Warum unsere Zivilisation vor dem Zusammenbruch steht.

26 12 2013

Wohin steuert unsere Gesellschaft? 10 Professoren meinen: Uns droht ein Höllensturz, wenn wir nicht zur Umkehr finden. Zugleich begründen sie, warum sie dennoch Hoffnung haben. Das von Hans-Joachim Hahn (vom christlichen Professorenforum  – http://www.professorenforum.de) und Lutz Simon herausgegebene Buch „Höllensturz und Hoffnung. Warum unsere Zivilisation zusammenbricht und wie sie sich erneuern kann“ ist im Buchhandel erhältlich.

Auszüge davon hat idea (www.idea.de) zur Diskussion gestellt. Gerne möchte ich diese mit Ihnen teilen: https://www.dropbox.com/s/25i05uh8lmx8g73/H%C3%B6llensturz%20und%20Hoffnung.pdf

Ein Buch, das gelesen werden muss und eigentlich alle unsere Politiker – Regierung und Abgeordnete – in die Hand bekommen sollten. Ist da wer, der eine Sammelaktion in Gang setzen kann, um das zu ermöglichen?

(Quelle: aus IDEA Deutschland)





Plädoyer für ein gerechteres Pensionssystem

16 05 2010

Das österreichische Alterversorgungssystem beruht auf dem Prinzip der Generationen.

Jede Generation hat die Aufgabe, in ihrer Erwerbsphase

–          für ihr eigenes Einkommen zu sorgen

–          ihre Alten zu versorgen (Pensionen werden aus den laufenden Pensionsbeiträgen bezahlt)

–          ihre Kinder aufzuziehen (was dem Vorsorge-Prinzip entspricht).

Die aktuelle Problematik:

1.)     Das steigende Lebensalter bewirkt, dass die Relation zwischen Erwerbsphase und Pensionsphase ökonomisch nicht mehr darstellbar ist.

2.)     Die sinkenden Geburtenraten bewirken, dass immer weniger Menschen in der Erwerbsphase verhältnismässig die in Pension befindlichen Menschen versorgen müssen.

3.)     Kinderlose haben einerseits aufgrund der Möglichkeit des erhöhten beruflichen Einsatzes höhere Einzahlungen, andererseits höhere Lebenserwerbseinkommen, erhalten daher auch wesentlich höhere Pensionen als Menschen mit Kindern, insbesondere Frauen. Nicht wenige Frauen mit mehreren Kindern erhalten in Österreich überhaupt keine Pensionen (Beispiel: meine eigene Mutter von 5 Steuern zahlenden Kindern), was das Generationenprinzip Lügen straft.

4.)     Politiker aller Parteien argumentieren bei allen Pensionsdebatten mit Erwerbszeiten, mit den getätigten Erwerbseinzahlungen, und täuschen damit vor, dass Pensionen nach dem Vorsorgeprinzip finanziert würden, was aber allen Tatsachen widerspricht. In Europa hat meineswissens nur die Schweiz das Vorsorgeprinzip.

Ein Lösungsansatz zu mehr Gerechtigkeit:

A)      Ein Pensionsanspruch hat nach dem Generationenprinzip grundsätzlich davon auszugehen, dass Kinder aufgezogen werden, d.h., Kinder an sich haben einen Pensionsanspruch zu bewirken.

B)      Die erhöhte Lebenserwartung hat zu höherem Pensionsantrittsalter zu führen. Ich kenne keinen 40-50jährigen, der das nicht einsehen würde.

C)      Kinderlose sollen grundsätzlich geschlechterunabhängig dasselbe Pensionsantrittsalter haben – d.h., langfristige Übergangszeiten sind für Kinderlose jedenfalls abzuschaffen (wenn schon nicht auch sonst diese Ungerechtigkeit, bis ins Jahr 2028 fortgeschrieben, abgeschafft gehörte…)

D)      Für Kinderlose – welche das Vorsorge-Prinzip nicht erfüllen (s. Pkt. 2) – ist ein eigenes Rentensolidaritätssystem einzurichten. Kinderlose im erwerbsfähigen Alter sollten doppelten Pensionsbeitrag leisten, welcher sich nach 1 Kind um 25%, nach dem 2. Kind um 50% reduziert (zum Normalsatz). 3 und mehr Kinder sollen eine höhere Pensionsbemessungsgrundlage bilden. Solidarität unter Kinderlosen nenne ich das, das ist keine Strafe, sondern ein kleiner Beitrag zur Gerechtigkeit, da

  1. Kinderlose keine Vorsorge leisten (Kinderaufzucht)
  2. aus diesen höheren Beiträgen automatisch die derzeit kinderlos im Pensionssystem befindlichen Pensionisten bezahlt werden könnten und staatliche, aus Steuergeldern bezahlte Zuschüsse damit sinken würden
  3. Kinderlosen höhere Lebenserwerbseinkommen haben, damit mehr Möglichkeiten und mehr Freiheiten
  4. Kinderlose im Alter ebenso betreut, gepflegt und einen menschlichen Lebensabend geniessen wollen. Wenn andere keine Kinder haben, gibt es auch nicht genug Pflegekräfte (es fehlen schon jetzt in Österreich 7000 Pflegekräfte).

Gerade jetzt in der Finanzkrise und in den Überlegungen, wie wir unser Land wieder „flott” machen können, hat das von mir beschriebene System folgende weitreichende Vorteile:

  1. Menschen werden ihr Leben langfristiger denken und Kinder eher in ihre Lebensplanung aufnehmen.
  2. Wir werden Schulen nicht zusperren müssen.
  3. Wir machen uns nicht von Zuwanderung abhängig.
  4. Wir sorgen für stärkeres soziales Denken in allen Bevölkerungsschichten, weil Kinder eine ungeheure positive soziale Wirkung haben.
  5. Wir machen durch eine kinderfreundliche Gesellschaft unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig und setzen uns von unseren Mitbewerbern ab.
  6. Das Generationenprinzip wird wieder zum Prinzip gemacht – Vorsorgemodelle sind zum Scheitern verurteilt (Geld arbeitet nicht, nur Menschen!), was ja gerade jetzt bewiesen wird.
  7. Auch Kinderlose beteiligen sich am sozialen Ausgleich durch diese Schaffung eines Kinderlosen-Solidaritäts-Pensions-Sicherungs-Fonds.

Naturgemäss ist mir  schon bewusst, dass es hier noch hunderte Detailfragen zu klären wären. Dennoch glaube ich, dass diese Frage raschest geklärt werden müsste und gerade JETZT die Möglichkeit einer Umsetzung hätte. Mir ist auch bewusst, dass unsere zum Populismus geneigten Politiker rasch das Wort „Strafe” verwenden könnten, dies weise ich hier aber entschieden zurück.








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