Trotz Song-Contest: Geschlechtsidentitätsstörung ist eine Krankheit

11 05 2014

Die politisch korrekte Gesellschaft klatscht in die Hände. Es passt in das (EU-)Konzept, alles daran zu setzen, unseren Kindern und Jugendlichen Lebens- und Denkmodelle einzuprägen, welche in eine Sackgasse führen, Familien zerstören und den Bestand unserer Kulturen, unserer Wirtschaft und der Verteidigungsfähigkeit gegen Krisen und Angriffe abschwächen.

Dennoch sollte klar sein: ein Zustand, seine genetisch gegebene Geschlechtlichkeit und seinen Körper nicht annehmen zu können, kann kein wünschenswerter sein. Wohl ist er auch keine genetische Störung, sondern die psychische Ablehnung der biologischen Geschlechtlichkeit.

Homosexuell-transsexuelle Männer werden in ihrem Aussehen, ihren Gesten und Sprechweisen als „weiblich“ wahrgenommen. Sie fühlen sich zu sehr männlich aussehenden Männern hingezogen. Sie glauben, wenn sie als „echte Frauen“ auftreten, können sie für diese Männer attraktiv sein und sie anziehen.

Nahezu alle homosexuell-Transsexuellen hatten schon im Kindesalter eine Geschlechts­identitätsstörung. Sie konnten sich in ihrer Entwicklung nie mit ihrem Vater, ihren Brüdern oder mit gleichgeschlechtlichen Gleichaltrigen identifizieren. Entweder hielten sie sich für ein Mädchen, zumindest wünschten sie sich, eines zu sein. In der Regel verachteten sie in der Kindheit ihr männliches Geschlechtsorgan; sie versuchten, es zu verstecken; sie weigerten sich, im Stehen zu urinieren; sie bestanden darauf, Mädchen­kleidung zu tragen und spielten oft ausschließlich mit Mädchen. In der Folge wurden sie von den männlichen Gleichaltrigen gehänselt und abgelehnt. Obgleich einige homo­sexuell empfindende Erwachsene in der frühen Kindheit die gleichen Verhaltensmuster zeigen, verschwinden diese bei ihnen im Lauf ihrer Entwicklung. Bei homosexuell-transsexuellen Männern bleibt die Identifikation mit dem Weiblichen bestehen. Häufig sieht man bei ihnen eine übertriebene „Weiblichkeit“.

Viele homosexuell-Trans­sexuelle gehen sexuelle Kontakte zu homosexuellen Männern ein. Die Beziehungen sind für sie aber nicht befriedigend. (Männlichkeit hat unter homosexuell lebenden Männern einen hohen Stellenwert, weiblicher wirkende Männer sind meist weniger begehrt.) Homosexuell-Transsexuelle möchten eine sexuelle Beziehung zu einem heterosexuellen Mann und sind der Auffassung, dass sie sich diesen Wunsch erfüllen können, wenn sie selbst eine attraktive Frau werden.

In den USA war das Universitätskrankenhaus der John Hopkins Universität in Baltimore ein Zentrum für „geschlechtsumwandelnde“ Operationen. Als 1975 der Psychiatrieprofessor Paul McHugh Leiter der psychiatrischen Abteilung wurde, begann er, die Anwendung der operativen Eingriffe zu hinterfragen. Er bestand darauf, mehr Informationen von den Patienten vor und nach den chirurgischen Eingriffen einzuholen und beauftragte den Psychiater und Psychoanalytiker Jon Meyer mit einer Nachsorgestudie. Paul McHugh schreibt über die Studie:

„Die meisten Patienten, die [Jon Meyer] einige Jahre nach ihrer Operation ausfindig machte, waren zufrieden mit dem, was sie getan hatten… nur wenige bereuten es. Doch in jeder anderen Hinsicht hatte sich an ihrem psychischen Zustand kaum etwas verändert. Im Grunde hatten sie noch dieselben Probleme mit ihren Beziehungen, ihrer Arbeit und ihren Gefühlen wie zuvor. Die Hoffnung, dass sie nun ihre emotionalen Probleme hinter sich lassen und ein psychisch ausgeglichenes Leben führen könnten, hatte sich nicht erfüllt. Die Ergebnisse zeigten uns: So wie die Männer vor den Operationen Gefallen hatten am cross-dressing [Kleidung des anderen Geschlechts anziehen], so hatten sie jetzt Gefallen am cross-living [Leben als Person des anderen Geschlechts]. Aber die Integration ihrer Psyche hatte sich nicht verbessert und es war nicht einfacher geworden, mit ihnen auszukommen.“

Der politische Wille der EU und der österreichischen Regierung, Geschlechtsidentitätsstörungen als willkommene Bereicherung der Gesellschaft zu feiern und unsere Kinder und Jugendlichen krank zu machen, ist, als würde man Depressionen und Burn-Out gut finden.

Literaturhinweis: http://www.dijg.de/transsexualitaet-geschlechtsumwandlung/operation-psychischer-konflikt/





Die klammheimliche Übernahme unserer Gesellschaft durch Gender Mainstreaming

2 01 2010

von Inge M. Thürkauf

Als Christen vertreten wir noch Begriffe wie „Leben“, „Freiheit“ und „Werte“, die wir in die Zukunft hinüberretten möchten. Wir spüren aber je länger je mehr, wie nicht nur europaweit, sondern nahezu weltweit diese Begriffe bedroht oder zumindest in Frage gestellt werden. Wenn aber das Leben und die das Leben tragenden Werte als nicht mehr zu akzeptierende Lasten zur Disposition gestellt werden, wird auch die Zukunft keinem Härtetest mehr gewachsen sein. Es wird nichts mehr geben, woran sich die Menschen halten können, es wird nichts mehr geben, was wert ist, heilig gehalten zu werden.

Damit stellt sich die Frage, ob Europa noch eine freie Meinungsäußerung zuläßt, ob es letztlich noch über eine freie Demokratie verfügt? Vor allem wenn man sich die Erklärung eines deutschen Professors vor Augen hält, der laut darüber nachdachte, „ob die Christen überhaupt für den demokratischen Prozeß zugelassen werden können“. (Günter Rohrmoser: „Diktatur des Relativismus“, Bietigheit/Baden, Ges. für Kulturwiss. 2007, S. 4). Er begründet seine Bedenken damit, daß Christen einen Wahrheitsanspruch erheben, und daß manche sich sogar dazu verstiegen, eine absolute Wahrheit zu verkünden. Ist die Wahrheitsfrage für Christen gefährlich geworden?

Die gegenwärtig aufgebrochene Diskussion um eine Ideologie, die seit der 4. UN-Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking unter dem Begriff „Gender Mainstreaming“ sich vor allem in die Politik eingeschleust hat, und zwar weltweit, ohne daß sich die Bevölkerung der einzelnen Länder überhaupt darüber bewußt werden konnte, ist dabei, eine Neuorientierung sowohl der Geschlechter als auch von Ehe und Familie voranzutreiben.

Was bedeutet Gender Mainstreaming? Der Begriff „gender“ kommt aus dem Lateinischen genus, Mehrzahl genera, und drückt im Englischen die Unterscheidung des grammatikalischen Geschlechts aus, das im Deutschen durch den Artikel „der, die das“ zum Ausdruck gebracht wird. Daher war es für viele Teilnehmer der Pekinger Konferenz irritierend, als während der heftig geführten Diskussionen über „gender“ auf einmal ein Bezug zum biologischen Begriff „sex“ hergestellt wurde. Die allgemeine Annahme war zunächst, daß dieser seit einigen Jahren in der UNO sowie in der einschlägigen Literatur zirkulierende Begriff eine vornehmere Ausdrucksweise für „Sex“ sei. Vor allem die Frauen aus der Dritten Welt, die noch ein gewisses Schamempfinden bewahrt haben, waren daher der irrigen Meinung, daß sich dieser Begriff sowohl auf das weibliche als auch auf das männliche Geschlecht beziehen würde.

Im Laufe dieser Konferenz hat es sich jedoch gezeigt, daß „gender“ eine neue Weltanschauung beinhaltet, die alle Unterschiede zwischen den Geschlechtern relativieren will, d.h. sie nicht als naturgegeben, sondern als gesellschaftsbedingt versteht. „Gender“ unterstellt, daß jede sexuelle Orientierung – heterosexuell, homosexuell, lesbisch, bisexuell und transsexuell – gleichwertig ist und gesellschaftliche Akzeptanz beanspruchen kann, ja sogar muß. Mit anderen Worten: jeder Mensch soll sein Geschlecht selbst wählen können, er soll selbst bestimmen, ob er Mann oder Frau sein will oder das, was immer gerade seinem augenblicklichen Empfinden entspricht, und niemand darf sich dieser freien Entscheidung entgegensetzen, denn dies wäre eine Diskriminierung. „Mainstreaming“ aber ist der „Hauptstrom“, mit dem dieses neue Menschenbild durch Politik und Gesellschaft getrieben werden soll.

Der beliebige Wandel des Geschlechts zielt auf das sensibelste Empfinden des Menschen, auf die Sexualität, und als Zielgruppe dieser Beliebigkeit wurde die Frau ins Visier genommen. Hinter allem steht der Gedanke, sie von jeglichen angeblich naturgegebenen Verhaltensweisen zu befreien. Den Gender-Ideologen ist bewußt, daß das von allen überkommenen Vorstellungen befreite „ewig Weibliche“ den Adam „hinan ziehen“, ihn mitreißen wird in das, was die menschliche Psyche an Unordnung und Perversion in der Lage ist zu bieten.








%d Bloggern gefällt das: