Wertebewusstsein und die Sollbruchstelle Vertrauen

30 03 2010

Im Wort „Vertrauen“ steckt der Begriff „Treue“. Die Worte Selbstvertrauen, gegenseitiges Vertrauen in einen treuen Freund bis hin zur Trauung von Mann und Frau, als einem gegenseitigen Lebensversprechen zum einander vertraut werden, zeigen deren große und grundlegende gesellschaftliche Bedeutung.

Wenn der Begriff „Wahrheit“ über seine beiden Grundeigenschaften, nämlich der Dauerhaftigkeit und der Allgemeingültigkeit, die allesamt nur aus einer inneren Reinheit und Harmonie heraus entstehen, zu definieren wäre, so kann man diesen wahren, bewährten, immerwährenden usw. Inhalten eben in dem Sinn vertrauen, als dass diese einen dauerhaften Wert besitzen. Man kann sich dann darauf verlassen.

Vertrauen kann nur langsam durch Anständigkeit, Redlichkeit, Qualität und Beständigkeit über eine solche Art von Glaubwürdigkeit und ständigem guten Willen erworben werden. Das ist mühsam, kostet Mühe und ist daher entsprechend kostbar!

Nimmt man von vornherein Sauberkeit, Verlässlichkeit oder Stabilität an, weil es möglicherweise versprochen worden ist, muss aber alsbald erkennen, dass sich hinter einer derartigen Fassade nur Fäulnis und Verfall verbirgt, so wird eine Täuschung offenbar und die Aufhebung derselben ist dann die Ent-täuschung.

Ins Unendliche gedacht würden die Begriffe „dauerhaft“ und „allgemeingültig“ unerfassbar, weil sie sich zu „ewig“ und „allgegenwärtig“, zu den sich allem Messbaren entziehenden Attributen GOTTES ausdehnen. Die Ewige Wahrheit ist demnach auch über alle Maßen vertrauenswürdig. So heißt dem Glaubenden auch das treffende lateinische Wort „credere“, was von „cor dare“ – das Herz, also das Vertrauen schenken – kommt und nicht „putare“, also für richtig, stimmend halten, was demnach nur verstandesmäßig vom Weltlichen her begrenzend erfassbar wäre. „Credo“ weist über die vertrauende Liebe somit über das Endliche hinaus – so zu sagen ins Ewige, Unendliche.

Sieht man von allen globalen Vertrauenszusammenbrüchen in den Wirtschaftsgefügen, am Finanzsektor, in den ideologischen und politischen Gefügen vorerst ab um es letztlich auf den inhaltlichen Punkt der öffentlichen Krankenversorgung zu bringen, so wird diese angedeutete Bruchlinie schon deutlicher erkennbar. Nichts wird derzeit medial ausgelassen, was nicht die Vertrauensbeziehung der Patienten zu deren Ärzten schwächen könnte. Der Hausarzt als eine letzte Bastion wird jetzt abgetragen und zu einem völlig von den diversen Kontrollsystemen (= Sozialversicherungen, „Gesundheitspolitik“, Wirtschafts- und Finanzwesen usw.) abhängigen „Gatekeeper“ des Krankenversorgungswesens umfunktioniert. Eine standardisierte „evidance based medicine“, eine „Pharmamedizin“ soll dem menschlichen Bedarf gerecht werden???

Über eine ELGA= elektronische Gesundheitsakte möglichst vom ersten bis zum letzten Herzschlag, welche derzeit europaweit über jeden von uns angelegt wird, und über privatwirtschaftliche Spitalsholdings, welche die gewonnenen Daten unter politischer Oberhoheit und hochfinanziell vorgegebener Steuerung nutzen, werden derzeit „sozial“ motivierbare Einsparungspotenziale von Behandlungsrestriktionen bis hin zur Euthanasie gezielt intendiert. Hier wird ganz klar aus dem Sozialversorgungswesen ein Spitzel- und Machtinstrument konstruiert und der Schwache und Kranke zum Ausbeutungsobjekt gemacht.

Das daraus entstehende Vertrauensdefizit auch in die Rechtsstaatlichkeit wird durch ausufernde Kontrolle, Einschüchterung und Bedrohung bis hin förmlich zu einem definitiven Zustand der Versklavung getrieben. Aber es ist auch der Zusammenbruch dieser globalen Fehlentwicklung vorhersehbar. Sie geht an den geistigen Lebensvoraussetzungen vorbei.

Mit „Werten“ ist es in der Gesellschaft nun oft so wie mit dem Salz in der Suppe – sie werden meist erst erkannt, wenn man sie nicht mehr hat!

Der Turmbau zu Babylon ist am gegenseitigen Vertrauensverlust deshalb gescheitert, weil jeder in diesen Systemen der Erste, der Mächtigste und Stärkste sein wollte, was zwingend zum gegenseitigen Misstrauen und zum hinterhältigen Machtkampf um die Ressourcen führen musste! Man konnte sich vermutlich zwar noch verstehen, aber einander nicht mehr glauben.

Berechtigtes Vertrauen ist also letztlich unendlich mal besser als Totalkontrolle! Lassen wir Lenin in seinem Mausoleum und glauben wir doch auch heute wieder im österlichen Geist vertrauend an Unseren auferstandenen Herrn Jesus Christus, dem König der Könige und Herrn der Herren, dem Geber aller dauerhaften und vertrauenswürdigen Werte!








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