Keine Qual der Wahl !

25 09 2013

WAS SOLLEN WIR WÄHLEN?
Bei so vielen Parteien wissen viele Staatsbürger nicht, welche Partei sie wählen sollen. Es ist ganz einfach!
Wenn wir wollen, dass der vorherrschende Trend (Abtreibung, Gender, EU-Gehorsam…) weitergeht, wählen wir am besten Rot, Schwarz, Grün oder eine Kleinpartei, die wenig oder keinen Einfluss hat.
Wenn wir Lebensschutz, normale Familien, viel mehr Mitspracherecht der Bevölkerung, christliche Kultur und Heimatverbundenheit bevorzugen, bietet sich noch eine große Partei (FPÖ) an.
Das soll eine Entscheidungshilfe sein!





Die Indentitären und die Besetzung der Votivkirche

12 02 2013

identitäre

Die Gruppe nennt sich „Die Identitären“ und sie haben eine Gegenbesetzung der Votivkirche vorgenommen, also eine Besetzung der, durch Asylanten besetzten Kirche.

An sich eine ebenso „gerechtfertigte Aktion“ wie die Besetzung durch die Asylanten & Co.

Sie haben ein Anliegen und machen mit Aktionismus darauf aufmerksam.

Jetzt kann man diese Art von Aktionismus mögen oder nicht, er bringt auf jeden Fall mediale Aufmerksamkeit.

Der Unterschied war nur folgender: Die Mehrzahl der Österreicher lehnt die Besetzung der Votivkirche durch die Asylanten ab, verhält sich aber ruhig und nimmt die Angelegenheit halt hin. Die Gegen-Besetzung durch die Identitären wurde von der Mehrheit positiv zur Kenntnis genommen und auch als gerechtfertigt angesehen. Allerdings ist diese Mehrheit eine schweigende Mehrheit. Diese artikuliert sich vielleicht in der Familie, am Arbeitsplatz oder im Wirtshaus, aber käme wahrscheinlich nie auf die Idee in einen ähnlichen Aktionismus zu verfallen.

Die gewaltbereite Minderheit von den sogenannten Antifas, und sonstigen Linksextremisten kontrolliert aber die Situation, weil sie eben bereit sind Gewalt auszuüben. Somit konnten sie die Gegenbesetzung  relativ rasch wieder auflösen, oder zumindest relevant dazu beitragen. Diese Art von Gesinnungsterrorismus einer kleinen, brutalen Gruppe habe ich bereits bei Gegenveranstaltungen von Lebensschutz Aktionen und ähnlichem vorgefunden. Dabei wurden die wenigen Personen, die bereit waren vollkommen gewaltfrei und demokratisch ihre Meinung zu bekunden, mit Gewalt und schwachsinnigen aber lauten Parolen in die Defensive gedrängt, lächerlich gemacht und brutal terrorisiert.

Ich las einmal ein Interview eines Antifa Aktivisten. Darin meinte die Person, dass sie aus der Vergangenheit gelernt haben, dass die Ausbreitung des Nationalsozialismus nur durch die begleitende Ausübung von Gewalt möglich war. Und um heute gegen die Faschisten wirkungsvoll vorgehen zu können, müssen sie eben Gewalt anwenden.  In Wikipedia kann man lesen:

Die Sturmabteilung (SA) war die paramilitärische Kampforganisation der NSDAP während der Weimarer Republik und spielte als Ordnertruppe eine entscheidende Rolle beim Aufstieg der Nationalsozialisten, indem sie deren Versammlungen vor Gruppen politischer Gegner mit Gewalt abschirmte bzw. gegnerische Veranstaltungen massiv behinderte.

Der Fehler der breiten Masse der Bevölkerung war und ist, dass sie sich durch die Gewaltbereitschaft von Wenigen einschüchtern ließen. Hätte das Volk damals auch mit Gewalt reagiert, dann hätten sich die Nazis nicht durchsetzen können. Es ist zwar gut, dass sich das Volk nicht leicht zu Gewalt motivieren läßt, aber es erlaubt dadurch eben damals wie heute den Gesinnungsterrorismus solcher Gruppierungen.  Bei derartigen Aktionen müsste die Polizei viel aktiver eingreifen und die gewaltbereiten Demonstranten entfernen, bzw. die Demonstration sobald Gewalt angewendet wird verbieten und auflösen.

Zusammenfassend ist also die Meinung der Antifa´s und Linksextremen: Eine falsche Gesinnung muss man durch Gewalt unterdrücken und nicht aufkommen lassen. 

Das ist eine Ansicht, die sich komplett gegen die Demokratie wendet und die Anti-Faschisten werden dadurch selbst zu Faschisten.  

Ich möchte all denen, die andere Meinungen mit Gewalt unterdrücken, das Zitat von Evelyn Beatrice Hall aus ihrem Buch „The friends of Voltaire, entgegenhalten:

„Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.“

Lesen Sie hier den Bericht der Identitären Bewegung zu der Besetzung der Besetzung der Votivkirche





Die Basis politischen Handelns ist die Gesellschaftspolitik

4 06 2012

Richtet sich diese nicht nach einer allgemein gültigen, einer ‚ewigen‘, bewährten Ordnung, werden davon alle anderen Bereiche verseucht und infiziert.

1.) Eine Gesellschaft, welche seine ungeborenen Kinder ermordet, wird auch geborene Kinder häufiger misshandeln, töten, vernachlässigen.

2.) Eine Gesellschaft, welche ihre Kinder schlechter behandelt als Legehennen, sie in Massenbetreuungsanstalten abgibt, der elterlichen Liebe entzieht, um der eigenen Verwirklichung und des Hedonismus willen, wird auch den Armen, Hilfsbedürftigen, Leidenden und Einsamen aus dem Blick verlieren.

3.) Eine Gesellschaft aus Menschen, welche in Massenbetreuungsanstalten aufgezogen wurden, vor allem in den ersten Lebensjahren keine beständige, verlässliche, zärtliche und aufopfernde, liebende Mutter und Vater hatten, immer der Angst und dem Stress ausgesetzt, abgegeben zu werden zu Menschen, die vielleicht pädagogisch gebildet, aber nicht elterlich liebend sind, wird sozial beschädigt. Sprachfähigkeit, Artikulation, Empathie, emotionale Stabilität wird nicht in der Intensität erlernt, wie es für spätere stabile, gesunde Beziehungen notwendig ist. Die Folge sind der weitere Anstieg von Scheidungen, Trennungen, Kindesvernachlässigungen, Egoismus, Hedonismus und Einsamkeit. Die Unfähigkeit solcher Menschen, andere zu führen – wir Menschen brauchen gute Führer! – wird schon im Säuglingsalter bereitet.

4.) Eine Gesellschaft aus emotional verarmten Verhältnissen wird die sachliche und berufliche Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit verlieren. Lehrer werden mit den Kindern noch weniger zurecht kommen, als jetzt schon der Fall ist. Mit Schul- oder Uniabschluss vielleicht ausgestattete, aber ungebildete und sozial unfähige Menschen werden als Egoisten herangezüchtet und in einer der Konkurrenz ausgesetzten Welt nicht bestehen können. Die Gesellschaft verarmt, da Wirtschaft und Industrie Boden verlieren.

5.) Eine hedosozialistische, der Menschlichkeit entfremdete Gesellschaft wird gierig materialistisch ‚dein‘ und ‚mein‘ nicht unterscheiden können. Starke werden raffen, gieren, betrügen, abzocken. Die Schwachen der Gesellschaft werden übrig bleiben, der Staat wird ob der verloren gegangenen fachlichen und sozialen Kompetenzen auch materiell keine Hilfe mehr leisten können. Nach Kindermord folgt die Entsorgung der Alten, Einsamen und kranken Menschen.

6.) Wirtschaftskrise, Orientierungslosigkeit und diesen Generationen bislang unbekannte Krisen und Armut werden die Menschen DEM Führer ausliefern, dessen Typus wir aus der Vergangenheit unseres Landes und der Gegenwart anderer Länder kennen. Die Freiheit wird einer vermeintlichen Sicherheit geopfert, es wird ideologische und religiöse Unterdrückung und Verfolgung geben. Einige Wenige, welche es sich zurechtgemacht haben, werden die Vielen unterdrücken.

Gibt es noch eine Chance?

Wo fängt es an? Es fängt bei den Menschen der Länder an, welche aufhören sollen, Rechte, welche Verbrechen sind, anzuwenden. Es fängt wohl mit dem elementaren Lebensschutz an.

Erst wenn Kinder nicht mehr um ihrer sozialen Umgebung, ihres Geschlechtes, des Urlaubs oder des Berufs seiner Eltern, einer Krankheit willen bereits im Mutterleib ermordet werden, die Völker die Schöpfung nicht nur in den Eisbären und Walen und Regenwäldern für schutzwürdig halten, erst dann kann wieder eine lebenswerte, soziale Gesellschaft entstehen.

Es wird Zeit, endlich umzudenken!





„Der ‚Main-Stream‘ will unsere christlichen Werte zu Grabe tragen“

6 04 2012

Gedanken zu Ostern 2012

„Jesus ist tot!“ – mit diesen harten und klaren Worten werden Christen in aller Welt am Karfreitag in den Gottesdiensten empfangen. Konfrontiert mit der Wirklichkeit von Anfang an, gedenken die Menschen zu Beginn des Osterfestes der größten Vergänglichkeit, der Verletzlichkeit des menschlichen Lebens. Ein Feiertag, der zum intensiven Nachdenken und Reflektieren der eigenen Schmerzen, von Leid und Pein auffordert, taugt nicht zum Tanzen – auch wenn in unserer Zeit viele daran rütteln wollen, sich wenige Momente des Innehaltens im Jahr zu gönnen.

Dornen prägen das Kreuz, Glocken bleiben still – uns allen wird mit drastischen Maßnahmen verkündet, welch Ungerechtigkeit schon vor 2000 Jahren möglich war. Ein geradliniger und wahrhaftiger „Jesus rief am Kreuze laut: Ach, ich bin verlassen! Hab dir doch, mein Gott, vertraut, wollst mich nicht verstoßen. Gnad dem, der mir Hohn beweist, jetzt in meinem Elende. Ich befehl nun meinen Geist dir in deine Hände“ (aus dem Tschechischen, 1501, in: EG 78. 8).

Zerrissen von der spürbaren Demütigung, hat Christus sein Kreuz nach Golgata getragen. Gezeichnet und geschlagen, zweifelte in tiefer Krise an all dem, was er bis dahin selbst gepredigt hatte. Und doch merkt man in seinen Worten immer wieder neu, welch Gelassenheit und Zuversicht ihn begleiten. Auch von Anderen, die in Todesstunden mit Gott gerungen haben, ist uns diese innerliche Standfestigkeit bei allem Unverständnis über das, was uns zugemutet wird, bekannt.

Wie gut kennen wir diese Situationen des Alltags, in denen wir an den Herausforderungen, Aufgaben und Lasten, die uns vorgelegt werden, nahezu zerbrechen. Während wir uns in unseren Breiten vor allem mit Krankheit, Trauer über Angehörige, Arbeitslosigkeit, Streit in der Familie oder unseren Sünden aus Überdruss, Fülle und Überheblickeit auseinander zu setzen haben, spüren Christen an vielen Orten der Erde die tatsächliche Schmähung, der auch Jesus vor der tobenden Menschenmenge und den Hohenpriestern ausgesetzt war. Für ihren Glauben werden bezeugende und praktizierende Protestanten und Katholiken, Orthodoxe und Konfessionelle aus allen Richtungen des Christentums weiterhin flächendeckend verfolgt und sehen sich Strafen und Folter ausgesetzt. Aktuell denken wir an Priester, die für ihre Standhaftigkeit in ihrer Überzeugung büßen sollen – aber auch die, die die frohe Botschaft der Christen in die Länder des Unwissens tragen möchten, sind der stetigen Gefahr nahe.

Kein anderes Fest bringt uns die Realität des Lebens so eindrücklich vor Augen wie das Osterfest. Zum Menschsein gehört der scheinbar unlösbare Spagat, immer neue Tiefschläge, Ungerechtigkeit und Ausgrenzung auszuhalten – und dennoch den Mut nicht zu verlieren, die Freude in dem zu sehen, dass wir überhaupt hier sind. Die Parabel von Karfreitag und der Auferstehung sehen aber heute viele nicht mehr als die Botschaft, die unsere Denken und Handeln kennzeichnet. Nicht nur die Gläubigen, die sich klar zum Christsein äußern, werden schikaniert. Nein, es sind die Grundpfeiler unseres christlichen Glaubens, die in Bedrängnis geraten. Ausgepeitscht und das schwere Kreuz tragend, sind es unsere Werte, unsere christlichen Traditionen und Vorstellungen eines gesellschaftlichen Zusammenlebens, die der „Main-Stream“ zu Grabe tragen will.

Ob Lebensschutz vor der Geburt oder vor dem Sterben, ob das klare Eintreten für die Wichtigkeit der Familie, ob das Ablehnen der Beschneidung von Gottesfurcht in unserer Verfassung – mit immer neuen Angriffen und Aushöhlungen wird versucht, das „Altmodische“ und „Konservative“ zu verbannen. Das, was unliebsam ist, wird verspottet und verhöhnt. Welch Parallelen zeigen sich doch immer wieder zwischen Jahrtausende alten Überlieferungen und unseren Zuständen heute!

„Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn […]“ – und doch wissen wir als Christen für unser Leben einerseits, aber auch für die Hoffnung auf Rückbesinnung in unserem Land und in der Welt andererseits, dass der Karfreitag nicht das Ende ist: „ […] hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien: Liebe wächst wie Weizen, und ihr Halm ist grün“ (beide nach EG 98.3). Wir dürfen darauf vertrauen, dass das Dunkel und die Finsternis nicht das ist, was unser Leben leiten wird. Unsere Angst und Empörung über die, die uns schmähen, ist der Beginn von Friede, den Christus in unsere Welt bringt. Versöhnung mit denen, die uns missachten – und den Sinn in dem erkennen, was uns als Bürde auferlegt scheint: „Erstanden ist der heilig‘ Christ, der aller Welt ein Tröster ist“ (Markus 16 und EG 105.1, 1544).

 

Dennis Riehle





Kindesmord wissenschaftlich begründet – konsequent weiter…

3 03 2012

Kath.net 2. März 2012:
Empörung über wissenschaftlichen Beitrag zu Kindsmord

Bild

Zwei Wissenschaftler behaupten:
aus logischer Sicht müsse erlaubt werden,
Neugeborene zu töten, deren körperlicher
oder geistiger Gesundheitszustand rechtlich
eine Abtreibung gerechtfertigt hätten.

London (kath.net/KNA) In der englischsprachigen Welt sorgt ein wissenschaftlicher Beitrag über die moralische Bewertung von Kindesmord im Vergleich zu Abtreibung für Empörung. Im Fachmagazin «Journal of Medical Ethics» argumentieren zwei in Melbourne tätige Akademiker, aus logischer Sicht müsse erlaubt werden, Neugeborene zu töten, deren körperlicher oder geistiger Gesundheitszustand rechtlich eine Abtreibung gerechtfertigt hätten. Der «moralische Status» eines Babys sei dem eines Fötus gleichzusetzen, «insofern beiden noch jene Fähigkeiten fehlten, die die Zuerkennung eines Rechtes auf Leben rechtfertigen würden», so Alberto Giubilini und Francesca Minerva.

Der Ko-Vorsitzende der parteiübergreifenden britischen Parlamentariergruppe zum Lebensschutz, Lord Alton, sagte der Zeitung «Catholic Herald» (Online-Ausgabe), die Veröffentlichung eines solchen Beitrags in einer Fachzeitschrift dokumentiere den «Morast», in den die medizinische Ethik und die Gesellschaft geraten seien. «Persönliche Vorlieben» hätten die Heiligkeit und die Möglichkeit zum «Anderssein von Leben» in den Hintergrund gedrängt. Es sei schockierend, wie «Meinungsführer in medizinischen Berufen sich der traditionellen Anschauungen des Heilenden entledigt» hätten.

Der Schriftleiter «Journal of Medical Ethics», Julian Savulescu, sagte den Tageszeitungen «Daily Telegraph» und «The Guardian», die beiden Autoren hätten Erscheinen des Beitrags mehrere Morddrohungen erhalten. Bei der Zeitschrift sei per E-Mail eine Fülle von Beschimpfungen eingegangen, viele davon über eine Anti-Abtreibungs-Website aus den USA.

Kommentar

Giftspritze für ungeborene Zellhaufen
Giftspritze für ungeborene und behinderte Zellhaufen
Giftspritze für geborene und behinderte Zellhaufen
Giftspritze für unheilbar kranke oder hoffnunslos alte Zellhaufen?

Hinweise

Lebensschutz

Thema „Kindstötung legalisieren“ auf gloria.tv

Bürgerbegehren für Lebensrecht an den Landeshauptmann von Oberösterreich überreicht.





Abtreibung – Podiumsdiskussion

18 09 2011

 

Podiumsdiskussion zum Thema
„Schwangerschaftsabbruch – ein Tabuthema mit vielen Emotionen“
am

10. November 2011, 19:30 – 21:30 Uhr

 

Schwangerschaft und Geburt gehören zu den bewegendsten Erfahrungen einer Frau, sind aber nicht immer nur von Liebe und Freude begleitet, sondern auch von Fragen, Unsicherheiten und Ängsten.

Nicht alle Frauen leben in einer liebevollen Partnerschaft. Nicht alle Frauen sind finanziell abgesichert. Fehlende Partner, ein ungewolltes Kind, oder die Aussicht auf ein behindertes Baby lassen die Schwangerschaft oft zur psychischen Belastung werden.

Viele Fragen stehen dazu im Raum. Nützen Sie die Gelegenheit und diskutieren Sie dieses emotionale Thema mit

Monika Kornfehl, Psychotherapeutin und ehemalige Vorsitzende des Vereins ZOE – Beratung rund um Schwangerschaft und Geburt

Univ. Prof. DDr. Barbara Maier, Oberärztin an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg

Dr. Stephanie Merckens, Rechtsanwältin und Lebensschutzbeauftragte der Erzdiözese Wien

Prim. Priv.-Doz. Dr. med. Peter Oppelt, MBA, Vorstand der Abt. Gynäkologie und Geburtshilfe AKH Linz

Moderiert wird die Veranstaltung von Frau Dr.in Christine Haiden, Chefredakteurin „Welt der Frau“.

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Hinweise zum Thema Abtreibung und Lebensschutz

Jugend für das Leben

HUMAN LIFE INTERNATIONAL – Österreich

Abtreibungen eliminieren – zum Wohl der Frauen!

CPÖ, ÖVP und FPÖ kritisieren Pro-Abtreibungs-Kampagne von Minister Stöger

Ein Kreis aus Kinderschuhen

Bischof Laun: Die Fristenlösung muss abgeschafft werden!

Das ungeborene Kind: Zellhaufen oder Mensch?

Memorandum der Ungeborenen

Gedenkstätte für abgetriebene Kinder in Salzburg

Abtreibungsstopp statt Zuwanderung

Ist der Embryo ein Mensch?

Krankenhaus Gmünd stellt Abtreibungen ein





Abtreibungen eliminieren – zum Wohl der Frauen!

31 08 2011
Die Presse vom 9. 8. 2011, Frau Surma:
Abtreibungen dürfen nicht kriminalisiert werden

Antwort darauf von Frau Dr. Weggemann

 

Sehr geehrte Frau Surma,

Ihrem Artikel „Abtreibungen dürfen nicht kriminalisiert werden“ möchte ich hinzufügen, „sondern sie sollen eliminiert werden“.

Sie argumentieren u.a.: „…Genauso wenig kann man Frauen zu glücklichen Müttern machen, indem man Abtreibung verbietet.“Nicht das Verbieten, sondern das Helfen zum Umdenken, hat sehr wohl viele zu „glücklichen Müttern“ gemacht. Davon zeugen zahlreiche Briefe von Frauen, die bereits auf dem Weg zur Abtreibung waren und z.B. von Gehsteigberatern doch noch zur Umkehr bewegt werden konnten. Sie schreiben ihren Rettern, wie unendlich glücklich sie sind, von diesem Schritt in letzter Minute doch noch bewahrt worden zu sein.

Wieviele Frauen würden nichts lieber als eine Abtreibung ungeschehen machen! Es scheint ein tiefes verborgenes Wissen in der Frau zu sein, unabhängig davon, ob sie gläubig ist oder nicht, dass die Tötung des Kindes ein Unrecht war und ist. Und dieses verborgene Wissen kommt nicht selten als psychische Erkrankung oft erst nach Jahren ans Licht. So manche betroffene Frau setzt sich dann in Organisationen ein, die Frauen vor diesem Schritt warnen und ihnen in ihrer Not helfen, indem sie für sie UND das Kind sorgen. Auch so manche ehemalige Abtreibungsärzte kehrten um und wurden zu überzeugten Abtreibungsgegnern.

Das PostAbortion Syndrom (PAS) ist inzwischen ein bekanntes Krankheitsbild! Zufällig oder nicht steht ausgerechnet der Artikel „Ist Österreich auf dem Weg in die Psychiatrie“: die Zahl der psychisch Kranken steigt dramatisch an“ neben Ihrem Kommentar! Die Abtreibung führt nicht selten zu tiefster Depression, nicht nur bei der Frau, sondern auch beim Mann, wie zahlreiche Beispiele belegen. Die Beziehung geht fast immer in die Brüche. Ev. Geschwister leiden häufig ebenfalls an psychischen Problemen wegen quälender Gedanken: „Warum meine Schwester oder mein Bruder und nicht auch ich?“.

Ja, unsere ganze Gesellschaft ist betroffen, nicht nur weil ihr diese Kinder fehlen. Kann denn wirklich die Tatsache, dass mittlerweile mehr Kinder durch die Hand des Arztes bzw. durch Abtreibung zugrunde gehen als normalerweise sterben, ohne Folgen für die ganze Gesellschaft sein? Die Gewalt nimmt zu – wundert uns dies, wenn die Gewalt gegen das Kind am Anfang seines Lebens legal ist, ja sogar als Menschenrecht eingefordert wird?
Wie können wir da noch vor Kindern und Jugendlichen glaubhaft argumentieren, dass Gewalt kein Mittel zur Lösung von Problemen ist?

Frauenorganisationen, die wirklich das langfristige
Wohl der Frau zum Ziel haben, sollten ihre Arbeit
neben Aufklärung und Prävention auch vermehrt
dahingehend intensivieren, dass keine Frau durch
eine Schwangerschaft diskriminiert (z.B. durch
Verweigerung einer Arbeitsstelleu.ä.) wird,und
dass auch seitens der Politik alles getan wird,
dass ihr und dem Kind das Leben erleichtert wird
und so eine kinderfreundliche Gesellschaft entsteht,
die letztendlich uns allen zugute kommt!

Dr. Gertraud Weggemann-Posch

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Hinweise

Das ungeborene Kind: Zellhaufen oder Mensch?

Bischof Laun: Die Fristenlösung muss abgeschafft werden!

Österreichs größte menschenrechtliche Wunde?

Gedenkstätte für abgetriebene Kinder in Salzburg

Euthanasie wieder im Vormarsch?

Abtreibungsstopp statt Zuwanderung

Können ein paar Minuten entscheiden zwischen Abtreibung und Mord?

Krankenhaus Gmünd stellt Abtreibungen ein

Lebensschutz

Jugend für das Leben





Die Familie ist der wärmste Ort gegen die Kälte dieser Welt

27 08 2011

oder

Gender Mainstreaming und das Umerziehungsprogramm von Ehe und Familie

von Inge M. Thürkauf

 Siehe auch Inge M. Thürkauf: „Löscht sie aus – die Familie“ in CIVITAS, Nr. 4, 2008 und Inge M. Thürkauf: „Der Weg des ‚neuen Menschen’ – von der biologischen Revolution zur Diktatur des Genderismus“ in MEDIZIN und IDEOLOGIE, Nr. 2/2007.

Bild: ABUS Security Tech Germany /Flickr creativ commons

Im Gästetrakt eines Benediktinerklosters weist eine kleine Tafel auf die Haus-, Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft Familie hin, so wie sie seit jeher verstanden wurde, und wie sie von den meisten Menschen auch heute noch gewünscht wird. Die Haltung der Gesellschaft im Hinblick auf den „wärmsten Ort gegen die Kälte dieser Welt“, hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten grundlegend geändert. Die Doppelverdiener-Ehe, alleinerziehende Mütter oder Väter, nichteheliche und homosexuelle Lebensgemeinschaften, Patchwork- und Pflegefamilien sowie die frühkindliche Fremdbetreuung haben aus der Familie einen „dynamischen Prozeß“ gemacht, der bis zur Unkenntlichkeit weiterhin im Wandel begriffen ist.

Veränderungen in Gesellschaft und Familie, wie wir sie heute erleben, haben ihre Verkünder, nur werden sie selten gehört, wie z. B. Dr. Richard Day, Professor für Kindermedizin an der Mount Sinai Medical School in New York, der im März 1969 vor 80 Medizinern der „Vereinigung Amerikanischer Kinderärzte“ in Pittsburgh unverhohlen Teile des Programms der Neuen Weltordnung[i] ausgebreitet hat. Das folgende Zitat[ii] beschreibt knapp und unmißverständlich die vorgegebene weitere „Entfaltung“ der westlichen Zivilisation:

„Es wird alles gemacht, damit die Familie nicht mehr zusammenbleibt. Die Frauen sollen arbeiten und immer mehr Menschen bleiben alleinstehend. Kinder werden als Babys bereits von der elterlichen Erziehung entfernt und politisch korrekt indoktriniert. Den jungen Mädchen wird als Vorbild nicht mehr die Familie und die Erziehung der Kinder vorgegeben, sondern sie sollen Leistung erbringen und eine ‚Karriere’ verfolgen. Mädchen wird erzählt, sie müssen genauso sein wie Jungs, und umgekehrt. Man will den geschlechtslosen Menschen, das Neutrum erzeugen. Frauen sollen maskuline Mode tragen – wie Hosen – und Männer sich immer femininer geben. Männersportarten wie Rugby oder American Football sollen verschwinden.“

Umsetzungsprogramme dieses neuen Weltsystems sind schon seit Jahrzehnten im Gange. Zunächst führten uns die New-Age-Ideologen in ein „Neues Zeitalter“. Eine Wendezeit in Bezug auf eine sinnerfüllte, humane und ganzheitliche Zukunft der Menschheit wurde uns versprochen. Viele ließen sich von dieser Traumwelt betören, sind mehr oder weniger kritiklos dem Mainstream New Age gefolgt und haben sich durch das ganze esoterische Programm der New-Age-Bewegung „dummgeglotzt“ (Alexander Kissler), so daß es immer schwieriger geworden ist, nachfolgende Gefahren zu erkennen, geschweige denn begreiflich zu machen.

Der neue Mainstream in Folge, der detailliert, akribisch und erfolgreich die Mitteilungen von Dr. Day umsetzt, nennt sich „Gender“ oder „Gender Mainstreaming“. Es ist keine Weltanschauung, Meinung oder Ideologie unter anderen, sondern eine offizielle, politische Zielsetzung, die administrativ und auf dem Weg des Gesetzes in die Politik eingedrungen ist und nun in sämtliche gesellschaftliche Bereiche hineingepreßt werden soll.

Die offizielle Definition von Gender Mainstreaming will vortäuschen, es handle sich um die Gleichbehandlung und Gleichstellung der Geschlechter. Die folgenden Ausführungen werden zeigen, daß ganz andere Ziele verfolgt werden:

In der englischen Sprache gibt es zwei Begriffe für das Wort „Geschlecht“: gender und sex.

  • Gender ist der grammatikalische Begriff zur Unterscheidung des Geschlechts eines Wortes.
  • Der Ausdruck sex ist kein Hinweis auf den sexuellen Akt, sondern bezeichnet das biologische Geschlecht von männlich und weiblich.

Wendepunkt in der politischen Strategie zur Einführung von Gender Mainstreaming war die 4. Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking, wo das Wort „sex“ ersetzt wurde durch den bis heute von den meisten Menschen kaum noch erfaßten Begriff „gender“. Diese Definition bedeutet ein gewandeltes Verständnis von Geschlecht, mehr noch, eine neue Weltanschauung, die alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern nicht als naturgegeben, sondern als gesellschaftsbedingt versteht. Das heißt: Jede sexuelle Orientierung – heterosexuell, homosexuell, lesbisch, bisexuell und transsexuell – soll gleichwertig sein und gesellschaftliche Akzeptanz beanspruchen. Das biologische Geschlecht, also die Tatsache, daß der Mensch von Gott als Mann und als Frau geschaffen wurde, ist – den Gender-Ideologen entsprechend – nicht mehr von Belang.

Gegen diese Zumutung setzte sich die Familienallianz besagter Konferenz zur Wehr. Die Beschlüsse von Peking seien „ein direkter Angriff auf die Werte, Kulturen, Traditionen und religiösen Überzeugungen der großen Mehrheit der Weltbevölkerung sowohl in den Entwicklungsländern als auch in den Industrienationen“. Das Dokument zeige keinerlei Respekt für die Würde des Menschen, versuche die Familie zu zerstören, ignoriere die Ehe, werte die Bedeutung der Mutterschaft ab, fördere abweichende sexuelle Praktiken, sexuelle Promiskuität und Sex für Jugendliche.

Offensichtlich war der Protest der Verteidiger von Ehe und Familie gegen diesen „europäischen Unsinn“ wirkungslos, denn am 1. Mai 1999 wurde im Amsterdamer Vertrag auf EU-Ebene der Gender-Mainstreaming-Ansatz als durchgängiges „Leitprinzip und Querschnittsaufgabe“ rechtlich verbindlich festgeschrieben. Art. 2 und Art. 2 Abs.2 dieses EG-Vertrags verpflichtet die Mitgliedstaaten zu einer aktiven Gleichstellungspolitik im Sinne des Gender Mainstreaming.

Da Gender Mainstreaming ein weltweites Umerziehungsprogramm beinhaltet, muß es sich um ein politisches Konzept handeln, denn ohne die von der Politik verordneten Gesetze wird ein solches Programm nicht durchzudrücken sein. Der Grund, warum diese Begriffe und dieser Vertrag bis vor kurzem unbekannt waren, erfahren wir vom luxemburgischen Premierminister und Präsidenten der EU-Runde Jean-Claude Juncker, der 1999 unverblümt zugab: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“[iii] Diese Vorgehensweise findet vermutlich in sämtlichen Bereichen der Gesellschaft, der Politik und der Wirtschaft ihre Anwendung.

Was von Anbeginn der Menschheit als „natürlich“ und „normal“ gegolten hat, die Zuordnung als Mann und Frau, soll nun unter der Führung von tonangebenden Sexualwissenschaftlern durch Umerziehung geändert werden, die so früh wie möglich beginnen soll. Inzwischen schreckt man nicht mehr davor zurück, die Geschlechterabschaffung bereits in Kindertagesstätten und Kindergärten umzusetzen, mit entsprechender Schulung des Lehrpersonals. Der Hintergedanke dabei ist, daß ein auf diese Art umerzogenes, d.h. ge-gendertes Kind beizeiten begreifen lernt, daß es nicht nur Mann und Frau gibt, sondern daß die Palette viel bunter und reichhaltiger ist. Im bekannten Wiener Modell-Kindergarten „Fun & Care“ werden die Geschlechter von Jungen und Mädchen zunehmend und systematisch aufgeweicht, um sie letztlich gänzlich abzuschaffen. Mädchen werden mit technischen Spielzeugen bekanntgemacht und aufgefordert, Fußball zu spielen und sich gegen die Buben zur Wehr zu setzen. Den Jungs hingegen wird beigebracht, mit einer Kosmetikbox umzugehen, Prinzessinnenkleider zu tragen, Fingernägel zu lackieren, sich schön zu machen, ganz allgemein eine positive Körperwahrnehmung zu erlernen, um weicher, weiblicher zu werden. Das Ganze drängt in die Richtung, die Wahrnehmung für die verschiedenen Geschlechter, wie Homosexualität, lesbische Lebensweise, Bisexualität und Transsexualität so früh wie möglich auszubilden. Daß hierbei sexuelle Übergriffe von Kindern an Kindern nicht ausbleiben können, ist vermutlich in den Plänen der Genderisten inbegriffen. Besorgten Eltern wird beruhigend erklärt, daß die Kinder das Recht hätten, sich sexuell zu betätigen, und daß solche „Kinderspiele“ zur Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit gehören.

Die Bemühungen der Gender-Ideologen waren von Anfang an darauf gerichtet, die sexuelle Identität im Grundgesetz zu verankern, was notgedrungen dazu führt, daß das gesamte Ehe- und Familienrecht geändert werden muß, damit Homosexuellen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen eine gleichberechtigte „Ehe und Familie“ ermöglicht werden kann. Bestrebungen in dieser Richtung sind zur Zeit in Vorbereitung. Vor zehn Jahren wurde in Deutschland die sogenannte Homo-„Ehe“ eingeführt. Nun verlangt die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zusammen mit den Grünen und den Linken die Gleichstellung von homosexuellen Partnerschaften mit der Ehe, obwohl dies verfassungsrechtlich dem Schutz von Ehe und Familie zuwiderläuft. Außerdem – so die Homosexuellen-Organisation ILGA – soll das Adoptionsrecht für Homopaare eingeführt und den Kindern die Möglichkeit eingeräumt werden, mehr als zwei Eltern zu haben. Niemand fragt, was dies für Auswirkungen auf das Kindeswohl haben wird. Den Kindern wird mit dieser Neudefinition von Ehe und Familie das Leitbild der monogamen Ehe von einem Mann und einer Frau als Orientierung für ihr Leben immer mehr entschwinden.

Am 20. Juli 2011 berichtet die FAZ über eine Anordnung des Berliner Senators für Bildung, Jürgen Zöllner (SPD), in der bestimmt wird, daß Grundschulkinder sich ab dem 5. Lebensjahr daran gewöhnen müssen, sich an der sexuellen Vielfalt als Norm zu orientieren. Das bedeutet, eine aggressive Wegführung von der Vater-Mutter-Kind-Familie hin zu homosexuellen Lebensformen. Im Aufklärungsprogramm des Senators findet sich ein Bücher- und Spielekoffer, mit dem nach den Sommerferien den Grundschulen das andere Bild von „Familie“ vorgestellt werden soll. Ab der 5. Klasse sollen Kinder die einschlägigen sexuellen Begriffe in Scharaden darstellen. Eine der Geschichten aus dem Bücherkoffer schildert die Suche nach einer Prinzessin, denn der Kronprinz soll heiraten. Viele Mädchen werden ihm vorgeführt, aber keine gefällt ihm, bis die Prinzessin Liebegunde mit ihrem Bruder eintritt. Da verliebt sich der Kronprinz in den Bruder der Prinzessin. Sie heiraten und regieren gemeinsam als „König und König das Land“. So klingen die Märchen im 21. Jahrhundert.

Die Schweiz – eifrig bemüht der EU zu Diensten zu sein – hat ebenfalls ihr Umerziehungsprogramm gestartet. Durch die Schweizer Boulevard-Zeitung „Blick“ wurde die Öffentlichkeit auf das Sexualprogramm des Kantons Basel-Stadt aufmerksam. Dort wurden in 30 Schulen und Kindergärten Sex-Koffer und Boxen mit eindeutigem Inhalt verteilt: Puppe, Puzzels, Bücher und anderes „Lehrmaterial“ für Vier- bis Zehnjährige, das die erotischen Zonen der Kinder und deren Möglichkeiten der Stimulation erklärt.

Daß gerade in den letzten Monaten ein flächendeckendes Programm zur Früh-Sexualisierung von Kleinst- und Kindergartenkindern gestartet wurde, ist nicht zufällig. Ende August 2010 fand in der mexikanischen Stadt Léon Guanajuato eine Weltjugend-Konferenz statt, die mit einem sogenannten „Statement-Entwurf“ abgeschlossen wurde, dessen Inhalt in höchstem Grad als jugendgefährdend und familienfeindlich bezeichnet werden kann. Um die weltweite Abtreibungsmentalität immer mehr auszuweiten, hat der Bevölkerungsfond der Vereinten Nationen (UNFPA), unterstützt von den radikalen Feministinnen und den bekannten Abtreibungs- und Anti-Familiengruppierungen, eine globale Kampagne gestartet, um heranwachsende Mädchen zu sogenannt „selbstbestimmten Menschen“ heranzubilden und ihnen eine „erschöpfende sexuelle Erziehung“ zu gewährleisten, vor allem aber, sie für die Abtreibung zu gewinnen. Es geht bei dieser Kampagne jedoch nicht nur um die Durchsetzung der Abtreibung als Menschenrecht, sondern das letzte Ziel ist eine anti-christliche Indoktrinierung der Jugend. Diese soll nach den Vorgaben der Gender-Ideologen sexuell aufgeklärt und entsprechend erzogen werden. Die Forderungen, die in diesem 11 Seiten umfassenden Statement aufgelistet wurden, beinhalten das Recht auf Abtreibung und eine Erziehung, die sich freihält von jeglicher Religion. Wörtlich heißt es: „Die Regierungen müssen das fundamentale Recht einer religionsfreien Erziehung garantieren.“ Darüber hinaus soll Gender-Gleichheit vorgeschrieben werden, was bedeutet, daß die sexuellen Interessen der LGBT (Lesben-, Gay (gay engl. = schwul), Bisexuellen und Transsexuellen) durchzusetzen seien. Ebenso sollen die Regierungen mit den Medien und Behörden zusammenarbeiten und ihren Einfluß geltend machen, um jegliche Ablehnung und Phobie von Gender Mainstreaming zu beseitigen. Regierungen werden aufgefordert, LGBT als Teil des Spektrums von Gender-Gleichheit zu akzeptieren und sollen dafür sorgen, daß Jugendliche ihre sexuelle Identität (die sich ja nach Belieben wandeln kann) als Menschenrecht verstehen lernen. Es wird darauf gepocht, daß die Regierungen der Mitgliedstaaten diese Forderungen in ihren Ländern popularisieren.

Um diese Ziele besser bekannt zu machen und durchsetzen zu können, wurde von den Vereinten Nationen am 12. August 2010 ein „Internationales Jahr der Jugend ausgerufen, das bis Ende 2011 dauern soll. Länder, die sich gegen die Indoktrinierung ihrer Gesellschaft mit Gender Mainstreaming zur Wehr setzen, wie z. B. Ungarn, geraten unter den massiven Druck der Abtreibungslobby und der Institutionen der EU. Diese versuchen, die neue ungarische Verfassung, die sich für den Schutz des Lebens „von der Empfängnis an“ und für die monogame Ehe von Mann und Frau einsetzt, zu diskreditieren.

Der Vorstoß der Vereinten Nationen, Abtreibung weltweit durchzusetzen – und zwar durch die unerträgliche Beeinflussung heranwachsender Mädchen und junger Frauen – ist eine immense Gefahr für das Leben, für die Familie, für die Heiligkeit und die Würde des Lebens, eine Gefahr für die Erhaltung moralisch-ethischer Werte und für die Freiheit der Christen, ihren Glauben zu leben.

Der Höhepunkt des Zynismus ist jedoch der erwähnte Statement-Entwurf, der im August 2010 in Mexiko verabschiedet wurde. In unüberbietbarer Rücksichtslosigkeit werden gesundheitliche Risiken durch die propagierte zügellose sexuelle Lebensweise mit unterschiedlich praktizierten sexuellen Orientierungen ganz bewußt in Kauf genommen. Anstatt zu einer Lebensweise anzuregen, die lebensbedrohliche Krankheiten wie z. B. Aids vermeiden hilft, wird von den Regierungen verlangt, jenen, die aufgrund ihrer sexuellen Lebensweise erkranken, umfassende medizinische Dienstleistungen durch die Allgemeinheit zu garantieren.[iv]

In seiner Schrift „Athanasius und die Kirche unserer Zeit“ zitiert Bischof Rudolf Graber aus einer Geheiminstruktion aus dem Jahr 1819, in der diese Ziele klar schon zur Sprache gebracht wurden. „Schmeichelt allen Leidenschaften“, heißt es da, „den schlechtesten ebenso wie den hochherzigsten…popularisieren wir das Laster…Schafft Herzen voller Laster und ihr werdet keine Katholiken mehr haben…Laßt das Greisenalter und das reifere Alter beiseite; geht zur Jugend und wenn es möglich ist zu den Kindern.“ Diese Anweisung scheint heute ihre perfekte Anwendung gefunden zu haben.

Um den gesellschaftsverändernden Plänen die erfolgreichste Resonanz zu verschaffen, hat der Genderismus vor allem im universitären Bereich Fuß gefaßt. In akademischen Kreisen wird die Frage nach dem „Geschlecht“ schon mit einer Gegenfrage beantwortet, welche lautet: Geht es um das biologische oder um das angeblich sozial konstruierte Geschlecht, also geht es um „Gender“? „Gender-Studies“ ist eine neue Disziplin, die sich in den Universitäten schon längst etabliert hat. Darüber hinaus ist sie das einzige Fach, das sich über ein ungebrochenes Stellenwachstum freut. Eine von der Gender-Theorie unabhängige Geschlechterforschung existiert nicht, denn Kritiker der Gender-Ideologie haben an den Universitäten keine Chance.

In allen studierbaren Fächern muß Gender integriert werden. Selbst die Studenten der Önologie (Weinbau) sollen „geschlechterspezifische Wertesysteme erkennen“ lernen. An vielen Universitäten sind solche Forderungen schon umgesetzt. Agrarwissenschaftler an der Berliner Humboldt-Universität beispielsweise können „Gender und Globalisierung“ als Wahlfach belegen. Das ist das Ergebnis „mehrjähriger Lobbyarbeit von Frauen aus Frauenbewegung und Frauenforschung“ und ihrer „fantasievollen und kämpferischen Aktionen“, wie das Netzwerk verkündet.[v]

Um dem neuen Studien-Fach „Gender“ Attraktivität und vor allem Glaubwürdigkeit zu verleihen, wurde das Fach zum Objekt „feministischer Naturwissenschaftsforschung“, m.a.W. man will wissenschaftlich beweisen, daß Gender Mainstreaming eine Wissenschaft ist, und zwar auf dem Hintergrund der Naturwissenschaft. Offensichtlich spielt es keine Rolle, daß dieses Ansinnen an den Haaren herbeigezogen ist, denn naturwissenschaftliche Beweisführung ist objektiv, weil es auf dem systematisch-reproduzierbaren Experiment beruht. Nur was systematisch-experimentell bewiesen werden kann, hat eine objektive naturwissenschaftliche Beweiskraft. Da dies in Bezug auf Gender völlig unmöglich ist, wird der Begriff „Naturwissenschaft“ schlicht und einfach umgepolt. Für die Genderisten ist Naturwissenschaft nicht mehr objektiv, sondern subjektiv. Genauso wie sie sich entschlossen haben, das „Geschlecht“ neu zu definieren, sind sie nun von der neuen Erkenntnis beseelt, eine subjektive Naturwissenschaft zu denken. Die Wissenschaftsgläubigkeit ihrer Zeitgenossen tut das übrige, sie gläubig dabei zu unterstützen.

Als Beispiel für diese „Kopernikanische Wende“ in der Geisteswissenschaft sei die Hamburger Universität genannt. Die Erziehungswissenschaftler und „Queer-Forscher“, Robin Bauer und Helen Götschel, nennen das neue „wissenschaftliche“ Feld „Gender & Science-Studies“. Das heißt, die Naturwissenschaft wird nun aus einer Geschlechter-Perspektive erforscht.[vi] Robin Bauer, Professor für „Mathematik und Gender Studies in der Mathematik“ an der Universität Hamburg, hieß bis vor einigen Jahren noch Birgit. Er hat also die Erforschung seiner sexuellen Identität und Interessen zum Beruf gemacht. Queer-Forscher befassen sich also „wissenschaftlich“ mit sich selbst, das heißt mit ihrer eigenen sexuellen Identität und ihren eigenen Praktiken und werden dabei staatlich finanziert.

Eine seiner Veröffentlichungen heißt: „Das Zwei-Geschlechter-System als Menschenrechtsverletzung“ (d. h. das Faktum der beiden Geschlechter „Mann und Frau“ verletzt die Menschenrechte). 2004 erhielt Robin Bauer eine Auszeichnung der Schweizerischen Akademie der Naturwissenschaft. Gewürdigt wurde das Projekt „Degendering Science“ mit dem Modul „Gender-Studies und Naturwissenschaft“ als erfolgreiche Strategie zur Überwindung von frauenspezifischen Grenzen in Forschung und Lehre in den Naturwissenschaften.

„Im Ganzen gesehen kann man sagen, daß sich in den letzten Jahren an den Universitäten ein Fach etabliert hat, das wissenschaftliche Objektivität und Rationalität gegen offen praktizierten Subjektivismus eingetauscht hat, um politisch-ideologische Ziele zu erreichen. Was muß man von einer Universitätskultur halten, die gegen diese Machtergreifung der Geisteswissenschaften keinen Widerstand leistet?“[vii]

Ziel der Gender-Ideologen ist die 50/50 Quotenregelung für Männer und Frauen für sämtliche Arbeits- und Lebensbereiche. Die Frauen müssen mit oder ohne Kinder jederzeit einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Männer jedoch sollen dazu bestimmt werden, 50 % der Säuglings- und Kinderpflege zu übernehmen. Die Kinderbetreuung und -pflege übernimmt der Staat. Wie verunsichert die Männer in dieser für sie fremden Zuordnung schon sind, zeigt eine von vielen Umfragen, die aber alle mehr oder weniger dasselbe Resultat ergeben. 27 % der Männer möchten die traditionelle Rolle als Verdiener und Ernährer behalten, so die Umfrage von protestantischer wie katholischer Seite. 19 % verstehen sich als sogenannte moderne Männer mit Vätermonaten zur Kinderbetreuung und erwerbstätiger Ehefrau. 24 % der Befragten bezeichnen sich als „balancierende Männer“, die die alten Rollen nicht verlassen und die neuen Rollen nicht übernehmen wollen. Der größte Teil – nämlich 30 % der Männer – nannten sich „suchend“, sie hätten sich von den klassischen Rollen verabschiedet, die neuen aber noch nicht gefunden[viii].

Die Revolution der Neuen Linken 1968 war der Wendepunkt für eine Geisteshaltung, die ernst gemacht hat mit den vorgegebenen Programmen und sich die Abschaffung der Familie, das Schleifen jeglicher Autorität, die „Befreiung“ zur Sexualität von Kindesbeinen, die Selbstverwirklichung und Befriedigung aller Bedürfnisse auf die Fahne geschrieben hat.

Das, was jetzt mit Ehe und Familie geschieht, ist der tiefste kultur-revolutionäre Eingriff der Menschheitsgeschichte. Er verändert den Menschen in einer Weise, daß er in Gefahr gerät, seine Gottesebenbildlichkeit zu vergessen. Was wird aus der Familie, aus unserer Gesellschaft, unserer Nation, unserer Kultur? Fühlt sich noch jemand zuständig?

Im September 2010 fand in Berlin ein Kongreß der AUF-Partei (Partei für Arbeit, Umwelt und Familie) statt, der sich intensiv mit dem Lebensschutz und der Familienpolitik befaßte. Zum Schluß dieses Kongresses wurde eine friedliche Kulturrevolution gefordert. Der Appell aufzuwachen, um Himmels Willen aufzuwachen, ging an alle, denen Ehe, Familie, Kinder ein tiefes Anliegen ist, denn etwas dürfte jetzt jedem klar geworden sein: während wir schliefen, „kam der Feind, und säte Unkraut“ (Mt. 13, 25).

Der Schriftsteller Johannes Grassl hat bei diesem Kongreß einen Satz geprägt, dem ich mich anschließen möchte. Er sagte: „Es ist für eine Umkehr nicht entscheidend, ob man die Mehrheit stellt. Entscheidend ist, daß Gott immer einen kleinen Überrest benutzt, um das große Ganze zu verändern.“


[i] Präsident Georg H.W. Bush, US Präsident 1989-1993 am 11. September 1990 vor dem amerikanischen Kongreß.

[ii] KOMMA, Nr. 75/2010, S. 36

[iii] SPIEGEL, Nr. 52/1999.

[iv] Quelle: C-FAM vom 11. August/8. September 2010.

[v] Handelsblatt Nr. 181 vom 19. September 2009, S. 9.

[vi]„Queer“, (dt. seltsam, sonderbar) ist eine Eigenbezeichnung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen, Intersexuellen, Transsexuellen, Asexuellen, also Menschen, die sich von den Heterosexuellen unterscheiden. Sie sind an vielen Universitäten, etwa in Hamburg und Göttingen, ein integrierter Teil der Gender-Studies.

[vii] Handelsblatt dito

[viii] Idea Spektrum, Nr. 32, 2010.





Bischof Laun: Alle wissen es, der Embryo ist Mensch!

30 06 2011

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Ein Vortrag zur „Fristenlösung“ von Weihbischof Andreas Laun.

Wien (kath.net) „Wenn man den ganz kleinen Menschen töten darf, dann ist es nicht mehr wirklich begründbar, warum nicht auch einen ganz großen Menschen! Abtreibung führt mit einer moralisch zwingenden Logik zur Bereitschaft, auch Erwachsene zu töten!“ Über die „Fristenlösung“ und andere verwandte Themen sprach der Salzburger Weihbischof Andreas Laun bei einer Buchpräsentation der FPÖ im Wiener Palais Epstein am Dienstag.

Zur Freiheit der Bischöfe gehöre es auch, dass „der Bischof bereit ist, mit jedem und auch jeder Partei zu sprechen. Wer mir diese Offenheit nicht abnimmt, möge mich testen und einladen!“

„Auf jeden Fall aber besteht eine innere Logik, die Abtreibung, Euthanasie, künstliche Befruchtung, Embryonen-Versuche, Pränatale Diagnostik und Präimplantations-Diagnostik (PID) eint: Immer ist die Frage, ab wann handelt es sich um einen Menschen und, wenn der Mensch unbestreitbar „schon da“ ist, was darf man mit ihm tun und was nicht?

Der Vortrag im Wortlaut:

Kurt Tucholsky hat gesagt:
„Denn nichts ist schwerer und nichts erfordert mehr Charakter,
als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden
und laut zu sagen: Nein!“ Und auch:
„Ob man die Wahrheit sagt oder nicht, sie besteht!“

Wenn man dieses in einer bestimmten Situation notwendige „Nein“ von einem Bischof nicht mehr erwarten kann, von wem dann? Denn ohne Zweifel, Bischöfe haben mehr Freiheit zu einem offenen, mutigen Nein oder Ja oder einfach die Freiheit, die Wahrheit zu sagen, als andere Menschen im Land.

Diese Freiheit haben sie letztlich von Gott und sie haben sie nicht als Privileg, sondern um ein Wächteramt auszuüben. Wehe ihnen, wenn sie den Feind kommen sehen und dennoch schweigen!

Zu dieser Freiheit gehört es auch, dass der Bischof bereit ist, mit jedem und auch jeder Partei zu sprechen. Wer mir diese Offenheit nicht abnimmt, möge mich testen und einladen!

In diesem Sinn:

Ich setze voraus, dass die wesentlichen Eckdaten und wesentlichen Argumente der Diskussion um Abtreibung und Fristenregelung bekannt sind wenigstens bei den Menschen, die wie auch ich selbst Zeitzeugen der Auseinandersetzungen in den frühen 70er-Jahren sind, die schließlich zum Gesetz der „Fristenlösung“ führten. So beschränke ich mich auf folgende Punkte:

Erstens: Die Anerkennung des Tötungsverbotes
Zweitens: Der Embryo: „Ist Mensch“ oder „für mich nur Zellhaufen“?
Drittens: „Alle wissen es“, der Embryo ist Mensch!
Viertens: Die große Gefahr
Fünftens: Niemals vergessen
Sechstens: Die demographische Katastrophe
Siebtens: Mütterfeindliche Politik
Achtens: Fristenlösung – frauenfeindlich und kinderfeindlich!
Neuntens: Vergewaltigung
Zehntens: „Radikale Abtreibungsgegner“?

Man kann es nicht oft und nicht deutlich genug sagen: Die Fristenlösung muss weg! Das allein ist eines Rechtsstaates würdig, allein diese Haltung ist wirklich katholisch! Erst vor kurzem sagte der kroatische Bischof Zupan von Krk: Wir haben ein Recht, die Regierenden aufzufordern, die Gesetze zur Abtreibung zu revidieren!“

„Die Wahrheit kann untergehen, aber sie ertrinkt nicht!“
Ich habe mit Tucholsky begonnen, ich schließe, indem ich das berühmte Wort des römischen Senators Cato abwandle, der meinte, man müsse Karthago unbedingt zerstören und darum jede seiner Reden mit der Aufforderung beendete: „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam!“:
Ich sage: Ceterum censeo legem ad libertatem abortus esse delendam! Übersetzt:
„Im übrigen meine ich, die Fristenlösung,
das Gesetz zur Freiheit der Abtreibung,
muss abgeschafft werden.“

Original auf kath.net ….

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Hinweise

Vortrag von Bischof Laun auf gloria.tv

Weihbischof Laun

Bischof Laun: Die Fristenlösung muss abgeschafft werden!

Nicht nur Deutschland, ganz Europa schafft sich ab

Lebensschutz

Jugend für das Leben





Ein Kreis aus Kinderschuhen

6 06 2011

Die CPÖ – Salzburg hatte am Mittwoch, 01.06.2011, dem „Internationalen Tag für das Leben“ als Aktionskunst neben ihrem Stand auf dem Residenzplatz in Salzburg über den Lebensschutz einen doppelten Kreis von Kinderschuhen um einen weißen Embryo gruppiert, was zu einem sehr beliebten Fotomotiv avancierte.

In Österreich werden schätzungsweise zwischen 40.000 und 80.000 Embrionen getötet. Aus politischen Gründen gibt es nicht einmal eine Abtreibungsstatistik in Österreich.

Aufgrund der künftig explodierenden Altenbetreuungskosten und des zusammenbrechenden Pensionssystemes kommt demnächst auch die Euthanasie auf uns zu. Der Lebensschutz wird in Zukunft ein immer wichtigeres Thema werden.

Wie stehen Sie dazu ?








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