„Die Dynamik der Liebe“

26 02 2015

„Scheidung ohne Stress, „Scheidung für Eilige, „Scheidung online – Fachkanzlei ermöglicht es.“ So klingen die Werbeangebote der seit einigen Jahren florierenden Scheidungsindustrie. Da jede zweite oder dritte Ehe geschieden wird, bedarf es Spezialisten, die diese Krisensituation aufarbeiten. In fast allen Ländern des Westens hat das Geschäft der Scheidungsindustrie ein Übermaß an Aktivität erreicht. Scheidungsanwälte, Psychocoaches, Heiratsvermittler, Reisebüros, Immobilienmakler einschließlich Konditoren mit Scheidungstorten bieten auf sogenannten Scheidungsmessen ihre Dienste an. Es gibt in dieser Branche nichts, was nicht wert ist, vermarktet zu werden. Kann man sich vorstellen, daß noch jemand daran interessiert sein könnte, gebrochene Verbindungen zu heilen und Ehen zu retten? Auch hier geht es um die Geschichte vom großen Geld, vom Millionengeschäft.

Psychologen und Sozialforscher machen vor allem den gesellschaftlichen Wandel und die völlig veränderten gegenseitigen Ansprüche in der Ehe als Verursacher der in den letzten Jahrzehnten rasant angestiegenen Scheidungszahlen verantwortlich. Das mag im Einzelnen gesehen nicht falsch sein. Doch Weihbischof Dr. Andreas Laun und seine Mitarbeiter im Referat für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg sowie seine bischöflichen Mitbrüder Dr. Elmar Fischer und Dr. Klaus Küng gelangten zu einem Ergebnis, das in den Betrachtungen der genannten „Berater“ keine Beachtung findet: der Zusammenhang zwischen künstlicher Empfängnisverhütung und Scheidung. Grundlage ihrer Überlegungen war die Studie der amerikanischen Prolife Aktivistin Mercedes Wilson, die entdeckte, daß Paare, die künstlich verhüten häufiger in Scheidung enden, als jene, die in ihrer Ehe die Natürliche Empfängnisregelung (NER) leben.

Mit Hilfe des Arztehepaars Walter und Michaela Rhomberg wurde unter den Mitgliedern des Instituts für Natürliche Empfängnisregelung (INER) Vöcklabruck auch im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz und Süd-Tirol) eine Untersuchung durchgeführt um abzuklären, ob die in Amerika erarbeitete Studie verifiziert werden kann. Die Umfrage bezog sich auf die Gründe für die Wahl der Natürlichen Empfängnisregelung (NER) sowie auf die Praxis der Methode, die Zufriedenheit im Familienleben und die Akzeptanz der periodischen Abstinenz. Die Sondierung dieses Fragebogens, bei der auch die religiöse Praxis einbezogen wurde, zeitigte erstaunliche Resultate: 61 % bestätigten eine Bereicherung ihrer persönlichen Beziehung zum Partner, 63 % erlebten das Familienleben schöner und glücklicher und 82 % der Befragten beurteilten die periodische Abstinenz als positiv. Das für die Anwendung der NER sprechendste Ergebnis jedoch ist die Tatsache, daß die Scheidungshäufigkeit in Relation zur religiösen Praxis – unabhängig vom Glaubensbekenntnis – bei 3 % liegt, bei distanzierter religiöser Praxis allerdings bei 12,5 %, doch auch diese Scheidungsrate liegt immer noch deutlich unter den Durchschnitts-Werten der in Frage kommenden Länder (Österreich im Jahre 2007 bei 48 %, Tirol 37 % und Wien bis zu 60 %). Die durchschnittliche Geburtenzahl der befragten Paare liegt bei 3 Kindern.

Die gesammelten Erkenntnisse wurden in einem ansprechenden Band mit dem Titel „Die Dynamik der Liebe“ erfasst, herausgegeben von Weihbischof Dr. Andreas Laun und Mag. Maria Eisl. Daß über die darin erstellten Gutachten kein Widerhall in den Mainstream-Medien zu finden ist, erstaunt weiter nicht, da über das Wissen um die von Prof. Dr. Josef Rötzer entwickelte sympto-thermale Methode, die nichts mehr gemein hat mit der Knaus-Ogino Rechenregel, weitgehend geschwiegen wird. Dabei möchte Dr. Rötzer bei dieser Art der Fruchtbarkeitsregelung weniger von einer Methode als von „der eigenen Lebensweise“ sprechen, da durch die Natürliche Empfängnisregelung die Möglichkeit gegeben wird, Mann und Frau im Sinne der katholischen Lehre zu einer ganzheitlichen Wahrnehmung und Annahme des Leibes zu führen. Langjährige Forschungsarbeiten haben gezeigt, daß NER bei sorgfältiger Anwendung ebenso sicher ist wie „die Pille“.

Ein entscheidender Grund des mangelnden Bekanntheitsgrades der NER ist die Dominanz der Pharmalobby, die aus wirtschaftlichen Gründen die zahlreichen gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen dieses hochwirksamen Hormonpräparats unterschlägt: wie Thrombosen und Embolien, Infektionen, Demenzentwicklung, sowie ein erhöhtes Krebsrisiko (Brustkrebs, Leber- und Gebärmutterhalskrebs). Der westliche Mensch pflegt einen oft befremdlichen Gesundheitskult in seinem Trend zur Natürlichkeit, warum aber wird die Pille, die kein Medikament gegen eine Krankheit ist, sondern ein Mittel gegen die Fruchtbarkeit der Frau, über Jahre hinweg täglich eingenommen? Überall heißt es „Zurück zur Natur“, doch wenn es um Verhütung geht, ist jedes Mittel recht, selbst wenn es die Gesundheit der Frau ruiniert.

Es ist in unserem aufgeklärten Zeitalter weithin unbekannt, daß die Tage der Fruchtbarkeit selbst bestimmt werden können. Da die Eizelle eine begrenzte Lebensdauer hat, ist nur ein kurzer Zeitraum vorbehalten, in dem der Eisprung stattfinden kann, d. h. wenn die Eizelle nach wenigen Stunden abgestorben, also nicht mehr befruchtungsfähig ist, besteht bis zur nächsten Blutung tatsächlich eine 100prozentige Unfruchtbarkeit. Dem INER liegen 400 000 Zyklen vor, die seit 1956 gesammelt wurden, die bestätigen, daß in der unfruchtbaren Zeit keine Schwangerschaft zustande gekommen ist.

Ein eigenes Kapitel ist den persönlichen Erfahrungen gewidmet (Seite 18 – 30), in denen Ehepaare in Dankbarkeit über die Zuverlässigkeit der NER-Methode berichten. Hier einige Aussagen:

Sie ist eine Lebensweise ohne Nebenwirkungen der Pille…

Gibt ein gutes Gesundheitsgefühl ohne Chemie…

Die Konsequenzen unseres Handelns werden gemeinsam getragen…

Auch der Ehemann wird mit den körperlichen und seelischen Situationen seiner Frau vertraut…

Durch die Enthaltsamkeit freute ich mich stärker auf das nächste Beisammensein…

In der Zeit der Enthaltsamkeit leben wir von der gegenseitigen Zärtlichkeit…

Was bei den Befragungen immer wieder betont wurde, ist der Schutz der Fruchtbarkeit für die nächste Generation und der Respekt und die Würde vor dem Leben des andern.

Das sexuelle Verhalten vieler Paare wird seit Jahrzehnten durch Verhütung bestimmt, das in der Folge in allen Bereichen der Moral zu einer permissiven Denkweise geführt hat. Die Entwicklung hätte einen andern Verlauf genommen, wenn „der umstrittenste Text der Kirche“ ernst genommen worden wäre: die Enzyklika „Humanae vitae“. Die Folgen der Verneinung dieses prophetischen Lehrschreibens haben in die uns bekannten Sackgassen geführt: Kontrazeption und Abtreibung, und in Weiterführung dieser faulen Früchte zur In-vitro-Fertilisation, Embryonenvernichtung in verbrauchender Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik (PID) zur Selektion Behinderter und schließlich „assistierte Tötung“ am Lebensende, d. h. Euthanasie.

Am Schluß des Buches findet der interessierte Leser eine Kurzanleitung als Information für Ärzte, sowie wertvolle Erklärungen über die Funktionsweise der sympto-thermalen Methode nach Dr. Rötzer, ebenso Kontaktadressen für den deutschsprachigen Bereich.

Fast ein halbes Jahrhundert ist seit dem Erscheinen von „Humanae vitae“ vergangen. Die Erfahrungen dieser Jahre haben gezeigt, daß die Warnungen und Gefährdungen von denen Papst Paul VI. einst sprach in einem kaum erwarteten Masse berechtigt waren. Daher trifft es zu, was Weihbischof Dr. Andreas Laun in seiner Abhandlung „In der Liebe begründet“ betont: „Die Abwendung von Verhütung hin zur Natürlichen Empfängnisregelung könnte der Anfang einer neuen, erneuerten Liebesbeziehung werden und Scheidung verhindern,…denn mit Blick auf die Kirchengeschichte gab es noch nie einen günstigeren Zeitpunkt für Katholiken, die Ehelehre der Kirche zu entdecken als heute.“





Deutschland verhaftet Vater der seine Kinder vor Pornos schützt

21 08 2013




Die Familie – Der Ehebund

23 07 2012

Der Ehebund nach 1. Mose 2.24

Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.

Das Wort Gottes definiert das Anhangen, d.h. eine Vereinigung von Mann und Frau als Ehebund. Die Bedeutung des Begriffes „ein Fleisch“ bezeichnet die sexuelle Beziehung, die damit verbunden ist und drückt darüber hinaus aus, dass das Ehepaar eine unzertrennliche Einheit bildet.

Rechtlich wird die Ehe durch einen Formalakt begründet, sei es durch amtliche Eheschließung oder kirchliche Trauung. Dies ist gesellschaftlich notwendig und auch durchaus zu befürworten, es befindet sich aber in der gesamten Bibel dazu keine gesonderte Aufforderung.

Mittlerweile sind Lebensgemeinschaften ohne formale Eheschließung sehr üblich geworden. Der Gesetzgeber definiert diese Form des Zusammenlebens als „eheähnlich“ und stellt sie rechtlich in vielen Belangen der Ehe gleich. Vor Gott ist dies jedoch nicht bloß eheähnlich, sondern de facto die Ehe.

Entscheidend ist der gemeinsame Umgang (biblisch anhangen), wenn dieser mit sexuellem Verkehr verbunden ist und nicht der rechtliche oder kirchliche Akt. Dessen sind sich viele Menschen nicht wirklich bewusst.

Paulus betrachtet die Ehe als ein Geheimnis, indem er die Beziehung zwischen Mann und Frau mir der zwischen Jesus und seiner Gemeinde vergleicht (vgl. Epheser 5.31-32).

Wir finden in der Bibel noch eine Reihe weiterer Anhaltpunkte, dass durch die besondere Form der Ehebeziehung im Grunde genommen das Verhältnis zwischen Gott und Mensch abgebildet ist. Ich habe zwei davon ausgewählt, jeweils eines aus dem AT und eines aus dem NT:

Jesaja 54, 5:

Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, Herr der Heerscharen ist sein Name; …

Offenbarung 19,7:

Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

Die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau in seinem Bilde hat also einen Hauptzweck: Durch die Beziehung, die zwischen Mann und Frau real erlebbar ist können wir erkennen, wie die Beziehung von Gott selbst zu uns Menschen beschaffen ist.

Mit anderen Worten: Wollen wir erleben, wie sehr Gott uns tatsächlich liebt, dann können wir das an unser eigenen Ehebeziehung selbst erleben, indem man sich um gegenseitige Liebe aufrichtig bemüht. Wir können quasi die Intensität selbst bestimmen.

Trennungen, Partnerwechsel oder gar Experimentieren mit dieser Beziehung haben also keinen Platz, weil sie allesamt diesen Hauptzweck Gottes verfehlen. Und das ist letztendlich auch der Grund, warum die Sexualität als wesentlicher Bestandteil dieser Beziehung der Ehe als solche vorbehalten ist.





Sex, we can !?

28 11 2009

Gastbeitrag von Beatrix G.

Benötigt unsere sexualisierte Gesellschaft eine Gebrauchsanleitung für den Geschlechtsakt? Muss man Sexualität k ö n n e n ?

„Sex we can“ – so lautet der Titel des neuen, äußerst fragwürdigen Aufklärungsfilmes, der mit öffentlichen Geldern gefördert wurde, in dem den Jugendlichen in ihrer Identitätsfindung geholfen werden soll. Diese Hilfe, die in einem computeranimierten Streifen umgesetzt wird, ähnelt eher einer penibel genauen Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit als zu dem, was Sexualität wirklich sein soll, nämlich das Einswerden in einer vertrauensvollen Partnerschaft, die von Sicherheit, Liebe und im besten Fall von einem Eheversprechen getragen ist.

Der Film lässt fast keine Peinlichkeiten aus, die am Beginn des Erwachsenwerdens und des Erwachens der eigenen Geschlechtlichkeit passieren können. Zum einen sind die „weisen“ Ratgeber allesamt gleichaltrige Teenager, die mehr oder weniger Erfahrung im Bereich „Liebe“ – oder was die Macher hier als „Liebe“ bezeichnen, nämlich den Geschlechtsakt – haben. Zum Anderen wird in dieser Form der Aufklärung die Triebhaftigkeit des Menschen über die Vernunft und eventuell vorherrschende, ablehnende Gefühle gestellt. Die Botschaft lautet: „Willst du mit einem Jungen/einem Mädchen nicht sofort schlafen, bist du nicht „in“ und es stimmt etwas nicht mit dir.“

Die Tipps, die die beiden Hauptdarsteller, ein Mädchen und ein Junge, die sich gegenseitig anziehend finden, in den 3 Episoden von „Sex we can“ erhalten, sind in keiner Weise hilfreich auf dem spannenden und doch sehr verwirrenden Weg der Identitätsfindung von Weiblichkeit und Männlichkeit. Vielmehr vermitteln sie ein völlig falsches Bild von Liebe, das sagt: „Wenn du dein Gegenüber attraktiv findest – egal ob gleich- oder andersgeschlechtlich – dann ist es ganz natürlich, dass du so schnell wie möglich mit ihm/ihr intim wirst.“ Das gegenseitige Kennenlernen, das Entwickeln von Freundschaft und tieferen Gefühlen, das aufeinander Warten können oder auch das Entfalten von Vertrauen und Geborgenheit wird hier in keiner Silbe erwähnt. Die Worte „Ich liebe Dich!“ hört man zum ersten Mal am Ende des Filmes, nachdem das Pärchen schon mehrere Male miteinander geschlafen hat.

Auch die Verhütungsmentalität, die in diesem Film angesprochen wird, entspricht natürlich leider dem heutigen Zeitgeist. Wieder einmal wird eine Schwangerschaft als eine Art Krankheit vermittelt, die man am besten durch Pille, Kondom oder im schlimmsten Fall Pille danach vermeiden beziehungsweise „heilen“ kann. Natürlich wünscht man keinem jugendlichen Mädchen, dass es die Verantwortung einer Mutterschaft tragen muss. Warum fragt man dann unsere Jugendlichen nicht ganz klar, ob sie überhaupt die sexuelle Verantwortung tragen können? Einerseits die Konsequenzen der geschlechtlichen Vereinigung, aber auch die Verantwortung, die man dem anderen gegenüber übernimmt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch das Zusammenkommen zwischen Mann und Frau eine tiefe, emotionale Bindung entsteht, die nicht einfach nach Belieben an- und ausgeschaltet werden kann. Wenn ich mit jemand schlafe, dann bin ich mit demjenigen verbunden und sollte ihn in seiner Ganzheit und in seiner Fruchtbarkeit respektieren und lieben.

Weiters ist es überraschend, dass der Aufklärungsfilm ganz klar sagt, dass die Teenager das Thema Sex nicht mit ihren Eltern besprechen müssen. Schließlich gäbe es Ärzte, die sich um die Verhütungswünsche der jungen Erwachsenen kümmern könnten. Hier steht der Film, der unter Anderem durch das Unterrichtsministerium und den Stadtschulrat für Wien gefördert wird, ganz klar im Gegensatz zu dem seit 1994 gültigen Erlass des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten. Dort wird nämlich die Sexualerziehung als Unterrichtsprinzip erläutert und eindeutig festgehalten, das „Sexualerziehung die primäre Aufgabe der Eltern/Erziehungsberechtigten“ ist und in steter Zusammenarbeit mit dem Elternhaus von der Schule zu erweitern sei.

Zu Hoffen bleibt, dass viele Eltern über diesen Film an öffentlichen Stellen ihren Unmut kundtun, und somit diese Art von Sexualerziehung unseren Kindern erspart bleibt. Außerdem ist es unnötig, unseren Jugendlichen eine sexuelle Gebrauchsanweisung mit zu geben. Dieses „Programm“ muss wohl kaum erlernt werden, ist es doch in jedem Menschen von Grund auf angelegt. Wie sonst hätte sich die Menschheit bis jetzt fortpflanzen können, wo es noch kein „Sex we can“ gab?

Viel wichtiger erscheint es hingegen, der nächsten Generation bleibende, christliche Werte über das Mann und Frau sein mitzugeben, damit sie zu wahrer, treuer und bleibender Liebe befähigt werden, in denen Sexualität nicht zu seelischen und körperlichen Verletzungen, sondern zur Erfüllung tiefster Gefühle zwischen Mann und Frau führt.

Den Film und die „erzieherisch wertvollen Kommentare“ dazu können Sie hier ansehen.








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