WIR ALLE SIND VERANWORTLICH

31 05 2014

marsch für die familie2014-1

von Dr. Alfons Adam

Eine Studie vom Mai 2012, basierend auf einer Online-Umfrage bei über 4.000 Personen zwischen 20 und 30 Jahren in Deutschland, Österreich und in der Schweiz hat das Ergebnis erbracht, dass im Durchschnitt 75% der jungen Menschen die Familie als sehr wichtig ansehen. In Österreich sind es sogar 81%. Das überrascht nicht, weil seit Jahrzehnten solche Umfragen immer dasselbe Ergebnis bringen. Und wenn bei jungen Menschen nach dem Kinderwunsch gefragt wird, wünschen sich die meisten mehr Kinder, als sie dann tatsächlich haben werden.

Wie ist diese Kluft zwischen den Erwartungen an das Leben und dem tatsächlichen Zustand von Ehe und Familie zu erklären? Laut Statistik Austria betrug im Jahre 2012 die Gesamtscheidungsrate 42,51%. Im selben Jahr wurden 17.000 Kinder zu Scheidungswaisen. In den Jahren 2002 bis 2012 wurden insgesamt 208.000 Scheidungswaisen „produziert“. Die Kinder aus wieder aufgelösten Lebensgemeinschaften sind darin noch gar nicht mitgezählt. Es ist bekannt, dass Kinder die Schuld an der Trennung der Eltern häufig bei sich selbst suchen und sehr darunter leiden. Viele geraten in die Mühlen der Pflegschaftsgerichtsbarkeit und werden zum Instrument gemacht, welches ein Elternteil (z.B. Unterhalt oder Besuchsrecht) gegen den anderen als Waffe verwendet. Wie viel Leid wird hier angehäuft, das durch Generationen nachwirkt. Und doch wissen wir alle, dass intakte Familien die Keimzelle der Gesellschaft und der Kirche sind. Kinder brauchen Vater und Mutter, dass sie an Leib und Seele gesund heranwachsen können.

Warum gelingt das von so vielen jungen Menschen angestrebte Lebensmodell nicht? Es wird den Menschen erklärt, dies sei eben die gesellschaftliche Entwicklung, „neue Formen von Familie“ seien entstanden, kurz gesagt es gebe eine Art Naturgesetz zur Auflösung der herkömmlichen Familie, und man müsse sich eben den gesellschaftlichen Entwicklungen anpassen.

Die tiefste Ursache für den erbärmlichen Zustand unserer Familien ist natürlich der Glaubensschwund. Dazu kommt aber, dass die Politik seit Jahrzehnten die Familien ganz bewusst zerstört. Kinderpsychologen wissen es schon lange und die neuesten Ergebnisse der Hirnforschung bestätigen zusätzlich, dass Kinder bis zum Alter von 3 Jahren am besten ihre eigene Mutter als Bezugsperson haben sollten. Man getraut es sich fast nicht mehr auszusprechen, dass es selbstverständlich das beste Lebensmodell wäre, nach entsprechender Prüfung und Vorbereitungszeit eine Ehe einzugehen, die Kinder anzunehmen, die Gott schenkt und die naturgegebenen Aufgaben von Mann und Frau in der Familie zu erfüllen. Natürlich soll jedem Menschen zugestanden werden, sein Leben frei zu gestalten, doch Tatsache ist, dass die meisten Mütter gerne hauptberuflich für ihre Kinder und für ihre Familie da wären, wenn es gewisse von Staat und Gesellschaft aufoktroyierte Zwänge nicht gäbe.

Steuerliche Belastung und mangelnder Familienlastenausgleich sorgen dafür, dass das Einkommen des Vaters nicht ausreicht, einer Familie mit Kindern ein wirtschaftliches Auskommen zu ermöglichen. Der finanzielle und gesellschaftliche Druck auf die Frauen ist enorm, „berufstätig“ zu sein, wobei unterstellt wird, dass die Tätigkeit als Hausfrau und Mutter nichts wert sei. Kinderreiche Familien sind geradezu der gesellschaftlichen Ächtung ausgesetzt. Der sogenannte Generationenvertrag ist in skandalöser Weise ungerecht. Die finanzielle Belastung, die mit Kindern verbunden ist, beschränkt den üblichen Wohlstand vor allem kinderreicher Familien. Und zu diesem Nachteil kommt dann, dass die Pensionsansprüche von Müttern, die sich um ihre Kinder gekümmert haben, in der Regel weitaus geringer sind als die von ledigen und kinderlosen Frauen. Von Kindern profitieren also am meisten diejenigen, die keine haben.

Es gibt eine unheilige Allianz zwischen den Marxisten in allen Parteien und der Wirtschaft. Die Marxisten wollten immer schon die Familie zerstören. Die Wirtschaft hat Interesse daran, die Frauen als „Erwerbstätige“ zu haben, nachdem es in unserer Verhütungs- und Abtreibungsgesellschaft immer weniger junge Menschen und Arbeitskräfte gibt.

Auch zum Scheitern so vieler Ehen leisten Staat und Gesellschaft einen aktiven Beitrag. Die Politiker behaupten immer, man müsse die Gesetze, die Ehe und Familie regeln, der „gesellschaftlichen Entwicklung“ anpassen. In Wahrheit wird diese sogenannte gesellschaftliche Entwicklung gefördert, indem man z.B. das Verschuldensprinzip bei einer Ehescheidung abgeschafft hat. Dieser Umstand und der gesellschaftliche Konsens, dass Ehescheidungen heute die Normalität sind und Kinder sich eben an immer wieder neue Bezugspersonen gewöhnen müssen, tragen zusätzlich zur Zerstörung von Ehen und Familien bei.

Zum Charakteristikum eines Staatsmannes und einer moralisch hochstehenden Politik gehörte früher einmal, dass der Staat für die innere und äußere Sicherheit sorgt (was heute ebenfalls vernachlässigt wird) und die Familien fördert. Die ideale Familie müsste nach Kräften gefördert werden, für sie müsste das Optimale getan werden. Stattdessen betreibt man Gesellschaftsveränderung durch ungerechte Privilegien für Lebensformen, die das Bild von Ehe und Familie verdunkeln und zerstören. Das Zivilrecht bildet ausreichende Instrumente zur Wahrung der allgemeinen Menschenrechte. Die Akzeptanz und Privilegierung sündhafter Lebensformen schädigt hingegen das Gemeinwohl.

Die hier beschriebene und wahrlich besorgniserregende Lage ist für die herrschenden Kreise noch nicht schlimm genug. UNO, EU und unsere eigene staatliche Gesetzgebung fördern die Gender-Ideologie, deren Ziel die gänzliche Beseitigung der herkömmlichen Vorstellung von Ehe und Familie ist und die so nebenbei den christlichen Glauben an der Wurzel ausrotten will.

 

„Schafft Herzen voll Laster und ihr werdet keine Katholiken mehr haben!“

Der Satz stammt aus einer Schrift eines abtrünnigen französischen Priesters, des Ex-Kanonikus Roca aus dem Jahre 1819. Heute wird diese Aufforderung voll verwirklicht, und das unter großzügigem Einsatz unserer Steuergelder. Es ist die Gender-Ideologie, die unser Recht und unsere Kultur durchdringt. Die Kernidee ist, dass es ein biologisches (gottgewolltes) Geschlecht des Menschen nicht gibt, sondern dass er es sich selbst aussuchen und sooft ihm dies beliebt auch ändern kann. Der Hintergedanke ist die Etablierung und gesellschaftliche Anerkennung jeder Art von Unzucht.

Um keine Zweifel aufkommen zu lassen, worum es sich handelt, müssen wir uns – so ekelhaft das ist – mit grauslichen Details beschäftigen. Nur so können wir die Gefahr verstehen, der vor allem unsere Kinder ausgesetzt sind: Das österreichische Institut für Sexualpädagogik hat im Auftrag des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst den Film „Sex, we can?!“ produziert. Aus dem Inhalt: Zwei Buben schauen sich einen Sexfilm an und unterhalten sich über Kondome. Ein Bub geht zur Toilette. Er steht vor drei Türen mit den Aufschriften: Heterosexuell, Homosexuell, Metrosexuell und freut sich, dass er das optimale Kondom namens „Superman“ für sich gefunden hat. Elena hilft Sophie bei der Auswahl des passenden Verhütungsmittels, inklusive „Pille danach“, und klärt sie darüber auf, dass „das die Eltern nichts angeht und sie schlafen kann mit wem sie will“. „Das Sexleben fällt ab deinem 14. Geburtstag in deine eigene Verantwortung. Dann giltst du als sexuell mündig“. Der Film informiert darüber, dass 95 % der unter 16-Jährigen behaupten, sie hätten Sex, in Wirklichkeit seien das aber nur 50 %. Man sieht Sophie und David beim „Ersten Mal“. David zieht sich einen Kondom über, aber die beiden haben Probleme. David: „Ich komm nicht rein“. Sophie sagt zu Elena: „Ich bin noch nicht so weit. Morgen vielleicht oder übermorgen.“ Elena: „Du lässt ihn jetzt sofort rein!“. In einem zweiten Film vergleichen Buben die Länge ihres Penis. In einer Anweisung für Lehrer und Erzieher heißt es dazu, es gehe um die sexuelle Bildung von Kindern ab null Jahren bis zur Volljährigkeit. Schon Babies sollen gezielt dabei unterstützt werden, Lustgefühle zu erzeugen. Ab dem Kindergarten soll die sexuelle Aktivität zwischen den Kindern ganz ohne „moralische“ Vorgaben gefördert werden. Eine sexuelle „Latenzzeit“ gebe es nicht. Ab 12 Jahren beginnt die Vorbereitung auf das „Erste Mal“ und die Initiation in sexuelle Praktiken aller Art. Geistig und körperlich behinderte Kinder sollen einbezogen werden.

Einige Beispiele aus Deutschland: Prof. Dr. Günther Deegener ist Diplompsychologe an der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Homburg an der Saar und tritt als Gutachter in Missbrauchsprozessen auf. Er ist Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes im Saarland. In seinem Buch „Kindesmissbrauch – erkennen, helfen, vorbeugen“ tritt er für das „Recht des Kindes auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung“ ein und zitiert zustimmend: Mit Kindern ist über „Lustgefühle, Spaß, Erektion und Orgasmus“ zu sprechen, „über Selbstbefriedigung, Petting und Geschlechtsverkehr. Dabei müssen die natürlich-lustvollen Handlungen des Kindes mit seinem eigenen Körper zugelassen werden, auch im Rahmen von Doktorspielen mit anderen Kindern.“

Marion Kläs leitet die Evangelische Tagesstätte für Kinder der Diakonie Düsseldorf. In ihrer Publikation „Wie Sexualerziehung in der Kita (Kindertagesstätte) leichter gelingt“ geht es um „aktive Sexualerziehung“. Wenn Kinder fragen: „Dürfen wir in der Kuschelecke unseren Penis und unsere Scheide anschaun?“, antwortet sie auf solch „unbefangene Fragen“… „ganz souverän“ mit Ja.

Elke Schmidt ist Referentin bei einer Organisation für Prävention vor sexuellem Missbrauch. Zum Problem, dass es immer mehr sexuelle Übergriffe unter Kindern gibt, auch im Kindergarten, hat sie folgendes zu berichten: „Serpil möchte, dass ihr Freund Ben sie an der Vulva küsst. Als er dies nicht macht, boxt sie ihn in den Bauch“. Oder: „Im Kindergarten ziehen sich die beiden Vierjährigen Jakob und Selina in der Kuschelecke aus und untersuchen ausgiebig ihren Po und ihre Geschlechtsteile.“ Oder: „Die dreijährige Laura masturbiert regelmäßig vor dem Einschlafen.“ Oder: „ Die fünfjährige Lisa fordert in der Toilette des Kindergartens den dreijährigen Martin auf, die Hose auszuziehen und fasst ihn am Penis an. Sie verspricht ihm, dass er dafür mit ihr Lego spielen darf.“ Oder: „Nina und Tim liegen aufeinander und machen geschlechtsverkehrsähnliche Bewegungen.“ Oder: „Im Kindergarten spielen einige Jungen Pimmellutschen.“ Das alles sei „normal“ und sollte wohlwollend akzeptiert und gefördert werden.

Das sind keine krassen Einzelfälle oder Entgleisungen, das entspricht der Richtschnur unserer staatlichen Bildungs- und Erziehungspolitik – eben „Gender-Mainstreaming“. Es gibt Gender-Lehrstühle an den Universitäten und Gender-Beauftragte in den Schulen. Es geht bei der Gender-Ideologie nicht um die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, wie absichtlich irreführend behauptet wird, es geht auch nicht nur um die gendergerechte Sprache, also um deren Verhunzung, es geht tatsächlich in erster Linie um zwangsweise Sexualisierung unserer Kinder und Jugendlichen. Anders ist ja auch nicht zu erklären, warum ständig von den angeblich in Gefahr befindlichen Menschenrechten von „Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Trans- und Intersexuellen“ die Rede ist. Und dies vom UN-Generalsekretär über alle politischen Entscheidungsträger bis zu Rundfunksprechern.

 

Was können – was müssen wir tun

Ausgehend vom Wunsch der Menschen nach einem geglückten Familienleben müssen wir sie darüber aufklären, dass diese alles durchdringende Gender-Ideologie der größte Feind ihres Lebensglückes ist. Unter der Herrschaft dieser Ideologie wird es immer weniger glückliche Beziehungen geben und immer mehr gestörte Kinder, die gezielt bindungsunfähig gemacht werden. Wir können ganz sicher sein, dass 80 bis 90 Prozent der Eltern eine solche Erziehung wie oben angedeutet für ihre Kinder nicht wünschen. Und das ist der Anknüpfungspunkt für eine flächendeckende Aufklärungskampagne. Der gesellschaftliche Druck, nur ja nicht gegen die Gender-Ideologie aufzubegehren, ist inzwischen zwar sehr groß geworden. Und wenn es nach dem Europa-Parlament geht, dann sollen alle vor den Strafrichter kommen, die es wagen, die Heilige Schrift zum Thema Unzucht zu zitieren oder in anderer Weise aufzubegehren. Doch noch gibt es die Grundrechte der Meinungs- und Versammlungsfreiheit und die müssen wir nützen.

Unter Federführung des Vereins „PRO VITA – Bewegung für Menschenrecht auf Leben“ ist eine Plattform Familie entstanden, die über diese Dinge informieren und aufklären wird. Wir müssen unserer Verantwortung vor Gott und unseren Mitmenschen gerecht werden und uns zum Handeln aufraffen. Als Initialzündung gedacht ist der

Marsch für die Familie am Samstag, dem 14. Juni 2014.

Die Teilnahme an dieser Kundgebung soll ein deutliches Zeichen sein und der Beginn von Aktionen im ganzen Land. Angedacht sind solche „Märsche“ in kleinerem Umfang, Vortragsabende, Informationsstände und Verteilung von Flugzetteln vor Schulen und Kindergärten. Informierte und mobilisierte Eltern werden sich gegen die praktische Umsetzung dieser Ungeheuerlichkeit zu wehren wissen. Sie werden Lehrer und Kindergärtnerinnen direkt ansprechen und Bürgermeister, Gemeindefunktionäre, Landtags- und Nationalratsabgeordnete mit Beschwerden bombardieren. Und dann können wir uns in weiterer Folge auch mit den Ungerechtigkeiten befassen, mit denen die Familien insgesamt konfrontiert sind.

Merken Sie sich den Termin vor, kommen Sie wenn möglich mit Freunden und Bekannten zu dieser Kundgebung. Besser noch: Helfen Sie mit, indem sie Busfahrten und Mitfahrgelegenheiten organisieren. Unterstützen Sie uns mit Spenden und so wichtig die hier ausdrücklich erbetene Gebetsunterstützung ist: Bedenken Sie, dass Trägheit eine der Hauptsünden ist. Wem es zumutbar ist, der sollte handeln. Angesichts der Lage ist es sicherlich falsch zu sagen: Ich bete und Gott wird schon eingreifen. ER will unser HANDELN, soweit es dem Einzelnen eben zumutbar ist.

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To-do-Liste für die neue Familienministerin

31 12 2013

Wann, wenn nicht zu Weihnachten, sollte man es auch positiv zu sehen versuchen:
Wir haben eine Familienministerin. Sophie Karmasin ist ja nicht nur als Ministerin total neu. Sie ist auch in der Materie Familie total neu. Senden wir ihr statt Kritik Ratschläge, was ein Familienminister (endlich) tun müsste.

Das erste Vorhaben einer wirklichen Familienministerin wäre eine ehrliche Studie: Wie viele Mütter wollen denn überhaupt ihre Kinder schon zwischen Null und Drei in Fremdbetreuung geben?

Das zweite wäre eine Studie: Gibt es überhaupt irgendeinen Mangel an Adoptiveltern? Erst wenn es einen solchen Mangel gäbe, könnte man nachdenken, ob man auch homosexuelle Paare als Adoptiveltern bestellt

Das dritte wäre eine Studie, um herauszufinden, gemäß welchen Rollenbildern nach dem Willen der Österreicher in diesem Land Kinder aufgezogen werden sollen.

Das vierte wäre eine Studie, wie Kleinkinder auf das frühe Abschieben in Krippen reagieren (Dazu gibt es etwa die exzellente „Wiener Kinderkrippenstudie“ von Psychologen und Pädagogen der Uni Wien. Die sprechen von einer „ungünstigen Stressverarbeitung“ und sind zu dem Schluss gekommen: „Junge Kinder reagieren auf den Krippeneintritt und die damit verbundene Belastung empfindlicher als ältere Kinder“).

Das fünfte wäre eine Studie, wie es sich auf das spätere Leben von Jugendlichen auswirkt, wenn sie schon sehr früh außerfamiliär erzogen werden: zum Beispiel auf sozial unerwünschtes Verhalten wie Kriminalität, Drogenkonsum, Beziehungsunfähigkeit, Schulabbrecherei.

Das sechste wäre eine wissenschaftliche Überprüfung der von den Linken ständig zitierten OECD-Statistik, die von hohen finanziellen Familienleistungen in Österreich spricht und von geringen Sachleistungen.

Das siebente wäre eine Studie, ob es für eine Mutter dreier Kinder zwischen Vier und Acht wirklich zumutbar ist, wieder arbeiten gehen zu müssen, um nicht Pensionsansprüche zu verlieren. Von Müttern mit mehr Kindern gar nicht zu reden.

Das achte wäre eine Studie, die endlich einmal die echten Kinderkosten (mit und ohne die fiktiven Opportunitätskosten einer eventuellen Berufstätigkeit der Mütter) gesamthaft erfassen würde.

Das neunte wäre eine Umfrage unter Eltern, ob sie lieber eine wertgesicherte Höhe der Familienbeihilfen wollen oder den Ausbau von Krippenplätzen und Nachmittagsunterricht. Oder kommt es auf die Menschen gar nicht mehr an und nur noch auf die krausen Vorstellungen der Politik?

Das zehnte wäre eine Studie, warum in Österreich in Zusammenhang mit den sogenannten Barcelona-Zielen immer nur vom Ausbau der Betreuungsplätze bis zum dritten Lebensjahr auf 33 Prozent die Rede ist, und nie von dem sogar auf der gleichen Seite des Barcelona-Kommuniques stehenden Ziel, das tatsächliche Pensionsantrittsalter um fünf(!) Jahre zu erhöhen. Und zwar bis ins Jahr 2010, das angeblich schon hinter uns liegt. Zugleich ist zu erheben, welches der beiden Ziele zu welchem Prozentsatz erfüllt ist.

Das elfte wäre eine Studie in Hinblick auf die Kinder mit nichtdeutscher Umgangssprache. Das sind ja bei den Sechsjährigen schon über 35 Prozent aller Kinder, in Wien stellen sie sogar die absolute Mehrheit. Ganz Österreich glaubt, dass für diese Kinder eine Pflicht bestünde, Deutsch zu lernen. Wahr ist jedoch: Zwar gibt es eine Kindergartenpflicht ab Fünf und demnächst für nicht gut deutsch Sprechende vielleicht sogar ab Vier; nur bedeutet diese Pflicht keineswegs, in einen deutschsprachigen Kindergarten gehen zu müssen.

Das zwölfte wäre eine Studie, welchen Schaden allein die ÖBB soeben den Familien zufügt. Und gar nicht zu reden davon, dass die ÖBB seit den Kreisky-Jahren den Kindern via Familienlastenausgleichsfonds ohnedies schon viel Geld stehlen.

Das dreizehnte wäre eine Studie, wie viel Prozent des schulischen Erfolges eigentlich genetisch bedingt sind und wie viel davon durch Umweltfaktoren bestimmt wird. Dieses hat der „berühmte Genetiker“ Werner Faymann in einem Satz zusammengefasst: „Alle Kinder kommen gleich intelligent zur Welt.“

Das vierzehnte wäre eine Studie, was denn eigentlich die Eltern in Hinblick auf das Streitthema Zwangsgesamtschule vs. differenziertes Schulsystem wollen und meinen.

Das fünfzehnte wäre eine verfassungsjuristische Studie, ob nicht die seit 1999 inflationär abgeschmolzenen Familienbeihilfen schon unter dem vom Verfassungsgerichtshof geforderten Niveau liegen.

Original bei Andreas Unterbergers Tagebuch, 25. Dez. 2013

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Weitere Hinweise

Berndorfer Modell
Einstimmig, also mit Zustimmung von ÖVP, SPÖ und FPÖ hat die Gemeindevertretung von Berndorf knapp vor Weihnachten das „Berndorfer Modell“ zur Förderung der familieninternen Kinderbetreuung beschlossen. Dabei geht es um konkrete Wertschätzung der familieninternen Kinderbetreuung durch Anhebung des Kinderbetreuungsgeldes auf die Höhe des Mindestsicherungssatzes von € 773,–/Monat bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres des Kindes.

Von den Kindern und ihren Feinden
„Kinderkrippen“-Totalitarismus, „Ganztagsbetreuung“, „Gender“-Idiotie, „Barcelona-Ziel“, republikanische derzeitige „Schulreform“ — um nur einige Gravamina aufzuzählen. Allesamt entstammen sie dem Urgrund altbekannter linker Familienfeindlichkeit, wünschen das Kind unter möglichst weitreichende staatliche Kontrolle zu bringen, sind offen sinnwidrig und dem gesunden Menschenverstand entgegenstehend.

Verstaatlichung der Kinder – wehrt euch!
Ich würde das unseren Kindern nie antun wollen – schon mit 6 Monaten ganztags in der Krabbelstube… NEIN!
Sie dürfen Tag für Tag ausschlafen, wie es ihnen gefällt.
Während des Tages dürfen sie unbelastet vom Gruppendruck spielen und die Welt um sich entdecken, wie es ihnen selber gefällt.
Termindruck, Hektik und Zwang kommen noch früh genug.

Verstaatlichung der Kinder wird scheitern – wie im Ostblock.
Zählt man sämtliche Faktoren zusammen, so gibt es am Ende nicht einen einzigen Pluspunkt FÜR die Kinderkrippe, sondern ausschließlich dicke Minuszeichen. Und zwar für alle Beteiligten: Für die kleinen Kinder, Mütter und Väter, Erzieherinnen, Politiker, Bund, Länder, Gemeinden usw……

Erziehung in der Familie ist konkurrenzlos gut und günstig
Die ideale Betreuungsform in den ersten drei Jahren ist und bleibt die familiäre Erziehung.
Dagegen erwerben frühbetreute Kinder zwar vielleicht vermehrt kognitive Inhalte, aber ihre viel wichtigere seelische Entwicklung stagniert.

SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder
Die Verstaatlichung der Kinder wird Schritt für Schritt vorangetrieben.
Familien werden den Bedürfnissen der Wirtschaft untergeordnet.
Damit befinden sich die Kinder im Zangenangriff von Linken und Industrie!

2010 hieß es: Philippika der kinderreichen Familien gegen diese Regierung.
Wir sind zornig – 
– auf Politiker, die ihren Parteien völlig überhöhte Beträge an Steuergeld zukommen lassen – und diese Beträge in den Zeiten der Finanzkrise sogar noch kräftig erhöht haben.
– auf Politiker, deren hohe Pensionen unsere Kinder einmal zahlen müssen. Unsere Kinder, für die Sie uns jetzt die Mittel wegnehmen.
– auf Politiker, die ihre Arbeit nur kurzfristig auf die nächsten Wahlen ausrichten und unfähig zu langfristigem und verantwortungsbewußtem Handeln zu sein scheinen.
– auf Politiker, die sich mit teuren Inseraten eine geneigte Presse aus unserem Steuergeld kaufen.
– auf Politiker, die rücksichtslos die Zukunft des ganzen Landes gefährden!





Homos, Päderasten, Eugeniker und andere Libertinisten wurden abgewählt

23 09 2013

Es zeigt sich: mit schwuler und libertinärer Propaganda kann man keine Wahlen gewinnen.

Glaubten Grüne, Sozis und FDP-ler, dass sie mit der Propagierung einer Lebensweise des Altertums, in welcher der asoziale Hedonismus, die Homo- und Pädophilie und der Kindesmord für Recht befunden wurde und an der Tagesordnung standen (wie heute…?) , Wahlen gewinnen zu können, so kann es heute alle natürlich geborenen und gesinnte Menschen wahrlich erleichtern, dass die große Mehrheit der Deutschen die Normalität der Perversität vorgezogen hat.

Nun lasst uns hoffen, dass die Wahlsieger sich nicht weiter von den linken und libertinistischen Gesellschaftszerstörern treiben lassen, dass Ehe und Familie das bleibt, was es ist, dass es ein unterstütztes Recht bleibe, seine Kinder nicht in staatliche, verderbende Anstalten übergeben zu müssen, dass persönliche Hingabe, soziales Handeln, Nächstenliebe den Vorrang haben vor staatlicher Not-Fürsorge.

Den Homo- und Pädophilen, den Kindestötern und Familienzerstörern sei es auch gesagt: mit diesen verkehrten Grundhaltungen kann man es auch nicht schaffen, überzeugende Wirtschafts-, Steuer- und Energiekonzepte zu gestalten. Ist die Grundethik schon einmal so zerstört in einer Gruppe, ist das Leben und die Gemeinschaft derart auf Sand gebaut, wie sollte man noch den Menschen Gerechtigkeit vorgaukeln? Wer ein Homopaar gleichsetzt mit einer kinderreichen Familie, ist nicht bei Sinnen und hat in der Politik wahrhaft nichts verloren (und auch nichts in der Kirche: Göring-Eckardt, bitte bleiben sie weg).





Aufruf zur Demonstration für Familie

11 06 2013

 

Die Plattform Familie lädt ein zum:

Marsch für die Familie

Wann: Samstag, 15. Juni 2013  15.00 Uhr

Wo: Wien 1., Südseite des Doms gegenüber Stephansplatz Nr. 2

mit anschließenen Weg zum Ballhausplatz (Bundeskanzleramt) und Minoritenplatz (Unterrichtsministerium)

Die Forderungen:


• Verfassungsmäßige Definition der Ehe als Verbindung von Mann und Frau
• Finanzielle Abgeltung der Erziehungsaufgabe der Eltern,
insbesondere der Mütter
• Verfassungsmäßige Absicherung des Vorranges des Erziehungsrechtes der Eltern
• Abschaffung des Sexualkundeunterrichts in Kindergarten,
Schule und staatlichen Bildungseinrichtungen
• Abschaffung der eingetragenen Partnerschaft und
der damit verbundenen finanziellen Belastung der Allgemeinheit
• Abschaffung von Kinderkrippen und statt dessen ein
• Müttergehalt
Christlicher Glaube und allgemeinmenschliche auf Vernunft gegründete Erfahrung sind Grundlage und Motiv unseres Handelns!

Wir Christen haben zugelassen, dass aus dem Massenmord an den ungeborenen Kindern ein „Menschenrecht“ der Täter geworden ist, weil wir zu bequem waren, alle unsere Staatsbürgerrechte gegen dieses Unrecht einzusetzen.
Jetzt droht durch den Gender-Wahnsinn die Zerstörung der Familie, die Verführung unserer Jugend zur Unzucht im großen Stil und dadurch die Ausrottung des christlichen Glaubens an der Wurzel.
Wollen wir wiederum tatenlos zusehen?
Die neu gebildete Plattform Familie will die staatsbürgerlichen Rechte und Möglichkeiten nützen und diese Gefahr ins Bewusstsein rücken.
Wir rufen als Erstes auf zu der Kundgebung „Marsch für die Familie“

Es ist der Tag der mit Steuergeldern hochsubventionierten Homosexuellen-Parade, die wir aber nicht stören wollen. Wir wollen dokumentieren, dass wir die Gender-Ideologie nicht akzeptieren und eine geistige Auseinandersetzung anstreben.
Wir wissen die schweigende Mehrheit hinter uns, obwohl wir die EU und alle etablierten österreichischen Parteien gegen uns haben.

Die Familie als Gemeinschaft von Vater, Mutter und Kindern sichert unsere Zukunft. Die Menschen wissen das, und junge Menschen nennen seit Jahrzehnten in Umfragen eine geglückte Familie als ihr Lebensziel. Wir wollen den Menschen den Weg aufzeigen, wie sie dieses Ziel erreichen können.
Und dazu gehört als erstes, dass Kinder und Jugendliche durch Schule und staatliche Stellen nicht länger zur Unzucht angeleitet werden. Wir denken dabei insbesondere an die  Aufklärungsbroschüre „Ganz schön intim“ des Unterrichtsministeriums, die Volksschulkindern Homo-, Trans-, Intersexualität und Selbstbefriedigung als normal verkauft, über kinderreiche Familien spottet, den Kindern schamlose Wörter beibringt und von der Gender-Theorie durchdrungen ist.
Die Gender-Theorie wurde von Papst Benedikt XVI. als „tiefe Unwahrheit“ bezeichnet. Sie leugnet, dass Mann und Frau unterschiedlich sind und einander ergänzen. Sie
will das angeblich von der Gesellschaft konstruierte Zweigeschlechtersystem auflösen und die freie Wahl des eigenen Geschlechts ermöglichen.
„Die Gesellschaft verdankt ihren Fortbestand der Familie, die in der Ehe gründet.“*** … „Keine Ideologie kann dem menschlichen Geist die Gewissheit nehmen, dass es eine
Ehe nur zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts gibt.“ Nur Mann und Frau können neues Leben zeugen und sind daher schon von Natur aus zur Erziehung ihrer Kinder berufen. Kinder brauchen Vater und Mutter, damit sie an Leib und Seele gesund heranwachsen können. Kleinkinder brauchen ganz besonders ihre Mutter. „Das Einfügen von Kindern in homosexuelle Lebensgemeinschaften durch Adoption bedeutet faktisch, diesen Kindern Gewalt anzutun in dem Sinn, dass man ihren Zustand der Bedürftigkeit ausnützt, um sie in ein
Umfeld einzuführen, das ihrer vollen menschlichen Entwicklung nicht förderlich ist.“
„Die Ehe ist (dem gläubigen Christen) heilig, während die homosexuellen Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen.“ Staat, Gesellschaft und Kirche verdanken ihren Fortbestand der Familie, die in der Ehe gründet. Es ist daher die wichtigste Aufgabe des Staates, echte Familien zu fördern. Nachdem staatliche Gesetze „Strukturprinzipien des Lebens der Menschen in der Gesellschaft, zum Guten oder zum Bösen“ sind, spielen sie „eine sehr wichtige und manchmal entscheidende Rolle bei der Förderung einer Denkweise und einer Gewohnheit“ Es ist daher alles zu unterlassen, was die eheliche Institution entwertet. Nur Ehe und Familie leisten einen Beitrag zum Gemeinwohl. Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit gleichen oder ähnlichen rechtlichen Privilegien auszustatten, ist daher „schwerwiegend ungerecht“.

Solche Privilegien haben mit christlicher Toleranz nichts zu tun. „Jene, die diese Toleranz gebrauchen, um bestimmte Rechte für zusammenlebende homosexuelle Personen
einzufordern, müssen daran erinnert werden, dass die Toleranz des Bösen etwas ganz anderes ist als die Billigung oder Legalisierung des Bösen“.
***Alle als Zitat kursiv gekennzeichneten Texte stammen aus dem Lehrschreiben der römischen Kongregation für die Glaubenslehre vom 3. Juni 2003 „Erwägungen zu den Entwürfen einer rechtlichen Anerkennung der Lebensgemeinschaften zwischen homosexuellen Personen“, unterfertigt von Joseph Kardinal Ratzinger. Diese auf der Vernunft und dem christlichen Glauben gründende Lehre nicht öffentlich vertreten zu dürfen, wäre eine schwerwiegende Diskriminierung gläubiger Christen und Ausdruck einer beginnenden Christenverfolgung.

Träger: Plattform Familie

Stössing 32
3073 Stössing
02744/67150
verein@provita.at

Siehe dazu auch Alfons Adams Gastkommentar bei Andreas Unterberger:

http://www.andreas-unterberger.at/2013/06/marsch-fuer-die-familie/





12-köpfige Familie in Naarn, Oberösterreich

1 04 2013

Wir sammeln gute Augenblicke wie Perlen
OÖN vom 23. März 2013

Bild

NAARN. Laut einer jüngsten Studie hat jedes oberösterreichische Paar im Schnitt 1,51 Kinder, Tendenz sinkend. Die Lichtenbergers schwimmen bewusst gegen den Strom. Sie haben zehn Kinder.

Am Hof von Josef und Maria Lichtenberger, beide 43 Jahre alt, ist immer was los. Zehn Kindern hat das Paar das Leben geschenkt. Der älteste Sohn, Daniel, ist 23 Jahre, der jüngste Spross, Samuel, neun Monate alt. Ein Lokalaugenschein in einer gut gefüllten Bauernstube.OÖNachrichten: Frau Lichtenberger, zählen Sie doch bitte die Namen Ihrer Kinder im Schnelldurchlauf auf.
Maria Lichtenberger: Ja, sicher! Der Älteste ist der Daniel, dann Miriam, Josef, dann haben wir Franziska … Sie sind gut! Im Schnelldurchlauf, unter Stress … Michael und Johannes, Sarah, Raphael, Florian und Samuel. Haben S’ mitgezählt? Das müssten alle sein.

Erzählen Sie von einem ganz normalen Tag bei den Lichtenbergers.
Maria: Der Erste, der wach wird, ist natürlich der Kleine, der Samuel. Der hat einen Durst. Wir stehen so um halb sieben auf. Dann wecken wir die vier Pflichtschüler. In der Früh ist nicht das große Heckmeck. In der Früh muss jeder tun, was er tun muss. Bis zum Jausengeldsuchen. Das einzige Problem ist das Sockensuchen. Das ist echt ein Thema. Bis jeder einmal seine Socken findet, das dauert … Dann fahren wir die Kinder in die Schule.

Dann wird es ruhiger?
Maria: Dann hoffe ich, dass mein Mann vom Stall hereinkommt zum Frühstück. Das ist die einzige Mahlzeit, die wir in Ruhe gemeinsam verbringen können. Da finden unsere wichtigen Gespräche statt. Und natürlich der Samuel. Wenn man ein Krabbelkind hat, ist es einfach das Wichtigste, zu schauen, dass das Kind überlebt. Da musst du immer ein Auge draufwerfen. Wir wollen ihn nicht in eine Gehschule stecken, er soll die Welt entdecken können. Gegen Mittag kommen die ersten Schüler heim. Da muss was auf dem Tisch stehen.

In welchen Mengen kochen Sie?
Maria: Nicht so schlimm, weil nicht alle immer gleichzeitig da sind. Es ist wie eine kleine Mensa. Man ist ständig eingeteilt und das Handy läutet und läutet.

Wie oft müssen Sie Streit schlichten?
Das Miteinander-Streiten wächst mit.

Gibt es eine Art Jahresbilanz, was die Familie Lichtenberger in einem Jahr so verzehrt?
Maria: Besser nicht.
Josef: Jede Menge. Sechs, sieben Schweindln, Gemüse haben wir selber, Rindfleisch kommt von den Schwiegereltern. Beim Einkaufen hast du schon immer das größte Wagerl. Unter dreistellig beim Zahlen geht es sich nicht aus. Die Dimensionen sind anders. Maria: Daran soll es nicht scheitern.

War es von Anfang an klar, dass Sie viele Kinder haben wollen?
Maria: Wir wollten schon mehr Kinder haben, das wussten wir voneinander. Natürlich kann man zehn Kinder nicht planen. Aber es passt für uns.

Es passt so gut, dass vielleicht auch noch ein elftes …
Maria: Das können Sie ausklammern! Josef: Da darf ich nichts dazu sagen …

Verstehen Sie Menschen, die sagen, die Karriere ist ihnen wichtiger als Kinder?
Maria: Irgendwie tun sie mir leid, weil sie ganz viele Sachen nicht erleben. Josef: Zum Beispiel: Bekannte von uns, die haben zwei Kinder. Jetzt sind sie 50 und die Kinder außer Haus. Weihnachten haben sie alleine gefeiert. Das möchte ich nicht. Es hat sich bei uns einfach entwickelt. Und die Maria mag Babys halt so gern. Maria: Babys, Pubertierende …

Humor haben Sie offenbar.
Maria: Ja, sicher. Ich kann zum Glück so reden. Wir haben keine richtigen Probleme. Keine Berge, nur kleine Maulwurfshügel. Etwa ein Fünfer in der Schule. Sicher, man geht das Risiko ein. Bei zehn Kindern hast du einfach auch das Risiko von zehn Kindern. Das volle. Und wir haben schon viel Glück gehabt. Ich bin am Abend immer glücklich, wenn ich alle durchgehe und ihnen ein Kreuzzeichen auf die Stirn gebe. Lebt noch, lebt noch … Dafür bin ich dankbar. Wir sammeln gute Augenblicke wie Perlen.

Was bleibt zurück beim großen Kindersegen?
Maria: Wir haben es halt relativ einfach gestaltet, im Betrieb, im Wohnbereich. Dafür haben wir unsere kleinen und großen Helden. Das erste Jahr gehört dem Kind. Samuel ist der Held des Jahres.

Das hat Eifersuchtspotenzial.
Maria: Für den jeweils Zweitjüngsten schon. Das ist aber auch ein wichtiger Prozess. Dieses Ablösen.

Wie oft würden Sie gerne einfach davonlaufen?
Maria: Davonrennen schon. Aber ich komme nie weit. Höchstens 200 Meter. Da gehen sie mir schon wieder ab. Manchmal ist es einfach körperlich sehr anstrengend.

Urlaub?
Josef: Ja, doch, 1996 waren wir in Gosau. Und in Nizza waren wir. Und Holland, genau. Drei Urlaube länger als zwei Tage in 17 Jahren.

Frau Lichtenberger, welche der zehn Geburten werden Sie nie vergessen?
Maria: Die erste und die letzte. Mit Blaulicht sind wir auch einmal gefahren, einmal ist uns das Hochwasser 2002 in die Quere gekommen. Die Sarah hatte die Nabelschnur um den Hals. Bei Samuel gab es Probleme. Er kam zur Welt, dann war alles still. Augenblicke, die ewig dauern. Da läuft der Film. Da kommen schlimme Gedanken. Wird er Sonderförderung brauchen? Solche Sachen. Endlich begann er zu atmen. Es wird nicht einfacher mit den Geburten, weil du die Schmerzen nicht wegsteckst, du speicherst sie ab.

Und Sie, Herr Lichtenberger, waren Sie bei allen Geburten dabei?
Josef: Keine Frage, dass ich da dabei bin. Etwas Wichtigeres kann es nicht geben.

Sie beide sind gebildet, haben Fachausbildungen. Die jüngste Studie des Landes besagt aber, dass die Kinderzahl mit steigender Bildung abnimmt. Haben Sie dafür eine Erklärung?
Josef: Ich sehe bei unseren Kindern, wie schwierig es ist, wenn man so lange in der Ausbildung ist. Dann will man natürlich auch Karriere machen. Und dann muss man sich entscheiden. Dazu kommt, dass bei uns die Gesellschaft eher kinderfeindlich ist. Ja nicht aus der Norm fallen. Zwei Kinder sind schon ein Wagnis, bei drei wird man schon schief angeschaut.

Werden Sie ob Ihrer Kinderschar hin und wieder belächelt?
Maria: Ja, sicher. Josef: Manche kommen mit dem Lächeln gar nicht mehr zusammen. Ich muss mich dafür nicht rechtfertigen, dass ich Kinder mag. Mir ist es wichtig, dass wir ihnen eine Ausbildung und eine halbwegs schöne Kindheit ermöglichen.

Welchen Stellenwert hat der Glaube in Ihrem Leben?
Josef: Das ist uns sehr wichtig. Der Glaubensabfall in unserer Gesellschaft hängt auch damit zusammen, dass man Kinder nicht mehr annimmt. Das wird immer schwieriger, weil die Konkurrenz groß ist.

Frau Lichtenberger, was lieben Sie an Ihrem Mann?
Maria: Das gute Herz und die große Geduld, dass er mir immer wieder verzeiht, nicht nachtragend ist und mir das Auto immer volltankt.

Wie ist das bei Ihnen, Herr Lichtenberger?
Josef: Dass sie so lustig ist und gute Nerven hat. Sie ist nicht nachtragend. Und dass sie einen Glauben hat, dass wir diesen Weg miteinander gehen können.

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Hinweise:

Es gibt uns noch – die kinderreichen Familien

Kinderreiche Familien – auf Schreibfreiheit.eu





Von den Kindern und ihren Feinden

24 08 2012

„Die Weiße Rose – Zeitschrift gegen den Zeitgeist“

190. Flugschrift, anno Domini 2012

Dieser Artikel ist auch als Gastkommentar auch auf Andreas Unterberger.at erschienen.

Es gehört viel nachdrücklicher ins allgemeine Bewußtsein gerufen, daß die pädagogischen Konsequenzen derzeitiger moderner Politik für das Wohlbefinden der von ihr befallenen Kinder nur unter übelster Mißhandlung einzuordnen sind. Zahllose ebenso absurde wie kostenintensive Politprojekte bieten sich dem Betrachter sowohl der europäischen wie der hiesigen Szenerie dar — „Kinderkrippen“-Totalitarismus, „Ganztagsbetreuung“, „Gender“-Idiotie, „Barcelona-Ziel“, republikanische derzeitige „Schulreform“ — um nur einige Gravamina aufzuzählen. Allesamt entstammen sie dem Urgrund altbekannter linker Familienfeindlichkeit, wünschen das Kind unter möglichst weitreichende staatliche Kontrolle zu bringen, sind offen sinnwidrig und dem gesunden Menschenverstand entgegenstehend.

Es ist ein Beleg für den betrüblichen, aber letztlich folgerichtigen Niedergang unseres immer stärker verblödenden politischen Systems, daß es kaum mehr mit öffentlichem Einfluß ausgestattete Persönlichkeiten gibt, die sich diesem von den Sozialisten aller Parteien betriebenen Irrsinn verweigern. Daß die heimische Bundeshymne, Vermächtnis einer wirklich großen Dichterin, unlängst einer „gendergerechten“ Verunstaltung unterzogen wurde, ist ein Beleg für völlige kulturelle Ignoranz und für hemmungslosen Opportunismus der regierenden Funktionäre; daß derlei Wahnwitz aber nach den Kindern greift, ist ein Verbrechen.

Einige wenige mutige Frauen haben es in den letzten Jahrzehnten übernommen, persönlicher Nachteile ungeachtet, sich der allgemeinen Etablierung der diversen „Feminismus“-Häresien entschlossen entgegenzustellen: zu nennen wären im deutschen Sprachraum etwa Christa Meves, Karin Struck, Eva Herman, Eva Doppelbauer, Barbara Rosenkranz. Was verantwortungslose Wirtschaftslobbies in trauter Kollaboration mit der Linken und über den Hebel einer von ihnen kontrollierten und immer totalitärer auf den Einzelnen einwirkenden Europäischen Union hier vorhaben, ist im Grunde ungeheuerlich.

Betrachten wir Details. Etwa das „Barcelona-Ziel“, eine europäische Ideologievorgabe, welche das hiesige Politmehrheitsamalgam aus SP-VP und Linksalternativen zusammen mit Industriellen- und Wirtschaftvertretern auch tatsächlich umzusetzen trachtet. Familienleistungen sollen gekürzt, statt dessen die staatlichen Kinderverwahrungsanstalten ausgebaut werden. Je früher die Mutter von den Kindern getrennt wird und wieder als Billigkraft in den Arbeitsprozeß eingespeist werden kann, desto erwünschter. Das „Barcelona-Ziel“ der Europäischen Union sieht vor, daß möglichst bald sogar mindestens ein Drittel aller unterdreijährigen Kinder „außer Haus betreut“, also in „Kinderkrippen“ abgeschoben wird.

Zahlreiche Medien, gleichgeschaltet wie in Zeiten des Zweiten Weltkriegs, propagieren derlei enthusiastisch. Nun widerspricht schon der dem Menschen geschenkte elterliche Instinkt derartiger Gewaltmaßnahme; lediglich völlig heruntergekommene Familienverhältnisse würden in einer intakten Gesellschaft zu einer so weitreichenden Weggabe der eigenen Kinder führen. Inzwischen beweisen darüber hinaus zahlreiche wissenschaftliche Studien die fatalen Folgen dieses Handelns.

Für das Kleinkind ist die Anwesenheit einer geliebten Bezugsperson äußerts wichtig; es leidet, wie leicht nachprüfbar, unter längerer Trennung von seiner Mutter; nachgewiesen wurde, daß es bei Ganztags-Krippen-Kindern zu massivem Anstieg des Streßhormons Cortisol kommt, Anzeichen großer seelischer Belastung. Eine Belastung, die folgenschwer werden kann, so sie andauert. Je längere Zeit Kinder in „Einrichtungen“ und fern liebevoller elterlicher Zuwendung verbringen, um so stärker entfalten sich etwa sozial problematische Verhaltensweisen wie frühe Neigung zum Kämpfen, Lügen, Schikanieren; es tritt also, wie allgemein bei vernachlässigten Kindern, eine Brutalisierung und Primitivisierung ein.

Und häufigere Erkrankungen. Bei vernachlässigten Kindern und Jugendlichen sind später dann Rauschgiftgebrauch, Bandenbildung, Gewalttätigkeit, Kriminalität, Prostitution, Vandalismus gut dokumentiert; die Elendsviertel der Metropolen sind diesbezüglich medial häufig im Blickpunkt. Daß der Krippen- und Ganztagsschulwahnsinn in die gleiche Richtung führt und massiver elterlicher Vernachlässigung entspricht, möchte der hiesige Zeitgeistpolitiker aber nicht wahrhaben.

Schädlich und teuer

Bemerkenswert auch der finanzielle Aufwand. Das Geld, das die Eltern für ihr Kind aus den Steuerleistungen der Bürger rückvergütet erhalten, setzt sich zusammen aus den Varianten, die das Kinderbetreuungsgesetz vorsieht, dann aus der Kinderbeihilfe (Familienbeihilfe) und schließlich aus dem Steuerabsetzbetrag. Zählt man diese Leistungen zusammen, ergibt das in der Regel zwischen 180,- und 300,-E pro Kind.

Im Vergleich wurde festgestellt, daß diese Zuwendungen jedenfalls weit unter jenem Betrag liegen, den die Regierung für den von ihr zum vorrangigen Ziel erklärten Ausbau der staatlichen Kinderverwahrung aufwendet und der sich bei monatlich etwa 1300,-E für den einzelnen Kinderkrippen- bzw. Kindergartenplatz befinden dürfte. Ein Betreuungsbudget von beispielsweise 700,E pro Kind für jene Eltern, die selbst erziehen oder die Betreuung privat organisieren, wäre eine erhebliche Einsparung zum derzeit für den Ausbau staatlicher „Ganztagsbetreuung“ getätigten Aufwand. Und man würde den Eltern und damit zumeist auch den geeignetsten „Betreuungspersonen“, die Möglichkeit einräumen, sich verstärkt um ihre Kinder selbst anzunehmen.

Die im Vergleich zur derzeitigen Politik also wesentlich näherliegende Überlegung, beim staatlichen Betreuungsaufwand zu sparen und zumindest einen Teil dieser Gelder den Eltern zukommen zu lassen, stößt aber auf haßerfüllte Ablehnung bei der Linken. Dort diffamiert man ein an die Eltern ausbezahltes Kindergeld als „Herdprämie“, das der „Hausfrauisierung“ diene — als ob Hausfrau einen gesellschaftlichen Übelstand darstellte. Gleichzeitig erklären diverse unbedarfte weibliche Parteibonzen öffentlich, daß Mütter ja keine ausgebildeten PädagogInnen wären (nach dem roten Motto anscheinend, daß der sozialistische Staat alles besser kann, vor allem die Erziehung der den Eltern abgenommenen Kinder).

Der Rotfunk bezeichnet verantwortungsbewußte Mütter als „Superglucken“ und ordnet sie sozusagen dem Tierreich zu (Muttertag 2012); die genau gesteuerte öffentliche „Diskussion“ geht da und dort vom „Recht“ auf den „Krippenplatz“ bereits zur „Pflicht“ zur „Kinderkrippe“ über (das bolschewistische Modell also); ein Zwangskindergartenjahr vor der Schule ist ja bereits eingeführt; und die derzeitige republikanische FrauenministerIn äußert (1.5.2012), daß sie die „Mutter-bleib-beim-Kind-Mentalität“ nicht verstehen möchte und es lieber hätte, daß die Kinder „möglichst schnell“ in „Betreuungseinrichtungen“ kommen, damit beide Eltern arbeiten, da man „das Potential von Frauen ökonomisch nutzen müsse“ (in Wahrheit ein Akt der Entfremdung und Versklavung). Mit der Rückendeckung der EU wird bei uns mit enormem Geldeinsatz („Sparpaket“ ist hier nicht vorgesehen) am Alptraum von der sozialistischen Gesellschaft gebastelt. Wir halten diese gegenwärtige Politik für eine Melange aus Unfähigkeit, aus ideologischem Wahn und aus blankem Verbrechertum.

Und wir sind mit dieser Meinung nicht alleine, auch wenn die Volkspartei selbstverständlich längst aufgehört hat, selbst in dieser zentralen gesellschaftlichen Frage einen akzeptablen Kurs zu halten, und weitgehend in linkes Fahrwasser geraten ist. Entsprechende Aussagen zur neuen Parteilinie liegen zahlreich vor. Wer sich über fundierte Gegenpositionen zum kinder-, frauen- und familienfeindlichen Irrsinn unserer Tage informieren möchte, dem seien mehrere Internetseiten anempfohlen:

Institut für Ehe und Familie verfügt über ein familienpolitisches Archiv, das über eine interne Suchfunktion gehandhabt werden kann;

Das Österreichische Familiennetzwerk kann als zweckdienliche Ergänzung dazu angesehen werden und Leonore.at kommentiert die brisantesten aktuellen politischen Entwicklungen in diesem Bereich und steht als Kommunikationsplattform zur Mobilisierung und Verknüpfung des Bürgerwiderstandes gegen feministische und erziehungspolitische Irrwege und gegen „Gender“-Übergriffe zur Verfügung.

Alber Pethö, Dr. phil., Jahrgang 1956, ist Historiker und Buchautor sowie Herausgeber der Zeitschrift „Die Weiße Rose – Zeitschrift gegen den Zeitgeist“

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Weitere Hinweise

Verstaatlichung der Kinder

Kinder brauchen keine Krippen, sondern aktive Eltern! von Albert Wunsch

Wir sind zwar eine Minderheit, aber es gibt uns noch:
Die kinderreichen Familien, in denen die Mama zuhause ist.

Die Lebensform der kinderreichen Familien, bei denen naturbedingt die Mutter zuhause ist, darf nicht unter die Räder kommen!

Verstaatlichung der Kinder wird scheitern – wie im Ostblock.
Zählt man sämtliche Faktoren zusammen, so gibt es am Ende nicht einen einzigen Pluspunkt FÜR die Kinderkrippe, sondern ausschließlich dicke Minuszeichen. Und zwar für alle Beteiligten: Für die kleinen Kinder, Mütter und Väter, Erzieherinnen, Politiker, Bund, Länder, Gemeinden usw……

Krabbelstubenkinder werden zu Störenfrieden
Eine US-Studie behauptet: Kinder, die schon früh in Kindertagesstätten gehen, entwickeln sich später in der Schule eher zu Störenfrieden und Unruhestiftern. Gleichaltrige, die daheim von Eltern, Tagesmüttern oder Kinderfrauen betreut werden, sind – wen überrascht’s – braver…..

Krippenbetreuung schadet den Kindern massiv!

SP-Frauenministerin versteht Frauen und Kinder nicht.
Grundsätzlich würde ich mir wünschen, dass unsere Kinder möglichst schnell in Betreuungseinrichtungen kommen und beide Eltern arbeiten gehen…..

Mutterbindung beim Kleinkind erhöht die Bildungsfähigkeit
Je mehr konstante Betreuung des Kleinkindes durch die Mutter während der Konstituierung seines Gehirns (also in den ersten drei Lebensjahren), umso leistungsfähiger erweist sich bereits das Schulkind und später auch der Erwachsene…..

Mütterstudie des MMM zeigt, was Mütter wirklich wollen….
Wird eine Frau Mutter, so ändern sich die Prioritäten massiv – 9 von 10 Frauen möchten ihre Zeit nutzen, um persönlich für ihre Kinder da zu sein.

Erziehung in der Familie ist konkurrenzlos gut und günstig

Der Generalangriff unserer Politik zur Vernichtung der Kinder

SP-VP-Regierung unterwegs zur Verstaatlichung der Kinder

Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung!

Mutter und Beruf: zur Erholung ins Büro

Die klassische Familie – praktisch, billig und gut.
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Die Österreichische Hausfrauen Union
ist die einzige Familienorganisation in Österreich, die explizit die ideelle und ökonomische Anerkennung der Arbeit der Mutter in der Familie fordert.
Bild

ICF – Initiative Christliche Familie
Die Jugendlichen haben das Recht, von Erwachsenen Ideale vermittelt zu bekommen, nicht nur Skeptizismus und Zynismus!

Institut für Ehe und Familie – Familienreferat der Erzdiözese Wien

Leonore.at
selbstbewußt weiblich – neue Frauen braucht das Land – gegen frauenverachtende Frauenpolitik

Familiennetzwerk Deutschland „Familie ist Zukunft“

Christa Meves – viel Fachwissen – sehr empfehlenswert!

VFA Verein Verantwortung für die Familie e.V.
Glückliche Kinder sind kein Zufall

Frau 2000plus – Birgit Kelle
Neue Frauen für das 3. Jahrtausend – der alte Feminismus hat uns nichts mehr zu sagen!

Time for Parenting . . . – . . . because raising children is a full-time job; Full Time Mothers, a child’s need – a mother’s right

C-FAM, Catholic Family & Human Rights Institute

 

 





Kinder als Kostenfaktor – Steuerentlastung oder Verstaatlichung?

9 03 2012

Tagespost 5.3.12: Sind Kinder nur Kostenfaktor und Karrierekiller?

Nicht immer ist politische Berechenbarkeit ein Vorteil. In Österreich etwa könnte man darauf wetten: Immer wenn die christdemokratische ÖVP die Familien steuerlich entlasten will, sagt die SPÖ „njet“. Zuletzt, als Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) anregte, den Unterhalt für Kinder „praktisch steuerfrei“ zu stellen. Die Absage des Koalitionspartners kam postwendend. Lob dagegen vom Österreichischen Familiennetzwerk, das seit langem für eine steuerliche Entlastung der Familien wirbt: „Die erforderliche Steuerfreistellung eines durchschnittlichen Unterhaltsbedarfs soll mit Freibeträgen für Kinder und den nicht erwerbstätigen Partner sichergestellt werden“, erklärt der österreichische Familienforscher Andreas Kresbach gegenüber dieser Zeitung. So könnten „endlich auch diejenigen Familien angemessen steuerlich entlastet werden, die in Österreich bisher die Rechnung für ein allzu gleichmacherisches System bezahlt haben“.

…Potzinger rechnet im Gespräch mit der „Tagespost“ vor:

„Die Ehepaare Burger und Huber haben die gleiche Ausbildung
und sind bei derselben Firma angestellt. Die Burgers bekommen
drei Kinder und beschließen, dass Mutter Eva für die Familie
arbeitet, während Vater Hans in der Firma bleibt, wo er monatlich
3 000 Euro verdient. Die Hubers sind kinderlos, intensivieren
ihre Freizeitaktivitäten, arbeiten beide Teilzeit für je 1 500 Euro
monatlich. Beide Paare erbringen exakt die gleiche Erwerbs-
arbeitsleistung, doch Frau Burger sichert als Familienmanagerin –
bei einer durchschnittlichen österreichischen Geburtenrate
von 1,42 Kindern pro Frau – zusätzlich die Zukunft von zwei
Durchschnittsfamilien. Doch Herr Burger zahlt durch die
Steuerprogression pro Jahr 3 867 Euro mehr Lohnsteuer
als das Ehepaar Huber, obwohl von seinem Einkommen fünf
Personen leben müssen.“

Die Familienlobbyistin Sissi Potzinger meint:
„Wen wundert es da noch, dass der Mittelstand
immer weniger Kinder hat? In Österreich bleibt
jede zweite Akademikerin kinderlos!“

…………

Die Koalitionspartner SPÖ und ÖVP haben mit Blick auf die Familien nicht nur unterschiedliche Strategien, sondern verschiedene Philosophien: Während die ÖVP die Familien steuerlich entlasten will, kämpft die Umverteilungs-Partei SPÖ für mehr Kinderbetreuungsplätze und eine Erhöhung der Werktätigenquote bei Frauen. Der Ökonom Peter Brandner erklärt gegenüber der „Tagespost“ die beiden Zugangsweisen: „Fokussiert man bei monetären Leistungen des Staates auf Transfers beziehungsweise steuerliche Absetzbeträge, steht die Bedeutung von vertikaler Umverteilung im Vordergrund, während die steuerliche Berücksichtigung von Familie in Form von steuerlichen Freibeträgen den horizontalen Ausgleich in den Vordergrund stellt, das heißt den Ausgleich dafür, dass mit familiären Verpflichtungen eine geringere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zur Erzielung von Markteinkommen gegeben ist.“

Sissi Potzinger formuliert schärfer:
„Die SPÖ will den Familien ihr ideologisches Konzept aufzwingen,
das einer Entmündigung der Familien gleichkommt und ihre
persönliche Entscheidungsfreiheit massiv einengt.“ Als aktuelles
Beispiel nennt sie: „Obwohl drei Viertel der Eltern beim Kinder-
betreuungsgeld die längste Variante wählen, wollen die Roten
eben diese abschaffen.“
Potzingers Fazit:
„Die Verstaatlichung der Erziehung,
die Fremdbetreuung von der Wiege bis zur Bahre und die
Entmündigung der Familien sollen wohl den leicht
manipulierbaren Einheitsmenschen schaffen.“

………….

Hinweise

SPÖ gegen Kinder und Mütter – wieder einmal

3 Mrd € jährlich von kinderreich zu kinderlos

Verstaatlichung der Kinder

Tatsachen und Forschungen zur Familienpolitik

Mütter an die Maschinen, Kinder in die Kasernen

Erziehung in der Familie ist konkurrenzlos gut und günstig

FPÖ fordert Steuersplitting für Familien

Mütter und Kinder: Das Volk denkt anders als die Regierung!

 

 





Volkspension – warum eigentlich nicht?

15 02 2012

Die aktuelle Pensionsdebatte bringt mich dazu, wieder einmal auf eine Eigenschaft unserer Systems der Altersversorgung hinzuweisen:

Sie zerstört sich langfristig selbst.
Warum?

Nach derzeitiger Praxis ist die Pension umso höher, je höher in der aktiven Zeit eingezahlt wurde (+ ev. Privilegien…)

Das ist aber falsch, denn:
Die Höhe unserer Pensionen insgesamt ist sachlich einzig und allein von der Arbeitsleistung der jeweils Arbeitenden abhängig.

Das heißt also: Je fleißiger und tüchtiger die von uns aufgezogenen Kinder sind,
desto besser wird es uns in unserem Ruhestand einmal gehen.

Dieses unumstößliche Naturgesetz galt ja vor der Einführung der modernen Altersversorgung für jede einzelne Familie.
Jetzt haben wir ein System, das uns der Natur schon sehr entfremdet hat.
Viele glauben tatsächlich, daß sie in der Pension bekommen, was sie einmal eingezahlt haben.

Diese Einstellung wirkt absolut leistungshemmend und letztlich systemzerstörend, denn:

:arrow: Es wird gefördert, keine Kinder aufzuziehen, damit alle Männer und Frauen ungehindert im Erwerbsleben stehen können.
:arrow: Je mehr eine Familie für die Zukunft der ganzen Gemeinschaft tut (je mehr Kinder sie aufzieht),
desto weniger kann sie sich in der aktiven Zeit an Wohlstand leisten
und desto weniger bekommt sie im Alter an Pension (die Frau bekommt wahrscheinlich keine).
:arrow: Es wird höchste Zeit, daß wir unsere Altersversorgung naturnahe gestalten, man könnte auch sagen:
„Unsere Altersversorgung muß grün werden.“

Ich stelle daher folgende Thesen auf:
:arrow: Jeder Bürger sollte im Alter gleich gut versorgt werden (= Volkspension).
:arrow: Das Einkommen in der aktiven Zeit sollte keinen Einfluß auf die Höhe der Pension haben,
denn wer gut gearbeitet hat, der hat seinen Lohn ja schon bekommen und hatte außerdem die Möglichkeit, zusätzlich für sein Alter vorzusorgen.
:arrow: Eine höhere Pension sollten Männer und Frauen nur aufgrund einer höheren Leistung für die Zukunft bekommen,
d.h. also für das Aufziehen überdurchschnittlich vieler Kinder.
:arrow: Nur die Kinder, die wir jetzt aufziehen, können unsere Altersversorgung sichern.
Es ist daher nötig, schon jetzt einen Anreiz zu schaffen für das Aufziehen von mehr Kindern.
Da Kinder am besten gedeihen, wenn die Mutter verläßlich und ständig zuhause ist, sollte es ein Müttergehalt wenigstens bis zum sechsten Lebensjahr eines Kindes geben.
Die Höhe dieses Müttergehaltes sollte so bemessen sein, daß sich genügend Familien zu dieser Regelung entschließen.

Wer soll das bezahlen?
Alle, vor allem aber die Kinderlosen, denn sie hätten nach in einer „natürlichen“ Ordnung keine Altersversorgung.
Nur die höhere Leistung und die Bereitschaft zu Verzicht und Opfer der Kinderreichen macht es möglich, daß auch sie im Alter versorgt werden können!
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Solidarität mit den Eltern und deren Kindern
ermöglicht später Solidarität mit den Kinderlosen.

 

Weitere Hinweise:

Pensionen – Generationenvertrag – die große Lüge

Die nächste Pensionsreform kommt bestimmt

Kinderlosenabgabe





Familienmanagerin als Beruf

16 12 2011

ZEIT Online, Hinweis von Birgit Kelle

Bild

In dem Magazin der ZEIT ist ein Bericht erschienen über Familienmanagerinnen, das neue Wort für Nannys, die bei reichen Familien Haushalt und die Kinder als Fulltimejob erledigen, da beide Eltern Karriere machen und keine Zeit haben.

Interessant:
Die vorgestellten Damen verdienen nach eigenen Aussagen „600 Euro mehr als im Beruf der Erzieherin“, die eine gibt sogar an, doppelt soviel zu verdienen. Es ist ein stressiger Job, aber bezahlt.

Komisch nur:
Wenn ich als Mutter von vier Kindern zu Hause bin und genau das gleiche mache, ist es nichts wert und so mancher wirft einem auch noch vor, man sei zu faul, sich im „echten Leben“ einzubringen. Zwei Perspektiven auf ein und dieselbe Tätigkeit.

Dies findet sich übrigens überall in Veröffentlichungen zum Thema Erziehung von Kindern:
So lange es sich um fremde Kinder handelt ist es eine wertvolle, gesellschaftlich relevante, bildungsfördernde und nicht zuletzt bezahlte Arbeit. Handelt es sich dabei um die eigenen Kinder, ist es nicht wert, jederzeit und durch Jedermann ersetzbar, ein Bildungsrisiko für die eigenen Kinder und natürlich nicht entlohnt.

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Hinweise

Pflegegeld für Kinder – gleiches Recht für alle

Ein Dutzend gute Gründe für ein Elterngehalt

Häusliche Kinderbetreuung bevorzugt – Erziehungsgeld als Lösung

Kinder als Geschenk – und neues Selbstbewußtsein der Mütter

Familie = Beruf in kinderreichen Familien

Österreichische Hausfrauen-Union

Mutter mit 11 Kindern schenkte dem Staat 671.000 Euro

Die klassische Familie – praktisch, billig und gut.

9 Kinder_Fulltimejob und Abenteuer





Erziehung in der Familie ist konkurrenzlos gut und günstig

20 11 2011

– und zwar in jeder Hinsicht:
:arrow: emotional
:arrow: bildungsmäßig
:arrow: finanziell

Entnommen aus kath.net

Image

Die ideale Betreuungsform in den ersten drei Jahren
ist und bleibt die familiäre Erziehung.
Dagegen erwerben frühbetreute Kinder zwar vielleicht
vermehrt kognitive Inhalte,
aber ihre viel wichtigere seelische Entwicklung stagniert.

Hollern (kath.net) Das Familiennetzwerk Deutschland weist darauf hin, dass die familiäre Erziehung nach wie vor die ideale Betreuungsform für Kinder unter drei Jahren ist. In der aktuellen Diskussion um das Betreuungsgeld wird deutlich, dass von den politischen Entscheidungsträgern die Bedeutung einer verlässlichen Mutter-Kind-Beziehung negiert wird.

Das Familiennetzwerk betont in seiner Presseaussendung: „Wer Krippenbetreuung für Kinder unter drei Jahren nicht nur bedenkenlos empfiehlt, sondern auch noch idealisiert, handelt verantwortungslos. Besonders unsere Volksvertreter sind verpflichtet zur Abwehr von Gefahren – und das bereits angesichts von Risiken. Bildung kann später spielend nachgeholt werden, ein Zuwenig an Zuwendung und emotionale Entwicklung nicht. Durch die Subventionierung der Krippenbetreuung für die unter Dreijährigen wird willentlich das Risiko einer Beeinträchtigung der Kinder finanziert. Zusammenfassend ist zu fordern, dass, angesichts der Risikobetreuung in Krippen, ab sofort die Familien zu unterstützen und zu fördern sind.

Die seriösen, wissenschaftlichen Befunde zur Krippenforschung beschreiben die Risiken eindrücklich und können eine bedenkenlose Befürwortung der Krippenbetreuung nicht unterstützen. „Leider sind die Entwicklungsbeeinträchtigungen, die die Krippenbetreuung den Kleinstkindern zufügt, nicht so leicht erkennbar, wie z.B. die Pusteln bei Masern“, erklärt Professor Dawirs vom Institut für Bindungswissenschaften. Laut einer Arbeit von Roisman et al. 2009 sind gerade für psycho-sozial belastete Kinder individualisierte Alternativen wichtig, also z.B. liebevolle Omas, Tanten, enge Freunde der Familie oder Pflegeeltern. Diese Kinder haben oft ein Defizit in der seelischen und emotionalen Reifung, und in dieser Kategorie werden sie in Krippen sogar zusätzlich belastet oder geschädigt. (Roisman nennt dies „second hit“). Die Kinder erwerben zwar evtl. vermehrt kognitive Inhalte (so dass sie äußerlich betrachtet tatsächlich erfolgreich gefördert wirken mögen), aber ihre seelische Entwicklung stagniert bzw. sie verwahrlosen emotional weiter.

Das Familiennetzwerk ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Vereinen, Institutionen, Familien und Wissenschaftlern. Es setzt sich u.a. dafür ein, dass die Bedürfnisse der Kinder in der Vereinbarkeitsdebatte berücksichtigt werden und finanzielle Gerechtigkeit für Familien hergestellt wird.

Weiterführender Link: Familiennetzwerk Deutschland

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Weitere Hinweise:

Die klassische Familie – praktisch, billig und gut.

Österreichische Hausfrauen-Union

Was brauchen Kinder, was bekommen sie?

Frühkindliche Fremdbetreuung ist schädlich!

Zu Eva Hermann – was wünschen die Kinder?

Persönliche Zeugnisse kinderreicher Eltern

Kinder vorbereiten auf das Leben, Elternschulung – das Elternkolleg von Christa Meves

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Dazu aktuell – von Birgit Kelle:

Meine Damen, meine Herren,

ich darf wieder in eigener Sache auf eine Fernsehsendung hinweisen, in der ich für das Betreuungsgeld in die Schlacht ziehen werde.

 

„hart aber fair“ mit Frank Plasberg

Wann: Montag, 21 November 2011, 21:00 Uhr in der ARD, live aus Berlin
Thema: Die Betreuungslüge – wenn Kinderwunsch auf Politik trifft!

Warum versagt der Staat beim Ausbau der Kitaplätze? Und warum belohnt er die Kinderbetreuung zu Hause?
Geht es den Parteien wirklich um Gerechtigkeit? Oder um einen Glaubenskrieg auf dem Rücken verzweifelter Eltern?

Die Gäste: Christine Haderthauer, CSU, Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, Mutter von zwei Kindern
Birgit Kelle, freie Journalistin, Mutter von vier Kindern, Vorsitzende des Vereins „Frau 2000plus e.V.“ und Member of the Board der New Women For Europe
Cem Özdemir, B‘90/Grüne, Bundesvorsitzender, ausgebildeter Erzieher und Sozialpädagoge, Vater von zwei Kindern
Gesine Cukrowski, Schauspielerin, Mutter einer 10-jährigen Tochter, Vorsitzende der Stiftung „Projekt Findelbaby“

Auf der Homepage der Sendung findet sich jetzt schon eine Umfrage, an der man sich beteiligen kann zum Thema:
Was ist in den ersten drei Lebensjahren besser für das Kind?
( )Betreuung zu Hause
( )Betreuung in der Kinderkrippe

Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinung kund zu tun: http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/index.php5

Außerdem besteht sowohl jetzt schon als auch LIVE während der Sendung die Möglichkeit, auf der Homepage Nachrichten an die Redaktion zu hinterlassen. So wird ein Meinungsbild der Zuschauer erstellt und dies auch live in der Sendung besprochen. Vereinzelt werden Fragen und Anregungen der Zuschauer auch gleich verlesen. Bitte nutzen Sie auch diese Gelegenheit, Ihre Meinung kund zu tun.

Ansonsten gilt wie immer; Ich freue mich auf schonungsloses Feedback nach der Sendung.

Herzliche Grüße

Birgit Kelle








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