Warum Manhattan für Europa sehr bedeutend ist

20 12 2009

Manhattan, der teuerste Stadtteil New Yorks, beheimatet die Büros von Amerikas Finanz- und Wirtschaftseliten. Dieses mal haben sich die amerikanischen christlichen Leiter in Manhattan getroffen und ein bedeutendes Dokument erstellt. Es bleibt zu hoffen, dass wenigstens einige Menschen Ohren haben um zu hören.

Die „Manhattan Erklärung“ (Manhattan Declaration) wurde im September dieses Jahres von einer großen Anzahl von Geistlichen und christlichen Leitern der unterschiedlichsten christlichen Konfessionen unterzeichnet und veröffentlicht. Die Erklärung erinnert an die bedeutenden Errungenschaften der westlichen Gesellschaft über die letzten 2000 Jahre, die vormehmlich von Christen, basierend auf christlichen Werten, maßgeblich beeinflußt und geleitet wurden. Von den sozialen Errungenschaften die bereits im römischen Reich erzielt wurden, über die Abschaffung der Sklaverei, bis zur Bürgerrechtsbewegung und den andauerenden aufopfernden Einsatz gegen die Armut. Jedoch sehen die vereinten christlichen Leiter derzeit eine weltweite Abkehr von den christlichen Werten und daher auch mittelfristig eine Rückentwicklung der Gesellschaft. Davor wollen sie warenen.

Die Unterzeichner der Manhattan Erklärung treten klar gegen den Zeitgeist auf und weisen im Besonderen auf folgende Fundamente der Gesellschaft hin die derzeit von den politischen Eliten, allen voran auch den maßgeblichen Kräften in der EU, ausgehebelt werden:

1, Das angeborene Recht auf Leben, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod und die wesensmäßige Würde des Menschens

2, Die Ehe aus Sicht der natürlichen Schöpfungsordnung als die verbindliche Einheit zwischen Mann und Frau und die Familie als fundamentalste gesellschaftliche Einrichtung

3, Die Religionsfreiheit die sich aus der Freiheit und Würde des Menschens ableitet

Die EU geht in diesen Punkten andere Wege. Manche davon sind schlau getarnt und für einen Außenstehenden schwer zu durchblicken. In Bezug auf die angeführten Punkte bedeutet dies:

add 1, Die EU ist ein starker Wegbereiter der Abtreibung, die Euthanasie ist in Vorbereitung und wird auch bald folgen. Das Recht auf Abtreibung wurde bereits vom Europarat beschlossen und findet demnächst den Einzug in das EU Parlament. Auch die Euthanasie und die Beendung vom Leben von Alten, unheilbar Kranken, usw. wird sich bald über Europa ausbreiten. Diese Sicht ist logisch nachvollziehbar für ein Land das Gott und die göttliche Schöpfung und Würde des Menschens abschüttelt. Anstatt Gott setzt die EU den Menschen auf den Gottes Thron. Dadurch relativiert sie die Grundwerte und kann unabhängig von christlichen Werten eigene Werte gestalten, je nach Befinden und Absicht. Das kann nicht gut sein. Denn dadurch werden immer die Absichten und die Selbstsucht der Mächtigen unterstützt.

add 2, Die Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau wird vom europäischen Gebot des Gender Mainstreamings ersetzt. Gender Mainstreaming ist eine Gegenposition zu der natürlichen Schöpfungsordnung und ersetzt das natürliche Geschlecht durch das soziale Geschlecht, da Geschlechterrollen nur durch die Gesellschaft anerzogen und nicht angeboren sind. Diese unbewiesene Theorie ist die Basis eines neuen Gender – Glaubens. Auf dessen Basis wird die Rolle von Mann und Frau total aufgehoben und alle Arten von Orientierungen wie Transgender oder alles sonstige denkbare findet Einzug in die Gender Ideologie. Dadurch entfällt die Rolle der klassischen Familie und es gibt nur mehr Beziehungen verschiedenster Art und sexueller Orientierung. Familie ist dann dort wo Kinder sind oder mehrere Personen in einer Art Lebensgemeinschaft zusammenleben. Für die nachfolgende Generation birgt diese Ideologie verheerende Folgen. Bindungsstörungen und soziale Verhaltensstörungen werden die unausweichliche Folge davon sein.  Andererseits wird die Institution der Familie zerstört und die Bedeutung des Staates als zentrales Bindeglied stark erhöht.

add 3, Die EU tritt doch recht deutlich für die Religionsfreiheit ein, möchte man meinen wenn man den Aufschrei anlässlich des Minarettverbotes verfolgt. Dies ist aber nur eine sehr gute Tarnung der wahren Absichten. Die EU ist nicht nur ein säkularer Staatenbund. Die EU hat auch eine Staatsreligion, und zwar den Atheismus. Jeder Staat, so streng auch die Trennung von Staat und Kirche vollzogen ist, hat ein Rechtssystem das auf Glaubensgrundsätzen aufgebaut ist. Bis heute sind die Verfassungen der meisten europäischen Staaten und deren gesamte Rechtssysteme auf christliche Werte ausgerichtet, auch wenn in den meisten Verfassungen kein expliziter Gottesbezug steht.  In der EU Verfassung, oder besser gesagt im Vertrag vom Lissabon und den anderen relevanten Verträgen wird aber deutlich, dass die EU alles was christlichen Werten entspricht langsam aber sicher eliminiert. Die modernste Gesellschaft der Welt soll entstehen, sagt uns der Prospekt zum Vertrag von Lissabon, der noch von der damaligen Ministerin Plassnik erstellt wurde. Die Antidiskriminierungsbehörde wird sich darum kümmern, dass gegen die Religionsfreiheit, die atheistischen Werte der EU durchgesetzt werden und dass der Islam zu einem „Euro-Islam“ wird, das Christentum am besten nur mehr zur Erhaltung der Kirchen besteht und alle Religionen zu einer Art Einheitsbrei – Märchen werden, an das am Ende sowieso niemand mehr ernsthaft glauben will.

Die authorisierte deutsche Übersetzung der Manhattan Erklärung finden Sie beim deutschen Institut für Ethik und Werte

Original kann man die Manhattan Declaration lesen unter manhattandeclaration.org

Die Deklaration kann hier online unterzeichnet werden

Leider sind viele dieser Informationen der Gesellschaft unbekannt. Helfen Sie mit die Nachricht zu verbreiten. Beschäfitgen Sie sich mit diesen Themen und informieren Sie ihre Freunde und Bekannte darüber. Reden Sie mit Ihren Pfarrer, Pastor oder Hauskreisleiter darüber, schreiben Sie Leserbriefe, beteiligen Sie sich an der öffentlichen Diskussion und schweigen Sie nicht.





Die Unvernunft des Atheismus

6 12 2009

Am 4.12.09 hielt der Althistoriker Dr. Jürgen Spieß einen Vortrag in Wien über den neuen Atheismus und dessen Denkfehler. Dazu zog er hauptsächlich das Buch „Der Gotteswahn“ von Richard Dawkins und dessen darin enthaltenen Hauptthesen heran. Veranstaltet wurde der Abend vom Institut Renovatio und der Evangelischen Allianz.

Die erste Überaschung trat auf als ein äußerlich unscheinbarer und schüchtern wirkender Vortragender zu Reden begann. Sein Vortrag war verbal und inhaltlich hervorragend, und meine deutschen Freunde mögen verzeihen – für einen Deutschen und Althistoriker unerwartet humorvoll.

Der moderne Atheismus gilt als Antwort auf die Ereignisse des 11.September 2001. Er geht von der Annahme aus, dass eine Welt ohne Religion friedlich ist. Er äußerte sich unter anderem in der Atheismuskampagne des letzten Sommers. Dawkins stellt die Behauptung auf „Ich bin Atheist weil es wahr ist“ obwohl er im Buch davon spricht, dass es nur „mit an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit keinen Gott gibt“. In einem Fernsehinterview bezifferte er diese Wahrscheinlichkeit mit 98,5% ohne näher darauf einzugehen wie er auf diese Zahl gekommen ist. Verglichen mit einer Betriebsgarantie von 98,5% z.B. bei einem Internetanschluß würde das bedeuten, dass wahrscheinlich an ca. 5 Tagen pro Jahr das Internet nicht funktioniert. Hier lies sich der Vertreter des neuen Atheismus also ein noch recht großes Schlupfloch offen.

Die 4 Hauptthesen für den Atheismus des Buches „Der Gotteswahn“  sind:

1, Glaube und Wissenschaft sind Gegensätze
Der Glaube ist blind, Wissenschaft steht auf Basis von Belegen. Er gibt zu, dass man auch als Wissenschafter einen gewissen Glauben an Dinge braucht, nennt dies aber Vertrauen.
Der Basissatz ist hier, dass es nichts Übernatürliches gibt. Dies ist ein Widerspruch in sich, da eine philosophische Basisaussage dazu verwendet wird um eine naturwissenschaftliche Behauptung zu tätigen. Wie im „Netz des Physikers“ geschildert können nicht alle Dinge Naturwissenschaftlich erkannt werden. Die Frage des Übernatürlichen kann nicht durch das Natürliche erklärt oder widerlegt werden, da sich die Mittel zur Erkenntnis ausserhalb des natürlichen Systems befinden. Das Netz des Physikers kann nur Fische fangen die größer als 5cm sind, daher geht er davon aus, dass alle Fische größer als 5cm sind. Alle kleineren Fische könnte er nur mit einer anderen Betrachtungsweise herausfinden. Daher folgt, dass Gott naturwissenschaftlich weder bewiesen oder widerlegt werden kann.
Die Naturwissenschaft bringt sowohl bei gläubigen, als auch bei ungläubigen Wissenschaftern die gleichen Resultate hervor. Sehr viele Naturwissenschafter sind gläubig und dies stellt keinen Gegensatz zu ihren Glauben dar.

2, Unsere Welt ist so komplex, dass sie den Anschein erweckt, dass sie intelligent gestaltet wurde. Das ist Wunschdenken, denn die Evolution hat durch natürliche Selektion dazu geführt.
Als Gegenargument kann man anführen, dass die Nichtexistenz Gottes ebenso Wunschdenken sein kann. Der Wunsch dass es Gott nicht gibt ist für den Menschen nämlich viel bequemer und die Evolution legitimiert seinen Egoismus. Weiters behauptet kein ernsthafter Wissenschafter, dass die Evolution Neues schafft. Dadurch erklärt sie in keinster Weise die Schöpfung sondern nur die geringfügige Veränderung. Auch die Veränderungen von einer Art in eine andere kann nicht belegt werden, sondern nur die Mikroevolution, die Veränderung und Anpassung innerhalb von Arten.
Die Evolution und Selektion erklärt nicht wie es vom Nichtleben zum Leben kommt, vom Nichtbewußtsein zum Bewußtsein, von der Nichtsittlichkeit zur Sittlichkeit. Wo kommen die Anfänge her? Im Gegensatz zur Evolution lehrt uns das Anthropische Prinzip, dass der Kosmos mit seinen Naturkonstanten im Gesamten auf den Menschen hin geschaffen wurde. Weiters zeigt uns die Entropie, dass sich in der Natur ein System höherer Ordnung immer in ein System niedriger Ordnung entwickelt, wenn nicht mit absichtlicher Intervention die Ordnung erhöht wird.

3, Eine Welt ohne Religion ist friedlich. Noch nie wurde im Namen des Atheismus Krieg geführt.
Dieser Argumentation konnte sich nicht einmal der sonst links-liberale Spiegel anschließen. Sicherlich ist Religion, und hier vornehmlich der Islam, auch für kriegerische Aktivitäten verantwortlich. Aber ebenso andere Weltanschauungen wie der Kommunismus oder der Faschismus, die ausgesprochen antireligiös sind, waren oft die Kriegstreiber oder die Mörder an unschuldigen Leben. Habgier, Geltungssucht oder das wehrhafte Verhalten gegen die Ungerechtigkeit waren in der Geschichte ebenso Auslöser für Krieg. Hitler war Atheist und erklärter Gegner des Christentums, ebenso wie Marx, Stalin oder Mao.

4, Die Evangelien sind eine literarische Erfindung, ein Roman, genau so wie das Buch Sakrileg von Dan Brown.
Als Althistoriker legte Dr. Spieß hier klar, dass aus historischer Sicht die Evangelien, sowie die Aussagen davon wie die Auferstehung eine historische außerordentlich gut belegte Tatsache ist. Es gibt keine historischen Fakten aus dem ALtertum die besser belegt sind als die Evangelien und die biblische Geschichte. Wenn wir das in Zweifel ziehen, dann müssten wir die gesamte uns bekannte Geschichte ebenfalls anzweifeln und überhaupt keine historisch wissenschaftlichen Belege gelten lassen.

Wir müssen bedenken, dass der Umstand ob es einen Gott gibt oder nicht die Grundlage der Gesellschaft, der Politik, der Rechtssprechung und der Moral darstellt.

Sollte es Gott geben, dann hat das zwingendermaßen Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Es gibt ein absolut richtig und falsch und Richtlinien an denen wir unser Leben ausrichten sollen, ob es uns Spaß macht oder nicht.

Sollte es keinen Gott geben, dann hat das natürlich ebenfalls enorme Auswirkungen auf unser Leben. Es gibt kein richtig und kein falsch, alles ist relativ. Übrigens ist hier der oft benutzte Bezug dieser Aussage auf Einstein vollkommen falsch, denn dieser hat diese Aussage nie gesagt, sondern er verwehrte sich zu Lebzeiten dagegen, da er sehrwohl an einen Gott glaubte. Es gibt auch keine Moral, somit keine Grundlage für Gesetze. Das Gesetz ist ein Abbild der aktuellen Gesellschaft und passt sich an unsere Bedürfnisse an. Dann muss auch Mord kein Verbrechen sein. Abtreibung kann man problemlos argumentieren, ebenso wie Euthanasie.

Wenn es keinen Gott gibt, dann ist, wie Dostojewski sagte,  alles erlaubt.

Die EU ist bereits voll in eine Welt ohne Gott unterwegs. Das ehemalig christliche Amerika vollzieht unter Obama gerade einen Schwenk. Die ehemallig kommunistischen Länder sind orientierungslos. Die Errungenschaften der christlich westlichen Welt werden weggeworfen und gegen eine vermeintlich bessere moderne Lebensordnung eingetauscht die Genderismus, Evolutionstheorie, natürliche Selektion und neuen Atheismus predigt. Diese schöne neue Welt ist eine Welt ohne Moral und Liebe, ohne Werte, ohne Hoffnung. Ohne die wesentlichen Elemente die das Menschsein ausmachen.

Weiterführende Informationen unter www.iguw.de








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