Die Verbrüderung der Linken mit dem Kapital

24 05 2010

Am Lack gekratzt – die Scheinheiligkeit der Linken und auch der „Bürgerlichen“

Eines der grössten Errungenschaften mit dem höchsten Erinnerungseffekt Kreiskys war sein Ausspruch: „Mir sind ein paar Hundertmillionen Schulden lieber als hunderte Arbeitslose.“ Wie sich die mit den Schulden finanzierten Arbeitsplätze dann letztendlich in eine Milliardendebakel mit hoher Arbeitslosigkeit entwickelte, sei hier nur nebenbei erwähnt.

Vergessen wird in der Erinnerung und auch in der heutigen Diskussion in der Schuldenpolitik praktisch aller entwickelten Länder, dass die 70-er-Jahre der Startschuss der Verbrüderung linker Ideologen mit dem Kapital war. Denn: von wem kann ich mir Geld ausborgen, das ich nicht habe?

Es entstand eine win-win-Situation: der „soziale“ Staat borgte sich Geld aus, um die immer höher werdenden Sozialkosten bezahlen und entsprechend verteilen zu können. Der Sozialstaat wurde zum Verteiler nicht nur an die sozial Schwachen, sondern auch an die Mittelschicht und die Subventionsempfänger, der Staat war an Sozial- und Verteil-Ideen niemals schwach besaitet.

Die Eigentümer des Kapitals konnten und können sich bis heute in die Hände reiben: die Verzinsung des verliehenen Geldes brachte satte Gewinne und Zinseszinsen. Die EU verstärkte das noch mit der Doktrin, 3% Neuverschuldung des BIP pro Jahr, was bei durchschnittlichen Budgets durchaus jährlich über 10% der Steuereinnahmen ausmacht, sei in Ordnung, das garantiert den fortgesetzten Gewinn.

Nicht zuletzt deshalb liessen sich die konservativ-bürgerlichen Parteien auf dieses Spiel ein, brachte es zudem Wählerstimmen, wenn man als „sozial warm“ empfunden wurde.

Bezahlt hat das die Mittelschicht, aus deren lukrierbaren Massensteuern einerseits Bedürftige und Subventionsempfänger reich beschenkt wurden, andererseits die Eigentümer von Banken, Fonds, Hedgefonds usw., die sich aus den garantiert bezahlten Zinsen aus Steuergeldern bedienen konnten und bis heute können.

Sogar aus der jetzigen Krisensituation können die Kapitalgeber nur profitieren. Dies brachte erhöhte Zinsen und nochmals die Garantie der Staaten, dass sie sicher zu ihrem Geld kommen werden.

Dass jetzt die SPÖ zum Halali gegen ihre eigenen Kapitalgeber blasen, ist der gewifte Schachzug der propagandistisch und taktisch immer überlegenen Linken. Es ist ja geschickt, man hat den Schuldigen gefunden – obwohl man dessen Schöpfer ist. Steuern auf Transaktionen und Spekulationen, deren Erfinder sie ja selbst sind, einzuheben, kommt bei der Bevölkerung gut an, die verkürzte Einsicht der Menschen, denen die Wahrheit ja auch möglichst verheimlicht wird, kommt hier auch den Linken zugute.

Die „bürgerlichen“ Parteien und deren Politiker können jetzt nur strampeln. Sie haben den Sozialstaat finanziert, haben die Schuldenmach-Politik, die den Linken politisch immer genützt hat, mitgetragen, Geld, das nicht ihnen gehört, mit beiden Händen ausgegeben, und ihre Klientel, die Banken, Versicherungen, Fonds usw. langfristig mit sicheren Verzinsungen versorgt.  Die Bürgerliche hat sich aus Gier der linken Ideologie prostituiert. Dass  Prostituierte mit der Zeit ins Alter kommen und unattraktiv werden, haben sie dabei vergessen. Dass diese Art von Politik langfristig nicht halten kann, auch.

Die Leidtragenden daraus sind alle in der Bevölkerung. Der Sozialstaat ist nicht mehr finanzierbar. Die Pensionen wackeln. Die Steuerlast wird höher und höher. Das Wachstum ist nicht haltbar. Beträchtliche Teil der Staatseinnahmen gehen in Zinszahlungen auf. Für die Zukunft ist nichts übrig.

Deshalb auch die politische Vorsicht im Sparen und der offensiven Fortsetzung der Schuldenpolitik, unsere Mächtigen werden solange die Kuh melken, solange sie am Leben zu erhalten ist und sie nicht zusammenkracht. Beide grossen ideologischen Lager profitieren von ihrer Verbrüderung, der Scheinheiligkeit und Geld- oder Macht-Gier.





Warum empört sich niemand, in Österreich?

27 02 2010

Warum und wie lange lässt sich die Mehrheit der Bevölkerung noch still halten?  Wie kommt es, dass wir wie stille Schafe zusehen, wie die politische Führung aus Gnaden ihrer Klientel das Unrecht zum Prinzip macht?

1.) Verständnis der sozialen Sicherheit

– Es ist ist Teil der Sozialpolitik, Staatspensionisten mit durchschnittlich (sic!) über EUR 2.200,- zu versorgen, und das 14x jährlich.

– Es ist sozial, bei steigender Lebenserwartung mit durchschnittlich 58 Jahren (bei Männern) in den Ruhestand zu treten

– Sozial ist, wenn Mitarbeiter staatnaher Betriebe oder der Bundesländer noch darüber hinaus begünstigt werden (Durchschnittspensionsalter der ÖBB……; durchschnittlich über EUR 300.000,- Jahrespension für über 2.000 Notenbank-Pensionisten usw. – diese Liste lässt sich fortsetzen).

– Sozial ist, Sozialhilfen unkontrolliert auszuschütten, ohne Berechnung der Gesamtleistungen an eine Person oder Familie.

– Sozial ist, von normalen Bürgern für Arbeitsleistung hohe Steuern abzuverlangen, für die Minderheit jedoch mit arbeitslosem Einkommen und Spekulation steuerfrei Reichtum zu schaffen zu lassen

– Umverteilung von arm nach reich: Sozialleistungen werden mit neuen Schuldaufnahmen finanziert, deren Profiteure die Geldgeber sind, welche dafür horrende Zinszahlungen erhalten – auf dem Rücken der Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung

– sozial ist, wenn fleissige und anständige Bürger und Familien vom Staat maximal abgezockt werden

2.) Klientelversorgung

– 9 Landeshauptleute mitsamt Landesregierungen mitsamt Landtagen und mit Gagen, von welchen der normal arbeitende Mensch nur träumen kann, ohne jegliche wirkliche persönliche Verantwortung für Handlungen oder Unterlassungen, Kosten von mehreren EUR 100.000.000 jährlich

– ein sinn- und zahnloser Bundesrat mit ebenfalls hohen Gagen aus Steuergeldern

– ca. EUR 300.000.000,- Parteienförderungen aus Steuergeldern jährlich (Vergleich: im 10x so grossen Deutschland erhalten die Parteien insgesamt EUR 30.000.000,- an staatlichen Parteienförderungen)

– keine Reformen im Klientelbereich (z.B. ÖVP-ÖAAB-Beamte oder SPÖ-ÖBB etc.etc.)

– Banken- und Grossunternehmens-Eigentümer bilden den neuen geschützte Adel des 21. Jahrhunderts – sie sind die (System-)-„Relevanten“ und werden mit massenhaft Steuergeldern gerettet, gefördert und gehätschelt (im Gegensatz zu den mehreren hunderttausend sonstigen Unternehmern  und Selbständigen – den eigentlichen Steuerzahlern)

– Korrumpierung – Wählerstimmenkauf (Grenzeinsatz für Wohlgefühl; Ablehnung eines Asylzentrums wo auch immer… etc.): das Richtige hat keine Relevanz

3.) Gesellschaftspolitik

– ungeborene Kinder werden zu tausenden getötet

– kein Recht auf Leben für ungeborene behinderte Menschen

– Verhomosexualisierung und Pervertierung der Gesellschaft inklusive Swingerclub in der Secession als kulturelle Errungenschaft

– das Richtige und die Wahrheit haben Nachrang nach der political correctness

Wir müssen leider davon ausgehen, dass, obwohl diese Führung des Landes der Mehrheit der Bevölkerung schadet, diese gleiche Bevölkerung in ihrer Wohlstands- und Bequemlichkeitsnarkose bleiben und diese Politik befürwortet. Gleichzeitig werden wir alle die Konsequenzen zu tragen haben, die wahrscheinlich einzig in der Lage sind, dieses Narktikum zu neutralisieren und die Menschen aufzuwecken. Die Frage ist nur: kann es wirklich sein, dass dies das einzige Aufwachmittel darstellt?








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