Was, Wie, Wo – Gesundheit???

5 01 2010

„Nennt das Runde rund und das Eckige eckig, sonst geht der Staat zugrunde“  (Konfuzius)

Es ist ein Jammer!

Dadurch, dass jeder das Wort „Gesundheit“ gebraucht, aber niemand definitiv weiß, was es bedeutet, entsteht ein begrifflicher Wirrwarr und deshalb wird das Erreichen dieses allgemeinen Wunschbildes insgesamt beinahe unmöglich. Jeder ist hier bereits ein selbst ernannter Experte und keiner weiß eigentlich genau von was!?

Im Politischen ist das vorerst nur sehr kostspielig, aber im Ärztlichen ist das eine Unerträglichkeit. Die Zeilenhonorarakrobaten der illustrierten Presse aber möchten hier die öffentliche Meinung vorgeben und die Werbung für diverse gesunde Produkte in den Medien erläutert uns den PR- wirksamen pseudowissenschaftlichen Hintergrund – oder was? Und wie sollte das funktionieren und was sollte das wohl werden?

Es ist ein Jammer!

Beinahe jeder denkt, dass das, was er eben beim Essen verschluckt hat, bereits in seinem Körper wäre, was klarerweise Unsinn ist. Auch denkt beinahe jeder völlig unkritisch, dass er seine „Ernährung“ gesund gestalten müsse und meint damit aber die Nahrung! Ernährt werden im Körper Zellen, Organe, Strukturen oder Gewebe! Was sich im Mund oder im Magen befindet ist noch lange nicht dort; es befindet sich vorerst noch in der „inneren Außenwelt“ des Darmrohres, wo es erst durch Verdauung körpergerecht aufbereitet werden muss.

Von wegen „gesunde Ernährung“ – wir leben derzeit hier in Europa zwar in der menschheitsgeschichtlichen Ausnahmesituation des absoluten Nahrungsüberflusses – und sind dennoch katastrophal schlecht ernährt! Das dokumentieren unter anderem die Krankheitsstatistiken der wohl kaum jetzt schon sterbenden, so doch aber bald zu neuweltlich umgeordneten und damit zu gewaltigen Kontroll- Macht- und Abzockinstrumenten pervertierten Sanitätsbehörden und Krankenkassen.

Außerdem war bisher noch nie der Konsum von „Nahrungsergänzungsmitteln“ so hoch wie heute! Aber, wie kann so etwas verstanden werden? Wohl nur dadurch, dass generell – wie eben erwähnt – die Grundbegriffe „Nahrung“ und „Ernährung“ vertauscht, verwechselt, also grundsätzlich falsch verwendet werden. Es werden die überhaupt wesentlichen Begriffe wie „Verdauung“ und „Verdaubarkeit“ medial offenbar übersehen oder aus dem allgemeinen Bewusstsein ausgeblendet oder was auch immer?! Oder man redet ob einer möglichen Unappetitlichkeit, die eine ohnehin nur noch bruchstückhaft vorhandene bürgerliche Etikette eventuell stören könnte, einfach nur nicht gern darüber? Oder man hat sich mit diesem Grundthema überhaupt noch nie eingehend befasst und schreibt oder redet einfach nur belanglos daher. So ist ein ganzer Berufsstand „ernährungswissenschaftlich“ heute angeblich mit dem Thema „Ernährung“ befasst und kümmert sich in Wahrheit nur um die Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln. Korrekt bezeichnet wäre das wohl eine „Nahrungswissenschaft“, was aber viel weniger attraktiv und damit auch weniger gut verkaufbar klingt.

Sitz und Zentrum der organischen Gesundheit ist immer die gute Gewebsversorgung! Hier schauen wir aber auf Nährstoffe als Endprodukte von mehr oder weniger effizienten Verdauungsvorgängen. „Das richtige Mittel zur richtigen Zeit in der richtigen Menge für die richtigen Leut!“ lautet hier der gesunde Leitspruch.

Reden wir also einleitend erst einmal über den Begriff „Gesundheit“ und dann davon, dass der Mensch organisch einem Schlauch – mit vorne und hinten einer Öffnung – gleicht und dass der Inhalt dieses Verdauungsschlauchs noch nicht in den Körper aufgenommen ist, sondern noch in einer Art „innerer Außenwelt“ verweilt und dort aufbereitet, also verdaut werden soll.

Ist nun der Verdauungsapparat, also Darm, Drüsen auch als zugehörige Organe (Leber, Bauchspeicheldrüse v.a.), die Zufuhr von passenden Nährstoffen oder der Abtransport von ev. schädlichen Endprodukten schwach oder gestört, somit das Gleichgewicht beschädigt, so sind die Versorgungsabläufe beeinträchtigt und das hat über die Jahre und Jahrzehnte im ganzen Organismus Folgen am Zusammenspiel der Regulationen. Es kommt zur ständigen Vermehrung schädlicher Zersetzungsprodukte im Darm, dann in den Säften und im Gewebe als Ablagerungen – zuletzt auch an den Abscheidungsgrenzen im und am Körper. Hier entsteht die klassische Abwärtsspirale in Richtung chronisches Leiden – also die anfangs schleichend und schubhaft verlaufende „Wohlstandserkrankung“ jedweder Art.

Hingegen, wenn sich Nährstoffbedarf und angemessene Zufuhr die Waage halten, wenn Verbrennung und Abtransport mit Ausscheidung optimal aufeinander abgestimmt sind und die Selbstreinigungsmöglichkeiten im Körper frei und spielend funktionieren sowie die Transmissionen und Rhythmen einigermaßen straff laufen, dann herrscht ein hohes Maß an Gesundheit.

Reinheit erhält sich durch die freien und effizienten Selbstreinigungsmechanismen selbst, was wiederum basale Regulationsfähigkeit und damit Gesundheit und letztlich auch Gesundung um Sinne einer Aufwärtsspirale bedeutet.

Zusammengefasst also:

Eine Verminderung der Schadstoffentstehung, eine Verbesserung der Säftezirkulation, die Optimierung der Nutzung (- Verbrennung) der Nährstoffe und eine gut funktionierende innere Reinigung erhalten den Körper sauber und daher belastbar und anpassungsfähig, vermehren Eleganz, Schönheit und Wohlbefinden, bringen Kraft und Ausdauer, gute Regulation und rasche Regenerationsfähigkeit – nun, Gesundheit eben. Und das ist es; das ist das ganze Geheimnis.

Wie das nun individuell und bezogen auf jeweilige Lebenslagen genauer zu bewerkstelligen ist und warum manches hier an Regulation so oder anders abläuft – dazu schrittweise mehr in den nächsten Beiträgen.








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