Diskriminierung von Christen in der EU nimmt zu

27 05 2013

Das Dokumentationsarchiv der Intoleranz gegen und Diskriminierung von Christen veröffentlicht in seinem jüngsten Jahresbericht 41 Fälle nationaler Gesetzgebung, die für Christen in über 15 EU-Mitgliedsstaaten nachteilige Auswirkungen haben. Zudem enthält der Bericht alleine für das Jahr 2012 im Gebiet der Europäischen Union 169 Fälle von drastischer Intoleranz gegen Christen.

Der Report wurde am 21. Mai in einer Rede auf der OSCE High Level Conference on Tolerance and Non-Discrimination in Tirana von der Leiterin des Dokumentationsarchivs, Gudrun Kugler präsentiert.

Folgende Missstände wurden dadurch besonders deutlich:

– Einschränkungen der Gewissensfreiheit (insbesondere in Belgien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Österreich und Irland)

– Einschränkung der Redefreiheit durch Hate Speech Gesetzgebung (z. B. in Frankreich, Schweden und Großbritannien)

– Verstöße gegen die Versammlungsfreiheit (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Österreich, Spanien)

– Diskriminierende Gleichbehandlungsgesetzgebung (EU, Großbritannien, Dänemark, Irland, Niederlande, Spanien) und

– Einschränkung der Elternrechte (Belgien, Frankreich, Deutschland, Slowakei, Spanien und Schweden).

Die EU Religion „Gender Mainstreaming“ ist mit dem Christentum nicht kompatibel. Christen, die sich nach ihrem Gewissen richten, werden in nächster Zeit verstärkt diskriminiert und kriminalisiert werden. Die Einschränkung der Meinungs- und Gewissensfreiheit ist ein Anfang, den es zu wehren gilt.

Nähere Information erhalten Sie auf: http://www.intoleranceagainstchristians.eu/





Christenverfolgung heute

28 01 2010

von Inge M. Thürkauf

Angefangen bei den Aposteln bis in unsere Zeit zieht ein blutiger Strom von Gemarterten um Christi willen durch die Geschichte. In allen Epochen und in allen Erdteilen haben Missionare bei der Verbreitung der christlichen Botschaft ihr Leben gegeben.

Woher rührt diese Feindschaft auf eine Religion, deren Gründer als Friedensfürst auf diese Welt gekommen ist? Die Verfolgung der Christen geschieht nicht von ungefähr, sie ist eine Konsequenz der christlichen Prinzipien, die den Konflikt mit der „Welt“ unvermeidbar machen. Man kann nicht zwei Herren dienen: Gott und der Welt. Die großen Verfolgungswellen der Neuzeit: die Revolutionen in Frankreich und Rußland mit den Folgeerscheinungen, die das 20. Jahrhundert geprägt haben und worunter auch unser Jahrhundert noch lange leiden wird, tragen den Stempel des Hasses gegen Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen.

Christenverfolgung ist nicht irgendein Geschehen innerhalb der Geschichte der Völker. Sie ist eine Tatsache, die zu Beginn dieses neuen Jahrtausends global anzutreffen ist. Die Berichte der Hilfswerke („Kirche in Not“, die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“ (IGFM) oder „Open Doors“) sollten uns eigentlich aufrütteln, aber wer liest sie schon. Jene, die sich informieren wollen, werden erschüttert zur Kenntnis nehmen müssen, daß derzeit die größte Christenverfolgung aller Zeiten stattfindet. Nahezu 200 Millionen Christen auf der ganzen Welt erleiden ihres Glaubens wegen die unterschiedlichsten Formen von Gewalt, bis hin zum Mord.

Besonders die Ereignisse des 11. Septembers 2001 und die daraufhin erfolgte militärische Intervention der USA in Afghanistan gegen die dort herrschenden Taliban führten zu vermehrten Attacken auf Christen in verschiedenen Ländern. Weil die „Kreuzzügler aus dem Westen“ die Muslime attackieren, so die für sie logischen Argumente, müssen die Christen bekämpft werden. Dabei wird vergessen, daß der Westen längst das christliche Erbe verlassen hat. Weite Teile der Bevölkerung Europas sehen sich kaum mehr mit diesem Glauben verbunden. Das hat zur Folge, daß die Christen in den islamischen Ländern sich von den Bürgern des Westens im Stich gelassen fühlen, da diese sich nicht für das Schicksal von Menschen, die aus religiösen Gründen unterdrückt und verfolgt werden, interessieren. Es werden in den westlichen Ländern keine Demonstrationen zugunsten verfolgter Christen abgehalten, keine „Menschenkette“ führt als Zeichen der „Solidarität“ über Ländergrenzen hinweg.

Was Christen mit wachsender Besorgnis beobachten, ist die Intoleranz jener, die sich in ihren eigenen Belangen lautstark auf Toleranz berufen. Meinungsfreiheit fordern sie lediglich um ihrer eigenen Ziele willen. Auf jene aber, die ihre Stimme gegen Unrecht erheben fällt das Beil der Verleumdung, der Häme und des Spottes. Sie werden als engstirnig, homophob, faschistisch und vieles mehr diffamiert und können, aufgrund neuer Gesetzgebung auch strafrechtlich verfolgt werden.

Wird Europa sich je wieder auf sein christliches Menschenbild zurückbesinnen können? Die Antwort gibt uns die christliche Hoffnung, die Hoffnung wider alle Hoffnung, die uns die Zuversicht schenkt, aus der Erfahrung der Vergangenheit darauf zu vertrauen, daß die Kirche in Zeiten der Verfolgung an Kraft zunimmt, denn die wahre Kirche, so ein Ausspruch eines russischen Starzen, ist die verfolgte Kirche. Die Aufforderung des hl. Paulus „den neuen Menschen anzuziehen“, mit Mut und Zivilcourage das Evangelium Christi zu leben und zu verkünden – gelegen oder ungelegen -, damit wir nicht schuldig werden, ist so aktuell wie vor 2000 Jahren. Dazu brauchen wir aber die Gnade des Glaubens, um die wir den Herrn, den Gott alles Trostes bitten müssen, denn „von Abel bis zu diesen Zeiten verläuft der Weg der Kirche zwischen den Verfolgungen der Welt und den Tröstungen Gottes“.








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