Familienministerin folgt Gender Mainstream

8 12 2009

CDU-Politikerin setzt sich für Partnerschaften ein, in denen Liebe herrscht…

Kommentar von Dennis Riehle

Die neue deutsche Familienministerin, die Ursula von der Leyen nachfolgt und als hessische Bundestagsabgeordnete bisher hauptsächlich mit gesellschaftspolitischen Fragen in der CDU-Fraktion beschäftigt war, hat zu Beginn ihrer Amtszeit ihr Verständnis einer christlichen Perspektive auf die Ehe offenbart.

Überall dort, wo Liebe gelebt wird, kann eine wertvolle Partnerschaft entstehen und ein Familiengefühl wirken. Das gelte für nicht-eheliches Zusammensein, aber auch für homosexuelle Verbindungen oder „Patch-Work“-Familien.

Die neue Ministerin, die mit 32 Jahren das jüngste Kabinettsmitglied und selbst ledig ist, hat damit klare Linien aufgezeigt, in welche Richtung sich die Union künftig bewegen wird. Galt sie bisher zumindest im Vergleich zu anderen Parteien noch als teilweise Hüterin von traditionellen Werten, die auf einem christlichen Normenfundament gebaut waren, wechselt sie nun in die mitreißende Masse der Trendhaftigkeit: Der Gender Mainstream macht auch vor der CDU nicht mehr halt. Ganz im Gegenteil: Die Öffnung hin zu einem christlichen Weltbild, das alleinig die Liebe, egal welcher Ausrichtung, welcher Intensität und welcher Folgen, in den Mittelpunkt des Denkens stellt, schaltet den Verstand aus und verführt zu einem gefärbten Blick auf all das Wunderbare in der Welt. Frei nach dem Grundsatz: Könnte die Welt doch so schön friedlich sein, gäbe es nicht die Traditionalisten mit ihrem Widerstand gegen das, was sich als Einheitsbrei über die trägen und unkritischen Köpfe ganzer Gesellschaften gelegt hat.

Dass die CDU ihre neue Ministerin nicht zurückpfeift, dürfte einen einfachen Grund haben: Das, was heute nach Toleranz aussieht, kommt stets gut an. Es ist populär – es bringt Wählerstimmen. Dass die Christdemokraten damit aber dem von ihrer Seite so oft kritisierten Populismus immer näher kommen, scheint so lange nicht zu stören, wie noch ein Hauch an Rest-Christlichkeit vorhanden ist: Die neue Familienministerin beteuert ihren Glauben, ihre Wurzeln und ihr klares Bekenntnis. Das scheint auszureichen.

Doch gab es nicht schon immer Unterschiede zwischen Glauben glauben und Glauben leben?








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