Gute „neue Väter“ und gute „alte Mütter“_Entzauberung Schwedens

7 07 2013

Leserbrief vom 3. Juli 2013
an Frau Dr. Christine Haiden,
Chefredakteurin von Welt der Frau
Kolumnenschreiberin in den OÖN

S.g. Frau Haiden,
Sehr gerne lese ich Ihre interessanten Beiträge in den OÖN. Der letzte hat mich angeregt Ihnen wieder mal zu schreiben. Ich möchte Ihre Überschrift noch ergänzen: Die beste Familienförderung sind gute, neue Väter und gute „alte“ Mütter. Und das jeweils zu der Zeit, in der das Kind den Vater oder die Mutter mehr braucht. Heini Staudinger (Waldviertler Schuhe) schreibt in seiner direkten und deftigen Art: So blöd kann man doch gar nicht sein, dass man nicht erkennen könnte, dass die Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft sind.
Leider kann man aber doch. Viele haben noch nicht erkannt, dass es in der Familienförderung in erster Linie um das Mehr an Kindern und das Wohl der Kinder gehen soll. Für das Kind ist es sicher noch kein Fortschritt, wenn es vom Vater anstatt von der Mutter gewickelt, geschaukelt, gefüttert wird oder wenn der Opa anstatt der Oma kocht.Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass der Vater bzw. die Mutter für das Kind, abhängig vom Alter, unterschiedlich wichtig sind. Und das ist unterschiedlich für Mädchen und Buben. Die Ergebnisse wurden in einem Diagramm über das Alter des Kindes (bis 18) anschaulich dargestellt. Leider finde ich dieses Diagramm nicht mehr und ich kann es auch im Internet nicht mehr finden.Schweden wird immer wieder – wie auch in Ihrem Artikel –
als Vorbild hingestellt, wenn es um die moderne Familie.
Aber leider nur einseitig.
Warum hört man nie etwas von der Kehrseite der Medaille?

Da höre ich zum Beispiel, dass die schwedischen Frauen so glücklich sind, weil sie als Mütter arbeiten gehen können und am Abend, wenn sie heimkommen, mit den Kindern schon alles (in der Schule, Hort, Kindergarten) erledigt ist (Aufgabe, etc.).
Ich weiß nicht, woher solche „G´schichtln“ kommen. Wahrscheinlich hat sie irgendjemand einmal erzählt und jeder hat sie (ungeprüft) nacherzählt. Sie sind auf keinen Fall mehr aktuell.

Ich bin mit einer Schwedin verheiratet und kenne daher einige Schwedinnen (die wieder viele kennen) und die erzählen mir etwas ganz anderes. Nämlich, dass es in Schweden nicht mehr wirklich die Wahlfreiheit (Job+Familie oder nur Familie) für die Mütter gibt. Durch die Gehaltsangleichung von Männern und Frauen geht sich ein Männergehalt zur Versorgung der Familie nicht mehr aus. Wenn schwedische Frauen hören, dass es in Österreich noch möglich ist, dass Mütter bei ihren Kindern bleiben können, so lange sie es wollen, dann reagieren sie mit Erstaunen und Wehmut.

Bei meinem letzten Aufenthalt (zu Ostern) in Schweden habe ich einen Zeitungsartikel gelesen, in dem festgestellt wird, dass schwedische Frauen kränker sind als die Männer. Als wahrscheinliche Ursache wird die Überlastung der Frauen durch Beruf und Familie angegeben (trotz beispielhafter Unterstützung durch die „emanzipiertesten Männer der Welt“). Es hilft nichts, machen wir uns nichts vor! Es sind die Frauen, die die Kinder auf die Welt bringen und stillen. Und in den ersten Lebensjahren der Kinder sind Mütter nicht durch die besten Väter zu ersetzen. Der Vater genügt nicht für ein Kleinkind, eine Mutter (im Notfall) schon. Durch diese Tatsache werden die Frauen naturgemäß mehr als die Männer belastet. Bei zusätzlicher beruflicher Belastung ist das für die meisten Frauen zuviel und sie werden krank. Von wegen glückliche schwedische Frauen/Mütter!?

Man sieht, die „moderne“ Familie hat ihren (hohen) Preis, besonders für die Frauen und, was noch schlimmer ist – weil sie unschuldig dazu kommen – für die Kinder.
Hier ein Link zur Situation der Kinder in Schweden, verfasst von einer schwedischen Ärztin
und eines schwedischen Vaters

Die dramatische Situation der Kinder in Schweden gipfelt in der Selbstmordrate:
Es gibt ziemlich dieselbe Anzahl an Selbstmorden wie in Deutschland, obwohl Schweden nur ein Zehntel der Einwohnern hat!

Ich verstehe überhaupt nicht, warum man bei der von der Politik forcierten Form des Familienlebens (Kinder in die Krippe und Mütter in die Arbeit) von einer „modernen“ Familie spricht. Diese Form hat es schon vor Jahrzehnten in den kommunistischen Ländern gegeben. Und man hat gesehen, wie viele Kinder/Jugendliche/Menschen dadurch auf gut Oberösterreichisch „verhunzt“ worden sind. Leider hat man daraus nichts gelernt.

Für mich würde das eine Ansatz für eine moderne Familie sein:
Sich endlich an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren (nicht an denen der Wirtschaft und einiger Feministinnen). Das heißt, zu schauen in welchem Alter braucht das Mädchen mehr die Mutter bzw. den Vater und in welchem Alter braucht der Bub mehr den Vater bzw. die Mutter (angelehnt an die wissenschaftlichen Erkenntnisse) und danach die Verfügbarkeit für die Familie bzw. für die Arbeitswelt anpassen. Das ist für mich die optimale Familienförderung. Diese gilt es anzustreben und zu fördern.
Eines haben die Untersuchungen klar gezeigt: Buben und Mädchen brauchen in den ersten drei Lebensjahren mehr die Mutter. Daher soll in dieser Zeit die Mutter nicht durch den Vater ausgetauscht werden, auch wenn die Väter sich in dieser Zeit mehr um die Kinder kümmern wollen. Wenn schon der Vater mehr beim Kind sein möchte, dann gemeinsam mit und nicht anstatt der Mutter.
So kann das – Vater wickelt (ausschließlich) anstatt der Mutter – was als Fortschritt für die Familie dargestellt wird, ein Nachtteil für die Entwicklung des Kindes sein.

Ich möchte auf jeden Fall nicht zu den Blöden gehören, die nicht erkennen, dass die Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft sind.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerhard Danninger
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Hinweise

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