Kopten demonstrieren in Wien

22 01 2010

Am Donnerstag, 21.1.10 fand eine Demonstration der Kopten in Wien statt. Die Kopten sind die christliche Minderheit in Ägypten. Mit dieser Demonstration wiesen sie auf die unhaltbaren Zustände für Christen in Ägypten hin. Vor kurzem wurden nach einer Christmette in Ägypten wahllos auf Kopten geschossen, die aus der Kirche kamen. Dabei starben 7 Kopten und 1 muslimischer Wachmann. Leider finden sehr häufig mehr oder weniger schwerwiegende Übergriffe auf die Kopten in ihrer islamisch dominierten Heimat statt.

Bei der Demonstration waren trotz eisiger Kälte von -5 Grad ca. 2000 Kopten anwesend. Auch einige Österreicher mischten sich unter die Demonstranten. Die Lautsprecherchöre und die Schilder zogen einige Passanten an. Die meisten davon waren sehr ergriffen.

Im Demonstrationszug befanden sich mehrere geistliche Würdenträger. Unter den Akteuern war auch Dr. Rudi Gehring, der Bundesparteiobmann der CPÖ zu finden. Symbolhaft wurden Särge der Verstorbenen mitgetragen. Die sehr gelungene Demonstration startete bei der Oper und bewegte sich über den Ring, Heldenplatz bis zum Haus der Europäischen Union nahe der Börse. Dort fand ein Gespräch mit Vertretern der EU statt in denen die Kopten ihre Anliegen vortragen konnten.

Weitere Fotos:

Die Videos von der Demo finden Sie hier

Weitere Informationen auf www.kopten.at

Das Beispiel der Kopten zeigt wie islamische Länder mit Christen umgehen. Früher wurden viele christliche Gebiete kriegerisch eingenommen und die Christen wurden zwangsweise islamisiert. Mit einigen Gruppen wurden, wenn sie geschlossen auftraten und Gegenleistungen geboten wurden, sogenannte Dhimmi Verträge abgeschlossen. Diese Verträge erlaubten den Christen weiterhin ihre Religion auszuüben, jedoch mußten sie erhöhte Steuern zahlen und waren nicht den Moslems gleichberechtigt, sondern Menschen zweiter Klasse. Oft reichen nichtige Anlässe, oder vorgeschobene Gründe um Christen anzugreifen oder zu töten. Meist werden solche Übergriffe nicht geahndet, sondern die Kläger werden mundtot gemacht oder selbst angeklagt. Nachlesen kann man die historische Entwicklung der Christen im Orient in dem ausgezeichneten Buch Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam: Vom Dschihad zum Schutzvertrag von der Historikerin Bat Ye’or.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Europa und der intentionalen, schleichenden Islamisierung sollten wir die Situation in Ägypten als Warnhinweis erkennen und die Kopten nach besten Kräften unterstützen.





Kopten demonstrieren für Wahrnehmung ihrer Verfolgung

15 01 2010

Kopten Demo in Rom

Wie vielfach in den Medien berichtet, wurden nach einer Weihnachtsmette in Agypten 7 Personen erschossen.

Darunter waren 6 koptische Christen und 1 muslimischer Wachmann. Aus einem vorbeifahrenden Auto wurde wahllos auf die Menschen geschossen, nachdem sie aus dem koptischen Weihnachtsgottesdienst auf die Strasse kamen.

In Ägypten kommt es regelmäßig zu Übergriffen auf die christlich koptische Bevölkerung, die derzeit noch ca. 10% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Wachsender muslimischer Fundamentalismus erschwert den Christen, die hauptsächlich in Oberägypten und in den Städten wohnen, das Leben.

Die Kopten wollen auf Ihre Verfolgung und Unterdrückung in Ägypten aufmerksam machen. Wenn nicht, wie bei diesem spektakulären Anschlag zu Weihnachten, gleich mehrere Personen sterben, dann wird die Situation der Kopten und auch weiterer verfolgter Christen von den Mainstream Medien vollkommen ignoriert.

Die Demonstration findet am Donnerstag, 21.1.10 um 13h30 vor der Staatsoper statt.





Bevölkerung interessiert sich wenig für verfolgte Christen

13 12 2009

Am 10.12.09 fand der internationale Tag der Menschenrechte statt und die Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ war mit einem Stand gegenüber des Stephansdom präsent um auf die international stark steigende Christenverfolgung hinzuweisen.

Laut den Aktivisten wurden hunderte Folder verteilt und sehr viele Gespräche geführt. Sehr oft waren sie mit einer ablehnenden oder desinteressierten Haltung der Passanten konfrontiert. Das Thema der Christenverfolgung ist den meisten Personen egal. Die Zeitungen schreiben nicht, oder nur sehr versteckt darüber und das Thema kommt kaum in die Öffentlichkeit. Einige Passanten waren aber sehr erstaunt über das Ausmass der Verfolgung die derzeit stattfindet und im Steigen begriffen ist und gegannen sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.





Christenverfolgung – Infotag in Wien am 10.Dezember

8 12 2009
Open Doors Weltverfolgungskarte 2009

Wenn man an Christenverfolgung denkt, dann sieht man Kaiser Nero vor dem geistigen Auge, wie er im alten Rom die Christen von Löwen zerfleischen lies, aber heute gibts das doch nicht mehr, oder?

Leider falsch. Die Verfolgung von Christen ist weltweit stark im Steigen. Ca. 75-80% aller religiös verfolgter Personen sind Christen. In vielen Ländern der Welt, allen voran in moslemischen, werden täglich Christen brutal verfolgt, geächtet, getötet, Kirchen niedergebrannt, Geistliche ermordet, und vieles mehr.
Die Massenmedien dürfte das überhaupt nicht tangieren. Obwohl Organisationen wie CSI – Christian Solidarity International, der Akademikerbund oder die katholische Kirche laufend informieren und Solidarität einfordern, wird über dieses Thema kaum berichtet.

Vor kurzem fand dazu in Wien eine Veranstaltung in der ÖVP Akademie statt – siehe Bericht bei Andreas Unterberger
Kirche in Not liefert hier eine Zusammenfassung über Christenverfolgung im Jahr 2009.

Am Tag der Menschenrechte, der am 10. Dezember stattfindet, wird die Plattform „Solidarität mit verfolgten Christen“ ab 10h Vormittag Informationstische am Stock im Eisen Platz in Wien aufstellen um auf die laufend wachsende Zahl verfolgter und diskriminierter Christen hinzuweisen. Um 18h wird im Stephansdom einen Wortgottesdienst abgehalten und anschließend wird eine Lichterkette um den Dom gebildet.

Weitere Informationen bei Stephanscom.at
Auch Die Presse berichtet darüber.








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