Demo gegen Homoehe war ein Flop

7 12 2009

Am 6.12.09 veranstaltete das überparteiliche Gremium Für die Schöpfungsordnung eine Demonstration gegen die Homoehe, also das neue Partnerschaftsgesetz. Auch wenn die Anliegen richtig und die Veranstaltung gut gemeint war, wurde es doch zu einem Fiasko.

Die Gegendemonstranten die sich am Ring vor dem Parlament eingefunden haben, waren bestens vorbereitet. Sie kamen mit Trommeln, Percussions und vorallem mit viel mehr Personen. Während die Demonstranten gegen die Homoehe nur aus ca. 50 wackeren Personen bestand, fanden sich bei den Gegendemonstranten ca. 200 bestens vorbereitete Profi Demonstranten ein. Die kleine Schar der Homoehe Gegner waren räumlich im hinteren Bereich zum Parlament hin von der Polizei abgeriegelt und somit auch für Passanten kaum zu erkennen. Die Lautsprecherdurchsagen waren durch den Lärm der Gegendemonstranten am Ring vor dem Parlament teilweise kaum wahrnehmbar. Selbst das abschließende „Großer Gott wir loben dich“ das mit Trompete begleitet wurde, ging im Trommelwirbel der Gegendemonstration komplett unter.

Videos von der Veranstaltung:

Eintreffen der Demonstranten

Gegendemonstration

Gegendemonstranten stören laut und erfolgreich

Vorträge der Demo trotz Lautsprecher unhörber für Passanten

Großer Gott wir loben Dich geht trotz Trompete unter

Ein Freund aus USA, der jahrelang American Football in der College Liga spielte und auch Zehnkämpfer war sagte mir einmal in Zusammenhang mit politischen Auftreten:

Wenn ich auf das Spielfeld gehe, dann bin ich top vorbereitet und trainiert und weiß dass ich eine reale Chance habe zu gewinnen. Falls das nicht so ist, dann gehe ich nicht aufs Spielfeld, sondern ins Training und bereite mich vor. Aber wenn ich bereit bin hinauszugehen, dann will ich auch gewinnen!

Nur weil ein Anliegen richtig ist, bedeutet das nicht dass es auch durchsetzbar ist oder ernst genommen wird. Wer sich in die politische Arena oder in die Öffentlichkeit wagt, der sollte auch entsprechend darauf vorbereitet sein, sonst läuft er in das offene Messer. So wie es hier passiert ist.








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