Kopten demonstrieren in Wien

22 01 2010

Am Donnerstag, 21.1.10 fand eine Demonstration der Kopten in Wien statt. Die Kopten sind die christliche Minderheit in Ägypten. Mit dieser Demonstration wiesen sie auf die unhaltbaren Zustände für Christen in Ägypten hin. Vor kurzem wurden nach einer Christmette in Ägypten wahllos auf Kopten geschossen, die aus der Kirche kamen. Dabei starben 7 Kopten und 1 muslimischer Wachmann. Leider finden sehr häufig mehr oder weniger schwerwiegende Übergriffe auf die Kopten in ihrer islamisch dominierten Heimat statt.

Bei der Demonstration waren trotz eisiger Kälte von -5 Grad ca. 2000 Kopten anwesend. Auch einige Österreicher mischten sich unter die Demonstranten. Die Lautsprecherchöre und die Schilder zogen einige Passanten an. Die meisten davon waren sehr ergriffen.

Im Demonstrationszug befanden sich mehrere geistliche Würdenträger. Unter den Akteuern war auch Dr. Rudi Gehring, der Bundesparteiobmann der CPÖ zu finden. Symbolhaft wurden Särge der Verstorbenen mitgetragen. Die sehr gelungene Demonstration startete bei der Oper und bewegte sich über den Ring, Heldenplatz bis zum Haus der Europäischen Union nahe der Börse. Dort fand ein Gespräch mit Vertretern der EU statt in denen die Kopten ihre Anliegen vortragen konnten.

Weitere Fotos:

Die Videos von der Demo finden Sie hier

Weitere Informationen auf www.kopten.at

Das Beispiel der Kopten zeigt wie islamische Länder mit Christen umgehen. Früher wurden viele christliche Gebiete kriegerisch eingenommen und die Christen wurden zwangsweise islamisiert. Mit einigen Gruppen wurden, wenn sie geschlossen auftraten und Gegenleistungen geboten wurden, sogenannte Dhimmi Verträge abgeschlossen. Diese Verträge erlaubten den Christen weiterhin ihre Religion auszuüben, jedoch mußten sie erhöhte Steuern zahlen und waren nicht den Moslems gleichberechtigt, sondern Menschen zweiter Klasse. Oft reichen nichtige Anlässe, oder vorgeschobene Gründe um Christen anzugreifen oder zu töten. Meist werden solche Übergriffe nicht geahndet, sondern die Kläger werden mundtot gemacht oder selbst angeklagt. Nachlesen kann man die historische Entwicklung der Christen im Orient in dem ausgezeichneten Buch Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam: Vom Dschihad zum Schutzvertrag von der Historikerin Bat Ye’or.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung in Europa und der intentionalen, schleichenden Islamisierung sollten wir die Situation in Ägypten als Warnhinweis erkennen und die Kopten nach besten Kräften unterstützen.





Kopten demonstrieren für Wahrnehmung ihrer Verfolgung

15 01 2010

Kopten Demo in Rom

Wie vielfach in den Medien berichtet, wurden nach einer Weihnachtsmette in Agypten 7 Personen erschossen.

Darunter waren 6 koptische Christen und 1 muslimischer Wachmann. Aus einem vorbeifahrenden Auto wurde wahllos auf die Menschen geschossen, nachdem sie aus dem koptischen Weihnachtsgottesdienst auf die Strasse kamen.

In Ägypten kommt es regelmäßig zu Übergriffen auf die christlich koptische Bevölkerung, die derzeit noch ca. 10% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Wachsender muslimischer Fundamentalismus erschwert den Christen, die hauptsächlich in Oberägypten und in den Städten wohnen, das Leben.

Die Kopten wollen auf Ihre Verfolgung und Unterdrückung in Ägypten aufmerksam machen. Wenn nicht, wie bei diesem spektakulären Anschlag zu Weihnachten, gleich mehrere Personen sterben, dann wird die Situation der Kopten und auch weiterer verfolgter Christen von den Mainstream Medien vollkommen ignoriert.

Die Demonstration findet am Donnerstag, 21.1.10 um 13h30 vor der Staatsoper statt.





Nachtrag zum Artikel über die Demo gegen die Homoehe

11 12 2009

Ich wurde aus den Reihen der Demonstranten, die gegen die Homoehe eingestanden sind, für meinen kritischen Artikel über die Demo scharf kritisiert. Daher möchte ich zu meinen Kommentar etwas ausführlicher Stellung nehmen.

1, Inhalt

Ich hatte zu keinem Zeitpunkt eine inhaltliche Kritik an den Anliegen und den Argumenten der Demonstranten. Im Gegenteil haben wir hier am Blog die Themen bereits im Vorfeld eingehend behandelt.

2, Teilnehmeranzahl

Es war traurig zu sehen, dass in Wien so wenige Demonstranten mit dabei waren. Wenn man bedenkt, dass hier in Spanien eine enorme Anzahl von über einer Million Menschen auf die Strasse gingen.
Warum war das bei uns nicht so? Sind die Österreicher zu faul, interessiert sie das Thema nicht? Sind die Österreicher liberaler oder nur toleranter als die Spanier?
In einigen persönlichen Gesprächen mit Christen verschiedenen Coleurs bemerkte ich, dass sie der Homoehe eher positiv gegenüberstanden. Nach Diskussion der Argumente die gegen die Homoehe sprechen, waren die meisten dann doch bereit zumindest den Standpunkt einzunehmen, dass wir die Homoehe nicht brauchen. Doch die Indoktrination der Massenmedien und die jahrelange Lobbyingarbeit der Homosexuellenverbände und der EU tat ihre Wirkung. Ich bin sicher, dass der Großteil der Christen uninformiert waren, sich auch nicht aktiv um das Thema gekümmert haben, sonder nur achselzuckend und desinteressiert zustimmten, oder zumindest nicht dagegen waren. Die schweigende Mehrheit, denen alles egal ist, ist fast schlimmer als eine fehlgeleitete Menge. Leider haben sich der Großteil der österreichischen Christen hier kein gutes Zeugnis ausgestellt und sich mit dem Thema zuwenig auseinandergesetzt.

Den Personen, die aus den Bundesländern unter viel Mühen und Aufwand zur Demonstration nach Wien kamen, ist ihr Einsatz hoch anzurechnen.

3, Die Stellung der Kirchen

Die katholische Kirche hat als einzige klar Stellung gegen die Homoehe bezogen. Auch wenn die Formulierung freundlich und eine unaufdringliche Empfehlung an die Politiker war, die sie leicht ignorieren konnten, war zumindest die Position eindeutig. Die evangelische Kirche war doch eher für die Homoehe, die Altkatholiken sowieso, und der Rest war Schweigen.
Wo waren die Freikirchen, die Evangelische Allianz, die überzeugten Christen? In Spanien war die entschlossene Haltung der katholischen Kirche der Hauptauslöser für die Proteste.

Mt 5,13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen?

4, Die Positionen der Gegendemonstranten

Der Hauptslogan war „Wir sind hier und wo seid ihr?“. Ein Plakat mit dem sinnvollen Spruch „Kissing on heavens door“ waren alle inhaltlichen Gegenargumente.  Extrem schwach. Lächerlich. Aber laut und funky, und es wurde das Ziel damit erreicht. Nämlich die Demonstration massiv zu stören.

5, Erfolg oder Misserfolg

War die Demonstration der Plattform für Schöpfungsordnung jetzt ein Erfolg oder ein Misserfolg?
Manche meinen, alleine, dass sich eine Gruppe von Menschen mit der richtigen Motivation in diese Schlacht gestürzt hat, dass eifrig gebetet wurde und dass man seine Meinung kundtat, war bereits ein Erfolg.
Ich respektiere den Mut und das Opfer von jedem Teilnehmer der bei der Demonstration gegen die Homoehe teilgenommen hat, sich einbrachte, Zeit und Geld opferte und eine gute Absicht hatte.
Ob die Demonstration ein Erfolg war oder nicht lässt sich nur an der Zielsetzung und dem gegenübergestellten Ergebnis erkennen. Hier habe ich in meiner Kritik in erster Linie das Ziel des Aufmerksam machen für die Argumente und die Anliegen der Gegner der Homoehe herangezogen. Da die Demonstration sowohl optisch, als auch akustisch von den Gegendemonstranten abgeschirmt wurde, muss man sagen, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde. Die sehr klare Darstellung dieses Umstandes meinerseits lies einige Emotionen bei den Aktivisten aufkommen.

Falls ich jemanden durch meinen Artikel persönlich beleidigt habe, dann möge man mir verzeihen. Betrachtet es als konstruktive Kritik. Mein Anliegen ist es, dass die Christen in Einheit sind, dass sie professionell agieren und sich nicht die wertvollen und richtigen Inhalte durch schlaue, aber inhaltsleere Gegenmaßnahmen zunichte machen lassen.

Lk 16,8 Und der Herr lobte den ungetreuen Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Kinder dieser Welt sind unter ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichts.





Demo in Wien: Nein zu „Eingetragene Partnerschaft“ – stoppt „Homo-Ehe“

10 12 2009

Gastbeitrag von Christoph Humpf

Wenn die ÖVP daran festhalten würde, christliche Werte zu vertreten,
hätte sie zumindest den Klubzwang bei der Abstimmung aufgehoben

Wien – Am Sonntag, 6.12.09 fand in Wien die Demonstration „Für die Familie – gegen Eingetragene Partnerschaft“ statt. Nachdem der Fackelzug aus ca. 60 Vertretern vieler Gesellschaftsschichten und Altersgruppen und hohen Funktionären und Mitgliedern der „Christlichen Partei Österreichs“ (CPÖ), der „Österreichischen Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum“ (TFP), der Human Life International (HLI), „Jugend für das Leben“ und des „Fördervereins St. Georg für Pfadfinder- und Jugendgruppen in Europa“ von der Karlskirche durch den Ring beim Parlament angelangt war, sprachen dort  Martin Lohmann, Träger des „Goldenen Ehrenzeichens“ für Verdienste um die Republik Österreich, Mag. Dietmar Fischer, Vorsitzender der „HLI-Österreich“, Mag. Gernot Steier, Generalsekretär der „Christlichen Partei Österreichs“ (CPÖ), Landesobfrau der „CPÖ-Salzburg“ Ingrid Kittl und Christoph Humpf, Sekretär des überparteilichen Veranstaltungsgremiums „Für die Schöpfungsordnung“, über die negativen Auswirkungen des Gesetzes „Eingetragene Partnerschaft“.

Im Vergleich zu Spanien, wo viele Organisationen zusammen mit der katholischen Kirche hundertausende bis zu eineinhalb Millionen Menschen mobilisiert hatten, bei 35 Grad Celsius Hitze auf die Straße zu gehen, ein trauriges Kapitel für Österreich und die katholische Kirche. Trotzdem war es ein notwendiges Zeichen des Widerstandes des normalen Staatsbürgers, um Meinungsbildung über Medien, Internet und persönlichen Austausch zu betreiben und zu dokumentieren, daß es Widerstand aus vielen Schichten der Bevölkerung und mehreren Bundesländern Österreichs gibt. Außerdem auch eine große Leistung aller Organisatoren, innerhalb der kurzen Anlaufzeit von ca einer Woche solch gute Redner aufzutreiben, die sich trauten, in der Öffentlichkeit Konsequenzen des EPG klar beim Namen zu nennen. Ein Erfolg auch deswegen, weil das Vertreten der Wahrheit – hier von unbezweifelbar negativen Auswirkungen der „Eingetragnen Partnerschaft“ auf die Allgemeinheit – besonders in der Öffentlichkeit immer wichtig und unabhängig ist von der Zahl der Menschen, die sichtbar hinter dieser Wahrheit stehen.

Begleitet wurde die Demo auf dem Ring von einer handvoll Gegendemonstranten, am Parlament waren dann ca. 80 meist studentische Gegendemonstranten, die zwar keine Lautsprecheranlage und keine Redner auftreiben konnten, ihre mangelnden Argumente aber durch einige Trommeln und Trillerpfeifen zu kaschieren suchten. Dafür müßte man sich eigentlich noch bei ihnen bedanken, da viele Passanten aufmerksam gemacht durch die Trommelwirbel und den Auflauf vor den Absperrungsgittern, die die Polizei zum Schutz der Demonstration aufgestellt hatten, die Polizei erst fragten, was das für eine Veranstaltung sei. Die kreischenden Gegendemonstranten hatten nicht viel zu sagen: „Wir sind wir, und wer seid ihr?“, „Eure Kinder werden so wie wir!“, „Menschenverächter“ und  „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“ und hielten ein paar kleinere, selbstgepinselte Plakate hoch. Einige hatten es auch notwendig gehabt, sich durch Schminke und Kleidungstücke unkenntlich zu machen, nach Zusammenbau des Transparentes am Ende der Kundgebung ist es ihnen dann auch gelungen, die auf das vier mal drei Meter große, professionelle Transparent aufgebrachten Schriftzugsfolien, „Für die Schöpfungsordnung: Stoppt das Gesetz Eingetragene Partnerschaft, Nur Mann und Frau erhalten den Staat durch Kinder“, einem älteren Ehepaar, das diese trug, zu entreißen. Mit kindischer Freude zerrissen sie dann diese Folien und tanzten auf den Resten herum. Eigentlich müßte man ihnen auch für dieses traurige Zeichen einer Splittergruppierung für ein scheinbar fortschrittliches Gesetz danken. Sie zeigten damit überdeutlich, die Meinungsfreiheit anderer massiv zu mißachten und auch vor Straftaten in der Öffentlichkeit quasi vor den Augen der Polizei nicht zurückzuschrecken. Symptomatisch für Personen in einer dekadenten Gesellschaft, wo viele nur den eigenen Vorteil suchen und das Wohl der Allgemeinheit unwichtig ist.
Darum wäre es wichtig gewesen, neben dem Rechtsinstitut Ehe kein neues Gesetz zu schaffen. Jede finanzielle Begünstigung der i.d.R. doppelverdienenden gleichgeschlechtlichen Partnern ist gegen das Staatsziel des sozialen Ausgleich-Schaffens gerichtet und diskriminiert Familien. Nach Lohmann sind Ehe und Familie zugleich der Kern einer Gesellschaft. „Die Ehe in ihrer Einzigartigkeit zu schützen ist kein freiwilliger Luxus, sondern Pflicht eines jeden politisch Verantwortlichen. Hier ist der besondere Schutz des Staates nichts Zusätzliches, keine fakultative Zusatzleistung, sondern existentielle Notwendigkeit.“

Die Verhinderung von Feiern am Standesamt und das Verbot der Adoption und weitere bisherige Unterschiede zur Ehe von Mann und Frau ist nach Einschätzung Christoph Humpfs reine Augenauswischerei, da diese langfristig durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte aufgehoben werden. Überdies lehne die schweigende Mehrheit der Österreicher dieses Gesetz für ca. 1- 2 % homosexuelle Österreicher ab.
Durch automatisch erfolgende psychologische Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare mit der Ehe und zunehmenden Einfluß der Homo-Lobby auf die Erziehung in Schule und Universität ist nun außerdem ein weiterer Schritt des „Gender Mainstreamings“ erreicht, wonach die biologische Verfaßtheit des Menschen als Mann und Frau und seine prinzipielle gegengeschlechtliche Zugeordnetheit durch die Wahl des psychologischen Geschlechtes und des sexuellen Verhaltens (hetero-, homo-, trans-, bisexuell etc.) noch mehr relativiert oder ersetzt werden soll.
Kritisch zu bewerten sind auch Partnerschaften zwischen Pflegesohn und Pflegevater, zwischen Adoptivkind und Adoptivvater nach Auflösung der Adoption, die Eintragung der Partnerschaft, wenn eine solche gar nicht beabsichtigt ist, aber der Arbeitsmarkt für den ausländischen Partner geöffnet werden soll, und die Hinterbliebenenpension für Homosexuelle.
Eine bisherige rechtliche Diskriminierung homosexuell empfindender Personen gab es schon aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes nicht. Alle Rechte, die sich gleichgeschlechtliche Partner gegenseitig einräumen wollen, hätten sie sich  auch privatrechtlich durch Vertrag sichern können.
In einer so heiklen Sache mit noch unabsehbaren Folgen auf die weitere Diskriminierung von Familien wäre es mehr als angebracht gewesen, die Abgeordneten nach ihrem Gewissen entscheiden zu lassen und den Klubzwang aufzuheben. Doch die ÖVP hat wieder einmal mehr gezeigt, daß sie christliche Werte nur noch zum Schein vertritt. Das wird sie aber bei den nächsten Wahlen einige Stimmen kosten.

Rückfragehinweis:

Überparteiliches Veranstaltungsgremium „Für die Schöpfungsordnung“
Christoph Humpf – Sekretariat
Sommeregg 21, 5301 Eugendorf
Tel: +43 650/ 7 44 20 06
c.humpf@googlemail.com

„P.S.: Zur Deckung von noch ca. über 1000 € offenen Ausgaben für die Demonstration >>Nein zu „Eingetragene Partnerschaft“ – stoppt „Homo-Ehe“<< bitten wir um Spenden auf folgendes Konto:
Volksbank Salzburg:
Empfänger: Christoph Humpf
KtNr: 4 106 811; BLZ: 45 010
Verwendungszweck: Demo EPG“





Demo gegen Homoehe war ein Flop

7 12 2009

Am 6.12.09 veranstaltete das überparteiliche Gremium Für die Schöpfungsordnung eine Demonstration gegen die Homoehe, also das neue Partnerschaftsgesetz. Auch wenn die Anliegen richtig und die Veranstaltung gut gemeint war, wurde es doch zu einem Fiasko.

Die Gegendemonstranten die sich am Ring vor dem Parlament eingefunden haben, waren bestens vorbereitet. Sie kamen mit Trommeln, Percussions und vorallem mit viel mehr Personen. Während die Demonstranten gegen die Homoehe nur aus ca. 50 wackeren Personen bestand, fanden sich bei den Gegendemonstranten ca. 200 bestens vorbereitete Profi Demonstranten ein. Die kleine Schar der Homoehe Gegner waren räumlich im hinteren Bereich zum Parlament hin von der Polizei abgeriegelt und somit auch für Passanten kaum zu erkennen. Die Lautsprecherdurchsagen waren durch den Lärm der Gegendemonstranten am Ring vor dem Parlament teilweise kaum wahrnehmbar. Selbst das abschließende „Großer Gott wir loben dich“ das mit Trompete begleitet wurde, ging im Trommelwirbel der Gegendemonstration komplett unter.

Videos von der Veranstaltung:

Eintreffen der Demonstranten

Gegendemonstration

Gegendemonstranten stören laut und erfolgreich

Vorträge der Demo trotz Lautsprecher unhörber für Passanten

Großer Gott wir loben Dich geht trotz Trompete unter

Ein Freund aus USA, der jahrelang American Football in der College Liga spielte und auch Zehnkämpfer war sagte mir einmal in Zusammenhang mit politischen Auftreten:

Wenn ich auf das Spielfeld gehe, dann bin ich top vorbereitet und trainiert und weiß dass ich eine reale Chance habe zu gewinnen. Falls das nicht so ist, dann gehe ich nicht aufs Spielfeld, sondern ins Training und bereite mich vor. Aber wenn ich bereit bin hinauszugehen, dann will ich auch gewinnen!

Nur weil ein Anliegen richtig ist, bedeutet das nicht dass es auch durchsetzbar ist oder ernst genommen wird. Wer sich in die politische Arena oder in die Öffentlichkeit wagt, der sollte auch entsprechend darauf vorbereitet sein, sonst läuft er in das offene Messer. So wie es hier passiert ist.





Demo gegen die Homoehe

2 12 2009

Foto von Patxi64

Jezt hat sich noch ein überparteiliches Gremium gebildet. Es nennt sich „Für die Schöpfungsordnung“ und ruft zu einer Demonstration gegen das geplante Partnerschaftsgesetz auf.

Am Sonntag, den 6.12.09 wird um 17h in der Karlskirche eine Messe gelesen.

Anschließend, ca um 17h30 wird ein Fackelzug zum Parlament stattfinden. Dort gibt es dann noch eine Kundgebung.

Anreise per Bus wird vom Veranstalter organisiert.

Weiters heisst es in der Aussendung:

Es wäre sehr wichtig, dieses neue Lebenspartnerschaftsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare zu verhindern:

Es geht nicht darum, Menschen ihre Gefühle verbieten zu wollen, auch nicht darum, zu kontrollieren, was in den Schlafzimmern geschieht. Das ist Privatsache. Dafür braucht man aber auch kein teures Gesetz.

Die Aufgabe des Staats ist es, durch seine Gesetzgebung ein geordnetes Leben seiner Bürger zu gewährleisten. Durch seine Steuern vollbringt er Aufgaben, die einzelne nicht erledigen können und unterstützt die, die Unterstützung brauchen. Gleichgeschlechtliche Paare haben im statistischen Durchschnitt prinzipiell als Doppelverdiener ein höheres Einkommen als andere und bedürfen deshalb keiner gesetzlichen finanziellen Unterstützung. Alle Rechte eines einzelnen Staatsbürgers besitzen auch homosexuell lebende Menschen, insofern besteht bisher überhaupt keine rechtliche Diskriminierung.

Die wenigen Unterschiede, die aber nach Verabschiedung des Lebenspartnerschaftsgesetzes „Eingetragene Partnerschaft“ noch zur Ehe bestehen würden, werden nach der drohenden Verabschiedung dieses Gesetzes innerhalb kürzester Zeit auf höchster EU-Ebene aufgehoben. Die Verhinderung von Feiern am Standesamt und das Verbot der Adoption ist reine Augenauswischerei und wird langfristig durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte aufgehoben.
Die Gesetzgebung und Gerichtsurteile in der EU aufzuhalten, scheint im Moment unmöglich, es wäre aber möglich, neben der bestehenden Ehe kein neues Gesetz für alternative Arten des Zusammenlebens in Österreich zu verabschieden. Alle Rechte, die sich gleichgeschlechtliche Partner gegenseitig einräumen wollen, können sie auch privatrechtlich durch Vertrag sichern. Dadurch würden der Allgemeinheit und besonders zu Lasten der Familie keine neuen Kosten entstehen.
Die Ehe zwischen Mann und Frau dagegen ist im Interesse des Staates deshalb rechtlich wie auch finanziell besser zu stellen, weil sie in der Regel auf die Zeugung von Kindern und deren Erziehung angelegt ist, was gleichgeschlechtliche Paare a priori nicht leisten können. Psychologen betonen auch das Recht des Kindes, für seine gesunde psychische Reifung durch Vater und Mutter erzogen zu werden, wenn es sich irgendwie ermöglichen läßt.

Kontakt:

Überparteiliches Veranstaltungsgremium
„Für die Schöpfungsordnung“
Sekretariat
Sommeregg 21
5301 Eugendorf
Tel: +43 650/ 7 44 20 06





Überdenken, Umdenken, ein Zeichen setzen

31 10 2009

Während bei uns seit der Ehrung einer Abtreibungsklinik durch den Wiener Bürgermeister von immer mehr Seiten frischer Wind in die Segel der Abtreibungsdebatte geblasen wird und die Zeichen gut stehen, dass der Diskurs um die Forderung der flankierenden Maßnahmen zum Paragraph 97 StGB, auch tituliert als „Fristenlösung“ wieder in Gang kommt, stehen in anderen Ländern ebenfalls die Menschen auf der Straße, um zu verhindern dahin zu kommen, wo wir leider seit 1975, dem Jahr der Einführung des oben genannten Paragraphen, bereits sind.

 In Spanien, dem Land auf der iberischen Halbinsel erkennen immer mehr Bürger, in welche triste Richtung die Gesetze zur Liberalisierung der Abtreibung die Gesellschaft lenken und machen mobil gegen einen weiteren Vorstoß der sozialistischen Regierung, den Schritt zur Beendigung von Leben der kommenden Generationen möglichst unkompliziert und rechtlich gedeckt, durchführen zu können.

 Unter der Überschrift „Rechte und mehr Respekt für Frauen“ soll Abtreibung bei Bedarf ohne Angabe von Gründen in den ersten 14 Wochen / 3 Monaten der Schwangerschaft erlaubt sein – auch für Mädchen ab dem 16. Lebensjahr ohne notwendiges Einverständnis der Eltern.

Seit einer Gesetzesänderung 1985 war ein Abbruch der Schwangerschaft nur nach Vergewaltigung, bei möglichem genetischen Defekts des Kindes und bei einem Risiko der körperlichen oder seelischen Gesundheit der Frau durch die Schwangerschaft erlaubt. Vor allem wegen letzterer Begründung sind zahllose Kinder in Spanien nicht auf die Welt gekommen und so wurde das scheinbar strenge Gesetz aufgeweicht – die Priorität der Bewahrung des Lebens also nicht gewahrt. Seitdem hat sich die Zahl der Abtreibungen in Spanien auf über 112.000 jährlich gesteigert.

 Mit einem „Manifest für den Schutz des Lebens, der Frau und Mutterschaft“, das international von Lebensschutzorganisationen und Familienverbänden aus 45 Ländern unterstützt wurde und die Zustimmung tausender Bürger im Inland hatte wurde am 17.10.2009 eine Kundgebung in Madrid abgehalten – 1,2 Millionen Menschen sind erschienen.

Dabei ging es nicht nur darum, der Regierung die Ablehnung der Bevölkerung gegenüber dem neuen Gesetzesentwurf zu demonstrieren, sondern vor allem um eine Bekundung des Wunsches nach mehr Unterstützung für Familien, für Frauen, die nicht abtreiben wollen, für Information und Beratung im Falle einer ungewollten Schwangerschaft, für das Recht auf Leben.

Mit dem Motto „Cada vida importa!“ – „Jedes Leben zählt“ wird die Regierung in Spanien, aber auch wir darauf aufmerksam gemacht, dass zu uns allen einmal jemand „Ja“ gesagt hat – und wir darum eine Verantwortung haben und eine Stimme für das Leben sein können und sollen.

Denn nur so bekommen wir eine Chance auf die Freude an einer Gesellschaft, die lebt und pulsiert und fruchtbar ist – in jeder Beziehung – bevölkerungsseitig, wirtschaftlich und kulturell.

Seien wir uns der Chance bewußt, die wir mit unserem Leben, dass uns geschenkt wurde bekommen haben und helfen wir mit, diese Welt so zu gestalten, dass es auch jetzt und noch nach uns so bleibt, dass viele, viele einzigartige Menschen sich dieser Chance erfreuen können.

 Gerade jetzt gibt es einen internationalen Aufruf für die Rechte und die Würde des Menschen und der Famile. Setzen wir ein Zeichen, indem wir mit unserer Stimme dieser Petition Gewicht verleihen und damit auch den Politikern ein deutliches Signal geben, was wir uns von Ihnen für die Zukunft wünschen.





Britische Moslems verlangen den Tod eines Holländischen Abgeordneten

18 10 2009

Die Mosleme zeigen offen das Wesen des Islams. Jeder der den Propheten mißachtet muß getötet werden, der Islam wird Einzug in Europa halten und es erobern, die Scharia wird herrschen, die Ungläubigen werden erniedrigt werden. All diese Äußerungen sind durch die Aussagen des Korans gedeckt und werden in den Moscheen gepredigt. Nicht nur in England.

Wie es dazu kam:

Der Holländische Politiker Geert Wilders wurde im Februar 2009 vom Englischen House of Lords offiziell zu einem Gespräch eingeladen. Sein islamkritischer Film Fitna sollte gezeigt werden und anschließend mit ihm darüber diskutiert werden.

Allerdings kam es nicht dazu, da der Englische Innenminister Jacqui Smith die Einreise untersagte. Von den Moslems wurde nämlich ein blutiger Protest angekündigt falls es zu diesem Zusammentreffen kommen sollte. Daher verbot England dem holländischen Abgeordneten Geert Wilders die Einreise aus Sicherheitsgründen. Geert Wilders kam trotzdem, wurde am Flughafen festgehalten und wieder zurückgeschickt.

Doch Geert Wilders war nicht bereit diese Entscheidung zu akzeptieren. Daher klagte er dagegen und bekam Recht. Am 16.10.09 reiste er nach England und sprach im House of Lords. Auf der Strasse demonstrierten die britischen Moslems und verlangen jetzt den Tod von Geert Wilders. Was er bei seiner Ansprache sagte, das sehen Sie hier.





Bürgermeister Häupl ehrt Abtreibungsklinik

9 09 2009

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Ich weiß, es gibt viele Argumente für und wider Abtreibung und die Fronten der Gegner und der Befürworter sind verhärtet.
Die „moderne Gesellschaft“ hat sich schon an dieses Thema gewöhnt und die Proteste der Abtreibungsgegner sind in den letzten Jahren immer leiser geworden.

Bei alledem ist es aber doch den meisten Menschen klar, dass es sich bei der Abtreibung um die Tötung eines jungen menschlichen Lebens handelt. Daher ist trotz der oberflächlichen gesellschaftlichen Akzeptanz dieses Thema bei genauerer und persönlicher Betrachtung nicht mehr so einfach zu übergehen. Denn wenn man selbst vor der Entscheidung steht und ehrlich in sich geht, sein Gewissen erforscht und sich nicht von den Argumenten der Feministinnen abstumpfen läßt, dann wird den Meisten bewußt, welche Dimension diese Angelegenheit hat.

Viele Frauen, alleine in Österreich ca. 40.000 – 60.000 pro Jahr, lassen aber dann doch abtreiben. Die meisten sind nicht stolz darauf, bekommen mentale Probleme durch die Schuld die sie aufsich genommen haben, manche bereuen es zutiefst und manche wenige erzählen wie super es ist abzutreiben und prahlen noch damit.

Es ist ein Thema, das wir in die Schublade gesteckt haben und als notwendiges Übel ansehen um die persönliche, moderne Freiheit des Einzelnen zu leben, selbst auf die Kosten eines noch größeren Übels: der Tötung eines Kindes.

Jetzt hat sich aber der Wiener Bürgermeister Hr. Dr. Häupl die Freiheit genommen die wiener Abtreibungsklinik am Fleischmarkt ehren zu wollen. Für ihr 30 jähriges Bestehen und damit auch für ca. 300.000 getötete Kinder und dafür dass sie ein gutes Management haben, das immerhin einen Gewinn von 500.000,- Euro innerhalb der letzten 2 Jahre erwirtschaftet hat.
Dass die Gründerin der Firmengruppe MSI – Mary Stopes International laut Presseaussendung dem nationalsozialistischen Gedankengut anhang, Hitler verehrte und ihren Sohn enterbte weil er eine Brillenträgerin geheiratet hat die vielleicht unwertes Leben (weitere Brillenträger/innen) zeugt, ist Dr. Häupl auch egal, es wird geehrt.

Anscheinend ist der Herr Bürgermeister und seine Stadträtin Wehsely hier doch etwas zu weit gegangen. Aus allen Lagern, von Privatinitiativen, Kardinal Schönborn, Bischof Laun, Lebensschützern, Einzelpersonen und sogar aus der ÖVP hagelt es Kritik. Auch wenn der Bürgermeister beschwichtigt, dass es sich ja nur um einen Cocktailempfang handle und den selbigen vom Festsaal des Rathauses in den Keller verlegen läßt, und auch beteuert, dass er ja gar nichts damit zu tun hat, sodern die Stadträtin Wehsely, damit läßt sich die Aufregung nicht beruhigen.

Am 3.9.09 fand ab 18h beim Rathaus in Wien die angesagte Demonstration gegen die Ehrung der Abtreibungsklinik am Fleischmarkt statt.

Natürlich wurden auch Gegendemonstrationen der Grünen und der Sozialisten abgehalten. Selbst die Frauenministerin ließ es sich nicht nehmen extra anzureisen um gegen die bösen fundamentalistischen Lebensschützer Demonstranten zu demonstrieren. Allerdings konnten sich Grüne und Sozialisten nicht über eine gemeinsame Gegendemonstration einigen und daher demonstrierte man jeweils extra.

Die Lebensschützer warteten noch auf die Gruppe die am katholischen Gottesdienst in der Karlskirche teilnahmen und daher verspätet eintrafen. Daher waren nur stumm Transparente aufgestellt. Doch die Sozialisten drängten sich gegenüber der Gruppe der Lebensschützer in den Rathauspark und begannen lautstark Parolen zu skandieren und die Lebensschützer mit Wasserbomben zu bewerfen.

Die Parolen bewegten sich von:

Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland – Abtreibung in Frauenhand
bis zu
Hätt´ Maria abgetrieben – wärt ihr uns erspart geblieben

Ich denke dieses Niveau braucht keinen weiteren Kommentar.

Die Aggression der Gegendemonstranten machte klar, dass man versuchte mit lautem Schreien und Aktionismus von dem Mangel an guten Argumenten abzulenken, während im Hintergrund Danke an die „Einrichtung“ gesagt wurde. Die Lebensschützer ließen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und konterten mit Argumenten.

Weitere Videos:

Die Demonstranten treffen ein

Mag. Ewald Stadler ist auch unter den Demonstranten

Ansprache Dr. Gehring 1

Ansprache Dr. Gehring 2

Ansprache Jugend für das Leben

Ansprache Peter zu Stolberg 1

Ansprache Peter zu Stolberg 2

Ansprache Peter zu Stolberg 3

Ansprache Peter zu Stolberg 4

Nonne – argumentiert wissenschaftlich 1

Nonne – argumentiert wissenschaftlich 2

Abtreiben oder nicht?








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