CPÖ: Gehring empört über Benachteiligung bei NR-Wahl

11 08 2013

Gehring CPOE

Die Kleinparteien haben es schwer genug:

– Sie haben meist sehr wenig Geld für einen Wahlkampf zur Verfügung, außer es gibt einen reichen Sponsor wie z.B. Frank Stronach oder Hans Peter Haselsteiner.

– Sie werde von den Medien größtenteils ignoriert oder ins Lächerliche gezogen

– Sie arbeiten meist mit unbezahlten Freiwilligen, die sich vor Wahlen bis an die physische und finanzielle Belastungsgrenze verausgaben

– Alle Grundlagenarbeit wird ebenfalls von unbezahlten Freiwilligen gemacht und ist daher manchmal qualitativ und quantitativ bescheiden

– Sie müssen, damit sie überhaupt zu Wahlen antreten dürfen, unter mühsamen Bedingungen genügend Unterstützungserklärungen auftreiben

Das Sammeln der Unterstützungserklärungen ist eine besondere Mühsal. Die Unterschrift auf einer Unterstützungserklärung alleine reicht nicht. Die Unterstützer müssen auf die Gemeinde bzw. auf das Mag. Bezirksamt gehen und müssen die Unterstützungserklärung im Beisein eines Beamten ausfüllen und unterzeichnen. Dann wird die Erklärung lokal kopiert und abgelegt. Die Unterstützer müssen aber die Unterstützungserklärung mitnehmen und der unterstützten Partei in Original zukommen lassen. Die Partei muss diese dann bei der Wahlbehörde zum Stichtag vorlegen.

Die Dauer, die für die Sammlung der Unterstützungserklärungen vorgesehen ist, wird mit ca. 1 Monat sehr kurz bemessen. Besonders wenn es sich um ein Sommer- bzw. typisches Urlaubsmonat handelt. In diesem Fall war der Zeitraum vom 9.7. – 2.8.2013 besonders ungünstig.

Um bei einer Nationalratswahl antreten zu dürfen benötigt man mind. 2600 Unterstützungserklärungen. Aber nicht insgesamt, sondern eine Mindestanzahl pro Bundesland ist nötig, sonst darf man in diesem Bundesland nicht zur Wahl antreten: Burgenland: 100, Kärnten 200, Niederösterreich 500, Oberösterreich 400, Salzburg 200, Steiermark 400, Tirol 200, Vorarlberg 100, Wien 500. Alternativ reicht auch die Unterstützung von 3 Nationalratsabgeordneten.

Jetzt lässt uns die CPÖ wissen, dass Ihnen von den 518 erhaltenen Unterstützungserklärungen für Niederösterreich 33 aberkannt worden sind. Der Grund war, dass diese zum Stichtag der Behörde nur in Fax-Kopie vorgelegt werden konnten. Alle waren aber bei den Behörden registriert worden und vor den Beamten unterzeichnet worden, konnten aber aufgrund der Laufzeit der Zustellung zur Parteizentrale vorerst nur per Fax vorgelegt werden. Auch wurden alle Unterstützgserklärungen im Original umgehend nachgereicht. Das half allerdings nichts, die Unterstützungserklärungen wurden nicht akzeptiert und somit kann die CPÖ in Niederösterreich nicht antreten.  In Salzburg kam es auch zu einer Aberkennung und somit kann die CPÖ auch in Salzburg nicht antreten.

In einigen Bundesländern wurde die nötige Anzahl an Unterstützungserklärungen nicht erreicht und somit steht die CPÖ nur in Vorarlberg, Steiermark, Oberösterreich und Burgenland offiziell am Stimmzettel.

CPÖ Bundesparteiobmann Gehring ist empört und fordert daher alle christlich gesinnten Wähler auf, die CPÖ zu wählen und in Niederösterreich und Salzburg die CPÖ handschriftlich am Stimmzettel zu ergänzen. Das entspricht dann natürlich einer ungültigen Stimme und die Sinnhaftigkeit dieser Aufforderung halte ich eher für gering. Aber die Empörung über die Behandlung der Wahlbehörde kann ich gut nachvollziehen und diese gehört auch angeprangert.

Im Zuge der unumgänglichen Wahlanfechtung – groteskerweise lässt sich der Beschluss der Landeswahlbehörde erst nach der Wahl anfechten – wird die CPÖ nochmals mit aller Deutlichkeit auf die Unrechtmäßigkeit der Vorgänge in Niederösterreich und Salzburg hinweisen und hoffen, dass mehr und mehr Bürgern auffällt, wie schamlos die Regierenden ihre Position zur Sicherung ihrer Macht ausnützen.

Als ob es die Kleinparteien nicht schon schwer genug hätten, werden Ihnen auch bei der Zulassung zur Wahl noch Knüppel vor die Beine geworfen.





Weltfrauentag 2013

8 03 2013

Erziehungsgehalt statt Feminismusförderung

„Angesichts der bedenklichen demographischen Entwicklung in Österreich kann zeitgemäße Frauenpolitik nicht über die Köpfe von den Müttern hinweg  entschieden werden!“

Zu diesem Schluss gelangten neben Mag. Erika Gossler, Präsidentin der ÖHU, auch Martina Bacher und Gabriele Lackner sowie die engagierte Kämpferin für mehr Gerechtigkeit und Anerkennung der Familienarbeit, Frau Direktor i. R. Eleonora Weiss und Maria Fellner von der  CP-Steiermark in ihrer Pressekonferenz anlässlich des Weltfrauentages am 08. März 2013.  „Feministinnen haben gekämpft dafür, dass Frauen alle beruflichen Möglichkeiten offen stehen. Kaum ist das weitestgehend erreicht, geht die nächste Generation mit der Emanzipation noch ein Stück weiter. Sie sollten längst ganz oben sein.“ Doch mittlerweile befreien sich laut Gossler immer mehr Frauen nicht nur von männlichen oder gesellschaftlichen Ansprüchen, sondern auch von feministischen Vorgaben und stellen sich die  Frage nach einem  „ge-glückten“ Leben, das den Wunsch nach einer erfüllten langdauernden stabilen Beziehung ebenso beinhalte, wie das „Verschenken“ dieses Lebens an die nächste Generation. Das Einschlagen einer Berufslaufbahn  entsprechend den eigenen Fähigkeiten und Vorlieben, um darin Anerkennung zu erlangen, ist jeder Frau freigestellt, darf aber nicht einseitig gefördert werden. Mit der Ankunft eines Kindes wird auch Teilzeitarbeit für viele Frauen zum Thema. Da Kinderbetreuungszeiten derzeit leider immer noch als „verlorene“ Zeit gelten, wird Teilzeitarbeit ungerechterweise  zur Armutsfalle. In diesem Punkt wäre Abhilfe in Form eines Erziehungsgehaltes dringend notwendig, um eine „durchgehende Erwerbsbiographie“ zu gewährleisten, fordert Weiss.

Die CP-Tirol bestätigt diese Erkenntnis und stellt weiter fest: Die Sozialausgaben der Gemeinden aufgrund der ausgelagerten Kinder- und Altenbetreuung explodieren und die finanziellen Erfordernisse in der Form von höheren Gemeindeabgaben fallen dem Bürger jener Gemeinde wieder zur Last. Somit muss die Anerkennung dieser wichtigen Aufgabe in den Familien in Form einer finanziellen Abgeltung eingeführt werden. Ohne Mütter keine Kinder, ohne Kinder kein Fortbestand eines Volkes, ohne Kinder gesunde keine gesunde Wirtschaft, ohne Kinder kein Generationenvertrag zwischen Jung und Alt.

Feminismus bringt diesen natürlichen Ablauf der Menschheit zum Stillstand,  Mutterschaft hingegen bringt Leben und Fortschritt.

Presseinformation der CP-Tirol





CPÖ Oberösterreich macht sich selbständig

30 01 2010

Am Landesparteitag der oberösterreichischen CPÖ, der am 25.1.10 stattfand machte sich die Landesgruppe selbständig.

Die langjährige Parteiobfrau Martha Zethofer, die mit ihrer Crew in den letzen 2 Jahren sehr tapfer einen Nationalrats- und einen Landtagswahlkampf geführt hat, legte ihr Amt zurück. Statt dessen übernimmt der Unternehmer und Jurist Dr. Georg Roth die Landesgruppe.

Da die Oberösterreicher schon von Anfang an nicht sehr glücklich über die Namensänderung von „Die Christen“ auf CPÖ waren, gaben sie sich ein eigenes Statut unter den Namen „Die Christen Partei Oberösterreich“. Sie trennten sich somit formal von der Bundespartei, der CPÖ und pochen auf ihre Eigenständigkeit.

Anscheinend ist man sich in Oberösterreich jetzt nicht ganz klar ob man sich an die CPÖ oder doch unter Adams neu gegründeten Christen Allianz eingliedern soll. Darüber soll es jetzt Gespräche geben und es wurde vorerst ein Kooperationsangebot an die CPÖ versandt. Man geht zwar davon aus, dass man sich mit der CPÖ einigt, aber die Rute einer Kooperation mit der Adam Partei ist somit ins Fenster gestellt.





Kopten demonstrieren in Wien

22 01 2010

Am Donnerstag, 21.1.10 fand eine Demonstration der Kopten in Wien statt. Die Kopten sind die christliche Minderheit in Ägypten. Mit dieser Demonstration wiesen sie auf die unhaltbaren Zustände für Christen in Ägypten hin. Vor kurzem wurden nach einer Christmette in Ägypten wahllos auf Kopten geschossen, die aus der Kirche kamen. Dabei starben 7 Kopten und 1 muslimischer Wachmann. Leider finden sehr häufig mehr oder weniger schwerwiegende Übergriffe auf die Kopten in ihrer islamisch dominierten Heimat statt.

Bei der Demonstration waren trotz eisiger Kälte von -5 Grad ca. 2000 Kopten anwesend. Auch einige Österreicher mischten sich unter die Demonstranten. Die Lautsprecherchöre und die Schilder zogen einige Passanten an. Die meisten davon waren sehr ergriffen.

Im Demonstrationszug befanden sich mehrere geistliche Würdenträger. Unter den Akteuern war auch Dr. Rudi Gehring, der Bundesparteiobmann der CPÖ zu finden. Symbolhaft wurden Särge der Verstorbenen mitgetragen. Die sehr gelungene Demonstration startete bei der Oper und bewegte sich über den Ring, Heldenplatz bis zum Haus der Europäischen Union nahe der Börse. Dort fand ein Gespräch mit Vertretern der EU statt in denen die Kopten ihre Anliegen vortragen konnten.

Weitere Fotos:

Die Videos von der Demo finden Sie hier

Weitere Informationen auf www.kopten.at

Das Beispiel der Kopten zeigt wie islamische Länder mit Christen umgehen. Früher wurden viele christliche Gebiete kriegerisch eingenommen und die Christen wurden zwangsweise islamisiert. Mit einigen Gruppen wurden, wenn sie geschlossen auftraten und Gegenleistungen geboten wurden, sogenannte Dhimmi Verträge abgeschlossen. Diese Verträge erlaubten den Christen weiterhin ihre Religion auszuüben, jedoch mußten sie erhöhte Steuern zahlen und waren nicht den Moslems gleichberechtigt, sondern Menschen zweiter Klasse. Oft reichen nichtige Anlässe, oder vorgeschobene Gründe um Christen anzugreifen oder zu töten. Meist werden solche Übergriffe nicht geahndet, sondern die Kläger werden mundtot gemacht oder selbst angeklagt. Nachlesen kann man die historische Entwicklung der Christen im Orient in dem ausgezeichneten Buch Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam: Vom Dschihad zum Schutzvertrag von der Historikerin Bat Ye’or.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Europa und der intentionalen, schleichenden Islamisierung sollten wir die Situation in Ägypten als Warnhinweis erkennen und die Kopten nach besten Kräften unterstützen.





Anmerkungen zum Interview mit dem neuen CPÖ-Wien-Obmann

21 01 2010

Gastbeitrag von Dkfm. Erich Pekarek

Laut Interview in der SCHREIBFREIHEIT sieht es der Wiener CPÖ- Obmann als Ziel seiner Partei an, als ernsthafte Wahlalternative wahrgenommen zu werden und in Teilen der Bevölkerung ein Umdenken zu erreichen. Dieses Vorhaben ist löblich, wird aber mit seinen politischen Vorstellungen kaum zu erreichen sein. Vermutlich setzt er voraus, dass das Basisprogramm, das schlagwortartig aus Lebensschutz, Familie, Erziehung und Bildung, sowie einem weitgefassten christlichen Kulturbegriff besteht, allgemein bekannt ist, da er es mit kaum einer Silbe erwähnt.

Sein Verständnis von „Kultur“ scheint sich auf die Ausländerfrage zu konzentrieren. Auch das ist notwendig. Wenn ich aber die Wortwahl wie „Dialog, Ausgrenzung, Ausländerfeindlichkeit, Aufeinander zu gehen, Probleme differenziert und offen angehen“ realisiere, finde ich mich in der rot-grün-schwarzen Szene wieder, mit der ich eigentlich nichts zu tun haben möchte.

Dialog“, „ aufeinander zu gehen“ oder „Probleme differenziert angehen“ sind Begriffe, die ich der linken Szene zurechne, und die die Bereitschaft implizieren, eigene Standpunkte zu opfern. Das ist eine Loose-Situation, die wir uns nicht leisten können. Wohin dies führt, wissen wir zur genüge, wenn wir die Politik der vergangenen Jahrzehnte betrachten. Im interreligiösen Dialog sehe ich die christliche, im speziellen Fall die katholische Seite, als die nachgebende Seite, die Positionen preisgibt, ohne auf Reziprozität zu bestehen. Im politischen Bereich ist es das Koalitionsdenken, das immer wieder zu Kompromissen zwingt (?). Christliche Werte werden von Parteikadergehorsam verschüttet, da viele Mandatare die Existenzgrundlage in ihrer politischen Tätigkeit gefunden haben. Aktuelle Beispiele sind die sattsam bekannte Abtreibungskatastrophe und die eingetragene Partnerschaft für Homosexuelle. Der Terminus Ausländerfeindlichkeit ist ebenfalls ein typisch linker Begriff. Wenn eine „Ausländerfeindlichkeit“ entstehen konnte, so nur aufgrund einer jahrzehntelangen verfehlten Einwanderungspolitik. Man verwechselt hier bewusst Ursache und Wirkung und spielt virtuos das Klavier der Wählertäuschung mit dem Ziel der Volksverdummung. Die Konsequenz ist zunehmende Wahlabstinenz. Forderungen der Wirtschaft und aus internationalen Verträgen resultierende Verpflichtungen (z.B Eurabia), die mit dem Beitritt zur EU natürlich ohne Wissen des Wahlvolkes übernommen wurden, haben ein rapides und unkontrolliertes Anwachsen des Ausländeranteils bewirkt, das nicht nur dem autochtonen Wiener speziell in Bezirken mit Ausländermehrheit ins Auge springen muss. Dies führte bei vielen dort, wo der Ausländeranteil besonders hoch ist, zu FremdenFURCHT, ja Angst, verdrängt zu werden. Die Politik ist gefordert, die Ursachen dieser Angst zu beseitigen, hat aber bedauerlicherweise versagt.

Wenn man sich die Rede Erdogans in Deutschland an seine Landsleute vergegenwärtigt, in der er diese (weitgehend bereits deutsche Staatsbürger) aufgefordert hat, sich nicht zu assimilieren, so heißt das nichts anderes, als dass er bewusst eine Gegengesellschaft aufbaut, die verharmlosend als Parallelgesellschaft bezeichnet wird. Sie steht in Warteposition bis zur Machtübernahme. Die „Ausgrenzung Andersgläubiger“ wäre im konkreten Fall ein Ausdruck von Selbstschutz, da wir hier nicht von der Religion, sondern von einem völlig inkompatiblen Gesamtsystem sprechen, das über kurz oder (weniger) lang unsere komplette Gesellschafts- und Rechtsordnung aushebeln wird. Diese katastrophale Fehleinschätzung ist allen „guten Menschen“ zuzurechnen. Ihnen verdankt es die Politik, ungestraft gegen den Willen der Mehrheitsbevölkerung regieren zu können.

Die „häßliche“ Grundstimmung wird nicht geschürt, sie ergibt sich aus der erfreulichen Tatsache, dass immer mehr Menschen aufwachen, die Realität erkennen, zwischen den Zeilen der gleichgeschalteten Medienmeldungen lesen lernen und nicht weiter manipuliert werden wollen. Nicht umsonst lautete mein Wahlslogan „ Zu spät aufwachen kann Ihre Sicherheit gefährden!“ Der CPÖ Wien ist im Sinn einer christlichen Zukunft unserer Heimat zu wünschen, dass sie sich nicht, wie von vielen vorhergesagt, zu einer Mini-ÖVP entwickelt. Sie müsste sonst als entbehrlich betrachtet zu werden.

Nur über ein generelles Umdenken in Moralfragen, das Christen wie Nichtchristen angeht, wird eine generelle Verbesserung der bereits sehr verfahrenen, ja fast aussichtslosen Situation zu erhoffen sein.

Dkfm Erich Pekarek
Christen-Allianz
Landesobmann Wien
ehem. LPO Wien, DIE CHRISTEN





Dr. Harsieber ist neuer Wiener CPÖ Obmann

18 01 2010

Am letzten Wiener Landesparteitag der CPÖ (Christlichen Partei Österreichs, ehem. Die Christen) wurde Dr. Robert Harsieber einstimmig zum neuen Wiener Landesobmann bestellt.

Sein Lebenslauf: Geb. 1950 in Weissenbach bei Gloggnitz, NÖ. Studium der Philosophie an der Universität Wien. Hauptinteresse: Welt- und Menschenbilder. Fachjournalist (Wissenschaft, Wirtschaft, Medizin). Verheiratet, 2 Kinder.
Dr. Harsieber ist durch seine Familie politisch vorbelastet. Sein Großvater war über viele Jahre Bürgermeister in Gloggnitz.

Lesen Sie hier das erste Interview.

– Wie sehen Sie die CPÖ im politischen Umfeld, was sind die Hauptanliegen?

Zunächst möchte ich keine gängigen Vorurteile bedienen. Wir gehen von einem christlichen Welt- und Menschenbild aus, aber wir sind keine Fundamentalisten. Wir sind auch nicht „erzkonservativ“. Wir vertreten ein ganzheitliches Menschenbild, das Körper, Seele und Geist umfasst und nicht – wie heute modern, auch in der Politik – Seelisches und Geistiges verdrängt.

Ich möchte eher an einem naiv und unreflektiert als „modern“ bezeichneten Weltbild rütteln. Das heutige Weltbild ist an die Naturwissenschaft angelehnt, aber an die Naturwissenschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Damals glaubten die Physiker, dass sie nur die kleinesten „Bausteine“ der Welt finden müssten, dann könnten sie die ganze Welt inkl. des menschlichen Gehirns erklären. Da stehen wir noch heute – obwohl sich bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts herausgestellt hat, dass es diese kleinsten „Bausteine“ nicht gibt, gar nicht geben kann. Unterhalb des Atoms gibt es keine Teilchen mehr, sondern nur mehr Beziehung. Beziehung, nicht Beziehung von etwas. Nichts, was mit unserer gängigen Vorstellung von Materie übereinstimmt. Ein materialistisches Weltbild – volkstümlich: wir glauben nur, was man sehen und angreifen kann – ist daher um 100 Jahre zurück.

Dagegen war das christliche Weltbild immer schon ganzheitlich. Die Offenheit für das Ganze, letztlich für Gott, war immer vorhanden – auch wenn es immer wieder Phasen gegeben hat, die nicht in dieses Bild passen. Aber ein ganzheitliches Weltbild schließt z.B. jegliche Ausgrenzung aus. Eine prinzipielle Ausländerfeindlichkeit oder Ausgrenzung Andersgläubiger ist mit einem christlichen Denken nicht vereinbar. Hier wollen wir mit einer Politik der Menschlichkeit einen ganz deutlichen Kontrapunkt setzen. Wir brauchen keinen Kampf der Kulturen, sondern einen Dialog der Kulturen – ohne natürlich die Probleme unter den Teppich zu kehren.

Wir machen keine Politik der Parolen und Schlagworte, die immer an der Wirklichkeit vorbeigeht, sondern wir wollen die Probleme differenziert und offen angehen.

– Welche Pläne und Schwerpunkte haben Sie sich für Ihre Obmannschaft gesetzt?

Man muss kein Prophet sein, um in Wien einen Wahlkampf vorauszusehen, der sich um die Ausländerfrage dreht. Hier wird vor allem von einer bestimmten Partei und einem bestimmten Medium eine Ausländerfeindlichkeit geschürt, die genau die Probleme schafft und vergrößert, die dann vermeintlich bekämpft werden müssen. Der Effekt ist der, dass sich hier die Österreicher nicht auf die Straße trauen, dort die Moslemfrauen lieber zu Hause bleiben, als sich schräg anschauen zu lassen. Die Mehrzahl derer, die hier friedlich leben wollen, wird ausgeklammert. Aber die Schuld liegt nicht bei den betroffenen In- und Ausländern, sondern in einer Grundstimmung und mentalen Einstellung, die bewusst geschürt wird. Dieser hässlichen Grundstimmung können oder wollen sich anscheinend auch die Großparteien nicht mehr entziehen. Daher gilt es, hier einen christlichen Weg des Aufeinander Zugehens aufzuzeigen.

Unsere Feinde sind nicht andere Religionen, auch nicht der Islam, sondern ein degeneriertes Weltbild, das alles Seelische und Geistige verdrängt. Das die soziale Kälte des Neoliberalismus ebenso bewirkt wie die Abwertung der Familie. Die „Front“ – um im Kriegsjargon zu bleiben – verläuft nicht zwischen In- und Ausländern, nicht zwischen Christen und Moslems, sondern zwischen einem materialistischen und egoistischen Weltbild einerseits und einem Denken und Fühlen, das Seelisches und Geistiges mit einbezieht. Zwischen einer mentalen Schrebergartenmentalität und einer Offenheit für das Ganze, für Gott. Daher geht es mir zuerst um ein prinzipielles Umdenken, um einem neuen Zugang zu den alten Problemen. Nur so kann wieder Bewegung in Themenkreise wie Immigration und Integration, aber auch Familie, Kultur, Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesundheit usw. kommen.

– Wird die CPÖ bei den Landtagswahlen in Wien antreten? Welches Wahlziel gibt es?

Das werden wir noch entscheiden, aber natürlich ist es Aufgabe einer politischen Partei, sich dem Wählervotum zu stellen. Ziel wäre es, als ernsthafte Alternative wahrgenommen zu werden. Ziel wäre es, zumindest in Teilbereichen der Bevölkerung ein Umdenken zu erreichen. Wir glauben heute nur mehr an die Realität (von res = Ding), der Sinn für die Wirklichkeit, das was wirkt, ist uns abhandenkommen. Daher fehlen uns Sinn und Orientierung im Leben. Christliches Denken ist auf diesen Sinn hin orientiert. Christliche Politik muss alle Dimensionen menschlichen Seins einbeziehen, nicht nur die materielle Oberfläche. Und die heutigen Probleme sind nur miteinander, nicht gegeneinander zu lösen. Wenn wir es schaffen, die Menschen zu erreichen, die sich mit der Oberfläche nicht mehr zufrieden geben und die seelische Tiefe, soziale Wärme und die spirituelle Dimension in der Politik vermissen, dann werden wir auch die nötige Unterstützung in der Bevölkerung bekommen.





Parteigründung oder Spaltung? Christen-Allianz

14 01 2010

Kommentar von Jeremia2000

Am 13.01.2009 fand ein erstes Treffen einer sich sich neu formierenden politischen Wiener Partei mit der Bezeichnung „Christen-Allianz“ statt.

Als Gründer und Initiatoren der neuen Bewegung stellen sich Dkfm. Erich Pekarek, bis Dezemeber 2009 noch Landesparteiobmann der CPÖ Wien, und Dr. Alfons Adam, ehemals Bundesobmann der damals als „Die Christen“ bezeichneten heutigen CPÖ.

Obwohl es den offensichtlichen Anschein hat, dass es sich um eine Abspaltung von der CPÖ handelt, wurde dies dementiet, und argumentiert, dass die Parteispaltung von der CPÖ durch den nunmehr eingesetzten Dr. Gehring und sein Umfeld am Bundes-Parteitag 2008 in Wels ausging.

Die näheren Umstände wurden unterschiedlich dargestellt. Beide Seiten unterstellen einander nun jede Menge, auf deren Einzelheiten ich hier gar nicht näher eingehen möchte.

Gleichgültig  wie es nun wirklch war, eines muss dazu gesagt werden: Gottes Wille kann das nicht sein, dass sich Christen gegenseitig Unterstellungen machen, und sich dann unter dem Einem Herrn Jesus Christus voneinander unabhängig legitimeren wollen. Ist unser Herr in Österreich oder in Wien denn plötzlich gespalten?

Ich fordere die beiden Streitteile auf, sich auszusprechen,  einander die Verfehlungen zu vergeben und zu versöhnen, das ist wahres christliches Handeln !!

Alle anderen Argumente, seien manche davon auch auch sachlicher Natur richtig, sind im Grunde genommen zweitrangig. Unser Herr duldet keine Spaltung oder er entzieht seinen Segen.

Jeder seriöse Christ muss daran interessiert sein, am Aufbau für  Gott in diesem Land mitzuarbeiten und darf die Demontierung der letzten noch verfügbaren Kräfte von Christen nicht zulassen. Ansonsten würde bald offenbar werden, dass es sich weder bei der CPÖ noch bei der Christen-Allianz bei deren Vorständen um „wahre Christen“ handelt. Wollen sie das wirklich?





C-Parteipolitische Terminverwirrung in Wien

11 01 2010

Vor kurzem gab es 2 Aussendungen für einen Termin am 13.1.10.

Von Erich Pekarek, dem ehemaligen Wiener Landesobmann der CPÖ (ehem. Die Christen) und von Rudi Gehring dem Bundesparteiobmann der CPÖ gab es eine Einladung zu verschiedenen Orten in Wien zum gleichen Termin. Das erzeugte etwas Verwirrung, da viele Adressaten beide Personen zur gleichen Partei zählen. Zusätzlich war auf der Aussendung der CPÖ der Termin mit „Samstag, 13.1.10“  angegeben. Ich werde also versuchen die Situation zu entwirren.

1, Die CPÖ (Christliche Partei Österreichs – ehem. Die Christen) laden für MITTWOCH (nicht Samstag) den 13.1.10 um 19h zum erweiterten Wiener Landesparteitag ein. Der Veranstaltungsort ist das Cafe Westend, Wien 7., Mariahilferstraße 128.
Alle Parteimitglieder und Sympathisanten der Christlichen Partei Österreichs sind dazu eingeladen.

Nach Abgang des Wiener Landesobmanns Erich Pekarek, steht eine Neuwahl des Landesvorstandes an. Weiters sollen der Aufbau der Bezirksgruppen, die CPÖ-Positionen für das Leben, die Wiener Landtagswahl und die Bundespräsidentenwahl besprochen werden.

2, Die von Alfons Adam neu gegründete, bzw. reaktivierte Partei „Christen-Allianz“ trifft sich zum ersten mal in Wien. Dr. Alfons Adam war Gründungsmitglied der Partei „Die Christen“ und führte die Partei in die letzte Nationalratswahl. Am darauffolgenden Parteitag wurde Dr. Gehring zum neuen Bundesparteiobmann gewählt. Adam nahm danach keine Funktion mehr an und trat auch nach ca. 1 Jahr nach dem Parteitag aus der Partei aus. Er will jetzt wieder mit der Partei Christen-Allianz aktiv werden. Erich Pekarek, der ehemalige Wiener Landesobmann des CPÖ, trat aus der CPÖ aus, und trat bei Adam ein. Er hat wieder die Leitung in Wien übernommen.

Die Christen-Allianz lädt jetzt zum 1. Jour Fix mit Dr. Adam, ebenfalls am 13.1.10 um 19h im Lokal Arthur & Arthur in Wien 4, Gußhausstrasse 20 ein. Herr Dr. Alfons Adam wird zum Thema „Lebensschutz, Familie und christliche Kultur – Haben wir Christen in unserem Land noch irgend etwas zu sagen?“ referieren.

Die Christen – seinerzeit noch vereint – links: Pekarek, mitte Adam, rechts Gehring

Ob die Termine zufällig, oder von einer Partei absichtlich auf den selben Tag gelegt wurden, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall kann man sich ein Besucher auf diese Art und Weise gleich durch seine Anwesenheit positionieren. Ich finde es jedoch sehr bedauerlich, dass sich eine christliche politische Bewegung, die sowieso klein ist und jeden Mitstreiter dringend braucht, in zwei Lager aufspaltet. Dadurch wird sie noch mehr geschwächt und ist kein gutes Beispiel für die nötige Einheit der Christen in politisch unchristlichen Zeiten.





Der erste Gegenkandidat zur Bundespräsidentenwahl !

30 11 2009

Wie heute bekannt wurde, wird Dr. Rudi Gehring, Bundesparteiobmann der CPÖ (Christliche Partei Österreichs – ehem. Die Christen) für das Amt des Bundespräsidenten der Republik Österreich kandidieren.

Offiziell wird die Kandidatur morgen bei einer Pressekonferrenz in Wien bekanntgegeben werden.

Dr. Gehring war bereits als Sekretär vom langjährigen NÖ Landeshauptmann Ludwig in der ÖVP tätig. Später wechselte er die Partei da er die christlichen Werte nicht mehr von der ÖVP vertreten sah. Er war Gründungsmitglied der Partei „Die Christen“ die bereits unter Alfons Adam zur letzten Nationalratswahl antraten. Zu dieser Zeit war Gehring der niederösterreichische Landesobmann der Christen. Nach der Nationalratswahl wurde Dr. Gehring zum neuen Parteiobmann gewählt. In seiner Amtsperiode wurde auch die Bezeichnung der Partei auf CPÖ – Christliche Partei Österreichs abgeändert. Gehring ist Jurist und als Immobilienunternehmer in Niederösterreich tätig. Er engagiert sich seit vielen Jahren im Lebensschutz.

Mit Dr. Gehring hat also Österreich jetzt einen christlich-konservativen Gegenkandidaten mit klarer Ausrichtung auf christliche Werte. Das Match heisst also „Das christliche Gewissen der Nation“ gegen den „braven, politsch korrekten, sozialistischen Parteisoldaten“.

Ein interessantes Gegenangebot zum lauen Kuschelkurs von Heinz Fischer.








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