Offener Brief an Justizministerin Bandion-Ortner

31 10 2009

Bandion-Ortner

Gastbeitrag:

Sehr geehrte Frau Justizministerin Bandion-Ortner,

Sie bekleiden als politische Entscheidungsträgerin eines der höchsten und verantwortungsvollsten Ämter in Österreich. Da Ihre Entscheidung von großer Tragweite gerade auch für die kommenden Generationen sein wird, wende ich mich mit Sorge über die Entwicklung in der Debatte um das Lebenspartnerschaftsgesetz an Sie.

Es ist offensichtlich, dass die Homo-Lobby aggressiv in die Öffentlichkeit drängt. Mit Vernunft und dem Wohle unserer Gesellschaft hat das jedoch nichts zu tun. Vielmehr kann man leicht erkennen, dass ausschließlich die eigenen Interessen im Vordergrund stehen und eine Propagierung des Homosexuellen Lebensstils dahinter steht. Wenn dem Raum gegeben wird, wird dies jedoch zulasten jener gehen, die den Beitrag für die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft in vollem Umfang leisten, nämlich die Familien.

Ist es ist nicht bezeichnend, dass die Homosexuellen generell nur zwei Argumente vorzubringen haben: erstens, dass „Österreich bei der Gleichstellung homosexueller Paare in Westeuropa hinterher hinkt“ und zweitens jenes der Diskriminierung? Weiters berufen sie sich auf eine unkorrekte, jedoch leichtfertig von den Medien nachgeplapperte Studie, wonach angeblich 7-10% aller Menschen homosexuell wären. Das ist falsch! Eine Untersuchung in Holland (Archives of General Psychiatry 58: 95-91, 2001) hat festgestellt: 2,8 % der Männer und 1,4 % der Frauen sind homosexuell. Dies stimmt mit der bis jetzt wohl repräsentativsten Studie aus den USA („Sex in America: A definitive Survey“ Warner Books, New York, 1994) überein, sie kommt auf die gleichen Zahlen.

Wussten Sie, dass die Homosexuellen selbst sehr diskriminierend gegenüber jenen Homosexuellen sind, die aus freiem Willen einen Ausweg aus der Homosexualität suchen? Ich beziehe mich hier auf Aussagen der deutschen Kinder- und Jugendärztin Christl Vonholdt, die Leiterin des Deutschen Institutes für Jugend und Gesellschaft, mehr unter www.dijg.de. Die Homosexuellen-Bewegung hat erfolglos gefordert, eine Mitwirkung Vonholdts beim Internationalen Kongress für Psychotherapie und Seelsorge vom 20.-24.5. in Marburg zu verhindern.

Hier soll also eine Ideologie übergestülpt werden und auch Homosexuelle selbst werden so teilweise zu Opfern davon und werden letztlich mit ihrem Einzelschicksal und ihrem persönlichen Problemen alleine gelassen. Tatsache ist, dass gar nicht wenige der Homosexuellen sehr unglücklich sind in ihrer Lebensweise. Hinter der schillernden Fassade verbirgt sich viel Unsicherheit und Einsamkeit.

Es spricht für sich, dass die Homosexuellen-Bewegung mit Druck über die Medien agiert. Weiters ist bedenklich, dass bei Inkrafttreten des LP-Gesetzes Homosexuellen die Adoption von Kindern laut EU-Gesetz möglich sein wird.

Genauso wie viele aus meinem Umfeld vertrete ich die von Experten wie folgt ausformulierte Ansicht:

Ehe und Familie müssen unter den besonderen Schutz einer staatlichen Ordnung gestellt werden. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Ehe zwischen Mann und Frau umgedeutet wird. Wie keine andere Gemeinschaft überbrücken Ehe und Familie den Graben zwischen den Geschlechtern und Generationen. Die Ehe zwischen Mann und Frau und die daraus folgende Familie tragen in einzigartiger Weise zum Zusammenhalt, zur Stabilität, zum Frieden und zur kulturellen Entwicklung einer Gesellschaft bei.

Richtig ist, dass der Staat an stabilen heterosexuellen Beziehungen, in erster Linie an guten Ehen, ein eminentes Interesse hat, da von diesen nicht weniger als seine Zukunft abhängt. Nur aus heterosexuellen Beziehungen können Kinder hervorgehen. In stabilen heterosexuellen Beziehungen haben Kinder die besten Entfaltungsmöglichkeiten. Gerade heute wird immer klarer, dass Kinder Mutter und Vater als stabile Bezugspersonen brauchen und dass das Fehlen derselben grobe Entwicklungsstörungen bis hin zur Neigung zu Kriminalität, Drogensucht, Promiskuität etc. (mit-) verursachen kann.

Das eben dargestellte öffentliche Interesse rechtfertigt daher rechtliche Privilegierungen der Ehe als optimale Form der Familie. Da aber aufgrund der gesellschaftlichen Veränderungen Beziehungen instabiler geworden sind und nicht immer in eine Ehe münden, hat der Staat gewisse Privilegierungen der Ehe auch auf heterosexuelle Lebensgemeinschaften übertragen, da diese in der Regel oder zumindest partiell auch Aufgaben übernehmen wie stabile eheliche Beziehungen, wenn dies auch nicht das Optimale darstellt.

Homosexuelle Beziehungen sollten hingegen reine Privatsache bleiben. Es besteht kein öffentliches Interesse an ihnen, welches über das allgemeine öffentliche Interesse an gutem Einvernehmen der Bürger untereinander hinausginge. Ungleiches ungleich zu behandeln stellt aber keine Diskriminierung dar!

Das Eheverständnis lässt sich auch nicht rein auf die heterosexuelle Geschlechtlichkeit reduzieren, hier geht es nicht um die „Privilegierung“ von Gefühlsvarianten und Triebneigungen. Sollten homosexuelle Beziehungen privilegiert werden, so müssten genauso Lebensgemeinschaften ohne sexuellen Hintergrund oder die von Geschwistern oder von Elternteilen mit ihren erwachsenen Kindern gefördert werden; dass dies in den bisher vorliegenden Entwürfen gerade nicht der Fall ist, zeigt die wahren Hintergründe der jüngsten Vorstöße: Es geht den Proponenten offensichtlich nicht um „Gleiches Recht für gleich viel Liebe“ oder die Belohnung / Förderung gegenseitigen Beistandes und Fürsorge, sondern um die ideologisch motivierte Propagierung des homosexuellen Lebensstils.

Überdies zeigen die letztgenannten Beziehungen im Allgemeinen eine weit höhere Stabilität als homosexuelle Beziehungen, die sogar nach Darstellung der Homo-Organisationen nur selten monogame, verbindliche und dauerhafte Verbindungen sind. Das zeigen auch Zahlen aus den Niederlanden, wo zwei Drittel der homosexuellen Paare nach kurzer Zeit bereits geschieden sind.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und bitte um Verständnis, dass ich obenstehenden Text wegen der Wichtigkeit ungekürzt bringe.

Mit besten Grüßen

Eine Stimme








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