Die Familie – Der Ehebund

23 07 2012

Der Ehebund nach 1. Mose 2.24

Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden ein Fleisch sein.

Das Wort Gottes definiert das Anhangen, d.h. eine Vereinigung von Mann und Frau als Ehebund. Die Bedeutung des Begriffes „ein Fleisch“ bezeichnet die sexuelle Beziehung, die damit verbunden ist und drückt darüber hinaus aus, dass das Ehepaar eine unzertrennliche Einheit bildet.

Rechtlich wird die Ehe durch einen Formalakt begründet, sei es durch amtliche Eheschließung oder kirchliche Trauung. Dies ist gesellschaftlich notwendig und auch durchaus zu befürworten, es befindet sich aber in der gesamten Bibel dazu keine gesonderte Aufforderung.

Mittlerweile sind Lebensgemeinschaften ohne formale Eheschließung sehr üblich geworden. Der Gesetzgeber definiert diese Form des Zusammenlebens als „eheähnlich“ und stellt sie rechtlich in vielen Belangen der Ehe gleich. Vor Gott ist dies jedoch nicht bloß eheähnlich, sondern de facto die Ehe.

Entscheidend ist der gemeinsame Umgang (biblisch anhangen), wenn dieser mit sexuellem Verkehr verbunden ist und nicht der rechtliche oder kirchliche Akt. Dessen sind sich viele Menschen nicht wirklich bewusst.

Paulus betrachtet die Ehe als ein Geheimnis, indem er die Beziehung zwischen Mann und Frau mir der zwischen Jesus und seiner Gemeinde vergleicht (vgl. Epheser 5.31-32).

Wir finden in der Bibel noch eine Reihe weiterer Anhaltpunkte, dass durch die besondere Form der Ehebeziehung im Grunde genommen das Verhältnis zwischen Gott und Mensch abgebildet ist. Ich habe zwei davon ausgewählt, jeweils eines aus dem AT und eines aus dem NT:

Jesaja 54, 5:

Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, Herr der Heerscharen ist sein Name; …

Offenbarung 19,7:

Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihm die Ehre geben! Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und seine Frau hat sich bereit gemacht.

Die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau in seinem Bilde hat also einen Hauptzweck: Durch die Beziehung, die zwischen Mann und Frau real erlebbar ist können wir erkennen, wie die Beziehung von Gott selbst zu uns Menschen beschaffen ist.

Mit anderen Worten: Wollen wir erleben, wie sehr Gott uns tatsächlich liebt, dann können wir das an unser eigenen Ehebeziehung selbst erleben, indem man sich um gegenseitige Liebe aufrichtig bemüht. Wir können quasi die Intensität selbst bestimmen.

Trennungen, Partnerwechsel oder gar Experimentieren mit dieser Beziehung haben also keinen Platz, weil sie allesamt diesen Hauptzweck Gottes verfehlen. Und das ist letztendlich auch der Grund, warum die Sexualität als wesentlicher Bestandteil dieser Beziehung der Ehe als solche vorbehalten ist.





Sex, we can !?

28 11 2009

Gastbeitrag von Beatrix G.

Benötigt unsere sexualisierte Gesellschaft eine Gebrauchsanleitung für den Geschlechtsakt? Muss man Sexualität k ö n n e n ?

„Sex we can“ – so lautet der Titel des neuen, äußerst fragwürdigen Aufklärungsfilmes, der mit öffentlichen Geldern gefördert wurde, in dem den Jugendlichen in ihrer Identitätsfindung geholfen werden soll. Diese Hilfe, die in einem computeranimierten Streifen umgesetzt wird, ähnelt eher einer penibel genauen Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit als zu dem, was Sexualität wirklich sein soll, nämlich das Einswerden in einer vertrauensvollen Partnerschaft, die von Sicherheit, Liebe und im besten Fall von einem Eheversprechen getragen ist.

Der Film lässt fast keine Peinlichkeiten aus, die am Beginn des Erwachsenwerdens und des Erwachens der eigenen Geschlechtlichkeit passieren können. Zum einen sind die „weisen“ Ratgeber allesamt gleichaltrige Teenager, die mehr oder weniger Erfahrung im Bereich „Liebe“ – oder was die Macher hier als „Liebe“ bezeichnen, nämlich den Geschlechtsakt – haben. Zum Anderen wird in dieser Form der Aufklärung die Triebhaftigkeit des Menschen über die Vernunft und eventuell vorherrschende, ablehnende Gefühle gestellt. Die Botschaft lautet: „Willst du mit einem Jungen/einem Mädchen nicht sofort schlafen, bist du nicht „in“ und es stimmt etwas nicht mit dir.“

Die Tipps, die die beiden Hauptdarsteller, ein Mädchen und ein Junge, die sich gegenseitig anziehend finden, in den 3 Episoden von „Sex we can“ erhalten, sind in keiner Weise hilfreich auf dem spannenden und doch sehr verwirrenden Weg der Identitätsfindung von Weiblichkeit und Männlichkeit. Vielmehr vermitteln sie ein völlig falsches Bild von Liebe, das sagt: „Wenn du dein Gegenüber attraktiv findest – egal ob gleich- oder andersgeschlechtlich – dann ist es ganz natürlich, dass du so schnell wie möglich mit ihm/ihr intim wirst.“ Das gegenseitige Kennenlernen, das Entwickeln von Freundschaft und tieferen Gefühlen, das aufeinander Warten können oder auch das Entfalten von Vertrauen und Geborgenheit wird hier in keiner Silbe erwähnt. Die Worte „Ich liebe Dich!“ hört man zum ersten Mal am Ende des Filmes, nachdem das Pärchen schon mehrere Male miteinander geschlafen hat.

Auch die Verhütungsmentalität, die in diesem Film angesprochen wird, entspricht natürlich leider dem heutigen Zeitgeist. Wieder einmal wird eine Schwangerschaft als eine Art Krankheit vermittelt, die man am besten durch Pille, Kondom oder im schlimmsten Fall Pille danach vermeiden beziehungsweise „heilen“ kann. Natürlich wünscht man keinem jugendlichen Mädchen, dass es die Verantwortung einer Mutterschaft tragen muss. Warum fragt man dann unsere Jugendlichen nicht ganz klar, ob sie überhaupt die sexuelle Verantwortung tragen können? Einerseits die Konsequenzen der geschlechtlichen Vereinigung, aber auch die Verantwortung, die man dem anderen gegenüber übernimmt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass durch das Zusammenkommen zwischen Mann und Frau eine tiefe, emotionale Bindung entsteht, die nicht einfach nach Belieben an- und ausgeschaltet werden kann. Wenn ich mit jemand schlafe, dann bin ich mit demjenigen verbunden und sollte ihn in seiner Ganzheit und in seiner Fruchtbarkeit respektieren und lieben.

Weiters ist es überraschend, dass der Aufklärungsfilm ganz klar sagt, dass die Teenager das Thema Sex nicht mit ihren Eltern besprechen müssen. Schließlich gäbe es Ärzte, die sich um die Verhütungswünsche der jungen Erwachsenen kümmern könnten. Hier steht der Film, der unter Anderem durch das Unterrichtsministerium und den Stadtschulrat für Wien gefördert wird, ganz klar im Gegensatz zu dem seit 1994 gültigen Erlass des Bundesministeriums für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten. Dort wird nämlich die Sexualerziehung als Unterrichtsprinzip erläutert und eindeutig festgehalten, das „Sexualerziehung die primäre Aufgabe der Eltern/Erziehungsberechtigten“ ist und in steter Zusammenarbeit mit dem Elternhaus von der Schule zu erweitern sei.

Zu Hoffen bleibt, dass viele Eltern über diesen Film an öffentlichen Stellen ihren Unmut kundtun, und somit diese Art von Sexualerziehung unseren Kindern erspart bleibt. Außerdem ist es unnötig, unseren Jugendlichen eine sexuelle Gebrauchsanweisung mit zu geben. Dieses „Programm“ muss wohl kaum erlernt werden, ist es doch in jedem Menschen von Grund auf angelegt. Wie sonst hätte sich die Menschheit bis jetzt fortpflanzen können, wo es noch kein „Sex we can“ gab?

Viel wichtiger erscheint es hingegen, der nächsten Generation bleibende, christliche Werte über das Mann und Frau sein mitzugeben, damit sie zu wahrer, treuer und bleibender Liebe befähigt werden, in denen Sexualität nicht zu seelischen und körperlichen Verletzungen, sondern zur Erfüllung tiefster Gefühle zwischen Mann und Frau führt.

Den Film und die „erzieherisch wertvollen Kommentare“ dazu können Sie hier ansehen.








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