200 Millionen Christen weltweit bedroht

17 01 2017

Entnommen aus: DIE FREIE WELT
http://www.freiewelt.net/nachricht/200-millionen-christen-weltweit-bedroht-10069828/

Die christliche Hilfsorganisation »Open Doors« (https://www.opendoors.de/) warnt davor, dass weltweit an die 200 Millionen Christen verfolgt werden. Hierzulande mahnen Kirchenvertreter, Opfer anderer Religionen nicht aus den Augen zu verlieren.

Vor allem islamistischer Terror sorgte nach Angaben der christlichen Hilfsorganisation »Open Doors« 2016 für einen deutlichen Anstieg verfolgter Christen. In ihren alljährlichen Weltverfolgungsindex geht die Organisation von mehr als 200 Millionen Christen in 50 Ländern aus, die wegen ihres Glauben Schikanen, Gewalt und Verfolgung ausgesetzt sind.

In den genannten 50 Ländern leben den Angaben zufolge etwa 650 Millionen Christen. In den vergangenen neun Jahren wurden etwa 100 Millionen Menschen konkret wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt. Besonders dramatisch sei dabei die Lage von Christen in Somalia, Afghanistan und Pakistan sowie im kommunistischen Nordkorea.

Die Lage habe sich von Jahr zu Jahr verschlechtert. Beispiele seien etwa die Folgen des Arabischen Frühlings, die Vertreibung der Christen aus der irakischen Stadt Mossul und eine verschärfte Situation in Asien und Afrika, wo Christen unter anderem unter der Verfolgung von Boko Haram in Nigeria leiden.

Besonders auffällig sei in diesem Jahr Indien, welches erstmals auf den 15. Platz des Indexes hochrutschte. Die Situation der Christen habe sich unter dem seit 2014 amtierenden Premierminister Narendra Modi deutlich verschlechtert. Ein religiös motivierter Nationalismus sei hier auf dem Vormarsch. Es brennen regelmäßig Kirchen nieder.

Die Türkei wanderte im vergangenen Jahr gleich um acht Ränge hoch und liegt nunmehr  auf Platz 37. Die Religionsfreiheit für Christen wurde unter dem türkischen Präsident Edogan und seiner islamisch-konservativen AKP stark eingeschränkt.

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) bezeichnete den Bericht als »Alarmsignal«.  Er sagte: »Die Bundesregierung muss in ihrer Außen- und Entwicklungspolitik weiterhin stets auf die Einhaltung der Religionsfreiheit pochen. Denn die Wahrung der Glaubens- und Gewissensfreiheit ist Voraussetzung für den Frieden in der Welt geworden«.

Die Auslandsbischöfin der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD), Petra Bosse-Huber, betonte darüber hinaus: »Dort, wo die Religionsfreiheit für Christen eingeschränkt ist, wird immer auch die Freiheit anderer Religionen missachtet«.





Der Genozid der Armenier

13 04 2010

Talat Pascha - Der Hauptverantwortliche des Genozids

Das Armenische Volk wurde gegen Ende des ersten Weltkrieges von der türkischen Regierung bewußt und mit unglaublicher Kaltblütigkeit ermordet. Die UNO und die meisten Staaten der Welt kamen aufgrund der vorhandenen historischen Beweise zu dem Entschluss, dass ein Völkermord vorliegt. Allein die offizielle Türkei leugnet es. Die Politiker und Diplomaten, die alle die Türkei nicht als „verlässlichen Partner“ verlieren möchten dürfen über den Völkermord nichts sagen, oder gar eine Entschuldigung dafür verlangen. Denn sonst bricht die Türkei sofort alle diplomatischen Verbindungen ab. Allen voran Barak Hussein Obama, der noch als Gouverneur den Genozid verurteilte, schweigt jetzt diplomatisch zu dem Thema.

Wie können wir allen Ernstes nur mit dem Gedanken spielen ein Land wie die Türkei in die EU aufzunehmen?

Die Verantwortlichen der Jungtürken Regierung unter Talat Pascha nutzten Verleumdung um die Vernichtung des ungewollten, christlichen Volks der Armenier zu legitimieren und voranzutreiben. Die Armenier wurden als Christen in einem mehrheitlich islamischen Land zwar geduldet, aber waren Menschen 2.Klasse, hatten weniger Rechte und mussten eine höhere Steuer bezahlen. Sie lebten also als sogenannte Dhimmis, als religiöse Minderheit unter Moslems. Obwohl sie in der Armee mitkämpften wurde ihnen Verrat am türkischen Volk vorgeworfen und die Unterstützung der christlichen Feinde. Mit dieser Anschuldigung als Legitimation wurde ca. 1 Million Armenier unter grausamsten Umständen systematisch vernichtet. Nach Ende des Krieges und der Machtübernahme von Kemal Atatürk wurde um des diplomatischen Friedens willen kein Eingeständnis der Türken verlangt. Das ist bis heute so geblieben. Der bestehende Ministerpräsident der Türkei, Erdogan, bestreitet diesen Genozid weiterhin vehement.

Talat Pascha floh nach Ende des Krieges nach Deutschland, dem ehemaligen Verbündeten. Dort konnte er unerkannt unterkommen, bis er von einem Armenier aufgespürt und erschossen wurde. In einem einmaligen Gerichtsverfahren wurde der Schütze zwar der Ermordung überführt, aber trotzdem freigesprochen. Der Leichnam wurde Jahre später von dem großen Bewunderer Talat Paschas, Adolf Hitler, mit allen Ehren in die Türkei überstellt.

Der Massenmörder Talat Pascha wird weiterhin in der Türkei verehrt, Straßen, Plätze und Schulen nach ihm benannt. Das wäre so, als wie wenn der Bürgermeister Häupl die neue Adolf Hitler Ganztagsschule eröffnen würde. Und die ganze Welt schweigt aufgrund der so wichtigen diplomatischen Beziehungen zur Türkei.

Empörend, aber leider wahr!

Lesen Sie dazu den Wikipedia Artikel

Wer gute Nerven hat, soll sich die im ARD ausgestrahlte Dokumentation Aghet – Ein Völkermord hier ansehen. (90 min)








%d Bloggern gefällt das: