:
http://www.vision2000.at/?nr=2017/2&id=3150

Es gibt keine ernstzunehmenden Zweifel am Zeugnis vom Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi (Von Peter Seewald)

Allein die Tatsache, dass sich die Zeitrechnung nach der Geburt Je­su richtet, zeigt, wie fundamental dieses Ereignis war und ist. Einmalig auch, wie historisch gut abgesichert und damit glaub­würdig die 2000 Jahre alten Berichte über den Gottessohn sind. Peter Seewald hat den Stand des Wissens in seinem Buch Jesus Christus – Die Biographie anschaulich dargestellt. Zwei Auszüge daraus.

Entgegen der Einwände der Skeptiker wissen wir über Jesus mehr als über jede andere Person der Antike. Und es gibt wohl niemanden in der gesamten Geschichte der Menschheit, der von einer so hohen Zahl von Experten so gründlich untersucht worden ist. Fest steht:

1. Kein einziges antikes Manuskript ist mit zigtausenden von Abschriften auch nur annähernd so mannigfach überliefert wie die Schriften des Neuen Testaments.

2. Jesus ist nicht nur durch die Schriften der Evangelien dokumentiert, sondern zudem durch mannigfaltige außerbiblische Quellen, die weder Zweifel an seiner historischen Existenz noch an seiner Verehrung als der seit langem erwartete Messias zulassen.

3. Die Autoren des Evangeliums haben als „Diener des Wortes“ und als Augenzeugen mit der absoluten Verpflichtung zur Wahrheit nicht nur eigenes Erleben berichtet, sondern auch hart recherchiert, frühe Texte ausgewertet und Zeugen befragt, ohne dabei aus Angst vor Widersprüchen die Botschaft zu entschärfen. Die überlieferten Details stimmen mit den historischen Realitäten überein und geben eine präzise Beschreibung der jüdisch-römischen Welt vor der Zerstörung des Tempels im Jahre 70. „Alles, was sie berichten“, fasste Pater Lagrange nach fünf Jahrzehnten Forschung in Palästina zusammen, „findet bis in die kleinsten Details genaue wissenschaftliche Bestätigung“.

4. Die Evangelien wurden nicht zeitfern vom Geschehen, sondern bald nach der Passion Christi aufgeschrieben. Erste Aufzeichnungen der Worte Jesu wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits zu Lebzeiten Jesu verfasst und dienten den Verfassern des Evangeliums als Grundlagenmaterial…….. usw.

Weiter auf:
http://www.vision2000.at/?nr=2017/2&id=3150

 





Don Camillo Tropper

16 04 2013

16.04

Einen interessanten Artikel über die Aussagen von Pfarrer Tropper und die politische Reaktion darauf finden Sie auf dem Blog von Dr. Unterberger. Es handelt sich um einen Gastkommentar von Christian Zeitz.

http://www.andreas-unterberger.at/2013/04/bischof-kapellari-verteidiger-des-islam-und-der-praktizierten-homosexualitaetij/





In der Evangelischen Kirche Deutschlands gilt das Ariergesetz

15 03 2013

Die Evangelische Kirche Deutschlands begrüßt das kirchliche Ariergesetz aus den 30.-er Jahren des letzten Jahrhunderts, eingeführt durch Adolf Hitler. Man gedenke nicht daran, es zu ändern.

Sowohl Bischof Schneider als auch die linke Faschistin Göhring-Eckardt sind erfreut über das Judenverbot am Kirchentag. Juden haben in der christlichen Kirche nichts verloren.

Konsequenter Weise müsste die EKD auch das Neue Testament verbieten lassen, da es voll ist von Juden, welche an Jesus als den Messias glauben. Natürlich hätten Paulus, Petrus & Co. Zutrittsverbot bei Veranstaltungen der EKD wie dem Kirchentag.

Das ist übriggeblieben aus der Reformation.

Freuen wir uns über  den neuen Papst, welcher die Verkündigung Jesu und das Halten am Wort Gottes als Prioritäten bestätigt. Luther würde sich freuen.

Nachtrag zum Blog:

Aufgrund recht heftiger Reaktionen möchte ich erläutern:

Die Evangelische Kirche Deutschlands übernahm in der Verfassung der DEK im Jahr 1933 praktisch die staatlichen Ariergesetze. Alle Juden, welche an christlichen Fakultäten studierten, wurden vor die Tür gesetzt. In der evangelischen Kirche fingen in der Folge umfangreiche Säuberungen statt, messianische Juden, Judenchristen, hatten dort nichts mehr verloren. Alle innerevangelischen Widerstände waren erfolglos. Die Bekenntnisbewegung u.a. um Bonhoeffer und seine Freunde erhob dagegen in der Betheler Erklärung Protest, aber mit ebensowenig Wirkung. Siehe dazu auch: http://www.dietmar-kehlbreier.de/cms/_data/gerlach2.pdf

Nun gelten die vom Staat auf-oktroierten Ariergesetze nicht mehr. Heute ist die EKD der Meinung, diese Ariergesetze in ihrer ganz eigenen Form – durch explizite Verdammung aller messianischen Juden aus Kirchentag und Öffentlichkeit – in Freiheit und ohne staatlichen Zwang innerkirchlich durchsetzen zu müssen.

Dr. Silke Lechner vom Deutschen Evangelischen Kirchentag schreibt in einem Brief:

„Grundlage für die inhaltliche Position des Präsidiums ist die gemeinsame Aussage vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und vom Zentralrat der Juden vom 8. September 1998: „…… Sie bekräftigen, dass alle Gliedkirchen der EKD eine spezielle Ausrichtung dieser Verkündigung auf Juden, etwa im Sinne einer auf Bekehrung zielenden organisierten „Judenmission“, aus theologischen und historischen Gründen ablehnen. ….“

Das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages hat auf seiner Sitzung am 31. März 2012 eine Entscheidung von 1999 bestätigt, die die Ablehnung von judenmissionarischen Gruppen im Bereich des Marktes der Möglichkeiten begründet.“

Nun, mit dieser Argumentation erhielten heute alle Jünger Jesu inklusive und vor allem Paulus Zutrittsverbot zum Kirchentag. Konsequenterweise – diesen Argumenten folgend – müsste das gesamte Neue Testament in der EKD verboten werden, denn es ruft auch und wieder vor allem zur Bekehrung der Juden zu Jesus, dem Messias, auf!

Die Evangelische Kirche bekräftigt und unterstreicht ihre antichristliche Haltung auch dadurch, dass der Kirchentag zur Hure Babylon verkommt, indem er antichristlichen Bewegungen und Religionen eine Plattform bietet (Neomarxismus, Stalinismus, schwulen Sexismus, Islam, Buddhismus, Hinduismus, Esoterik  – bei manchem würde sich Hitler freuen),  zur Verbreitung von Häresie, faschistoiden Ideologien und zur Irreführung der Menschen .





Brief an Bundesversicherungsamt: Kooperation für das Leben beendet!

25 11 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Einwirken Ihres Hauses hin hat eine deutsche Krankenversicherung die Kooperation mit dem Verein „Pro Life e.V.“ beendet. Die Vereinbarung hatte vorgesehen, dass Versicherte der Kasse auf Abtreibungen verzichten, dafür für jedes Kind ein Willkommensgeld der Versicherung in Höhe von 300 Euro bekommen.

Sie begründeten Ihre Einflussnahme mit der Verpflichtung der Kasse auf „weltanschauliche Neutralität“. Ist es weltanschaulich neutral, für Schwangerschaftsabbrüche einzutreten? Und ist es weltanschaulich nicht neutral, sich gegen Abtreibungen zu engagieren?

Ihre Begründung scheint mir recht haltlos und wenig fundiert. Durch die freie Krankenkassenwahl in Deutschland war niemand gezwungen, Mitglied der „BKK IHV“ zu werden und sich damit unter diesen Vertrag stellen zu müssen. Viel eher haben die bewussten Rückmeldungen vieler Versicherter dieser Kasse die Bejahung und die Unterstützung für solch eine Form der Zusammenarbeit unterstrichen.

Die Krankenkasse trägt den Untertitel „Der Gesundheitspartner“. Schwangerschaftsabbrüche werden heute als alltägliche Eingriffe vorgenommen, die zur Normalität geworden zu sein scheinen. Dass dabei jede Woche neu hunderten und tausenden Menschen das Recht auf Leben verweigert wird, lässt Sie offenkundig unberührt. Gleichzeitig sind Abtreibungen nachgewiesenermaßen nicht besonders gesundheitsfördernd: Komplikationen beim Eingriff, physische und körperliche Folgen für die Frau, Langzeittraumata  etc. – um nur einige Auswirkungen zu nennen.

Ist es da nicht eher besonders verantwortungsvoll, wenn eine Kasse gleich beide Kritikpunkte zugleich angeht? Babys das Licht der Welt erblicken zu lassen – und werdende Mütter vor dem seelischen Kollaps und lebenslangen Schuldgefühl zu bewahren? Schwangerschaftsabbrüche sind keine Routine – zumindest nicht aus ethischer Sicht. Viel eher besteht durch einen Zeitgeist der grenzenlosen Freiheiten ein erbarmungsloses Spiel mit dem Leben: Wer sich heute für ein Kind entscheidet, braucht morgen kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn dieser Beschluss „der falsche“ war – denn immerhin kann man es ja „wegmachen lassen“.

Das Bundesversicherungsamt hat sich mit seiner Beeinflussung klar auf die Seite derer gestellt, die im „Main-Stream“ die Willkür der Selbstbestimmung fördern. Sie macht sich damit auch schuldig, den Versuch unterbunden zu haben, werdende Eltern durch Beratung, Betreuung und Ermutigung für neues Leben zu gewinnen – stattdessen untermauern Sie einen Standpunkt der Gleichgültigkeit, möglicherweise sogar aus dem Interesse heraus, die Profite der Abtreibungsmaschinerie nicht zu schmälern.

Ich bin entsetzt über Ihr Verhalten und will dies an hiesiger Stelle in aller Deutlichkeit zum Ausdruck bringen.

Freundliche Grüße,

Dennis Riehle





Brief an „Edeka“: Pfand-Bons für die Abtreibung?

25 11 2012

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ihr Unternehmen spendet regelmäßig Teile von Pfand-Bons an „gute Zwecke“. Aktuell war es der Verein „Pro Familia“, der in diesen Genuss gekommen ist. Mehrere Dutzend Filialen haben sich an der Aktion beteiligt, die die Organisation unterstützen sollte.

„Pro Familia“ ist für eine lebensfeindliche Haltung bekannt. Statt unabhängig zu beraten, wird Schwangeren nur allzu oft ein Beratungsschein ausgestellt, der dann zur Abtreibung beiträgt. Von einer verantwortungsvollen Wahrnehmung der Aufgaben, die Familie zu schützen, ist der Verband weit entfernt.

Immer wieder lassen Aussagen von „Pro Familia“ aufhorchen, die klar darauf abzielen, Schwangere im Zweifel lieber zum Abbruch zu bewegen, als ihnen Mut zuzusprechen, auch durch schwierige Situationen hindurch zu einem Kind zu stehen, das Geschenk statt Last ist.

Spätfolgen der Abtreibung von Depressionen bis zu Traumata belegen die lebenslangen Schuldgefühle, mit denen sich Frauen konfrontiert sehen, die sich zu einem Schwangerschaftsabbruch haben bewegen lassen. Der Zeitgeist meint es nicht immer gut mit den Menschen, er ist auch nicht immer normal. Viel eher bringt er auch Leid und Verzweiflung mit sich  – als großes Unternehmen tragen Sie Verantwortung, dies nicht zu fördern.

Dass „Edeka“-Märkte durch solch eine Unterstützung eine derartige Haltung gutheißen, kann ich nicht verstehen. Es ist aus meiner Sicht keine gute Entwicklung, wenn sich heute bereits Lebensmittelmärkte in die gesellschaftliche Bildung und Beeinflussung von Menschen in höchst sensiblen und ethischen Fragen einmischen.

Es gibt viele Projekte, denen die Pfand-Bons gut täten – doch muss es gerade eine derart zwielichtige Organisation sein, der Sie Ihr Wohlwollen zukommen lassen?

Mich hat dieses Engagement zur Überlegung gebracht, Ihre Märkte zunächst einmal zu meiden, bis ich ein klares Bekenntnis zum Leben höre! Sie versorgen die Menschen mit Nahrung, Sie sollten nicht dabei helfen, Ungeborene sterben zu lassen.

Freundliche Grüße

Dennis Riehle





„Der Tagesspiegel“ weiß nicht, was er will…

25 11 2012

So wirklich schlau wird man aus dem Resümee nicht, das ein Gastbeitrag im „Tagesspiegel“ in einer dreiseitigen Darlegung des Spagats zieht, den Muslime in Deutschland nach Ansicht des Autors vollbringen müssen (http://www.tagesspiegel.de/meinung/islam-in-deutschland-doppelter-handschlag/7404684.html). Wie kann ein Weg zwischen Integration und Assimilation aussehen, fragt sich Prof. Laurence, der Politikwissenschaftler aus Amerika. Und er findet rasch eine Antwort: Emanzipation müsse es sein, die Muslime leben sollten – nicht so, wie  vielleicht Alice Schwarzer sie versteht, sondern wie es die Historiker in ihrer grundlegenden Definition tun. Das vollkommene Einbinden einer Randgruppe in die bestehende Gesellschaft, unter Einhaltung von Gesetzen, mit gleichen Rechten und Pflichten, wie sie jeder Bürger hat.

Der verdutzte Leser möchte sich an dieser Stelle fragen: Habe ich etwas verpasst? Sind wir denn nicht schon lange emanzipiert? Auch die Muslime, denen in Deutschland alle Grundrechte zustehen und die sich kaum darüber beschweren können, mit besonderen Pflichten drangsaliert zu werden, dürften das, was Laurence fordert, schon lange hinter sich haben. Zweifelsohne gibt der Autor deshalb auch zu: Deutschland hat einen guten Weg hinter sich. In Sachen Integration ist Vieles besser geworden. Doch zufrieden sein könne man nicht. Muslime wären weiteehin frustriert über die Grenzen der Religionsfreiheit, die ihnen gesetzt würden.

Hallo!? Wie war das mit den emanzipatorischen Gesetzen, die für alle gleichsam gelten sollen? Nein, Laurence formt aus Assimilation die Bevorzugung von Muslimen – und verkauft sie unter dem Deckmantel der Emanzipation. Integrieren heißt, vor allem von der aufnehmenden Seite her Bemühungen zu erwarten. Assimilation fordert die Angleichung an Bestehendes durch die, die eingegliedert werden wollen. Emanzipation gleicht beides in ein Geben und Nehmen aus. Doch das ist es nicht, was der Gelehrte den Deutschen abverlangen will. Wenn er von einer „Neujustierung“ spricht, zu der die Bundesrepublik in der Lage wäre, dann gibt er ihr insgeheim die Hausaufgabe: Gleiche Rechte für alle – und ein paar mehr für die Muslime.

Auf der einen Seite verteidigt Laurence die stabilen Gesetze in Deutschland, die Grundlage zum Zusammenleben für alle sind. Andererseits bejammert er die Beschneidung von Rechten der Muslime durch den Staat. Emanzipation fordere die Anerkennung von bestehenden Regelungen bei Inanspruchnahme aller Berechtigungen, die sich daraus für jedermann äquivalent ergeben. Und doch sollen Muslime über ihre beschränkte Religionsfreiheit noch immer zurecht enttäuscht sein, weiß der aus der Ferne beobachtende Professor, der die europäischen Muslime in seinem Buch zum Emanzipieren aufruft. Nur in einem Gleichgewicht des „doppelten Handschlags“ zwischen Islam und Gesellschaft, zwischen Religion und Staat liege die Lösung.

Dass Emanzipation über die Stränge schlagen kann, das zeigt sich an der jahrzehntelang zurecht erkämpften Gleichberechtigung der Frau: Heute wird der Kampf ungemindert fortgeführt, ungeachtet dessen, dass mittlerweile die eigentlich als Ziel gesetzte ausgeglichene Waagschale schon wieder schief hängt. Aus Emanzipation ist Bevorzugung geworden – an vielen Orten sichtbar. Von Frauenbeauftragten über Frauenquoten wird das „schwache Geschlecht“ getätschelt, Männer sorgen sich zunehmend davor, in Vergessenheit zu geraten. Und so droht es auch mit dem Islam zu werden, folgt man blind der Theorie von Laurence: In allem Eifer um Einbindung einer Gruppierung in die bestehende Gemeinschaft schießen Forderungen nach gleichen Rechten schnell einmal über das Gute hinaus.

Religionsfreiheit bedeutet für alle, Einschränkungen dergleichen durch unsere säkulare Verfassung hinzunehmen. Da ist es überhaupt nicht emanzipiert, wenn man diesen Status verkennt und mit den Muslimen trauert, die Abstriche machen müssen. Der Islam kennt es nicht, dass ihm ein Staat vorgesetzt wird. Islam ist Staat. Weder Christen noch andere Religionen können die Freiheit ihrer Religion so auslegen, wie sie es vielleicht aus ihrer Tradition und ihrer Gewohnheit her kennen. Denn das heißt Emanzipation: Rechte auf ein gleiches Maß zu bringen – und dazu gehört eben oft auch, sie nicht nur zu erweitern, sondern sie im Zweifel auf den gemeinsamen Nenner zu kürzen.

Laurence spielt mit seinem Ansatz mehr oder weniger bewusst den ehemals in Mode gewesenen Schlachtruf nach Emanzipation so weit aus, dass dem Leser in aller Freude über den neuen Weg der Kulturen verborgen bleibt, wie sich der Professor insgeheim für eine Zweiklassengesellschaft ausgesprochen hat: Gesetzestreue wird von allen verlangt, doch den Muslimen muss man zugestehen, ihre verwöhnten Freiheiten nach Allmacht und Schrankenlosigkeit auch beibehalten zu dürfen. Nein, so kann Miteinander nicht funktionieren: Wer Islamkritik mit milder Begünstigung von Muslimen begegnet, ist kein Schlichter, sondern Friedensrichter!

Dennis Riehle





Vertreibung der Vertriebenen: Skandal um die Umbesetzung des SWR-Rundfunkrates

1 11 2012

Man merkt, dass sich die Zeiten im Südwesten ändern: Eine rot-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg ist sichtlich bemüht, mit ihrem Ziel, die Integration voranzutreiben, rasch vorwärts zu kommen. Und dabei nimmt sie keinerlei Rücksicht auf Gefühle oder gar Ansprüche – im Gegenteil: Sie beugt sich einem Druck von Minderheiten, um gesellschaftliche und religiöse Gruppen gegeneinander auszuspielen.

Hintergrund ist die Umbesetzung des Rundfunkrates des SWR (Südwestrundfunk) (http://www.welt.de/regionales/stuttgart/article109722507/Muslimische-Vertreter-sollen-in-SWR-Rundfunkrat.html). Nach übereinstimmenden Informationen müssen in diesem Aufsicht über die Medienanstalt ausübenden Gremium künftig ein Vertreter der Freikirchen und zwei Repräsentanten der Vertriebenenorganisationen ihren Platz räumen. Die muslimische Gemeinde des Landes hat beantragt, in den Kreis eintreten zu wollen. Da die Zahl der Sitze im Rat aber nicht erhöht werden soll, müssen einige Mitglieder nun weichen.

Besonders bezeichnend ist dabei, wen man sich zum Verlassen der Runde ausgeguckt hat: Der Evangelikale passte wohl in einem SWR, der sich in seinen Format zunehmend nach links positionierte, nicht mehr ins Bild. Immerhin gab es gerade von konservativen Christen in letzter Zeit häufiger Proteste gegen denunzierende Darstellungen des Senders über verschiedene Strömungen aus dem charismatischen Bereich.

Baden-Württemberg hat seit der letzten Landtagswahl ein Integrationsministerium geschaffen. Die zugehörige Ministerin ist bereits mehrfach aufgefallen und brachte den Ministerpräsidenten nicht selten in Erklärungsnot: Waren einerseits Mitschnitte von Veranstaltungen aufgetaucht, in denen die Muslima Landsleuten in ihrer Muttersprache Dinge erzählte, die nicht für die Öffentlichkeit gedacht waren, hatte ihre Aussage über den „tiefen Staat“ im Zusammenhang mit den Aufklärungsversäumnissen der Morde durch den „Nationalsozialistischen Untergrund“ für überregionale Brisanz gesorgt.

Großes Entgegenkommen zeigt die Türkin nun auch im Hinblick auf islamische Traditionen: Im „Ländle“ soll das Kopftuchverbot gelockert werden, gleichzeitig müssten die Muslime zur „Wertebildung“ beitragen. Letzteres scheint offenkundig auch über den Einfluss im SWR-Rundfunkrat zu geschehen. Das Drängen der islamischen Verbände auf Vertreter wurde nicht überraschend zuerst aus den Ministerien gemeldet und begrüßt. Ob die neuen Repräsentanten ein „Wort zum Fastenbrechen“ oder einen „Ratgeber Scharia“ einführen möchten, das ist bislang noch unbekannt.

Eindeutig bleibt: Es ist unmenschlich und unbarmherzig und wird sicherlich noch zu politischen Konsequenzen führen, dass es ausgerechnet auch die Vertriebenenverbände sind, die nun mindestens zum zweiten Mal Vertreibung erleben müssen und aus dem Rundfunkrat geworfen werden sollen. Bereits aus zahlreichen Mitspracherechten ausgeschlossen, hält kaum jemand noch zu denen, die immer wieder zwischen die Fronten geraten sind. Nun ist es das Machtspiel zwischen Integrationspolitikern, Kirchen und Fernsehsender, der sie zu zerreiben droht.

Und auch die Freikirchen werden ihren Sitz wohl nicht ganz zufällig freimachen müssen: Als kritische Beobachter von Islamisierungstendenzen waren Evangelikale seit jeher ein Dorn im Auge vieler muslimischer Einrichtungen. Sie nun aus einem öffentlichen Gremium verdrängen zu können, bringt Aufwind und Bestätigung für die, die sich Machtoptionen erhoffen. Dass dabei gerade mit Anhängerzahlen argumentiert wird, kommt nicht von ungefähr:

Sehen sich die Muslime im Vergleich zu Freikirchen oder Vertriebenen als Mehrheit in der Bevölkerung, fehlt ihnen allerdings das strukturelle Fundament für Repräsentation. Untereinander häufig zerstritten und in den Bewegungen mit überaus divergierenden Ansprüchen und Zielen ausgestattet, werden sie es den anderen Beisitzern im Rundfunkrat nicht einfach machen. Ein „roter Faden“ scheint dagegen durchaus erkennbar:

Missionsarbeit steht derzeit hoch im Kurs unter den Muslimen in Deutschland. Verteilten Salafisten wochenlang Korane in den Fußgängerzonen, streben die organisierten Gruppierungen nun an die Spitze der publizistischen Zentralen. Es wird mehr denn je die Aufgabe wachsamer Kräfte sein, die Presse- und Medienfreiheit in Deutschland als demokratisches Gut zu verteidigen. Ein Missbrauch des Kontrollgremiums für wohlwollende Berichte zugunsten einer bestimmten Religion wäre ein neuer Akt gutmenschlicher Verblendung…

Dennis Riehle





Gottesstaat im Gerichtssaal: SPIEGEL-Kommentar erkennt die Gefahr des Salafisten-„Prototyps“

1 11 2012

Nur vor Allah hätte er sich zu verantworten – ein weltliches Gericht könne er nicht anerkennen: Irgendwie scheinen die Floskeln der Fanatiker immer gleich. Ob es der norwegische Attentäter war, der die Justiz nicht für voll genommen hat, oder nun der radikale Muslim, der zwei Polizisten mit Messerstichen in Bonn schwer verletzt hat und sich beim heutigen Urteil neuerlich für seine Tat rechtfertigte – ihre Provokation ist stets dieselbe.

Ungewöhnlich deutlich erkennt der SPIEGEL im Salafisten, der nach eigenen Angaben den Propheten Mohammed vor den Karikaturen der „PRO Deutschland“-Bewegung verteidigen wollte, einen „Prototypen“ für „brandgefährliches“ Verhalten, wie es auch der Richter attestierte, der den Angeklagten für sechs Jahre ins Gefängnis schickte. Nicht nur, dass der Beschuldigte nie Reue zeigte – auch das Fehlen jedes rechtsstaatlichen Gedankens muss in besonderer Weise alarmieren (vgl. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/urteil-gegen-salafist-murat-k-wegen-messerattacke-auf-polizisten-a-862320.html).

Wer bisher wohlwollend davon ausging, dass die Vision eines Gottesstaates in Deutschland nicht existiere, wurde spätestens heute im Gerichtssaal eines Besseren belehrt: Es war nicht das erste Mal, dass extremistische Religiöse austickten, als bei der Kundgebung die ersten Steine flogen und später die Klingen gezogen wurden. Und für Beobachter war es auch kein Zufall, dass es leider wieder Anhänger des Islam waren, die ihrer puren Verachtung freien Lauf ließen.

Hatten erst kürzlich neue Studien und Erhebungen bei vielen muslimischen Jugendlichen eine gefährliche Mischung aus Wut, Resignation und niedriger Hemmschwelle erkannt, offenbart der blinde Hass auf Andersdenkende des Bonner Salafisten, wie rasch aus Menschen zum Töten bereitwillige Handlanger besessener Strömungen werden können, die im Scharia-Wahn nur noch Gut und Böse kennen.

Denn in vielen islamischen Ländern wurde Beifall geklatscht für den „mutigen“ Gotteskrieger, der sich zum Schutz seines Glaubensvaters der einzig richtigen Mittel bedient hat: Gewalt und Exzesse, die selbst vor dem Morden keinen Halt kennen dürften. So sehen es zumindest die, die aus Koran und anderen Pamphleten die Aufforderung zur Missionierung der Welt sehen – auf Kosten derer, die sich dem „einzigen Allmächtigen“ widersetzen.

Man kann es sich schwer vorstellen, was in Köpfen vonstattengeht, die von purer Feindschaft beseelt sind. Die beschmutzte Ehre, das Gefühl von Neid und Ungerechtigkeit oder der Drang nach grenzenlosem Einfluss – doch selbst die liebevollsten Soziologen haben es mittlerweile schwer, die Vorkommnisse als bedauerliche und nicht repräsentative „Einzelfälle“ zu betrachten. Die Struktur eines machterfüllten Antriebs der Überlegenheit macht die zu Kämpfern, die nahezu psychotisch an eine wahre Religion der Auserwählten glauben. Es sind nicht zuletzt Schriftstellen und unberechenbare Anführer, die die Anfälligkeit des Islam und die radikalisierten Strömungen in ihm erklären.

Aber schlussendlich ist der „Prototyp“ Salafist eine viel konkretere Gefahr: Die Attacke auf westliche Werte, auf Freiheit und Menschenrechte, auf Demokratie und Gewaltenteilung ist kein bloßer Akt von verirrten Kriegern. Viel mehr rückt die aufgeklärte Welt mit jedem Tag mehr ins Rampenlicht des ungläubigen Opfers. Mittlerweile scheint es schon so hell, dass sich die meisten Politiker kaum noch vor Verblendung retten können…

Dennis Riehle








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